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Montag, 5. November 2018

Fixer Zitronenkuchen [vegan]

Da ist er, aaah, der Kuchenhunger! Abends kommt er daher, schleichend aber vehement fordernd. Einziger Ausweg aus dem Dilemma ist wohl sich mit Schüssel, Rührbesen und diversem Backkram zu bewaffnen und ein bisschen zu wirbeln, äh oder zu rühren und so. Ein perfektes Rezept für eine spontane Backaktion ist dieser Zitronenkuchen, weil man dazu null fancy Zutaten braucht. Falls ihr kein Zitronenlimo im Haus habt geht auch Sprudel und etwas mehr Zitronensaft.


Herr Wos zum Essn hat die zitronigen Schnittchen fast alleine verputzt, so lecker fand er sie, hihi. Schön saftig, locker fluffig und natürlich lecker zitronig. Nur die knurpsigen Deko-Sterne hätte es nicht gebraucht, purer Zuckerguss ist doch am besten. Aber aufm Foto schauen goldig glänzende Sternis so tuffig aus, da muss man eben mal riskieren sich beim Kuchen reinmümmeln nen Zuckerstreusel in Form einer mittelalterlichen Waffe ins Zahnfleisch zu hacken.


Zitronenkuchen      
(26cm-Springform oder 23x23cm-Backform)

270 g Mehl (Dinkel 630 oder Weizen 405/550)
180 g Zucker
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 - 2 EL Zitronenschale, fein gerieben
50 ml Zitronensaft
100 ml Pflanzenöl
180 ml Zitronenlimo

Backform mit Backpapier auslegen oder mit Margarine einfetten, Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten (Mehl, Zucker, Backpulver, Natron und Zitronenschale) mit einem Schneebesen vermischen.
Zitronensaft und Öl vermischen und mit dem Zitronenlimo zu den trockenen Zutaten geben. Mit einem Schneebesen zügig zu einem klumpenfreien Teig verrühren, nicht zu lange rühren!
Den Teig in die vorbereitete Form geben, glatt streichen und bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20 min backen. Stäbchenprobe machen.
Kuchen aus dem Ofen holen und 20 min abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen.

100 g Puderzucker
2 EL heißes Wasser
2 Tropfen Zitronenaroma

Puderzucker mit Zitronenaroma und möglichst wenig heißem Wasser zu einem schön dicken Guss anrühren. Auf dem Kuchen verstreichen und evtl. mit Zuckerstreusel verzieren.


Freitag, 15. Dezember 2017

Weihnachtsbäckerei: Zitronige Marzipan-Plätzchen [vegan]

Heute war ich noch in einem Laden zum Bestellungen abholen und schon bin ich durch mit den Weihnachtsgeschenken, yeah! Ich hoffe meinen Eltern fällt nicht noch irgendwas ein das ich am 23. dann in einem Einkaufszentrum mitten in der Stadt besorgen muss. Das ist Mord und Totschlag! Hupende Autos, Parkplatznot, genervte Muttis, motzige Papis, quengelnde Kinder, Gedränge, Geschubse, Last-Christmas-Gedudel, Parfümwolken, alles worauf man sich an so nem Samstag nachmittag eben freut. Ich bin für gammeln in der Wohnung oder vielleicht auch hysterisch Last-Minute-Pralinen basteln.


Mit Plätzchen backen bin ich noch nicht ganz fertig, es fehlen noch Linzer-Würfel (mach ich nach dem Rezept von der Linzer-Torte *klick) und Aprikosen-Schweineöhrchen (einfach Blätterteig mit Marmelade, Mandeln und Hagelzucker). Ein Rezept hab ich aber noch für euch. Und zwar von den Marzipan-Plätzchen die ich dieses Jahr das erste mal gemacht hab. Die sind echt super geworden. Schön zitronig und superschön zu verarbeiten, das ist mir bei Ausstechteig schon auch wichtig. Vom Marzipan schmeckt man gar nicht so viel, aber macht trotzdem den feinen Unterschied zu normalen Keksen.


Zitronige Marzipan-Plätzchen, vegan      
(Ca. 250 Stück, bei eher kleineren Ausstechern)

200 g Marzipan
1 Pck CitroBack (oder fein geraspelte Schale von einer Zitrone)
3 EL Zitronensaft
135 g Alsan (vegane Butter)
270 g Mehl, Typ 405
100 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker

150 g Puderzucker
Zitronenaroma
Zuckerstreusel

Marzipan in Flocken rupfen und mit Zitronenschale und -Saft in eine Schüssel geben. Kurz leicht anwärmen (in der Mikrowelle) und mit dem Handrührer vermixen.
Butter ebenfalls etwas erwärmen, dass sie weich ist aber noch nicht flüssig. Zur Marzipanmasse geben und gut vermixen.
Mehl, Puderzucker und Vanillezucker vermengen und nach und nach unter die Marzipan-Butter-Masse kneten (mit Handrührer und Knethaken) bis ein glatter Teig entstanden ist.
In Frischhaltefolie wickeln und ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank erkalten lassen.


Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 4 - 5 mm dick ausrollen und Förmchen ausstechen. Auf mit Backpapier belegten Bleche legen.
Im vorgeheizten Ofen bei 175°C (Ober-/Unterhitze) 9 min backen, bis die Ränder ganz leicht Farbe annehmen (nicht länger, sonst werden sie zu keksig^^).
Gut auskühlen lassen.

Puderzucker mit etwas Zitronenaroma (bei mir nur 2 - 3 Tropfen) und ca. 3 EL heißem Wasser zu einem eher dicken Guss anrühren. Lieber erstmal weniger Wasser und dann nachgeben, dass es nicht zu flüssig wird.
Die Plätzchen mit dem Zuckerguss bestreichen und mit Zuckerperlen bestreuen. Fest werden lassen und dann luftdicht verpackt aufbewahren.


Sonntag, 30. Juli 2017

Suuuperfluffige Blaubeer-Muffins [vegan]

Eigentlich sollte es ja einen amerikanischen Poke Pie mit Blaubeerkompott geben. Wie ich den Teig und die Blaubeersauce machen wollte hatte ich schon auf einem Mini-Zettelchen zusammengekritzelt, alle Zutaten standen bereit (ich hab dafür eigentlich alles im Haus, hab nur Blaubeeren extra geholt^^) und am Wochenende sollte dann losgebacken werden... Ja aber dann kam diese Faulheit ins Spiel. Es wurde endlich wieder sonnig und warm und drinnen am Backofen zu stehen war ziemlich unfancy.


Sonntag vormittags wollte aber dann Männchens Bruder mit der kleinen Tochter vorbeischauen, aah. Und ich hab nix gebacken, das geht mal gar nicht. Ich hab schon die kleinen traurigen Kulleräuglein vor mir gesehen, wenn kein Süßkrempel zum Reinmümmeln da sein würde. Also hab ich um halb11 noch zackizack Blaubeer-Muffins in den Ofen geworfen. Und moah, sind die fluffig geworden, Wahnsinn. Erst wollte die kleine schüchterne Maus ja keinen Muffin, Papa aber schon. Und wie sie dann dieses blaubeerige Fluff-Küchlein ansehen musste, war Papas Muffin schnell stibitzt, hihi.


Superfluffige Blaubeer-Muffins      
(15 Muffins)

270 g Mehl
180 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
1 Pck Natron (entspricht 5 g oder 1/4 TL)
Schale von einer Bio-Zitrone (oder 1 Pck CitroBack)
Schale von einer Bio-Orange (oder 1 Pck OrangeBack)
100 ml Pflanzenöl, neutrales
180 ml Orangensaft
150 g Blaubeeren

Die trockenen Zutaten (alles bis einschl. dem Natron) in einer Rührschüssel vermengen.
Zitronen- und Orangenschale, Öl und Orangensaft mit einem Schneebesen verquirlen. Zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Esslöffel zügig verrühren, gerade so lange bis keine Klümpchen mehr im Teig sind.
Blaubeeren unterheben.
In Muffinförmchen füllen, dabei nur ca. zu 2/3 befüllen, da der Teig noch gut aufgeht.
Im vorgeheizten Ofen bei 165°C (Umluft) für 20 - 25 min backen, bis die Muffins schön goldig aufgebacken sind.


So und nun die restlichen Muffins und Deko-Blaubeeren vernichten, hehe! Vielleicht schaff ich's noch einen für die Lunchbox morgen irgendwo zu verstecken. Die Dinger sind echt gefährlich, so fluffig leicht wie die sind, kann man auch gleich mal ein paar mehr futtern. Sollte das nächste mal vielleicht noch ein Blaubeerfrosting obendrauf packen. Dann reicht einer bereits für nen Zuckerschock.


Die typisch amerikanischen Blaubeer-Muffins dürfen noch eine kleine Sause mit vielen weiteren Sommerleckereien aus aller Welt feiern. Birgit von Backen mit Leidenschaft richtet das 133. Blogevent 'World Wide Summerfood' bei Zorra's Kochtopf aus und da dürfen knuffige Muffins natürlich nicht fehlen.

Blog-Event CXXXIII - World Wide Summerfood (Einsendeschluss 15. August 2017)

So und wer fleißig bis zum Schluss mitgelesen hat, hier gibt's ein kleines Goodie: *klick :D Chihuahua oder Blaubeer-Muffin?

Sonntag, 12. März 2017

It's soooo fluffy! Superfluffiger Zitronenkuchen [vegan]

Da hat mich doch vollgas der spontane Kuchen-Jieper ereilt. Sonntag nachmittag, so im Gammelmodus angekommen, ließ es mich nicht mehr los. Ich will Kuchen! Zitronig, fluffig, saftig. Für meinen Kindheitstraum-Zitronenkuchen hatte ich keine Eier da. Aber wie bekomme ich ohne Eier so nen megafluffigen Kuchen hin? Naaatron ist die Antwort, yeah. Also auf 5 min Zeug zusammengerührt, einfach fix mitm Schneebesen, und ab ins Ofenrohr.


Mein Handmixer ist nämlich vor zwei Tagen durchgebrannt. Machte schon so ein verdächtiges Rattergeräusch. Dann beim letzten mal Sahne Aufschlagen zweimal so ein merkwürdiges, kreischiges Knacksen und kurz drauf ein kurzer Funken und der Geruch nach verschmorter Elektronik. Mäh. Aber das Gute daran: Den Zitronenkuchen kann man eben auch ohne Handmixer anrühren. Klappt mit dem Schneebesen perfekt und geht dreimal so schnell, yay!


Zitronen-Kastenkuchen, ultrafluffig und vegan      
(Rezept für eine Kastenform 30 cm)

275 g Mehl, Typ 550
200 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 TL Backpulver
1 TL Natron (entspricht einem Päckchen)
1 Pck Citroback (Abgeriebene Schale einer Zitrone)
3 EL Zitronensaft (ich hatte nur noch Limette da^^)
125 ml Pflanzenöl, neutrales
150 ml Zitronenlimonade (bei mir Now Limo Lemon)

Eine Kastenform mit Pflanzenmargarine ausfetten. Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten in einer großen Rührschüssel mit einem Schneebesen vermischen.
Nasse Zutaten in einem hohen Gefäß ebenfalls verquirlen und zu den trockenen Zutaten in die Schüssel geben. Mit dem Schneebesen zügig zu einem glatten Teig verrühren.
Teig in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 30 - 40 min backen (Stäbchenprobe!).
Nach dem Auskühlen nach Belieben verzieren, Zuckerguss, Streusel, Puderzucker...


Hab ich eigentlich erwähnt wie uuuunglaublich fluffig der Kuchen geworden ist? Waaahn! So ein fluffiges und auch noch veganes Backdingens hab ich selten gefuttert. Außerdem mag ich diese leicht karamellige Kruste von dem Kuchen voll gern, jaam.

Montag, 19. September 2016

Kindheitserinnerungen: 'Fanta'-Kuchen mit Zitronenlimo^^

Habt ihr euch schon mal sonntags in ein eher angestaubtes Café gesetzt? Da sind echt jedesmal ein paar Grüppchen alte Damen, die sich wohl regelmäßig treffen um den alltäglichen Ratsch auszutauschen. Sie machen den Eindruck, sich seit einer halben Unendlichkeit zu kennen und treffen sich immer noch zu ihrem Weiber-Stammtisch, voll cool. Hoffentlich sitze ich mit 80 Jahren auch mal mit meinen genauso schrumpeligen Mädels jeden Sonntag im Café, bestell mir einen tuffigen Cocktail und tausche die neuesten Gerüchte aus, yay.


Und hoffentlich backen mir dann meine lieben Enkelchen auch mal diesen Klassiker von einem Geburtstagskuchen: Fantakuchen, nur eben mit Zitronenlimo, hihi. Dann würde ich mich wieder wie ein kleines Mädchen fühlen, dass die Zuckerstreusel-Dose bereit hält, wenn Mutti den Zuckerguss über den superfluffig-saftigen Zitronenkuchen streicht. Denn sobald der Guss einigermaßen verteilt ist, muss man gschwind losstreuseln, bevor der Zuckerguss fest wird ;)


'Fanta'-Kuchen mit Zitronenlimo    
(1 Backblech)

2 Tassen Zucker
4 Eier
2 EL Vanillezucker
1 Tasse Pflanzenöl (neutrales)
1 Tasse Zitronenlimo
1 Pck Zitronenschale
4 Tassen Mehl
2 TL Backpulver

Zucker mit Eiern schaumig schlagen. Restliche Zutaten zugeben und unterrühren. Auf ein gefettetes Backblech geben und glatt streichen. Bei 170°C (Umluft) 20 bis 25 min backen (Stäbchenprobe).

150 g Puderzucker
Zitronenaroma
Zuckerstreusel

Puderzucker mit etwas Zitronenaroma und 3 - 4 EL heißem Wasser zu einem Zuckerguss anrühren. Zügig auf dem erkalteten Kuchen verstreichen und evtl. noch mit Zuckerstreuseln verzieren.


Und ja, ich stehe immer noch voll auf die kleinen Glitzer-Zuckerstreusel-Bonbons. Aber total! Die sind einfach überputzig, alles sieht damit gleich viel lieber und süßer aus. Da muss ich mir schnell noch ein zweites Döschen davon holen, denn lange halten sich die nicht bei dem Verbrauch ;)

Mittwoch, 25. Mai 2016

Spaghetti Aglio e Olio 2.0 - Anbruzeln und Zitrone dran, yeah!

Jaaa, verlängertes Wochenende, woop woop! Nach diversen verlängerten Arbeitstagen freu ich mich da besonders drauf. Auch wenn ich trotz Miniurlaub nicht ganz von der Arbeit wegkommen werde... Ich brauch da so einen Schüttler, für ganz kleine Gefäße. Aber die Teile sind ja brutal teuer, wie alles Laborequipment. Der erste Versuch sowas schnell mit Laborzeugsl selbst zu bauen ist gleich mal in die Hose gegangen. Von wegen, ist in 5 min erledigt, Mist. Also muss doch zu Hause gebastelt werden. Legosteinchen, macht euch bereit entstaubt zu werden (ok, so richtig zugestaubt können sie noch nicht sein, ich bin ein kleines Spielkind:P). So ein kleiner Motor und ein paar Legotechnik-Gelenke solltens möglich machen. Ui, ich bin schon ganz hibbelig :D
Wenn wir uns dann bastelmäßig eingemümmelt haben, kann auch gleich unsre neue Lieblingsvariante der Knoblauchnudeln reingeschaufelt werden. Denn unter Leute sollte man danach lieber nicht gehen... Hach, angebruzelt schmeckt einfach alles nochmal besser, jaam!


Spaghetti Aglio e Olio 2.0    
(2 Portionen)

300 g Spaghetti
Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Chili
1/2 Zitrone, Saft davon
2 EL Petersilie, frisch oder TK, gehackt
Salz, Pfeffer

Spaghetti al dente kochen.
Knoblauch in feine Scheibchen schneiden.
2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und den Knoblauch und Chili nach Geschmack kurz drin anbraten (der Knoblauch sollte nur leicht glasig werden, nicht braun!).
Die abgegossenen Spaghetti dazugeben und ca. 5 min anbraten, bis die Nudeln etwas angebruzelt sind. Eventuell Öl zugeben, das darf schon leicht schwimmen^^.
Zitronensaft darüberpressen, Petersilie unterheben und mit Salz und Pfeffer (und evtl mehr Chili) abschmecken.
Dazu passt super Gurken- oder knackiger grüner Salat. Und etwas Parmesan an den Nudeln schadet auch nicht.


Bei uns gabs noch ordentlich grünen Salat dazu, sonst wirds doch argh nudellastig. Gerade zu Pasta darf für mich irgendwie nicht der Salat fehlen ^_^ Ich freu mich schon auf Muttis nie enden wollende Lollo Biondo Ernte. Oh yeah, da wird wieder abgesahnt. Es gibt einfach keinen besseren Salat als den selbstgezüchteten. Oh und natürlich wurde noch Parmesan drüber gehobelt. Für mich aber nur recht wenig, ich bin nicht so der Parmesanfan.

Freitag, 1. April 2016

Suhuuperlecker: Marokkanische Süßkartoffel-Tajine [vegan]

Baah, heut noch ins Training. Kraft und so. Buärghs. Dabei ist Wochenende und eigentlich freu ich mich da total aufs feierabendliche Gammeln. Aber selber schuld. Hätte ich gestern nicht geschwänzt, müsste ich dafür heute nicht ran. Aber der immense Mitgliedsbeitrag fürs Pumpi-Studio ist doch hoch genug um sich trotzdem hinzuquälen. Ist ja dann auch gar nicht so schlimm, wenn man erstmal da ist und sportelt. Wenn bei der einen oder anderen Übung ein bisschen Gewicht drauf gepackt werden kann ist das ja auch ein Erfolgserlebnis.


Tja und zu Erfolgserlebnis fällt mir noch unser letztes krasses Schmorgericht ein. Marokkanische Süßkartoffel-Tajine. Es wird hier ja viel zu selten afrikanisch gekocht. Obwohl das gewürzmäßig ja immer total abgeht und damit voll unser Ding wäre. Indisch und so ist ja auch abartig legga. Trotzdem gabs unser erstes Tajine-Gericht erst letzte Woche (im gußeisernen Topf, ne Tajine hab ich nicht^^), nachdem ich bei Dinner um Acht ein Rezept für Gemüse-Tajine gefunden hatte. Und es war sooo gut! Also ehrlich, wenn schon getrocknete Früchte mit in den Topf kommen, weiß man, dass es super werden muss. Dazu noch etwas Gemüse und ordentliche Gewürze, Deckel drauf, dass kein Hauch Aroma entkommen kann... Jaaam!


Marokkanische Süßkartoffel-Tajine    
(3 - 4 Portionen)

1 Zwiebel, mittelgroß
1 TL Garlic Paste (oder 2 Knoblauchzehen, fein gehackt)
1 TL Ginger Paste (oder ein daumengroßes Stück Ingwer, fein gerieben)
2 Süßkartoffeln (ca. 700 g)
1 - 2 Zucchinis (eher 2)
1 EL Harissapaste
1/2 TL Zimt
1 EL Kreuzkümmel
1 EL Ras El Hanout (ersatzweise lila Curry und Piment)
3 - 4 EL Zitronensaft
100 g Kichererbsen
1 Dose Tomaten, stückig (ca. 400 g)
2 EL Rosinen (bei mir warens Cranberries, hab die Sultaninen übersehen^^)
8 Aprikosen, getrocknet
1/2 TL Minze, fein gemörsert (bei mir Nana-Minze)
1 EL Agavendicksaft
Ein paar Cashewnüsse, evtl geröstet
Salz

Zwiebel grob würfeln, Süßkartoffeln und Zucchinis in mundgerechte Stücke schneiden.
Etwas Öl in einem gußeisernen Topf erhitzen. Zwiebeln glasig dünsten, Ginger und Garlic Paste zugeben und mitbraten.
Süßkartoffel- und Zucchinistücke zugeben, Harissapaste unterrühren.
Zimt, Kreuzkümmel und Ras El Hanout zugeben.
Etwas Wasser (ca. 100 ml) und den Zitronensaft zugeben. Hitze auf ein Mittelmaß reduzieren.
Tomaten, Kichererbsen, Rosinen, Aprikosen und Minze dazugeben und bei geschlossenem Deckel in 25 - 30 min schmoren, bis die Süßkartoffeln gar sind. Hin und wieder umrühren.
Mit Agavendicksaft und Salz abschmecken. Evtl auch mit mehr Kreuzkümmel, Ras el Hanout und Zitronensaft nachwürzen.
Mit etwas Koriander (bei mir Petersilie) und Cashewnüssen garniert servieren.

Bei uns gabs dazu leicht knusprig angebackenes Fladenbrot. Ach, herrlich. Echt eine Geschmacksexplosion. Ich hab sogar noch Minze und Zimt nachgegeben, weils so gut gepasst hat. Ach und Ras El Hanout hatte ich gar nicht da, das hab ich mit lila Curry und Piment ersetzt, tüdelü.

Sonntag, 24. Januar 2016

Zitronen-Schmand-Kuchen - Ganz ohne Magnetrührer gezaubert

Wenn ich so im Labor am Rumpantschen bin, denk ich mir so oft 'uuh, das wär zu Hause aber auch mal superpraktisch'. Allen voran ein Magnet-Heiz-Rührer. Einfach Glasgefäß gewünschter Größe draufstellen, Rührfischi rein, Umdrehungen und Temperatur einstellen, tadaa. Ja klar, gibts natürlich küchenmaschinenmäßig auch, aber das ist hald einfach mal nicht annähernd so cool! Oder nen Tank mit flüssigem Stickstoff, uuh, für den spontanen Eis-Jieper. In fünf Minuten ne Schüssel Eis anrühren wäre kein Problem mehr. Ach und so ne Rolle Parafilm zum ordentlichen Verschließen von Gefäßen, oder ne goile Eppendorf-Pipette zum perfekten Dosieren, hui oder ne Flasche Argongas zum Befüllen von angebrochenen Alkoholika (Schutzgas und so, dass der Rotwein nicht schlecht wird obwohl er schon offen war^^).


Immerhin hab ich mir ein paar praktische Messkolben besorgt. Die sind auch schon mal was. Besonders meinen Erlenmeyerkolben liebe ich sehr fürs Dressing anrühren. Den kann man so schön schwenken :] Bis mal der Rest der gewünschten 'Küchenhelfer' einzieht, muss ich eben noch ganz oldschool backen und kochen. Darum schmeckt der zitronige Schmandkuchen aber kein bisschen schlechter, ehrlich. Es würd nur nochmal mehr Spaß machen ihn anzurühren, wenn ich zwischendurch etwas mit Helium rumspielen dürfte und in Mickeymausstimme die Zutaten laut vorlese... Den schnittchen-ähnlichen Kuchen haben wir fleißig zu zweit vernichtet, echt lecker! Und er wurde jeden Tag den er überlebt hat noch etwas besser. Ich mag diese Schmandcremes einfach total gerne. Und in Kombination mit Zitrone und Zimt kann ja nix schief gehn, nomminom.


Zitronen-Schmand-Kuchen    
(26cm-Springform)

150 g Butter, weich
100 g Zucker
3 Eier (Größe M)
1/2 TL Zitronenschale, gerieben
4 EL Zitronensaft
1 Prise Salz
150 g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver

Butter, Zucker und Eier cremig schlagen. Salz, Zitronenschale und -saft zugeben und gut unterrühren.
Mehl und Backpulver mischen, zur Creme geben und unterschlagen.
In eine gefettete Springform (26cm) füllen, glattstreichen und im vorgeheizten Backofen bei 190°C (Ober-/Unterhitze) 15 min backen.

3 Becher Schmand (je 200g)
75 g Puderzucker
2 TL Vanillezucker
1/2 TL Zitronenschale, gerieben
2 EL Zitronensaft
1 Ei (Größe M)
2 EL Speisestärke

Aus den angegebenen Zutaten die Schmandcreme anrühren, nach den 15 min Backzeit direkt auf den Boden geben, glattstreichen und weitere 20 min backen.
Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und mit Zimtzucker nach Belieben bestreuen (bei mir waren es 5 EL Zucker gemischt mit 1/2 TL Zimt).

Sonntag, 10. Januar 2016

Apfel-Sahne-Kuchen - Alles rein in den Teig!

Nooo, mein Urlaub neigt sich dem Ende. Morgen gehts nach drei Wochen wieder an die Arbeit, bäh. Ich hätte mich so schön an ausschlafen, viel kochen und backen, daheim bissle rumverschönern und das alles gewöhnt. So viel Spaß kann einem keine Arbeit machen, dass mich das morgen freut :P Erstmal schon dieses auuufstehn, buah. Ich bin einfach kein Morgenmensch. Und dann kommen diese blöden Verpflichtungen, erstmal Dinge regeln, ganz viele, die erst im neuen Jahr gemacht werden konnten, Geräteeinweisungen geben, wuärgs, und mehr Nervkrempel. Zum Glück hab ich liebe Kollegen, dann freu ich mich darauf die Nasen wieder zu sehen :)


Einer hatte ja sogar Geburstag und wird morgen Kuchen mitbringen, yay. Hoffentlich so Guten wie unser letztes Exemplar. Es gab (und ein paar Stückle sind auch noch da^^) Apfel-Sahne-Kuchen oder Torta alle mele (so heißt er bei Schlammdackel, wo ich auf das Rezept gestoßen bin). Ein zitroniger, sehr saftiger Apfelkuchen, bei dem die geschlagene Sahne mit in den Teig kommt. Durch Äpfel schnitzeln und separates Sahne aufschlagen nicht superfix gemacht, aber dennoch recht einfach und dafür total lecker.


Apfel-Sahne-Kuchen    
(26cm-Springform)

100 g Butter, weich
100 g Rohrohrzucker
2 Msp Vanille, gemahlen
2 Eier
Schale einer Zitrone, fein gerieben
100 g Mehl, Typ 405
1 TL Backpulver
200 ml Sahne
100 g Mandeln, blanchiert, gemahlen
3 Äpfel, säuerliche
Puderzucker zum Bestäuben

Butter mit Zucker und Vanille schaumig schlagen. Eier und Zitronenschale dazugeben und zu einer dicken Creme schlagen. Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren. Sahne steif schlagen, Äpfel schälen in Spalten schneiden und ca. 2/3 davon in kleine Stückchen schnippeln.
Sahne, Mandeln und Apfelstückchen unterheben. In eine gefettete Springform (26cm) füllen, glatt streichen und mit den Apfelspalten belegen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 40 - 50 min backen (Stäbchenprobe).
Etwas auskühlen lassen, den Ring von der Form lösen und komplett erkalten lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.


Sieht mit den Apfelspalten drauf total hübsch aus und ist suuupersaftig! Und die Sahne schmeckt man sogar etwas durch, hat irgendwie was cremiges, der Kuchen.


Es ist ja fast schon wieder Tea-Time, da muss ich gleich mal den Wasserkocher anschmeißen und das Kuchenmesser zücken! Die Sahne zum Kuchen kann man sich hier echt sparen, der ist so schon saftig genug. Mit der Zitronenschale zusammen ist das ne tolle Apfelkuchen-Kombination.

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