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Sonntag, 27. September 2020

Knobi ahoi - Pasta alla Norma [vegan]

Auberginen und ich, das ist so eine Geschichte... Meistens sind sie mir zu quietschig in der Konsistenz, oder auch mal zu matschig, und manchmal schmecken sie auch einfach komisch. Aber seit wir das erste mal die Pasta alla Norma aus Ottolenghis Kochbuch gezaubert hatten bin ich ein riesiger Auberginenfan und quatsche jedes Jahr meiner Mama ein, dass sie meeeehr Auberginenpflänzchen in ihrem Garten anbauen muss, meeehr!

Das Rezept für diese vegane Pasta alla Norma ist supereasy und trumpft mit einem besonderen Geschmackserlebnis auf. Ein paar kleine aber feine Kniffe verhelfen dem tomatigen Auberginensößchen zu besonderem Glanz: Einmal dass die Auberginen im Backofen dahinschmurgeln dürfen, dadurch werden sie herrlich cremig und aromatisch. Dann ist da natürlich noch der Knobi, reichlich Knobi. Und schließlich die Cherrytomaten, die deutlich intensiver sind als der normale Tomatenschlabber aus der Konserve und zusammen mit der richtigen Dosis Chili eine perfekte Symbiose aus herzhaft, cremig, scharf, fruchtig und süß bildet. Den Parmesan aus dem Originalrezept hab ich einfach mit Hefeflocken ersetzt. So ist die Pasta alla Norma eines meiner liebsten Nudelrezepte geworden.


Pasta alla Norma  
(2 - 3 Portionen)

300 g Spaghetti
2 - 3 Auberginen
2 Dosen Cherrytomaten (jew. à 400 g)
3 - 5 Knoblauchzehen
Chilis, getrocknet (nach Geschmack, wir nehmen 2)
4 EL Würz-Hefeflocken (ich mag die von Erntesegen am liebsten)
Olivenöl
Oregano (getrocknet), Basilikum (frisch)
Salz, Pfeffer, Zucker

Auberginen längs streifig zur Hälfte schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen und auf 1 - 2 Backbleche verteilt bei 180°C (Umluft) so lange backen bis die Scheiben braun werden aber noch nicht knusprig ;).

Knoblauch fein hacken. Öl in einer hohen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Chili und Knoblauch dazugeben und unter gelegentlichem Rühren so lange braten bis der Knoblauch anbräunt. Mit Cherrytomaten ablöschen. 1 TL Salz, 1 Prise Zucker, 1 TL Oregano und etwas frisch gemahlenen Pfeffer dazugeben, aufkochen und bei niedriger bis mittlerer Hitze ca. 10 min köcheln lassen bis die Tomatensoße etwas andickt.

In der Zwischenzeit Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen. Abgießen und dabei eine Tasse Nudelwasser auffangen.

Die Auberginenscheiben mit den Hefeflocken zur Tomatensauce geben. Mit Nudelwasser strecken falls es zu dick ist und mit Hefeflocken, Zucker und Salz abschmecken. Zum Schluss frischen Basilikum grob zerrupft unterrühren und die Spaghetti unterheben.

Mit Basilikum garniert und eventuell veganem Parmesan bestreut servieren. Dazu passt natürlich wunderbar ein frisches grünes Salätchen mit Balsamicodressing oder ein knackiger Gurkensalat.


Mit selbst gezogenen Auberginen schmeckt die Soße auch echt nochmal besser. Meine Eltern futtern inzwischen auch regelmäßig diese Pasta alla Norma, auch wenn sie Parmesan reinwerfen. Mich freut es trotzdem immer wieder wenn ich jemanden dazu animieren kann mal die Fleischbeilage wegzulassen ;)

Sonntag, 10. November 2019

Wunderbar schlabbriger Rührtofu [vegan]

Tjaha was darf bei nem leckeren Brunch auf keinen Fall fehlen? Genau, richtig leckerer, herzhafter Rührtofu! Inzwischen hab ich schon einige probiert, mit zerhäckselten Champignons, aus Tofubröseln, mit Kichererbsenmantsch, Tomatenstücken oder einem kräftigen Schuss Sojasahne gepimpt und was sonst noch. Aber mein persönlicher Favorit ist dieser Rührtofu hier mit Räuchertofu und Seidentofu. Er wird wunderbar schlabbrig, hat eine schön herzhafte Komponente durch den Räuchertofu und schmeckt dank Kala Namak angenehm nach Rührei. 


Rührtofu  
(3 - 4 Portionen)

200 g Räuchertofu (ich nehm den von Taifun)
1 kleine bis mittelgroße Zwiebel
400 g Seidentofu (z.B. von Taifun^^)
Kurkuma, Paprika, Pfeffer
Kala Namak (geschwefeltes Salz)
Schnittlauch

Räuchertofu mit einer Gabel oder den Händen zerbröseln, Zwiebel klein würfeln, Seidentofu grob mit einer Gabel zerpflücken.
Zwiebeln mit Räuchertofu in etwas Öl anbraten bis die Zwiebeln weich sind und der Tofu etwas angebräunt. Mit 1/2 TL Kurkuma, 1/2 TL Paprika und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
Seidentofu zugeben und unter vorsichtigem Wenden ein paar Minuten braten bis die Konsistenz rühreimäßig ist und nicht mehr zu flüssig.
1/2 TL Kala Namak und Schnittlauchröllchen unterrühren und nochmal abschmecken.


Tipps:
- Das Kala Namak erst zum Schluss unterrühren da es bei Hitzeeinwirkung viel des Ei-Geschmacks verliert.
- Zusätzliches Salz ist normal nicht nötig da das Kala Namak als Salz reicht. 
- Man kann natürlich auch noch ein paar Tomatenstücke oder anderes Gemüse mitbraten. Mir ist der Rührtofu aber so pur am liebsten :)
- Ich nehme iiimmer den Taifuntofu. Gerade der Räuchertofu ist schön weich und lässt sich gut zerbröseln und der Seidentofu schmeckt total mild, so dass der Rührtofu schön eiig wird und keinen komischen Nebengeschmack nach Soja hat.
- Für den letzten Schliff geb ich noch ein klein bisschen Zwiebelpulver und Liebstöckel dazu.

Samstag, 24. August 2019

Vegane Spaghetti Carbonara mit Räuchertofu und Cashewcreme

Gibt ja Leute die futtern Räuchertofu einfach roh auf Brot oder so, brr, da gruselts mich ja schon ein bissl. Aber in Würfeln angebraten und vielleicht auch noch mit nem Schüsschen Sojasauce abgelöscht bin ich sofort dabei.
Besonders lecker sind diese sojasoßifizierten Bruzel-Räuchertofu-Würfelchen in extra cremiger Carbonara-Sauce. So mach ich inzwischen seit Jahren vegane Carbonara und es wird echt mal Zeit das Rezept hier festzuhalten ;) Cremig, ja man könnte sagen schlozig, bisschen käsig und mit den herzhaften Tofuwürfeln eine schöne Pastasauce in die sich die Spaghetti gerne einschmiegen. Das macht richtig Spaß da eine ordentliche Gabel voll aufzurollen. Und ein paar Kullererbsen verstecken sich auch noch dazwischen, juhu. 


Vegane Spaghetti Carbonara  
(2 bis 3 Portionen)

300 g Spaghetti
150 g Räuchertofu
1 Schuss Sojasauce
1 Zwiebel
3 EL Erbsen
350 ml Pflanzensahne (Soja, Hafer, etc)
Kräutersalz, Pfeffer, Knoblauch, Muskat, Oregano, Kala Namak (geschwefeltes Salz)
3 EL Würzhefeflocken (für den Keesegeschmack)
1-2 EL Cashewmus

Räuchertofu würfeln (ca. so groß wie Speckwürfel), Zwiebel fein würfeln.
Spaghetti al dente kochen.
Tofuwürfel in etwas Öl anbraten. Wenn der Tofu schön angebräunt ist, mit einem Schuss Sojasauce ablöschen und durchschwenken.
Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Hitze dünsten, bis die Zwiebelstücke glasig und leicht angebräunt sind. Erbsen zugeben.
Mit Pflanzensahne ablöschen, Cashewmus einrühren, 1 TL Oregano, 1/4 TL Muskat, 1 Prise Kala Namak, 2 EL Hefeflocken zugeben, mit etwas Knoblauch, Kräutersalz und Pfeffer abschmecken.
Die Nudeln abgießen, dabei etwas Nudelwasser auffangen, Nudeln zurück in den Topf geben.
Sauce zu den Nudeln geben und so viel Nudelwasser zugeben, dass es cremig wird. Nochmal mit Salz und Hefeflocken abschmecken.


Falls ihr wie hier auf dem Foto ein bisschen Zucchini unter die Spaghetti Carbonara mogeln wollt einfach ein, zwei schmale Zucchini mit dem Spiralschneider zu dünnen Streifen verarbeiten und zum Schluss noch drei Minuten in der Carbonara-Sauce mitköcheln lassen. Ich nehme dann auch 50 bis 100 g weniger Spaghetti.

Sonntag, 2. Juni 2019

Veganer Tapas-Abend ♡

Wenn man ein bisschen Muse zum Köcheln mitbringt empfehle ich ja mal einen Tapas-Abend zu machen. Ein paar Sachen vorbereiten und dann am Abend noch ein bisschen zusammen schnippeln und es kommt ganz stressfrei ein bunter Mix auf den Tisch. Wir hatten zuletzt diese Kombi: Natürlich klassische Patatas Bravas, dann erstaunlich leckeren Feto mit Walnuss-Vinaigrette, marinierte Zucchini, mediterrane Ofen-Champignons, Röst-Gemüse aus Fenchel und Paprika, Knoooblauch-Baguette, eine Riesenschüssel bunten Salat und vegane Aioli (die war allerdings gekauft^^).

Veganer Tapas-Abend

Uns hat alles super geschmeckt, so dass bei vier Leuten nur eine Mini-Mini-Portion übrig blieb. Mein Favorit war der Feto, wobei insgeheim ja immer die Kartoffeln gewinnen, denn ohne Patatas Bravas geht nix ;) Und die Champignons lagen auch recht hoch im Kurs. Oh und auf keinen Fall das Knoblauch-Baguette vergessen, ich finde es immer schlimm wenn es keins im Tapas-Lokal gibt, denn wir liiieben es.


Feto mit Walnuss-Vinaigrette
1 Pck Feto (von Taifun, ersatzweise 200 g Naturtofu)
1 kleine Zwiebel
10 Walnüsse
3 EL Agavendicksaft
3 EL Sherryessig oder Weißweinessig
Pflanzenöl, Salz, Pfeffer

Zwiebel sehr fein hacken, Walnusskerne fein hacken. 2 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Zwiebelwürfel bei schwacher Hitze 3 min anschwitzen. Agavendicksaft dazugeben und für weitere ca. 5 min garen, die Zwiebeln sollen weich werden aber nicht braun. Essig zugeben und etwas einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen.
Feto in Scheiben schneiden, in einer Pfanne in wenig Öl von beiden Seiten anbraten und mit der Walnuss-Vinaigrette getoppt servieren.
Die Vinaigrette hatte ich schon vorbereitet. Am Abend dann nur den Tofu frisch angebraten und die fertige Vinaigrette drauf.


Patatas Bravas
8 mittelgroße Kartoffeln
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
1/2 Chilischote
1 EL Ajvar, mild
1 EL Sherry-Essig (oder anderen Essig)
1 Glas Tomaten, gehackt (420 ml)
150 ml Weißwein (oder Gemüsebrühe)
Salz, Pfeffer, Zucker

Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Mit etwas Pflanzenöl, Salz und Paprika marinieren. Auf einem Backblech ausbreiten und bei 180°C Umluft ca. 30 min backen bis die Kartoffeln gar sind.
Für die Bravas-Sauce die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln, Chilischote fein hacken.
Zwiebelwürfel in etwas Öl glasig dünsten. Knoblauch, Tomatenmark, Lorbeerblatt, Chili, Ajvar und Essig zugeben und 2 min unter Rühren weiterbraten. Mit Tomaten und Weißwein ablöschen, aufkochen und 15 min bei eher kleiner Flamme abgedeckt köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Offen weiterköcheln bis die Sauce eingedickt ist.
Schmeckt am besten wenn die Sauce etwas ziehen konnte, also supi zum Vorbereiten. Einfach kurz aufwärmen wenn die restlichen Komponenten fast fertig sind.


Marinierte Zucchini
Dazu eine eher größere Zucchini in Scheiben schneiden und ohne Öl in der Pfanne portionsweise von beiden Seiten anbraten bis sie etwas Farbe annehmen. Dann mit 3 EL Olivenöl, 1,5 EL dunklem Balsamico, 1 TL Oregano, 1 TL Agavendicksaft, Salz und Pfeffer marinieren und gut durchziehen lassen.


Ofen-Fenchel und -Paprika
Für das Ofen-Gemüse zwei Paprikas und eine Fenchelknolle nach dem Rezept der Pasta all'arrabiata mit Röst-Gemüse marinieren und im Ofen backen.


Mediterrane Champignons
Die Champignons hab ich nach dem Rezept für die Marinierten Gemüsespieße zubereitet. Also die Grill-Marinade mit ein paar geviertelten Champignons vermischt und mit den Patatas Bravas und dem Röst-Gemüse im Ofen gebacken.


Knoblauch-Baguette
Für das Knoblauch-Baguette ein Baguette in dicke Scheiben schneiden, in zwei Pfannen etwas Pflanzenöl erhitzen, jeweils eine Knoblauchzehe dazupressen und möglichst gut verteilen, ein bisschen Kräutersalz dazustreuen und Baguettescheiben flach in die Pfanne legen. Wenn sie etwas angeröstet sind wenden und noch von der anderen Seite etwas rösten.

Sonntag, 19. Mai 2019

Vegane Quesadillas - schnelles Feierabendfutter

Eigentlich ist ja mein klassisches Feierabend-Fresschen irgendwas mit Nudeln. Aber es geht auch ein bisschen einfallsreicher, hehe. Zum Beispiel mit diesen Quesadillas, also mit Gemüse und 'Käse' gefüllte, knusprig gebratene Tortillafladen. Geht superfix und schmeckt wunderbar nach verdientem Feierabend. Ich hab als Käseersatz einen veganen Cheddar gefunden, das hat perfekt gepasst.


Vegane Quesadillas  
(Für eine hungrige Person)

2 große Weizentortillas
1/4 Paprika
1/4 Zucchini
2 EL Mais
1 Frühlingzwiebel
2 EL veganer Schmand (Creme Vega)
2 Scheiben Keese (z.B. Green Vie Cheddar)
Salz, Pfeffer, Paprika, Cayennepfeffer

Für die Füllung alle Zutaten bis auf die Tortillafladen verrühren und mit den Gewürzen abschmecken.
Ein klein wenig Öl in einer großen Pfanne erhitzen (die Weizentortillas sollten möglichst reinpassen), einen Tortillafladen hineinlegen, mit der Füllung bestreichen (dabei 2 cm Rand frei lassen), mit dem anderen Fladen bedecken und leicht andrücken.
Bei mittlerer Hitze 5 - 7 min erhitzen, dann wenden (ich hab dazu einen kleineren Deckel als die Pfanne hergenommen, auf den Quesadilla gesetzt, Pfanne umgedreht und den Quesadilla vom Deckel wieder in die Pfanne rutschen lassen), dann nochmal von der anderen Seite 5 - 7 min bräunen lassen.
Aus der Pfanne heben, in 6 Stücke teilen und z.B. mit grünem Salat und Salsa oder Guacamole reinmümmeln.


Tipps:
- Mit cheddarmäßigem Käseersatz schmecken die Quesadillas am besten, da die kräftigeren Käsesorten gut Geschmack mit ins Tortillaboot bringen.
- Das Gemüse ist je nach persönlichen Vorlieben austauschbar. Ich mag ja auch mal ein bisschen Ananas dazwischen oder Kidneyböhnchen und rote Zwiebeln, angebratene Champignons oder grüne Bohnen, was eben im Kühlschrank noch so rumliegt ;)

Donnerstag, 9. Mai 2019

Satay-Gemüse-Spieße mit Erdnuss-Sauce [vegan]

Kennt ihr das Gefühl nach einer superanstrengenden Zeit, die dann in einem wichtigen Termin gipfelt, wenn man tagelang schlecht geschlafen hat, kaum Appetit hatte und die Nerven am Ende waren? Man malt sich davor schon aus wie es danach sein würde, all die Dinge für die man auf einmal wieder Zeit hätte, Leute treffen, feiern, gut drauf sein. In Echt sieht das danach bei mir immer gleich aus, erstmal ordentlich futtern, dann schlaaafen und den restlichen Tag gammeln, einfach nur rumgammeln.
Diese Satay-Gemüse-Spieße dürfen übrigens auch ein bisschen vor sich 'hingammeln', hihi, nämlich in leckerer Curry-Marinade um dann nach einer Runde in der Pfanne superlecker zu schmecken und perfekt zur Erdnuss-Sauce zu passen. Dazu noch Pommes und Salat, nomnom. Dafür kann man sich schon mal von der Gammelcouch schälen. 


Satay-Gemüse-Spieße mit Erdnuss-Sauce    
(2 Portionen)

Für die Satay-Gemüse-Spieße:
8 Champignons, braun
1 kleine Zucchini
1/2 Paprika, gelb
1/2 rote Zwiebel
1 kleine Zwiebel
4 EL Kokosmilch
1 EL Curry
1 TL Kurkuma
Salz, Pfeffer, Zucker

Champignons putzen, Zucchini in dicke Scheiben, Paprika in mundgerechte Stücke schneiden und rote Zwiebel vierteln.
Die kleine Zwiebel mit Kokosmilch, Curry, Kurkuma, etwas Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker pürieren (ich mach das im Tupper Quickchef).
Das vorbereitete Gemüse mit der Marinade vermischen und abgedeckt 1h ziehen lassen.
Dann die marinierten Gemüsestücke abwechselnd auf Schaschlikspieße stecken.
In einer ausreichend großen Pfanne etwas Öl erhitzen und die Spieße rundherum anbraten, bis sie schön angeröstet sind.


Für die Erdnuss-Sauce:
10 g Tamarinde, gepresst
ca. 200 ml Kokosmilch
3 TL Erdnussmus (keine Erdnussbutter)
1 TL Rohrohrzucker
1 Chili, getrocknet (oder nach Geschmack)
1 EL Sojasauce, hell
Salz

Tamarinde in 100 ml kaltem Wasser einweichen. Nach 10 min auspressen und Tamarindenfasern wegwerfen.
Tamarindensud mit restlichen Zutaten mischen und aufkochen. Bei mittlerer Hitze ca. 10 min einköcheln lassen, bis die Sauce andickt. Mit Salz abschmecken.


Bei uns gab's zu den Satay-Gemüsespießen mit Erdnuss-Sauce ganz einfach noch Backofen-Pommes und Gurkensalat. Die Erdnuss-Sauce passt super zu den Pommes oder zu jeder anderen selbstgemachten Ofen-Kartoffel-Beilage.

Falls ihr schon in Grill-Stimmung seid, könnt ihr die Satay-Spieße natürlich auch auf den Grill werfen und mit dem tollen Curryduft eure Mitgriller neidisch werden lassen. Bereitet dann lieber mehr Spieße vor als ihr allein schaffen würdet, erfahrungsgemäß landet bei so leckeren bunten Grillspießen ein Großteil auf den Tellern der anderen ;)

Donnerstag, 25. April 2019

Pasta all'arrabiata mit gerösteter Paprika und Fenchel [vegan]

Gerade bei Pastagerichten koche ich meistens immer dieselben Saucen. Aber so langsam schleicht sich doch hin und wieder ein neues Rezeptchen dazwischen. Gerade manche Klassiker hab ich erst vor kurzem ausprobiert, wie Pasta alla Norma oder diese Arrabiata hier. Wobei bissle Finesse muss schon sein. Deshalb gab's zur Pasta all'arrabiata noch mediterranes Röstgemüse in Form von Paprika und Fenchel dazu. Die Arrabiatasauce für sich war schon so lecker und mit dem gerösteten Gemüse dazu war's nochmal extra fancy. Die wird's die nächsten warmen Monate bestimmt noch ein paar mal geben. Das nächste mal dann am Balkon für extra Urlaubsfeeling inmitten der Thymian-, Oregano- und Basilikumkräuter.


Pasta all'arrabiata mit Röstgemüse
(2 - 3 Portionen)

300 g Nudeln (Penne, Rigatoni, Tortiglioni)
1 Paprika (ich hatte halb rot, halb gelb)
1 Fenchel (250 g)
1 mittelgroße Zwiebel (70 g)
2 Knoblauchzehen
1/2 - 1 Chilischote
1 EL Tomatenmark
1 Glas stückige Tomaten (420 ml)
2 Zweige Thymian
1 TL Petersilie gehackt (bei mir TK)
Salz, Pfeffer, Zucker
3 EL Pflanzenöl

1. Paprika in mundgerechte Stücke schneiden, Fenchel vom Strunk entfernen, quer halbieren und längs in 1 - 2 cm breite Streifen schneiden (Fenchelkraut aufheben).
Mit einer Mischung aus 2 EL Öl, 1 gepressten Knoblauchzehe, den abgezupften Blättchen, Salz und Pfeffer marinieren und auf einem Backblech bei 220°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20 min rösten. Zwischendurch einmal wenden und dann im Backofen warm halten.

2. Zwiebel fein würfeln, Knoblauchzehe fein hacken, Chili längs in Streifen schneiden und fein würfeln.
1 EL Öl in einem Topf (Pfanne geht auch aber spratzelt mehr rum^^) erhitzen und Zwiebeln darin glasig dünsten. Chili, Knoblauch und Tomatenmark zugeben und 1 min unter rühren mitrösten. Mit stückigen Tomaten ablöschen, aufkochen und bei mittlerer Hitze ca. 15 min einkochen lassen. Zum Schluss hin Petersilie einrühren, mit einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

3. Während die Tomatensauce vor sich hin köchelt die Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen und abgießen.

4. Nudeln mit Arrabiatasauce und geröstetem Gemüse anrichten und mit Fenchelkraut garnieren. Wer mag kann auch noch Hefeflocken oder Parmesan darüberstreuen.


Ich bin ja kein so riesiger Parmesanfan weswegen es die Pasta all'arrabiata für mich pur gibt, für den Herrn des Hauses darf der Berg frisch gehobelten Parmesans allerdings nie fehlen ;)
Übrigens hat der Nicht-so-der-mega-Fenchelfan am Tisch angemerkt, dass man das Röstgemüse vielleicht lieber mit Aubergine machen könnte oder mit kleineren Fenchelstücken. Das geht natürlich genauso, was einem eben so schmeckt. Hauptattraktion ist schon die lecker tomatig-feurige Arrabiata.

Sonntag, 17. März 2019

Auberginen-Kebab - veganes Döner-Glück

So einen klassischen Döner hab ich nach meiner Entscheidung nie wieder Fleisch zu essen ziemlich schnell vermisst. Das war einfach eine tolle Geschmackskombi. Frisch geröstetes Fladenbrot, der knackige Salat, knoblauchige Sauce und dann dieses toll gewürzte Dönerfleisch. Nach Jahren des Durchprobierens hab ich jetzt einen neuen Favoriten, der sogar meinem Fleischersatz-Nasenrümpfer super schmeckt: Auberginen-Kebab! Sooo lecker, sag ich euch! Klingt komisch? Ist aber so :D Die Auberginenschnipsel nehmen die würzige Marinade super auf und nach dem Anbraten haben sie eine tolle Konsistenz, noch schön weich aber mit angeknusperten Stellen. Gab's jetzt schon öfters und schmeckte uns jedesmal super, als bunter Teller mit Tomatenbulgur, Zaziki, Salat und Fladenbrot, genauso wie klassisch als Döner im Fladenbrot oder Dürüm Döner oooder mit Pommes, Zaziki und Gurkensalat. Probiert es unbedingt mal aus, es ist sooo guuut!

Auberginen-Döner

Auberginen-Kebab    
(2 Portionen)

1 Aubergine (ca. 400 g)
Salz
1 große Zwiebel
3 - 4 EL Olivenöl
2 - 3 TL Kebab-Gewürz (oder Gyros-Gewürz, was ihr eben lieber mögt)
1/2 TL Paprika
1 TL mittelscharfer Senf

Aubergine in Scheiben schneiden, mit Salz bestreuen und mind. 10 min ziehen lassen.
Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden.
Alle Auberginenscheiben gut abtupfen und dann ungleichmäßig in Stücke schneiden (ungefähr so wie Dönerfleisch-Schnipsel).
Auberginen mit Zwiebeln, Öl, Kebabgewürz, Paprika und Senf vermischen und ein paar Stunden, besser über Nacht, durchziehen lassen.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und bei mittlerer Hitze unter mehrmaligem Wenden anbraten (dauert so ca. 20 min bis sie auch ein bisschen knusprig werden). Mit Salz und evtl. etwas mehr Kebab-Gewürz abschmecken.
Mit z.B. lecker Bulgur, Zaziki, Fladenbrot und Salat servieren.

Tipps:
Da meine Kebab-Gewürzmischung sehr viel Salz enthält mische ich lieber selbst was zusammen, so kann ich den Salzanteil besser dosieren.
Kebab-Gewürz: 1 TL Zwiebelpulver, 1 TL Knoblauchgranulat, 1/2 TL Pfeffer, 1/2 TL Kreuzkümmel, 1/2 TL Oregano, 1/4 TL Sumach (oder ein bisschen Zitronenschale), 1 Msp Zimt.
Salz gebe ich dann erst während dem Anbraten noch dazu, da die Auberginen sehr unterschiedlich salzig sein können, je nachdem wie gut man abgetupft hat.

Sonntag, 3. März 2019

Burger Buns einfach selbst backen [vegan]

Viel zu lange hab ich damit gewartet: Burger Buns selbst zu backen! Es ist sooo einfach und die fluffigen Brötchen sind um so vieles besser als die traurigen Lappen aus der Tüte. Der Teig ist schnell und simpel angemixt, dann kommt natürlich noch ein bisschen Wartezeit dazu, in der der Teig gehen darf, aber erstmal im Backofen dauert aus kaum mehr als zehn Minuten bis ihr eure Brötchen zu einem ordentliche Burger zusammenbauen könnt. Jammi! Leckere, fluffige Burger Buns, da lass ich die trockenen Brösel-Buns ausm Supermarktregal links liegen, die auch noch oft nach dem ersten Zupacken flach wie ne Flunder sind. Die Selbstgebackenen fluffen wieder schön zurück in die Originalform wenn man sie drückt, hihi.

Burger Brötchen

Burger Buns   
(für 8 Burger-Brötchen)

375 g Mehl (Weizen, Typ 550)
1 TL Salz
1 Pck Trockenhefe (7 g)
2 EL Rohrohrzucker
120 ml Wasser, lauwarm
180 ml Sojadrink, lauwarm (oder andere Pflanzenmilch)
2 EL Pflanzenöl, neutrales

Trockenhefe mit Zucker und lauwarmem Wasser verrühren bis sich der Zucker gelöst hat, 10 min abgedeckt stehen lassen.
Pflanzenmilch und Öl zugeben und gut verrühren.
Mehl mit Salz in einer großen Rührschüssel mischen. Eine Mulde hineindrücken und die Hefemilch hineingießen. Vom Rand her gut verkneten und mindestens 5 - 10 min weiterkneten bis ein schön geschmeidiger Hefeteig entstanden ist (ich hab diese Arbeit der Küchenmaschine überlassen^^).
Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1h gehen lassen (bis sich das Volumen des Teigs verdoppelt hat).
Nun den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmal mit den Händen durchkneten und in 8 gleichgroße Portionen teilen. Aus den Teigportionen runde Kugeln formen, jeweils vier auf ein Blech legen und nochmal abgedeckt gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat (bei mir hat das nochmal fast 1h gedauert).
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 10 - 15 min backen bis die Oberfläche goldig braun ist.

Burger-Brötchen

Ihr könnt natürlich auch ganz klassische Sesam-Buns machen. Dazu einfach direkt vorm Backen die Teiglinge mit etwas Wasser bepinseln und geschälten Sesam darauf streuen.

Wir backen das zweite Blech etwas kürzer (so 2-3 min weniger) und frieren die Buns dann ein. Für den nächsten Burgerhunger lasse ich sie einfach auftauen, schneide sie auf und lege sie mit der Schnittfläche nach oben unter den Grill in unserem Backofen. Da auch immer Pommes noch im Ofen sind werden sie durch die Resthitze noch schön warm und die Schnittfläche lecker angeröstet.


Und schon kann fröhlich geburgert werden: Zum Beispiel mit selbstgemachten Reispflanzerln, Salat, Gurke, Zwiebeln, Kraut, Essiggürkchen, Senf und Chilisauce. Auch bei den Burger-Bratlingen mache ich immer gleich mindestens die doppelte Menge und friere die Reste ein.

Sonntag, 6. Januar 2019

Rote Bete Carpaccio mit Orangen-Vinaigrette [vegan]

Unser Quasi-Weihnachtsmenü gab es ja noch nie an den Weihnachtsfeiertagen selbst. Da sind wir immer bei der Verwandtschaft und futtern uns dort durch. Unser fancy Menü wird also immer erst ein paar Tage danach aufgefahren, wenn sich nach der Feiertags-Fresskapade langsam wieder ein Hüngerchen regt. Dieses Mal gab es als farbenfrohen Auftakt ein Rote Bete Carpaccio mit Orangenvinaigrette, das mit Feldsalat, Kürbiskernen und salzigen Kartoffelwürfelchen getoppt wurde. Hauptgericht und Nachspeise gibt es die Tage dann auch noch in einem extra Beitrag, dass das hier nicht zu unübersichtlich wird. Nach dem Salätchen folgte dann ein Nuss-Maronen-Braten mit Semmelknödeln, Apfel-Blaukraut und Champignon-Rahmsoße und als süßes Finale noch Milchreis-Bratapfel mit Vanillesoße. 


Rote Bete Carpaccio mit Orangen-Vinaigrette    
(4 Portionen)

3 - 4 kleine Rote Beten (ca. 400 g)
100 g Feldsalat
2 Kartoffeln, festkochend (ca. 300 g)
Kürbiskerne
1 Orange
Weißweinessig
Olivenöl
Agavendicksaft
Salz, Pfeffer

> Die Beten abwaschen und in Salzwasser gar kochen (je nach Größe 30 - 40 min), dann abgießen und abkühlen lassen. In dünne Scheiben hobeln.
> Feldsalat waschen und trocken schleudern.
> Orange halbieren und Saft auspressen. 6 EL Orangensaft, 6 EL Weißweinessig, 8 EL Olivenöl und 2 EL Agavendicksaft in ein Schraubglas füllen, salzen und pfeffern, zuschrauben und kräftig schütteln, eventuell mit mehr Agavendicksaft abschmecken.
> Kartoffeln würfeln (ca. 1cm groß) und in einer Pfanne in heißem Pflanzenöl unter mehrmaligem Wenden goldbraun anbraten, kräftig salzen. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp abteopfen lassen.
> Rote Bete fächerförmig in einem flachen Teller anrichten, Feldsalat darauf geben, reichlich mit Orangen-Vinaigrette beträufeln, Kartoffelwürfel und ein paar Kürbiskerne darüber verteilen.


Dazu passen auch noch gut ein paar Scheibchen frisch gebackenes Baguette. Kommt ein bisschen darauf an was es sonst noch geben soll. Wir haben das Baguette wegen der Menüabfolge weggelassen, aber zum Tunken des Dressings aus dem Tellerchen wär's schon toll gewesen ;)

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Veggie-Weihnachtsmenü: Gesammelte Ideen 2018

Seit Wochen geistern mir diverse Ideen für ein nettes Weihnachtsessen durch den Kopf. Neben dem Anspruch, dass es natürlich vegetarisch sein soll, muss ja auch Herr Wos zum Essn damit glücklich werden, omni-tauglich sozusagen, wie man das in manchen Veggie-Kreisen nennt ;) Also keine komischen Ersatzprodukte wie Seitanbraten oder gekauften Vegan-Käse. Ich war also auf der Suche nach 'zufällig' vegetarischen, oder sogar veganen, Vor-, Haupt- und Nachspeisen, die auch was hermachen.

Foto-Credit: ÜberSee-Mädchen

Vorspeisenmäßig gab es ja bisher immer meine oberfancy Schafskäsetaler mit Honig-Walnuss-Kruste auf Rucola-Feldsalat mit Granatapfeldressing. Dieses Jahr sollte es mal was anderes werden: Ein Rote Bete Carpaccio mit Orangen-Vinaigrette, Feldsalat und gerösteten, gesalzenen Cashewnüssen und/ oder Kürbiskernen. Das Carpaccio vielleicht sogar so schön bunt wie bei Geschmackswolke und wenn es passt auch noch ein paar Orangenfilets.

Foto Credit: Purple Avocado / Ela Vegan

Als Hauptgericht ist bisher ein Maronen-Nuss-Braten geplant. Ein Rezept hab ich schon an der Hand, aber das ist mit Sahne, Quark und Eiern, da werde ich noch etwas dran feilen, dass es vegan ist. Finde ich gerade bei sowas wie einem Braten normalerweise gut machbar und deshalb wird der angepasst. Hoffe er wird dann auch so phänomenal wie von der Rezept-Geberin. Um eine Ahnung zu bekommen wie das so wird: Wahrscheinlich eine Mischung aus diesem Rezept auf Kidneybohnenbasis von Ela Vegan und einem klassischen Nuss-Maronen-Pilz-Braten. Dazu dann eine schön cremige Champignonsauce, Semmelknödel und Apfelblaukraut, njom.
Wenn ich keine Maronen bekomme, das kann ja locker mal passieren, dann hab ich noch einen Plan B. Der Braten und die Semmelknödel werden dann ersetzt durch eine gefüllte Kartoffelknödelrolle. Die Füllung so ähnlich wie der Braten, aus Zwiebeln, Pilzen und Walnüssen. Die Rolle dann aufgeschnitten auf die Tellerchen, dass man den schönen Pilz-Walnuss-Strudel innendrin sieht und tadaa.

Foto Credit: Cooking Catrin

Die Nachspeise wird dieses Jahr einfach: Ein Milchreis mit Karamellknusperhaube und Bratapfelkompott. Wie ich es anrichte steht noch nicht fest, aber vielleicht so wie bei Cooking Catrin in einem Apfel und dann statt dem Apfeldeckel eben Rohrzucker drauf und karamellisieren.

Sonntag, 16. Dezember 2018

Vegane Rotweinsauce einfach selbstgemacht

Wenn's bei Mutti zu Hause Sauerbraten gab waren mir schon immer die mitgekochten Möhrchen in der Sauce am liebsten. Das Tellerchen sah dann immer gleich aus: Ein Kartoffelbreiberg in einem Drittel und ein Damm aus Kartoffelbrei mitten durch den Teller, auf einer Seite dann Blaukraut und auf der anderen Braten, Mööööhrchen und Sauce. Die Kombi mag ich auch bis heute noch total gerne, nur eben ohne Fleischi und die selbstgemachte Sauce lieber ohne Fleisch-Bratensatz. Das geht nämlich genauso gut ohne und wird richtig lecker! Zuletzt gab's eine schön eingeköchelte Rotweinsauce, natürlich mit Möhrchen, Blaukraut und selbstgemachten Spätzle. Leider wurden die veganen Spätzle so gar nichts, total pappig und gnatschig, aber die Rotweinsauce war super gelungen und deswegen gibt's jetzt trotz den verhunzten Spätzle ein tolles Saucen-Rezept. Falls jemand ein gelingsicheres, veganes Spätzlerezept kennt würde ich mich sehr über einen dezenten Hinweis in den Kommentaren freuen :)


Vegane Rotweinsauce    

1 kleine Zwiebel
1 Prise Zucker
1 Schuss Balsamico (dunkler)
250 ml Rotwein
300 ml Gemüsebrühe
1 EL Tomatenmark
1 EL Preiselbeermarmelade
1 - 2 TL Dijonsenf
Rosmarin, Thymian, Piment, Lorbeer, Wacholderbeeren

Zwiebeln würfeln und in etwas Öl glasig dünsten. Mit Zucker bestreuen und etwas ankaramellisieren lassen. Mit Balsamico und einem Schuss Rotwein ablöschen, einköcheln lassen bis die Flüssigkeit verdampft ist. Dann restlichen Rotwein, Gemüsebrühe, Tomatenmark, Preiselbeermarmelade, Dijonsenf zugeben, mit je 1/4 TL Rosmarin und Thymian, einer Prise Piment, einem Lorbeerblatt und 2 - 3 Wacholderbeeren (falls vorhanden) würzen. Bei mittlerer Hitze so lange einköcheln bis die Sauce etwas andickt (ca. 30 min). Evtl nochmal abschmecken (Wacholderbeeren rausfischen) und falls gewünscht pürieren oder sieben falls ihr keine Stücke in der Soße mögt.


*** Die glückliche Gewinnerin der Advent-Verlosung ist übrigens Jess Tkocz (via fb), herzlichen Glückwunsch! Melde dich doch bitte bei mir damit ich möglichst bald das Päckchen verschicken kann. ***

Sonntag, 18. November 2018

Bunte Schüssel mit Back-Kartoffeln, marinierten Karotten und Balsamico-Walnuss-Rosenkohl

In letzter Zeit steh ich auf bunte Schüsselchen voller leckerem Futter, auf Instagram und Co. ja ganz fancy 'Bowl' oder 'Buddha Bowl' genannt. Richtig kombiniert ist es auch nicht so aufwendig ein paar Komponenten zusammenzubruzeln. Ein, zwei Sachen in den Ofen, was in der Pfanne gebruzelt und noch n Salätchen und schon hat man eine kleine Auswahl beieinander. Hier gab's Back-Kartoffeln, marinierte Möhrchen und Rosenkohl mit Walnüssen und Balsamico. Dazu noch eine selbstgebastelte Aioli vom Onkel, superlecker! Herr Wos zum Essn hat beinah das ganze Aioliglas allein ausgelöffelt, hab gerade noch so nen Klecks abbekommen.


Die Kartoffeln habe ich mit Öl, Salz und Paprika vermischt und im Ofen gebacken, so ca. 30 min bei 180°C Umluft.

Dann die Möhrchen längs in Scheiben geschnitten, in einer Pfanne angeröstet, nicht zu lange, dass sie noch Biss haben. Zum Schluss kurz mit Zucker bestreut und bisschen ankaramellisiert. Und in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Balsamico und Oregano mariniert.

Für den Rosenkohl hab ich die Röschen halbiert und den Strunk etwas eingeschnitten. Dann in etwas Öl in der Pfanne gebraten, gehackte Walnüsse, Salz und bisschen Zucker dazu, kurz ankaramellisieren lassen, einen Schluck Wasser zum besseren Garen dazu. Wenn sie etwas Bräune angenommen haben aber noch knackig sind mit einem Schuss Balsamico ablöschen und schon sind sie fertig.

Dazu dann noch nen ordentlichen Klecks Aioli und natürlich durfte der Gurkensalat nicht fehlen. Den pack ich aber nie mit in die Schüssel, sonst ist danach alles mit Gurken-Essig-Sud durchgesuppt und die Gurken selbst sind merkwürdig warm, iii.

Donnerstag, 15. November 2018

Pizza-Time: Champignon- und Hawaii-Baguette [vegan]

Kennt ihr diese Bistro-Baguettes? Also so aufgeschnittene Baguette-Brötchen mit extra dick Pizzabelag drauf die man in der TK-Abteilung findet? Ich kannte die Dinger eher als Party-Pizza-Brötchen, hehe. Also so selbstgebastelt und einfach auf Semmelhälften so Pizzapamp geschmiert. Dass es sowas auch fertig im Supermarkt gibt hab ich erst entdeckt, da war ich wahrscheinlich schon volljährig.


In diversen Vegan-Gruppen sind die Pizza-Baguettes dagegen sehr bekannt und der Hunger auf eine vegane Version wohl enorm. Also hab ich mich mal dran gemacht, denn es ist eeecht easy. Inzwischen bin ich etwas angefixt und matsch mir viel zu oft Reste aus dem Kühlschrank zusammen um sie auf Semmeln, Baguettes oder Toastscheiben zu schmieren und im Ofen schön kross backen zu lassen. Ja, gesund ist anders, aber es ist sooo lecker. Hier mal zwei Rezepte, der Klassiker mit Champignons und meine persönliche Lieblingsvariante mit Ananas und Mais.


Hawaii-Baguette    
(Für 4 Stück, je nach Brötchen-Größe)

2 Baguette-Brötchen
1/2 Mini-Dose Mais (2-3 EL)
2 Scheiben Ananas
100 g Creme Vega (veganer Schmand/ Crème Fraîche)
2 EL Paprikasauce (oder Salsa, Ketchup, etc)
50 g Raspelkäse (z.B. von Bedda, SimplyV, Soyatoo)
Oregano, Basilikum
Salz, Pfeffer, Paprika

Die Ananasscheiben in kleine Stücke schneiden. Mit Mais, Creme Vega, Paprikasauce und Käse vermischen. Je 1/2 TL Oregano, Basilikum und Paprika dazugeben und mit etwas Pfeffer und einer großzügigen Prise Salz abschmecken. Chili oder Cayennepfeffer passt auch noch gut dazu.
Die Baguette-Brötchen aufschneiden und die Pizzamasse gleichmäßig darauf verteilen.
Bei 180°C (Umluft) 10 - 15 min backen bis der Belag schön zerlaufen und angebräunt ist.


Champignon-Baguette    
(Für 4 Stück, je nach Brötchen-Größe)

2 Baguette-Brötchen
120 g braune Champignons
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Tomate
1 EL Tomatenmark
100 ml Hafersahne (oder andere Pflanzensahne)
50 g Creme Vega
50 g Raspelkäse
Petersilie, Oregano, Basilikum
Salz, Pfeffer, Paprika, Zucker

Champignons putzen und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel würfeln, Knoblauch fein hacken. Tomate in kleine Würfel schneiden, Strunk entfernen.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln glasig dünsten. Knoblauch zugeben und eine Minute unter Rühren mitbraten. Champignons und Tomaten zugeben und unter gelegentlichem Rühren braten bis die Champignons deutlich geschrumpft und angebräunt sind.
Tomatenmark zugeben und 1 min mitbraten. Mit Hafersahne ablöschen, 1 min einköcheln, dann vom Herd nehmen.
Creme Vega, Käse, 1 TL gehackte Petersilie, je 1/2 TL Oregano, Basilikum und etwas Paprika dazugeben und mit 1 Prise Zucker, etwas Pfeffer und einer großzügigen Prise Salz abschmecken.
Die Baguette-Brötchen aufschneiden und die Pizzamasse gleichmäßig darauf verteilen.
Bei 180°C (Umluft) 10 - 15 min backen bis der Belag schön zerlaufen und angebräunt ist.

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