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Samstag, 5. Juni 2021

Rhabarber-Erdbeer-Kuchen mit supercremiger Vanillefüllung und Streuseln on top [vegan]

Als dieser Rhabarber-Kuchen aus dem Ofen kam, herrlich nach Streuseln duftend, die roten Erdbeeren durchscheinend, und so leicht wabbelig von der megacremigen Vanillecreme, habe ich es schon erahnt: Ich habe ein Monster erschaffen, ein wahnsinnig leckeres und süßes Monster hehe. 


Es ist wirklich die Kombi von allem was man sich nur wünschen kann als Begleiter für den fruchtig-sauren Rhabarber. Als erstes ein keksiger Mürbteigboden, dann eine wunderbar cremig-samtige Vanilleschicht, sanft schmiegen sich Erdbeeren und Rhabarberstücke auf die Creme und schließlich wird das ganze von herrlich 'buttrig'-zuckrigen Streuseln gekrönt. Also wenn ihr auf der Suche nach einem unfassbar dekadenten Kuchen seid, Jutebeutel eingepackt und los in den nächsten Laden für folgende Zutaten:


Cremiger Rhabarber-Erdbeer-Streuselkuchen, vegan      
(28cm-Springform)

300 g Mehl (Weizen, Typ 405)
200 g Alsan (vegane Margarine)
100 g Zucker
1 kl. Prise Salz
1/2 Fläschchen Butter-Vanille-Aroma (das von Dr.Oe ist vegan)

Aus den Zutaten einen homogenen Teig kneten, zu einer Kugel formen und luftdicht verpackt 30-60 min im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit eine 28-cm-Springform mit Margarine ausfetten, mit etwas Mehl bestäuben. Ofen auf 190°C Umluft vorheizen. Den Mürbteig nun auf etwas mehr als die Springformgröße ausrollen, in die Form transferieren, Rand hochziehen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und für 5 min ins Tiefkühlfach stellen. Zum Blindbacken den Teigboden mit Backpapier auslegen, Backerbsen darauf geben und 10 - 15 min vorbacken. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen (Blindbackerbsen und Backpapier entfernen).

400 ml Schlagcreme (die Universelle von Schlagfix, oder andere vegane Sahne)
200 ml Mandelmilch (oder andere Pflanzenmilch)
1 Pck Vanille-Puddingpulver
100 g Zucker
75 g Alsan

Puddingpulver und Zucker mischen, mit etwas von der Mandelmilch klümpchenfrei anrühren. Restliche Mandelmilch mit Schlagcreme in einem Topf zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen, Puddingpulvermix einrühren, zurück auf den Herd stellen und unter Rühren aufkochen. Sobald es kocht 1 min unter Rühren köcheln lassen, dann vom Herd nehmen, Alsan dazugeben und verrühren bis es ein homogener Pudding ist. Auf den Mürbteigboden geben und glattstreichen.

200 g Erdbeeren
200 g Rhabarber + etwas Zucker 

Erdbeeren waschen, je nach Größe halbieren oder vierteln. Rhabarber waschen, die Haut abziehen, in ca. 2 cm lange Stücke schneiden, mit etwas Zucker bestreuen und kurz ziehen lassen. Das Obst auf der Puddingcreme verteilen.

150 g Mehl
100 g Alsan, grob gewürfelt
70 g Zucker
1 TL Vanillezucker

Die Zutaten grob verkneten, so dass eher Brösel als ein homogener Teig entstehen. Streuselteig mit beiden Händen bröselig auf dem Kuchen verteilen.

Im vorgeheizten Ofen bei 175°C Umluft 30 - 35 min backen, bis die Streusel schön goldig gebräunt sind. Den Kuchen dann gut abkühlen lassen, aus der Form lösen und nochmal über Nacht im Kühlschrank erkalten lassen, dass die Creme fest genug wird zum Anschneiden.


Besonders viel Spaß macht so ein Kuchen in ner Runde mit Vegan-Skeptikern. Einfach warten bis sie sabbern und schmatzend losschaufeln, freudestrahlend mit der Gabel in die Creme fahren und die heruntergekullerten Streusel zusammenpicken um bloß keinen Krümel übrig zu lassen... Und dann seid ihr an der Reihe. Ein bisschen die Lippen spitzen, Grinsebacken unter Kontrolle halten, und dann lasst es raus: voll vegan hehehe.

Der Kuchen schmeckt natürlich auch mit jedem erdenklichen anderen Obst, besonders mit eher säuerlichen Sorten wie roten Johannisbeeren oder Himbeeren. Gerade rote Früchte passen richtig gut zu der süßen Vanillecreme.

Sonntag, 29. Dezember 2019

Wahnsinnig saftiger Nuss-Gugl [vegan]

Als mein kleiner Neffe so seine ersten Minisätze angefangen hat war einer davon 'Opa Nüsse knacken'. Mein Papa ist nämlich ein großer Walnuss-Fan und futtert sie in jeder Lebenslage (und hat auch immer ein paar Stücke in der Hemdtasche für die Meise die immer angeflogen kommt sobald er das Haus verlässt^^). Alles mit Nüssen rangiert ganz weit oben auf Papas Lieblingsfutterliste. Dafür musste mal ein richtig geniales Nusskuchenrezept her und so wurde ordentlich rumprobiert und schnaboliert.

Nuss-Kuchen vegan

Schon beim ersten Backversuch war dieser kleine Nuss-Gugl der absolute Hammer. So unfassbar saftig und schön nussig, mit Zimtnote und einem leckeren Schokomantel umschlossen. In kürzester Zeit haben wir ihn mehrmals gebacken weil er so gut war und gehört inzwischen zu unseren Lieblingsrezepten. Der kleine Nuss-Guglhupf ist auch noch ganz unauffällig vegan, ohne Ei-Ersatz-Pülverchen oder fancy Mehlsorten sondern mit ganz normalen Zutaten, die man heutzutage in jedem Supermarkt findet.

Nuss-Guglhupf

Kleiner Nuss-Gugl      
(16cm-Bundform oder Guglhupf)

160 g Mehl (z.B. Dinkel Typ 630)
80 g Zucker
80 g Nüsse, gemahlen (Mandel, Haselnuss gemischt)
2 TL Backpulver
1 TL Zimt
65 ml Pflanzenöl, neutrales
160 ml Mandelmilch (oder andere Pflanzenmilch)
80 g Bratapfelgelee (oder anderen Fruchtaufstrich ohne Stücke)

Eine Guglhupfform (Durchmesser 16cm) mit Margarine ausfetten, Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten (Mehl, Zucker, gemahlene Nüsse, Backpulver und Zimt) in einer Rührschüssel mit einem Schneebesen vermischen.
Nasse Zutaten (Öl, Milch, Gelee) mit einem Schneebesen gut verrühren bis sich der Gelee gelöst hat.
Den Öl-Milch-Gelee-Mix zu den trockenen Zutaten in die Rührschüssel geben und zügig mit dem Schneebesen zu einem Teig ohne größere Klumpen rühren (wirklich nur kurz verrühren, nicht zu lange rummatschen, sonst geht der Kuchen nicht so gut auf).
Direkt in die vorbereitete Backform füllen, glattstreichen und bei 180°C 30 - 35 min backen (Stäbchenprobe!).
Aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen. Aus der Form stürzen und komplett auskühlen lassen.

50 g Zartbitter-Kuvertüre schmelzen, mit 1/2 TL Kokosöl verrühren und den Kuchen damit verzieren, z.B. Haselnusskrokant oder Zimt darauf streuen.

Nuss-Kuchen

Tipps:
- Am liebsten streichen wir den Kuchen komplett mit Schokolade ein, dazu braucht ihr ca. 100g Schokolade (sieht auf dem Foto aber nicht so hübsch aus, deshalb hab ich erst danach den Rest mit Schoki eingebaazt^^). Die Verzierung mit Haselnusskrokant hat uns bisher am besten geschmeckt, Zimt ist aber auch toll, oder grob gehackte Haselnüsse.
- Mit Sojamilch hab ich ihn auch schon gebacken, das schmeckt genauso gut. An sich könnt ihr aber hernehmen was ihr eben da habt.
- Bratapfelgelee wird schwer aufzutreiben sein, als Ersatz würde ich Apfelgelee und etwas Marzipan nehmen oder eben anderen hellen Fruchtaufstrich. 
- Mit Weizenmehl funktioniert der Kuchen natürlich auch, Typ 405 oder Typ 550.
- Bei den Nüssen könnt ihr nehmen was ihr wollt, ich hatte bisher immer eine Mischung aus Mandel und Haselnuss, entweder 1:1 oder 2:1, was eben gerade da ist.
- Für eine normal große Guglhupfform einfach das Rezept verdoppeln und die Backzeit etwas verlängern. 

Donnerstag, 27. Juni 2019

Erdbeerkuchen mit Bonus-Mürbteigboden [vegan]

Man muss sich ja schon ein klein bisschen zusammenreißen wenn man den veganen Erdbeerkuchen anschneidet und beim Erblicken des fluffigen Innenlebens gefragt wird: 'Hast du die Eier getrennt für den Biskuit?' - meine Antwort nur ein süffisantes 'Nein'. Haha und wie so zum Diskutieren angefangen wurde, dass man sichs eben sparen kann mit dem Eier trennen und trotzdem ein super Biskuit rauskommt, musste ich doch mal das Geheimnis lüften. Sind ja gar keine Eier drin hier, gnihi. Jep und der Erdbeerkuchen mit fluffigem Obstkuchenboden (also wie ein Biskuit nur ein kleines bisschen reichhaltiger) und extra Mürbteigboden kam auch in der Geschmacksprobe sehr gut weg, so dass ich dann doch das Rezept verraten musste. Ich freue mich auf Nachahmungstäter! Der fluffige Boden ist übrigens inzwischen mein Standardrezept für alle Obstkuchenvarianten und wurde schon mit verschiedenen Mehlen, Pflanzendrinks und mit Sprudel und Limo ausprobiert, schmeckt immer super.


Veganer Erdbeerkuchen      
(28cm-'Tortenform')

Obstkuchenboden:
225 g Mehl (Weizen Typ 550 oder Dinkel Typ 630)
1 Pck Backpulver
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
100 ml Pflanzenöl, neutrales
100 ml Sojamilch (oder Haferdrink, oder anderer Pflanzendrink)
100 ml Zitronenlimo (oder Sprudelwasser + etwas geriebene Zitronenschale)

Eine 28cm-Obstkuchenboden- oder Tortenform mit Pflanzenmargarine einfetten. Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Mehl und Backpulver mischen.
In einer Rührschüssel Zucker, Vanillezucker, Öl und Sojamilch so lange vermixen, bis sich die Zuckerkristalle gelöst haben.
Mehlmischung und Limo hinzufügen und zügig mit einem Schneebesen klumpenfrei verrühren, gerade so lange, dass sich keine größeren Klümpchen mehr drin finden.
In die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und bei 180°C auf zweiter Schiene von unten ca. 20 min backen.
Aus dem Ofen holen, 10 min abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen und komplett auskühlen lassen.

Erdbeerhaube:
400 g Erdbeeren
San Apart (oder Sahnesteif, Maisstärke,...)
1 Pck Tortenguss
2 EL Zucker
Optional: vegane rote Lebensmittelfarbe

Die Erdbeeren waschen, trocken tupfen und in ca 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.
Den Obstkuchenboden mit San Apart bestreuen (das bindet den Erdbeersaft und verhindert dass der Boden anmatscht), überlappend mit den Erdbeeren belegen (ich mache Ringe von außen nach innen).
Den Tortenguss nach Anleitung herstellen, evtl mit Lebensmittelfarbe anfärben und über den Erdbeeren verteilen.


Wie ihr auf den Fotos seht hab ich noch einen Mürbteigboden gemacht (150 g Mehl, 100 g Alsan, 50 g Zucker, 1 EL Vanillezucker, 1/2 TL Backpulver, ca. 12 min backen bei 180°C) und mit 3 EL Erdbeermarmelade den Obstkuchenboden drauf geklebt. Lecker lecker.

(Die Böden auf den Fotos sind mit Dinkelmehl Typ 630, Haferdrink und Sprudel mit Zitronenschale von ca. 1/4 Zitrone gebacken)

Montag, 17. Juni 2019

Beeester Hefezopf [vegan]

Was sich da für ein Duft in der ganzen Bude verbreitet, aaah, himmlisch! Schön zitronig, ein bisschen Vanille mit dabei und vor allem, dieser herrliche Hefegebäckduft. Schon beim Kneten des Teigs war ich hin und weg, so schön geschmeidig und fluffig. Es war also von vorherein klar, dieser vegane Hefezopf wird der Haaammer (stellt euch das Haaammer eine Oktave höher gesummt vor, hihi). Das Rezept ist aus Jérôme Eckmeiers Sammlung und nach den Pinzen-Brötchen hab ich natürlich auch in seinen Sonntags-Hefezopf große Erwartungen gesetzt. Wir wurden nicht enttäuscht! Ich habe allerdings besonders beim Verarbeiten des Teigs mich an meine persönlichen Erfahrungen mit Hefeteig und ein Youtube-Video eines sehr sympathischen, schwäbischen Bäckermeisters gehalten. Das Ergebnis war sowas von guuut, schön fluffig, saftig, leicht zitronig, echt der perfeeekte Hefezopf! Man braucht keine Eier oder Kuhmilch für superleckere Hefefluffigkeit. ht keine Eier oder Kuhmilch für superleckere Hefefluffigkeit.


Veganer Hefezopf      
(nach einem Rezept aus Jérôme Eckmeiers 'vegan tut gut schmeckt gut')

1 Würfel frische Hefe
300 ml Sojamilch, lauwarm (+ 50 ml zum Bestreichen)
4 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
500 g Mehl (Weizen, Typ 550)
Schale von 1 Zitrone, fein gerieben
1 TL Salz
60 g Margarine, weich
2 - 3 EL Hagelzucker

Hefe in die lauwarme Sojamilch bröckeln, Zucker und Vanillezucker zugeben und so lange rühren bis sich die Kristalle gelöst haben.
Mehl in eine große Rührschüssel geben, eine Mulde hineindrücken und die Hefemilch hineingießen. Mit etwas Mehl vom Rand bestäuben und abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen bis sich Bläschen bilden und die Flüssigkeit deutlich an Volumen zugenommen hat (ca. 15 min).
Zitronenschale, Salz und weiche Margarine zugeben und zu einem glatten Teig kneten, der sich gut vom Schüsselrand löst (mir hilft dabei die Küchenmaschine^^).
Den Teig nun abgedeckt an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen des Teigs gut verdoppelt hat.
Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche den Teig nochmal ordentlich durchkneten und in drei gleich große Stücke teilen. Jedes dieser Stücke jeweils mit der flachen Hand etwas platt drücken, mit beiden Händen einmal von oben nach unten übereinander falten, nochmal von unten nach oben übereinander falten und mit beiden Händen leicht rollen dass ein dicker Strang entsteht. Die drei Stränge für 5 bis 10 min abgedeckt entspannen lassen.
Nun die drei Stränge mit den Händen zu gleich langen Strängen ausrollen. Nebeneinander legen und in der Mitte beginnend einen Zopf flechten, dann den halb fertigen Zopf einmal umdrehen und die zweite Hälfte flechten. Die Enden gut zusammendrücken.
Auf ein Backblech setzen und abgedeckt nochmal 20 - 30 min gehen lassen, bis sich das Volumen auf das 1,5-fache vergrößert hat.
Mit Sojamilch bepinseln (ich mach immer noch ein bisschen Kurkuma für die Farbe mit in die Milch) und mit Hagelzucker bestreuen.
Bei 190°C (Ober/-Unterhitze) 25 - 30 min backen, bis der Zopf richtig schön gebräunt ist. Aus dem Ofen nehmen, Zopf vom Blech ziehen und auskühlen lassen.
Am besten schmeckt der Hefezopf noch leicht warm, nomnomnom.


Schaut euch am besten mal auf YouTube ein paar Videos zum Hefezopf Flechten an. Es gibt so viele Flechttechniken, mit zwei, drei, vier oder mehr Strängen, und es ist so viel einfacher es nachzumachen wenn man es sieht als wenn ich versuche es hier mit Worten zu beschreiben.


Ich bin ein kleiner Hefeteigfan geworden obwohl ich anfangs echt auf Kriegsfuß mit der Hefe stand. Wenn man den Dreh aber mal raus hat ist es sooo schön und lecker. Ein richtig tolles Hefeteigrezept ist auch der Rheinische Riemchenkuchen. Probiert den unbedingt mal aus, der absolute Schlemmerwahnsinn.

Montag, 8. April 2019

Vegane Schwarzwälder Kirschtorte

Was nicht so alles zustande kommt, wenn nach einer Weihnachtsfeier Kirschwasser übrig bleibt. Pur ein Grauen aber in einer Schwarzwälder Kirschtorte verbaut dann vielleicht doch ganz lecker? Meine Kollegen haben das Experiment tapfer überstanden und die komplett vegane Torte hat damit den Omni-Test bravurös gemeistert. Die Torte ist ja auch weit entfernt von so manch langweiliger Interpretation der Schwarzwälder Kirschtorte mit purer Sahne, trockenem Kakao-Boden den man mit Kirschwasser tränken muss dass er genießbar wird und mit Stärke zu festem Glibber gekochten Kirschen als Füllung. In dieser Variante dagegen hat sich in so gut wie jeder Komponente ein kleines Highlight versteckt. So muss eine Schwarzwälder Kirschtorte sein. Und durch die vegane Sahne ist sie auch gleich noch ein kleines bisschen leichter als die gewohnte Sahnebombe.


Normalerweiße tränkt man ja die Böden mit dem Kirschwasser. Da der Schoko-Biskuit aber schon perfekt saftig und fluffig ist, hab ich den Schnaps lieber in der Tortencreme versteckt. Und weil zu einer richtigen Torte ein keksiger Boden gehört wurde diesmal auch ein Mürbteigboden gebacken. So hat man alles in einer Torte vereint, das man sich wünschen kann: Knuspriger Keksboden, fluffiger Schoko-Biskuit, fruchtiger Kirschgelee und die saftigen Kirschen, dann die leicht schnapslige, vanillige Tortencreme und ein Häubchen aus zarten Schokoflöckchen. Schwarzwälder Kirschtorte wie aus dem Bilderbuch.


Schwarzwälder Kirschtorte      
(für eine 26-cm-Springform)

Mürbteigboden:
150 g Mehl (Dinkel Typ 630)
100 g Margarine (Alsan)
50 g Rohrohrzucker
1 EL Vanillezucker

Schokobiskuit:
200 g Mehl (Dinkel Typ 630)
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Pck Natron (5g)
1 kleine Prise Salz
30 g Kakao
250 ml Wasser, lauwarm
120 g Kirschgelee
80 ml Pflanzenöl, neutrales
1 EL Apfelessig

Tortencreme und Deko:
1 Glas Kirschen, entkernt (Abtropfgewicht: 280 g)
400 ml Schlagcreme (Schlagfix, ungesüßt), gut gekühlt
5 EL Sahnesteif (San Apart)
3 EL Vanillezucker (+ etwas gemahlene Vanille)
2 EL Puderzucker
40 ml Kirschwasser
30 g Schokolade, Zartbitter (80% Kakao)
Cocktailkirschen
ca. 6 EL Kirschgelee

Zubereitung:
Aus den Zutaten für den Mürbteig einen homogenen Teig kneten.
Eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Teig auf dem Boden der Form plattdrücken, mehrmals mit einer Gabel einstechen.
Bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 15 - 18 min backen, bis der Teig goldig wird.
Aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen.

Für den Biskuit eine Springform mit 26 cm Durchmesser ausfetten (ich fette nur die Ränder und kleide den Boden mit Backpapier aus, dann lässt sich der fertig gebackene Boden super von der Form heben). Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Die trockenen Zutaten in einer großen Rührschüssel vermischen und durchsieben.
Die nassen Zutaten mit einem Schneebesen gut verrühren, bis sich der Kirschgelee gelöst hat.
Nun die nassen Zutaten zu den trockenen in die Rührschüssel gießen und mit einem Schneebesen zügig zu einem einigermaßen glatten Teig verrühren (wichtig: hier nicht zu lange rühren, da der Teig sonst nicht mehr schön aufgeht, wirklich nur geradeso vermischen, dass keine großen Klumpen mehr im Teig sind).
Sofort in die vorbereitete Springform füllen und bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 25 min backen (Stäbchenprobe!).
Herausnehmen und 10 min abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen und komplett abkühlen lassen.

Für die Tortencreme die Schlagcreme mit Sahnesteif, Vanillezucker und Kirschwasser steif schlagen. Mit etwas gemahlener Vanille und Puderzucker abschmecken.

Bevor ihr die Schwarzwälder Kirschtorte zusammensetzt den Schokobiskuit waagerecht in zwei Hälften teilen, die Kirschen abtropfen lassen und die Schokolade raspeln.


Die Torte dann folgendermaßen zusammenbauen:
- Zuerst den Mürbteigboden auf eine Tortenplatte setzen.
- Mit 2 bis 3 EL Kirschgelee bestreichen.
- Untere Biskuithälfte aufsetzen und etwas andrücken.
- Mit 3 EL Kirschgelee bestreichen und mit den abgetropften Kirschen belegen.
- Ca. 1/3 der Tortencreme darauf geben und verstreichen. Es sollten alle Kirschen mit der Creme bedeckt sein.
- Zweite Biskuithälfte aufsetzen und leicht andrücken.
- Mit der restlichen Tortencreme (bis auf 2 - 3 EL für die Deko) komplett einstreichen und die Oberfläche glätten.
- Mit ein paar Cremetupfen, Cocktailkirschen und geraspelter Schokolade verzieren.
- Tortenhaube aufsetzen und die Schwarzwälder über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.


Tipps:
- Die Böden könnt ihr auch einen Tag vorher schon backen, gerade Biskuitböden lassen sich oft besser schneiden wenn sie einen Tag ruhen konnten.
- Das Kirschwasser ist natürlich keine Pflicht, wenn ihr eine alkoholfreie Variante machen wollt, lasst es einfach ersatzlos weg. Ihr könnt dann auch die Sahnesteifmenge um 1 bis 2 EL verringern.
- Statt der Cocktailkirschen nehme ich lieber Amarenakirschen. Die sind zwar sehr dunkel aber schmecken dafür toll. Die Cocktailkirschen schmecken nämlich nur nach Zucker.
- Wenn ihr Cocktailkirschen draufmachen wollt und keine veganen findet: Die sind bei den süßen Konserven in einem Glas. In der Backabteilung findet man nur die Belegkirschen und da hab ich noch nie welche ohne Echtes Karmin als Färbemittel gefunden.

Sonntag, 3. März 2019

Burger Buns einfach selbst backen [vegan]

Viel zu lange hab ich damit gewartet: Burger Buns selbst zu backen! Es ist sooo einfach und die fluffigen Brötchen sind um so vieles besser als die traurigen Lappen aus der Tüte. Der Teig ist schnell und simpel angemixt, dann kommt natürlich noch ein bisschen Wartezeit dazu, in der der Teig gehen darf, aber erstmal im Backofen dauert aus kaum mehr als zehn Minuten bis ihr eure Brötchen zu einem ordentliche Burger zusammenbauen könnt. Jammi! Leckere, fluffige Burger Buns, da lass ich die trockenen Brösel-Buns ausm Supermarktregal links liegen, die auch noch oft nach dem ersten Zupacken flach wie ne Flunder sind. Die Selbstgebackenen fluffen wieder schön zurück in die Originalform wenn man sie drückt, hihi.

Burger Brötchen

Burger Buns   
(für 8 Burger-Brötchen)

375 g Mehl (Weizen, Typ 550)
1 TL Salz
1 Pck Trockenhefe (7 g)
2 EL Rohrohrzucker
120 ml Wasser, lauwarm
180 ml Sojadrink, lauwarm (oder andere Pflanzenmilch)
2 EL Pflanzenöl, neutrales

Trockenhefe mit Zucker und lauwarmem Wasser verrühren bis sich der Zucker gelöst hat, 10 min abgedeckt stehen lassen.
Pflanzenmilch und Öl zugeben und gut verrühren.
Mehl mit Salz in einer großen Rührschüssel mischen. Eine Mulde hineindrücken und die Hefemilch hineingießen. Vom Rand her gut verkneten und mindestens 5 - 10 min weiterkneten bis ein schön geschmeidiger Hefeteig entstanden ist (ich hab diese Arbeit der Küchenmaschine überlassen^^).
Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1h gehen lassen (bis sich das Volumen des Teigs verdoppelt hat).
Nun den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmal mit den Händen durchkneten und in 8 gleichgroße Portionen teilen. Aus den Teigportionen runde Kugeln formen, jeweils vier auf ein Blech legen und nochmal abgedeckt gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat (bei mir hat das nochmal fast 1h gedauert).
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 10 - 15 min backen bis die Oberfläche goldig braun ist.

Burger-Brötchen

Ihr könnt natürlich auch ganz klassische Sesam-Buns machen. Dazu einfach direkt vorm Backen die Teiglinge mit etwas Wasser bepinseln und geschälten Sesam darauf streuen.

Wir backen das zweite Blech etwas kürzer (so 2-3 min weniger) und frieren die Buns dann ein. Für den nächsten Burgerhunger lasse ich sie einfach auftauen, schneide sie auf und lege sie mit der Schnittfläche nach oben unter den Grill in unserem Backofen. Da auch immer Pommes noch im Ofen sind werden sie durch die Resthitze noch schön warm und die Schnittfläche lecker angeröstet.


Und schon kann fröhlich geburgert werden: Zum Beispiel mit selbstgemachten Reispflanzerln, Salat, Gurke, Zwiebeln, Kraut, Essiggürkchen, Senf und Chilisauce. Auch bei den Burger-Bratlingen mache ich immer gleich mindestens die doppelte Menge und friere die Reste ein.

Sonntag, 24. Februar 2019

Muttis Donauwelle: auch vegan super super lecker!

Wieder so ein Back-Projekt das schon lange auf meiner To-Do-Liste stand: Donauwelle veganisieren. Allerdings nicht irgendeine, sondern natürlich Muttis überleckere Donauwelle. Für den Boden hab ich mir aus verschiedenen erprobten Rührteigrezepten diesen Teig zusammengebaut um eine genauso leckere, nicht zuuu fluffige und schön saftige 'Unterlage' zu zaubern. Natürlich mit Rum, wie bei Mutti. Darauf kommt dann ein kleines Guddi, dass extra viel fruchtigen Kirschgeschmack einbringt, eine Schicht aus angedicktem Kirschsaft von den abgegossenen Schattenmorellen. Die 'Buttercreme' war ganz einfach zu veganisieren, indem ich nur die Butter durch Margarine und die Milch mit Mandeldrink ersetzt habe (Rum ist auch hier eine von Muttis Spezialzutaten^^) und obendrauf kommt dann natürlich noch Schokolade.


Wichtig ist noch den Kuchen über Nacht gut durchziehen zu lassen, damit sich die Aromen schön verbinden und entfalten können. Für mich gibt es keine bessere Version einer Donauwelle und auch die vielen Verkoster (vor allem Omnis) beim Kuchenverkauf am Heimspieltag oder beim veganen Mitbringbrunch waren begeistert. Meine Donauwelle ist restlos weggefuttert worden, hehe.


Vegane Donauwelle      
(Für ein Backblech, ca. 30 x 40 cm)

Teig:
200 g Margarine (Alsan)
250 g Zucker
2 EL Vanillezucker
500 g Mehl (Weizen, Typ 550)
2 Pck Backpulver
1 Prise Salz
200 ml Mandelmilch
200 ml Sprudelwasser
2 EL Zitronensaft
4 EL Kakao (kein Kabapulver!)
2 EL Rum (Strohrum)

'Butter'creme:
0,5 l Mandelmilch
3 EL Zucker
2 Pck Puddingpulver, Vanille
250 g Margarine (Alsan)
250 g Puderzucker
2 - 3 EL Rum (Strohrum)

außerdem:
1 Glas Sauerkirschen (720 g)
Saft von den Kirschen mit Wasser aufgefüllt auf 0,5 l
2 Pck Tortenguss, rot (von Ruf gibt's veganen ohne 'Echtes Karmin')
2 EL Zucker
200 g Kuvertüre, Zartbitter (oder Kakao-Kuchenglasur)
1 EL Schoko- oder Haselnusscreme

Zuerst für die Buttercreme schon mal den Pudding kochen. Dazu aus Mandelmilch, Zucker und Puddingpulver nach Anleitung einen Pudding kochen. Mit Frischhaltefolie abdecken (auf die Creme drücken damit sich keine Puddinghaut bildet) und bei Zimmertemperatur abkühlen lassen (nicht in den Kühlschrank!).
Die Margarine schon mal aus der Kühlung holen und ebenfalls bei Zimmertemperatur weich werden lassen.

Backblech gründlich einfetten, Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Kirschen abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen.
Nun für den Teig die Margarine leicht anwärmen bis sie weich aber nicht flüssig ist, mit Zucker und Vanillezucker fluffig schlagen (das geht am besten mit einer Küchenmaschine, mit einem Handrührgerät braucht es etwas länger bis es schön weiß cremig wird).
Restliche Zutaten bis auf Kakao und Rum zugeben und zügig aber klümpchenfrei verrühren.
Die Hälfte des Teiges auf dem Backblech verteilen und glatt streichen (die Schicht erscheint sehr dünn, das geht aber später wirklich noch gut auf, also keine Sorge).
Restlichen Teig mit Kakao und Rum verrühren, gleichmäßig auf dem hellen Teig verteilen und glatt streichen.
Kirschen auf dem Teig verteilen, leicht andrücken und dann bei 180°C (Umluft) 20 - 25 min backen (bei mir waren 23 min perfekt). Stäbchenprobe an der dicksten Stelle bevor ihr den Kuchen rausholt. Dann abkühlen lassen.

Aus Kirschsaft (evtl. mit Wasser auf 1/2 l aufgefüllt) mit Zucker und Tortenguss nach Packungsanleitung aufkochen und auf dem abgekühlten Boden gleichmäßig verteilen. Abkühlen lassen.

Sobald der Pudding auf Zimmertemperatur abgekühlt (aber noch nicht ganz fest geworden) und die Margarine weich ist (also beide Komponenten gleiche Temperatur haben), die Margarine mit dem Puderzucker dick cremig schlagen. Pudding löffelweise dazugeben und unterschlagen, zum Schluss noch Rum nach Geschmack zugeben.
Die Buttercreme auf der Kirschschicht verteilen und schön glatt streichen.
Im Kühlschrank erkalten lassen.

Kuvertüre schmelzen und mit der Schoko-Nuss-Creme vermischen.
Auf dem Kuchen zügig verteilen und glatt streichen, oder nach Belieben mit Schokolade verzieren.
Mindestens über Nacht, besser zwei Tage, gekühlt durchziehen lassen, damit sich das Aroma gut entfalten kann.


Tipps/Anmerkungen:
- Statt der Mandelmilch kann man an sich jede Pflanzenmilch nehmen, ich würde nur auf Soja verzichten weil die der Buttercreme eine unschöne leicht graue Farbe verpassen würde.
- wenn ihr keinen veganen, roten Tortenguss findet (also wegen dem roten Farbstoff), geht natürlich auch klarer Tortenguss, die Kirschschicht wird dann allerdings eher grau, also vielleicht habt ihr ja zu Hause noch rote Lebensmittelfarbe gebunkert und könnt den Guss noch etwas aufhübschen damit.
- Gerade bei der Buttercreme ist es wichtig, dass die Margarine und der Pudding gleiche Temperatur haben und nicht zu kalt sind. Ideal ist wenn der Pudding schon auf Zimmertemperatur abgekühlt ist aber noch weich. Wenn der Pudding schon zu kalt ist bekommt ihr sonst kleine Klümpchen in die Creme. Ich hol deswegen die Margarine schon sehr früh aus dem Kühlschrank, dass diese sicher weich genug ist wenn der Pudding soweit ist.
- Man kann auch noch 'Butter'kekse zwischen Buttercreme und Schokoglasur legen. Das hat drei Vorteile: Erstens, dass ihr die Schokoglasur schöner verteilen könnt, weil die warme Schokolade nicht die Buttercreme darunter anschmilzt und sich teilweise unschön verschmiert. Zweitens, dass ihr durch die Kekse schon gleichmäßig große Kuchenstücke vormarkiert habt. Uuund drittens: Ihr könnt die Kekse nochmal mit Rum tränken und noch mehr genialen Rumgeschmack reinschmuggeln.
- Die Schoko-Nuss-Creme in der Schokoladenglasur hat den Sinn und Zweck, dass die Schokoschicht nicht zu hart wird, so dass ihr einfacher Stücke abschneiden könnt, ohne dass dabei die Glasur kreuz und quer bricht und die Buttercreme dazwischen rausgequetscht wird. 
- Ja, ich messe die fertige Donauwelle aus und schneide dann mit einem Lineal markierte, gleichmäßige Stücke ;)

Montag, 28. Januar 2019

It's so fluffy: Mohn-Hefeschnecken-Kuchen [vegan]

Es ist schon ein bisschen verrückt, was für ein glücklich-doofes Grinsen so ein gelungener Hefeteig in mein Gesicht zaubern kann. Um den Blaumohn aus meiner Use-Up-Along-Liste zu verbrauchen hab ich mich mal an Mohn-Hefeschnecken getraut. Allerdings schön in eine Kuchenform geschlichtet, damit möglichst wenig Rand und viel fluffig-saftiger Hefekuchen dabei rauskommt. Und der Teig ist mir sowas von geluuungen, oh yeah. Den hätte ich am liebsten noch roh verputzt, so lecker und so schön geschmeidig.

Mohnschnecken vegan

Richtig hübsch ist er auch noch geworden, hach. Ich hätte mir ja erstmal nur das Rezept für den Hefeteig notiert, weil der so schön locker und saftig geworden ist, und den Kuchen dann nochmal mit einer anderen Füllung gemacht. Ich mag nämlich eigentlich keinen Mohn, hihi. Herr Wos zum Essn bestand aber auf eine detaillierte Dokumentation, dass es die Mohnvariante auch mal wieder gibt. Derweil hat er den Monsterkuchen bis auf ein winziges Stückchen schon fast vernichtet, Mohnfan muss man eben sein. Also kommt nun das Rezept für den Mohn-Hefeschnecken-Kuchen. An alle Mohnfanatiker da draußen, bedankt euch bei dem Mann der hier immer alle Koch- und Backexperimente ertragen muss ;)

Mohnschnecken vegan

Mohn-Hefeschnecken-Kuchen      
(26cm-Springform)

Hefeteig:
130 g Margarine (Alsan)
250 ml Sojadrink (oder andere Pflanzenmilch)
80 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Pck Trockenhefe (7g)
500 g Mehl (Weizen, Typ 405)
1 Prise Salz
1 - 2 TL Zitronenschale, fein gerieben

Mohnfüllung*:
200 g Blaumohn
100 ml Sojadrink
40 g Margarine
70 g Zucker
150 g Quarkersatz (ich hatte Mandelquark)
4 cl Rum (Strohrum hehe)

Zuckerguss:
100 g Puderzucker
2 Tropfen Zitronenaroma
ca. 2 EL heißes Wasser

Für den Hefeteig die Margarine in einer kleinen Rührschüssel schmelzen bis sie flüssig ist. Sojadrink dazugeben und verrühren, evtl nochmal kurz erwärmen bis sie lauwarm ist. Zucker, Vanillezucker und Hefe dazugeben und so lange rühren bis sich der Zucker gelöst hat.
In einer großen Rührschüssel das Mehl (bis auf 50 g) mit dem Salz mischen und eine Mulde hineindrücken. Hefemilch hineingießen und mit etwas Mehl vom Rand verrühren. Mit restlichem Mehl (den 50 g) bestreuen und abgedeckt 15 min gehen lassen.

Zitronenschale zu dem Teig geben und alles gut verkneten bis sich ein geschmeidiger, homogener Teig geformt hat. Zu einer Kugel formen und abgedeckt an einem warmen Ort 45 min gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Mohn in einer Kaffeemühle oder Mixer portionsweise mahlen und in eine Schale geben. Den Sojadrink aufkochen, den Mohn damit übergießen und abgedeckt 15 min quellen lassen.
Margarine schmelzen, mit Zucker, Mandelquark, Rum und Mohnzubereitung gut verrühren.


Eine Springform mit 26 cm Durchmesser ausfetten.

Den Hefeteig nun nochmal gut durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche quadratisch ausrollen (Kantenlänge ca. 45 cm). Mit der Mohnfüllung gleichmäßig bestreichen und aufrollen.
In 8 gleichgroße Stücke schneiden und mit der Schnittfläche nach oben in die Form setzen. Eventuell etwas in Form drücken und zupfen und ein letztes Mal abgedeckt an einem warmen Ort 30 min gehen lassen.

Ofen auf 190°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Den Kuchen insgesamt 40 - 45 min backen, nach 20 min mit Alufolie abdecken, dass er nicht zu dunkel wird.

Noch möglichst heiß aus dem Ofen den Zuckerguss darauf verteilen: Dazu den Puderzucker mit Zitronenaroma und gerade so viel heißem Wasser anrühren, dass es ein richtig dicker Guss wird und zügig auf der Oberfläche verteilen.
Nach 20 min auskühlen kann der Springformrand entfernt werden und evtl. mit mehr Zuckerguss noch der Kuchenrand bestrichen werden. Komplett abkühlen lassen, oder noch leicht warm schon ein Stück genießen.


*Zur Mohnfüllung:
Ihr könnt natürlich auch Mohnfix oder Mohnback hernehmen. Dazu braucht ihr dann ca. 400 g Mohnfix, das mischt ihr mit den 150 g Quark und gebt noch den Rum dazu. Geht ein bisschen schneller und ihr riskiert nicht euren Minimixer durchzuschmoren.

Mohnschnecken vegan

Sonntag, 13. Januar 2019

Rheinischer Riemchenkuchen mit Apfelmus [vegan]

Kennt ihr Rheinischen Riemchenkuchen? Also ich hab vor wenigen Tagen erst davon gelesen. Da war es ein gedeckter Kirsch-Kuchen der mich in den Bann gezogen hat mit diesem besonderen Muster obendrauf das so schön glänzte, knusprig und fluffig zugleich ausgesehen hat. Jemand beschrieb den Kuchen dann als 'Kirsch-Riemchen-Kuchen, eine rheinische Spezialität', der Teig sei eine Mischung aus Hefe- und Mürbteig, und da war's vorbei mit mir, haben will! 

Riemchen-Kuchen mit Apfelmus

Also hab ich mal nach diesem Kirsch-Riemchenkuchen gesucht und direkt ein paar lecker klingende Rezepte gefunden. Leider kein Veganes, aber der Kuchen sollte sich wirklich easy veganisieren lassen, also ran an die Rührschüssel. So gaaanz klassisch ist der Riemchenkuchen wohl mit Äpfeln und so hab ich kurzum mein angebrochenes Riesenglas Apfelmus von Mutti als Füllung hergenommen. Der Teig wurde schon so meeega, ich hab mich total zusammenreißen müssen nicht zu viel davon wegzumümmeln bevor der Kuchen fertig zusammen gebastelt ist. Und super zu verarbeiten, so einen angenehmen Hefeteig hatte ich noch nie in den Händen. Den fertigen Riemchenkuchen hab ich dann noch mit Aprikosengelee bestrichen und mit Hagelzucker bestreut. Tja und das Ergebnis, einfach sabbermäßig guuut! Aus so wenigen Zutaten so was Geniales zu basteln, hach, Wahnsinn. Im Hause Wos zum Essn gibt's neue Riemchenkuchen-Fans hihi.


Veganer Apfel-Riemchenkuchen      
(28cm Quiche- oder Tarteform, am Besten mit Hebeboden)

100 g Margarine (ich nehme Alsan)
100 ml Milch (hier Bio Sojadrink von Alpro)
7 g Trockenhefe (1 Pck)
420 g Mehl (hier Weizen Typ 405)
60 g Zucker
1 Prise Salz
500 g Apfelmus (ich hatte Selbstgemachtes von Mutti)
3 EL Aprikosengelee
Hagelzucker

40 g Margarine schmelzen und mit der Milch verrühren. Nochmal erwärmen bis es lauwarm ist. Hefe und 30 g Zucker unterrühren.
In einer Rührschüssel 280 g Mehl mit einer Prise Salz mischen. Eine Mulde in den Mehlberg drücken und die Hefemilch eingießen. Mit etwas Mehl vom Rand verrühren und mit 20 g Mehl bestäuben.
15 min gehen lassen.

Aus 120 g Mehl, 60 g Margarine und 30 g Zucker einen glatten Mürbteig kneten. In Frischhaltefolie wickeln und kühl stellen.

Zum Hefeteig nun 80 g Apfelmus geben (3 EL) und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 45 min gehen lassen.

Beide Teige miteinander verkneten, bis es wieder ein glatter Teig ist.

Tarteform ausfetten (ich mache das immer mit einer weichen Margarine), Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.
Aus 3/4 des Teiges einen Boden ausrollen und in die Tarteform legen, auch den Rand mit auskleiden, Überstand abschneiden.
Restliches Apfelmus nun auf den Teig geben und glatt streichen.
Übrigen Teig ausrollen und Streifen abschneiden. Mit den Streifen ein Rautenmuster auf die Tarte legen.

Bei 175°C (Umluft) 18 - 20 min backen, bis die Tarte eine goldige Farbe annimmt.

Aprikosengelee in der Mikrowelle erhitzen und auf den noch heißen Kuchen streichen. Mit Hagelzucker bestreuen. Dann auskühlen lassen und komplett erkaltet aus der Form heben.


Der Kuchen ist trotz der Wartezeiten für den Hefeteig nicht wirklich aufwendig, da der Teig an sich so leicht zu verarbeiten ist. Er wird total geschmeidig und klebt nirgends an. Ich hab ihn einfach mit etwas Mehl auf der Arbeitsplatte ausgerollt und in die Tarteform legen können. Bei vielen anderen Teigen reißt er mir beim Rüberheben, obwohl ich extra den Teig so leicht über das Nudelholz rolle und dann 'übersetze'. Mit dem Hefe-Mürb-Teig war das gar kein Stress. Den Überstand hab ich dann einfach mit dem Nudelholz so weggerollert, dass es abgeschnippelt wird. Die Streifen für obendrauf hab ich aus dem Restteig gemacht indem ich ihn ausgrollt und mit einem Pizzamesser (so ein Pizzaroller) Streifen abgeschnitten habe.


Wenn ihr mal Lust auf einen besonders leckeren Hefe-Kuchen habt, probiert das Goldstück mal aus. Ihr könnt ihn auch mit anderen Früchten füllen. Kirschen passen z.B. super, diese dann einfach mit etwas Stärke einkochen, mit Zimt und Anis würzen und abkühlen lassen. Ich wollte eigentlich auch noch Zimt zum Apfelmus rühren, hab ich allerdings vergessen. Das hab ich aber Null vermisst, die Apfelvariante ist auch ohne Zimt perfekt.

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