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Sonntag, 13. Januar 2019

Rheinischer Riemchenkuchen mit Apfelmus [vegan]

Kennt ihr Rheinischen Riemchenkuchen? Also ich hab vor wenigen Tagen erst davon gelesen. Da war es ein gedeckter Kirsch-Kuchen der mich in den Bann gezogen hat mit diesem besonderen Muster obendrauf das so schön glänzte, knusprig und fluffig zugleich ausgesehen hat. Jemand beschrieb den Kuchen dann als 'Kirsch-Riemchen-Kuchen, eine rheinische Spezialität', der Teig sei eine Mischung aus Hefe- und Mürbteig, und da war's vorbei mit mir, haben will! 

Riemchen-Kuchen mit Apfelmus

Also hab ich mal nach diesem Kirsch-Riemchenkuchen gesucht und direkt ein paar lecker klingende Rezepte gefunden. Leider kein Veganes, aber der Kuchen sollte sich wirklich easy veganisieren lassen, also ran an die Rührschüssel. So gaaanz klassisch ist der Riemchenkuchen wohl mit Äpfeln und so hab ich kurzum mein angebrochenes Riesenglas Apfelmus von Mutti als Füllung hergenommen. Der Teig wurde schon so meeega, ich hab mich total zusammenreißen müssen nicht zu viel davon wegzumümmeln bevor der Kuchen fertig zusammen gebastelt ist. Und super zu verarbeiten, so einen angenehmen Hefeteig hatte ich noch nie in den Händen. Den fertigen Riemchenkuchen hab ich dann noch mit Aprikosengelee bestrichen und mit Hagelzucker bestreut. Tja und das Ergebnis, einfach sabbermäßig guuut! Aus so wenigen Zutaten so was Geniales zu basteln, hach, Wahnsinn. Im Hause Wos zum Essn gibt's neue Riemchenkuchen-Fans hihi.


Veganer Apfel-Riemchenkuchen      
(28cm Quiche- oder Tarteform, am Besten mit Hebeboden)

100 g Margarine (ich nehme Alsan)
100 ml Milch (hier Bio Sojadrink von Alpro)
7 g Trockenhefe (1 Pck)
420 g Mehl (hier Weizen Typ 405)
60 g Zucker
1 Prise Salz
500 g Apfelmus (ich hatte Selbstgemachtes von Mutti)
3 EL Aprikosengelee
Hagelzucker

40 g Margarine schmelzen und mit der Milch verrühren. Nochmal erwärmen bis es lauwarm ist. Hefe und 30 g Zucker unterrühren.
In einer Rührschüssel 280 g Mehl mit einer Prise Salz mischen. Eine Mulde in den Mehlberg drücken und die Hefemilch eingießen. Mit etwas Mehl vom Rand verrühren und mit 20 g Mehl bestäuben.
15 min gehen lassen.

Aus 120 g Mehl, 60 g Margarine und 30 g Zucker einen glatten Mürbteig kneten. In Frischhaltefolie wickeln und kühl stellen.

Zum Hefeteig nun 80 g Apfelmus geben (3 EL) und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 45 min gehen lassen.

Beide Teige miteinander verkneten, bis es wieder ein glatter Teig ist.

Tarteform ausfetten (ich mache das immer mit einer weichen Margarine), Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.
Aus 3/4 des Teiges einen Boden ausrollen und in die Tarteform legen, auch den Rand mit auskleiden, Überstand abschneiden.
Restliches Apfelmus nun auf den Teig geben und glatt streichen.
Übrigen Teig ausrollen und Streifen abschneiden. Mit den Streifen ein Rautenmuster auf die Tarte legen.

Bei 175°C (Umluft) 18 - 20 min backen, bis die Tarte eine goldige Farbe annimmt.

Aprikosengelee in der Mikrowelle erhitzen und auf den noch heißen Kuchen streichen. Mit Hagelzucker bestreuen. Dann auskühlen lassen und komplett erkaltet aus der Form heben.


Der Kuchen ist trotz der Wartezeiten für den Hefeteig nicht wirklich aufwendig, da der Teig an sich so leicht zu verarbeiten ist. Er wird total geschmeidig und klebt nirgends an. Ich hab ihn einfach mit etwas Mehl auf der Arbeitsplatte ausgerollt und in die Tarteform legen können. Bei vielen anderen Teigen reißt er mir beim Rüberheben, obwohl ich extra den Teig so leicht über das Nudelholz rolle und dann 'übersetze'. Mit dem Hefe-Mürb-Teig war das gar kein Stress. Den Überstand hab ich dann einfach mit dem Nudelholz so weggerollert, dass es abgeschnippelt wird. Die Streifen für obendrauf hab ich aus dem Restteig gemacht indem ich ihn ausgrollt und mit einem Pizzamesser (so ein Pizzaroller) Streifen abgeschnitten habe.


Wenn ihr mal Lust auf einen besonders leckeren Hefe-Kuchen habt, probiert das Goldstück mal aus. Ihr könnt ihn auch mit anderen Früchten füllen. Kirschen passen z.B. super, diese dann einfach mit etwas Stärke einkochen, mit Zimt und Anis würzen und abkühlen lassen. Ich wollte eigentlich auch noch Zimt zum Apfelmus rühren, hab ich allerdings vergessen. Das hab ich aber Null vermisst, die Apfelvariante ist auch ohne Zimt perfekt.

Sonntag, 9. September 2018

Wunderbar flaumiger Apfelschlupfkuchen [vegan]

Mitten in der Vollgas-Erntezeit werde ich ja immer fleißig von meinen Eltern beliefert. Zucchini, Zwetschgen, Äpfel, Tomaten, Paprika, Gurken, Kräuter, alles mögliche in Hülle und Fülle. Die erste Ladung Äpfel und Zwetschgen aus dem elterlichen Garten fanden ganz klassisch in einen überleckeren Streuselkuchen. Das ist Pflicht jedes Jahr, Apfelernte bedeutet Streusel-Himmel. Die nächste Lieferung war auch fix angekarrt und diesmal waren es weniger Äpfel, perfekt für einen weiteren Klassiker: Apfelschlupfkuchen. Natürlich wie von Omma, mit fancy Aprikotieren und so. Allerdings veganisiert, weil das im Idealfall genauso lecker ist und die Karmapunkte man doch mitnehmen kann ;)


Der Apfelschlupfkuchen wird schön flaumig und saftig, mit einer leckeren Zitronennote und fruchtigen Apfelschnitzen. Mir schmeckt er sogar noch besser als mein heißgeliebter Ur-Apfelschlupfkuchen, den ich als Vorlage benutzt habe. Das Verhältnis von Kuchenteig zu Apfel gefällt mir hier besser und der Teig bekommt eine so tolle Konsistenz. Fluffig und saftig zugleich. Ich hoffe man erkennt es auf den Bildern wie wunderbar flaumig der Kuchen geworden ist.


Apfelschlupfkuchen      
(26cm-Springform)

125 g Alsan (pflanzliche Margarine)
125 g Zucker
1 Pck CitroBack oder Schale einer Zitrone, fein gerieben
3 EL Ei-Ersatz verrührt mit 75 ml Wasser (hier MyEy Eyweiss)
3 EL Apfelmus, ungezuckert (ich hatte Selbstgemachtes von Mutti)
200 g Mehl (hier Dinkel 630, Weizen 405 oder 550 geht genauso)
2 TL Backpulver
3 - 4 Äpfel, eher säuerliche
2 EL Alsan (oder andere Pflanzenmargarine)
3 EL Aprikosenmarmelade (optional)

Alsan weich werden lassen, mit Zucker und Zitronenabrieb cremig schlagen. Ei-Ersatz und Apfelmus zugeben und gut unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und unter die Creme rühren.
Eine Springform (26cm) ausfetten, den Teig hineinfüllen und glatt streichen.
Ofen auf 180ºC Ober-/Unterhitze vorheizen.
In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, vierteln und vom Kernhaus befreien. Dann längs fächerförmig einschneiden, nicht ganz durchschneiden. Auf den Teig setzen und leicht andrücken. 2 EL Margarine erhitzen bis sie flüssig ist, die Apfelstücke damit bestreichen.
Bei 180ºC ca. 30 min backen. Anschließend noch heiß mit etwas erhitzter Aprikosenmarmelade bestreichen und vollständig abkühlen lassen.


Vorm Futtern könnt ihr noch Puderzucker darüberstäuben, das sieht immer noch sehr hübsch aus, süß genug ist er aber auch so. Bei uns hält der Kuchen immer nur sehr kurz, da futtert man fix mal zwei, drei Stücke am Tag weil er einfach sooo lecker ist.


Jetzt hab ich immer noch einen Eimer Zwetschgen rumstehen, der verarbeitet werden will. Da steht heute noch eine Streusel-Session an. Männchen hat mit dem letzten Apfelstreuselkuchen, der zu einem Teil mit Zwetschgen belegt war, nämlich Zwetschgenkuchen für sich entdeckt. Davor war es immer so ein 'ööh, Zwetschgen sind doof, schmecken so sauer'. Tja, wenn man ein halbes Kilo Margarine und tonnenweise Zucker dranpackt wirds auf einmal auch für Herrn Wos zum Essn interessant, so so.

Sonntag, 15. Juli 2018

Schnelle Apfel-Zimt-Schnecken mit Haselnusskrokant [vegan]

Es muss ja nicht immer die superaufwendige Hefe-Zimtschnecke mit gekochtem Kartoffelstampf im Teig für extra Fluffigkeit sein. Klar, damit pustet man jedem Zimtkringel-Liebhaber bestimmt die Sicherungen raus, macht aber ganz schön Arbeit. Für fix gebastelte Glückseligkeit mach ich gern was aus Blätterteig. Wird immer voll lecker, egal ob herzhaft wie die Bärlauchpesto-Schnecken oder Spinat-Blätterteig-Stangen oder süß wie Pudding-Schnecken.


Die schnellsten und gleichzeitg besten Blätterteiglinge waren diese zuletzt gerollten Apfel-Zimt-Schnecken mit Haselnusskrokant. Allein der Duft in der Küche wenn die süßen Teilchen im Backofen bruzeln ist schon so genial. Da schält sich Männchen auch mal aus seinem Zocksessel um schnüffelnd in die Küche zu tänzeln, hihi. Noch n bisschen leicht zitronigen Zuckerguss drüber und dann sind die knusprigen, zimtigen Apfelkringel auch schon fertig.


Apfel-Zimt-Schnecken      
(18 kleine Schneckchen)

1 Blätterteigrolle
3 EL Zucker
1/2 TL Zimt
1 kleiner Apfel
2 EL Haselnusskrokant (optional)
100 g Puderzucker
1 TL Zitronensaft oder 1 Tropfen Zitronenaroma

Blätterteig ausbreiten, Apfel schälen, entkernen und klein würfeln.
Zucker und Zimt gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen, Apfelwürfel und Haselnusskrokant darüberstreuen.
Über die lange Seite aufrollen, in ca. 2cm dicke Scheibchen schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluft) ca. 15 min backen, bis die Schnecken schön goldig angebräunt sind.
Aus Puderzucker, Zitronensaft und möglichst wenig heißem Wasser einen dicken Guss anrühren und die Schneckchen damit verzieren. Abkühlen lassen und sobald der Zuckerguss trocken ist kann losgeschlemmt werden.


Lange hat die erste Fuhre Apfel-Zimt-Schnecken nicht gereicht, gerade mal einen Tag wurden sie alt. Einfach zu gut, außen knusprig blätterig und innen süß-fruchtig und saftig. Der Haselnusskrokant ist eigentlich nur durch Zufall reingewandert, hatte ich hald noch da, gerade die karamelligen Knusperlinge machen die Kringel aber besonders lecker.


Sonntag, 5. März 2017

Coleslaw mit Rotkohl, Möhrchen und Apfel

Vor ner gefühlten Ewigkeit hab ich schon diesen Rotkohlsalat bei Melissa gesehen und uuunbedingt mal ausprobieren wollen. Den normalen Coleslaw mit Weißkraut mag ich nämlich schon recht gern. Den dann noch mit coolerem Rotkohl und etwas Joghurt statt Sahne-Mayo-Dressing pur hört sich doch super an. Dieses Wochenende bin ich nun endlich mal dazu gekommen diesen tuffigen Salat mit dem rosa Dressing nachzubasteln. Echt superlecker, eine schöne Abwechslung zum Standard-Krautsalat. Perfekt für die nächste Grillparty, oder für die Lunchbox, hihi.


Coleslaw mit Rotkohl    

1/2 Rotkohl
2 große Karotten
1 Apfel
2 EL vegane Mayonnaise (meine war von Follow Your Heart)
5 EL Sojajoghurt, natur
3 EL Soja Cuisine
3 EL Limettensaft
1 Schuss Weißweinessig
Salz, Pfeffer, Zucker

Rotkohl hobeln, Karotten fein raspeln, Apfel in dünne Schnitze schneiden und dann in Stifte. In einer Schüssel miteinander vermischen.
Mayo, Joghurt, Soja Cuisine und Limettensaft mischen, Salz, Pfeffer und Zucker zugeben und gut verrühren. Über das Gemüse geben, Weißweinessig zugeben und alles gut vermengen.
Mit den Gewürzen und evtl. etwas mehr Limettensaft oder Soja Cuisine abschmecken.
Etwas durchgezogen schmeckt der Salat noch besser!


Mir fehlte dann doch noch etwas Cremigkeit, deswegen kam noch ein Schluck Sojasahne mit rein^^ Natürlich gehts auch ohne, je nach Geschmack. Den Limettensaft kann man auch getrost mit Zitronensaft ersetzen. Ich hatte ja eigentlich vor ihn mit Zitrone zu machen, hatte aber keine mehr im Haus, upsi.

Sonntag, 19. Februar 2017

Zimtiger Karottenkuchen mit versunkenen Äpfeln [vegan]

Uuuh, dieser Kuchen-frisch-aus-dem-Ofen-Duft war so der Waaahn. So fruchtig, zimtig, bratapfelig, sabber! Ich wollte zwei unserer Lieblingskuchen verheiraten: Karotten-Guglhupf und Apfelschlupfkuchen. Oh yeah und es hat perfekt funktioniert. Saftiger Karottenkuchenboden mit extraviel Zimt und frischer Zitronennote, obendrauf und schön in den Teig gekuschelt die gebackenen Äpfelchen.


Herr Wos zum Essn wollte ja eigentlich einfach nur ganz normalen, unexperimentellen Ur-Möhrchen-Kuchen. Ich musste echt Überzeugungsarbeit leisten das Ding hier zu backen. Als er dann fertig gebacken war hat Männchen schon vom Duft in der Küche ganz glänzende Äuglein bekommen. Und die Verkostung lief auch ganz gut ;) Kleiner Tipp: Naaachbacken!


Karottenkuchen mit versunkenen Äpfeln      
(Für eine Springform mit 26cm* Durchmesser)

200 g Karotten
100 g Rohrohrzucker
100 ml Pflanzenöl, neutrales
3 TL Limettensaft (oder Zitrone)
1 TL Zitronenschale, fein gerieben
2 TL Vanillezucker
1 - 2 TL Zimt (bei mir eher 2)
2 Portionen Ei-Ersatz, angerührt**
200 g Mehl (bei mir Weizen, Typ 550)
2 TL Backpulver
3 große Äpfel (eher säuerliche nehmen, mit süßen schmeckts aber auch super^^)

Karotten fein raspeln, mit Rohrzucker, Pflanzenöl, Limettensaft, Zitronenschale, Vanillezucker und Zimt in eine Rührschüssel geben. Ei-Ersatz anrühren und dazugeben. Alles gut vermixen. Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren.
Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Springform (26cm) mit Pflanzenmargarine ausfetten, Teig hineinfüllen und glattstreichen.
Äpfel schälen, vierteln, Kernhaus entfernen, Außenseite fächerförmig einschneiden und mit der eingeschnittenen Seite nach oben auf dem Kuchen verteilen, leicht andrücken.
In den vorgeheizten Backofen schieben und ca. 40 min backen. Ich hab die letzten 5 min auf Umluft gewechselt, dass die Oberfläche schöner anbräunt. Aus dem Ofen holen, abkühlen lassen. Aus der Form heben und komplett ausgekühlt mit Puderzucker bestäubt servieren.


Ich liebe solche Experimente. Eigentlich kann man ja nur gewinnen, wenn man sich die Rosinen rauspickt und neu zusammenwürfelt. Aber man weiß ja nie. Immer erstmal testen und zur Sicherheit gleich nochmal und ja eigentlich so Dreifachbestimmung sollte schon sein... nomnomnom.



* Wenn ihr keine Springform mit 26cm habt, nehmt lieber eine etwas kleinere anstatt ne größere, der Teig ist sonst sehr flach. 24cm sollte auf jeden Fall auch passen, dann vielleicht 5 min länger backen.

** Ich benutze den Ei-Ersatz von 3Pauly. Natürlich geht auch genauso MyEy oder Sojamehl (2 EL mit 80ml Wasser verrührt, Apfelmus (3 EL) oder wenns nicht vegan sein muss auch 2 Eier. Bananen würd ich nicht hernehmen, da sie doch sehr im Geschmack dominieren würden. Ihr könnt den Ei-Ersatz aber auch einfach ersatzlos weglassen. Hab den Kuchen auch schon so gebacken und hält trotzdem zusammen^^


Samstag, 14. Mai 2016

Kartoffel-Ofengemüse mit Roter Bete und Äpfeln

Eigentlich sollte wohl unser Besuch auf der Analytica in München eher so Gedanken wie 'Uuh, eine Makro-EA, wie supi, da werden unsere Messergebnisse ja viel genauer, das wäre genial' oder 'Krass, ein Dispenser fürs Chloroform, dass wirs besser in die NMR-Röhrchen dosieren können' auslösen. Also wenns nachm Chef geht. Aber in Echt sind wir seit Dienstag nur damit beschäftigt herauszufinden, wie man das coole Lego-Mini-Labor vom Merck-Stand nachbauen kann. Wir wollen auch so eines haben, aaaah! Puh, zum Glück hat jemand am Mittwoch ein Foto von dem Teil getwittert und ich hab aufm Lappi noch so nen Lego-Designer. Mein verlängertes Wochenende ist also bereits verplant. Darum musste es auch simpel zusammenrührbares Futter geben. So wie dieses Kartoffel-Ofengemüse mit Roter Bete. Sieht nicht nur hübsch bunt aus aufm Tellerchen, es schmeckt durch die Rote Bete auch ohne Firlefanz total cool.


Ofengemüse mit Roter Bete und Äpfeln    
(2 Personen)

8 - 10 Kartoffeln, ca. 700 g
3 Karotten
2 Knollen Rote Bete, vorgegart
1 Apfel
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Kartoffeln und Karotten schälen, beides in Scheiben schneiden. Auf einem Backblech verteilen, mit Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 min garen bis die Kartoffeln (fast) gar sind. In der Zwischenzeit Rote Bete und Apfel in dünne Stücke schneiden. Sobald die Kartoffeln gar sind Rote Bete und Apfelstücke auf dem Blech verteilen und nochmal 10 min backen.


Dazu gabs bei uns Beilagen nach Kurdenstyle: Lecker Bulgur, selbstgemachtes Zaziki und grünen Salat mit extra saurem Dressing. Memo für mich: Zwei Zehen Knoblauch auf 200 g Zaziki sind zu hart. Schön reingepresst noch dazu, puh war das knoflig, haha.

Dienstag, 8. März 2016

Quarktaschen mit Stachelbeermarmelade und Äpfeln

Oh Shit, morgen Praktikum betreuen, öööh. Was nochmal? Polymer-Analytik. Grunz. Ich glaub ich sollt mir mal das Praktikumsskript durchlesen... Oder Moment, es gibt ja noch nen zweiten Betreuer, ich bin doch nur dabei um aufzupassen, dass keiner Säure süffelt und so. Also zum Kollegen robben, ausfragen was der Plan ist. Wie auch nur Halbwissen und mäßige Motivation, no. Ok, ich muss also doch was davor anschaun. Zonk. Von wegen reinstellen und zugucken. Muss ich echt was arbeiten. So ein Mist. Nach zwei Tagen Vollzeitbetreuung von Kooperationspartnern reichts mir die Woche eigentlich mit Händchen halten.


Oh, Apropos Arbeit. Diese Marmeladenvorräte aufzubrauchen kann auch ganz schön in Schufterei ausarten. Letztes Jahr beim Use Up Along hatte ich ja arge Probleme die ganzen Fruchtaufstriche loszubringen. Die Stachelbeermarmelade hat mich besonders geärgert und bis dieses Jahr überdauert (ohne kaputt zu gehen, yay). Aber nun war sie dran. Keine Gnade, die übelst süße, körndelige Stachelbeerpampe musste weg. Und das Ergebnis waren sowas von leckere Blätterteigtaschen mit Quark-Stachelbeer-Apfel-Füllung.


Quarktaschen mit Stachelbeermarmelade und Äpfeln    
(24 kleine Täschchen)

160 g Stachelbeermarmelade, evtl. passiert
250 g Quark
50 ml Milch
1 Pck Puddingpulver, Vanille
1 EL Vanillezucker
2 EL Zitronensaft
1 Apfel
2 Rollen Blätterteig

Marmelade, Quark, Milch, Puddingpulver, Vanillezucker und Zitronensaft verrühren. Apfel schälen, klein würfeln und unter die Quarkcreme heben.
Blätterteig jeweils in 12 Stücke teilen (bei mir mit der 1-2-3 Teig-Falle von Tupperware), jeweils 1 EL Füllung darauf geben und zu Täschchen verschließen. Ein paar mal an der Oberseite einstechen und auf mit Backpapier belegte Bleche verteilen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20 min backen, bis die Quarktaschen schön anbräunen.
Die abgekühlten Täschchen eventuell noch mit Zuckerguss bestreichen.


Mir haben sie ohne Zuckerguss auch geschmeckt, aber Herr Wos zum Essn fand sie ohne ein bisschen zu wenig süß. Also gabs doch noch etwas zitronigen Zuckerguss drauf. Verrückt wie lecker die geworden sind. Dank Quark wurde also doch noch was richtig Schmatziges aus der Stachelbeermarmelade.

Sonntag, 10. Januar 2016

Apfel-Sahne-Kuchen - Alles rein in den Teig!

Nooo, mein Urlaub neigt sich dem Ende. Morgen gehts nach drei Wochen wieder an die Arbeit, bäh. Ich hätte mich so schön an ausschlafen, viel kochen und backen, daheim bissle rumverschönern und das alles gewöhnt. So viel Spaß kann einem keine Arbeit machen, dass mich das morgen freut :P Erstmal schon dieses auuufstehn, buah. Ich bin einfach kein Morgenmensch. Und dann kommen diese blöden Verpflichtungen, erstmal Dinge regeln, ganz viele, die erst im neuen Jahr gemacht werden konnten, Geräteeinweisungen geben, wuärgs, und mehr Nervkrempel. Zum Glück hab ich liebe Kollegen, dann freu ich mich darauf die Nasen wieder zu sehen :)


Einer hatte ja sogar Geburstag und wird morgen Kuchen mitbringen, yay. Hoffentlich so Guten wie unser letztes Exemplar. Es gab (und ein paar Stückle sind auch noch da^^) Apfel-Sahne-Kuchen oder Torta alle mele (so heißt er bei Schlammdackel, wo ich auf das Rezept gestoßen bin). Ein zitroniger, sehr saftiger Apfelkuchen, bei dem die geschlagene Sahne mit in den Teig kommt. Durch Äpfel schnitzeln und separates Sahne aufschlagen nicht superfix gemacht, aber dennoch recht einfach und dafür total lecker.


Apfel-Sahne-Kuchen    
(26cm-Springform)

100 g Butter, weich
100 g Rohrohrzucker
2 Msp Vanille, gemahlen
2 Eier
Schale einer Zitrone, fein gerieben
100 g Mehl, Typ 405
1 TL Backpulver
200 ml Sahne
100 g Mandeln, blanchiert, gemahlen
3 Äpfel, säuerliche
Puderzucker zum Bestäuben

Butter mit Zucker und Vanille schaumig schlagen. Eier und Zitronenschale dazugeben und zu einer dicken Creme schlagen. Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren. Sahne steif schlagen, Äpfel schälen in Spalten schneiden und ca. 2/3 davon in kleine Stückchen schnippeln.
Sahne, Mandeln und Apfelstückchen unterheben. In eine gefettete Springform (26cm) füllen, glatt streichen und mit den Apfelspalten belegen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 40 - 50 min backen (Stäbchenprobe).
Etwas auskühlen lassen, den Ring von der Form lösen und komplett erkalten lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.


Sieht mit den Apfelspalten drauf total hübsch aus und ist suuupersaftig! Und die Sahne schmeckt man sogar etwas durch, hat irgendwie was cremiges, der Kuchen.


Es ist ja fast schon wieder Tea-Time, da muss ich gleich mal den Wasserkocher anschmeißen und das Kuchenmesser zücken! Die Sahne zum Kuchen kann man sich hier echt sparen, der ist so schon saftig genug. Mit der Zitronenschale zusammen ist das ne tolle Apfelkuchen-Kombination.

Montag, 2. Februar 2015

Apfel-Marzipan-Streusel Muffins, oder darfs lieber die Rotweinzwetschgen-Variante sein?

Bei The Vegetarian Diaries ist mir ein Rezept für Apfel-Crumble Muffins aufgefallen, das vollgas lecker klingt, superschnell geht und sogar meinen Urklumpen von Marzipan dahinraffen sollte. Ok, so ganz hab ich mich dann doch nicht an die Vorlage gehalten... Blätterteig hatte ich nicht da, gehackte Mandeln find ich doof, Rohrohrzucker war mir nicht so danach. Bei mir wurde es noch simpler, dafür etwas marzipaniger und mit einem Schlückchen Amaretto getuned. Mit dem streuseligen Gebrösel eine herrliche Sauerei, aber wirklich fix gemacht und übelst lecker! Ich hatte auch noch ein paar Rum-Rotwein-Zwetschgen gefunden und hab einen Teil damit gefüllt. Noch viel schneller und mindestens genauso lecker, yayhay.


Apfel-Marzipan-Streusel Muffins      
(Ergibt 12 Muffins)

200 g Mehl
200 g Zucker
200 g Margarine (Alsan)
1 1/2 EL Vanillezucker

Mehl, Zucker, Vanillezucker und gewürfelte Margarine in einer Schüssel leicht verkneten, bis Streusel entstehen.

2 Äpfel
100 g Marzipan
1 TL Zimt
2 EL Zucker
3 EL Amaretto

Äpfel schälen, vom Kernhaus befreien und schnitzeln. Marzipan in kleine Würfel schneiden und mit Zimt, Zucker und Amaretto unter die Äpfel mischen.

Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen. Die Böden der Muffins mit Streuseln bedecken, die Apfelmischung gleichmäßig auf die 12 Muffins verteilen und mit den restlichen Streuseln bedecken. Das dürfen wirklich ordentliche Berge werden, weil die Streusel und Äpfel beim Backen an Volumen verlieren.

Bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 min backen, bis die Streusel etwas angebräunt sind. 10 min abkühlen lassen, die Muffins aus dem Blech heben und vollständig abkühlen lassen.


Schmeckt übrigens auch wunderbar mit Rotweinzwetschgen anstatt der Apfel-Marzipan-Mischung. Ich hatte da noch so ein paar Reste rumschwimmen.


Und schon sind wieder zwei Zutaten von der Use Up Along Liste gestrichen, juhu! Die Äpfel hab ich noch im Gemüsefach gefunden, müssen schon ziemlich alt gewesen sein. Aber zum Backen taugen die immer noch.

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