Sonntag, 17. Juni 2018

Promovierte Cupcakes - Schoko-Cupcakes mit Himbeer-Topping und Doktorhut [vegan]

Jetzt muss ich wohl bei jeder Promotionsfeier diese superputzigen Doktorhut-Cupcakes mitbringen, hihi. Die süßen Muffins mit der ungewöhnlichen Verzierung sind super angekommen. Und auch geschmacklich konnten sie überzeugen. Schön fluffig und saftig wie die Schoko-Himbeer-Torte (falls ihr die schon mal ausprobiert habt) und mit einer fruchtigen Himbeercreme getoppt. Die Idee mit den Doktorhüten hab ich von Herbs & Chocolate, dort könnt ihr auch mal gucken wie Carla die Hütchen gebastelt hat.


Da der Prüfling und auch ein Großteil der erwarteten Partygäste Veganer waren, mussten die Cupcakes natürlich komplett vegan sein. Die Muffins samt Topping waren da kein Problem, aber die Rohstoffe für die kleinen Doktorhüte in vegan zu finden war dagegen schon eine kleine Herausforderung. Die quadratische Platte für oben drauf war noch ganz einfach, Schokoplättchen oder schokolierte Waffelblätter bekommt man quasi überall. Schnur für obendrauf, auch easy, Cola- oder Lakritzschnüre findet man schon und sind fast immer vegan. Aber der Zylinder, puh. Alles was ich in den Fingern hatte war mit Molkenerzeugnis oder sonst was Unveganem verhunzt. Erst nach einem Tipp in einer Facebookgruppe hatte ich einen Plan und nach vielen Läden auch die wohl einzigen veganen Waffelröllchen auf dem Markt ergattert, sogar schon mit Zartbitter überzogen, yay.


Promovierte Schoko-Cupcakes mit Himbeer-Topping      
(15 Cupcakes)

200 g Mehl, Weizen Typ 405
150 g Zucker
1 Pck Vanillezucker (1 EL)
30 g Kakao (nicht Kabapulver!)
1 Pck Natron, 5 g
1 kleine Prise Salz

250 ml Wasser, lauwarm
120 g Himbeergelee (oder Heidelbeergelee)
80 ml Pflanzenöl, neutrales
1 EL Apfelessig

Muffinform mit Papierförmchen auslegen und/oder Silkkonförmchen bereitstellen, den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten in einer großen Rührschüssel vermischen. Die nassen Zutaten gut verquirlen, bis sich die Marmelade gut gelöst hat.
Eine Mulde in die trockenen Zutaten drücken und die Nassen hineingießen. Mit einem Esslöffel vorsichtig verrühren, gerade so lange, bis sich alles einigermaßen miteinander vermischt hat.
Den Teig mit Hilfe von zwei Löffeln gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen. Dabei die Förmchen nur zu 2/3 füllen, der Teig geht gut auf.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 20 min backen (Stäbchenprobe!). Ca. 10 min abkühlen lassen, aus der Form holen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

15 Dinkelwaffelröllchen, Zartbitter *
15 Quadratische Schokoladentäfelchen, Zartbitter *
Cola-Schnüre
Kuchenglasur, Zartbitter

Die Kuchenglasur erwärmen (z.B. in der Mikrowelle). Schokoröllchen mit etwas Glasur bestreichen und mittig auf die Schokotäfelchen 'kleben'.


Die Colaschnüre zurechtschneiden und mit Hilfe eines Zahnstochers mit geschmolzener Glasur auf die Oberseite der Hüte kleben.


200 ml Schlagcreme (die ungesüßte von Schlagfix), gut gekühlt
1 EL Vanillezucker
2 EL San Apart (oder Sahnesteif)
2 EL Himbeerpulver ** (oder Heidelbeerpulver)
1 EL Puderzucker

Schlagcreme mit den restlichen Zutaten zu einer steifen Sahnecreme aufschlagen.
In eine Spritztülle füllen, auf die Muffins drappieren und die Doktorhüten draufsetzen.


Tipps:
* Ich hatte 'Dinkel Waffelröllchen Zartbitter' von der Firma Rosengarten, gefunden im Bioladen im DEZ in Regensburg. Es waren genau 30 Röllchen drin, was für mich perfekt gepasst hat weil ich gleich die doppelte Menge Cupcakes gemacht hatte (halb Himbeer, halb Heidelbeer).
Als Plättchen hatte ich 'Hauchdünne Täfelchen Edelbitter' von Lindt. Die gibt's quasi in jedem Supermarkt und haben auch schon die perfekte Größe. Alternativ gehen auch gut die Waffelblättchen von Alnatura.
** Das Himbeerpulver hab ich bei Pativersand mal bestellt, das mische ich auch gerne in Chiapudding oder benutze es für Pralinen. 


Sonntag, 10. Juni 2018

Superzarte, herzhafte Soja-Grill-Spieße [vegan grillen]

Vor ein paar Wochen haben wir erst angegrillt und ich hatte mir diiiie perfekten Soja-Steaks mariniert. Sie wurden so schön saftig, schmeckten wie die typische, rote Grill-Steak-Marinade und hatten eine schöne Kruste. Aber nach den Grill-Spießen von letzter Woche hab ich einen neuen Favoriten. Die Marinade war noch ein bisschen herzhafter, karamellisierte auch schön außenrum und die Sojastreifen wurden so unglaublich zart, supersuperlecker! Durch das wellenförmige Aufpieksen bleiben die Streifen im Inneren noch saftiger und mit Senf, Knobi und Co. gewürzt schmeckts eben noch ein bisschen besser.


Soja-Grill-Spieße    
(6 Spieße)

2 Big Steaks
500 ml Gemüsebrühe
5 EL Pflanzenöl, neutrales
1 EL Paprikapulver
2 TL Tomatenmark
1 TL Senf, mittelscharf
Je 1 /4 TL Knoblauch- und Zwiebelpulver
2 TL Fleischwürze (oder Hähnchenwürze, Barbecuegewürz,...)
2 EL Sojasauce oder Tamari
2 EL Agavendicksaft (oder Ahornsirup)
1/4 TL Pfeffer
6 Schaschlikspieße

Die Big Steaks mit kochender Gemüsebrühe übergießen und mind. 10 min ziehen lassen. Dann Gemüsebrühe abgießen und die Steaks so gut wie möglich ausdrücken (mach ich mit den Händen). Der Länge nach in ca. 1 cm dicke streifen schneiden.
Aus den restlichen Zutaten eine Mariande anrühren. Die Sojastreifen darin wenden und verschlossen im Kühlschrank durchziehen lassen, am Besten über Nacht. Dazwischen evtl. einmal wenden, dass sich die Marinade gleichmäßiger verteilt.


Die Streifen wellenförmig auf die Spieße pieksen und bei eher milder Hitze vorsichtig von allen Seiten grillen. Dabei gut aufpassen, dass die Marinade nicht verbrennt, das geht wegen dem Agavendicksaft und dem Tomatenmark nämlich ganz schnell wenn man nicht aufpasst ;)


Es gäbe natürlich hunderte Seitan-Barbecue-Rezepte im Internet, die so richtig vollgas Fleischfeeling versprechen. Ganz ehrlich, das brauche ich gar nicht. Ich will einfach ein bisschen Abwechslung zum Gemüse auf dem Grill. Das mag ich zwar auch sehr, aber fürs richtige Grillfeeling gehört für mich was Herzhaftes dazu, am besten mit komplett ungemüsiger Konsistenz. Und da sind selbst-marinierte Soja-Steaks einfach perfekt. Sie sind weich und faserig, bekommen eine knusprige Kruste und nehmen jeden Geschmack intensiv auf, den man sich dranwünscht.

Sonntag, 3. Juni 2018

Meeegacremiger, fruchtiger Rhabarber-Puddingcreme-Kuchen [vegan]

Was ich bei Pudding-Kuchen ja echt fies finde ist, wenn die Puddingschicht so richtig glibberig-fest ist, als hätte jemand ein paar Tütchen Gelatine darin verloren. Wenn es allerdings mehr so in Richtung cremiger Schmand- oder Käsekuchen geht bin ich wieder dabei, hihi. Eines meiner ersten Rezepte am Blog war so ein genialer Rhabarberkuchen mit geschmeidiger Schmand-Pudding-Schicht. So schön cremig, hach wenn man da mit der Gabel schon reinfährt. Der 'neue' Rhabarber-Puddingcreme-Kuchen ist jetzt in einer sehr simplen, veganen Variante und wurde dank der Schlagcreme im Pudding auch wieder herrlich cremig und behält aber brav seine Form beim Anschneiden. Rhabarber wird im Hause Wos zum Essn wahrscheinlich nie mehr anders verarbeitet als in diesem unverschämt samtigen Kuchen. Probiert ihn unbedingt mal aus, die Säure und Fruchtigkeit der Rhabarber-Erdbeer-Schicht harmoniert super mit dem cremigen Vanille-Pudding und dem süßen Mürbteig.


Rhabarber-Puddingcreme-Kuchen      
(26cm-Springform)

240 g Mehl (Weizen, Typ 405)
160 g Alsan (Pflanzenmargarine)
80 g Zucker
1 EL Vanillezucker

Mehl, Zucker und Vanillezucker in eine Schüssel geben. Alsan dazuwürfeln und zu einem glatten Teig verkneten.
Eine 26-cm-Springform mit etwas Alsan ausfetten.
3/4 des Teigs auf den Boden drücken und mit dem restlichen Teig einen ca. 2 cm hohen Rand formen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen.

1 Pck Puddingpulver, Vanille (37 g)
100 g Zucker
200 ml Mandelmilch
400 ml Schlagfix (die universelle)
80 g Alsan

Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.
Puddingpulver und Zucker in einer großen Tasse vermischen. Mit so viel Mandelmilch anrühren, dass ihr ein klümpchenfreies Gemisch anrühren könnt.
Restliche Milch in einen Topf geben. Schlagfix dazugeben und unter gelegentlichem Rühren aufkochen.
Topf vom Herd ziehen, angerührtes Puddingpulver einrühren, zurück auf den Herd stellen und unter Rühren aufkochen lassen. Sobald es kocht noch eine Minute köcheln lassen, dabei weiterrühren dass nichts klumpt.
Vom Herd ziehen, Alsan zugeben und verrühren bis die Alsan geschmolzen ist und sich mit dem Pudding vermischt hat.
Auf den vorbereiteten Mürbteigboden in die Form füllen, ggf. glatt streichen und im vorgeheizten Ofen bei 175°C (Umluft) 30 min backen.

500 g Rhabarber
120 - 200 ml Erdbeersoße oder -sirup (je nach Süße und Geschmack)
300 ml Wasser
2 EL Zitronensaft
4 EL Speisestärke mit etwas Wasser angerührt

Rhabarber schälen und in 2 cm lange Stücke schneiden.
Zusammen mit der Erdbeersoße, Wasser und Zitronensaft in einen Topf geben und aufkochen.
2 min köcheln lassen.
Die angerührte Speisestärke unterziehen und nochmal unter Rühren 1 min köcheln lassen.
Auf den fertig gebackenen Puddingkuchen geben, glatt streichen und abkühlen lassen.
Dann noch mind. 2h im Kühlschrank durchkühlen, dass die Rhabarberschicht fest genug wird.


Beim ersten Versuch war ich wieder zu ungeduldig (und hatte mich mit der Zeitplanung etwas verhudelt), also floss die Rhabarberschicht wie ein Vulkanausbruch vom Pudding, upsi. Nach ner Runde im Kühlschrank wars dann aber perfekt. Gerade so fest, dass man problemlos schöne Stücke abschneiden konnte aber trotzdem noch supercremig im Inneren und auch obenauf weich genug, dass kein gelatinehaftes Tortenguss-Feeling aufkam.


Laber Rhabarber! So heißt Tines neues Blogevent zur Feier ihres vierten Bloggeburtstags von Lecker & Co. Und auf mit meinem Rhabarber-Puddingcreme-Kuchen auf die rhabarberrosa Geburtstagstafel, auf dass sich die Tischbeine biegen, hihi. Ich guck schon immer wieder durch was man sonst noch so alles mit Rhabarber anstellen kann. Es sind schon ein paar echt verrückte Ideen dabei, ganz ab vom klassischen Rhabarber-Baiser-Kuchen. Da wird die Nachback- und -kochliste wieder um einiges länger. So wie immer, wenn man durch Tines Blog stöbert.

Donnerstag, 31. Mai 2018

Pasta mit Röst-Paprika-Sauce und Gemüse-Julienne [vegan]

Boaaaah, was für ein Sößchen! Ich hab ja schon so oft diese ultracremige 'Roasted Red Pepper Pasta' auf Pinterest, Instagram und Co. angeglotzt und jedesmal erhöhten Speichelfluss verspürt. Die 'normalen' Rezepte waren aber oft mit Ziegenfrischkäse oder anderem krassen Zeugs, das ich nicht so mag. Die veganen Varianten haben mir eher zugesagt, besonders eine mit Mandelmilch, denn sowas hab ich immer im Vorrat gebunkert. Da es zur Zeit ja schon fast unerträglich heiß ist, gab's zu den Spaghetti noch mit dem Julienne-Schäler zurechtgeschnippelte Gemüse-Spaghetti. Das Endergebnis wurde so genial lecker! Das noch knackige Gemüse mit der megacremigen, fruchtigen, aromatischen Paprikasauce passt so gut zu den Spaghetti. Fix gemacht ist das Sößchen auch noch, also alles wunderbar, neues Lieblingsrezept, sabber!


Pasta mit Röst-Paprika-Sauce und Gemüse-Julienne    
(2 Portionen)
angelehnt an Minimalist Bakers Vegan Roasted Red Pepper Pasta

200 g Spaghetti
1 Zucchini (ca. 200 g)
2 Karotten (ca. 200 g)
2 Schalotten
3 Knoblauchzehen
350 ml Mandelmilch (oder andere Pflanzenmilch)
1 Glas Gegrillte Paprika (Abtropfgewicht 210 g)
2 EL Tapiokastärke*, oder andere Stärke
3 - 4 EL Würzhefeflocken
1/2 TL Cayennepfeffer, oder Chili
Basilikum, Salz, Pfeffer, Zucker

- Zucchini und Karotten mit einem Spiralschneider oder Julienneschäler in dünne Streifen schneiden (wie Spaghetti). Schalotten und Knoblauch würfeln.
- Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen.
- In der Zwischenzeit etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Schalotten und Knoblauch ca. 5 min anbraten.
Mit der Mandelmilch, abgetropften Paprikaschoten, Stärke, Hefeflocken, Cayennepfeffer und ordentlich Salz und Pfeffer in einem Mixer cremig pürieren.
Die Paprikacreme zurück in die Pfanne geben, etwas Basilikum dazu, aufkochen und köcheln lassen bis die Sauce angedickt ist. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und evtl. einer Prise Gemüsebrühe kräftig abschmecken.
Karottenstreifen zugeben und weitere zwei Minuten leicht köcheln lassen.
- Spaghetti abgießen und zurück in den Topf geben, Zucchinistreifen zugeben, Paprikasauce darübergießen und zurück auf die Herdplatte stellen. Gut verrühren und nochmal mit Hefeflocken, Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Mit Basilikum bestreut servieren.


Wenn ihr die Sauce am Feierabend machen wollt könnt ihr das Julienne-Gemüse auch schon am Abend vorher oder vormittags vorbereiten und bis zum großen Fressen dann im Kühlschrank bunkern. Nach der Arbeit müsst ihr dann nur kurz die Zwiebeln mit dem Knobi anbruzeln, alles in den Mixer, kurz auf den Herd damit und bis die Nudeln gekocht sind ist das Sößchen auch schon fertig, hehe.

*Tapiokastärke bekommt man im Asialaden. Sie dickt etwas anders an als gewöhnliche Stärke, so dass man im Idealfall (wenn die Soße dick genug ist) eine käsefädenmäßige Konsistenz bekommt. Diese Soße wird aber nicht so dick, so dass es keinen großen Unterschied macht welche Stärke ihr nehmt.

Sonntag, 20. Mai 2018

Fruchtige Rumbombe mit Aprikosen in der Kranzform [vegan]

Was passiert wenn man superungeduldig versucht einen Frankfurter-Kranz-Boden noch superheiß aus der Form zu pulen? Jaaa genau, ein Fledderhaufen von Teigkranz kommt dabei raus. Nix mehr mit in drei Schichten schneiden und so. Aber für solche Fälle gibt es ja die altbewährte Rumbombe, hehe. Einfach den rissigen Teil vom Kranz abschneiden, mit Buttercreme, Aprikosenwürfeln und viiiel Rum vermatschen und drauf damit auf den Restboden, am Besten noch mit nem leckeren Klecks roter Marmelade. Über Nacht durchgezogen ist das Törtchen so richtig voller Geschmack. Es gibt aberduzende Varianten dieser Torte, da sie meistens aus überschüssigem Tortenboden, verunglückten Kuchen oder krummen Keksen gemacht wird. Mehr zu den Varianten findet ihr am Ende des Posts.


Rumbombe mit Aprikosen      
(26 cm Kranzform)

600 g Mehl (Typ 405)
350 g Rohrohrzucker
2 Pck Backpulver
1,5 Pck Zitronenschale, gerieben (z.B. CitroBack)
1 Prise Salz
300 ml Pflanzenöl, neutrales
500 ml Sprudelwasser

Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Kranzform mit etwas Margarine ausfetten.
In einer großen Rührschüssel die trockenen Zutaten gut vermengen. Pflanzenöl und Sprudel nacheinander rasch unterrühren, bis ein einigermaßen homogener Teig entstanden ist.
Teig in die Kranzform füllen, glatt streichen und auf zweiter Schiene von unten 55 - 60 min backen. Stäbchenprobe machen! Die Zeit kann je nach Backform stark variieren.
Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen (40 min). Vorsichtig aus der Form lösen und über Nacht komplett auskühlen lassen.

400 ml Mandelmilch, oder andere Pflanzenmilch
100 g Zucker
1 Pck Puddingpulver, Vanille
50 + 250 g Alsan (vegane Butter)
80 ml Rum (Pott, 54%)
2 EL Strohrum (80%)
1 Dose Aprikosen (Abtropfgewicht XX g), oder Pfirsiche
3 EL rote Marmelade (z.B. Waldbeere)

Puddingpulver mit Zucker mischen und ca. 150 ml Mandelmilch klümpchenfrei anrühren. Restliche Milch und 50 g Alsan aufkochen, angerührtes Puddingpulver einrühren, aufkochen und unter Rühren eine Minute kochen lassen. 80 ml Rum einrühren, in eine Schüssel füllen, mit Frischhaltefolie bedecken (dass keine Puddinghaut entsteht) und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Restliche Alsan aus dem Kühlschrank holen und auf Zimmertemperatur angleichen lassen.
Aprikosen klein würfeln (bis auf 3 oder 4 zum Verzieren), abgeschnittenen Teig würfeln.
Weiche Alsan fluffig aufschlagen, Pudding löffelweise unterschlagen, Strohrum dazurühren. 3 EL der Creme zum Verzieren abnehmen und im Kühlschrank zwischenlagern. Teigwürfel und Aprikosen unterheben.
Die Kranzform mit Frischhaltefolie auskleiden und die Creme vorsichtig hineinlöffeln und verstreichen.
Boden mit Marmelade bestreichen, umgedreht auf die Creme setzen und andrücken (Mir ist er dabei etwas zerbrochen, macht aber nix, einfach andrücken, das wird wieder fest durchs Kühlen).
Im Kühlschrank ein paar Stunden (besser über Nacht) fest werden lassen.
Torte aus der Form stürzen, Folie vorsichtig abziehen und mit Buttercreme und Aprikosenstückchen verzieren.


Tipps:
- Die Torte kann mit quasi jedem hellen Boden gebacken werden, die Mengenverhältnisse sind hier sehr dehnbar und zur Rumcreme passt so gut wie jede Geschmacksrichtung, egal ob zitroniger, vanilliger oder nussiger Tortenboden.
- Natürlich muss es kein Kranz sein, es geht auch eine klassische Kuppelform, dann einfach den Boden mit Marmelade bestreichen und die Rumcreme kuppelförmig darauf verteilen.
- Auch sehr lecker ist noch ein Überzug mit dunkler Schokolade. Ist aber ein ganz schönes Gebaze und sieht bei mir immer etwas, äh, unschön aus.
- In dem Rezept ist vieles austauschbar, kompletter Boden (je nachdem was verunglückt ist^^), Marmeladensorte (da geht alles säuerliche ganz gut, Sauerkirsche, Himbeere und so), Obstsorte (z.B. Pfirsiche), oder andere Pflanzenmilch.
- Statt der Aprikosen in der Rumcreme passt auch gut Kirschgrütze. Dazu einfach die Aprikosen weglassen und stattdessen Kirschgrütze auf dem Boden (statt Marmelade) dick verteilen und dann mit der Creme abdecken.

Sonntag, 6. Mai 2018

Nochmal Bärlauch ergattert: Bärlauch-Couscous-Bratlinge [vegan]

Die Bratlinge, die es in unserem Burger-verrückten Haus am öftesten aufs Tellerchen schaffen, sind eindeutig die Couscous-Gemüse-Burgerpatties. Mit Curry und Cayennepfeffer lecker gewürzt, schön saftig durch Karottenraspel und Frischkäse, und mit dem Couscous superfix gebastelt und dazu schön knusprig. Da ich letzte Woche Bärlauch plündern war gab's die Bratlinge mal leicht abgewandelt, dazu Kartoffel- und Chinakohlsalat. Die Gewürze etwas an den Bärlauch angepasst wurden die kleinen Puffer wieder so lecker, dass ich das Rezeptchen gleich festhalten musste.


Bärlauch-Couscous-Bratlinge    
(12 Bratlinge)

160 g Couscous
300 ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
3 Karotten
1 Handvoll Bärlauch (ca. 40 g)
1 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver
Salz, Pfeffer, Zucker, Cayennepfeffer
4 EL Soja-Joghurt natur (oder Frischkäse)
4 EL Ei-Ersatz-Pulver (oder Sojamehl)
Semmelbrösel

Couscous mit kochender Gemüsebrühe übergießen und 10 min quellen lassen.
Zwiebel sehr klein würfeln, Möhrchen fein raspeln, Bärlauch in Streifen schneiden.
Couscous, Zwiebeln, Karottenraspel, Bärlauch, Sojajoghurt, Tomatenmark, Ei-Ersatz-Pulver, Paprika, etwas Cayennepfeffer, 1 Prise Zucker und kräftig Salz und Pfeffer vermischen. So viel Semmelbrösel dazukneten, bis sich Bratlinge formen lassen (sind schon ein paar Esslöffel). Die Masse darf ruhig noch etwas feucht sein, das wird durch Couscous und Semmelbrösel später schon knusprig.
12 Burgerpatties formen und bei mittlerer Hitze in heißem Öl goldbraun rausbruzeln.


Vielleicht wär sogar noch ein Hauch Knoblauch ganz fein in den Bratlingen. Aber so schnell werd ich das nicht mehr testen können, denn viel Bärlauch findet man nicht mehr. Sollte ich doch nochmal einen ergattern wird der definitiv erstmal wieder zu cremiger Bärlauch-Pasta verarbeitet, die ist so richtig zum Reinlegen und der Bärlauch kommt darin super zur Geltung. Sorry Bratlinge, es geht hald nix über schlozige Nudelsoßen.


Bärlauch sammeln ist übrigens voll gruselig! Da sitzen einfach mal Unmengen an Spinnen dazwischen rum und lassen sich teilweise nicht mal verscheuchen. So nach dem Motto: 'Des is mei Bärlauch-Bladl, zupf di!' Pah, fiese dicke Spinne, so ne fleischige, kurzbeinige die man sonst nur im Brennholz findet. Die hab ich mal auf ihrem Bärlauch-Blatt sitzen lassen...

Donnerstag, 3. Mai 2018

Lecker Grillieren: Saftige Soja-Steaks [vegan grillen]

Und hier kommt Grillfutter Teil 2. Neben den leicht knoblauchigen Gemüsespießen gab's ja noch eingelegte Soja-Steaks. Hab da inzwischen schon einiges an Marinaden getestet und mit dieser recht simplen Paprika-Mischung finde ich es am besten. Schön saftig durch genug Öl, Paprikapulver und 'fleischiges' Gewürz für den Grillsteak-Geschmack und etwas Zucker damit die Kruste auch schön anbräunt und etwas knuspert.


Raucharoma und so findet ihr in meinem Rezept nicht, ich bin einfach kein Fan von diesem 'Barbecuesoßen'-Geschmack. Wenn ihr das aber gerne mögt kann man das einfach durch wenige Tropfen Liquid Smokey oder geräuchertes Paprikapulver (Pimenton de la Vera) ergänzen. Mir taugen die Steaks aber so perfekt. Außen leicht kross, innen saftig und faserig und mit nem schönen grillmäßigen Geschmack. Ganz was anderes als Gemüse ;)


Rot marinierte Soja-Steaks    
(2 Big Steaks)

2 Big Steaks (oder 6 - 8 kleine Soja-Medaillons)
500 ml Gemüsebrühe
5 EL Pflanzenöl
1 EL Sojasauce
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, rosenscharf
1/2 TL Pfeffer
1 TL Fleischwürze (oder Hähnchenwürze, oder etwas Salz)
1 EL Zucker

Soja-Steaks mit kochender Gemüsebrühe übergießen und 10 min ziehen lassen. Dann Brühe abgießen und die Steaks gut ausdrücken (mach ich mit den Händen, sehr zu Männchens Belustigung: 'Die Sabine drückt ihre Steakschwämme aus, hiöö').
Aus den restlichen Zutaten eine Marinade anrühren. Die Steaks dazugeben, darin wenden und ggf. die Marinade etwas verteilen. Noch 2 - 3 EL Öl darübergießen (optional) und verschlossen über Nacht ziehen lassen. Ein- oder zweimal wenden, dass die Marinade möglichst gleichmäßig durchziehen kann.


Beim Grillen darauf achten, dass die Steaks nicht über der größten Hitze bruzeln, weil durch den karamellisierenden Zucker die Dinger recht schnell schwarz werden können. Keine Angst mit dem vielen Öl, das meiste tropft beim Grillen eh wieder raus. Aber mit zu wenig werden die Steaks sonst gerne mal zäh.

Sonntag, 29. April 2018

Lecker Grillieren: Marinierte Gemüsespieße [vegan grillen]

Gestern haben wir mal den neuen Transportgrill vom Brüderchen eingeweiht. Voll das Special-Gerät, praktisch klappbar, genug Fläche für drei bis vier Leute und mit Kamineffekt und so, dass man keinen Grillanzünder braucht. Also zumindest theoretisch... Beim Anheizen haben wir auf jeden Fall schon mal die Aufmerksamkeit von den Grillnachbarn erweckt mit unserem besonderen Grill ;)


Für mich kamen marinierte Gemüse-Spieße und selbst eingelegte Soja-Steaks auf den Grill. Die Spieße hab ich mit winzigen Kartöffelchen, Champignons und so bestückt, die davor in einer Kräuter-Knoblauch-Marinade gebadet haben. Alles wird mit dieser Marinade immer voll lecker, und auch diese Spießchen wieder, nomnom! Die Kartoffeln wurden sogar ohne Vorkochen auf dem Grill durch, davor hatte ich nämlich etwas Bammel. Wären sie noch etwas größer gewesen hätten sie eben nochmal allein drauf gedurft ;) Und auch das Soja-Steak war mal wieder superlecker. Die Fleischlappen meiner Mit-Griller hab ich nullstens beneidet bei meinem jammig vollgepackten Tellerchen.


Marinierte Gemüsespieße für den Grill    
(4 Spieße)

4 lange Spieße
8 Früh-Kartöffelchen (sehr kleine)
8 Champignons
1/4 Paprika
1 kleine Zwiebel
4 EL Olivenöl
2 EL Sojasauce
2 TL Agavendicksaft
2 Zehen Knoblauch, grob klein geschnitten
1/2 TL Oregano
1/2 TL Thymian
1/4 TL Cayennepfeffer

Kartöffelchen waschen, Champignons putzen, Paprika in acht Stücke schneiden, Zwiebel achteln.
Die restlichen Zutaten zu einer Marinade vermixen.
Kartoffeln, Champignons und Paprika zur Marinade geben und gut verrühren (ich geb alles in einen Gefrierbeutel und knete es etwas durch).
Mindestens 2 h im Kühlschrank ziehen lassen, dazwischen zwei- oder dreimal durchmischen.
Das marinierte Gemüse mit den Zwiebelachteln auf die Spieße pieksen und schon kann losgegrillt werden :)


Das Rezept für die Soja-Steaks tipp ich später auch noch von meinem fleckigen Schmierzettelchen ab, damit ihr das die Woche noch bekommt. Aber jetzt geht's bei dem Traumwetter erstmal noch in den Biergarten ;)

Donnerstag, 26. April 2018

Cremige Weißwein-Sahne-Sauce mit Broccoli [vegan]

Manche laufen ja eher davon bei Broccoli, aber hier im Hause Wos zum Essn ist das grüne Röschen-Gemüse äußerst beliebt. Egal ob in Gemüse-Currys, die letzten zehn Minuten zum Ofengemüse geworfen, mit süß-klebriger Sesam-Marinade oder in Pasta-Saucen, Broccoli bringt immer einen besonders aromatischen, aber nicht zu kohligen Geschmack mit ins Spiel. Auf dem Blog gibt's ja schon länger eine ganz klassische Broccoli-Pasta mit Weißwein-Sahne-Sauce und Parmesan. Diese ist mir aber inzwischen ein bisschen zu, äähm, tierproduktlastig, also musste eine neue Version her. Zwar gibt es bei uns immer noch Pizza oder Lasagne mit Käse drauf, aber cremige Pastasaucen gehen ja genausogut auch ohne, hehe. Also mal eben fix eine leckere, vegane, schlozige Broccoli-Sahnesauce gebastelt, die uns besser geschmeckt hat als die 'Originale'.


Cremige Weißwein-Sahne-Sauce mit Broccoli     
(2 - 3 Portionen)

250 g Nudeln (hier Gemelli)
400 g Broccoli
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150 ml Weißwein
150 ml Gemüsebrühe
150 ml Sojasahne
75 g Bedda Schedda (oder 2 - 3 EL Hefeflocken)
Muskatnuss, Salz, Pfeffer

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen.
Broccoli in Röschen teilen, Zwiebel würfeln, Knoblauchzehe fein hacken.
Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl glasig dünsten, mit Weißwein ablöschen und verdampfen lassen. Mit Gemüsebrühe und Sahne aufgießen und aufkochen lassen.
Broccoliröschen zugeben und gute 5 min köcheln lassen. Falls die Sauce zu sehr einkocht etwas Nudelwasser dazugießen.
Bedda zerrupfen und in die Sauce einrühren, bis der Käse geschmolzen ist.
Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.
Zum Schluss die Nudeln abgießen und unter die Soße heben.
Mit Chili oder Cayennepfeffer bestreut servieren. Dazu passt auch gut ein knackiger grüner Salat oder ein Gurkensalat.

Tipps:
- Wenn ihr den Broccoli lieber weicher mögt gebt ihr ihn schon dazu sobald die Zwiebeln glasig sind.
- Den Wein kann man mit Gemüsebrühe ersetzen und einen Schuss hellen Balsamico dazugeben.
- Käse haben wir eher selten im Haus, weswegen ich solche Saucen meistens mit Hefeflocken mache, schmeckt genauso lecker ;)

Sonntag, 25. März 2018

Herzhafter Veggie-Burger mit Bratlingen aus schwarzen Bohnen, Reis und Champignons [vegan]

Schon lange her, dass es hier mal ein neues Burger-Patty-Rezept gab. Das liegt vielleicht daran, dass ich schon ein paar superleckere Patties im Repertoire hab, hehe. Wenn's richtig schnell gehen soll werden Couscous-Gemüse-Burgerpatties gebruzelt, wenn es etwas fancy sein soll oder für die Lunchbox passen Süßkartoffel-Patties super, richtiges Fleischpflanzerlfeeling kommt bei den Reispflanzerln auf, eine gemüsige, saftige Mischung sind die Gemüse-Bratlinge und, und, und ;)


Aber ein paar Ideen geistern mit immer noch im Kopf rum. Schwammerl zum Beispiel. Dieser lecker herzhafte Geschmack der kleinen Knöllchen wollte auch mal als Burgerpatties ausprobiert werden. Gepaart mit schwarzen Bohnen für die Bindung und Saftigkeit im Bratling, und mit Reiskörnern für einen guten Biss. Dazu crunchiges Panko und kräftige Gewürze für einen ordentlichen Pfiff. Männchen futterte schon den ersten Burger als ich noch meinen knipste. Sein Kommentar mit vollgestopftem Mund: 'Kannst weiterknipsen, schmeckt echt guad, nomnom!' Eine schöne Mischung aus saftigem Bohnenbratling mit dem leicht kernigen Biss vom Reis und durch die Champignons und Gewürze herzhaft lecker.


Black Bean Rice Burger    
(5 große oder 8 normale Patties)

3/4 - 1 Tasse Langkornreis (1 Tasse entspricht ca. 250 ml)
1 Dose Schwarze Bohnen (270 g Abtropfgewicht)
1/2 Zwiebel
4 braune Champignons (100 g)
5 EL Panko (ersatzweise Semmelbrösel)
2 EL Tomatenmark
3 EL Paprikasauce (oder Ketchup, Barbecuesauce, etc.)
1 - 2 EL brauner Zucker
je 1/2 TL Basilikum, Oregano, Cayennepfeffer
1 - 2 TL Paprika, edelsüß
Salz, Pfeffer (je ca. 1/2 TL)
Semmelbrösel (ersatzweise mehr Panko)

Reis nach Packungsanleitung kochen, etwas abkühlen lassen.
Inzwischem Bohnen abgießen, durchspülen, etwas abtropfen lassen und mit einer Gabel zerdrücken bis nur noch wenige Bohnen ganz sind.
Zwiebel und Champignons sehr fein hacken. In etwas Öl andünsten bis die Zwiebeln weich sind und die Champignons leicht anbräunen.
Reis, Bohnenmus, angebratene Champignons und Zwiebel mit Panko, Tomatenmark, Paprikasauce und Zucker in einer Schüssel vermischen und mit den Gewürzen kräftig abschmecken. So viel Semmelbrösel zugeben bis die Masse schön griffig und nicht mehr zu weich ist. Gut mit den Händen durchkneten.
Bratlinge in gewünschter Größe formen, nicht zu dünn, dass sie nicht beim Wenden brechen. In heißem Öl von beiden Seiten ein paar Minuten anbraten bis sie schön angebräunt sind. Auf Küchenkrepp legen, dass überschüssiges Fett abtropfen kann.


Bei uns gab's die Bratlinge ganz klassisch in großen Burgerbuns mit Paprikasauce, Senf, (vegane) Mayo, Zwiebelringen, Essiggürkchen, Salat und Gurkenscheiben. Männchen hatte auch noch hartgekochte Eier und Peperonis dazugeschnipselt. Dazu dann noch einen Kartoffel-Gurkensalat statt der obligatorischen Pommes.


Falls ihr jetzt einen Fetzen-Kohldampf auf meeehr Burger habt, alle meine Burger-Rezepte findet ihr rechts in der Sidebar unter 'Burger' :)

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...