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Samstag, 5. Juni 2021

Rhabarber-Erdbeer-Kuchen mit supercremiger Vanillefüllung und Streuseln on top [vegan]

Als dieser Rhabarber-Kuchen aus dem Ofen kam, herrlich nach Streuseln duftend, die roten Erdbeeren durchscheinend, und so leicht wabbelig von der megacremigen Vanillecreme, habe ich es schon erahnt: Ich habe ein Monster erschaffen, ein wahnsinnig leckeres und süßes Monster hehe. 


Es ist wirklich die Kombi von allem was man sich nur wünschen kann als Begleiter für den fruchtig-sauren Rhabarber. Als erstes ein keksiger Mürbteigboden, dann eine wunderbar cremig-samtige Vanilleschicht, sanft schmiegen sich Erdbeeren und Rhabarberstücke auf die Creme und schließlich wird das ganze von herrlich 'buttrig'-zuckrigen Streuseln gekrönt. Also wenn ihr auf der Suche nach einem unfassbar dekadenten Kuchen seid, Jutebeutel eingepackt und los in den nächsten Laden für folgende Zutaten:


Cremiger Rhabarber-Erdbeer-Streuselkuchen, vegan      
(28cm-Springform)

300 g Mehl (Weizen, Typ 405)
200 g Alsan (vegane Margarine)
100 g Zucker
1 kl. Prise Salz
1/2 Fläschchen Butter-Vanille-Aroma (das von Dr.Oe ist vegan)

Aus den Zutaten einen homogenen Teig kneten, zu einer Kugel formen und luftdicht verpackt 30-60 min im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit eine 28-cm-Springform mit Margarine ausfetten, mit etwas Mehl bestäuben. Ofen auf 190°C Umluft vorheizen. Den Mürbteig nun auf etwas mehr als die Springformgröße ausrollen, in die Form transferieren, Rand hochziehen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und für 5 min ins Tiefkühlfach stellen. Zum Blindbacken den Teigboden mit Backpapier auslegen, Backerbsen darauf geben und 10 - 15 min vorbacken. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen (Blindbackerbsen und Backpapier entfernen).

400 ml Schlagcreme (die Universelle von Schlagfix, oder andere vegane Sahne)
200 ml Mandelmilch (oder andere Pflanzenmilch)
1 Pck Vanille-Puddingpulver
100 g Zucker
75 g Alsan

Puddingpulver und Zucker mischen, mit etwas von der Mandelmilch klümpchenfrei anrühren. Restliche Mandelmilch mit Schlagcreme in einem Topf zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen, Puddingpulvermix einrühren, zurück auf den Herd stellen und unter Rühren aufkochen. Sobald es kocht 1 min unter Rühren köcheln lassen, dann vom Herd nehmen, Alsan dazugeben und verrühren bis es ein homogener Pudding ist. Auf den Mürbteigboden geben und glattstreichen.

200 g Erdbeeren
200 g Rhabarber + etwas Zucker 

Erdbeeren waschen, je nach Größe halbieren oder vierteln. Rhabarber waschen, die Haut abziehen, in ca. 2 cm lange Stücke schneiden, mit etwas Zucker bestreuen und kurz ziehen lassen. Das Obst auf der Puddingcreme verteilen.

150 g Mehl
100 g Alsan, grob gewürfelt
70 g Zucker
1 TL Vanillezucker

Die Zutaten grob verkneten, so dass eher Brösel als ein homogener Teig entstehen. Streuselteig mit beiden Händen bröselig auf dem Kuchen verteilen.

Im vorgeheizten Ofen bei 175°C Umluft 30 - 35 min backen, bis die Streusel schön goldig gebräunt sind. Den Kuchen dann gut abkühlen lassen, aus der Form lösen und nochmal über Nacht im Kühlschrank erkalten lassen, dass die Creme fest genug wird zum Anschneiden.


Besonders viel Spaß macht so ein Kuchen in ner Runde mit Vegan-Skeptikern. Einfach warten bis sie sabbern und schmatzend losschaufeln, freudestrahlend mit der Gabel in die Creme fahren und die heruntergekullerten Streusel zusammenpicken um bloß keinen Krümel übrig zu lassen... Und dann seid ihr an der Reihe. Ein bisschen die Lippen spitzen, Grinsebacken unter Kontrolle halten, und dann lasst es raus: voll vegan hehehe.

Der Kuchen schmeckt natürlich auch mit jedem erdenklichen anderen Obst, besonders mit eher säuerlichen Sorten wie roten Johannisbeeren oder Himbeeren. Gerade rote Früchte passen richtig gut zu der süßen Vanillecreme.

Sonntag, 29. Dezember 2019

Wahnsinnig saftiger Nuss-Gugl [vegan]

Als mein kleiner Neffe so seine ersten Minisätze angefangen hat war einer davon 'Opa Nüsse knacken'. Mein Papa ist nämlich ein großer Walnuss-Fan und futtert sie in jeder Lebenslage (und hat auch immer ein paar Stücke in der Hemdtasche für die Meise die immer angeflogen kommt sobald er das Haus verlässt^^). Alles mit Nüssen rangiert ganz weit oben auf Papas Lieblingsfutterliste. Dafür musste mal ein richtig geniales Nusskuchenrezept her und so wurde ordentlich rumprobiert und schnaboliert.

Nuss-Kuchen vegan

Schon beim ersten Backversuch war dieser kleine Nuss-Gugl der absolute Hammer. So unfassbar saftig und schön nussig, mit Zimtnote und einem leckeren Schokomantel umschlossen. In kürzester Zeit haben wir ihn mehrmals gebacken weil er so gut war und gehört inzwischen zu unseren Lieblingsrezepten. Der kleine Nuss-Guglhupf ist auch noch ganz unauffällig vegan, ohne Ei-Ersatz-Pülverchen oder fancy Mehlsorten sondern mit ganz normalen Zutaten, die man heutzutage in jedem Supermarkt findet.

Nuss-Guglhupf

Kleiner Nuss-Gugl      
(16cm-Bundform oder Guglhupf)

160 g Mehl (z.B. Dinkel Typ 630)
80 g Zucker
80 g Nüsse, gemahlen (Mandel, Haselnuss gemischt)
2 TL Backpulver
1 TL Zimt
65 ml Pflanzenöl, neutrales
160 ml Mandelmilch (oder andere Pflanzenmilch)
80 g Bratapfelgelee (oder anderen Fruchtaufstrich ohne Stücke)

Eine Guglhupfform (Durchmesser 16cm) mit Margarine ausfetten, Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten (Mehl, Zucker, gemahlene Nüsse, Backpulver und Zimt) in einer Rührschüssel mit einem Schneebesen vermischen.
Nasse Zutaten (Öl, Milch, Gelee) mit einem Schneebesen gut verrühren bis sich der Gelee gelöst hat.
Den Öl-Milch-Gelee-Mix zu den trockenen Zutaten in die Rührschüssel geben und zügig mit dem Schneebesen zu einem Teig ohne größere Klumpen rühren (wirklich nur kurz verrühren, nicht zu lange rummatschen, sonst geht der Kuchen nicht so gut auf).
Direkt in die vorbereitete Backform füllen, glattstreichen und bei 180°C 30 - 35 min backen (Stäbchenprobe!).
Aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen. Aus der Form stürzen und komplett auskühlen lassen.

50 g Zartbitter-Kuvertüre schmelzen, mit 1/2 TL Kokosöl verrühren und den Kuchen damit verzieren, z.B. Haselnusskrokant oder Zimt darauf streuen.

Nuss-Kuchen

Tipps:
- Am liebsten streichen wir den Kuchen komplett mit Schokolade ein, dazu braucht ihr ca. 100g Schokolade (sieht auf dem Foto aber nicht so hübsch aus, deshalb hab ich erst danach den Rest mit Schoki eingebaazt^^). Die Verzierung mit Haselnusskrokant hat uns bisher am besten geschmeckt, Zimt ist aber auch toll, oder grob gehackte Haselnüsse.
- Mit Sojamilch hab ich ihn auch schon gebacken, das schmeckt genauso gut. An sich könnt ihr aber hernehmen was ihr eben da habt.
- Bratapfelgelee wird schwer aufzutreiben sein, als Ersatz würde ich Apfelgelee und etwas Marzipan nehmen oder eben anderen hellen Fruchtaufstrich. 
- Mit Weizenmehl funktioniert der Kuchen natürlich auch, Typ 405 oder Typ 550.
- Bei den Nüssen könnt ihr nehmen was ihr wollt, ich hatte bisher immer eine Mischung aus Mandel und Haselnuss, entweder 1:1 oder 2:1, was eben gerade da ist.
- Für eine normal große Guglhupfform einfach das Rezept verdoppeln und die Backzeit etwas verlängern. 

Donnerstag, 27. Juni 2019

Erdbeerkuchen mit Bonus-Mürbteigboden [vegan]

Man muss sich ja schon ein klein bisschen zusammenreißen wenn man den veganen Erdbeerkuchen anschneidet und beim Erblicken des fluffigen Innenlebens gefragt wird: 'Hast du die Eier getrennt für den Biskuit?' - meine Antwort nur ein süffisantes 'Nein'. Haha und wie so zum Diskutieren angefangen wurde, dass man sichs eben sparen kann mit dem Eier trennen und trotzdem ein super Biskuit rauskommt, musste ich doch mal das Geheimnis lüften. Sind ja gar keine Eier drin hier, gnihi. Jep und der Erdbeerkuchen mit fluffigem Obstkuchenboden (also wie ein Biskuit nur ein kleines bisschen reichhaltiger) und extra Mürbteigboden kam auch in der Geschmacksprobe sehr gut weg, so dass ich dann doch das Rezept verraten musste. Ich freue mich auf Nachahmungstäter! Der fluffige Boden ist übrigens inzwischen mein Standardrezept für alle Obstkuchenvarianten und wurde schon mit verschiedenen Mehlen, Pflanzendrinks und mit Sprudel und Limo ausprobiert, schmeckt immer super.


Veganer Erdbeerkuchen      
(28cm-'Tortenform')

Obstkuchenboden:
225 g Mehl (Weizen Typ 550 oder Dinkel Typ 630)
1 Pck Backpulver
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
100 ml Pflanzenöl, neutrales
100 ml Sojamilch (oder Haferdrink, oder anderer Pflanzendrink)
100 ml Zitronenlimo (oder Sprudelwasser + etwas geriebene Zitronenschale)

Eine 28cm-Obstkuchenboden- oder Tortenform mit Pflanzenmargarine einfetten. Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Mehl und Backpulver mischen.
In einer Rührschüssel Zucker, Vanillezucker, Öl und Sojamilch so lange vermixen, bis sich die Zuckerkristalle gelöst haben.
Mehlmischung und Limo hinzufügen und zügig mit einem Schneebesen klumpenfrei verrühren, gerade so lange, dass sich keine größeren Klümpchen mehr drin finden.
In die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und bei 180°C auf zweiter Schiene von unten ca. 20 min backen.
Aus dem Ofen holen, 10 min abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen und komplett auskühlen lassen.

Erdbeerhaube:
400 g Erdbeeren
San Apart (oder Sahnesteif, Maisstärke,...)
1 Pck Tortenguss
2 EL Zucker
Optional: vegane rote Lebensmittelfarbe

Die Erdbeeren waschen, trocken tupfen und in ca 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.
Den Obstkuchenboden mit San Apart bestreuen (das bindet den Erdbeersaft und verhindert dass der Boden anmatscht), überlappend mit den Erdbeeren belegen (ich mache Ringe von außen nach innen).
Den Tortenguss nach Anleitung herstellen, evtl mit Lebensmittelfarbe anfärben und über den Erdbeeren verteilen.


Wie ihr auf den Fotos seht hab ich noch einen Mürbteigboden gemacht (150 g Mehl, 100 g Alsan, 50 g Zucker, 1 EL Vanillezucker, 1/2 TL Backpulver, ca. 12 min backen bei 180°C) und mit 3 EL Erdbeermarmelade den Obstkuchenboden drauf geklebt. Lecker lecker.

(Die Böden auf den Fotos sind mit Dinkelmehl Typ 630, Haferdrink und Sprudel mit Zitronenschale von ca. 1/4 Zitrone gebacken)

Sonntag, 24. Februar 2019

Muttis Donauwelle: auch vegan super super lecker!

Wieder so ein Back-Projekt das schon lange auf meiner To-Do-Liste stand: Donauwelle veganisieren. Allerdings nicht irgendeine, sondern natürlich Muttis überleckere Donauwelle. Für den Boden hab ich mir aus verschiedenen erprobten Rührteigrezepten diesen Teig zusammengebaut um eine genauso leckere, nicht zuuu fluffige und schön saftige 'Unterlage' zu zaubern. Natürlich mit Rum, wie bei Mutti. Darauf kommt dann ein kleines Guddi, dass extra viel fruchtigen Kirschgeschmack einbringt, eine Schicht aus angedicktem Kirschsaft von den abgegossenen Schattenmorellen. Die 'Buttercreme' war ganz einfach zu veganisieren, indem ich nur die Butter durch Margarine und die Milch mit Mandeldrink ersetzt habe (Rum ist auch hier eine von Muttis Spezialzutaten^^) und obendrauf kommt dann natürlich noch Schokolade.


Wichtig ist noch den Kuchen über Nacht gut durchziehen zu lassen, damit sich die Aromen schön verbinden und entfalten können. Für mich gibt es keine bessere Version einer Donauwelle und auch die vielen Verkoster (vor allem Omnis) beim Kuchenverkauf am Heimspieltag oder beim veganen Mitbringbrunch waren begeistert. Meine Donauwelle ist restlos weggefuttert worden, hehe.


Vegane Donauwelle      
(Für ein Backblech, ca. 30 x 40 cm)

Teig:
200 g Margarine (Alsan)
250 g Zucker
2 EL Vanillezucker
500 g Mehl (Weizen, Typ 550)
2 Pck Backpulver
1 Prise Salz
200 ml Mandelmilch
200 ml Sprudelwasser
2 EL Zitronensaft
4 EL Kakao (kein Kabapulver!)
2 EL Rum (Strohrum)

'Butter'creme:
0,5 l Mandelmilch
3 EL Zucker
2 Pck Puddingpulver, Vanille
250 g Margarine (Alsan)
250 g Puderzucker
2 - 3 EL Rum (Strohrum)

außerdem:
1 Glas Sauerkirschen (720 g)
Saft von den Kirschen mit Wasser aufgefüllt auf 0,5 l
2 Pck Tortenguss, rot (von Ruf gibt's veganen ohne 'Echtes Karmin')
2 EL Zucker
200 g Kuvertüre, Zartbitter (oder Kakao-Kuchenglasur)
1 EL Schoko- oder Haselnusscreme

Zuerst für die Buttercreme schon mal den Pudding kochen. Dazu aus Mandelmilch, Zucker und Puddingpulver nach Anleitung einen Pudding kochen. Mit Frischhaltefolie abdecken (auf die Creme drücken damit sich keine Puddinghaut bildet) und bei Zimmertemperatur abkühlen lassen (nicht in den Kühlschrank!).
Die Margarine schon mal aus der Kühlung holen und ebenfalls bei Zimmertemperatur weich werden lassen.

Backblech gründlich einfetten, Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Kirschen abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen.
Nun für den Teig die Margarine leicht anwärmen bis sie weich aber nicht flüssig ist, mit Zucker und Vanillezucker fluffig schlagen (das geht am besten mit einer Küchenmaschine, mit einem Handrührgerät braucht es etwas länger bis es schön weiß cremig wird).
Restliche Zutaten bis auf Kakao und Rum zugeben und zügig aber klümpchenfrei verrühren.
Die Hälfte des Teiges auf dem Backblech verteilen und glatt streichen (die Schicht erscheint sehr dünn, das geht aber später wirklich noch gut auf, also keine Sorge).
Restlichen Teig mit Kakao und Rum verrühren, gleichmäßig auf dem hellen Teig verteilen und glatt streichen.
Kirschen auf dem Teig verteilen, leicht andrücken und dann bei 180°C (Umluft) 20 - 25 min backen (bei mir waren 23 min perfekt). Stäbchenprobe an der dicksten Stelle bevor ihr den Kuchen rausholt. Dann abkühlen lassen.

Aus Kirschsaft (evtl. mit Wasser auf 1/2 l aufgefüllt) mit Zucker und Tortenguss nach Packungsanleitung aufkochen und auf dem abgekühlten Boden gleichmäßig verteilen. Abkühlen lassen.

Sobald der Pudding auf Zimmertemperatur abgekühlt (aber noch nicht ganz fest geworden) und die Margarine weich ist (also beide Komponenten gleiche Temperatur haben), die Margarine mit dem Puderzucker dick cremig schlagen. Pudding löffelweise dazugeben und unterschlagen, zum Schluss noch Rum nach Geschmack zugeben.
Die Buttercreme auf der Kirschschicht verteilen und schön glatt streichen.
Im Kühlschrank erkalten lassen.

Kuvertüre schmelzen und mit der Schoko-Nuss-Creme vermischen.
Auf dem Kuchen zügig verteilen und glatt streichen, oder nach Belieben mit Schokolade verzieren.
Mindestens über Nacht, besser zwei Tage, gekühlt durchziehen lassen, damit sich das Aroma gut entfalten kann.


Tipps/Anmerkungen:
- Statt der Mandelmilch kann man an sich jede Pflanzenmilch nehmen, ich würde nur auf Soja verzichten weil die der Buttercreme eine unschöne leicht graue Farbe verpassen würde.
- wenn ihr keinen veganen, roten Tortenguss findet (also wegen dem roten Farbstoff), geht natürlich auch klarer Tortenguss, die Kirschschicht wird dann allerdings eher grau, also vielleicht habt ihr ja zu Hause noch rote Lebensmittelfarbe gebunkert und könnt den Guss noch etwas aufhübschen damit.
- Gerade bei der Buttercreme ist es wichtig, dass die Margarine und der Pudding gleiche Temperatur haben und nicht zu kalt sind. Ideal ist wenn der Pudding schon auf Zimmertemperatur abgekühlt ist aber noch weich. Wenn der Pudding schon zu kalt ist bekommt ihr sonst kleine Klümpchen in die Creme. Ich hol deswegen die Margarine schon sehr früh aus dem Kühlschrank, dass diese sicher weich genug ist wenn der Pudding soweit ist.
- Man kann auch noch 'Butter'kekse zwischen Buttercreme und Schokoglasur legen. Das hat drei Vorteile: Erstens, dass ihr die Schokoglasur schöner verteilen könnt, weil die warme Schokolade nicht die Buttercreme darunter anschmilzt und sich teilweise unschön verschmiert. Zweitens, dass ihr durch die Kekse schon gleichmäßig große Kuchenstücke vormarkiert habt. Uuund drittens: Ihr könnt die Kekse nochmal mit Rum tränken und noch mehr genialen Rumgeschmack reinschmuggeln.
- Die Schoko-Nuss-Creme in der Schokoladenglasur hat den Sinn und Zweck, dass die Schokoschicht nicht zu hart wird, so dass ihr einfacher Stücke abschneiden könnt, ohne dass dabei die Glasur kreuz und quer bricht und die Buttercreme dazwischen rausgequetscht wird. 
- Ja, ich messe die fertige Donauwelle aus und schneide dann mit einem Lineal markierte, gleichmäßige Stücke ;)

Montag, 28. Januar 2019

It's so fluffy: Mohn-Hefeschnecken-Kuchen [vegan]

Es ist schon ein bisschen verrückt, was für ein glücklich-doofes Grinsen so ein gelungener Hefeteig in mein Gesicht zaubern kann. Um den Blaumohn aus meiner Use-Up-Along-Liste zu verbrauchen hab ich mich mal an Mohn-Hefeschnecken getraut. Allerdings schön in eine Kuchenform geschlichtet, damit möglichst wenig Rand und viel fluffig-saftiger Hefekuchen dabei rauskommt. Und der Teig ist mir sowas von geluuungen, oh yeah. Den hätte ich am liebsten noch roh verputzt, so lecker und so schön geschmeidig.

Mohnschnecken vegan

Richtig hübsch ist er auch noch geworden, hach. Ich hätte mir ja erstmal nur das Rezept für den Hefeteig notiert, weil der so schön locker und saftig geworden ist, und den Kuchen dann nochmal mit einer anderen Füllung gemacht. Ich mag nämlich eigentlich keinen Mohn, hihi. Herr Wos zum Essn bestand aber auf eine detaillierte Dokumentation, dass es die Mohnvariante auch mal wieder gibt. Derweil hat er den Monsterkuchen bis auf ein winziges Stückchen schon fast vernichtet, Mohnfan muss man eben sein. Also kommt nun das Rezept für den Mohn-Hefeschnecken-Kuchen. An alle Mohnfanatiker da draußen, bedankt euch bei dem Mann der hier immer alle Koch- und Backexperimente ertragen muss ;)

Mohnschnecken vegan

Mohn-Hefeschnecken-Kuchen      
(26cm-Springform)

Hefeteig:
130 g Margarine (Alsan)
250 ml Sojadrink (oder andere Pflanzenmilch)
80 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Pck Trockenhefe (7g)
500 g Mehl (Weizen, Typ 405)
1 Prise Salz
1 - 2 TL Zitronenschale, fein gerieben

Mohnfüllung*:
200 g Blaumohn
100 ml Sojadrink
40 g Margarine
70 g Zucker
150 g Quarkersatz (ich hatte Mandelquark)
4 cl Rum (Strohrum hehe)

Zuckerguss:
100 g Puderzucker
2 Tropfen Zitronenaroma
ca. 2 EL heißes Wasser

Für den Hefeteig die Margarine in einer kleinen Rührschüssel schmelzen bis sie flüssig ist. Sojadrink dazugeben und verrühren, evtl nochmal kurz erwärmen bis sie lauwarm ist. Zucker, Vanillezucker und Hefe dazugeben und so lange rühren bis sich der Zucker gelöst hat.
In einer großen Rührschüssel das Mehl (bis auf 50 g) mit dem Salz mischen und eine Mulde hineindrücken. Hefemilch hineingießen und mit etwas Mehl vom Rand verrühren. Mit restlichem Mehl (den 50 g) bestreuen und abgedeckt 15 min gehen lassen.

Zitronenschale zu dem Teig geben und alles gut verkneten bis sich ein geschmeidiger, homogener Teig geformt hat. Zu einer Kugel formen und abgedeckt an einem warmen Ort 45 min gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Mohn in einer Kaffeemühle oder Mixer portionsweise mahlen und in eine Schale geben. Den Sojadrink aufkochen, den Mohn damit übergießen und abgedeckt 15 min quellen lassen.
Margarine schmelzen, mit Zucker, Mandelquark, Rum und Mohnzubereitung gut verrühren.


Eine Springform mit 26 cm Durchmesser ausfetten.

Den Hefeteig nun nochmal gut durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche quadratisch ausrollen (Kantenlänge ca. 45 cm). Mit der Mohnfüllung gleichmäßig bestreichen und aufrollen.
In 8 gleichgroße Stücke schneiden und mit der Schnittfläche nach oben in die Form setzen. Eventuell etwas in Form drücken und zupfen und ein letztes Mal abgedeckt an einem warmen Ort 30 min gehen lassen.

Ofen auf 190°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Den Kuchen insgesamt 40 - 45 min backen, nach 20 min mit Alufolie abdecken, dass er nicht zu dunkel wird.

Noch möglichst heiß aus dem Ofen den Zuckerguss darauf verteilen: Dazu den Puderzucker mit Zitronenaroma und gerade so viel heißem Wasser anrühren, dass es ein richtig dicker Guss wird und zügig auf der Oberfläche verteilen.
Nach 20 min auskühlen kann der Springformrand entfernt werden und evtl. mit mehr Zuckerguss noch der Kuchenrand bestrichen werden. Komplett abkühlen lassen, oder noch leicht warm schon ein Stück genießen.


*Zur Mohnfüllung:
Ihr könnt natürlich auch Mohnfix oder Mohnback hernehmen. Dazu braucht ihr dann ca. 400 g Mohnfix, das mischt ihr mit den 150 g Quark und gebt noch den Rum dazu. Geht ein bisschen schneller und ihr riskiert nicht euren Minimixer durchzuschmoren.

Mohnschnecken vegan

Sonntag, 13. Januar 2019

Rheinischer Riemchenkuchen mit Apfelmus [vegan]

Kennt ihr Rheinischen Riemchenkuchen? Also ich hab vor wenigen Tagen erst davon gelesen. Da war es ein gedeckter Kirsch-Kuchen der mich in den Bann gezogen hat mit diesem besonderen Muster obendrauf das so schön glänzte, knusprig und fluffig zugleich ausgesehen hat. Jemand beschrieb den Kuchen dann als 'Kirsch-Riemchen-Kuchen, eine rheinische Spezialität', der Teig sei eine Mischung aus Hefe- und Mürbteig, und da war's vorbei mit mir, haben will! 

Riemchen-Kuchen mit Apfelmus

Also hab ich mal nach diesem Kirsch-Riemchenkuchen gesucht und direkt ein paar lecker klingende Rezepte gefunden. Leider kein Veganes, aber der Kuchen sollte sich wirklich easy veganisieren lassen, also ran an die Rührschüssel. So gaaanz klassisch ist der Riemchenkuchen wohl mit Äpfeln und so hab ich kurzum mein angebrochenes Riesenglas Apfelmus von Mutti als Füllung hergenommen. Der Teig wurde schon so meeega, ich hab mich total zusammenreißen müssen nicht zu viel davon wegzumümmeln bevor der Kuchen fertig zusammen gebastelt ist. Und super zu verarbeiten, so einen angenehmen Hefeteig hatte ich noch nie in den Händen. Den fertigen Riemchenkuchen hab ich dann noch mit Aprikosengelee bestrichen und mit Hagelzucker bestreut. Tja und das Ergebnis, einfach sabbermäßig guuut! Aus so wenigen Zutaten so was Geniales zu basteln, hach, Wahnsinn. Im Hause Wos zum Essn gibt's neue Riemchenkuchen-Fans hihi.


Veganer Apfel-Riemchenkuchen      
(28cm Quiche- oder Tarteform, am Besten mit Hebeboden)

100 g Margarine (ich nehme Alsan)
100 ml Milch (hier Bio Sojadrink von Alpro)
7 g Trockenhefe (1 Pck)
420 g Mehl (hier Weizen Typ 405)
60 g Zucker
1 Prise Salz
500 g Apfelmus (ich hatte Selbstgemachtes von Mutti)
3 EL Aprikosengelee
Hagelzucker

40 g Margarine schmelzen und mit der Milch verrühren. Nochmal erwärmen bis es lauwarm ist. Hefe und 30 g Zucker unterrühren.
In einer Rührschüssel 280 g Mehl mit einer Prise Salz mischen. Eine Mulde in den Mehlberg drücken und die Hefemilch eingießen. Mit etwas Mehl vom Rand verrühren und mit 20 g Mehl bestäuben.
15 min gehen lassen.

Aus 120 g Mehl, 60 g Margarine und 30 g Zucker einen glatten Mürbteig kneten. In Frischhaltefolie wickeln und kühl stellen.

Zum Hefeteig nun 80 g Apfelmus geben (3 EL) und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 45 min gehen lassen.

Beide Teige miteinander verkneten, bis es wieder ein glatter Teig ist.

Tarteform ausfetten (ich mache das immer mit einer weichen Margarine), Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.
Aus 3/4 des Teiges einen Boden ausrollen und in die Tarteform legen, auch den Rand mit auskleiden, Überstand abschneiden.
Restliches Apfelmus nun auf den Teig geben und glatt streichen.
Übrigen Teig ausrollen und Streifen abschneiden. Mit den Streifen ein Rautenmuster auf die Tarte legen.

Bei 175°C (Umluft) 18 - 20 min backen, bis die Tarte eine goldige Farbe annimmt.

Aprikosengelee in der Mikrowelle erhitzen und auf den noch heißen Kuchen streichen. Mit Hagelzucker bestreuen. Dann auskühlen lassen und komplett erkaltet aus der Form heben.


Der Kuchen ist trotz der Wartezeiten für den Hefeteig nicht wirklich aufwendig, da der Teig an sich so leicht zu verarbeiten ist. Er wird total geschmeidig und klebt nirgends an. Ich hab ihn einfach mit etwas Mehl auf der Arbeitsplatte ausgerollt und in die Tarteform legen können. Bei vielen anderen Teigen reißt er mir beim Rüberheben, obwohl ich extra den Teig so leicht über das Nudelholz rolle und dann 'übersetze'. Mit dem Hefe-Mürb-Teig war das gar kein Stress. Den Überstand hab ich dann einfach mit dem Nudelholz so weggerollert, dass es abgeschnippelt wird. Die Streifen für obendrauf hab ich aus dem Restteig gemacht indem ich ihn ausgrollt und mit einem Pizzamesser (so ein Pizzaroller) Streifen abgeschnitten habe.


Wenn ihr mal Lust auf einen besonders leckeren Hefe-Kuchen habt, probiert das Goldstück mal aus. Ihr könnt ihn auch mit anderen Früchten füllen. Kirschen passen z.B. super, diese dann einfach mit etwas Stärke einkochen, mit Zimt und Anis würzen und abkühlen lassen. Ich wollte eigentlich auch noch Zimt zum Apfelmus rühren, hab ich allerdings vergessen. Das hab ich aber Null vermisst, die Apfelvariante ist auch ohne Zimt perfekt.

Sonntag, 2. Dezember 2018

DER perfekte Rotweinkuchen [vegan]

Es passt hald einfach perfekt, die Schlagwörter zum Rezept, die ich direkt nach dem Backen notiert hab um später besser wiedergeben zu können wie der Rotweinkuchen geworden ist: 'voll guad, saftig und weich, schokoladig und typisch rotweinkuchig eben'. Hehe, ja das trifft es genau. Soooo schön saftig und gleichzeitig locker und so bisschen schwer wie man es von Gewürzkuchen kennt, hach! Ich bin sowas von begeistert von dem Kuchen, geeenau so sollte er werden.


Lange hab ich rumgeguckt, Rezepte über Rezepte gewälzt um diesen so schön cremigen und schokoladigen, bisschen herbstlich-weihnachtlichen Kuchen zu zaubern. Ich wollte unbedingt was mit Margarine anstatt Öl, damit es nicht zu fluffig wird, sollte ja nicht in Richtung Biskuit gehen sondern schön heftig werden ;) Außerdem sollte möglichst kein Ei-Ersatz oder andere spezielle Zutaten rein, die ein Nicht-Veganer selten im Haus hat. So wurde dieses unfassbar leckere Rotweinkuchen-Baby geboren, und es ist ein so lieber kleiner Fratz geworden, man muss es einfach zum Fressen gern haben.


Rotweinkuchen      
(16cm-Guglhupf, für einen normal großen Guglhupf das Rezept verdoppeln)

200 g Mehl (Weizen 405/550 oder Dinkel 630)
80 g Rohrohrzucker
50 g Mandeln, gemahlen (mit Schale)
1 EL Speisestärke
1 EL Vanillezucker
2 EL Kakao
1 TL Zimt
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
1 TL Natron (1 Pck)
70 g Schokoladentropfen, Zartbitter
80 g Margarine (Alsan) + etwas zum Ausfetten
80 g Marmelade ohne Stücke (Kirsche, Himbeere o.ä.)
80 ml Rotwein, veganen
80 ml Sprudelwasser

Eine kleine Guglhupfform (Durchmesser 16cm) mit Margarine ausfetten. Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten (mit Schokodrops) mit einem Schneebesen verrühren.
Margarine in der Mikrowelle (oder in einem Topf) schmelzen, Marmelade mit Rotwein vermischen bis sich die Marmelade gut gelöst hat (geht am Besten mit einem Schneebesen).
Flüssige Margarine, Rotwein-Marmelade-Gemisch und Sprudel zu den trockenen Zutaten geben und zügig mit einem Schneebesen klumpenfrei verrühren.
In die vorbereitete Backform füllen, gleichmäßig verstreichen und bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 40 bis 50 min backen. Falls die Stäbchenprobe noch nicht so ganz passt mit Alufolie abdecken und noch weitere 10 min im heißen aber abgeschalteten Ofen lassen. So wird er noch komplett durch aber nicht zu dunkel.
20 min in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen und komplett auskühlen lassen.
Vorm Anschneiden mit Puderzucker bestäuben.


Den gibt's in der Adventszeit sicher nochmal, da können im Moment nicht mal Plätzchen mithalten. Der Rotweinkuchen ist mein neuer Liebling nomnom.

Montag, 5. November 2018

Fixer Zitronenkuchen [vegan]

Da ist er, aaah, der Kuchenhunger! Abends kommt er daher, schleichend aber vehement fordernd. Einziger Ausweg aus dem Dilemma ist wohl sich mit Schüssel, Rührbesen und diversem Backkram zu bewaffnen und ein bisschen zu wirbeln, äh oder zu rühren und so. Ein perfektes Rezept für eine spontane Backaktion ist dieser Zitronenkuchen, weil man dazu null fancy Zutaten braucht. Falls ihr kein Zitronenlimo im Haus habt geht auch Sprudel und etwas mehr Zitronensaft.


Herr Wos zum Essn hat die zitronigen Schnittchen fast alleine verputzt, so lecker fand er sie, hihi. Schön saftig, locker fluffig und natürlich lecker zitronig. Nur die knurpsigen Deko-Sterne hätte es nicht gebraucht, purer Zuckerguss ist doch am besten. Aber aufm Foto schauen goldig glänzende Sternis so tuffig aus, da muss man eben mal riskieren sich beim Kuchen reinmümmeln nen Zuckerstreusel in Form einer mittelalterlichen Waffe ins Zahnfleisch zu hacken.


Zitronenkuchen      
(26cm-Springform oder 23x23cm-Backform)

270 g Mehl (Dinkel 630 oder Weizen 405/550)
180 g Zucker
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 - 2 EL Zitronenschale, fein gerieben
50 ml Zitronensaft
100 ml Pflanzenöl
180 ml Zitronenlimo

Backform mit Backpapier auslegen oder mit Margarine einfetten, Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten (Mehl, Zucker, Backpulver, Natron und Zitronenschale) mit einem Schneebesen vermischen.
Zitronensaft und Öl vermischen und mit dem Zitronenlimo zu den trockenen Zutaten geben. Mit einem Schneebesen zügig zu einem klumpenfreien Teig verrühren, nicht zu lange rühren!
Den Teig in die vorbereitete Form geben, glatt streichen und bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20 min backen. Stäbchenprobe machen.
Kuchen aus dem Ofen holen und 20 min abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen.

100 g Puderzucker
2 EL heißes Wasser
2 Tropfen Zitronenaroma

Puderzucker mit Zitronenaroma und möglichst wenig heißem Wasser zu einem schön dicken Guss anrühren. Auf dem Kuchen verstreichen und evtl. mit Zuckerstreusel verzieren.


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