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Sonntag, 27. September 2020

Knobi ahoi - Pasta alla Norma [vegan]

Auberginen und ich, das ist so eine Geschichte... Meistens sind sie mir zu quietschig in der Konsistenz, oder auch mal zu matschig, und manchmal schmecken sie auch einfach komisch. Aber seit wir das erste mal die Pasta alla Norma aus Ottolenghis Kochbuch gezaubert hatten bin ich ein riesiger Auberginenfan und quatsche jedes Jahr meiner Mama ein, dass sie meeeehr Auberginenpflänzchen in ihrem Garten anbauen muss, meeehr!

Das Rezept für diese vegane Pasta alla Norma ist supereasy und trumpft mit einem besonderen Geschmackserlebnis auf. Ein paar kleine aber feine Kniffe verhelfen dem tomatigen Auberginensößchen zu besonderem Glanz: Einmal dass die Auberginen im Backofen dahinschmurgeln dürfen, dadurch werden sie herrlich cremig und aromatisch. Dann ist da natürlich noch der Knobi, reichlich Knobi. Und schließlich die Cherrytomaten, die deutlich intensiver sind als der normale Tomatenschlabber aus der Konserve und zusammen mit der richtigen Dosis Chili eine perfekte Symbiose aus herzhaft, cremig, scharf, fruchtig und süß bildet. Den Parmesan aus dem Originalrezept hab ich einfach mit Hefeflocken ersetzt. So ist die Pasta alla Norma eines meiner liebsten Nudelrezepte geworden.


Pasta alla Norma  
(2 - 3 Portionen)

300 g Spaghetti
2 - 3 Auberginen
2 Dosen Cherrytomaten (jew. à 400 g)
3 - 5 Knoblauchzehen
Chilis, getrocknet (nach Geschmack, wir nehmen 2)
4 EL Würz-Hefeflocken (ich mag die von Erntesegen am liebsten)
Olivenöl
Oregano (getrocknet), Basilikum (frisch)
Salz, Pfeffer, Zucker

Auberginen längs streifig zur Hälfte schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen und auf 1 - 2 Backbleche verteilt bei 180°C (Umluft) so lange backen bis die Scheiben braun werden aber noch nicht knusprig ;).

Knoblauch fein hacken. Öl in einer hohen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Chili und Knoblauch dazugeben und unter gelegentlichem Rühren so lange braten bis der Knoblauch anbräunt. Mit Cherrytomaten ablöschen. 1 TL Salz, 1 Prise Zucker, 1 TL Oregano und etwas frisch gemahlenen Pfeffer dazugeben, aufkochen und bei niedriger bis mittlerer Hitze ca. 10 min köcheln lassen bis die Tomatensoße etwas andickt.

In der Zwischenzeit Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen. Abgießen und dabei eine Tasse Nudelwasser auffangen.

Die Auberginenscheiben mit den Hefeflocken zur Tomatensauce geben. Mit Nudelwasser strecken falls es zu dick ist und mit Hefeflocken, Zucker und Salz abschmecken. Zum Schluss frischen Basilikum grob zerrupft unterrühren und die Spaghetti unterheben.

Mit Basilikum garniert und eventuell veganem Parmesan bestreut servieren. Dazu passt natürlich wunderbar ein frisches grünes Salätchen mit Balsamicodressing oder ein knackiger Gurkensalat.


Mit selbst gezogenen Auberginen schmeckt die Soße auch echt nochmal besser. Meine Eltern futtern inzwischen auch regelmäßig diese Pasta alla Norma, auch wenn sie Parmesan reinwerfen. Mich freut es trotzdem immer wieder wenn ich jemanden dazu animieren kann mal die Fleischbeilage wegzulassen ;)

Sonntag, 29. September 2019

Khao Pad - Thailändischer gebratener Reis

Beinahe hätte ich ja schon aufgegeben mal wieder so guten gebratenen Reis wie im Thailand-Urlaub zu futtern. 'Khao Pad' genauer gesagt, so stand das Gericht immer auf der Karte. So viele Versuche hatte ich bereits gestartet und auch echt leckeren Bratreis zusammengebracht (und auch nicht so Leckeren, brr), aber es schmeckte irgendwie nie so wie damals. So langsam dachte ich mir es ist eben unmöglich weil das ganze Drumherum fehlt: Die süßen Geckos an den Wänden, der feine Sand zwischen den Zehen, Meeresrauschen im Hintergrund und um die beste Wohnmuschel kämpfende Mini-Einsiedlerkrebse unterm Tisch.


Nachdem ich aber im Bioladen eine vegane Fischsauce gefunden hatte, die erstaunlich lecker roch, hab ich mich nochmal an die Mission 'Gebratener Reis' gewagt. Und es wurde so unfassbar lecker, ich hab regelrecht die Schüssel ausgeschlabbert. Genau das richtige Verhältnis von salzig, süß und würzig, dazu knackiges Gemüse, leicht knusprig gebratener Reis und ein paar Tofuwürfel. Der Clou ist aber eindeutig die vegane Fischsauce, irgendwie so umami-mäßig, superlecker! Los, los, No-Fish-Sauce besorgen und das Khao Pad nachköcheln. Es geht wie so viele thailändische Gerichte superfix und schmeckt immer genial.


Khao Pad - thailändischer gebratener Reis
(2 bis 3 Portionen)

400 g gekochter Reis vom Vortag, z.B. Jasminreis*
4 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Karotten
1 Tomate
1/2 Dose Erbsen (2 - 3 EL)
2 Eier
1/2 Packung frittierte Tofuwürfel, TK (optional)
4 EL Sojasauce, helle
2 - 3 EL No-Fish-Sauce (z.B. von Arche, Bioladen)
2 TL Zucker
2 EL Pflanzen-Öl, neutrales

Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, dabei vom geschnittenen Grün ein bisschen für die Deko zur Seite nehmen. Knoblauch fein hacken, Karotten in 3 - 4 cm lange Stifte schneiden, Tomate kleine würfeln, Erbsen abgießen, Reis auflockern falls er im Kühlschrank zu einem großen Klumpen geworden ist^^. Sojasauce, No-Fish-Sauce und Zucker verrühren.
Etwas Öl in einem Wok erhitzen. Knoblauch und Frühlingszwiebeln hineingeben und unter Rühren so lange braten bis der Knoblauch leicht glasig wird. Tofuwürfel zugeben und 1 min weiterrühren. Dann alles möglichst an den Rand schieben. Eier hinzugeben und kräftig hin und herrühren bis sich kleine Flocken bilden (dabei aufpassen, dass sich nicht all zu viel vom Gemüse untermischt). Reis dazugeben und gut durchrühren. Karotten dazugeben und so lange braten bis der Reis ein bisschen angeröstet ist. Erbsen untermischen und die angerührte Sauce darauf verteilen, kurz umrühren. Tomaten unterheben und nochmal kurz braten lassen. Mit Frühlingszwiebelgrün garniert servieren und am besten noch Prik Nam Pla Sauce dazu reichen.


Ich lege euch auch wärmstens ans Herz die Prik Nam Pla Sauce dazu zu machen. Sie geht supereinfach und gibt dem gebratenen Reis noch den letzten Kick, absolutes Urlaubsfeeling! Dazu mischt ihr einfach 2 EL No-Fish-Sauce mit dem Saft einer halben Limette, 1/2 TL Zucker, 1 gehackten Knoblauchzehe und frischer roter Chili.

*Am Besten ist wirklich Reis vom Vortag, da noch warmer, frisch gekochter Reis sich nicht gut anbraten lässt und gern zu Matsch wird. Für 400 g gekochten Reis braucht ihr ca. 1 Tasse, also um die 180 g rohen Reis. Ich nehme für asiatische Reisgerichte immer Basmati oder Jasminreis.

Samstag, 24. August 2019

Vegane Spaghetti Carbonara mit Räuchertofu und Cashewcreme

Gibt ja Leute die futtern Räuchertofu einfach roh auf Brot oder so, brr, da gruselts mich ja schon ein bissl. Aber in Würfeln angebraten und vielleicht auch noch mit nem Schüsschen Sojasauce abgelöscht bin ich sofort dabei.
Besonders lecker sind diese sojasoßifizierten Bruzel-Räuchertofu-Würfelchen in extra cremiger Carbonara-Sauce. So mach ich inzwischen seit Jahren vegane Carbonara und es wird echt mal Zeit das Rezept hier festzuhalten ;) Cremig, ja man könnte sagen schlozig, bisschen käsig und mit den herzhaften Tofuwürfeln eine schöne Pastasauce in die sich die Spaghetti gerne einschmiegen. Das macht richtig Spaß da eine ordentliche Gabel voll aufzurollen. Und ein paar Kullererbsen verstecken sich auch noch dazwischen, juhu. 


Vegane Spaghetti Carbonara  
(2 bis 3 Portionen)

300 g Spaghetti
150 g Räuchertofu
1 Schuss Sojasauce
1 Zwiebel
3 EL Erbsen
350 ml Pflanzensahne (Soja, Hafer, etc)
Kräutersalz, Pfeffer, Knoblauch, Muskat, Oregano, Kala Namak (geschwefeltes Salz)
3 EL Würzhefeflocken (für den Keesegeschmack)
1-2 EL Cashewmus

Räuchertofu würfeln (ca. so groß wie Speckwürfel), Zwiebel fein würfeln.
Spaghetti al dente kochen.
Tofuwürfel in etwas Öl anbraten. Wenn der Tofu schön angebräunt ist, mit einem Schuss Sojasauce ablöschen und durchschwenken.
Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Hitze dünsten, bis die Zwiebelstücke glasig und leicht angebräunt sind. Erbsen zugeben.
Mit Pflanzensahne ablöschen, Cashewmus einrühren, 1 TL Oregano, 1/4 TL Muskat, 1 Prise Kala Namak, 2 EL Hefeflocken zugeben, mit etwas Knoblauch, Kräutersalz und Pfeffer abschmecken.
Die Nudeln abgießen, dabei etwas Nudelwasser auffangen, Nudeln zurück in den Topf geben.
Sauce zu den Nudeln geben und so viel Nudelwasser zugeben, dass es cremig wird. Nochmal mit Salz und Hefeflocken abschmecken.


Falls ihr wie hier auf dem Foto ein bisschen Zucchini unter die Spaghetti Carbonara mogeln wollt einfach ein, zwei schmale Zucchini mit dem Spiralschneider zu dünnen Streifen verarbeiten und zum Schluss noch drei Minuten in der Carbonara-Sauce mitköcheln lassen. Ich nehme dann auch 50 bis 100 g weniger Spaghetti.

Sonntag, 2. Juni 2019

Veganer Tapas-Abend ♡

Wenn man ein bisschen Muse zum Köcheln mitbringt empfehle ich ja mal einen Tapas-Abend zu machen. Ein paar Sachen vorbereiten und dann am Abend noch ein bisschen zusammen schnippeln und es kommt ganz stressfrei ein bunter Mix auf den Tisch. Wir hatten zuletzt diese Kombi: Natürlich klassische Patatas Bravas, dann erstaunlich leckeren Feto mit Walnuss-Vinaigrette, marinierte Zucchini, mediterrane Ofen-Champignons, Röst-Gemüse aus Fenchel und Paprika, Knoooblauch-Baguette, eine Riesenschüssel bunten Salat und vegane Aioli (die war allerdings gekauft^^).

Veganer Tapas-Abend

Uns hat alles super geschmeckt, so dass bei vier Leuten nur eine Mini-Mini-Portion übrig blieb. Mein Favorit war der Feto, wobei insgeheim ja immer die Kartoffeln gewinnen, denn ohne Patatas Bravas geht nix ;) Und die Champignons lagen auch recht hoch im Kurs. Oh und auf keinen Fall das Knoblauch-Baguette vergessen, ich finde es immer schlimm wenn es keins im Tapas-Lokal gibt, denn wir liiieben es.


Feto mit Walnuss-Vinaigrette
1 Pck Feto (von Taifun, ersatzweise 200 g Naturtofu)
1 kleine Zwiebel
10 Walnüsse
3 EL Agavendicksaft
3 EL Sherryessig oder Weißweinessig
Pflanzenöl, Salz, Pfeffer

Zwiebel sehr fein hacken, Walnusskerne fein hacken. 2 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Zwiebelwürfel bei schwacher Hitze 3 min anschwitzen. Agavendicksaft dazugeben und für weitere ca. 5 min garen, die Zwiebeln sollen weich werden aber nicht braun. Essig zugeben und etwas einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen.
Feto in Scheiben schneiden, in einer Pfanne in wenig Öl von beiden Seiten anbraten und mit der Walnuss-Vinaigrette getoppt servieren.
Die Vinaigrette hatte ich schon vorbereitet. Am Abend dann nur den Tofu frisch angebraten und die fertige Vinaigrette drauf.


Patatas Bravas
8 mittelgroße Kartoffeln
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
1/2 Chilischote
1 EL Ajvar, mild
1 EL Sherry-Essig (oder anderen Essig)
1 Glas Tomaten, gehackt (420 ml)
150 ml Weißwein (oder Gemüsebrühe)
Salz, Pfeffer, Zucker

Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Mit etwas Pflanzenöl, Salz und Paprika marinieren. Auf einem Backblech ausbreiten und bei 180°C Umluft ca. 30 min backen bis die Kartoffeln gar sind.
Für die Bravas-Sauce die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln, Chilischote fein hacken.
Zwiebelwürfel in etwas Öl glasig dünsten. Knoblauch, Tomatenmark, Lorbeerblatt, Chili, Ajvar und Essig zugeben und 2 min unter Rühren weiterbraten. Mit Tomaten und Weißwein ablöschen, aufkochen und 15 min bei eher kleiner Flamme abgedeckt köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Offen weiterköcheln bis die Sauce eingedickt ist.
Schmeckt am besten wenn die Sauce etwas ziehen konnte, also supi zum Vorbereiten. Einfach kurz aufwärmen wenn die restlichen Komponenten fast fertig sind.


Marinierte Zucchini
Dazu eine eher größere Zucchini in Scheiben schneiden und ohne Öl in der Pfanne portionsweise von beiden Seiten anbraten bis sie etwas Farbe annehmen. Dann mit 3 EL Olivenöl, 1,5 EL dunklem Balsamico, 1 TL Oregano, 1 TL Agavendicksaft, Salz und Pfeffer marinieren und gut durchziehen lassen.


Ofen-Fenchel und -Paprika
Für das Ofen-Gemüse zwei Paprikas und eine Fenchelknolle nach dem Rezept der Pasta all'arrabiata mit Röst-Gemüse marinieren und im Ofen backen.


Mediterrane Champignons
Die Champignons hab ich nach dem Rezept für die Marinierten Gemüsespieße zubereitet. Also die Grill-Marinade mit ein paar geviertelten Champignons vermischt und mit den Patatas Bravas und dem Röst-Gemüse im Ofen gebacken.


Knoblauch-Baguette
Für das Knoblauch-Baguette ein Baguette in dicke Scheiben schneiden, in zwei Pfannen etwas Pflanzenöl erhitzen, jeweils eine Knoblauchzehe dazupressen und möglichst gut verteilen, ein bisschen Kräutersalz dazustreuen und Baguettescheiben flach in die Pfanne legen. Wenn sie etwas angeröstet sind wenden und noch von der anderen Seite etwas rösten.

Sonntag, 19. Mai 2019

Vegane Quesadillas - schnelles Feierabendfutter

Eigentlich ist ja mein klassisches Feierabend-Fresschen irgendwas mit Nudeln. Aber es geht auch ein bisschen einfallsreicher, hehe. Zum Beispiel mit diesen Quesadillas, also mit Gemüse und 'Käse' gefüllte, knusprig gebratene Tortillafladen. Geht superfix und schmeckt wunderbar nach verdientem Feierabend. Ich hab als Käseersatz einen veganen Cheddar gefunden, das hat perfekt gepasst.


Vegane Quesadillas  
(Für eine hungrige Person)

2 große Weizentortillas
1/4 Paprika
1/4 Zucchini
2 EL Mais
1 Frühlingzwiebel
2 EL veganer Schmand (Creme Vega)
2 Scheiben Keese (z.B. Green Vie Cheddar)
Salz, Pfeffer, Paprika, Cayennepfeffer

Für die Füllung alle Zutaten bis auf die Tortillafladen verrühren und mit den Gewürzen abschmecken.
Ein klein wenig Öl in einer großen Pfanne erhitzen (die Weizentortillas sollten möglichst reinpassen), einen Tortillafladen hineinlegen, mit der Füllung bestreichen (dabei 2 cm Rand frei lassen), mit dem anderen Fladen bedecken und leicht andrücken.
Bei mittlerer Hitze 5 - 7 min erhitzen, dann wenden (ich hab dazu einen kleineren Deckel als die Pfanne hergenommen, auf den Quesadilla gesetzt, Pfanne umgedreht und den Quesadilla vom Deckel wieder in die Pfanne rutschen lassen), dann nochmal von der anderen Seite 5 - 7 min bräunen lassen.
Aus der Pfanne heben, in 6 Stücke teilen und z.B. mit grünem Salat und Salsa oder Guacamole reinmümmeln.


Tipps:
- Mit cheddarmäßigem Käseersatz schmecken die Quesadillas am besten, da die kräftigeren Käsesorten gut Geschmack mit ins Tortillaboot bringen.
- Das Gemüse ist je nach persönlichen Vorlieben austauschbar. Ich mag ja auch mal ein bisschen Ananas dazwischen oder Kidneyböhnchen und rote Zwiebeln, angebratene Champignons oder grüne Bohnen, was eben im Kühlschrank noch so rumliegt ;)

Donnerstag, 9. Mai 2019

Satay-Gemüse-Spieße mit Erdnuss-Sauce [vegan]

Kennt ihr das Gefühl nach einer superanstrengenden Zeit, die dann in einem wichtigen Termin gipfelt, wenn man tagelang schlecht geschlafen hat, kaum Appetit hatte und die Nerven am Ende waren? Man malt sich davor schon aus wie es danach sein würde, all die Dinge für die man auf einmal wieder Zeit hätte, Leute treffen, feiern, gut drauf sein. In Echt sieht das danach bei mir immer gleich aus, erstmal ordentlich futtern, dann schlaaafen und den restlichen Tag gammeln, einfach nur rumgammeln.
Diese Satay-Gemüse-Spieße dürfen übrigens auch ein bisschen vor sich 'hingammeln', hihi, nämlich in leckerer Curry-Marinade um dann nach einer Runde in der Pfanne superlecker zu schmecken und perfekt zur Erdnuss-Sauce zu passen. Dazu noch Pommes und Salat, nomnom. Dafür kann man sich schon mal von der Gammelcouch schälen. 


Satay-Gemüse-Spieße mit Erdnuss-Sauce    
(2 Portionen)

Für die Satay-Gemüse-Spieße:
8 Champignons, braun
1 kleine Zucchini
1/2 Paprika, gelb
1/2 rote Zwiebel
1 kleine Zwiebel
4 EL Kokosmilch
1 EL Curry
1 TL Kurkuma
Salz, Pfeffer, Zucker

Champignons putzen, Zucchini in dicke Scheiben, Paprika in mundgerechte Stücke schneiden und rote Zwiebel vierteln.
Die kleine Zwiebel mit Kokosmilch, Curry, Kurkuma, etwas Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker pürieren (ich mach das im Tupper Quickchef).
Das vorbereitete Gemüse mit der Marinade vermischen und abgedeckt 1h ziehen lassen.
Dann die marinierten Gemüsestücke abwechselnd auf Schaschlikspieße stecken.
In einer ausreichend großen Pfanne etwas Öl erhitzen und die Spieße rundherum anbraten, bis sie schön angeröstet sind.


Für die Erdnuss-Sauce:
10 g Tamarinde, gepresst
ca. 200 ml Kokosmilch
3 TL Erdnussmus (keine Erdnussbutter)
1 TL Rohrohrzucker
1 Chili, getrocknet (oder nach Geschmack)
1 EL Sojasauce, hell
Salz

Tamarinde in 100 ml kaltem Wasser einweichen. Nach 10 min auspressen und Tamarindenfasern wegwerfen.
Tamarindensud mit restlichen Zutaten mischen und aufkochen. Bei mittlerer Hitze ca. 10 min einköcheln lassen, bis die Sauce andickt. Mit Salz abschmecken.


Bei uns gab's zu den Satay-Gemüsespießen mit Erdnuss-Sauce ganz einfach noch Backofen-Pommes und Gurkensalat. Die Erdnuss-Sauce passt super zu den Pommes oder zu jeder anderen selbstgemachten Ofen-Kartoffel-Beilage.

Falls ihr schon in Grill-Stimmung seid, könnt ihr die Satay-Spieße natürlich auch auf den Grill werfen und mit dem tollen Curryduft eure Mitgriller neidisch werden lassen. Bereitet dann lieber mehr Spieße vor als ihr allein schaffen würdet, erfahrungsgemäß landet bei so leckeren bunten Grillspießen ein Großteil auf den Tellern der anderen ;)

Donnerstag, 25. April 2019

Pasta all'arrabiata mit gerösteter Paprika und Fenchel [vegan]

Gerade bei Pastagerichten koche ich meistens immer dieselben Saucen. Aber so langsam schleicht sich doch hin und wieder ein neues Rezeptchen dazwischen. Gerade manche Klassiker hab ich erst vor kurzem ausprobiert, wie Pasta alla Norma oder diese Arrabiata hier. Wobei bissle Finesse muss schon sein. Deshalb gab's zur Pasta all'arrabiata noch mediterranes Röstgemüse in Form von Paprika und Fenchel dazu. Die Arrabiatasauce für sich war schon so lecker und mit dem gerösteten Gemüse dazu war's nochmal extra fancy. Die wird's die nächsten warmen Monate bestimmt noch ein paar mal geben. Das nächste mal dann am Balkon für extra Urlaubsfeeling inmitten der Thymian-, Oregano- und Basilikumkräuter.


Pasta all'arrabiata mit Röstgemüse
(2 - 3 Portionen)

300 g Nudeln (Penne, Rigatoni, Tortiglioni)
1 Paprika (ich hatte halb rot, halb gelb)
1 Fenchel (250 g)
1 mittelgroße Zwiebel (70 g)
2 Knoblauchzehen
1/2 - 1 Chilischote
1 EL Tomatenmark
1 Glas stückige Tomaten (420 ml)
2 Zweige Thymian
1 TL Petersilie gehackt (bei mir TK)
Salz, Pfeffer, Zucker
3 EL Pflanzenöl

1. Paprika in mundgerechte Stücke schneiden, Fenchel vom Strunk entfernen, quer halbieren und längs in 1 - 2 cm breite Streifen schneiden (Fenchelkraut aufheben).
Mit einer Mischung aus 2 EL Öl, 1 gepressten Knoblauchzehe, den abgezupften Blättchen, Salz und Pfeffer marinieren und auf einem Backblech bei 220°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20 min rösten. Zwischendurch einmal wenden und dann im Backofen warm halten.

2. Zwiebel fein würfeln, Knoblauchzehe fein hacken, Chili längs in Streifen schneiden und fein würfeln.
1 EL Öl in einem Topf (Pfanne geht auch aber spratzelt mehr rum^^) erhitzen und Zwiebeln darin glasig dünsten. Chili, Knoblauch und Tomatenmark zugeben und 1 min unter rühren mitrösten. Mit stückigen Tomaten ablöschen, aufkochen und bei mittlerer Hitze ca. 15 min einkochen lassen. Zum Schluss hin Petersilie einrühren, mit einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

3. Während die Tomatensauce vor sich hin köchelt die Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen und abgießen.

4. Nudeln mit Arrabiatasauce und geröstetem Gemüse anrichten und mit Fenchelkraut garnieren. Wer mag kann auch noch Hefeflocken oder Parmesan darüberstreuen.


Ich bin ja kein so riesiger Parmesanfan weswegen es die Pasta all'arrabiata für mich pur gibt, für den Herrn des Hauses darf der Berg frisch gehobelten Parmesans allerdings nie fehlen ;)
Übrigens hat der Nicht-so-der-mega-Fenchelfan am Tisch angemerkt, dass man das Röstgemüse vielleicht lieber mit Aubergine machen könnte oder mit kleineren Fenchelstücken. Das geht natürlich genauso, was einem eben so schmeckt. Hauptattraktion ist schon die lecker tomatig-feurige Arrabiata.

Sonntag, 17. März 2019

Auberginen-Kebab - veganes Döner-Glück

So einen klassischen Döner hab ich nach meiner Entscheidung nie wieder Fleisch zu essen ziemlich schnell vermisst. Das war einfach eine tolle Geschmackskombi. Frisch geröstetes Fladenbrot, der knackige Salat, knoblauchige Sauce und dann dieses toll gewürzte Dönerfleisch. Nach Jahren des Durchprobierens hab ich jetzt einen neuen Favoriten, der sogar meinem Fleischersatz-Nasenrümpfer super schmeckt: Auberginen-Kebab! Sooo lecker, sag ich euch! Klingt komisch? Ist aber so :D Die Auberginenschnipsel nehmen die würzige Marinade super auf und nach dem Anbraten haben sie eine tolle Konsistenz, noch schön weich aber mit angeknusperten Stellen. Gab's jetzt schon öfters und schmeckte uns jedesmal super, als bunter Teller mit Tomatenbulgur, Zaziki, Salat und Fladenbrot, genauso wie klassisch als Döner im Fladenbrot oder Dürüm Döner oooder mit Pommes, Zaziki und Gurkensalat. Probiert es unbedingt mal aus, es ist sooo guuut!

Auberginen-Döner

Auberginen-Kebab    
(2 Portionen)

1 Aubergine (ca. 400 g)
Salz
1 große Zwiebel
3 - 4 EL Olivenöl
2 - 3 TL Kebab-Gewürz (oder Gyros-Gewürz, was ihr eben lieber mögt)
1/2 TL Paprika
1 TL mittelscharfer Senf

Aubergine in Scheiben schneiden, mit Salz bestreuen und mind. 10 min ziehen lassen.
Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden.
Alle Auberginenscheiben gut abtupfen und dann ungleichmäßig in Stücke schneiden (ungefähr so wie Dönerfleisch-Schnipsel).
Auberginen mit Zwiebeln, Öl, Kebabgewürz, Paprika und Senf vermischen und ein paar Stunden, besser über Nacht, durchziehen lassen.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und bei mittlerer Hitze unter mehrmaligem Wenden anbraten (dauert so ca. 20 min bis sie auch ein bisschen knusprig werden). Mit Salz und evtl. etwas mehr Kebab-Gewürz abschmecken.
Mit z.B. lecker Bulgur, Zaziki, Fladenbrot und Salat servieren.

Tipps:
Da meine Kebab-Gewürzmischung sehr viel Salz enthält mische ich lieber selbst was zusammen, so kann ich den Salzanteil besser dosieren.
Kebab-Gewürz: 1 TL Zwiebelpulver, 1 TL Knoblauchgranulat, 1/2 TL Pfeffer, 1/2 TL Kreuzkümmel, 1/2 TL Oregano, 1/4 TL Sumach (oder ein bisschen Zitronenschale), 1 Msp Zimt.
Salz gebe ich dann erst während dem Anbraten noch dazu, da die Auberginen sehr unterschiedlich salzig sein können, je nachdem wie gut man abgetupft hat.

Sonntag, 18. November 2018

Bunte Schüssel mit Back-Kartoffeln, marinierten Karotten und Balsamico-Walnuss-Rosenkohl

In letzter Zeit steh ich auf bunte Schüsselchen voller leckerem Futter, auf Instagram und Co. ja ganz fancy 'Bowl' oder 'Buddha Bowl' genannt. Richtig kombiniert ist es auch nicht so aufwendig ein paar Komponenten zusammenzubruzeln. Ein, zwei Sachen in den Ofen, was in der Pfanne gebruzelt und noch n Salätchen und schon hat man eine kleine Auswahl beieinander. Hier gab's Back-Kartoffeln, marinierte Möhrchen und Rosenkohl mit Walnüssen und Balsamico. Dazu noch eine selbstgebastelte Aioli vom Onkel, superlecker! Herr Wos zum Essn hat beinah das ganze Aioliglas allein ausgelöffelt, hab gerade noch so nen Klecks abbekommen.


Die Kartoffeln habe ich mit Öl, Salz und Paprika vermischt und im Ofen gebacken, so ca. 30 min bei 180°C Umluft.

Dann die Möhrchen längs in Scheiben geschnitten, in einer Pfanne angeröstet, nicht zu lange, dass sie noch Biss haben. Zum Schluss kurz mit Zucker bestreut und bisschen ankaramellisiert. Und in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Balsamico und Oregano mariniert.

Für den Rosenkohl hab ich die Röschen halbiert und den Strunk etwas eingeschnitten. Dann in etwas Öl in der Pfanne gebraten, gehackte Walnüsse, Salz und bisschen Zucker dazu, kurz ankaramellisieren lassen, einen Schluck Wasser zum besseren Garen dazu. Wenn sie etwas Bräune angenommen haben aber noch knackig sind mit einem Schuss Balsamico ablöschen und schon sind sie fertig.

Dazu dann noch nen ordentlichen Klecks Aioli und natürlich durfte der Gurkensalat nicht fehlen. Den pack ich aber nie mit in die Schüssel, sonst ist danach alles mit Gurken-Essig-Sud durchgesuppt und die Gurken selbst sind merkwürdig warm, iii.

Donnerstag, 15. November 2018

Pizza-Time: Champignon- und Hawaii-Baguette [vegan]

Kennt ihr diese Bistro-Baguettes? Also so aufgeschnittene Baguette-Brötchen mit extra dick Pizzabelag drauf die man in der TK-Abteilung findet? Ich kannte die Dinger eher als Party-Pizza-Brötchen, hehe. Also so selbstgebastelt und einfach auf Semmelhälften so Pizzapamp geschmiert. Dass es sowas auch fertig im Supermarkt gibt hab ich erst entdeckt, da war ich wahrscheinlich schon volljährig.


In diversen Vegan-Gruppen sind die Pizza-Baguettes dagegen sehr bekannt und der Hunger auf eine vegane Version wohl enorm. Also hab ich mich mal dran gemacht, denn es ist eeecht easy. Inzwischen bin ich etwas angefixt und matsch mir viel zu oft Reste aus dem Kühlschrank zusammen um sie auf Semmeln, Baguettes oder Toastscheiben zu schmieren und im Ofen schön kross backen zu lassen. Ja, gesund ist anders, aber es ist sooo lecker. Hier mal zwei Rezepte, der Klassiker mit Champignons und meine persönliche Lieblingsvariante mit Ananas und Mais.


Hawaii-Baguette    
(Für 4 Stück, je nach Brötchen-Größe)

2 Baguette-Brötchen
1/2 Mini-Dose Mais (2-3 EL)
2 Scheiben Ananas
100 g Creme Vega (veganer Schmand/ Crème Fraîche)
2 EL Paprikasauce (oder Salsa, Ketchup, etc)
50 g Raspelkäse (z.B. von Bedda, SimplyV, Soyatoo)
Oregano, Basilikum
Salz, Pfeffer, Paprika

Die Ananasscheiben in kleine Stücke schneiden. Mit Mais, Creme Vega, Paprikasauce und Käse vermischen. Je 1/2 TL Oregano, Basilikum und Paprika dazugeben und mit etwas Pfeffer und einer großzügigen Prise Salz abschmecken. Chili oder Cayennepfeffer passt auch noch gut dazu.
Die Baguette-Brötchen aufschneiden und die Pizzamasse gleichmäßig darauf verteilen.
Bei 180°C (Umluft) 10 - 15 min backen bis der Belag schön zerlaufen und angebräunt ist.


Champignon-Baguette    
(Für 4 Stück, je nach Brötchen-Größe)

2 Baguette-Brötchen
120 g braune Champignons
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Tomate
1 EL Tomatenmark
100 ml Hafersahne (oder andere Pflanzensahne)
50 g Creme Vega
50 g Raspelkäse
Petersilie, Oregano, Basilikum
Salz, Pfeffer, Paprika, Zucker

Champignons putzen und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel würfeln, Knoblauch fein hacken. Tomate in kleine Würfel schneiden, Strunk entfernen.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln glasig dünsten. Knoblauch zugeben und eine Minute unter Rühren mitbraten. Champignons und Tomaten zugeben und unter gelegentlichem Rühren braten bis die Champignons deutlich geschrumpft und angebräunt sind.
Tomatenmark zugeben und 1 min mitbraten. Mit Hafersahne ablöschen, 1 min einköcheln, dann vom Herd nehmen.
Creme Vega, Käse, 1 TL gehackte Petersilie, je 1/2 TL Oregano, Basilikum und etwas Paprika dazugeben und mit 1 Prise Zucker, etwas Pfeffer und einer großzügigen Prise Salz abschmecken.
Die Baguette-Brötchen aufschneiden und die Pizzamasse gleichmäßig darauf verteilen.
Bei 180°C (Umluft) 10 - 15 min backen bis der Belag schön zerlaufen und angebräunt ist.

Sonntag, 28. Oktober 2018

Bowl mit süß-saurem Orangen-Tofu, Rosenkohl und Süßkartoffel [vegan]

Als krasser Influencer (äh hust, fast) musste ich natürlich auch mal so eine fancy, instagrameske 'Buddha-Bowl' basteln. Das ist so ein Fresschen aus vier, fünf Komponenten, meistens aus verschiedenem Gemüse, bisschen Kohlehydraten und ner Proteinquelle. Das dann möglichst bunt und hübsch in ne Schale drappiert (wichtigster Punkt^^), eventuell noch ein fancy Dressing drüber und schon ist man dabei. In meine hippe Bowl schafften es Jasminreis, Mais, süß-saurer Orangen-Tofu, leicht ankaramellisierter Rosenkohl mit Balsamicocreme und bisschen scharfe, gebackene Süßkartoffel. Mein Favorit: Der süß-saure Orangen-Tofu, schön sticky und lecker fruchtig-süß, oh yeah. Wie man an meiner zurückhaltenden Farbauswahl erkennt war mir der Geschmack dann doch am wichtigsten. Anstatt rohen, leuchtend violetten Rotkohl, halb gegarten, kräftig-grünen Rosenkohl oder mit Rote-Bete-Saft eingefärbte Einhorn-Glasnudeln gab's einfach lecker gebackenes Gemüse mit genialem Tofu und bissl Reis.


Orangen-Tofu süß-sauer    

200 g Naturtofu (schön weichen, z.B. ausm Asialaden)
Salz oder Sojasauce (optional: Chinagewürz, Fleischwürze, Hähnchengewürz, etc)
60 ml O-Saft
2 EL Austernsauce, vegetarische
2 EL Agavendicksaft
1 EL Sesamöl
1 EL Limettensaft
Optional: Sesam, weiß und schwarz

Tofu etwas ausdrücken und trocken tupfen, in Würfel schneiden. O-Saft, Austernsauce, Agavendicksaft, Sesamöl und Limettensaft verrühren.
Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu von allen Seiten knusprig braten. Mit Salz oder Sojasauce würzen (ich hab noch etwas 'Fleischwürze' dazugegeben und dafür weniger Salz).
Angerührte Marinade dazugeben und so lange köcheln bis die Soße leicht zähflüssig wird. Nicht zu dick einköcheln sonst kann sie bitter werden. Tofuwürfel immer wieder wenden, dass sie schön mit der Glasur benetzt werden.
Mit Sesam bestreut servieren.


Den Rosenkohl hab ich mit etwas Öl, Salz und Zucker vermischt, die Süßkartoffeln mit einer geachtelten roten Zwiebel, Öl, Salz, Paprika und Cayennepfeffer und dann beides bei 180°C Umluft ca. 25 min gebacken bis es gut Farbe bekommen hat. Über den Rosenkohl kam noch Balsamicocreme und über die Süßkartoffel kamen noch paar Chiliflocken. Dazu dann noch Mais und Jasminreis und mit dem Orangen-Tofu war das dann eine leckere bunte Mischung.

Sonntag, 23. September 2018

Bandnudeln mit Champignon-Sahnesoße [vegan]

Die Champignons zu dem Gericht waren ja eigentlich für 'Fake-Meat'-Bällchen bestimmt gewesen. Dafür war ich dann aber zu faul und die Knöllchen mussten anderweitig verwertet werden. Tja und wie so oft wenns unkompliziert sein soll gibt es bei uns dann Paaasta. Supersimples Champignon-Sahnesößchen dazu, frische Petersilie aus Muttis Gemüsegarten noch rein und schon kann losgeschlemmt werden. Wir hatten sogar noch selbstgemachte Bandnudeln da, das ist schon nochmal ein Stückchen besser als gekaufte Nudeln. Als Teig nehm ich inzwischen nur noch den von meinen Pilz-Ravioli, absolut gelingsicher, lecker und einfach zu verarbeiten.


Bandnudeln mit Champignon-Sahne-Sauce    
(2 Portionen)

250 g Pasta nach Wahl (wir hatten noch selbstgemachte^^)
1 Zwiebel
1 - 2 Knoblauchzehen
250 g Champignons, braun
100 ml Weißwein
100 - 150 ml Soja Cuisine
50 - 100 ml Nudelwasser
Petersilie, frisch gehackt
Salz, Pfeffer, Paprika

Zwiebel würfeln, Knoblauch fein hacken, Champignons putzen und in Scheibchen schneiden.
Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Knoblauch zugeben und 1 - 2 min mitbraten. Champignons dazugeben und unter gelegentlichem Rühren anbraten bis sie etwas angebräunt sind. Aufpassen dass der Knoblauch nicht anbrennt.
Mit Weißwein ablöschen und köcheln lassen bis der Wein verdampft ist. Soja Cuisine und etwas Nudelwasser zugeben, mit Salz (evtl. Gemüsebrühe), Pfeffer und etwas Paprika würzen.
Wenn die Soße etwas angedickt hat Petersilie nach Geschmack unterheben und mit den Nudeln servieren.


Die selbstgemachten Nudeln waren dazu schon echt genial. Beim Ravioli-Basteln mit Freunden ist uns ein Batzen Nudelteig übrig geblieben. Den hab ich dann noch fix durch die Pastamaschine gezwängt und mit dem Pizzaroller in Streifen geschnitten, einfach auf bemehlten Brettern verteilt über Nacht getrocknet.

Sonntag, 16. September 2018

Erdnuss-Bratnudeln mit knackigem Gemüse [vegan]

Woah sabber, angebruzeltes Erdnussmus, das ist DER Shit, yummy. Die Erdnuss-Bratnudeln gibt's bei uns ja schon länger, nur inzwischen sehr selten mit Ei und so, da wir die fast nie im Haus haben. Eigentlich nur wenn ich eine 'Lieferung' von Mutti bekomme, also ne kleine Schachtel unterschiedlichster Hühni-Eier von ihrer Cousine und mal nen Eimer Zwetschgen, ne Schüssel Tomaten, eine 2-Kilo-Zucchini usw. ausm Garten, das Übliche eben ;) Ansonsten gibt's die Erdnuss-Bratnudeln also ganz clean mit Gemüse, Erdnussmus und Mangochutney, bissl Sojasauce dran und schon kann losgeschaufelt werden. Sonst bin ich ja echt kein Erdnussfan, Snickerstorte und so lassen mich absolut kalt, aaaaber wenn man den Erdnusspamp anröstet ist das Nusszeug abartig lecker!


Erdnuss-Bratnudeln   
(2 - 3 Portionen)

250 g Linguine
1 rote Zwiebel
2 Karotten, mittelgroß
1/2 Zucchini
1/3 Paprika, gelb
4 Champignons, braun
2 TL Erdnussmus
2 TL Mangochutney, mildes
3 EL Sojasauce, hell
Sesamöl

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen.
Zwiebel halbieren und längs in Streifen schneiden, Karotten und Zucchini stifteln, Paprika in Streifen und Champignons in Scheiben schneiden.
1 EL Sesamöl in einem Wok erhitzen, die Zwiebeln und Karottenstreifen 2 min unter Rühren anbraten, dann Zucchini, Paprika und Champignons zugeben und 2 min weiterbraten.
Nudeln abgießen und zum Gemüse geben, evtl. etwas Öl nachgeben dass es besser anbruzelt. Erdnussmus und Mangochutney darauf verteilen, Hitze erhöhen, gut verrühren dass sich das Mus verteilt und unter gelegentlichem Umrühren gut anbraten.
Mit Sojasauce würzen und mit Salz abschmecken.

Tipps:
- Das Gemüse ist natürlich beliebig austauschbar, super schmecken uns auch Erbsen, Wasserkastanien oder Maiskölbchen dazu.
- Bisschen Tofu oder Mock Duck ist auch lecker dazu. Einfach klein schnipseln und am Anfang in Sesamöl anbruzeln, aus dem Wok nehmen und warmhalten, und zum Schluss mitunterheben.
- Ich verteile das Erdnussmus immer schon von Anfang an in Flöckchen über den Nudeln und zerdrücke die Häufchen mit der Rückseite des Kochlöffels, dass es sich besser verteilt. Wenn ihr auf knusprige Erdnussmusbatzen steht könnt ihr euch das natürlich sparen ;)
- Ihr habt kein Mangochutney? Dann nehmt einfach etwas Aprikosengelee oder Agavendicksaft.

Donnerstag, 6. September 2018

Indische Würzkartoffeln mit Rahmspinat [vegan]

Diiiese Farben, ist das nicht der Wahn? Leuchtendes Gelb ohne Ende und dazu der nicht grau gewordene Rahmspinat, hiöö. Ich dachte ja eigentlich beim Dahinköcheln dass der supergeniale Curryduft niemals bildlich festgehalten werden könnte. Die Sonne war auch schon am sich verkriechen und der Gedanke verfestigte sich dass ich kein Foto hinkriegen würde, das dem aromatischen Fresschen gerecht werden könnte. Als ich dann aber alles auf den 'Fotografier-Teller' drappiert hatte kam sie plötzlich hinter den Wölkchen hervorgestrahlt als hätte sie etwas Interessantes erblickt, hihi. Wäre auch echt zu schade gewesen, denn die Würzkartoffeln waren der Hammer und der Hafersahne-Spinat dazu perfekt. Während der Spinat köchelte hab ich die Kartoffeln gewürfelt und dann direkt angebruzelt, so ging alles ganz fix und war innerhalb einer halben Stunde auf den Tellerchen.


Indische Würzkartoffeln mit Rahmspinat   
(2 Portionen)

400 g Spinat, TK
200 ml Hafersahne
600 g Kartoffeln
2 EL Butasan (veganes Butterschmalz, ersatzweise Pflanzenöl)
je 1 TL Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel
je 1/2 TL Ingwer, Cayennepfeffer
je 1 Prise Zimt, Nelken (2 ganze Nelken gemörsert)
200 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Petersilie

Spinat in einen Topf geben und so lange offen köcheln bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Hafersahne zugeben, mit etwas Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat abschmecken. Warm halten bis die Kartoffeln fertig sind.
Kartoffeln schälen und in eher kleine Würfel schneiden. Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Ingwer, Cayennepfeffer, Zimt und Nelken in einem kleinen Schälchen mischen.
Kartoffelwürfel in 2 EL Butterschmalz von allen Seiten anbraten bis sie ein paar angeröstete Stellen haben.
Gewürzmischung zu den Kartoffeln geben und salzen. Unter Rühren 2 min anbraten. Mit 200 ml Gemüsebrühe aufgießen. Bei mittlerer Hitze einköcheln lassen bis die Flüssigkeit verdampft ist und die Kartoffeln gar sind (Falls ihr größere Würfelchen geschnitten habt und die Kartoffeln noch nicht gar sein sollten einfach etwas Gemüsebrühe nachgießen).
Sobald die Kartoffelwürfel rundrum etwas angeröstet sind etwas gehackte Petersilie unterheben und mit dem Spinat servieren.


Falls ihr nicht so die Spinatfans sei, dieses Gericht gab's auch schon mit Rahmwirsing (Rezept hier *klick). Der Wirsing ist etwas dezenter als der Spinat und passt auch supi zu den würzigen Curry-Kartoffeln. Oder ihr futtert einfach nen bunten knackigen Salat dazu, es braucht gar nichts besonderes zu den leckeren Kartöffelchen.

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