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Samstag, 5. Juni 2021

Rhabarber-Erdbeer-Kuchen mit supercremiger Vanillefüllung und Streuseln on top [vegan]

Als dieser Rhabarber-Kuchen aus dem Ofen kam, herrlich nach Streuseln duftend, die roten Erdbeeren durchscheinend, und so leicht wabbelig von der megacremigen Vanillecreme, habe ich es schon erahnt: Ich habe ein Monster erschaffen, ein wahnsinnig leckeres und süßes Monster hehe. 


Es ist wirklich die Kombi von allem was man sich nur wünschen kann als Begleiter für den fruchtig-sauren Rhabarber. Als erstes ein keksiger Mürbteigboden, dann eine wunderbar cremig-samtige Vanilleschicht, sanft schmiegen sich Erdbeeren und Rhabarberstücke auf die Creme und schließlich wird das ganze von herrlich 'buttrig'-zuckrigen Streuseln gekrönt. Also wenn ihr auf der Suche nach einem unfassbar dekadenten Kuchen seid, Jutebeutel eingepackt und los in den nächsten Laden für folgende Zutaten:


Cremiger Rhabarber-Erdbeer-Streuselkuchen, vegan      
(28cm-Springform)

300 g Mehl (Weizen, Typ 405)
200 g Alsan (vegane Margarine)
100 g Zucker
1 kl. Prise Salz
1/2 Fläschchen Butter-Vanille-Aroma (das von Dr.Oe ist vegan)

Aus den Zutaten einen homogenen Teig kneten, zu einer Kugel formen und luftdicht verpackt 30-60 min im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit eine 28-cm-Springform mit Margarine ausfetten, mit etwas Mehl bestäuben. Ofen auf 190°C Umluft vorheizen. Den Mürbteig nun auf etwas mehr als die Springformgröße ausrollen, in die Form transferieren, Rand hochziehen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und für 5 min ins Tiefkühlfach stellen. Zum Blindbacken den Teigboden mit Backpapier auslegen, Backerbsen darauf geben und 10 - 15 min vorbacken. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen (Blindbackerbsen und Backpapier entfernen).

400 ml Schlagcreme (die Universelle von Schlagfix, oder andere vegane Sahne)
200 ml Mandelmilch (oder andere Pflanzenmilch)
1 Pck Vanille-Puddingpulver
100 g Zucker
75 g Alsan

Puddingpulver und Zucker mischen, mit etwas von der Mandelmilch klümpchenfrei anrühren. Restliche Mandelmilch mit Schlagcreme in einem Topf zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen, Puddingpulvermix einrühren, zurück auf den Herd stellen und unter Rühren aufkochen. Sobald es kocht 1 min unter Rühren köcheln lassen, dann vom Herd nehmen, Alsan dazugeben und verrühren bis es ein homogener Pudding ist. Auf den Mürbteigboden geben und glattstreichen.

200 g Erdbeeren
200 g Rhabarber + etwas Zucker 

Erdbeeren waschen, je nach Größe halbieren oder vierteln. Rhabarber waschen, die Haut abziehen, in ca. 2 cm lange Stücke schneiden, mit etwas Zucker bestreuen und kurz ziehen lassen. Das Obst auf der Puddingcreme verteilen.

150 g Mehl
100 g Alsan, grob gewürfelt
70 g Zucker
1 TL Vanillezucker

Die Zutaten grob verkneten, so dass eher Brösel als ein homogener Teig entstehen. Streuselteig mit beiden Händen bröselig auf dem Kuchen verteilen.

Im vorgeheizten Ofen bei 175°C Umluft 30 - 35 min backen, bis die Streusel schön goldig gebräunt sind. Den Kuchen dann gut abkühlen lassen, aus der Form lösen und nochmal über Nacht im Kühlschrank erkalten lassen, dass die Creme fest genug wird zum Anschneiden.


Besonders viel Spaß macht so ein Kuchen in ner Runde mit Vegan-Skeptikern. Einfach warten bis sie sabbern und schmatzend losschaufeln, freudestrahlend mit der Gabel in die Creme fahren und die heruntergekullerten Streusel zusammenpicken um bloß keinen Krümel übrig zu lassen... Und dann seid ihr an der Reihe. Ein bisschen die Lippen spitzen, Grinsebacken unter Kontrolle halten, und dann lasst es raus: voll vegan hehehe.

Der Kuchen schmeckt natürlich auch mit jedem erdenklichen anderen Obst, besonders mit eher säuerlichen Sorten wie roten Johannisbeeren oder Himbeeren. Gerade rote Früchte passen richtig gut zu der süßen Vanillecreme.

Sonntag, 3. Juni 2018

Meeegacremiger, fruchtiger Rhabarber-Puddingcreme-Kuchen [vegan]

Was ich bei Pudding-Kuchen ja echt fies finde ist, wenn die Puddingschicht so richtig glibberig-fest ist, als hätte jemand ein paar Tütchen Gelatine darin verloren. Wenn es allerdings mehr so in Richtung cremiger Schmand- oder Käsekuchen geht bin ich wieder dabei, hihi. Eines meiner ersten Rezepte am Blog war so ein genialer Rhabarberkuchen mit geschmeidiger Schmand-Pudding-Schicht. So schön cremig, hach wenn man da mit der Gabel schon reinfährt. Der 'neue' Rhabarber-Puddingcreme-Kuchen ist jetzt in einer sehr simplen, veganen Variante und wurde dank der Schlagcreme im Pudding auch wieder herrlich cremig und behält aber brav seine Form beim Anschneiden. Rhabarber wird im Hause Wos zum Essn wahrscheinlich nie mehr anders verarbeitet als in diesem unverschämt samtigen Kuchen. Probiert ihn unbedingt mal aus, die Säure und Fruchtigkeit der Rhabarber-Erdbeer-Schicht harmoniert super mit dem cremigen Vanille-Pudding und dem süßen Mürbteig.


Rhabarber-Puddingcreme-Kuchen      
(26cm-Springform)

240 g Mehl (Weizen, Typ 405)
160 g Alsan (Pflanzenmargarine)
80 g Zucker
1 EL Vanillezucker

Mehl, Zucker und Vanillezucker in eine Schüssel geben. Alsan dazuwürfeln und zu einem glatten Teig verkneten.
Eine 26-cm-Springform mit etwas Alsan ausfetten.
3/4 des Teigs auf den Boden drücken und mit dem restlichen Teig einen ca. 2 cm hohen Rand formen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen.

1 Pck Puddingpulver, Vanille (37 g)
100 g Zucker
200 ml Mandelmilch
400 ml Schlagfix (die universelle)
80 g Alsan

Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.
Puddingpulver und Zucker in einer großen Tasse vermischen. Mit so viel Mandelmilch anrühren, dass ihr ein klümpchenfreies Gemisch anrühren könnt.
Restliche Milch in einen Topf geben. Schlagfix dazugeben und unter gelegentlichem Rühren aufkochen.
Topf vom Herd ziehen, angerührtes Puddingpulver einrühren, zurück auf den Herd stellen und unter Rühren aufkochen lassen. Sobald es kocht noch eine Minute köcheln lassen, dabei weiterrühren dass nichts klumpt.
Vom Herd ziehen, Alsan zugeben und verrühren bis die Alsan geschmolzen ist und sich mit dem Pudding vermischt hat.
Auf den vorbereiteten Mürbteigboden in die Form füllen, ggf. glatt streichen und im vorgeheizten Ofen bei 175°C (Umluft) 30 min backen.
Aus dem Ofen nehmen und in der Form gut abkühlen lassen bis der Pudding fest ist.

500 g Rhabarber
120 - 200 ml Erdbeersoße oder -sirup (je nach Süße und Geschmack)
300 ml Wasser
2 EL Zitronensaft
4 EL Speisestärke mit etwas Wasser angerührt

Rhabarber schälen und in 2 cm lange Stücke schneiden.
Zusammen mit der Erdbeersoße, Wasser und Zitronensaft in einen Topf geben und aufkochen.
2 min köcheln lassen.
Die angerührte Speisestärke unterziehen und nochmal unter Rühren 1 min köcheln lassen.
Auf den fertig gebackenen Puddingkuchen geben, glatt streichen und abkühlen lassen.
Dann noch mind. 2h im Kühlschrank durchkühlen, dass die Rhabarberschicht fest genug wird.


Beim ersten Versuch war ich wieder zu ungeduldig (und hatte mich mit der Zeitplanung etwas verhudelt), also floss die Rhabarberschicht wie ein Vulkanausbruch vom Pudding, upsi. Nach ner Runde im Kühlschrank wars dann aber perfekt. Gerade so fest, dass man problemlos schöne Stücke abschneiden konnte aber trotzdem noch supercremig im Inneren und auch obenauf weich genug, dass kein gelatinehaftes Tortenguss-Feeling aufkam.

Sonntag, 23. April 2017

Rhabarber-Himbeer-Kuchen mit Puddingcreme [vegan]

Verrückt, wie viel Rhabarber in Muttis Garten schon wuchert. Da nehm ich natürlich gerne das ein oder andere Kilo ab, hehe. Vor einiger Zeit hatte ich mal nen ziemlich leckeren Rhabarber-Schmand-Kuchen gebacken, den wir nachmittags dann bei Mutti reingefuttert haben. So einen wollte ich gern nochmal machen, nur etwas 'optimiert'. Also einmal vllt ohne tierische Bestandteile, das kann ja jeder machen wie er will. Ich hatte noch von nem veganen Brunch recht viele vegane Sachen im Kühlschrank und wollte die aufbrauchen ;) Deswegen kam bei mir Mandelmilch, Creme Vega (statt Schmand) und Margarine rein.


Und dann wäre da noch die Optik. So faseriger, pinker Rhabarber-Himbeer-Schlonz sieht echt nicht toll aus. Also den Rhabarber kleiner geschnippelt, dass die Fasern kürzer werden und die Himbeeren erst zum Schluss untergehoben, dass nur ein paar pinke Tupfen in der Rhabarber-Kompott-Decke sind. Geschmacklich ist er wieder super geworden. die vanillige, supercremige Puddingschicht und darauf schön säuerlich und fruchtig das Rhabarber-Himbeer-Kompott. Kam wieder sehr gut weg auf der sonntäglichen Kuchentafel :)


Rhabarber-Himbeer-Kuchen mit Puddingcreme      
(26-cm-Springform)

Mürbteig:
150 g Mehl (Weizenmehl, Typ 405)
1 TL Backpulver
100 g Zucker
100 g feste Margarine (z.B. Alsan)
1Schuss kaltes Wasser
1 EL Vanillezucker

Alle Zutaten miteinander verkneten, dann in eine 26cm-Springform (vorher mit etwas Margarine ausfetten) drücken, dabei ca. 2 cm Rand hochziehen.

Puddingcreme:
300 ml Pflanzenmilch (bei mir Mandeldrink von Alpro)
1 Pck Vanillepuddingpulver
120 g Zucker
1 EL Vanillezucker
150 g Creme Vega (oder ersatzweise Sojaquark)
100 g Sojaquark (Alpro Go On)

Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.
Alle Zutaten gut miteinander verquirlen, bis eine möglichst homogene Masse entstanden ist. Ich vermische zuerst Zucker, und Vanillepulver und gebe dann nach und nach die Milch dazu, dass keine Klümpchen entstehen. Dann erst die restlichen Zutaten.
Puddingcreme in die vorbereitete Form füllen und ca. 30 min bei 175ºC (Umluft) backen.

Rhabarber-Himbeer-Kompott:
500 g Rhabarber
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 EL Zitronensaft
3-4 EL Speisestärke
250 g Himbeeren (TK)

Rhabarber waschen, schälen und in ca. 1 cm lange Stücke schneiden. Zucker und 200 ml Wasser aufkochen. Rhabarber, 1 EL Vanillezucker und Zitronensaft zugeben. Alles zugedeckt ca. 2 min dünsten. Mit Speisestärke (in etwas kaltem Wasser klumpenfrei angerührt) binden. Vom Herd ziehen, Himbeeren unterheben.
Das Kompott auf dem Kuchen verteilen und kalt stellen.


Da bei Zorra's Blogevent gerade das Thema 'Genuss des Frühlings' ist, passt mein Rezept doch super rein. Gastgeberin ist diesmal Jeanette von Cuisine Violette und sie wünscht sich besonders regionale und saisonale Zutaten. Muttis selbstgezogener Rhabarber darf da natürlich nicht auf dem Tellerchen fehlen.

Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings (Einsendeschluss 15. Mai 2017)

Montag, 7. September 2015

Jam jam jam Rhabarberpudding-Streuselkuchen zu jeder Jahreszeit

Damals, zu einer anderen Jahreszeit, es war noch Frühling, fand ich ein Kuchenrezept mit dem klangvollen Namen 'Rhabarber-Puddingkuchen mit Butterstreuseln'. Er solle der Beste seiner Art sein, munkelte es weithin. Die holde Lisa vom Blog Essperiment war die begnadete Bäckerin und lüftete das sagenumwobene Geheimnis dieses überaus köstlichen Gebäcks mit der sonst oft ungeliebten Rhabarberfüllung. Es ist das Zusammenspiel vieler kleiner Komponenten, die diesen Kuchen so entzücken lassen. Man gieße kostbaren Rhabarbersaft zum Pudding, durchdringe die Rhabarberschicht mit feinen Erdbeeren, ziehe zarte Butter unter die Creme und vollende das Werk schließlich mit himmlischen Butterstreuseln.

Da konnte ich natürlich nicht widerstehen. Die Idee mit dem Rhabarbersaft ließ mich nicht mehr los und musste auch mal ausprobiert werden. Ich wollte einen saisonunabhängigen Puddingstreuselkuchen fabrizieren, der aber das gewisse Etwas hat. Also schnappte ich mir die Rhabarbersaft-Puddingcreme von Lisas Rhabarber-Puddingkuchen und kombinierte sie mit Mürbteigboden und meinen Lieblingsstreuseln zu einem superleckeren Rhabarberpudding-Streuselkuchen. Die einzigartig fruchtige Säure vom Rhabarber passt so perfekt zu der cremigen Vanillepuddingschicht. Tja, und Streusel machen einfach jeden Kuchen noch etwas perfekter ;)


Rhabarberpudding-Streuselkuchen    
(20cm-Springform, für eine 26/28er-Form einfach das Rezept verdoppeln)

150 g Mehl
50 g Zucker
100 g Butter
3 Tropfen Bittermandelaroma
1 kl. Prise Salz

Mehl, Zucker, Bittermandelaroma und Salz in eine kleine Rührschüssel geben. Butter darüberwürfeln und mit den Händen zu einem Mürbteig verkneten.
Eine 20cm-Springform ausfetten und den Mürbteig hineindrücken, dabei ca. 3 cm Rand hochziehen.

150 ml + 3 EL Rhabarbernektar
100 g Schmand
50 g Zucker
1/2 Pck Puddingpulver, Vanille
1 EL Vanillezucker
1 Ei
30 g Butter, Zimmertemperatur

150 ml Rhabarbernektar mit Schmand, Zucker und dem Ei glatt rühren. In einem Topf unter ständigem Rühren aufkochen.
Die 3 EL Rhabarbernektar mit Vanillezucker und Puddingpulver klümpchenfrei anrühren.
Topf vom Herd ziehen und angerührtes Puddingpulver zügig einrühren. Nochmal aufkochen und eine Minute köcheln lassen, dabei immer weiter rühren.
In ein Schale füllen, mit Frischhaltefolie blasenfrei abdecken (so entsteht keine Puddinghaut) und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Wenn der Pudding kalt genug ist, die Butter unterziehen und die Creme dann in die Springform füllen.

100 g Mehl
75 Zucker
1 TL Vanillezucker
75 g Butter

Mehl, Zucker und Vanillezucker in eine Rührschüssel geben, kalte Butter in Flocken darauf verteilen.
Grob durchkneten, dass Streusel entstehen und auf der Puddingschicht verteilen. Evtl noch etwas Rhabarbersaft zuvor auf die Puddingcreme geben, dass sich die Streusel von unten etwas mit dem Saft vollsaugen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 50 min backen, bis die Streusel schön angebräunt sind. Die letzten 10 min auf 170°C Umluft umschalten.
Gut auskühlen lassen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen, bevor man sich drauf stürzt.


Dadurch, dass man für diesen Kuchen nur Rhabarbersaft unf keinen frischen Rhabarber braucht, kann man das leckere Streuselküchlein genießen wann man will. Mutti war besonders begeistert und will ihn gleich mal als Blechkuchen nachbaun. Aber ist ja auch kein Wunder, schließlich sind Boden und Streusel nach ihrem Apfelstreuselkuchenrezept zusammengebacken ;) Sogar der Herr Rhabarberskeptiker im Hause Wos zum Essn fand den Kuchen super, juhu.

Sonntag, 19. April 2015

Rhabarber-Schnecken, äh nein halt, es gibt Stachelbeer-Schnecken!

Eigentlich wollte ich ja mein tolles Rhabarbermus vom letztjährigen Rhabarbersirup kochen in tuffige kleine Hefeschneckchen packen. Bei Tina gabs nämlich vor kurzem coole Rhabarberschnecken und nachdem die so lecker herschauen, wollte ich sowas jetzt am Wochenende auch. Wies dann soweit war das Mus auf den fertig ausgerollten, mit Zucker bestreuten Hefeteig zu packen ging natürlich was schief: Das Rhabarbermus war sauer geworden, määhäää! Erst bin ich wie ein kleines Klammeräffchen an dem saumäßig fest sitzenden Deckelchen gehangen. Klopfen, anwärmen, Tuch drumwickeln und wieder mit aller Kraft dran zerren, alles fürn Popo. Und dann kriegt man das Mistglas doch endlich auf und das blöde Mus ist kapuuutt *heul. Ja doof, voll doof irgendwie. Der Hefeteig liegt jetzt hier so rum und wartet auf eine Bestreicheleinheit, eigentlich mit lecker Mus. Was passt da jetzt dazu... Haha, Stachelbeermamalaad! Ist ja fast das Gleiche *hust. Ja, es gibt also Stachelbeer-Schnecken, mit Rhabarberzuckerguss. Wenigstens der muss sein.


Stachelbeer-Schnecken      
(20 kleine Exemplare)

100 ml Milch, lauwarm
1 TL Trockenhefe
70 g Zucker
250 g Mehl
50 g Butter, weich
3 EL Naturjoghurt (50 g)
2 Msp Vanille, gemahlen
1 Prise Salz

Milch mit einer Prise Zucker und der Hefe vermischen und ca. 10 min gehen lassen.
Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben, mit der Hefemilch übergießen und zu einem glatten Teig verkneten.
Abgedeckt an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.

5 - 6 EL Stachelbeermarmelade (ca. 150 g)
2 EL Zucker
Mehl

Hefeteig mit Mehl bestäuben und auf einer bemehlten Fläche geschmeidig kneten, bis der Teig nicht mehr klebt.
Rechteckig ausrollen (ca. 30 x 50 cm), Zucker darauf streuen und mit der Stachelbeermarmelade bestreichen. Von der langen Seite her aufrollen und ca. 2 cm dicke Scheiben abschneiden.
Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und nochmal 20 min gehen lassen.


Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen und ca. 20 min lang backen. Sobald die Schneckchen etwas braun werden, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.


100 g Puderzucker
2 EL Rhabarbersirup
Wasser, heiß

Aus Puderzucker, Sirup und heißem Wasser einen Guss anrühren und die Stachelbeer-Schnecken zügig damit bestreichen.


Hätt ich keine Alternative für das Rhabarbermus gefunden wär da noch ein Plan B gewesen: Den Hefeteig einfach roh auffuttern! Der war nämlich soo lecker! Neuer Lieblingsteig. Vanille, Hefe und Joghurt ist super. Aber auch das Stachelbeer-Endprodukt war echt toll. Herr Wos zum Essn ist bei so neuem Süßkram ja immer etwas skeptisch, aber die Schneckchen schwinden geradezu dahin, hehe.



So, und während ich hier mit einem Stachelbeer-Schneckchen in den Pfoten ein paar Frühlingssonnenstrahlen am Balkon einfange, geht des Rezept auf leckere Reise rüber zu Sia's Spring Soulfood Blog-Event. Bis 21. April sammelt Sia noch jede Menge frühlingshafte, seelenschmeichelnde Rezepte für alles was man um diese Jahreszeit gerne macht. Eis schlemmen, die ersten Grillspieße zusammenbasteln, das Picknickkörbchen füllen, usw. Meine Stachelbeer-Schnecken würd ich das nächste mal eindeutig in den Picknickkorb packen und sie dann auf einem Hügelchen mitten unter hohem Gras reinmümmeln, hach. Am besten mit einem Marienkäfer auf der Schulter und Blick in die Ferne. Wird Zeit die Picknickdecke wieder vorzuholen :)

Sonntag, 20. April 2014

Rhabarber-Pistazien-Tarte: Überzeugt den letzten Rhabarbermuffel

Mit diesem Kuchen hätte ich bestimmt so den einen oder anderen Rhabarberskeptiker umstimmen können: Rhabarber-Pistazien-Tarte. Ein mit feinen Pistazien gepimpter Mürbteigboden, darauf puddingartige, vanillige Füllung und 128 (Zitat mein Bruder: Ah, also 2 hoch 7...) Rhabarberstückchen in konzentrischen Kreisen angeordnet. Nochmal Rhabarbersirup darüber und die fruchtig-säuerliche Rhabarbernote fügt sich perfekt in ein saftiges Vanillebett auf pistazienfeinem, buttrigen Fundament ein - nooom! Obwohl alle schon vollgefuttert waren gingen noch einige Stücke weg, yay. Schmeckt echt suuuper! Auf die Idee hat mich Eva-Maria von der Zuckerbäckerei gebracht. Eigentlich hab ich nur den Boden etwas abgeändert, indem ich die Pistazien reingemahlen hab, anstatt sie zum Schluss über die Tarte zu streuen. Und zum Rhabarbersirup einkochen war ich zu faul, da hab ich lieber das Selbstgemachte vom letzten Jahr aus dem Geheimvorrat gezogen, hehe.


Rhabarber-Pistazien-Tarte    
(28cm-Tarteform)

175 g Mehl
25 g Pistazien
100 g Butter
75 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei

Gekühlte Butter in kleine Würfel schneiden. Pistazien fein mahlen (ich hab sie im Quickchef ordentlich zerkleinert). Beides mit den restlichen Zutaten zu einem Mürbteig verkneten und kurz kühl stellen. Den Boden der Tarteform ausfetten und gleichmäßig mit dem Teig auskleiden. Jetzt Ofen auf 180ºC (Ober-/ Unterhitze) vorheizen und die Tarte in der Zwischenzeit in den Kühlschrank stellen. Dann 20 min backen und anschließend etwas abkühlen lassen.


3-5 Stangen Rhabarber
30 g Zucker

Rhabarber waschen, schälen und in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Mit dem Zucker mischen und 15 min ziehen lassen.

375 ml Milch
3 Eier
30 g Stärke
75 g Zucker
2 EL Vanillezucker

Aus den angebenen Zutaten einen Pudding kochen und auf dem vorgebackenen Boden verstreichen.
Ofen auf 200ºC (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Die Rhabarberstücke auf dem Kuchen verteilen (Saft auffangen) und nochmal für 20 min in den Ofen schieben.


In der Zwischenzeit den Rhabarbersaft etwas einköcheln (oder einfach das Rhabarbersirup von letztem Jahr aus dem Vorrat holen^^).
Den noch heißen Kuchen mit dem Sirup beträufeln und abkühlen lassen.



Bei uns hats die Rhabarber-Pistazien-Tarte zwar schon am Karfreitag gegeben, weil da die ganze Familie zum traditionellen (und künstlerisch wertvollen!) Eierbemalen zusammengekommen ist, aber ich denke es passt auch super zu einem feierlichen Osterbrunch. Beim Blog-Event Ach, du dickes Ei! bei Tina's Tausendschön wird nach allen nur vorstellbaren leckeren Rezepten für den Osterbrunch gesucht. Mal schaun, was da so alles zusammen kommt. Alles ist möglich, vom klassischen Osterlämmchen über abgefahrene Cocktails bis zur herzhaften Frühstücksstulle. Bin schon gespannt:D


Donnerstag, 30. Mai 2013

Woaa, des is ja voi rot worn:D

Der Rhabarber türmt sich immer noch in Muttis Garten und deswegen hab ich vor Kurzem ein Rhabarber-Sirup-Rezept ausprobiert, das ich zufällig beim Stöbern nach meinem verloren gegangenen Holunderblüten-Sirup-Rezept auf Julianes Blog entdeckt habe. Das Sirup ist wirklich lecker geworden und unerwartet rot-pink, denn ich hab ehrlicherweise beim Anblick der Fotos von Juliane gedacht, das ist doch nachgefärbt;) Aber es wird von ganz alleine knallrot:D Man kann es einfach zu Sprudel geben und als Rhabarberlimo süffeln oder z.B. mit Prosecco oder so vermischen, auch lecker und total tuffig:)

Vollgas rotes Rhabarber-Sirup. Ich hoffe, der Teil den ich in alte Grillsaucenfläschchen gefüllt hab schmeckt danach nicht nach Curry, Schaschlik und Co. Daneben ist noch ein Glaserl Rhabarbermus.


Rhabarber-Sirup   

1,9kg Rhabarber
1,2kg Zucker
650ml Wasser
4 EL Limettensaft

Rhabarber ungeschält (wichtig, sonst wirds nicht rosa!) in dünne Scheiben schneiden, mit Zucker vermischen und mehrere Stunden ziehen lassen.
Wasser und Limettensaft zugeben und 30 min kochen, bis Rhabarber zu Mus zerfallen ist.
Pampe durch Sieb filtern, Mus aufheben. Sirup nochmal 10-20 min köcheln und in sterilisierte Flaschen abfüllen.
Ergab bei mir ca. 1,5l Sirup. Das Mus hab ich unverändert in sterilisierte Gläser abgefüllt, das schmeckt als Marmelade total lecker:)

Hoffentlich blüht bald der Holunder, ich muss unbedingt noch Julianes Holunderblüten-Sirup nachkochen. Das Rezept hört sich genauso an wie eines das ich schon mal vor zwei Jahren gemacht hab. Das war so einfach und gut:)

Freitag, 10. Mai 2013

Loot! ja Mutti mia kenna ois braucha

Yay, gestern war Vatertag, d.h. bei uns tonnenweise gegrilltes Zeugs, lecker Salate, Bier, Nachspeisen und Kuuuchen! Also haben wir uns ordentlich mit lecker Fleisch und Bratwürschtln vollgestopft, danach Eis gefuttert und als irgendwann wieder eine Ritze im Magen frei war wurde dann noch der Kuchen nachgeschaufelt. Da der Garten vom Rhabarber nur so überwuchert wird und der Eingang zum Gewächshaus nur noch mit der Machete geebnet werden kann, musste ein Rhabarberkuchen her. Hmm, doof, weil ich das Zeug eigentlich nicht so super finde, aber ertränkt in Erdbeersirup wurde ein fruchtig-säuerlicher Kuchen geboren. Ist leider schneller weg als man denkt, und bevor man das zweite Stück aufladen kann, hat die verfressene Sippe schon alles aufgefuttert.

 
Lecker Rhabarber-Schmand-Kuchen, der wenig nach Rhabarber schmeckt, hehe. Der Rhabarber rundet durch seine fruchtige Säure die Süße der Pudding-Schmandcreme perfekt ab. 


Rhabarber-Schmand-Kuchen   

Mürbteig:
150 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g Zucker
100 g Butter
1 Ei

Aus den Zutaten einen Mürbteig herstellen, kurz kühlen und dann in eine 26cm-Springform drücken, dabei ca. 2 cm Rand hochziehen.

Puddingcreme:
300 ml Milch
1 Pck Vanillepuddingpulver
120 g Zucker
250 g Schmand

Pudding nach Anleitung zubereiten, aber mit den oben angegebenen Mengen für Zucker und Milch, abkühlen lassen und den Schmand unterrühren.
Puddingcreme in die vorbereitete Form füllen und ca. 30 min bei 175ºC backen.

Rhabarberkompott:
500 g Rhabarber
100-120 ml Erdbeersirup
2 EL Zitronensaft
3-4 EL Speisestärke

Rhabarber waschen, schälen und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Erdbeersirup und 200 ml Wasser aufkochen. Rhabarber, 1 EL Zucker und Zitronensaft zugeben. Alles zugedeckt ca. 2 min dünsten. Mit Speisestärke binden und abkühlen lassen.
Das Kompott auf dem erkalteten Kuchen verteilen und kalt stellen.


Neben der Riesen-Fresserei konnte noch ein bisschen Essbares aus Muttis Garten erbeutet werden und so haben wir nun einen neuen Mitbewohner. Zu uns gesellt hat sich der "Mane", ein saftiges Bürschchen, das nur darauf wartet in Röllchen geschnibbelt und über alle möglichen Salate gestreut zu werden. Außerdem ist nun unsere Hilde nicht mehr allein und wir hoffen, dass sie durch die Gesellschaft endlich wieder zu neuem Leben erblüht.


Im Hintergrund unser neuer Schnittlauch "Mane" aus Muttis Garten. Vorn die traurige Hilde, die arme Oreganopflanze lässt schon länger das Köpfchen hängen:/


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