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Sonntag, 29. September 2019

Khao Pad - Thailändischer gebratener Reis

Beinahe hätte ich ja schon aufgegeben mal wieder so guten gebratenen Reis wie im Thailand-Urlaub zu futtern. 'Khao Pad' genauer gesagt, so stand das Gericht immer auf der Karte. So viele Versuche hatte ich bereits gestartet und auch echt leckeren Bratreis zusammengebracht (und auch nicht so Leckeren, brr), aber es schmeckte irgendwie nie so wie damals. So langsam dachte ich mir es ist eben unmöglich weil das ganze Drumherum fehlt: Die süßen Geckos an den Wänden, der feine Sand zwischen den Zehen, Meeresrauschen im Hintergrund und um die beste Wohnmuschel kämpfende Mini-Einsiedlerkrebse unterm Tisch.


Nachdem ich aber im Bioladen eine vegane Fischsauce gefunden hatte, die erstaunlich lecker roch, hab ich mich nochmal an die Mission 'Gebratener Reis' gewagt. Und es wurde so unfassbar lecker, ich hab regelrecht die Schüssel ausgeschlabbert. Genau das richtige Verhältnis von salzig, süß und würzig, dazu knackiges Gemüse, leicht knusprig gebratener Reis und ein paar Tofuwürfel. Der Clou ist aber eindeutig die vegane Fischsauce, irgendwie so umami-mäßig, superlecker! Los, los, No-Fish-Sauce besorgen und das Khao Pad nachköcheln. Es geht wie so viele thailändische Gerichte superfix und schmeckt immer genial.


Khao Pad - thailändischer gebratener Reis
(2 bis 3 Portionen)

400 g gekochter Reis vom Vortag, z.B. Jasminreis*
4 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Karotten
1 Tomate
1/2 Dose Erbsen (2 - 3 EL)
2 Eier
1/2 Packung frittierte Tofuwürfel, TK (optional)
4 EL Sojasauce, helle
2 - 3 EL No-Fish-Sauce (z.B. von Arche, Bioladen)
2 TL Zucker
2 EL Pflanzen-Öl, neutrales

Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, dabei vom geschnittenen Grün ein bisschen für die Deko zur Seite nehmen. Knoblauch fein hacken, Karotten in 3 - 4 cm lange Stifte schneiden, Tomate kleine würfeln, Erbsen abgießen, Reis auflockern falls er im Kühlschrank zu einem großen Klumpen geworden ist^^. Sojasauce, No-Fish-Sauce und Zucker verrühren.
Etwas Öl in einem Wok erhitzen. Knoblauch und Frühlingszwiebeln hineingeben und unter Rühren so lange braten bis der Knoblauch leicht glasig wird. Tofuwürfel zugeben und 1 min weiterrühren. Dann alles möglichst an den Rand schieben. Eier hinzugeben und kräftig hin und herrühren bis sich kleine Flocken bilden (dabei aufpassen, dass sich nicht all zu viel vom Gemüse untermischt). Reis dazugeben und gut durchrühren. Karotten dazugeben und so lange braten bis der Reis ein bisschen angeröstet ist. Erbsen untermischen und die angerührte Sauce darauf verteilen, kurz umrühren. Tomaten unterheben und nochmal kurz braten lassen. Mit Frühlingszwiebelgrün garniert servieren und am besten noch Prik Nam Pla Sauce dazu reichen.


Ich lege euch auch wärmstens ans Herz die Prik Nam Pla Sauce dazu zu machen. Sie geht supereinfach und gibt dem gebratenen Reis noch den letzten Kick, absolutes Urlaubsfeeling! Dazu mischt ihr einfach 2 EL No-Fish-Sauce mit dem Saft einer halben Limette, 1/2 TL Zucker, 1 gehackten Knoblauchzehe und frischer roter Chili.

*Am Besten ist wirklich Reis vom Vortag, da noch warmer, frisch gekochter Reis sich nicht gut anbraten lässt und gern zu Matsch wird. Für 400 g gekochten Reis braucht ihr ca. 1 Tasse, also um die 180 g rohen Reis. Ich nehme für asiatische Reisgerichte immer Basmati oder Jasminreis.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Satay-Gemüse-Spieße mit Erdnuss-Sauce [vegan]

Kennt ihr das Gefühl nach einer superanstrengenden Zeit, die dann in einem wichtigen Termin gipfelt, wenn man tagelang schlecht geschlafen hat, kaum Appetit hatte und die Nerven am Ende waren? Man malt sich davor schon aus wie es danach sein würde, all die Dinge für die man auf einmal wieder Zeit hätte, Leute treffen, feiern, gut drauf sein. In Echt sieht das danach bei mir immer gleich aus, erstmal ordentlich futtern, dann schlaaafen und den restlichen Tag gammeln, einfach nur rumgammeln.
Diese Satay-Gemüse-Spieße dürfen übrigens auch ein bisschen vor sich 'hingammeln', hihi, nämlich in leckerer Curry-Marinade um dann nach einer Runde in der Pfanne superlecker zu schmecken und perfekt zur Erdnuss-Sauce zu passen. Dazu noch Pommes und Salat, nomnom. Dafür kann man sich schon mal von der Gammelcouch schälen. 


Satay-Gemüse-Spieße mit Erdnuss-Sauce    
(2 Portionen)

Für die Satay-Gemüse-Spieße:
8 Champignons, braun
1 kleine Zucchini
1/2 Paprika, gelb
1/2 rote Zwiebel
1 kleine Zwiebel
4 EL Kokosmilch
1 EL Curry
1 TL Kurkuma
Salz, Pfeffer, Zucker

Champignons putzen, Zucchini in dicke Scheiben, Paprika in mundgerechte Stücke schneiden und rote Zwiebel vierteln.
Die kleine Zwiebel mit Kokosmilch, Curry, Kurkuma, etwas Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker pürieren (ich mach das im Tupper Quickchef).
Das vorbereitete Gemüse mit der Marinade vermischen und abgedeckt 1h ziehen lassen.
Dann die marinierten Gemüsestücke abwechselnd auf Schaschlikspieße stecken.
In einer ausreichend großen Pfanne etwas Öl erhitzen und die Spieße rundherum anbraten, bis sie schön angeröstet sind.


Für die Erdnuss-Sauce:
10 g Tamarinde, gepresst
ca. 200 ml Kokosmilch
3 TL Erdnussmus (keine Erdnussbutter)
1 TL Rohrohrzucker
1 Chili, getrocknet (oder nach Geschmack)
1 EL Sojasauce, hell
Salz

Tamarinde in 100 ml kaltem Wasser einweichen. Nach 10 min auspressen und Tamarindenfasern wegwerfen.
Tamarindensud mit restlichen Zutaten mischen und aufkochen. Bei mittlerer Hitze ca. 10 min einköcheln lassen, bis die Sauce andickt. Mit Salz abschmecken.


Bei uns gab's zu den Satay-Gemüsespießen mit Erdnuss-Sauce ganz einfach noch Backofen-Pommes und Gurkensalat. Die Erdnuss-Sauce passt super zu den Pommes oder zu jeder anderen selbstgemachten Ofen-Kartoffel-Beilage.

Falls ihr schon in Grill-Stimmung seid, könnt ihr die Satay-Spieße natürlich auch auf den Grill werfen und mit dem tollen Curryduft eure Mitgriller neidisch werden lassen. Bereitet dann lieber mehr Spieße vor als ihr allein schaffen würdet, erfahrungsgemäß landet bei so leckeren bunten Grillspießen ein Großteil auf den Tellern der anderen ;)

Sonntag, 16. September 2018

Erdnuss-Bratnudeln mit knackigem Gemüse [vegan]

Woah sabber, angebruzeltes Erdnussmus, das ist DER Shit, yummy. Die Erdnuss-Bratnudeln gibt's bei uns ja schon länger, nur inzwischen sehr selten mit Ei und so, da wir die fast nie im Haus haben. Eigentlich nur wenn ich eine 'Lieferung' von Mutti bekomme, also ne kleine Schachtel unterschiedlichster Hühni-Eier von ihrer Cousine und mal nen Eimer Zwetschgen, ne Schüssel Tomaten, eine 2-Kilo-Zucchini usw. ausm Garten, das Übliche eben ;) Ansonsten gibt's die Erdnuss-Bratnudeln also ganz clean mit Gemüse, Erdnussmus und Mangochutney, bissl Sojasauce dran und schon kann losgeschaufelt werden. Sonst bin ich ja echt kein Erdnussfan, Snickerstorte und so lassen mich absolut kalt, aaaaber wenn man den Erdnusspamp anröstet ist das Nusszeug abartig lecker!


Erdnuss-Bratnudeln   
(2 - 3 Portionen)

250 g Linguine
1 rote Zwiebel
2 Karotten, mittelgroß
1/2 Zucchini
1/3 Paprika, gelb
4 Champignons, braun
2 TL Erdnussmus
2 TL Mangochutney, mildes
3 EL Sojasauce, hell
Sesamöl

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen.
Zwiebel halbieren und längs in Streifen schneiden, Karotten und Zucchini stifteln, Paprika in Streifen und Champignons in Scheiben schneiden.
1 EL Sesamöl in einem Wok erhitzen, die Zwiebeln und Karottenstreifen 2 min unter Rühren anbraten, dann Zucchini, Paprika und Champignons zugeben und 2 min weiterbraten.
Nudeln abgießen und zum Gemüse geben, evtl. etwas Öl nachgeben dass es besser anbruzelt. Erdnussmus und Mangochutney darauf verteilen, Hitze erhöhen, gut verrühren dass sich das Mus verteilt und unter gelegentlichem Umrühren gut anbraten.
Mit Sojasauce würzen und mit Salz abschmecken.

Tipps:
- Das Gemüse ist natürlich beliebig austauschbar, super schmecken uns auch Erbsen, Wasserkastanien oder Maiskölbchen dazu.
- Bisschen Tofu oder Mock Duck ist auch lecker dazu. Einfach klein schnipseln und am Anfang in Sesamöl anbruzeln, aus dem Wok nehmen und warmhalten, und zum Schluss mitunterheben.
- Ich verteile das Erdnussmus immer schon von Anfang an in Flöckchen über den Nudeln und zerdrücke die Häufchen mit der Rückseite des Kochlöffels, dass es sich besser verteilt. Wenn ihr auf knusprige Erdnussmusbatzen steht könnt ihr euch das natürlich sparen ;)
- Ihr habt kein Mangochutney? Dann nehmt einfach etwas Aprikosengelee oder Agavendicksaft.

Sonntag, 5. August 2018

Megacremiges indisches Cashew-Gemüse-Curry [vegan]

Es dürfte ja inzwischen kein Geheimnis mehr sein, dass wir voll auf Currys stehen. Egal ob klassisches Thai-Curry, außergewöhnliches Sri Lanka Curry, fixes Curry nach Aloo Gobi Art oder eben diese supercremigen indischen Currys mit selbstgemixter Currycreme. Unser liebstes ist da das Navratan Korma, ein wahnsinnig cremiges, aromatisches Curry mit Cashewcreme, viel buntem Gemüse und Panir (einem indischen Frischkäse). Schon vor einer ganzen Weile hatte ich das Rezept mal für Gäste veganisiert und es war so superlecker, dass ich es seitdem immer vegan gekocht habe. Leider war mit dem fertig geköchelten Currytraum vor der Nase, der triefende Eckzahn so vorherrschend, dass ich nie an ein Foto für den Blog gedacht hab, hihi. Jetzt, eeendlich, mit gezügeltem Hüngerchen durch die abartige Sommerhitze, hab ich mal ein Bildchen geknipst und hier ist das leggare Rezeptchen.

vegan Navrattan Korma

Cashew-Gemüse-Curry    
Vegane Variante des Navratan Korma
(Ca. 3 Portionen)

2 Zehen Knoblauch
1 Stück Ingwer (2cm)
1 EL Tomatenmark
je 1/2 TL Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma
1 EL Garam Masala
100 ml Kokosmilch
1/2 TL Sambal Oelek

Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer glatten Currycreme pürieren.

2 EL Pflanzenöl
1 Zwiebel
1 Kartoffel
Gemüse nach Belieben (hier: 1 Möhrchen, 200 g Broccoli, 1/3 Paprika, 1/2 Zucchini)
50 g Cashewmus (1 EL)
200 ml Kokosmilch
50 ml Soja Cuisine
Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Kartoffel würfeln, Zwiebel in Ringe und restliches Gemüse in kleine Stücke schneiden.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Kartoffeln und Zwiebeln bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind.
Currycreme zugeben und unter Rühren weiterbraten, bis die Kartoffeln leicht anrösten.
In der Zwischenzeit das Cashewmus mit der Kokosmilch in einen Mixer geben und samtig pürieren.
Restliches Gemüse zugeben, mit Cashewmilch aufgießen, aufkochen lassen. Soja Cuisine zugeben und ca. 5 min zugedeckt köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und servieren, sobald die Kartoffeln durch sind.


Dazu passt natürlich leckerer Jasminreis und zum Auftunken der obercremigen Soße noch Naanbrot oder anderes Fladenbrot. Getoppt hab ich das Curry noch mit Cashewnuss-Hälften und getrockneten Cranberries. Beim Gemüse könnt ihr natürlich variieren wie es euch passt, nur den Broccoli würd ich nicht austauschen weil er nen tollen Geschmack mit rein bringt. Wir werfen auch gerne noch Erbsen, Frühlingszwiebeln oder Champignons rein, oder statt der Kartoffeln ein paar angebratene Tofuwürfel.

Donnerstag, 26. Juli 2018

Gebratene Mie-Nudeln mit Tofu-Puffs [vegan]

Braaaatnudeln, yummy! Ich mag die so supergerne. Obwohl ich auch schon viele Fehlschläge beim Rumprobieren hatte. Was niiicht cool ist: Warmes Kimchi, zu viel Ingwer, zu Matsch gekochte Reisnudeln, fertige 'Woksauce', flüssige Erdnusspampe, vegetarische Fischsauce und und und. Ich hab vieles getestet. Aber mit den richtigen Nudeln, einer leckeren zusammengerührten Sauce und natürlich mit meinen Lieblingen, den Tofuwürfeln, wird es immer ein kleines Juchuuh wenn das Schüsselchen fertig zum Futtern ist. Hier haben sich Mienudeln, Broccoli und eine leicht süßliche Sesam-Sojasauce zu einer fix gebruzelten Feierabend-Bowl zusammengefunden. Supereinfach, schön schnell und natürlich total lecker :)


Gebratene Mie-Nudeln    
(3 Portionen)

Ca. 170 g Mie-Nudeln (2 Nudelplatten)
1 Zwiebel
1/2 Paprika
200 g Broccoli
2 + 1 EL Sesamöl
200 g Tofu, natur *
2 EL Austernsauce, vegetarische **
2 EL + 1 EL Sojasauce
1 EL + 1/2 EL Agavendicksaft
Salz, Cayennepfeffer oder Chiliflocken

Mie-Nudeln nach Packungsanleitung zubereiten, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
Tofu etwas auspressen (ich wickle ein Küchentuch drum und drücke mit der flachen Hand drauf) und in Würfel schneiden. In 1 EL Sesamöl von allen Seiten anbraten, mit 1 EL Sojasauce und 1/2 EL Agavendicksaft ablöschen und so lange weiterrühren bis die Würfel die Sauce gut aufgenommen haben und leicht ankaramellisiert sind. Aus dem Wok nehmen und warm halten.
Zwiebel längs in Streifen schneiden, Paprika in kurze Streifen schneiden, Broccoli in Röschen teilen. In 2 EL Sesamöl kurz anbraten, bis die Zwiebeln leicht glasig werden. Mie-Nudeln zugeben und 3 min mitbraten, immer wieder umrühren. 2 EL Austernsauce, 2 EL Sojasauce und 1 EL Agavendicksaft zugeben und gut verrühren. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen, evtl nochmal mit Sojasauce und Sesamöl abschmecken.
Mit Tofuwürfel und Chiliflocken oder schwarzem Sesam getoppt servieren.


Die dritte Portion kam natürlich in die Lunchbox für nächsten Mittag, jamjam. War auch aufgewärmt nochmal superlecker. Gebratene Nudeln sind so ein tolles Fresschen und ich bin eben ein kleiner Tofu-Fan.

*Es gibt große Unterschiede zwischen Tofusorten. Für dieses Gericht nicht den bröckelig harten Tofuklotz ausm Supermarkt holen, sondern lieber einen frischen ausm Asiamarkt. Ich finde auch den Taifun-Tofu (Biomarkt) oder den Bio-Tofu von Lidl super.
**Vegetarische Austernsauce hol ich im Asia-Laden. Einfach mal die ganzen Sojasaucen und so durchstöbern, irgendwo steht sie bestimmt ;)

Donnerstag, 1. Februar 2018

So ne Art Gan Bian - Sticky, knoflig, sojasaucig gewokt [vegan]

Mmh, am Wochenende gab's Veggie Gan Bian, lecker lecker. Gebratenes Gemüse mit Fake-Hähnchenschnipsel, schön knoflig, bisschen klebrig-süß und sojasaucig. Dazu noch duftiger Jasminreis aus Thailand. Aber nun lieg ich krank im Bettchen und schlürfe Suppe, mäh. Da hält sich meine Begeisterung für jammige Futterbilder in Grenzen, weil ich weiß, dass außer Kartoffel-Gemüse-Eintopf und Suppe erstmal nix weltbewegenderes drin sein wird. Mein zickiger Magen hat grad die Oberhand, nicht die Tsssunge ;) Dabei war das Gan Bian so gut. Ich hab sogar am nächsten Mittag noch einen Riesenberg davon gefuttert, obwohl ich mittags eher weniger reinmümmel.


Gan Bian Style Asia-Pfanne    
(3 Portionen)

1 Pck Like Meat Hähnchen-Art
2 große Karotten
1 Zwiebel, mittelgroß
2 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
1/4 TL Ingwerpulver
Chili nach Geschmack, Salz
Erdnussöl
4 EL Sojasauce, helle
1 EL Sojasauce, dunkel (ersatzweise helle Sojasauce)
2 EL Reisessig (oder heller Balsamico/ Weißweinessig)
4 EL brauner Zucker
Ca. 2 Cups Jasminreis

Reis nach Packungsanleitung kochen.
Karotten in dünne Stifte schneiden, Zwiebel halbieren und in Streifen schneiden, Frühlingszwiebeln mit dem Grün schräg in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken.
Sojasaucen, Reisessig und braunen Zucker gut verrühren.
In einem Wok 2 EL Erdnussöl erhitzen und Like Meat Stücke anbraten, bis sie schön angebräunt sind. Karotten und Zwiebel zugeben und so 3 min mitbraten, bisschen umrühren. Knoblauch, Ingwer und Chili zugeben und 2 min unter Rühren mitbraten.
Angerührte Sauce dazugeben und rühren bis der Zucker geschmolzen ist. Frühlingszwiebeln unterheben und mit Salz abschmecken.
Mit dem Jasminreis servieren.


Den überleckeren, duftigen Jasminreis hol ich immer in Straubing bei nem Asialaden, der von einer Thailänderin geführt wird. Die haben den besten Reis ever. Den mag ich auch einfach pur mümmeln. Nachdem ich immer zwei Kilo gekauft hab, wurden zuletzt gleich viereinhalb Kilo eingepackt, hihi. Der geht weg wie warme Semmeln.

Dienstag, 14. November 2017

20-Minuten-Curry nach Aloo Gobi Art [Feierabendküche]

Hah, manchmal ist's ganz einfach! Eigentlich hatte ich geplant den restlichen Blumenkohl vom Shawarma Basteln (diese Pita-Taschen mit den goilen gerösteten Blumenkohl-Röschen) in nem Aloo Gobi zu verköcheln. Also Kartoffeln kochen, Blumenkohl kurz mitgaren, alles abkühlen lassen, und daaann mit leckeren, indischen Gewürzen zu nem tollen Curry bruzeln und mit der restlichen Gurken-Raita verputzen.


Nur war ich dann an dem Abend ziemlich kochfaul und arg hungrig. Da musste eine schnellere Lösung her. Und daraus entstand dann dieses Curry. Anstatt Kartoffeln und Blumenkohl ewig vorzubereiten, haben wir nur irgendwelches Gemüse zerkleinert und mit den Gewürzen angebraten, dann noch Kokosmilch dazu und bääm, lecker Futter! Quasi ein Aloo Gobi ohne die zeitraubende Vorarbeit. Geht superfix und schmeckt aber genauso wunderbar wie das Original. Angeröstete Curry-Gewürze machen sich immer gut.


20-Minuten-Curry nach Aloo Gobi Art 
(für 2 Feinschmeckerchen)

Gemüse nach Wahl (hier 1 Möhrchen, 1/2 Zucchini, etwas Blumenkohl, 1/3 Paprika, 1/2 Zwiebel)
1 TL Kreuzkümmel
2 Zehen Knoblauch
2 Chilis, getrocknet (oder nur eine, je nach Schärfe)
1 TL Kurkuma
200 ml Kokoscreme
Petersilie, frisch gehackt
Salz, Pfeffer

Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Kreuzkümmel und etwas Pfeffer darin kurz anrösten. Chili und Knoblauch hacken und zugeben. Die Hitze etwas reduzieren und so lange weiterbraten bis der Knoblauch leicht bräunlich wird. Kurkuma einrühren. Gemüse zugeben und gut verrühren. Mit Salz würzen und unter Rühren ca. 5 min anbraten.
Kokosmilch zugeben und weiterköcheln bis das Gemüse gar aber noch bissfest ist.
Nochmal mit den Gewürzen abschmecken.
Mit Petersilie (oder Koriander) bestreuen, zu Jasminreis und z.B. Gurken-Raita servieren.


Sonntag, 24. September 2017

Asiatischer Nudelsalat [vegan]

Meine Nachkochliste besteht ja zu nem großen Teil aus Rezepten von Gourmandises végétariennes, einfach voll mein Geschmack. Ich bräuchte viel mehr Tage an denen ich aufkochen kann um die alle abzuarbeiten. Aber es geht voran, in kleinen Schritten. Zuletzt hab ich also den Asiatischen Nudelsalat nachgebaut. Jaaam, sag ich euch. Kam auch gut bei den Kollegen an, die durften nämlich am letzten Grillabend die Versuchskaninchen spielen. Und die Farben sind auch so toll, hach. Mein Foodbloggerherz macht kleine Hüpferchen bei dieser schönen Kombi.


Sogar ein Ottolenghi-Kochbuch ist inzwischen in meine Sammlung gewandert, zu viele Rezepte davon auf Melissa's Blog. Und alles sieht so lecker aus. Jedes nachgekochte Rezept gelingt, juhu! Sogar die Holunder-Kapern hab ich gemacht, bin gespannt wie die schmecken, wenn sie durchgezogen sind, ui.


Asiatischer Nudelsalat    
(Nach einem Rezept von Gourmandises végétariennes)

400 g Bavette (oder andere schmale Bandnudeln)
2 Paprika, rot und gelb
300 g Rotkohl
1 Bund Frühlingszwiebeln
100 g Sojasprossen
100 g Babyspinat

5 EL Olivenöl
3 EL Sesamöl
8 EL Sojasauce
3 EL Limettensaft
3 EL Reisessig
2 EL Agavendicksaft
2 große Knoblauchzehen
1/2 TL Ingwerpulver
Chiliflocken, Salz, Pfeffer

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen. In ein Sieb abgießen jnd mit kaltem Wasser spülen bis die Nudeln kalt sind. In eine große Schüssel geben.
Paprika in Spalten und anschließend in schmale Streifen schneiden. Rotkohl dünn hobeln. Frühlingszwiebeln mit dem Grün schräg in Ringe schneiden. Alles zu den Nudeln geben.
Sojasprossen waschen und abtropfen lassen, Spinat waschen und trocken schleudern.
Aus den restlichen Zutaten ein Dressing anrühren und unter den Salat mischen. Mit Chili, Salz und Pfeffer abschmecken und gut durchziehen lassen (am besten über Nacht).
Sprossen und Spinat vor dem Servieren noch unterheben.


Einen klitzekleinen Wermutstropfen gibt's bei dem Nudelsalat: Die Spaghetti flutschen so leicht weg, gerade zum hungrig reingeschaufelt werden ist das fast schon ein bisschen fies. Aber optisch sind die in dem Salat doch genial^^. Und mit dem richtigen Werkzeug bekommt man auch eine ordentliche Portion auf einmal auf den Teller geschaufelt.


Dienstag, 15. August 2017

Pulled Soja mit Ananas ♡ in süß-saurer Soße [vegan]

Auf Instagram hab ich schon rumgeheult, ja ich bin voll krank, buhu. So Hals, Mandeln, Rachen, irgendwas. Auf jeden Fall ist essen voll doof so, wenn jeder Schluck weh tut. Vielleicht hätt ich auch am Sonntag brav zu Hause bleiben sollen mit den dicken, zwickigen Mandeln, anstatt auf's Gäuboden-Volksfest zu rennen und Bier reinzukippen... Das war's also mit meinem verlängerten Wochenende, morgen geh ich doch mal zum Arzt :P


Derweil darf Männchen ganz viel Tee kochen und die Vorräte nach Halsweh-tauglichem Futter durchwühlen. Abends gab's Lieferfutter, Mangocurry ohne Scharf für mich, Männchen hat sich nen Riesen-Burger mit Spiegelei und so bestellt, mit Mango und Co kann man ihn ja jagen. Ich dagegen steh voll auf Ananas, Teriyaki, süß-sauer, ach ja und Tofu oder Sojalappen. So wie dieses süß-saure Pulled Soja mit Ananas, haaa, das wär die Schreckenskombi für ihn gewesen. Deshalb gab's das Fresschen auch an nem 'sturmfreien' Abend, konnte alles für mich allein behalten, noom.


Pulled Soja in süß-saurer Soße    
(2 bis 3 Portionen, je nach Beilage und Hunger)

50 g Pulled Soja*
Gemüsebrühe
1 EL Sojasauce
1 EL Zitronensaft
5 EL Orangensaft
1 TL Agavendicksaft**
1/2 Paprika (bei mir rot und grün gemischt)
1 Karotte
1/2 Zucchini
1/2 Zwiebel
4 Frühlingszwiebeln
100 g Sojasprossen
1 Mini-Dose Ananas, in Stücke, ohne Zuckerzusatz (den Saft brauchen wir auch!)
200 ml Gemüsebrühe
1 geh. EL Dinkelmehl
Salz, Pfeffer, Ingwer, Chili

Pulled Soja mit Gemüsebrühe übergießen und 10 min köcheln lassen, dann herausnehmen und etwas ausdrücken.
Sojasacue, Zitronensaft, Orangensaft und Agavendicksaft mischen und das Pulled Soja darin marinieren bis der Rest vorbereitet ist.
Paprika in mundgerechte Stücke schneiden, Karotte in Stifte schneiden, Zucchini halbieren und schräg in Scheiben schneiden, Zwiebel längs in Streifen schneiden, zusammen zur Seite stellen. Frühlingszwiebel schräg in Ringe schneiden, Sojasprossen waschen und mit den Frühlingszwiebeln zur Seite stellen.
1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Pulled Soja aus der Marinade holen und anbraten (ich hab noch etwas Fleischwürze dran gemacht, könnt ihr aber auch ersatzlos weglassen). Marinade zur Gemüsebrühe geben und mit dem Mehl klümpchenfrei anrühren.
Vorbereitetes Gemüse (ohne Sprossen und Frühlingszwiebeln) dazugeben und ca. 3 min mitbraten. Ananas mit dem Saft zugeben und so lange braten bis das Gemüse fast gar ist (ich mags noch knackig, also ist der Schritt bei mir recht kurz).
Frühlingszwiebeln und Sojasprossen zugeben, angerührte Brühe nochmal aufrühren und zugießen. Unter Rühren aufkochen lassen, bis die Soße angedickt hat.
Mit ca. 1/4 TL Ingwerpulver, Sojacauce, Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit z.B. Jasminreis servieren und nach Geschmack mit Chili bestreuen.


* Pulled Soja findet man z.B. bei Müller Drogerie bei den veganz-Sachen. Ich hab's auch schon bei Edeka gesehen. Als Ersatz tut's natürlich auch normales Trockensoja, z.B. Schnetzel oder nach dem Einweichen klein schneiden.

** Agavendicksaft ist eine Art Honigersatz, ein dickflüssiger Fruchtzucker. Ersetzen könnt ihr ihn mit Honig (dann ist's aber nicht mehr vegan^^), Ahornsirup oder mit Braunem Zucker (oder natürlich auch normalem Zucker oder was immer ihr da habt).

Freitag, 9. Juni 2017

Teriyaki Sojaschnitzel mit Zwiebeln - Sooo lecker *_* [vegan]

Haha, was macht man wenn Männchen mit den Kollegen Schnitzel mampfen geht? Also ich nutze solche Gelegenheiten normalerweise um eine Monsterdose Ananas aufzuknipsen und in ein beliebiges Gericht zu werfen, nooom! Aber, Supergau, ich hatte keine Ananas mehr, noooo! Ich hatte den ganzen Tag schon fantasiert von nem übel fruchtigen Mango-Ananas-Curry mit Tofu oder Sojawürfeln, die Kombination des Grauens aus Männchens Sicht. Und dann hab ich keine Ananas mehr, whaaaat?


Also was anderes, buhu. Mal durchgehen, was Herr Wos zum Essn sonst noch blöd findet. Zwiebeln, so richtig viel Zwiebeln, vollgas dominant, unfrittiert, schön schlabbrig. Ha! Bei Bento Lunch Blog hab ich doch mal was gesehen, so süß-sauer oder so, Zwiebeln, Sojaschnetzel. Jaaa, dieses Teriyaki-Dings! Perfekt, ging auch voll schnell und war supereinfach. Die Sojaschnitzelchen saugen sich mir der Teriyakisauce voll und karamellisieren leicht an, uhu, voll legga. Und dann noch die Zwiebeln dazu. Unfassbar wie simpel das Rezept ist und wie saulecker das schmeckt, verrühückt.


Teriyaki Sojaschnitzel mit Zwiebeln    
(2 Portionen)

1 Tasse Jasmin-Reis
Ca. 80 g Sojaschnitzelchen, so 8 - 10 Stück (z.B. von Veganz oder alles-vegetarisch)
500 ml leichte Gemüsebrühe
2 - 3 Zwiebeln, mittelgroß (bei mir rot und weiß gemischt)
2 EL Brauner Zucker (oder weißen Zucker) *
4 EL Sojasauce *
4 EL Mirin *
4 EL Sake (ich hatte keinen, hab Weißwein genommen^^) *

Reis mit 1,5 Tassen Wasser im Reiskocher kochen (oder nach Packungsanleitung im Topf).
Sojaschnitzel mit kochender Gemüsebrühe übergießen und abgedeckt 10 min quellen lassen. Dann rausfischen und grob ausdrücken.
Zwiebeln halbieren und längs in Streifen schneiden (nicht in Ringe, sondern quer dazu). Zucker, Sojasauce, Mirin und Sake in einer Tasse verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat.
In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Schnitzel anbraten, bis sie etwas angebräunt sind. Zwiebeln dazugeben und 1 min mitbraten. Hitze reduzieren (bei mir Stufe 4.5 von 9, normal nehm ich 7).
Sauce portionsweise dazugeben und unter Wenden karamellisieren lassen. Mit der Rückseite eines Esslöffels auf die Schnitzelchen drücken, dass die Sauce rausgequetscht wird, damit das Aroma noch intensiver wird. Ich hab noch etwas Gemüsebrühe dazugegeben, weil es mir zu schnell trocken geworden ist^^ Einfach so lange braten, bis die Schnitzelchen schön ankaramellisiert sind und die Sauce gut reingeköchelt ist, insgesamt so ca. 20 min.
Mit dem Reis und evtl. etwas Sesam bestreut anrichten.


Die zweite Portion hab ich in meine Lunchbox gepackt und am nächsten Tag kalt gefuttert. Ich glaub ich hab noch nie ein kaltes Reisgericht gefuttert, das sooo gut war. Boah. Das war so lecker! Also das bastel ich auf jeden Fall bald wieder, noom. Es sieht vielleicht etwas trocken aus, aber dadurch dass die Schnitzelchen ja schön saftig sind passt das auch ohne weitere Sauce super zum puren Reis.

* Edit Oktober 2018:
Ich nehme inzwischen die doppelte Menge Teriyakisauce, also den Mix aus Zucker, Sojasauce, Mirin und Sake/Weißwein, damit die Schnitzelchen richtig schön vollgesaugt sind mit leckerer Sauce. 

Dienstag, 8. November 2016

Hurtig gewokt: Gelbes Curry - einfach so vegan

Nach grünem, rotem, Sri Lanka-, Tomaten-, Kartoffel- und sonstwelchen Currys gibt's jetzt auch endlich ein Rezept für supereinfaches, schnelles und leckeres gelbes Curry, juhu. Knackiges Gemüse, extraviel Kokosmilch, eine handvoll Sprossen (yay), ein paar Frühlingszwiebeln und die Lieblings-Currymischung schmiegen sich zusammen zu einem fix angerührten Reisumschmeichler mit Soulfood-Faktor. Geht vollgas einfach und schnell, besonders wenn man dank Reiskocher mit einem Knopfdruck nebenbei die Beilage köchelt.


Außerdem hab ich mal den 'like meat' Fleischersatz ausprobiert. War auf jeden Fall ok, aber ich bin wohl kein Fleischfan mehr. Ich hätte lieber noch ein paar Zucchinistücke im Curry gehabt. Oder dann frittierten Tofu, den mag ich supergerne, besonders in asiatischen, saucigen Gerichten, nomnomnom.


Gelbes Curry    
(3 bis 4 Portionen)

500 g Broccoli
1 Paprika, gelb
1 große Karotte
1 Zwiebel, rot
2 Knoblauchzehen
250 g vegetarisches Hühnchen (besser: 1 Zucchini^^)
2 Frühlingszwiebeln
100 g Sprossen, frisch
1 TL Ingwerpaste
2 - 3 TL Madrascurry (oder anderes mildes Currypulver)
1/2 TL Kurkuma
Chili nach Geschmack
400 ml Kokoscreme
120 ml Gemüsebrühe, kräftige
1/2 Limette, Saft davon
Salz, Pfeffer

Falls ihr das Curry mit Fleischersatz macht, diesen zuerst in etwas Öl im Wok anbraten und mit etwas Curry würzen. Aus dem Wok nehmen und abgedeckt zur Seite stellen. Ich finde inzwischen Fleischersatz nicht mehr so cool und würde stattdessen eher noch eine Zucchini zum Gemüse schnippeln^^


Für das Gemüse Paprika in mundgerechte Stücke schneiden, Karotte schräg in Scheiben schneiden, Zwiebel achteln und die Schichten etwas auseinanderfummeln, Knoblauch in feine Scheibchen schnippeln. Im Wok mit etwas Öl ca. 5 min unter Rühren anbraten (auf hoher Stufe).


Ingwerpaste, Currypulver, Kurkuma und Chili unterrühren und kurz mitbraten.
Mit Kokoscreme und Gemüsebrühe ablöschen.
Frühlingszwiebeln in dicke Ringe schneiden und mit den Sprossen in den Wok geben. Limettenhälfte dazupressen.
Kurz (3 - 5 min) aufkochen lassen, Fleischersatz unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zusammen mit z.B. Reis und grünem Salat servieren.


Hat jemand die süßen kleinen Eisbären auf den Essstäbchen erkannt? Die sind sooo knuffig! Ich komm mir vor wie damals, als dieser Diddlwahn abging, aaah, ich muss sie alle haben! Besonders wenns von diesen putzigen dicken Tieren Bento-Boxen, Essstäbchen, Washi-Tape und lauter solchen Kram gibt, kreisch!

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