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Sonntag, 29. September 2019

Khao Pad - Thailändischer gebratener Reis

Beinahe hätte ich ja schon aufgegeben mal wieder so guten gebratenen Reis wie im Thailand-Urlaub zu futtern. 'Khao Pad' genauer gesagt, so stand das Gericht immer auf der Karte. So viele Versuche hatte ich bereits gestartet und auch echt leckeren Bratreis zusammengebracht (und auch nicht so Leckeren, brr), aber es schmeckte irgendwie nie so wie damals. So langsam dachte ich mir es ist eben unmöglich weil das ganze Drumherum fehlt: Die süßen Geckos an den Wänden, der feine Sand zwischen den Zehen, Meeresrauschen im Hintergrund und um die beste Wohnmuschel kämpfende Mini-Einsiedlerkrebse unterm Tisch.


Nachdem ich aber im Bioladen eine vegane Fischsauce gefunden hatte, die erstaunlich lecker roch, hab ich mich nochmal an die Mission 'Gebratener Reis' gewagt. Und es wurde so unfassbar lecker, ich hab regelrecht die Schüssel ausgeschlabbert. Genau das richtige Verhältnis von salzig, süß und würzig, dazu knackiges Gemüse, leicht knusprig gebratener Reis und ein paar Tofuwürfel. Der Clou ist aber eindeutig die vegane Fischsauce, irgendwie so umami-mäßig, superlecker! Los, los, No-Fish-Sauce besorgen und das Khao Pad nachköcheln. Es geht wie so viele thailändische Gerichte superfix und schmeckt immer genial.


Khao Pad - thailändischer gebratener Reis
(2 bis 3 Portionen)

400 g gekochter Reis vom Vortag, z.B. Jasminreis*
4 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Karotten
1 Tomate
1/2 Dose Erbsen (2 - 3 EL)
2 Eier
1/2 Packung frittierte Tofuwürfel, TK (optional)
4 EL Sojasauce, helle
2 - 3 EL No-Fish-Sauce (z.B. von Arche, Bioladen)
2 TL Zucker
2 EL Pflanzen-Öl, neutrales

Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, dabei vom geschnittenen Grün ein bisschen für die Deko zur Seite nehmen. Knoblauch fein hacken, Karotten in 3 - 4 cm lange Stifte schneiden, Tomate kleine würfeln, Erbsen abgießen, Reis auflockern falls er im Kühlschrank zu einem großen Klumpen geworden ist^^. Sojasauce, No-Fish-Sauce und Zucker verrühren.
Etwas Öl in einem Wok erhitzen. Knoblauch und Frühlingszwiebeln hineingeben und unter Rühren so lange braten bis der Knoblauch leicht glasig wird. Tofuwürfel zugeben und 1 min weiterrühren. Dann alles möglichst an den Rand schieben. Eier hinzugeben und kräftig hin und herrühren bis sich kleine Flocken bilden (dabei aufpassen, dass sich nicht all zu viel vom Gemüse untermischt). Reis dazugeben und gut durchrühren. Karotten dazugeben und so lange braten bis der Reis ein bisschen angeröstet ist. Erbsen untermischen und die angerührte Sauce darauf verteilen, kurz umrühren. Tomaten unterheben und nochmal kurz braten lassen. Mit Frühlingszwiebelgrün garniert servieren und am besten noch Prik Nam Pla Sauce dazu reichen.


Ich lege euch auch wärmstens ans Herz die Prik Nam Pla Sauce dazu zu machen. Sie geht supereinfach und gibt dem gebratenen Reis noch den letzten Kick, absolutes Urlaubsfeeling! Dazu mischt ihr einfach 2 EL No-Fish-Sauce mit dem Saft einer halben Limette, 1/2 TL Zucker, 1 gehackten Knoblauchzehe und frischer roter Chili.

*Am Besten ist wirklich Reis vom Vortag, da noch warmer, frisch gekochter Reis sich nicht gut anbraten lässt und gern zu Matsch wird. Für 400 g gekochten Reis braucht ihr ca. 1 Tasse, also um die 180 g rohen Reis. Ich nehme für asiatische Reisgerichte immer Basmati oder Jasminreis.

Sonntag, 18. November 2018

Bunte Schüssel mit Back-Kartoffeln, marinierten Karotten und Balsamico-Walnuss-Rosenkohl

In letzter Zeit steh ich auf bunte Schüsselchen voller leckerem Futter, auf Instagram und Co. ja ganz fancy 'Bowl' oder 'Buddha Bowl' genannt. Richtig kombiniert ist es auch nicht so aufwendig ein paar Komponenten zusammenzubruzeln. Ein, zwei Sachen in den Ofen, was in der Pfanne gebruzelt und noch n Salätchen und schon hat man eine kleine Auswahl beieinander. Hier gab's Back-Kartoffeln, marinierte Möhrchen und Rosenkohl mit Walnüssen und Balsamico. Dazu noch eine selbstgebastelte Aioli vom Onkel, superlecker! Herr Wos zum Essn hat beinah das ganze Aioliglas allein ausgelöffelt, hab gerade noch so nen Klecks abbekommen.


Die Kartoffeln habe ich mit Öl, Salz und Paprika vermischt und im Ofen gebacken, so ca. 30 min bei 180°C Umluft.

Dann die Möhrchen längs in Scheiben geschnitten, in einer Pfanne angeröstet, nicht zu lange, dass sie noch Biss haben. Zum Schluss kurz mit Zucker bestreut und bisschen ankaramellisiert. Und in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Balsamico und Oregano mariniert.

Für den Rosenkohl hab ich die Röschen halbiert und den Strunk etwas eingeschnitten. Dann in etwas Öl in der Pfanne gebraten, gehackte Walnüsse, Salz und bisschen Zucker dazu, kurz ankaramellisieren lassen, einen Schluck Wasser zum besseren Garen dazu. Wenn sie etwas Bräune angenommen haben aber noch knackig sind mit einem Schuss Balsamico ablöschen und schon sind sie fertig.

Dazu dann noch nen ordentlichen Klecks Aioli und natürlich durfte der Gurkensalat nicht fehlen. Den pack ich aber nie mit in die Schüssel, sonst ist danach alles mit Gurken-Essig-Sud durchgesuppt und die Gurken selbst sind merkwürdig warm, iii.

Sonntag, 7. Oktober 2018

Karotten Antipasti - Knobifahne inklusive

Wieder so ein Rezeptchen das sich seit Jahren in meiner Sammmlung versteckt, nur hin und wieder zu Partyzwecken rausgeholt wird und dann wieder im Ordner vor sich hinschlummert. Extra knoflige Möhrchen Antipasti. Seit dem ersten Mal auf einem Partybuffet verzücken sie immer wieder Knoblauchliebhaber aufs Neue, aber nie hab ich es geschafft mal ein Foto davon einzusacken. Zu schnell aufgefuttert, nur im schummrigen Zwielicht der Buffetbeleuchtung mit der Handykamera geknipst oder einfach im dämmrigen Knoblauch-High total vertüdelidüdelt. Diesmal war ich erfolgreich, sogar Tageslicht haben diese Möhrchen gesehen als ich mit der Kamera angerückt bin, haha! Probiert das einfache Rezeptchen mal aus, ihr (und eure Gäste) werdet es nicht bereuen, und die Mücken beißen euch an dem Abend auch nicht mehr ;)


Karotten Antipasti    

600 g Karotten
1 l Gemüsebrühe
3 Knoblauchzehen
5 EL Balsamico, dunklen
6 EL Olivenöl
2 TL Akazienhonig oder für die vegane Variante Agavendicksaft**
1/2 TL Oregano, gehackt
Salz, Cayennepfeffer
Basilikum

Die Karotten in ca. 5 cm lange Stücke und dann in Spalten schneiden. In der Gemüsebrühe bissfest kochen (dauert nur ein paar Minuten). Abgießen* und in eine Schüssel füllen.
Knoblauch klein hacken und mit Balsamico, Öl, Honig oder Agavendicksaft, Oregano und je einer Prise Salz und Cayennepfeffer vermengen. Über die Karotten gießen und gut vermengen.
Mehrere Stunden (besser über Nacht) abgedeckt durchziehen lassen.
Mit frischem Basilikum garniert servieren.

* Die abgegossene Gemüsebrühe vom Möhrchen Kochen müsst ihr natürlich nicht wegschütten. Für die nächste Kartoffelsuppe z.B. ist sie eine tolle Grundbrühe, oder ihr macht demnächst was mit Sojaschnetzeln, dann passt die übrige Brühe perfekt zum Einweichen.

** Bei der Süße könnt ihr nehmen was ihr so da habt, am besten was mit etwas mehr Geschmack als einfach nur weißer Zucker. Also Rohrohrzucker, Löwenzahnhonig, Ahornsirup, das passt alles gut zu den Karotten und der Balsamico-Knoblauch-Marinade.

Sonntag, 16. September 2018

Erdnuss-Bratnudeln mit knackigem Gemüse [vegan]

Woah sabber, angebruzeltes Erdnussmus, das ist DER Shit, yummy. Die Erdnuss-Bratnudeln gibt's bei uns ja schon länger, nur inzwischen sehr selten mit Ei und so, da wir die fast nie im Haus haben. Eigentlich nur wenn ich eine 'Lieferung' von Mutti bekomme, also ne kleine Schachtel unterschiedlichster Hühni-Eier von ihrer Cousine und mal nen Eimer Zwetschgen, ne Schüssel Tomaten, eine 2-Kilo-Zucchini usw. ausm Garten, das Übliche eben ;) Ansonsten gibt's die Erdnuss-Bratnudeln also ganz clean mit Gemüse, Erdnussmus und Mangochutney, bissl Sojasauce dran und schon kann losgeschaufelt werden. Sonst bin ich ja echt kein Erdnussfan, Snickerstorte und so lassen mich absolut kalt, aaaaber wenn man den Erdnusspamp anröstet ist das Nusszeug abartig lecker!


Erdnuss-Bratnudeln   
(2 - 3 Portionen)

250 g Linguine
1 rote Zwiebel
2 Karotten, mittelgroß
1/2 Zucchini
1/3 Paprika, gelb
4 Champignons, braun
2 TL Erdnussmus
2 TL Mangochutney, mildes
3 EL Sojasauce, hell
Sesamöl

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen.
Zwiebel halbieren und längs in Streifen schneiden, Karotten und Zucchini stifteln, Paprika in Streifen und Champignons in Scheiben schneiden.
1 EL Sesamöl in einem Wok erhitzen, die Zwiebeln und Karottenstreifen 2 min unter Rühren anbraten, dann Zucchini, Paprika und Champignons zugeben und 2 min weiterbraten.
Nudeln abgießen und zum Gemüse geben, evtl. etwas Öl nachgeben dass es besser anbruzelt. Erdnussmus und Mangochutney darauf verteilen, Hitze erhöhen, gut verrühren dass sich das Mus verteilt und unter gelegentlichem Umrühren gut anbraten.
Mit Sojasauce würzen und mit Salz abschmecken.

Tipps:
- Das Gemüse ist natürlich beliebig austauschbar, super schmecken uns auch Erbsen, Wasserkastanien oder Maiskölbchen dazu.
- Bisschen Tofu oder Mock Duck ist auch lecker dazu. Einfach klein schnipseln und am Anfang in Sesamöl anbruzeln, aus dem Wok nehmen und warmhalten, und zum Schluss mitunterheben.
- Ich verteile das Erdnussmus immer schon von Anfang an in Flöckchen über den Nudeln und zerdrücke die Häufchen mit der Rückseite des Kochlöffels, dass es sich besser verteilt. Wenn ihr auf knusprige Erdnussmusbatzen steht könnt ihr euch das natürlich sparen ;)
- Ihr habt kein Mangochutney? Dann nehmt einfach etwas Aprikosengelee oder Agavendicksaft.

Sonntag, 5. August 2018

Megacremiges indisches Cashew-Gemüse-Curry [vegan]

Es dürfte ja inzwischen kein Geheimnis mehr sein, dass wir voll auf Currys stehen. Egal ob klassisches Thai-Curry, außergewöhnliches Sri Lanka Curry, fixes Curry nach Aloo Gobi Art oder eben diese supercremigen indischen Currys mit selbstgemixter Currycreme. Unser liebstes ist da das Navratan Korma, ein wahnsinnig cremiges, aromatisches Curry mit Cashewcreme, viel buntem Gemüse und Panir (einem indischen Frischkäse). Schon vor einer ganzen Weile hatte ich das Rezept mal für Gäste veganisiert und es war so superlecker, dass ich es seitdem immer vegan gekocht habe. Leider war mit dem fertig geköchelten Currytraum vor der Nase, der triefende Eckzahn so vorherrschend, dass ich nie an ein Foto für den Blog gedacht hab, hihi. Jetzt, eeendlich, mit gezügeltem Hüngerchen durch die abartige Sommerhitze, hab ich mal ein Bildchen geknipst und hier ist das leggare Rezeptchen.

vegan Navrattan Korma

Cashew-Gemüse-Curry    
Vegane Variante des Navratan Korma
(Ca. 3 Portionen)

2 Zehen Knoblauch
1 Stück Ingwer (2cm)
1 EL Tomatenmark
je 1/2 TL Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma
1 EL Garam Masala
100 ml Kokosmilch
1/2 TL Sambal Oelek

Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer glatten Currycreme pürieren.

2 EL Pflanzenöl
1 Zwiebel
1 Kartoffel
Gemüse nach Belieben (hier: 1 Möhrchen, 200 g Broccoli, 1/3 Paprika, 1/2 Zucchini)
50 g Cashewmus (1 EL)
200 ml Kokosmilch
50 ml Soja Cuisine
Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Kartoffel würfeln, Zwiebel in Ringe und restliches Gemüse in kleine Stücke schneiden.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Kartoffeln und Zwiebeln bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind.
Currycreme zugeben und unter Rühren weiterbraten, bis die Kartoffeln leicht anrösten.
In der Zwischenzeit das Cashewmus mit der Kokosmilch in einen Mixer geben und samtig pürieren.
Restliches Gemüse zugeben, mit Cashewmilch aufgießen, aufkochen lassen. Soja Cuisine zugeben und ca. 5 min zugedeckt köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und servieren, sobald die Kartoffeln durch sind.


Dazu passt natürlich leckerer Jasminreis und zum Auftunken der obercremigen Soße noch Naanbrot oder anderes Fladenbrot. Getoppt hab ich das Curry noch mit Cashewnuss-Hälften und getrockneten Cranberries. Beim Gemüse könnt ihr natürlich variieren wie es euch passt, nur den Broccoli würd ich nicht austauschen weil er nen tollen Geschmack mit rein bringt. Wir werfen auch gerne noch Erbsen, Frühlingszwiebeln oder Champignons rein, oder statt der Kartoffeln ein paar angebratene Tofuwürfel.

Donnerstag, 31. Mai 2018

Pasta mit Röst-Paprika-Sauce und Gemüse-Julienne [vegan]

Boaaaah, was für ein Sößchen! Ich hab ja schon so oft diese ultracremige 'Roasted Red Pepper Pasta' auf Pinterest, Instagram und Co. angeglotzt und jedesmal erhöhten Speichelfluss verspürt. Die 'normalen' Rezepte waren aber oft mit Ziegenfrischkäse oder anderem krassen Zeugs, das ich nicht so mag. Die veganen Varianten haben mir eher zugesagt, besonders eine mit Mandelmilch, denn sowas hab ich immer im Vorrat gebunkert. Da es zur Zeit ja schon fast unerträglich heiß ist, gab's zu den Spaghetti noch mit dem Julienne-Schäler zurechtgeschnippelte Gemüse-Spaghetti. Das Endergebnis wurde so genial lecker! Das noch knackige Gemüse mit der megacremigen, fruchtigen, aromatischen Paprikasauce passt so gut zu den Spaghetti. Fix gemacht ist das Sößchen auch noch, also alles wunderbar, neues Lieblingsrezept, sabber!


Pasta mit Röst-Paprika-Sauce und Gemüse-Julienne    
(2 Portionen)
angelehnt an Minimalist Bakers Vegan Roasted Red Pepper Pasta

200 g Spaghetti
1 Zucchini (ca. 200 g)
2 Karotten (ca. 200 g)
2 Schalotten
3 Knoblauchzehen
350 ml Mandelmilch (oder andere Pflanzenmilch)
1 Glas Gegrillte Paprika (Abtropfgewicht 210 g)
2 EL Tapiokastärke*, oder andere Stärke
3 - 4 EL Würzhefeflocken
1/2 TL Cayennepfeffer, oder Chili
Basilikum, Salz, Pfeffer, Zucker

- Zucchini und Karotten mit einem Spiralschneider oder Julienneschäler in dünne Streifen schneiden (wie Spaghetti). Schalotten und Knoblauch würfeln.
- Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen.
- In der Zwischenzeit etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Schalotten und Knoblauch ca. 5 min anbraten.
Mit der Mandelmilch, abgetropften Paprikaschoten, Stärke, Hefeflocken, Cayennepfeffer und ordentlich Salz und Pfeffer in einem Mixer cremig pürieren.
Die Paprikacreme zurück in die Pfanne geben, etwas Basilikum dazu, aufkochen und köcheln lassen bis die Sauce angedickt ist. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und evtl. einer Prise Gemüsebrühe kräftig abschmecken.
Karottenstreifen zugeben und weitere zwei Minuten leicht köcheln lassen.
- Spaghetti abgießen und zurück in den Topf geben, Zucchinistreifen zugeben, Paprikasauce darübergießen und zurück auf die Herdplatte stellen. Gut verrühren und nochmal mit Hefeflocken, Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Mit Basilikum bestreut servieren.


Wenn ihr die Sauce am Feierabend machen wollt könnt ihr das Julienne-Gemüse auch schon am Abend vorher oder vormittags vorbereiten und bis zum großen Fressen dann im Kühlschrank bunkern. Nach der Arbeit müsst ihr dann nur kurz die Zwiebeln mit dem Knobi anbruzeln, alles in den Mixer, kurz auf den Herd damit und bis die Nudeln gekocht sind ist das Sößchen auch schon fertig, hehe.

*Tapiokastärke bekommt man im Asialaden. Sie dickt etwas anders an als gewöhnliche Stärke, so dass man im Idealfall (wenn die Soße dick genug ist) eine käsefädenmäßige Konsistenz bekommt. Diese Soße wird aber nicht so dick, so dass es keinen großen Unterschied macht welche Stärke ihr nehmt.

Sonntag, 6. Mai 2018

Nochmal Bärlauch ergattert: Bärlauch-Couscous-Bratlinge [vegan]

Die Bratlinge, die es in unserem Burger-verrückten Haus am öftesten aufs Tellerchen schaffen, sind eindeutig die Couscous-Gemüse-Burgerpatties. Mit Curry und Cayennepfeffer lecker gewürzt, schön saftig durch Karottenraspel und Frischkäse, und mit dem Couscous superfix gebastelt und dazu schön knusprig. Da ich letzte Woche Bärlauch plündern war gab's die Bratlinge mal leicht abgewandelt, dazu Kartoffel- und Chinakohlsalat. Die Gewürze etwas an den Bärlauch angepasst wurden die kleinen Puffer wieder so lecker, dass ich das Rezeptchen gleich festhalten musste.


Bärlauch-Couscous-Bratlinge    
(12 Bratlinge)

160 g Couscous
300 ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
3 Karotten
1 Handvoll Bärlauch (ca. 40 g)
1 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver
Salz, Pfeffer, Zucker, Cayennepfeffer
4 EL Soja-Joghurt natur (oder Frischkäse)
4 EL Ei-Ersatz-Pulver (oder Sojamehl)
Semmelbrösel

Couscous mit kochender Gemüsebrühe übergießen und 10 min quellen lassen.
Zwiebel sehr klein würfeln, Möhrchen fein raspeln, Bärlauch in Streifen schneiden.
Couscous, Zwiebeln, Karottenraspel, Bärlauch, Sojajoghurt, Tomatenmark, Ei-Ersatz-Pulver, Paprika, etwas Cayennepfeffer, 1 Prise Zucker und kräftig Salz und Pfeffer vermischen. So viel Semmelbrösel dazukneten, bis sich Bratlinge formen lassen (sind schon ein paar Esslöffel). Die Masse darf ruhig noch etwas feucht sein, das wird durch Couscous und Semmelbrösel später schon knusprig.
12 Burgerpatties formen und bei mittlerer Hitze in heißem Öl goldbraun rausbruzeln.


Vielleicht wär sogar noch ein Hauch Knoblauch ganz fein in den Bratlingen. Aber so schnell werd ich das nicht mehr testen können, denn viel Bärlauch findet man nicht mehr. Sollte ich doch nochmal einen ergattern wird der definitiv erstmal wieder zu cremiger Bärlauch-Pasta verarbeitet, die ist so richtig zum Reinlegen und der Bärlauch kommt darin super zur Geltung. Sorry Bratlinge, es geht hald nix über schlozige Nudelsoßen.


Bärlauch sammeln ist übrigens voll gruselig! Da sitzen einfach mal Unmengen an Spinnen dazwischen rum und lassen sich teilweise nicht mal verscheuchen. So nach dem Motto: 'Des is mei Bärlauch-Bladl, zupf di!' Pah, fiese dicke Spinne, so ne fleischige, kurzbeinige die man sonst nur im Brennholz findet. Die hab ich mal auf ihrem Bärlauch-Blatt sitzen lassen...

Sonntag, 18. März 2018

Wunderbar aromatisches Linsencurry mit Quinoa [vegan]

Ich hab keine Ahnung wie oft ich schon Dal, also Linsencurry, gefuttert hab. Immer wieder mal beim Inder, manchmal auf Partys mit veganem Buffet (da passt Dal auch echt gut und ist mal was anderes als das ewige Chili), einfach so mal bei Freunden und so weiter. Aber ich hab's erst einmal selbst gekocht, vor Ewigkeiten. Damals war es mir zu breiig, irgendwie hat mir was 'Beißiges' gefehlt. Für den neuen Versuch hab ich mich gewürzemäßig bei der Dal-Version von Carla (Herbs & Chocolate) bedient und die Zutaten reingeschmissen, die in meinem liebsten Linsencurry drin waren, das ich mal auf einer Party gefuttert hab. Rausgekommen ist ein super aromatisches, leicht cremiges Curry mit fruchtigem Gemüse (damit auch was zum Beißen im Linsentopf rumschwimmt^^). Und wie das gern mal bei indischem Futter so ist auch noch zufällig vegan. Also alle ran an Tisch, nom nom nom.


Linsencurry mit Quinoa    
(Ca. 4 Portionen)

200 g rote Linsen
50 g Quinoa (ich hatte bunten)
1 Zwiebel
2 - 3 Knoblauchzehen
8 kleine Kartoffeln (300 g)
2 Karotten (200 g)
1/2 Paprika, gelb
2 EL Kokosöl, nativ
1 TL Ingwerpaste (oder frisch geriebener Ingwer)
je 1 TL Curry, Kurkuma, Kreuzkümmel, braune Senfkörner*
10 Curryblätter*
1/2 TL Chilipulver (je nach Geschmack und Sorte!)
500 - 700 ml Gemüsebrühe
1 EL Zitronensaft
Meersalz
Cashewkerne, Koriander (optional)

Linsen abspülen, Quinoa mit heißem Wasser spülen (um die Bitterstoffe auszuwaschen).
Zwiebel würfeln, Knoblauch fein hacken. Kartoffeln klein würfeln, Karotten halbieren und in Scheibchen schneiden. Paprika würfeln.
Kokosöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwerpaste, Curry, Kurkuma, Kreuzkümmel, Senfkörner, Curryblätter und Chili zugeben und bei mittlerer Hitze andünsten, bis die Zwiebeln weich sind (ca. 8 min).
Kartoffeln und Karotten zugeben, Hitze etwas erhöhen und 2 - 3 min weiterbraten.
Linsen, Quinoa und 500 ml Gemüsebrühe zugeben, salzen, aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze zugedeckt 20 min köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Gelegentlich umrühren, dass nichts am Topf ansetzt. Brühe nachgießen falls es zu trocken wird.
Kurz vor Ende der Kochzeit Paprika unterheben. Zitronensaft zugeben und mit Salz abschmecken.
10 min abgedeckt ziehen lassen.
Mit gehackten Cashewnüssen, Koriander (oder Petersilie) und Chiliflocken garniert servieren.

Bei uns gab's noch Jasminreis und Gurkensalat dazu. Die aufgewärmten Reste haben wir mit einem Rest Reis, einem Rest Shahi Paneer Soße (hatten wir noch eingefroren, Rezept hier: *klick) und Naanbrot (Rezept hier: *klick) gefuttert, gleich noch besser! Aufgewärmt schmeckts noch aromatischer, richtig schön durchgezogen und das Naanbrot zum Tunken ist perfekt dazu.


Im Prinzip könnt ihr in das Curry alles reinhauen was ihr gerne mögt, oder noch weg muss, Kichererbsen, Spinat, Tomaten, etc. Es sollte hald immer ungefähr die Menge an Gemüse sein wie oben, dass die Verhältnisse passen. Meine Lieblingsvariante ist ohne die Kartoffeln, dafür mit mehr Möhrchen und Paprika, nomnom.


Bei Nadine im Möhreneck werden gerade fleißig leckere Curry-Rezepte gesammelt. Das wohl vielfältigste Gewürz das es so gibt, da werden sich bestimmt kunterbunte Gerichte zusammen finden. Mein vollgepacktes Linsen-Quinoa-Curry darf gleich mit in die Sammlung. Wer auch noch bei Nadines Blogevent ein Rezeptchen einreichen will hat noch bis 15. Mai Zeit ;)
Noch mehr Curryrezepte von anderen Bloggern findet ihr direkt bei Inas Let's Cook Together im Februar. Schaut mal rüber und stöbert ein bisschen :)

* Braune Senfkörner und indische Curryblätter bekommt man im Asialaden. Ich hab beides auf Anhieb im Chinaladen in Regensburg gefunden. Solltet ihr es nicht auftreiben können, Senfkörner weglassen und statt den Curryblättern einfach mehr Currypulver nehmen.

Donnerstag, 1. Februar 2018

So ne Art Gan Bian - Sticky, knoflig, sojasaucig gewokt [vegan]

Mmh, am Wochenende gab's Veggie Gan Bian, lecker lecker. Gebratenes Gemüse mit Fake-Hähnchenschnipsel, schön knoflig, bisschen klebrig-süß und sojasaucig. Dazu noch duftiger Jasminreis aus Thailand. Aber nun lieg ich krank im Bettchen und schlürfe Suppe, mäh. Da hält sich meine Begeisterung für jammige Futterbilder in Grenzen, weil ich weiß, dass außer Kartoffel-Gemüse-Eintopf und Suppe erstmal nix weltbewegenderes drin sein wird. Mein zickiger Magen hat grad die Oberhand, nicht die Tsssunge ;) Dabei war das Gan Bian so gut. Ich hab sogar am nächsten Mittag noch einen Riesenberg davon gefuttert, obwohl ich mittags eher weniger reinmümmel.


Gan Bian Style Asia-Pfanne    
(3 Portionen)

1 Pck Like Meat Hähnchen-Art
2 große Karotten
1 Zwiebel, mittelgroß
2 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
1/4 TL Ingwerpulver
Chili nach Geschmack, Salz
Erdnussöl
4 EL Sojasauce, helle
1 EL Sojasauce, dunkel (ersatzweise helle Sojasauce)
2 EL Reisessig (oder heller Balsamico/ Weißweinessig)
4 EL brauner Zucker
Ca. 2 Cups Jasminreis

Reis nach Packungsanleitung kochen.
Karotten in dünne Stifte schneiden, Zwiebel halbieren und in Streifen schneiden, Frühlingszwiebeln mit dem Grün schräg in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken.
Sojasaucen, Reisessig und braunen Zucker gut verrühren.
In einem Wok 2 EL Erdnussöl erhitzen und Like Meat Stücke anbraten, bis sie schön angebräunt sind. Karotten und Zwiebel zugeben und so 3 min mitbraten, bisschen umrühren. Knoblauch, Ingwer und Chili zugeben und 2 min unter Rühren mitbraten.
Angerührte Sauce dazugeben und rühren bis der Zucker geschmolzen ist. Frühlingszwiebeln unterheben und mit Salz abschmecken.
Mit dem Jasminreis servieren.


Den überleckeren, duftigen Jasminreis hol ich immer in Straubing bei nem Asialaden, der von einer Thailänderin geführt wird. Die haben den besten Reis ever. Den mag ich auch einfach pur mümmeln. Nachdem ich immer zwei Kilo gekauft hab, wurden zuletzt gleich viereinhalb Kilo eingepackt, hihi. Der geht weg wie warme Semmeln.

Dienstag, 14. November 2017

20-Minuten-Curry nach Aloo Gobi Art [Feierabendküche]

Hah, manchmal ist's ganz einfach! Eigentlich hatte ich geplant den restlichen Blumenkohl vom Shawarma Basteln (diese Pita-Taschen mit den goilen gerösteten Blumenkohl-Röschen) in nem Aloo Gobi zu verköcheln. Also Kartoffeln kochen, Blumenkohl kurz mitgaren, alles abkühlen lassen, und daaann mit leckeren, indischen Gewürzen zu nem tollen Curry bruzeln und mit der restlichen Gurken-Raita verputzen.


Nur war ich dann an dem Abend ziemlich kochfaul und arg hungrig. Da musste eine schnellere Lösung her. Und daraus entstand dann dieses Curry. Anstatt Kartoffeln und Blumenkohl ewig vorzubereiten, haben wir nur irgendwelches Gemüse zerkleinert und mit den Gewürzen angebraten, dann noch Kokosmilch dazu und bääm, lecker Futter! Quasi ein Aloo Gobi ohne die zeitraubende Vorarbeit. Geht superfix und schmeckt aber genauso wunderbar wie das Original. Angeröstete Curry-Gewürze machen sich immer gut.


20-Minuten-Curry nach Aloo Gobi Art 
(für 2 Feinschmeckerchen)

Gemüse nach Wahl (hier 1 Möhrchen, 1/2 Zucchini, etwas Blumenkohl, 1/3 Paprika, 1/2 Zwiebel)
1 TL Kreuzkümmel
2 Zehen Knoblauch
2 Chilis, getrocknet (oder nur eine, je nach Schärfe)
1 TL Kurkuma
200 ml Kokoscreme
Petersilie, frisch gehackt
Salz, Pfeffer

Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Kreuzkümmel und etwas Pfeffer darin kurz anrösten. Chili und Knoblauch hacken und zugeben. Die Hitze etwas reduzieren und so lange weiterbraten bis der Knoblauch leicht bräunlich wird. Kurkuma einrühren. Gemüse zugeben und gut verrühren. Mit Salz würzen und unter Rühren ca. 5 min anbraten.
Kokosmilch zugeben und weiterköcheln bis das Gemüse gar aber noch bissfest ist.
Nochmal mit den Gewürzen abschmecken.
Mit Petersilie (oder Koriander) bestreuen, zu Jasminreis und z.B. Gurken-Raita servieren.


Donnerstag, 28. September 2017

Soja-Schnitzelchen mit Kohlrabi-Möhren-Gemüse [vegan]

Es gibt noch etwas außer Ananas, das ich gerne futtere wenn Männchen nicht zum Futtern da ist. Sojalappen zum Beispiel. Ich mag die echt gerne, meine bessere Hälfte aber nicht so. Und dann wär da noch diese Kohlrabiknolle, die seit Urzeiten im Kühlschrank wartet verkocht zu werden. Ich lihiiebe Kohlrabi, genauso wie Rosenkohl, jammi. Männchen nicht, mist. Also hab ich gleich Soja-Schnitzelchen und Kohlrabi in einem verköchelt, als sich mal die Gelegenheit bot, hehe. Die Sojateile hab ich paniert und wie Schnitzel rausgebruzelt. Den Kohlrabi gab's auch ganz klassisch mit Möhrchen in einer mit Mehl angedickten Brühe, wie bei Mutti früher, noom.


Soja-Schnitzelchen mit Kohlrabi-Möhren-Gemüse    

5 Soja-Medaillons
500 ml Gemüsebrühe, kochend heiß
1 Kohlrabi
3 Möhren
2 geh. EL Sojamehl
10 EL Wasser
1/2 TL Paprikapulver
Salz, Pfeffer, Zucker
Ca. 1 Tasse Semmelbrösel
1 EL Mehl
1 Schuss Soja Cuisine (optional)
Petersilie

Die Soja-Medaillons mit der kochenden Gemüsebrühe übergießen, abgedeckt 10 min ziehen lassen.
Kohlrabi und Möhren stifteln, in einem Topf unter gelegentlichem Rühren anschwitzen.
Soja-Medaillons aus der Gemüsebrühe fischen (Brühe aufheben!) und gut ausdrücken. Die Gemüsebrühe zum Kohlrabi-Möhren-Gemüse gießen und abgedeckt weiterköcheln, bis das Gemüse gar aber noch bissfest ist.
Sojamehl mit Wasser anrühren, mit Paprika, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker kräftig würzen. Semmelbrösel in einen kleinen Teller füllen. Die Soja-Medaillons erst im Sojamehl-Gemisch wenden und dann in den Semmelbröseln (etwas andrücken).
Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen, die Soja-Schnitzelchen von beiden Seiten goldbraun anbruzeln.
Inzwischen für das Gemüse das Mehl mit etwas Wasser klumpenfrei anrühren und in die Gemüsebrühe einrühren. Unter Rühren aufkochen lassen bis die Soße etwas angedickt ist. Mit Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken und evtl. mit einem Schluck Soja Cuisine verfeinern.
Zusammen mit den Soja-Schnitzelchen servieren.

Montag, 21. August 2017

Noom! Soja-Gulasch 2.0 mit etwas Paprika und Möhrchen [vegan]

Nachdem heute der letzte Tag Gäubodenvolksfest ist, kehrt auch hier in der Umgebung langsam wieder Normalität ein. Besonders in der Arbeit war wohl etwas Ausnahmezustand (ich war ja krank, d'oh). Manche schafften es tatsächlich sich jeden Tag im Bierzelt wegzubechern und dazwischen ein paar Stunden zombiemäßig in der Arbeit herumzustreifen, crazy. Nix für mich, nach zwei Maß Festbier lieg ich schon unterm Tisch und brauche Minimum zwei Tage zum Regenerieren. Ich war also gestern brav zu Hause und hab lecker Soja-Gulasch, dass sogar Männchen brav geschlemmt hat (auch wenns nicht ans Dunkelbiergulasch im Weissbräuhaus rankommt, pff), geköchelt. Alle Nicht-Fleischfutterer fanden es bisher aber voll gaal. Vielleicht sollte ich mal die Dunkelbiervariante ausprobieren, dass ich dem Weissbräuhaus doch noch Konkurrenz mache, hmm.


Es gibt zwar schon ein Soja-Gulasch-Rezept aufm Blog, aber es geht eben noch ein bisserl besser. Nach ein paar mal Kochen findet man hald doch das ein oder andere, was sich noch optimieren lässt. Und das war in diesem Fall die Abfolge der Zutatenzugabe, dass noch ein paar Gemüsewürfelchen zum Schluss mit rein kommen für den Biss und das ein oder andere Gewürz zusätzlich. Nachdem ich beim alten Gulasch-Rezept dann noch Anmerkungen hinzugefügt habe und wieder und wieder rumgeändert hab, dachte ich mir es ist an der Zeit für einen neuen Post. Das perfekte Soja-Gulasch. Tadaa.


Soja-Gulasch 2.0     
(3 bis 4 Portionen)

100 g Soja-Würfel + 1/2 l Gemüsebrühe
3 Zwiebeln
2 eher große Karotten
1 Paprika, rot oder gelb
1 EL dunkles Soßenpulver (bei mir von Gefro Balance)
1 TL Gulaschgewürz
2 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, scharf
1 Knoblauchzehe
1/2 l Gemüsebrühe
1/4 l Orangensaft (am besten Direktsaft)
2 EL Sojasahne
Optional: Liebstöckel, Rosmarin, geräuchtes Paprikapulver
Salz, Pfeffer, Zucker

Sojawürfel in der heißen Gemüsebrühe 10 min einweichen. Anschließend abgießen und möglichst kräftig ausdrücken.
Zwiebeln grob würfeln, 1 Möhrchen und 1/2 Paprika fein würfeln, Knoblauch fein hacken. Die restliche Möhre und halbe Paprika in kleine Stücke schneiden und für später zur Seite stellen.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Sojawürfel darin unter mehrmaligem Rühren 10 min anbraten, bis sie schön angeröstet sind. Zwiebeln, Möhrchen und Paprika zugeben und weitere 10 min braten.
Soßenpulver und Gulaschgewürz darüberstreuen und abgedeckt, unter gelegentlichem Rühren, 15 min bei mittlerer Hitze braun schmoren. Evtl. zwischendruck etwas Wasser zugeben, falls es zu trocken wird, dass nichts anbrennt.
Tomatenmark und Paprikapulver zugeben, 1 - 2 min mitrösten, Knoblauch dazugeben und 1 min mitbraten.
Mit Gemüsebrühe und Orangensaft ablöschen. Abgedeckt 40 min köcheln lassen, gelegentlich umrühren.
Die in Stücke geschnittene Möhre und Paprika zugeben, mit Salz, Pfeffer, Paprika und Zucker abschmecken, und offen 20 min köcheln lassen (Hitze etwas hoch schalten.
Sahne unterrühren und nach Geschmack mit Cayennepfeffer oder Piri Piri schärfen. Evtl. mit Rosmarin, Liebstöckel und geräuchertem Paprikapulver nochmal abschmecken.
Zum Beispiel mit Nudeln und Gurken- oder Tomatensalat servieren.


Für Mittag ist zum Glück noch ein Portiönchen übrig geblieben. Yaaay. Eigentlich war der Plan was davon einzufrieren, aber dafür wars viel zu wenig, buhu. Memo an mich: Doppelte Menge kochen!

Dienstag, 15. August 2017

Pulled Soja mit Ananas ♡ in süß-saurer Soße [vegan]

Auf Instagram hab ich schon rumgeheult, ja ich bin voll krank, buhu. So Hals, Mandeln, Rachen, irgendwas. Auf jeden Fall ist essen voll doof so, wenn jeder Schluck weh tut. Vielleicht hätt ich auch am Sonntag brav zu Hause bleiben sollen mit den dicken, zwickigen Mandeln, anstatt auf's Gäuboden-Volksfest zu rennen und Bier reinzukippen... Das war's also mit meinem verlängerten Wochenende, morgen geh ich doch mal zum Arzt :P


Derweil darf Männchen ganz viel Tee kochen und die Vorräte nach Halsweh-tauglichem Futter durchwühlen. Abends gab's Lieferfutter, Mangocurry ohne Scharf für mich, Männchen hat sich nen Riesen-Burger mit Spiegelei und so bestellt, mit Mango und Co kann man ihn ja jagen. Ich dagegen steh voll auf Ananas, Teriyaki, süß-sauer, ach ja und Tofu oder Sojalappen. So wie dieses süß-saure Pulled Soja mit Ananas, haaa, das wär die Schreckenskombi für ihn gewesen. Deshalb gab's das Fresschen auch an nem 'sturmfreien' Abend, konnte alles für mich allein behalten, noom.


Pulled Soja in süß-saurer Soße    
(2 bis 3 Portionen, je nach Beilage und Hunger)

50 g Pulled Soja*
Gemüsebrühe
1 EL Sojasauce
1 EL Zitronensaft
5 EL Orangensaft
1 TL Agavendicksaft**
1/2 Paprika (bei mir rot und grün gemischt)
1 Karotte
1/2 Zucchini
1/2 Zwiebel
4 Frühlingszwiebeln
100 g Sojasprossen
1 Mini-Dose Ananas, in Stücke, ohne Zuckerzusatz (den Saft brauchen wir auch!)
200 ml Gemüsebrühe
1 geh. EL Dinkelmehl
Salz, Pfeffer, Ingwer, Chili

Pulled Soja mit Gemüsebrühe übergießen und 10 min köcheln lassen, dann herausnehmen und etwas ausdrücken.
Sojasacue, Zitronensaft, Orangensaft und Agavendicksaft mischen und das Pulled Soja darin marinieren bis der Rest vorbereitet ist.
Paprika in mundgerechte Stücke schneiden, Karotte in Stifte schneiden, Zucchini halbieren und schräg in Scheiben schneiden, Zwiebel längs in Streifen schneiden, zusammen zur Seite stellen. Frühlingszwiebel schräg in Ringe schneiden, Sojasprossen waschen und mit den Frühlingszwiebeln zur Seite stellen.
1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Pulled Soja aus der Marinade holen und anbraten (ich hab noch etwas Fleischwürze dran gemacht, könnt ihr aber auch ersatzlos weglassen). Marinade zur Gemüsebrühe geben und mit dem Mehl klümpchenfrei anrühren.
Vorbereitetes Gemüse (ohne Sprossen und Frühlingszwiebeln) dazugeben und ca. 3 min mitbraten. Ananas mit dem Saft zugeben und so lange braten bis das Gemüse fast gar ist (ich mags noch knackig, also ist der Schritt bei mir recht kurz).
Frühlingszwiebeln und Sojasprossen zugeben, angerührte Brühe nochmal aufrühren und zugießen. Unter Rühren aufkochen lassen, bis die Soße angedickt hat.
Mit ca. 1/4 TL Ingwerpulver, Sojacauce, Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit z.B. Jasminreis servieren und nach Geschmack mit Chili bestreuen.


* Pulled Soja findet man z.B. bei Müller Drogerie bei den veganz-Sachen. Ich hab's auch schon bei Edeka gesehen. Als Ersatz tut's natürlich auch normales Trockensoja, z.B. Schnetzel oder nach dem Einweichen klein schneiden.

** Agavendicksaft ist eine Art Honigersatz, ein dickflüssiger Fruchtzucker. Ersetzen könnt ihr ihn mit Honig (dann ist's aber nicht mehr vegan^^), Ahornsirup oder mit Braunem Zucker (oder natürlich auch normalem Zucker oder was immer ihr da habt).

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