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Sonntag, 10. November 2019

Wunderbar schlabbriger Rührtofu [vegan]

Tjaha was darf bei nem leckeren Brunch auf keinen Fall fehlen? Genau, richtig leckerer, herzhafter Rührtofu! Inzwischen hab ich schon einige probiert, mit zerhäckselten Champignons, aus Tofubröseln, mit Kichererbsenmantsch, Tomatenstücken oder einem kräftigen Schuss Sojasahne gepimpt und was sonst noch. Aber mein persönlicher Favorit ist dieser Rührtofu hier mit Räuchertofu und Seidentofu. Er wird wunderbar schlabbrig, hat eine schön herzhafte Komponente durch den Räuchertofu und schmeckt dank Kala Namak angenehm nach Rührei. 


Rührtofu  
(3 - 4 Portionen)

200 g Räuchertofu (ich nehm den von Taifun)
1 kleine bis mittelgroße Zwiebel
400 g Seidentofu (z.B. von Taifun^^)
Kurkuma, Paprika, Pfeffer
Kala Namak (geschwefeltes Salz)
Schnittlauch

Räuchertofu mit einer Gabel oder den Händen zerbröseln, Zwiebel klein würfeln, Seidentofu grob mit einer Gabel zerpflücken.
Zwiebeln mit Räuchertofu in etwas Öl anbraten bis die Zwiebeln weich sind und der Tofu etwas angebräunt. Mit 1/2 TL Kurkuma, 1/2 TL Paprika und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
Seidentofu zugeben und unter vorsichtigem Wenden ein paar Minuten braten bis die Konsistenz rühreimäßig ist und nicht mehr zu flüssig.
1/2 TL Kala Namak und Schnittlauchröllchen unterrühren und nochmal abschmecken.


Tipps:
- Das Kala Namak erst zum Schluss unterrühren da es bei Hitzeeinwirkung viel des Ei-Geschmacks verliert.
- Zusätzliches Salz ist normal nicht nötig da das Kala Namak als Salz reicht. 
- Man kann natürlich auch noch ein paar Tomatenstücke oder anderes Gemüse mitbraten. Mir ist der Rührtofu aber so pur am liebsten :)
- Ich nehme iiimmer den Taifuntofu. Gerade der Räuchertofu ist schön weich und lässt sich gut zerbröseln und der Seidentofu schmeckt total mild, so dass der Rührtofu schön eiig wird und keinen komischen Nebengeschmack nach Soja hat.
- Für den letzten Schliff geb ich noch ein klein bisschen Zwiebelpulver und Liebstöckel dazu.

Sonntag, 6. August 2017

Knusprige Granola-Frühstückspizza mit Joghurt und Früchten [vegan]

Granola, jaaa, dieses fancy Knuspermüsli, das man als hipper Healthy-Fitness-Influencer ja schon lange selbst bastelt. Natürlich mit Matchapulver, Proteinzeugs oder Chiasamen. Nää, das ist nicht so meins. Aber Knuspermüsli an sich ist schon was Goiles, Haferflocken und Nüsse mit Zucker und Kokosöl knusprig zusammengepappt, legga. Also musste ich es doch mal testen. Nach Porridge-Bowl, Sushi-Party und Pulled Jackfruit war jetzt mal das Granola dran.


Damit's obertuffig wird hab ich das Knuspermüsli noch dazu in Tartelett-Förmchen gepresst und zu Minipizzen gebacken, hehe. Dann Joghurt und Obst draufdrappiert und man hat ne meeegahübsche Frühstückspizza. Schon allein der Duft aus dem Backofen von der Haferflockenmasse ist sooo super! Einen von den vier Knusperböden hab ich schon vorm Belegen angeknabbert, doof für die Fotos später, aber ich konnt mich nicht zusammenreißen. Mit Joghurt und Obst wars natürlich noch besser, hach, echt saulecker!


Granola-Frühstückspizza      
(4 Minipizzen, Durchmesser 10 cm)

100 g Haferflocken (bei mir 4-Korn-Flocken)
60 g Nüsse (z.B. Cashews, Walnüsse und Pistazien)
1 EL Sesamsaat
50 ml Agavendicksaft
1 Msp Zimt
1 TL Vanillezucker
4 EL Kokosöl
Joghurt (ich hatte Vanille-Sojaghurt)
Früchte nach Wahl

Die Nüsse fein hacken (ich hab dafür so nen kleinen Tupper-Häcksler^^), Kokosöl evtl schmelzen (meins ist bei 25°C schon superweich).
Alle Zutaten, bis auf den Joghurt und die Früchte, gut vermischen und auf vier Tartelett-Schälchen verteilen und festdrücken.
Im vorgeheizten Ofen bei 165°C (Ober-Unterhitze) ca. 15 min lang backen, bis die Granola-Tarteletts schön angebräunt sind.
Aus dem Ofen nehmen und mit einem Esslöffel wieder in Form drücken, da die Ränder beim backen etwas absacken. Dann komplett auskühlen lassen. Je kälter sie sind, desto fester werden sie.
Zum aus der Form lösen vorsichtig die Ränder lockern und dann aus der Form heben. Die Tarteletts sind nicht superstabil, also vorsichtig hantieren. Wenn doch eines nen Riss bekommt, einfach wieder zusammendrücken, das klebt schon wieder zusammen.

Mit ein paar Teelöffeln Joghurt bestreichen und mit den Früchten garnieren.
Die Frühstückspizzen schnell servieren, da der Joghurt die Granola-Tarteletts mit der Zeit durchweicht. Ich find das allerdings nicht schlimm, schmeckt auch so supi, außen knusprig, innen weich.


Tipps:
- Statt Agavendicksaft geht auch Ahornsirup oder Honig
- Das Kokosöl schmeckt echt suuuperlecker, falls ihr aber keines habt kann man es auch mit Margarine ersetzen.
- Keinen zu süßen Joghurt nehmen, da das Granola schon süß ist, am Besten passt säuerlicher Naturjoghurt oder Vanillejoghurt

PS: Warum sehen die Bilder heute anders aus? Das kommt dabei raus, wenn das Standard-Objektiv kaputt ist, die bessere Kamera außer Haus samt Lieblingsobjektiv rumgammelt und einem das erst auffällt, wenn alles fertig hindrappiert wurde... Also Tele oder Fischauge, hmm. Ich hab mich aufn Stuhl gestellt und mit dem Teleobjektiv geknipst, eiei. Aber passt schon. Und wie ich grad die Requisiten aufgefuttert hab, kam natürlich Herr Wos zum Essn mit der guten Kamera zur Haustür rein, gnaa.


Sonntag, 28. Mai 2017

Porridge-Bowl - Meine erste tuffige Frühstücks-Schüssel

Jetzt ist es also doch passiert. Männchen hat das ja schon ewig geahnt. Schließlich besteht mein kompletter Küchenschrank nur noch aus 'Foodprops', wie pastellfarbige Tellerchen und Schüsselchen, Paperstraws, Backformen, Servierplatten, tuffige Muffinförmchen und Dekokrempel, der Schrank mit dem Backzeug besteht zur Hälfte aus tausend verschiedenen Zuckerstreuseln, unser Balkon wurde mit Foodprop-tauglichen Pflänzchen ausgestattet, Minigurke, pastellfarbige Miniblüten und Wiesenblümchen.


Gestern war es dann soweit, die totale Foodblogger-Überfreakness kam über mich. Nicht nur, dass ich jetzt auch so ne tuffige 'Bowl' gebastelt hab, nein es wurde vollgas dekoriert. Und damit die Zuckerstreusel-Blüten, -Herzchen und -Schmetterlinge perfekt (wie zufällig angeordnet, aber in Echt akribisch hingezittert) hindrappiert werden konnten kam das Übertool zum Einsatz: Die Pinzette. Hab ich eh noch ne ganze Auswahl davon von der Masterarbeit übrig, antistatisch, säurefest, und so. Hat sich das Physikstudium schon gelohnt, haa! Winzige, krumpelige Zuckerblüten mit Werkzeug arrangieren, easy.

Drin in der Frühstücks-Schüssel ist übrigens Porridge, Chia-Pudding mit Cranberrysaft, Trauben, Himbeeren, Beeren-Knuspermüsli, Schokoladen-Chunks und eben Deko-Zuckerzeug. Den Chia-Pudding mach ich immer aus 3 EL Chia-Samen mit 200 ml Sojamilch und 1 EL Vanillezucker, in ein Schraub-Glas, durchschütteln und nach 5 und 10 min nochmal durchschütteln und über Nacht im Kühlschrank durchglibbern lassen. Den hier hab ich nur mit Cranberrysaft gemacht.

Blog-Event CXXXI - Superbowls (Einsendeschluss 15. Juni 2017)

Meine erste Bowl kommt nicht so ganz zufällig genau jetzt daher. Bei Zorra gibt's ja jedes Monat ein neues Blog-Event und gerade ist das Thema 'Superbowls'. Verena von Verenas Blog Schöne Dinge hat sich das Thema ausgesucht und sammelt Ideen für jede Menge kunterbunte Schüsselchen, äh, natürlich Booowls, hehe.

Sonntag, 17. April 2016

Rosinen-Brötchen Deluxe: Pinzen-Brötchen [vegan]

Ich muss da ja noch was richtig stellen: Beim letzen Post gings ja um das süße Kuskus-Tier, bei dem ich tatsächlich zuerst an einen lustigen Rechtschreibfehler dachte. Kuskus, haha, ja das muss natürlich Couscous heißen, gibt ja auch das Tofutier oder das Dönertier. Aber als ich tatsächlich mal 'Kuskus' gegoogelt hab, kamen da Unmengen an putzigen Beuteltieren in der Bildersuche, ha! Baumbeutler, genauer gesagt. Verrückt, also gibts das Tier hald tatsächlich. Und ich bastel so ein affiges Couscous-Bällchen mit Kulleraugen drauf, pff. Schwach.


So ein Recherchefehler passiert mir nicht mehr. Wär mir doch glatt ein knuffiges, felliges, Baumbeuteltier durch die Lappen gegangen. Aber jetzt mal zum heutigen Rezept: Diese Pinzen-Brötchen, oder Oster-Hefe-Brötchen, oder Rosinen-Brötchen, oder wie auch immer, gabs bereits am Kar-Samstag zu nem veganen Brunch. Und, Oida, waren die geniaaal! Ein absoluter Waaahn. Superfluffig aufgegangen, herrliche Zitronen- und Vanillenote, leckere Rumrosinchen und saftig saftig saftig. Wir haben sie nicht einfach nur alle aufgefressen, wir haben sie vernichtet! Eigentlich war ich ja noch auf der Suche nach nem tollen (normalen, d.h. mit Ei und so) Hefezopf-Rezept. Aber nach DEN Brötchen back ich nie wieder andere. Geiler Scheiß. Sooo geht vegan, muha.


Pinzen-Brötchen      
(8 große Brötchen)

500 g Mehl (Typ 550)
1 TL Zitronenschale, gerieben
1 Prise Salz
70 g Margarine (Alsan)
1 Pck Trockenhefe
80 g Rohrohrzucker
2 EL Vanillezucker
260 ml Sojamilch (warm)
4 - 5 EL Rosinen (über Nacht in braunem Rum eingelegt)

Mehl, Zitronenschale und Salz in eine Schüssel geben, vermischen. Margarine in Flöckchen dazugeben und mit den Fingern unterkneten. Eine Mulde in den Teig drücken, Hefe, Zucker und Vanillezucker einstreuen und die warme Sojamilch dazugießen. Mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt 10 min an einem warmen Ort gehen lassen.

Rosinen abgießen (ich hebe den Rum auf für die nächste Fuhre Rumrosinen^^) und zum Vorteig geben, alles 10 min zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten. Eventuell noch etwas Mehl zugeben, zu fest soll der Teig aber nicht werden. Zugedeckt 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und in 8 Portionen teilen. Jeden Teigling zu einem Brötchen formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Nochmal abgedeckt für 30 min gehen lassen.

Die Oberseite ein paar mal einschneiden und mit Sojamilch bepinseln. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20 min backen, bis die Brötchen eine goldbraune Farbe annehmen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Optional vorm Abkühlen noch mit erwärmter Aprikosenmarmelade bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.


Das Originalrezept stammt übrigens aus Jérôme Eckmeiers neuestem Streich 'Vegane Lunchbox'. Hab nur den Hagelzucker und die Marmelade auf den Brötchen weggelassen. Das Büchlein ist echt der Hammer. So viele Einmerkzettelchen wie in dem hat sonst noch kein Kochbuch geschafft. Und allein die Pinzenstangen (wie sie im Buch vorkommen) sind schonmal so super...

Sonntag, 23. August 2015

Woah, voi guad! Mein erster grüner Smoothie mit Banane, Ananas und Radieschengrün

Jetzt ist es doch passiert. In meinem Mixer schlurpte plötzlich so ein grüner Smoothie rum... Wies dazu gekommen ist? Tja, eigentlich bin ich da ja schon länger drumrumgeschlichen, um diese grünen Smoothie Rezepte. Aber ich war rebellisch. Sollen die Gesundheitsfritzen doch die grüne Schlonze trinken, bääh. Als mich aber eine Green Smoothie Revolution 2015-Email von Roman Firnkranz erreichte, lernte ich ganz schnell, dass die Säfte rein gar nicht bäh sind.


Grundlage für einen echten grünen Smoothie ist nämlich nach wie vor Obst. Jede Menge Obst. Dann noch etwas Blattgrün dazuwerfen und mit genügend Wasser oder Pflanzenmilch aufgießen für die richtige Konsistenz. Easy. Und mit dem richtigen Fruchtzeug mächtig lecker. Mein erster Versuch bestand aus Babyananas, Banane und dem grünen Schlabberzeug von Radieschen. Wurde super-smoothie-cremig, gesund anmutend grün und abartig guuut! Würd mein Nerdkörper Fructose besser verarbeiten können, würd ich nur noch diesen grünen Supergoo süffeln.


Grüner Smoothie mit Radieschengrün (+ Ananas + Banane)    
(ca. 500 ml Smoothie)

1 Babyananas
1 Banane
1 Radieschenbund, das Grün davon
1 Schuss Zitronensaft
200 ml Wasser

Radieschengrün waschen und in den Mixer geben. Ananas von der Schale und dem holzigen Kern befreien, klein schneiden und zum Radieschengrün geben. Banane schälen, grob stückeln und ebenfalss in den Mixer geben. Mit einem Schuss Zitronensaft übergießen und mit einem Glas Wasser auffüllen. Schön cremig mixen und in geeignete Gläser oder ein Smoothiemitnehmdingens füllen.


Was übrigens süüper wäre für die zukünftige Smoothieproduktion: Ein richtig guter Mixer, der auch die Ananasfäden cremig gehäckselt bekommt. Und da hat die Green Smoothie Revolution 2015 ein Ass im Ärmel. Jeder eingereichte Beitrag kommt in die Lostrommel für einen Vitamix Pro 300 Hochleistungsmixer *kreisch*, den ich nur zu gern in meinen zittrigen Fingerchen halten würde.

Sonntag, 10. Mai 2015

Putzige Brezensemmelchen für den Muttertags-Brunch

Da hat sich die Mami aber gefreut. Ein gedecktes Tischchen mit allerlei selbstgebasteltem Zeug, von der Marmelade über die Semmelchen bis zu den Bärlauchschnecken. Der kleine Bruder hat sogar fleißig Obstsalat geschnibbelt, es wurden Tomaten und Gurkerlscheibchen drappiert und die Marmelade in hübsche kleine Schälchen gefüllt. Nur das rosa Blumensträußchen hat noch gefehlt, aber mein Balkon gibt noch nix Blumiges her. Da ich solche Anlässe auch gern für Experimente missbrauche gabs das erste Mal selbstgebackene Joghurtbrötchen und ebenso als Premiere selbstgeknetete Brezensemmelchen.


Die Joghurtbrötchen waren gut vorzubereiten, also kamen die als 'normale' Semmeln mit auf den Frühstückstisch. Der Teig war sehr klebrig, aber nach der Nacht im Kühlschrank mit etwas mehr Mehl verknetet kamen dann echt tolle Brötchen raus. Mit verschiedenen Körnchen bestreut wurde es auch gleich etwas bunter im Brotkörbchen. Supercool, dass ich das Rezept bei cookmania gefunden hab. Sehr lecker und gut vorzubereiten, genau richtig für den Mutti-Brunch.


Die Brezensemmelchen waren für mich absolutes Neuland. Laugengebäck hatte ich noch nie gemacht. Aber no risk no fun. Mit dem Rezept für Laugenbrezen aus Backschätze hab ich es gewagt. Und obwohl ich die vielen Wartezeiten sehr zusammengekürzt habe kamen wunderbar brezige Semmelchen raus. Trotz der Bärlauchschneckchen, einiger Croissants und Joghurtbrötchen haben wir zu fünft alle bis auf vier verdrückt. Yo!


Brezensemmelchen    
(16 Stück)

500 g Mehl (Weizen 550)
1/2 Würfel Hefe
100 ml Wasser, lauwarm
1 TL Zucker

Mehl in eine Schüssel geben. Eine Mulde in die Mitte drücken, Hefe hineinbröckeln, Wasser und Zucker zugeben und mit etwas Mehl verrühren. 15 min gehen lassen.

170 ml Wasser, lauwarm
2 TL Salz
25 g Butter, weich (oder Alsan für eine vegane Variante)

Wasser, Salz und Butter zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Mehrmals halbieren, bis 16 gleich große Teigklumpen entstanden sind. Die Teiglinge zu Kugeln formen und zugedeckt nochmal 20 min an einem warmen Ort gehen lassen. Dann bis zum nächsten Schritt im Kühlschrank lagern.

500 ml Wasser
10 g Natron
grobes Salz

Wasser aufkochen und Natron vorsichtig einrühren. Die Teigkugeln auf der Oberseite kreuzförmig einritzen und mit einer Schaumkelle für ca. 20 Sekunden in die Natronlauge geben. Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech richten und mit dem groben Salz bestreuen.

Auf den Boden des Backofens eine ofenfeste Schale mit heißem Wasser stellen und auf 180°C (Umluft) vorheizen. Die Brezensemmelchen in ca. 25 min schön braun backen.

Samstag, 7. März 2015

Kein Brunch ohne veganen Eiersalat! Leckerlecker!

Juhu! Endlich wieder Freiheit! Nach der Abkapselung auf eine kleine Klosterinsel, mit übelst vollem Tagesprogramm, quasi kein Internetzugang, aber dafür mit ordentlichen Biervorräten für die Abendgestaltung, bin ich wieder zurück in der Zivilisation. Keine coolen Mutantenenten mehr dressieren, so lange kickern bis die anderen so betrunken sind, dass auch ich mal gewinne oder aus Rache den Fleischfressern ihre Beilagen wegfuttern. Ach ja, so nervig Seminare im Voraus immer erscheinen, sind sie ja dann doch nicht;) Aber das Letzte hat mich nun viel zu lange davon abgehalten den superleckeren veganen Eiersalat zu posten, den es in der letzten Use Up Along Woche gegeben hat. Ich liebe ihn wirklich sehr, viel mehr als den 'echten' Eiersalat. Der Renner auf jedem veganen Buffet!


Veganer Eiersalat    
(Buffetmenge, für den Eigengebrauch höchstens die Hälfte machen)

265 g Kichererbsen (1 Dose)
110 g Spiralnudeln, trocken
1/2 Zwiebel
160 g Mayonnaise*
Schnittlauchröllchen
Salz, Pfeffer
Kala Namak

Kichererbsen fein pürieren.
Nudeln in Salzwasser al dente kochen und etwas abkühlen lassen. Fein hacken und zu dem Kichererbsenmus geben.
Zwiebel fein würfeln und ebenfalls unter die Kichererbsen mischen.
Mayonnaise dazugeben und mit gut einem halben Bund Schnittlauch, Salz, Pfeffer und Kala Namak abschmecken.

*Mayonnaise, vegan    

100 ml Sojamilch, neutral
1 EL Weißweinessig
150 ml Sonnenblumenöl
1/2 EL Dijonsenf
Salz, Pfeffer

Sojamilch mit Essig in einem Mixer gut vermischen. Bei mittlerer Stufe das Öl sehr langsam dazugeben. Es bildet sich eine genial cremige Mayonnaise. Mit Senf, Salz und Pfeffer abschmecken.

Mittwoch, 30. April 2014

Innen fluffig, außen knusprig - Kaiserschmarrn 2.0 mit karamellisierten Apfelspalten

Das ist er, DER perfekte Kaiserschmarrn. Wir hatten ja schon ein extrem gutes Ausgangsrezept, allerdings fehlte uns immer diese supercoole Karamellschicht, wie wir das ausm Brandl-Bräu kennen. Ewig haben wir rumprobiert, Butter, Butterschmalz, mehr, weniger, zuerst Zucker ankaramellisieren, dann die Kaiserschmarrnstücke wieder dazuschmeißen. Alles falsch, die richtige Methode lautet, einfach normalen Zucker, statt Puderzeug nehmen. Aaah. Und dann wär da noch die ultimative Kaiserschmarrnpimpung: Ankaramellisierte Apfelspalten, omnomnom! Ich wage es zu behaupten, ja, dieser Kaiserschmarrn ist DER Beste weit und breit.


Kaiserschmarrn 2.0    
(Als Nachspeise für 2 nicht zu voll gefutterte Leutchen)

2 Eiweiß, steif geschlagen
100 g Mehl, gesiebt
20 g Zucker
1/8 l Milch
1 kleine Prise Salz
2 Eigelb
2 EL Rosinen
1/2 kleiner Apfel
Butterschmalz
Zucker

Mehl, Zucker, Milch, Salz und Eigelb mit dem Handmixer schaumig rühren.
In der Zwischenzeit 2 EL Butterschmalz in einer großen, beschichteten Pfanne zerlaufen lassen (Stufe 6).
Eischnee unter die Creme heben und in die Pfanne füllen. 1 - 2 EL Rosinen darauf verteilen. Ca. 5 min stocken lassen.
Apfel vom Kernhaus befreien und in dünne Spalten schneiden.
Schmarrn in Viertel teilen und wenden. Nach 1 min in Stücke teilen und umrühren.
2 EL Butterschmalz in groben Flocken auf dem Kaiserschmarrn verteilen, ordentlich mit Zucker bestreuen (5 - 6 EL) und umrühren. Apfelspalten dazugeben und nochmal umrühren.
Hitze erhöhen (Stufe 8) und kurz ankaramellisieren lassen. Einmal durchrühren, dass alles einigermaßen gewendet wird. Nochmal kurz ankaramellisieren lassen und dann Pfanne vom Herd nehmen.
Mit Puderzucker bestreut servieren und Apfelmus dazu bereit stellen.


Dienstag, 15. April 2014

Sooo fluffy: Avocado-Rührkuchen

Bei der Avocado-Schokoladencreme von letztens brauchte ich ja nur eine halbe Avocado und ich fragte mich schon, was ich so schnell mit dem Rest anfangen sollte. Erst einmal angeschnitten werden die Teile ja doch recht schnell hässlich braun. Aber noch am gleichen Tag bin ich bei Schokohimmel fündig geworden. Ein simpler Rührkuchen mit Avocado drin, vanillig, fluffig und creeemig soll er sein. Das musste ich ausprobieren. Beim Blick in den Kühlschrank fiel mir die Alsan-Butter in die Augen. Schlurpt schon viel zu lange da rum. Und sie wog exakt 112 g, genau die Menge, die ich brauchen würde. Und dann hab ich gleich den ganzen Kuchen veganisiert (ich liebe Eiersatzpampe anrühren, das ist wie Kleisterschlonze, hihi).


Ooh und dann passt das grüne Kuchenrezept auch noch super zum Frühlingsgefühle Blog-Event bei klein & zuckersüß, juhu (großer Zufall *hüstel). Den Zuckerguss hab ich extra total frühlingsmäßig mit grünem Dekorzucker und bunten Blättchen bestreut. Man erkennt bestimmt voll die saftige Wiese mit den tuffigen Blümchen darin...
Schmecken tut der Avocado-Rührkuchen übrigens genial! Vanillig, sehr saftig und ultrafluffig, der Wahnsinn. Die Avocado schmeckt man gar nicht mehr, nur die grüne Farbe bleibt:)


Avocado-Rührkuchen      
(Für eine kleine 20cm-Kastenform - Für eine normal große Kastenkuchenform (25cm) einfach das Rezept verdoppeln. Meine 20cm-Form ist so ein tolles 'Halbes-Rezept'-Teil^^)

1/2 Avocado
1 TL Zitronensaft
112 g Margarine (Alsan)
100 g Zucker
2 Tl Vanillezucker
2 Msp Vanillemark
2 Portionen Eiersatz, angerührt (entsprechend 2 Eiern)
200 g Mehl
2 TL Backpulver
50 ml Sojasahne (oder 30 ml Milch)

Margarine, Zucker, Vanillezucker, Vanille und Eier cremig schlagen, bis der Zucker nicht mehr knuspert.
Avocadofleisch mit Zitronensaft glatt pürieren und zu der Buttercreme geben.
Mehl mit Backpulver mischen und zusammen mit der Sojasahne zur Creme geben.
Gut vermixen und in eine gefettete Kastenform füllen. Glattstreichen und bei 160ºC (Ober/-Unterhitze) 50 - 60 min backen (Stäbchentest!).

Kuchen aus dem Ofen nehmen, 10 min abkühlen lassen und dann aus der Form stürzen.
Aus 100 g Puderzucker, 3 Tropfen Zitronenaroma und heißem Wasser eine dicke Glasur anrühren. Auf dem Kuchen verstreichen und zügig nach Belieben verzieren, bevor der Zuckerguss anzieht.

Freitag, 25. Oktober 2013

Fruit Cake - very british!

Ich weiß nicht, mit was mich die Biene infiziert hat, die mich vor gut zwei Wochen, gefangen in meinem Schal, gepiekst hat... Aber seit dem probier ich ein verstrahltes Rezept nach dem anderen aus. Neuester Kanditat: Ein Fruit Cake. Bei Gudrun von Neues von der Insel gefunden (da hatte ich schon die ultrafluffigen Scones her) und eigentlich wohl ein Rezept vom Oliver Jamie. Auch wenn sich der Name nach einem klassischen Kuchenrezept anhört, futtert man den Fruit Cake übrigens nicht zum Nachmittagskaffeezerl, sondern als 'After Dinner Treat' mit Butter und Käse.

Ich wollte mir da allerdings ein Hintertürchen offen lassen und hab deswegen das Rezept etwas nachmittagskuchentauglicher angepasst. Ein Ei mehr, kirschigen Schwarztee statt Earl Grey, ..., und zum Schluss einen Schuss Rum, der passte einfach noch dazu.


Ja und was ist nun draus geworden? Also ein Nachmittagskuchen ist es echt nicht, dafür ist er doch etwas zu brotähnlich, obwohl der Fruit Cake wunderbar saftig, fluffig und fruchtig geworden ist. Ich habs dann mit Käse probiert und yay mann, das war echt sooo gut. Das passt so genial zusammen, der süße, weiche Fruit Cake und ordentlich Käse dazu, hmmm! Auch alles weitere Herzhafte passte drauf: Butter mit Salz, Lachsschinken und am besten war das Geräucherte.


Fruit Cake      
(1 Kastenform, 25 cm)

400 g Trockenfrüchte
Schale einer Zitrone, gerieben
4 Beutel Earl Grey Tee
300 ml Wasser, kochend

Trockenfrüchte (bei mir waren es getrocknete Ananas, Cranberries und Sultaninen) mit Zitronenschale mischen. Einen kräftigen Tee aus den vier Beuteln Earl Grey (ich hatte noch Schwarztee mit Kirsche da, passte auch sehr gut) und dem kochenden Wasser brühen und die Früchte damit übergießen. Über Nacht abgedeckt ziehen lassen.

2 Eier
200 g Zucker
80 ml Orangensaft (bei mir wars Orangina)
380 g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Lebkuchengewürz
1 Schuss Rum

Die Eier mit dem Zucker cremig schlagen. Orangensaft, Mehl, Backpulver und Gewürz grob dazumischen. Die eingeweichten Früchte leicht anpürieren (ich wollte dadurch die riesigen Ananasstücke kleiner bekommen) und mit dem Rum unterheben. Den Teig in eine gefettete Kastenform füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180ºC (Ober-/Unterhitze) 70 - 75 min backen. Wenn der Kuchen recht schnell bräunt kann man ihn mit Alufolie abdecken, und so weiterbacken bis er durch ist (Holzstäbchenprobe).

100 ml Wasser
50 g Zucker
1 Beutel Earl Grey Tee
1/2 Zitrone (Saft + Schale)

In der Zwischenzeit aus Wasser, Zucker, Teebeutel und Saft, sowie Abrieb der Zitrone einen Sirup kochen (ca. 15 - 20 min). Den Kuchen frisch aus dem Ofen mit einem Schaschlikstäbchen mehrfach von oben einstechen und mit dem Sirup tränken.



Christina von Christina macht was sucht übrigens noch bis 3.11. leckere, vegetarische Herbstrezepte im Rahmen ihres Blog-Events. Am liebsten mit Tee als Zutat, aber auch jedes andere vegetarische Herbstrezept ist willkommen.

Ich reihe mich mit meinem herbstlichen, teegetränkten Fruit Cake bei den Teilnehmern ein und hoffe ein tolles Teepaket zu gewinnen:)


Freitag, 11. Oktober 2013

Heut wird mal ordentlich gefrühstückt!

Bei Frl. Moonstruck kocht! gibts gerade ein nettes Blog-Event-Thema: Speise morgens wie ein... Fräulein! Ich find ja den Blog an sich schon so toll, dass ich da mit machen muss und das Thema ist auch witzig:) Allerdings muss ich mir als absoluter Frühstücksmuffel da erst was einfallen lassen... Unter der Woche futter ich morgens nämlich nie was. Am Wochenende ists dann die obligatorische Nutella-Semmel und wenn wir frühstücken gehn schlägt mein Herz nur für Croissants mit Erdbeermarmelade und dazu Obstsalat und frisch gepresster Orangensaft. Dann bin ich glücklich. Da brauch ich keine Abwechslung, es gibt für mich einfach nichts Besseres.

Wenn man allerdings richtig leckere Butter-Croissants machen will, steht man ewig in der Küche. Deswegen hab ich mich für andere Marmeladenträger entschieden. Schon in der Schule waren unsere Scones (neben den flambierten Brandy-Pancakes für gewisse Lehrer) bei der Cookery Competition der Renner also gibts die heute mal wieder. Ich hab ein noch besseres Rezept bei Neues von der Insel gefunden: Extrafluffige Scones. Dazu gabs selbstgemachte Heidelbeer-Orangen-Marmelade aus den letzten eingefrorenen Beerchen. Die pure Heidelbeermarmelade taugt mir nicht so, ist sogar mir zu süß, aber mit dem Orangensaft dazu wirds frischer und ein bisschen Säure in der Marmelade ist immer lecker:)



Scones, superfluffig   
(12 Stück)

350 g Mehl
2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
85 g Butter, kalt, gewürfelt
4 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
150 g Joghurt, natur
4 EL Milch

Aus allen Zutaten einen geschmeidigen Teig kneten. Aus dem Teig ca. 2,5 cm dicke Scheibchen formen (bei mir wurden es nur 11 weil ich so viel von dem verdammt leckeren Teig genascht hab). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit Milch oder Eigelb bestreichen. Bei 220ºC (Ober-/Unterhitze) ca. 12 min backen.


Ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen und die Scones waren echt superfluffig! Schön locker und trotzdem sehr saftig. Das ist ja bei Scones immer bisschen gefährlich, dass die pupstrocken werden... Damit wird das mein neues Standardrezept für lecker Scones:)



Heidelbeer-Orangen-Marmelade 

500 g Heidelbeeren
250 ml Orangensaft, frisch gepresst
330 g Gelierzucker 3:1

Alle Zutaten zusammen aufkochen und bei niedriger Hitze ca. 5 min köcheln lassen. Gelierprobe machen (evtl. noch etwas weiterköcheln lassen, bis es geliert) und in sterilisierte Gläser abfüllen.
Ich habe das Ganze noch kurz durchpüriert, weil ich kein großer Fan von Batzen in der Marmelade bin. Die Marmeladenschicht auf meinem Semmerl muss homogen verteilbar sein;)


Hat auch super zu den Scones gepasst. Leicht säuerlich und trotzdem fruchtigsüß auf joghurtfrischen Brötchen, fast so gut wie Croissants mit Erdbeermarmelade;)


Speise morgens wie ein Fräulein, quer

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