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Samstag, 22. Oktober 2016

Shahi Paneer - Tomatig-cremiges Curry mit indischem Frischkäse

Also in so manchen europäischen Ländern ist veggiemäßig ja echt noch etwas Nachholbedarf... Letzte Woche in Nizza ist mir das mal wieder aufgefallen. Klar, es hätte auch ein paar wenige rein vegetarische oder vegane Restaurants gegeben, aber meine durchweg fleischfressenden Kollegen hab ich da nicht reinbekommen. Jeden Tag Pizza in irgendeiner Brasserie wollte ich aber auch nicht futtern und klassisch Asiatisch fanden wir leider nur fastfoodmäßige Läden. Da kam meine rettende Idee: Suchen wir doch nach einem indischen Futtertempel! Und yeah, Volltreffer für alle.


Meine Erbsen-Kartoffelpampe war zwar nichts Weltbewegendes, aber ich hatte auch keine Woche zuvor dieses supercremig-tomatige, selbstgeköchelte Shahi Paneer gefuttert^^ Das war so superlecker, da hatte es das uncremige Gemüsetöpfchen im Restaurant dagegen schwer. Also wenn ihr mal Muse ordentlich rumzuköcheln und Vollgas Bock auf ein samtiges, fruchtigtomatiges, gemüsiges Curry mit lecker Panirwürfeln habt, dann bastelt euch mal dieses supercoole Shahi Paneer zusammen, übelst schnabolierig!


Shahi Paneer   
(2 bis 3 Portionen, je nach Hunger und Beilage^^)

ca. 250 g Paneer (aus 1,5 l Milch, Grundrezept hier: *klick)
1 Zucchini
1 Paprika, gelb
1 Zwiebel
1 Stück Ingwer (ca. daumengroß)
1 grüne Peperoni
5 Kardamomkörner
4 Tomaten
1 TL Garam Masala
1/2 TL Paprikapulver
1/2 TL Pfeffer, frisch gemahlen
Salz
1 EL Tomatenmark (2fach konz.)
100 ml Milch
100 ml Sahne
Frischer Koriander

Paneer würfeln, Paprika in mundgerechte Stücke schneiden, Zucchini längs halbieren und schräg in Scheibchen schneiden.
Zwiebel grob würfeln, Ingwer fein hacken, Peperoni klein schneiden. Tomaten würfeln.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen (möglichst eine hohe mit Deckel nehmen, denn später spratzelts ganz schön^^), Zwiebelwürfel, Ingwer, Peperoni jnd Kardamom darin anbraten, bis die Zwiebeln glasig werden. Tomaten zugeben und abgedeckt köcheln lassen bis die Tomaten weich sind.
In ein hohes Gefäß umfüllen jnd mit dem Pürierstab mixen. Durchpassieren.
Wieder etwas Öl in der Pfanne erhitzen, durchpassierte Tomatensauce dazugeben, Garam Masala, Paprikapulver, Pfeffer, Salz und Tomatenmark zugeben und abgedeckt einköcheln lassen bis sich das Öl wieder abtrennt (siehe linkes Foto unten). Zwischendurch umrühren, dass nichts anbrennt. Und ja, jetzt spratzelts...^^
In der Zwischenzeit in einer zweiten Pfanne Zucchini und Paprika anbraten. Paneerwürfel mit kochendem Wasser übergießen, dass alle Würfel mit Wasser bedeckt sind.
Auf niedrige Hitze zurückdrehen und Milch schluckweise unterrühren. Sahne dazugeben und gut verrühren.
Paneer abgießen und mit dem Gemüse zur Tomatensauce geben. Unterheben und mit etwas Koriander bestreut servieren.


Dazu passt natürlich Reis und/oder Naan-Brot. Auch ein grünes Salätchen ist nie verkehrt zu so nem eher reichhaltigen Curry ;) Oh und Memo an mich: Nie wieder die Schärfe einer Peperoni am untersten Ende testen... Ja, die kann ganz unten nur nach Paprika schmecken. Irgendwo weiter oben muss es aber doch sauscharf geworden sein, weil das Curry zum Schluss ganz schön Wumms hatte für nur eine Peperoni.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Spinatcurry mit gerösteter Paprika und lila Curry

Baaa, Mist, wie sehr hätt ich mir gestern so ne Plastikspritze ausm Labor gewünscht. Es gibt echt kaum was ausm Labor, dass man nicht als Küchenequipment missbrauchen könnte. Egal ob coole, hitzebeständige Messbecher, superpraktische Kolben zum schwenken, Magnetrührer oder eben diese steril verpackten kleinen Einwegspritzen. Wie hätte man denn besser 2ml-Portionen Obstbrand in die Minilöcher der Schnaps-Pralinen-Hohlkörper füllen können? Zum Glück hab ich daheim dann doch noch eine gefunden. Bekommt man ja manchmal vom Tierarzt oder so mit, damit man z.B. kleine geschwächte Nager daheim besser füttern kann. Mit der frisch ausgekochten 5ml-Spritze bewaffnet konnte es dann los gehen. Easypeasy sag ich da nur. In unter einer Stunde waren die 30 Pralinchen befüllt, verschlossen, schokoliert und verziert, optimal.


Perfekt nach einer Stunde Schokolade schlecken und Schnapsreste schlürfen ist übrigens unser zuletzt zusammengeköcheltes Spinatcurry mit gerösteter Paprika. Wir habens einmal mit Panir gemacht, da hat uns etwas der Biss gefehlt im großen Ganzen. Wobei ich Panir eigentlich immer gooil finde, egal was dabei ist^^ Trotzdem gabs nochmal eine zweite Variante mit knackiger Zucchini und rundherum angebruzelten Kartoffelwürfeln und schon war dieses Problemchen gelöst. Denn geschmacklich konnte man nicht meckern. Röstaromen vom Rauchpaprika und den gerösteten Paprikaschoten, das coole lila Curry und dazu bissle Tomate und Spinat, das kann ja nicht verkehrt sein ;)


Spinat-Curry mit gerösteter Paprika und lila Curry     
(3 - 4 Portionen, je nach Beilage)

3 Paprika, rot
400 ml Kokosmilch
1 Zwiebel, rot
2 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
250 g Spinat (TK)
250 g Panir oder Kartoffeln (für die vegane Variante Kartoffeln nehmen^^)
250 g Zucchini
1 Prise geräuchertes Paprikapulver
2 EL lila Curry (oder beliebigen anderen Curry)
Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Zucker

Die Paprikas halbieren und von Häuten und Kernen befreien. Eine Paprikahälfte in Streifen und dann in kleine Würfel schneiden, für später zur Seite stellen. Restliche Paprikahälften im vorgeheizten Ofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca 20 min lang backen, bis die Haut verbrannt ist.
In der Zwischenzeit Zwiebel würfeln, ebenso den Panir oder die Kartoffeln und die Zucchini.
Zwiebelwürfel mit Knoblauchzehen in etwas Öl braun anbraten und in einen Mixer geben.
Nun die Paprikahälften aus dem Ofen holen, in eine Gefriertüte geben, verschließen und ca 10 min 'schwitzen' lassen, damit sich die Haut besser löst (ist trotzdem ein bisschen ein Gefummel, besser noch nicht zu hungrig sein zu diesem Zeitpunkt^^).
Dann die Paprikahälften häuten und zusammen mit Kokosmilch und Tomatenmark zu den Zwiebeln in den Mixer geben und fein pürieren.
Panir- oder Kartoffelwürfel in etwas Öl von allen Seiten anbraten, bis sie schön angebräunt sind, salzen und pfeffern, zur Seite stellen.
In einem hohen Topf (es wird nämlich ganz schön spritzen und blubbern) das Paprikapüree aufkochen, Spinat, Currypulver, geräuchertes Paprikapulver, eine Prise Zucker, Salz und Pfeffer zugeben und einköcheln lassen, bis die Sauce andickt (ca. 20 min).
Paprikawürfel und Zucchinistückchen zugeben und weitere 10 min köcheln lassen. Mit den Gewürzen und Chili abschmecken.
Kartoffel- oder Panirwürfel unterheben, kurz erwärmen lassen und mit z.B. Basmatireis, einem grünen Salat und Naanbrot servieren.


Bei uns gabs nur Salat und Reis dazu, daher waren es eher nur drei Portionen. Außerdem gabs bei der ersten Version keine Zucchini und Kartoffeln mit im Curry. Mit Naanbrot noch dazu müsste das dann also doch vier Portionen hergeben.


Lila Curry wird wahrscheinlich nicht gerade jeder daheim rumliegen haben. Aber man kann ja quasi alles irgendwie ersetzen. Ich denke da passt so ziemlich jedes etwas coolere Curry dazu, egal ob Madras, Fünf-Gewürze oder sonst was. Ich finde nur es sollte keine süßliche Mischung sein. Aber probieren geht über studieren ;) Das besondere am lila Curry ist die extra Portion Blütenzeug. Dadurch hat es was blumiges, total tuffig!

Es gab bei uns ja schon viele Currys, wenn ihr Hunger auf mehr bekommen habt, schaut doch mal hier *klicki nach :)

Dienstag, 21. April 2015

Panir Tikka - Marinierter, gegrillter Frischkäse in sahnigem Tomatencurry

Gaaanz knapp vor samtig cremigem Navratan Korma kommt auf meiner indischen Lieblingsfutterliste das Panir Tikka. Das sind indische Frischkäsewürfel, die in einer Joghurt-Tandoori-Paste mariniert und gegrillt werden und dann in einer sahnigen Tomaten-Currysauce zusammen mit leckerem Gemüse kurz rumdümpeln dürfen, bis alles mit einem Berg Reis verdrückt wird. Beim Inder bekommt man das Ganze in einem bruzelnden Pfännchen serviert, was natürlich noch cooler ist. Aber meine Heimvariante war auch ohne Bruzeldingens der Haaammer (das 'Haaammer' muss man sich hier singend in einer höheren Tonlage vorstellen^^).


Panir Tikka  

250 g Panir *
2 TL Tandoori
1/2 TL Garam Masala
1 TL Ginger & Garlic Paste **
2 EL Joghurt
2 EL Sahne
1 EL Öl

Panir würfeln. Aus den restlichen Zutaten eine Marinade anrühren. Die Panirwürfel darin wenden und luftdicht in eine Tüte packen (möglichst viel Luft aus der Tüte drücken). Etwas ziehen lassen (z.B. über Nacht oder auch nur 2 Stunden, je nach Zeit und Muse).

1/4 TL Kardamomsamen
1 Chili, getrocknet
2 EL Tomatenmark
500 ml Tomaten, passiert
1 TL Ginger & Garlic Paste **
2 TL Paprika
je 1/2 TL Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Ingwer
Zimt (1/4 TL), Zucker, Salz
1/2 Paprika
1/2 Zwiebel, rot
100 g Champignons
100 ml Sahne
Koriander, frisch

Kardamomsamen und Chili mörsern. In etwas Öl erhitzen, Tomatenmark zugeben und anrösten.
Mit passierten Tomaten ablöschen, Ginger & Garlic Paste und Gewürze zugeben und für ca. 20 min einköcheln lassen.
Paprika und Zwiebel in mundgerechte Stücke schneiden. Champignons putzen und in Scheiben schneiden.
Gemüse zum Tomatensud geben, mit etwas Wasser (100 - 150 ml) auffüllen und nochmal 10 min köcheln.
In der Zwischenzeit die marinierten Panirwürfel auf Alufolie richten und im Backofen mit Grillfunktion ca. 10 min anrösten.
Sahne unter die Currysauce rühren und mit Gewürzen und Zucker abschmecken.
Gegrillte Panirstücke unterheben und 2 min ziehen lassen. Ein paar Korianderblättchen hacken und darüber streuen.
Mit z.B. Jasminreis und Naan-Brot servieren.


* Der Panir war wieder selbst gebastelt, diesmal aus zwei Litern Milch, was ca. 250 g Käseausbeute ergab.

** statt 1 TL Ginger & Garlic kann man auch ein kleines Stück Ingwer reiben und eine Knoblauchzehe dazupressen.

Donnerstag, 19. März 2015

Samtigcremiges, vollaromatisches Lieblingscurry: Navratan Korma

H.s schlimmste Befürchtungen sind eingetreten: Auch ich horte inzwischen einen Riesenstapel tuffige bunte Teller, unterschiedlichste Schälchen, Servietten, Tücher, extra Besteck... Food Props hald. Aber mal ehrlich, so ein Navratan Korma sieht doch auf einem knalligen Ornamenttellerchen viel indischer aus, als auf einem weißen Standardteller. Maaann, ich hab da Cashewnüsse mit Kokosmilch samtig püriert, selbstgemachte Panirwürfel angebruzelt, acht verschiedene Gemüsesorten dazu und sogar die Currycreme frisch angerührt. Dann schlonz ich das doch nicht lieblos auf nen fadweißen Alltagsteller. Farbe, Muster, Cranberrystückchen als Topping (schmeckt übrigens genial dazu)! Jaa, so schaut das schon eher auch so lecker aus wie es wirklich war. Yammi! Es war nämlich echt saugut!

Navrattan Korma

Navratan Korma  
Für eine vegane Variante schaut mal hier: *klick ;)
(3 Portionen)

2 Zehen Knoblauch
1 Stück Ingwer (2cm)
1 EL Tomatenmark
je 1/2 TL Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma
2 TL Garam Masala
100 ml Kokosmilch
1/2 TL Sambal Oelek

Alle Zutaten in einen Mixer geben (ich habs mit dem Tupper Zerkleinerer gemacht) und zu einer Creme pürieren.

2 EL Butterschmalz
180 g Panir (Rezept)
1 Zwiebel
1 Kartoffel
Gemüse nach Belieben (bei mir: 1 Möhrchen, 100 g Broccoli, 1/4 Paprika, 1/3 Zucchini, 2 Frühlingszwiebeln, TK-Erbsen)
50 g Cashewnüsse
200 ml Milch
100 ml Kokosmilch
1/2 Becher Sahne
Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Panir in Würfel schneiden. Kartoffel würfeln, Zwiebel in Ringe und restliches Gemüse in dünne Stücke schneiden.
Cashewnüsse mit Milch und Kokosmilch übergießen und einweichen lassen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, Panir darin unter schwenken anrösten. Aus der Pfanne nehmen und warm halten.
Im verbliebenen Schmalz Kartoffeln und Zwiebeln bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind.
Currycreme zugeben und unter Rühren weiterbraten, bis die Kartoffeln leicht anrösten.
In der Zwischenzeit die eingeweichten Cashewnüsse samt Milch in einen Mixer geben und samtig pürieren.
Restliches Gemüse und Panir zugeben, mit Cashewmilch aufgießen, aufkochen lassen. Sahne zugeben und ca. 5 min zugedeckt köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und servieren, sobald die Kartoffeln durch sind.

So kam das dann bei uns auf den Tisch: Aufs Navratan Korma wurden noch ein paar Cranberrystückchen (passt echt süüper!) und Cashewhälften drappiert und dazu lockerer Jasminreis und Naanbrot gefuttert. Hach, es war echt so lecker - mmmhmm.

Mittwoch, 18. März 2015

Panir: Indischer Frischkäse einfach mal selbst gemacht

Indisches Essen steht bei uns ja sehr weit oben auf der Lieblingsfutterskala. Streitet sich nur mit Pizza und Pasta. Wenns special werden soll, hat aber jedes indische Curry doch deutlich die Nase vorn. Meine Lieblingszutat ist dabei eindeutig Panir. Indischer Frischkäse. Passt echt überall rein und ist durch die weiche, aber schnittfeste Konsistenz eine schöne Abwechslung zu samtig gekochten Linsen oder knackigem Gemüse. Oh und auch geschmacklich ist der Käse vielseitig einsetzbar. Es gibt keine Marinade, die man nicht an Panir hauen kann. Doof ist nur, dass man die coolen Käseklümpchen irgendwie nirgends bekommt. Also hilft nur eins: Selber bauen! Hätt ich gewusst wie simpel das ist, hätt ichs früher ausprobiert. Echt idiotensicher und viel besser als jeder gekaufte Klumpen. Yay, auf viele köstliche Einsatzmöglichkeiten. Die Tandooripaste wartet schon darauf sich um die Panirwürfelchen zu schmiegen.


Panir - indischer Frischkäse  
(Ergibt so 100 bis 150 g festen Frischkäse)

3/4 l Vollmilch, frische
3 EL Zitronensaft
1/2 TL Salz

Milch mit Salz in einem Topf erhitzen, dabei gelegentlich umrühren, dass die Milch nicht anbrennt.
Sobald die Milch leicht köchelt den Zitronensaft zugeben und langsam einrühren. Die Milch flockt aus und es bilden sich weiße Krümel in einer grünlichen Flüssigkeit (falls es nicht ausflocken mag, einfach etwas mehr Zitronensaft zugeben).
Topf vom Herd ziehen und noch 5 min ziehen lassen. In der Zwischenzeit ein Sieb mit einem Küchentuch oder feinen Mulltuch auslegen.
Die ausgeflockte Milch in das Sieb schütten und abtropfen lassen. Das Tuch über die Krümel schlagen und nochmal ausdrücken.
Den Inhalt samt Tuch in eine kleine Schüssel mit flachem Boden legen, flach drücken und eine weitere (identische) Schüssel darauf drücken.
Die beiden ineinander gesteckten Schüsseln auf den Kopf drehen, auf einem Teller oder anderem Auffanggefäß abstellen und z.B. mit Büchern beschweren. Für 2 Stunden pressen.
Den gepressten Frischkäse aus den Schüsseln holen, das Mulltuch entfernen und nach Belieben weiter verarbeiten.


Wir haben den ersten selbst gepanschten Panir etwas angebraten und in einem Navratan Korma, also jede Menge Gemüse in einer cremigen Currysauce, vor sich hinschmurgeln lassen. Jaam, so gut, der frische Panir war das i-Tüpfelchen in dem super samtigen Curry.

Alle meine bisherigen Rezepte mit Panir findet ihr hier *klick.

Mittwoch, 6. August 2014

Geschmack top, Konsistenz flop: Paneer mit Tomaten Versuch #1

Beim Inder gibts ja so superleckere Gerichte mit Paneer. Meine Favoriten sind natürlich einmal das Mangocurry mit Paneer und dann noch eine cremige Tomatencurryvariante. An Letzterer hab ich mich mal versucht und war geschmacklich ganz erfolgreich. Nur beim Dahinmümmeln wurde mir klar, warum im Restaurant immer etwas Gemüse mit drin war. Es fehlt einfach der Biss. Paneer ist ja ziemlich weich und ich hab nur Tomaten dazugeworfen und Reis gekocht. Bissle weich die ganze Geschichte, ich brauch was zum reinknurpsen, wenigstens ein bisschen. Also das nächste Mal einfach etwas Gemüse dazuwerfen. Blumenkohl, Zuckerschoten, Paprika, Böhnchen, egal. Hauptsache was zum beißen.


Tomatencurry mit Paneer 
(3-4 Portionen)

200 g Paneer
1 Zwiebel
1 EL Tomatenmark
400 g Tomaten, stückige
2 EL Kreuzkümmel
1 EL Kurkuma
1 EL Paprika
1 TL Cayennepfeffer
1/2 EL lila Curry (optional)
Zucker, Salz

Zwiebel würfeln, Paneer in mundgerechte Stücke schneiden.
Etwas Butter in einer Pfanne zerlaufen lassen und Zwiebel darin glasig dünsten. Tomatenmark und Paneerstücke zegeben und kurz mitbraten. Mit Tomaten ablöschen und Gewürze zugeben. Etwas einkochen lassen, bis der Paneer Geschmack angenommen hat.
Sahne unterrühren und mit einer Prise Zucker, Salz und Gewürzen abschmecken.
Dazu gabs bei uns Jasminreis.


So, und jetz geh ich meinen Zeh verarzten... Bin grad doofdödelich vollgas an eine von den Rollen meines Drehstuhls rangerannt. Autschn. Ich glaub der darf die nächsten Tage mit dem Nachbarzeh in einer muckligen Tapeumarmung kuscheln. Oh no *humpelhumpel

Zur Erheiterung schaun wir uns lieber den ersten grashüpfigen Besuch auf unserem Balkon an:


Es ist schon allerhand unterwegs. Schmetterlinge lassen sich langsam blicken, Hummeln machen sich über die riesigen Blüten vom Hauswurz her, der blühende Dill ist voller Schwebfliegen (whee, ich find die echt super) und jede Menge Miniinsekten, die ich gar nicht benennen kann, tummeln sich zwischen den Blümchen und Gräsern.

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