Sonntag, 17. Juni 2018

Promovierte Cupcakes - Schoko-Cupcakes mit Himbeer-Topping und Doktorhut [vegan]

Jetzt muss ich wohl bei jeder Promotionsfeier diese superputzigen Doktorhut-Cupcakes mitbringen, hihi. Die süßen Muffins mit der ungewöhnlichen Verzierung sind super angekommen. Und auch geschmacklich konnten sie überzeugen. Schön fluffig und saftig wie die Schoko-Himbeer-Torte (falls ihr die schon mal ausprobiert habt) und mit einer fruchtigen Himbeercreme getoppt. Die Idee mit den Doktorhüten hab ich von Herbs & Chocolate, dort könnt ihr auch mal gucken wie Carla die Hütchen gebastelt hat.


Da der Prüfling und auch ein Großteil der erwarteten Partygäste Veganer waren, mussten die Cupcakes natürlich komplett vegan sein. Die Muffins samt Topping waren da kein Problem, aber die Rohstoffe für die kleinen Doktorhüte in vegan zu finden war dagegen schon eine kleine Herausforderung. Die quadratische Platte für oben drauf war noch ganz einfach, Schokoplättchen oder schokolierte Waffelblätter bekommt man quasi überall. Schnur für obendrauf, auch easy, Cola- oder Lakritzschnüre findet man schon und sind fast immer vegan. Aber der Zylinder, puh. Alles was ich in den Fingern hatte war mit Molkenerzeugnis oder sonst was Unveganem verhunzt. Erst nach einem Tipp in einer Facebookgruppe hatte ich einen Plan und nach vielen Läden auch die wohl einzigen veganen Waffelröllchen auf dem Markt ergattert, sogar schon mit Zartbitter überzogen, yay.


Promovierte Schoko-Cupcakes mit Himbeer-Topping      
(15 Cupcakes)

200 g Mehl, Weizen Typ 405
150 g Zucker
1 Pck Vanillezucker (1 EL)
30 g Kakao (nicht Kabapulver!)
1 Pck Natron, 5 g
1 kleine Prise Salz

250 ml Wasser, lauwarm
120 g Himbeergelee (oder Heidelbeergelee)
80 ml Pflanzenöl, neutrales
1 EL Apfelessig

Muffinform mit Papierförmchen auslegen und/oder Silkkonförmchen bereitstellen, den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten in einer großen Rührschüssel vermischen. Die nassen Zutaten gut verquirlen, bis sich die Marmelade gut gelöst hat.
Eine Mulde in die trockenen Zutaten drücken und die Nassen hineingießen. Mit einem Esslöffel vorsichtig verrühren, gerade so lange, bis sich alles einigermaßen miteinander vermischt hat.
Den Teig mit Hilfe von zwei Löffeln gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen. Dabei die Förmchen nur zu 2/3 füllen, der Teig geht gut auf.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 20 min backen (Stäbchenprobe!). Ca. 10 min abkühlen lassen, aus der Form holen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

15 Dinkelwaffelröllchen, Zartbitter *
15 Quadratische Schokoladentäfelchen, Zartbitter *
Cola-Schnüre
Kuchenglasur, Zartbitter

Die Kuchenglasur erwärmen (z.B. in der Mikrowelle). Schokoröllchen mit etwas Glasur bestreichen und mittig auf die Schokotäfelchen 'kleben'.


Die Colaschnüre zurechtschneiden und mit Hilfe eines Zahnstochers mit geschmolzener Glasur auf die Oberseite der Hüte kleben.


200 ml Schlagcreme (die ungesüßte von Schlagfix), gut gekühlt
1 EL Vanillezucker
2 EL San Apart (oder Sahnesteif)
2 EL Himbeerpulver ** (oder Heidelbeerpulver)
1 EL Puderzucker

Schlagcreme mit den restlichen Zutaten zu einer steifen Sahnecreme aufschlagen.
In eine Spritztülle füllen, auf die Muffins drappieren und die Doktorhüten draufsetzen.


Tipps:
* Ich hatte 'Dinkel Waffelröllchen Zartbitter' von der Firma Rosengarten, gefunden im Bioladen im DEZ in Regensburg. Es waren genau 30 Röllchen drin, was für mich perfekt gepasst hat weil ich gleich die doppelte Menge Cupcakes gemacht hatte (halb Himbeer, halb Heidelbeer).
Als Plättchen hatte ich 'Hauchdünne Täfelchen Edelbitter' von Lindt. Die gibt's quasi in jedem Supermarkt und haben auch schon die perfekte Größe. Alternativ gehen auch gut die Waffelblättchen von Alnatura.
** Das Himbeerpulver hab ich bei Pativersand mal bestellt, das mische ich auch gerne in Chiapudding oder benutze es für Pralinen. 


Sonntag, 10. Juni 2018

Superzarte, herzhafte Soja-Grill-Spieße [vegan grillen]

Vor ein paar Wochen haben wir erst angegrillt und ich hatte mir diiiie perfekten Soja-Steaks mariniert. Sie wurden so schön saftig, schmeckten wie die typische, rote Grill-Steak-Marinade und hatten eine schöne Kruste. Aber nach den Grill-Spießen von letzter Woche hab ich einen neuen Favoriten. Die Marinade war noch ein bisschen herzhafter, karamellisierte auch schön außenrum und die Sojastreifen wurden so unglaublich zart, supersuperlecker! Durch das wellenförmige Aufpieksen bleiben die Streifen im Inneren noch saftiger und mit Senf, Knobi und Co. gewürzt schmeckts eben noch ein bisschen besser.


Soja-Grill-Spieße    
(6 Spieße)

2 Big Steaks
500 ml Gemüsebrühe
5 EL Pflanzenöl, neutrales
1 EL Paprikapulver
2 TL Tomatenmark
1 TL Senf, mittelscharf
Je 1 /4 TL Knoblauch- und Zwiebelpulver
2 TL Fleischwürze (oder Hähnchenwürze, Barbecuegewürz,...)
2 EL Sojasauce oder Tamari
2 EL Agavendicksaft (oder Ahornsirup)
1/4 TL Pfeffer
6 Schaschlikspieße

Die Big Steaks mit kochender Gemüsebrühe übergießen und mind. 10 min ziehen lassen. Dann Gemüsebrühe abgießen und die Steaks so gut wie möglich ausdrücken (mach ich mit den Händen). Der Länge nach in ca. 1 cm dicke streifen schneiden.
Aus den restlichen Zutaten eine Mariande anrühren. Die Sojastreifen darin wenden und verschlossen im Kühlschrank durchziehen lassen, am Besten über Nacht. Dazwischen evtl. einmal wenden, dass sich die Marinade gleichmäßiger verteilt.


Die Streifen wellenförmig auf die Spieße pieksen und bei eher milder Hitze vorsichtig von allen Seiten grillen. Dabei gut aufpassen, dass die Marinade nicht verbrennt, das geht wegen dem Agavendicksaft und dem Tomatenmark nämlich ganz schnell wenn man nicht aufpasst ;)


Es gäbe natürlich hunderte Seitan-Barbecue-Rezepte im Internet, die so richtig vollgas Fleischfeeling versprechen. Ganz ehrlich, das brauche ich gar nicht. Ich will einfach ein bisschen Abwechslung zum Gemüse auf dem Grill. Das mag ich zwar auch sehr, aber fürs richtige Grillfeeling gehört für mich was Herzhaftes dazu, am besten mit komplett ungemüsiger Konsistenz. Und da sind selbst-marinierte Soja-Steaks einfach perfekt. Sie sind weich und faserig, bekommen eine knusprige Kruste und nehmen jeden Geschmack intensiv auf, den man sich dranwünscht.

Sonntag, 3. Juni 2018

Meeegacremiger, fruchtiger Rhabarber-Puddingcreme-Kuchen [vegan]

Was ich bei Pudding-Kuchen ja echt fies finde ist, wenn die Puddingschicht so richtig glibberig-fest ist, als hätte jemand ein paar Tütchen Gelatine darin verloren. Wenn es allerdings mehr so in Richtung cremiger Schmand- oder Käsekuchen geht bin ich wieder dabei, hihi. Eines meiner ersten Rezepte am Blog war so ein genialer Rhabarberkuchen mit geschmeidiger Schmand-Pudding-Schicht. So schön cremig, hach wenn man da mit der Gabel schon reinfährt. Der 'neue' Rhabarber-Puddingcreme-Kuchen ist jetzt in einer sehr simplen, veganen Variante und wurde dank der Schlagcreme im Pudding auch wieder herrlich cremig und behält aber brav seine Form beim Anschneiden. Rhabarber wird im Hause Wos zum Essn wahrscheinlich nie mehr anders verarbeitet als in diesem unverschämt samtigen Kuchen. Probiert ihn unbedingt mal aus, die Säure und Fruchtigkeit der Rhabarber-Erdbeer-Schicht harmoniert super mit dem cremigen Vanille-Pudding und dem süßen Mürbteig.


Rhabarber-Puddingcreme-Kuchen      
(26cm-Springform)

240 g Mehl (Weizen, Typ 405)
160 g Alsan (Pflanzenmargarine)
80 g Zucker
1 EL Vanillezucker

Mehl, Zucker und Vanillezucker in eine Schüssel geben. Alsan dazuwürfeln und zu einem glatten Teig verkneten.
Eine 26-cm-Springform mit etwas Alsan ausfetten.
3/4 des Teigs auf den Boden drücken und mit dem restlichen Teig einen ca. 2 cm hohen Rand formen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen.

1 Pck Puddingpulver, Vanille (37 g)
100 g Zucker
200 ml Mandelmilch
400 ml Schlagfix (die universelle)
80 g Alsan

Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.
Puddingpulver und Zucker in einer großen Tasse vermischen. Mit so viel Mandelmilch anrühren, dass ihr ein klümpchenfreies Gemisch anrühren könnt.
Restliche Milch in einen Topf geben. Schlagfix dazugeben und unter gelegentlichem Rühren aufkochen.
Topf vom Herd ziehen, angerührtes Puddingpulver einrühren, zurück auf den Herd stellen und unter Rühren aufkochen lassen. Sobald es kocht noch eine Minute köcheln lassen, dabei weiterrühren dass nichts klumpt.
Vom Herd ziehen, Alsan zugeben und verrühren bis die Alsan geschmolzen ist und sich mit dem Pudding vermischt hat.
Auf den vorbereiteten Mürbteigboden in die Form füllen, ggf. glatt streichen und im vorgeheizten Ofen bei 175°C (Umluft) 30 min backen.

500 g Rhabarber
120 - 200 ml Erdbeersoße oder -sirup (je nach Süße und Geschmack)
300 ml Wasser
2 EL Zitronensaft
4 EL Speisestärke mit etwas Wasser angerührt

Rhabarber schälen und in 2 cm lange Stücke schneiden.
Zusammen mit der Erdbeersoße, Wasser und Zitronensaft in einen Topf geben und aufkochen.
2 min köcheln lassen.
Die angerührte Speisestärke unterziehen und nochmal unter Rühren 1 min köcheln lassen.
Auf den fertig gebackenen Puddingkuchen geben, glatt streichen und abkühlen lassen.
Dann noch mind. 2h im Kühlschrank durchkühlen, dass die Rhabarberschicht fest genug wird.


Beim ersten Versuch war ich wieder zu ungeduldig (und hatte mich mit der Zeitplanung etwas verhudelt), also floss die Rhabarberschicht wie ein Vulkanausbruch vom Pudding, upsi. Nach ner Runde im Kühlschrank wars dann aber perfekt. Gerade so fest, dass man problemlos schöne Stücke abschneiden konnte aber trotzdem noch supercremig im Inneren und auch obenauf weich genug, dass kein gelatinehaftes Tortenguss-Feeling aufkam.


Laber Rhabarber! So heißt Tines neues Blogevent zur Feier ihres vierten Bloggeburtstags von Lecker & Co. Und auf mit meinem Rhabarber-Puddingcreme-Kuchen auf die rhabarberrosa Geburtstagstafel, auf dass sich die Tischbeine biegen, hihi. Ich guck schon immer wieder durch was man sonst noch so alles mit Rhabarber anstellen kann. Es sind schon ein paar echt verrückte Ideen dabei, ganz ab vom klassischen Rhabarber-Baiser-Kuchen. Da wird die Nachback- und -kochliste wieder um einiges länger. So wie immer, wenn man durch Tines Blog stöbert.

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