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Sonntag, 25. März 2018

Herzhafter Veggie-Burger mit Bratlingen aus schwarzen Bohnen, Reis und Champignons [vegan]

Schon lange her, dass es hier mal ein neues Burger-Patty-Rezept gab. Das liegt vielleicht daran, dass ich schon ein paar superleckere Patties im Repertoire hab, hehe. Wenn's richtig schnell gehen soll werden Couscous-Gemüse-Burgerpatties gebruzelt, wenn es etwas fancy sein soll oder für die Lunchbox passen Süßkartoffel-Patties super, richtiges Fleischpflanzerlfeeling kommt bei den Reispflanzerln auf, eine gemüsige, saftige Mischung sind die Gemüse-Bratlinge und, und, und ;)


Aber ein paar Ideen geistern mit immer noch im Kopf rum. Schwammerl zum Beispiel. Dieser lecker herzhafte Geschmack der kleinen Knöllchen wollte auch mal als Burgerpatties ausprobiert werden. Gepaart mit schwarzen Bohnen für die Bindung und Saftigkeit im Bratling, und mit Reiskörnern für einen guten Biss. Dazu crunchiges Panko und kräftige Gewürze für einen ordentlichen Pfiff. Männchen futterte schon den ersten Burger als ich noch meinen knipste. Sein Kommentar mit vollgestopftem Mund: 'Kannst weiterknipsen, schmeckt echt guad, nomnom!' Eine schöne Mischung aus saftigem Bohnenbratling mit dem leicht kernigen Biss vom Reis und durch die Champignons und Gewürze herzhaft lecker.


Black Bean Rice Burger    
(5 große oder 8 normale Patties)

3/4 - 1 Tasse Langkornreis (1 Tasse entspricht ca. 250 ml)
1 Dose Schwarze Bohnen (270 g Abtropfgewicht)
1/2 Zwiebel
4 braune Champignons (100 g)
5 EL Panko (ersatzweise Semmelbrösel)
2 EL Tomatenmark
3 EL Paprikasauce (oder Ketchup, Barbecuesauce, etc.)
1 - 2 EL brauner Zucker
je 1/2 TL Basilikum, Oregano, Cayennepfeffer
1 - 2 TL Paprika, edelsüß
Salz, Pfeffer (je ca. 1/2 TL)
Semmelbrösel (ersatzweise mehr Panko)

Reis nach Packungsanleitung kochen, etwas abkühlen lassen.
Inzwischem Bohnen abgießen, durchspülen, etwas abtropfen lassen und mit einer Gabel zerdrücken bis nur noch wenige Bohnen ganz sind.
Zwiebel und Champignons sehr fein hacken. In etwas Öl andünsten bis die Zwiebeln weich sind und die Champignons leicht anbräunen.
Reis, Bohnenmus, angebratene Champignons und Zwiebel mit Panko, Tomatenmark, Paprikasauce und Zucker in einer Schüssel vermischen und mit den Gewürzen kräftig abschmecken. So viel Semmelbrösel zugeben bis die Masse schön griffig und nicht mehr zu weich ist. Gut mit den Händen durchkneten.
Bratlinge in gewünschter Größe formen, nicht zu dünn, dass sie nicht beim Wenden brechen. In heißem Öl von beiden Seiten ein paar Minuten anbraten bis sie schön angebräunt sind. Auf Küchenkrepp legen, dass überschüssiges Fett abtropfen kann.


Bei uns gab's die Bratlinge ganz klassisch in großen Burgerbuns mit Paprikasauce, Senf, (vegane) Mayo, Zwiebelringen, Essiggürkchen, Salat und Gurkenscheiben. Männchen hatte auch noch hartgekochte Eier und Peperonis dazugeschnipselt. Dazu dann noch einen Kartoffel-Gurkensalat statt der obligatorischen Pommes.


Falls ihr jetzt einen Fetzen-Kohldampf auf meeehr Burger habt, alle meine Burger-Rezepte findet ihr rechts in der Sidebar unter 'Burger' :)

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Mexican Pan - Mexikanisches Ofengemüse mit Süßkartoffel

Omnomnomnomnom! Ich liiiiebe Süßkartoffeln. Ja sogar diese selbstgemachten Schlabberdinger ausm Ofen, die manche Süßkartoffel-'Pommes' nennen. Mein neuestes Lieblings-Süßkartoffel-Rezept ist aber dieser mexikanische Gemüse-Pot ausm Ofen: Lecker südamerikanisch mariniertes Gemüse mit Süßkartoffelwürfeln, unkompliziert aufm Blech gebacken, jaam! Herr Wos zum Essn hat noch Guacamole zusammengematscht und da ein fettes Blech Gemüse nicht genug ist, musste noch ein Salätchen dazu her. Oh, wie ich mich auf meine Resterl-Futterbox am nächsten Mittag gefreut hab.


Mexikanisches Ofengemüse mit Süßkartoffel     
(3 bis 4 Portionen)

2 große Süßkartoffeln (ca. 1 kg)
2 Paprikas, gelb und rot
1 Zucchini
1 Dose Mais
1 Dose schwarze Bohnen (oder Kidneybohnen)
Pflanzenöl (bei mir Sonnenblume und Raps gemischt)
2 TL Paprikapulver
1 Msp geräuchertes Paprikapulver (optional)
1 TL Kreuzkümmel
Chilipulver (nach 'Geschmack')
Salz, Pfeffer

Süßkartoffeln schälen, würfeln und mit etwas Pflanzenöl vermischt auf einem Backblech verteilen, 15 min bei 175°C (Umluft) backen.
In der Zwischenzeit das restliche Gemüse vorbereiten: Paprikas entkernen, in mundgerechte Stücke schneiden, Zucchini in Scheibchen schneiden, Mais abtropfen lassen, Bohnen durchspülen und ebenso abtropfen lassen. In einer Schüssel mit etwas Pflanzenöl und den Gewürzen gut vermischen, gut salzen, da die Süßkartoffeln auch was davon haben wollen ;)
Die Gemüsemischung zu den vorgegarten Süßkartoffeln aufs Blech geben, etwas vermischen und wieder verteilen. Nochmal ca. 15 min (auch bei 175°C Umluft) backen, bis alles fertig ist. Je nachdem wie knackig man sein Gemüse mag^^


Super passt dazu fix selbstgebastelte Guacamole (kann man auch noch machen, wenn alles im Ofen ist) und ein leckerer grüner Salat. Bei uns gab's einen einfachen Feldsalat mit Himbeer-Balsamico-Dressing, noom!


Sogar am nächsten Tag war die Resterl-Guacamole noch supergrün. Ui, war das ein leckeres Fresschen! Die Avocado passt einfach super zu dem mexikanischen Gemüse und besonders zu den Süßkartoffeln. Ganz unauffällig ist das dann alles auch noch vegan, voll genial, oder?

Dienstag, 16. Februar 2016

Scharfes, fruchtiges Sri Lanka Curry

Och Menno. Da durchblättert man seine alten Futterfotos, es beginnt in den Fingern zu kribbeln weil man sofort losköcheln will, aber nix gibts. Seit letzter Woche bin ich Matsch. Vollgaserkältung. Also bleibts erstmal beim Fotos anglotzen und dann Suppe schlürfen. Dabei wär dieses scharfe Curry, das ich bei German Abendbrot gefunden habe, so schnell angerührt und echt gut gegen fiese Keime. Die nibbeln bei der Schärfe sofort hab, ha! Ganz ehrlich, hätte ich es lieber mal mit Schlangenbohnen wie im Original gemacht. Ich hatte Zuckerschoten cooler in Erinnerung. Und Herrn Wos zum Essn war der Chinakohl nicht so ganz recht, eiei. Dabei war die Currysauce so der Hammer. Wir kochen das auf jeden Fall nochmal, dann eben mit unserem Lieblings-Curry-Gemüse und es wird perfekt. Auf jeden Fall muss Broccoli rein, mmh. Edit: Das Rezept mit Broccoli und Co findet ihr hier: *klick


Sri Lanka Curry     
(2 Portionen)

2 TL Curry, Madras
1/2 TL Kurkuma
1 Msp Chiliflocken oder eine Chilischote in feine Ringe geschnitten
1/2 Zwiebel
1 Stück Ingwer (etwa daumengroß)
200 g Zuckerschoten
1/2 kleiner Chinakohl
1 Dose Tomaten, gehackt (400 ml)
100 ml Kokosmilch (die dicke aus der Dose)
Austernsauce (vegetarisch)
Salz, Zucker

Etwas Pflanzenöl im Wok erhitzen. Curry, Kurkuma und Chili unter Rühren anbraten, bis der Gewürzduft aufsteigt.
Zwiebel und Ingwer fein hacken und zu den Gewürzen geben. Etwas andünsten.
Zuckerschoten halbieren und Chinakohl grob klein schneiden. In den Wok geben und kurz mitbraten.
Mit Tomaten ablöschen, aufkochen und weiterköcheln, bis das Gempse gar ist.
Kokosmilch einrühren. Mit etwas Austernsauce, evtl Salz, einer Prise Zucker und nach Geschmack mit mehr Chiliflocken abschmecken.
Mit z.B. Jasminreis servieren.

Donnerstag, 12. November 2015

Kidneybohnen-Pflanzerl mit Fetakäse [Legga Burger-Bratling]

Nachdem der letzte 'To-Go'-Veggie-Burger mal voll der Reinfall war (Kohlrabi im Bratling, whaaaat??), wars mal wieder Zeit selbst Burgerbratlinge zu basteln. Auf jeden Fall mit Kidneybohnen, da kann man nix falsch machen. Und bei den Kochmädchen gabs mal sowas mit Feta, oho. Die wurden also ausprobiert. Kidneybohnenmatsch mit Karottenraspeln, Zwiebelwürfeln und Feta, gewürzt wie Fleischlinge. Ein leckerer Bratling, der wegen mir noch mehr nach dem Feta-Käse schmecken hätte dürfen :) Und absolut gelingsicher. Mann, das waren die einfachsten Bratlinge ever. Kein Geklebe, Gebrösel, In-der-Pfanne-auseinander-gekoche, und was es sonst noch an Katastrophen gab. Auf Kidneybohnen ist hald Verlass.


Kidneybohnen-Pflanzerl mit Fetakäse  
(6 Bratlinge)

1 Dose Kidneybohnen
100 g Fetakäse
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleines Möhrchen
2 EL Ei-Ersatz (oder Sojamehl, Kichererbsenmehl, ...)
2 EL Mehl
ca. 5 EL Haferflocken
2 EL Semmelbrösel
1 EL Petersilie, gehackt
Salz, Pfeffer, Paprika, Liebstöckl

Kidneybohnen mit einer Gabel grob zerdrücken, Fetakäse grob raspeln oder mit den Händen zerbröseln, Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln, Karotte fein raspeln.
Alles in einer Schüssel vermischen, Ei-Ersatzpulver, Mehl, Semmelbrösel und Haferflocken zugeben und verkneten. Falls die Masse zu weich ist, mehr Haferflocken oder Semmelbrösel zugeben.
Mit Petersilie, Salz, Pfeffer, Paprika und etwas Liebstöckl abschmecken, nochmal durchkneten und 10 min ziehen lassen.
6 Bratlinge formen und in reichlich Öl von beiden Seiten knusprig anbraten. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und Burger draus bauen :)


In meinen Burgern verbirgt sich immer ganz unauffällig eine Unmenge an Ketchup, Senf, Sandwichcreme und Chilisauce. Nach spätestens drei Bissen wirds dann weniger unauffällig, weil mir die Hälfte der Saucenpampe überall rausbaazt. Aber genau so ist es richtig, jam!


Die sechs Bratlinge haben wir übrigens zu zweit vernicht, düdelü. Also eigentlich dachte ich es bleibt noch was fürs nächste Mittagessen übrig, aber unser Hüngerchen war wohl etwas größer.

Mehr vegetarische und vegane Burger-Bratlinge aus meiner Pflanzerl-/Patties-/Bällchen-/Schnitzel-Testreihe gibts hier *klick. ^_^

Samstag, 3. Januar 2015

Gemüse-Burritos mit Cheddar: Warum man immer Notfall-Tortillafladen im Haus haben sollte

Unsre Silvesterplanung ist dieses Jahr gut aufgegangen. Ein gelungener Abend/Morgen mit lecker Futter, süffiger Feuerzangenbowle und natürlich coolen, gut gelaunten Gästen. Das erste selbst gemachte Käsefondue war super, die Wohnung wurde beim Feuerzangenbowle anzündeln nicht abgefackelt, kurz vor Mitternacht natürlich Dinner for One geglotzt, dann auf die Eisenbahnbrücke gehatscht zum Anstoßen und Feuerwerk gucken und schließlich noch bis halb fünf morgens Restl verputzt, Wasser gegen den Kater getankt und Bledschmaaz geredet, optimal.


So gut die Party geplant war, hats bei der Futterplanung für den Neujahrstag dann aber nicht für mehr als das Frühstück gereicht. Also musste am Abend improvisiert werden. Reste ausm Kühlschrank, Dosengemüse und Notfall-Tortilla-Lappen retteten uns in den nächsten Werktag. Das Ergebnis waren sowas von leckere Burritos, dass ich das Rezept doch fest halten muss. Nur die Sour Creme oder ne Guacamole hat noch gefehlt, aber das hat der Vorrat doch nicht mehr hergegeben.


Burritos mit Gemüse und Cheddar  
(Für 3 große Burritos)

1 Zwiebel
1 Dose Kidneybohnen
1 Dose Mais
1/2 Glas Champignons
1/2 Dose Erbsen
250 ml Tomaten, stückig/passiert
2 EL Tomatenmark
1 Knoblauchzehe
Paprika, Cayennepfeffer, Zucker
Salz, Pfeffer
150 g Cheddar
125 g Mozzarella (1 Kugel)
3 große Tortillafladen

Zwiebel würfeln, in etwas Öl glasig dünsten. Kidneybohnen abbrausen, zu den Zwiebeln geben und ca. 5 min mitbraten. Champignons hinzudügen und unter Rühren weiterbraten, bis die Champignons angebräunt sind. Tomatenmark unterrühren, mit 1 EL Paprikapulver bestreuen und anrösten. Mit Tomaten ablöschen, dabei etwas vom Saft zurückbehalten, der später zum Bestreichen der Burritos benötigt wird. Knoblauchzehe hinzupressen, Mais und Erbsen dazu geben und mit den Gewürzen abschmecken.

Tortillafladen kurz anwärmen, mit Cheddar bestreuen und Füllung darauf verteilen. 1/3 vom Cheddar fürs Überbacken zurückhalten. Einrollen und mit der überlappenden Seite nach unten in eine Auflaufform richten. Die Fladenrollen mit Tomatensaft bestreichen und mit Paprikapulver bestäuben. 10 min bei 180°C (Umluft) backen.

Dann die Burritos mit restlichem Cheddar und Mozzarella belegen und ca. 20 min weiterbacken, bis der Käse anbräunt. Die letzten 5 min Grill zuschalten.


Boah und dann waren da noch diese Vanilleschnecken, die ich am 31. spät abends noch zusammenbauen wollte. Ok, es wurden zum Großteil eher Muscheln oder einfach nur Flatschn weil das mit dem Scheibchen abschneiden von der Vanillepudding-Blätterteig-Rolle um die Uhrzeit nicht mehr so hingehauen hat. Aber voll gut die Teile!


Das Rezept dafür muss ich erst noch aufschreiben. Sollte aber noch in meinem Kopf sein, mal schaun:P

Dienstag, 4. November 2014

Geheimzutat Reisessig: Gebratener Gemüse-Reis mit Ananas

Endlich besitze ich sie! Diese superputzigen Saucenbehälter in Tierform! Eigentlich ja totaler Grusch, schließen nicht dicht und sind für meinen Geschmack fast schon etwas zu klein. Aber hald sooo tuffig. Da schmeckt das Mittagsfresschen in der Arbeit gleich viel besser und ein kleines Schmunzeln kann man sich beim Anblick der Tierdöschen auch nicht verkneifen.


Eingeweiht wurde als erstes das Schweinchen als Behüter einer süßen Chilisauce. Zum Reindippen gabs marinierten Tofu, paniert mit reichlich Sesam, das restliche Ei vom panieren wurde zu nem Mini-Omelett und das beste im Futtertrog war der gebratene Gemüse-Reis mit Ananas. Einfach mal eben schnell aus den Resten im Kühlschrank zusammengerührt und mit etwas Reisessig abgeschmeckt wurde der unerwartet fruchtig-säuerlich lecker.


Gebratener Gemüse-Reis mit Ananas    

100 g Jasmin-Reis
1/2 Zwiebel
1 Möhre
1/4 Paprika, rot
ca. 100 g Ananas
je 2 EL Mais und Brechbohnen
Reisessig
Agavendicksaft
Sojasauce

Reis mit 750 ml lauwarmem, gesalzenem Wasser aufgießen, aufkochen und leicht sprudelnd 8 min kochen. Abgießen, mit einem Esslöffel Margarine vermischen und mit geschlossenem Deckel etwas ziehen lassen.

In der Zwischenzeit Zwiebel grob würfeln, Möhre schälen und in dünne Scheiben schneiden, Paprika in kleine Stücke schneiden. Zwiebeln in einer beschichteten Pfanne ohne Öl kurz anbraten, Reis dazugeben und ca. 2 min mitbraten. Restliches Gemüse zugeben und ca. 5 min unter gelegentlichem Rühren weiterbraten. Reisessig mit Agavendicksaft, Sojasauce und einer Prise Salz verrühren und über den Reis geben. Kurz unterrühren und am besten noch heiß servieren.

Außerdem gabs bei mir noch marinierten Naturtofu, den ich mit Sesam paniert und dann schön kross rausgebruzelt habe. Zum dippen eine süße Chilisauce, wie man sie für die Frühlingsrollen kennt. Passte alles wunderbar zum fruchtigen Gemüsereis.

Sonntag, 27. April 2014

Burger bauen 2.0: Die perfekten Gemüsepflanzerl

Was gibts denn bitte besseres als einen saftigen, knusprigen Gemüseburger an einem warmen Frühlingstag? Also zumindest futtertechnisch find ich so einen leckeren Gemüsebratling schon ganz weit vorne. Dieser hier, gefunden bei Frl. Moonstruck (da hab ich ja schon öfters gespickt, hehe) war wieder mal sowas von gut. Schon mal die Herstellung war supereinfach. Zeug zusammenmatschen, kurz ziehen lassen, fertig. Es bröselte nichts oder klebte wie verrückt, nachm Bruzeln war auch noch alles beisammen, innen schön saftig, außen angenehm knusprig. Und geschmeckt hats auch noch saugut. Da werf ich jeden Fleischlappen in die Ecke dafür! Meine Reispflanzerl sind ja auch echt nicht schlecht - schmecken hald eher wie echte Fleischpflanzerl. Aber die Gemüsepflanzerl sind eben geschmacklich noch ein bisserl cooler, weil sie nichts nachahmen wollen, sondern einfach lecker und frisch nach Grünzeug schmecken.


Gemüseburger    
(4 Burgerpatties - für 2 fleißige Burgervernichter)

1/2 Dose Kidneybohnen, ca. 130 g
1/2 kl. Dose Mais, also ca. 75 g
1/2 kl. Dose Erbsen, ca. 75 g
2 Möhrchen, ca. 100 g
1 Zwiebel
1 EL Tomatenmark
5 EL Mehl
5 EL Semmelbrösel
3 EL Ei-Ersatz-Pulver (oder Stärke)
Paprika, Liebstöckel, Cayennepfeffer
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer

Kidneybohnen waschen und abtropfen lassen, Mais und Erbsen abtropfen lassen.
Möhrchen fein raspeln, mit Kidneybohnen, Mais und Erbsen vermischen und mit einer Gabel grob zermatschen.
Zwiebel klein würfeln und mit Tomatenmark, Mehl, Semmelbrösel und Ei-Ersatz-Pulver zur Gemüsematsche geben und gut vermischen.
Kräftig mit den Gewürzen abschmecken und ordentlich verkneten.
Vier Bratlinge formen und 10 min ruhen lassen.
In Öl von beiden Seiten knusprig anbraten.



Lechz! Das war so lecker, ich will wieder welche haben! Die sollen ja auch aufm Grill hinhaun, vielleicht mach ich mir für die nächste Grillaktion solche Gemüsebratlinge, muha.


Edit 2018: Die Bratlinge machen wir immer noch geeenauso wie im Rezept oben beschrieben, allerdings immer gleich die doppelte Menge. Hab mir nur mal erlaubt die Fotos bisschen auszutauschen. Aber diesen alten Burger-Tower im Semmerl wollte ich nicht rauslöschen, der gefällt mir immer noch ;)

Dienstag, 27. August 2013

Bier-Tuning! Jetz is es ein Chili!

Immer das gleiche Problem am Wochenende, wenn wir über unserer Einkaufliste sitzen: Was kochen wir denn eigentlich? Wenigstens einen Tag am Wochenende will ich nämlich schon was köcheln... Und da ist dann immer die Frage, ob wir was Neues ausprobieren oder ein bereits für lecker befundenes Klassikerrezept rauskramen. Dieses Wochenende fiel die Wahl auf eines unserer Standardgerichte: Chili!

Das Originalrezept für unser Chili con (bzw. non, dazu später) Carne hab ich von B., einem superguten Hobbykoch, ders einfach drauf hat! Überall, wo B. auftaucht, wird er sofort als Küchenchef missbraucht:) Und er kann das wirklich gut, für 50 Leute auf der Ersti-Veranstaltung mal eben eine Woche komplett die Küche schmeißen, ein Wochenende für Fleischfresser, Veganer, usw. gemeinsame Menüs basteln oder einfach saugeile Partymitbringsel zaubern. Yay, und ich hab die Rezepteliste von der Ersti-Veranstaltung, muha! Seitdem gibts auch bei mir geiles Chili, superleckere Kartoffelsuppe und sogar den Nudelsalat, den B. immer mitbringen muss, könnt ich selber nachbasteln.

Jetzt mal zum Chili... Also erstmal ist es natürlich das beste Chili überhaupt. Das liegt an einer Geheimzutat, die man gaaanz zum Schluss dazukippt, wenn man schon perfekt abgeschmeckt hat und der Normalobürger (einer der bis dahin nur Pups-Standard-Chili gefuttert hat) denken würde es ist genau richtig. Jaha, dann kommt nämlich noch ein kräftiger Schuss Bier rein! Die bittere Note ist endsgeil (ich entschuldige mich für das Assiwort, aber das passiert im Eifer des Gefechts) und das Chili wird dadurch perfekt abgerundet. Ohne Bier-Tuning geht gar nicht mehr. Falls man kein Bier zur Hand hat (waaahhh! Lieber nicht vorstellen!) kann man noch mit ein paar Stückchen Zartbitterschokolade substituieren, hauptsache noch irgendwas Bitteres mitrein.
Das andere wär unsere Abwandlung, dass statt Hackfleisch Tofu reinkommt. Ich mag Hackfleisch einfach verarbeitungstechnisch gar nicht. Man muss es ganz frisch kaufen, dann sofort verbrauchen und es ist eben zerhacktes totes Tier. Da ist mir der ein Jahr lang haltbare Tofuklumpen tausendmal lieber. Und richtig zubereitet schmeckts genauso gut wie mit Fleisch (wirklich!). Es haben schon mehrere Leute von mir veganes Futter untergejubelt bekommen, als Omni vermutet das ja keiner, hehe, und aufgefallen ists Keinem, muha:D

Das beste Chili weit und breit! Dank Bier-Tuning:D

Chili non Carne   
(So um die 3 Portionen)

300 g Kartoffeln
1 Zwiebel
1/2 Paprika, rot oder gelb
1 Dose Kidneybohnen (oder schwarze Bohnen, am Besten halb halb)
1 kl. Dose Mais
200 g Tofu
500 ml passierte Tomaten
500 ml Gemüsebrühe
1/4 Tube Tomatenmark
3 Knoblauchzehen
Paprikapulver (edelsüß und ungarisch)
Salz, Pfeffer, Zucker
1 Schuss Weißweinessig
Tabasco und Chili nach Geschmack
Ca. 100 ml Bier (Helles oder Pils)

Die Kartoffeln klein würfeln, Zwiebel und Knoblauch grob würfeln, Paprika klein schneiden, Kidneybohnen durchwaschen und Mais abtropfen lassen. Tofu mit einer Gabel zerkrümeln.
Zwiebeln und Knoblauch in einem großen Topf andünsten, mit passierten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen. Kartoffelwürfel zugeben und mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
Tofu portionsweise in einer Pfanne mit Öl kräftig rösten bis er schön kross ist. Einen TL Tomatenmark (und optional etwas 'Fleischwürze' von Gefro) zugeben und unter Rühren kurz anrösten, evtl etwas Öl zugeben. Wenn der Tofu schön angebräunt ist, zu der Brühe geben.
In der Zwischenzeit Bohnen und Mais ebenfalls zur Brühe hinzufügen.
Dann Tomatenmark zugeben und mit ca. 3 EL Paprikapulver (süß und scharf gemischt, je nach gewünschter Schärfe), Zucker, Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Mit Tabasco und gehackter Chili die gewünschte Schärfe erzielen. Gerade Tabasco gibt auch nochmal ne schöne säuerliche Note. Nach insgesamt einer Stunde dahinköcheln, Paprika zugeben, nochmal abschmecken (ich presse auch immer noch eine Knoblauchzehe dazu) und mit einem kräftigen Schuss Bier abrunden. Offen nochmal 20 bis 30 min einköcheln lassen, bis das Chili die richtige Konsistenz erreicht hat.


Bei uns gabs dazu frisches selbstgebackenes Baguette, noch leicht warm aus dem Ofen. Und der arme H. musste das angebrochene Bier zum Chili trinken;)


Wichtig, damit der Tofu gut wird, ist ihn richtig kräftig anzubraten, wie mans mit dem Hackfleisch auch machen würde. Ist auch bei der Bolognese das A und O. Immer kräftig anbruzeln! Durch das lange Köcheln danach werden die Krümel auch wieder etwas weicher und bekommen die perfekte Konsistenz. Inzwischen haben schon echt viele mein Chili gefuttert und keiner hat bisher das Fleisch vermisst.

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