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Sonntag, 17. Juni 2018

Promovierte Cupcakes - Schoko-Cupcakes mit Himbeer-Topping und Doktorhut [vegan]

Jetzt muss ich wohl bei jeder Promotionsfeier diese superputzigen Doktorhut-Cupcakes mitbringen, hihi. Die süßen Muffins mit der ungewöhnlichen Verzierung sind super angekommen. Und auch geschmacklich konnten sie überzeugen. Schön fluffig und saftig wie die Schoko-Himbeer-Torte (falls ihr die schon mal ausprobiert habt) und mit einer fruchtigen Himbeercreme getoppt. Die Idee mit den Doktorhüten hab ich von Herbs & Chocolate, dort könnt ihr auch mal gucken wie Carla die Hütchen gebastelt hat.


Da der Prüfling und auch ein Großteil der erwarteten Partygäste Veganer waren, mussten die Cupcakes natürlich komplett vegan sein. Die Muffins samt Topping waren da kein Problem, aber die Rohstoffe für die kleinen Doktorhüte in vegan zu finden war dagegen schon eine kleine Herausforderung. Die quadratische Platte für oben drauf war noch ganz einfach, Schokoplättchen oder schokolierte Waffelblätter bekommt man quasi überall. Schnur für obendrauf, auch easy, Cola- oder Lakritzschnüre findet man schon und sind fast immer vegan. Aber der Zylinder, puh. Alles was ich in den Fingern hatte war mit Molkenerzeugnis oder sonst was Unveganem verhunzt. Erst nach einem Tipp in einer Facebookgruppe hatte ich einen Plan und nach vielen Läden auch die wohl einzigen veganen Waffelröllchen auf dem Markt ergattert, sogar schon mit Zartbitter überzogen, yay.


Promovierte Schoko-Cupcakes mit Himbeer-Topping      
(15 Cupcakes)

200 g Mehl, Weizen Typ 405
150 g Zucker
1 Pck Vanillezucker (1 EL)
30 g Kakao (nicht Kabapulver!)
1 Pck Natron, 5 g
1 kleine Prise Salz

250 ml Wasser, lauwarm
120 g Himbeergelee (oder Heidelbeergelee)
80 ml Pflanzenöl, neutrales
1 EL Apfelessig

Muffinform mit Papierförmchen auslegen und/oder Silkkonförmchen bereitstellen, den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten in einer großen Rührschüssel vermischen. Die nassen Zutaten gut verquirlen, bis sich die Marmelade gut gelöst hat.
Eine Mulde in die trockenen Zutaten drücken und die Nassen hineingießen. Mit einem Esslöffel vorsichtig verrühren, gerade so lange, bis sich alles einigermaßen miteinander vermischt hat.
Den Teig mit Hilfe von zwei Löffeln gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen. Dabei die Förmchen nur zu 2/3 füllen, der Teig geht gut auf.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 20 min backen (Stäbchenprobe!). Ca. 10 min abkühlen lassen, aus der Form holen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

15 Dinkelwaffelröllchen, Zartbitter *
15 Quadratische Schokoladentäfelchen, Zartbitter *
Cola-Schnüre
Kuchenglasur, Zartbitter

Die Kuchenglasur erwärmen (z.B. in der Mikrowelle). Schokoröllchen mit etwas Glasur bestreichen und mittig auf die Schokotäfelchen 'kleben'.


Die Colaschnüre zurechtschneiden und mit Hilfe eines Zahnstochers mit geschmolzener Glasur auf die Oberseite der Hüte kleben.


200 ml Schlagcreme (die ungesüßte von Schlagfix), gut gekühlt
1 EL Vanillezucker
2 EL San Apart (oder Sahnesteif)
2 EL Himbeerpulver ** (oder Heidelbeerpulver)
1 EL Puderzucker

Schlagcreme mit den restlichen Zutaten zu einer steifen Sahnecreme aufschlagen.
In eine Spritztülle füllen, auf die Muffins drappieren und die Doktorhüten draufsetzen.


Tipps:
* Ich hatte 'Dinkel Waffelröllchen Zartbitter' von der Firma Rosengarten, gefunden im Bioladen im DEZ in Regensburg. Es waren genau 30 Röllchen drin, was für mich perfekt gepasst hat weil ich gleich die doppelte Menge Cupcakes gemacht hatte (halb Himbeer, halb Heidelbeer).
Als Plättchen hatte ich 'Hauchdünne Täfelchen Edelbitter' von Lindt. Die gibt's quasi in jedem Supermarkt und haben auch schon die perfekte Größe. Alternativ gehen auch gut die Waffelblättchen von Alnatura.
** Das Himbeerpulver hab ich bei Pativersand mal bestellt, das mische ich auch gerne in Chiapudding oder benutze es für Pralinen. 


Sonntag, 1. Oktober 2017

Kuchenklassiker: Linzertorte [vegan]

Aah, endlich Urlaub. Das heißt stundenlang Netflix glotzen ohne schlechtes Gewissen, hiöö. Und ein paar Tage wegfahren, dass wir nicht nur auf der Couch versumpfen. Prag steht auf dem Plan, heute noch fix gebucht, voi spontan und so. Da freu ich mich, hach, Prag, da gibt's ja angeblich tonnenweise Veggiefutter. Wenn Männchen mitspielt kann ich mich bestimmt gut durchfuttern.


Als Proviant für die gut vier Stunden lange Fahrt werd ich noch die letzten zwei Stückle Linzertorte eindosen. Dunkler Mürbteig mit leicht lebkuchiger Note und fruchtiger Marmelade, wie ein riesiges Plätzchen mit weichem Kuchenherz. Mit jedem Tag den der Kuchen (die Torte?) überlebt wird er übrigens leckerer, wie bei Plätzchen eben.


Linzertorte      
(Springform mit 26 cm Durchmesser)

200 g Mehl, Typ 405
200 g Mandeln, gemahlen
150 g Zucker
1 - 2 EL Kakao (nicht Kaba-Pulver)
1 TL Zimt
1/4 TL Nelken, gemahlen (oder 5-6 Nelken fein gemörsert)
200 g Margarine (z.B. Alsan Bio)
1 Ei-Ersatz, bei mir 1 EL Sojamehl mit 3 EL Wasser verquirlt
3 EL Himbeergeist oder Kirschwasser (optional)
ca. 300 g Himbeermarmelade (ich hatte 'Schwartau Samt' weil ich Kerne doof finde^^)
Sojamilch zum Bepinseln (ich hatte grad nur Hafermilch da)

Mehl, Mandeln, Zucker, Kakao, Zimt und Nelken vermischen. Margarine in Flocken dazu geben, Ei-Ersatz und Himbeergeist ebenso. Erst mit einem Handrührgerät mit Knethaken verrühren und dann zügig mit den Händen zu einem Teig verkneten.
Eine 26cm-Springform einfetten (ich belege den Boden stattdessen mit Backpapier, dann kann man den Kuchen besser rausheben).
Mit 3/4 des Teigs Boden und einen 3 cm hohen Rand in die Springform drücken. Restlichen Teig in Frischhaltefolie schlagen und 30 min im Kühlschrank durchkühlen (Springform bis zum nächsten Schritt auch kühl lagern).
Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Marmelade auf dem Teigboden verteilen und glatt streichen (wer mag kann mehr Marmelade nehmen, 400g sind auch lecker^^, wir mögens so ein bisschen eingebacken lieber also eher nur 270g).
Den restlichen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1/2 cm dick ausrollen, Förmchen nach Wahl ausstechen und auf der Marmeladenschicht verteilen.
Mit etwas Sojamilch bepinseln und auf zweiter Schiene von unten bei 180°C ca. 35 min backen, bis der Kuchen etwas anbräunt.
Aus dem Ofen nehmen, 10 min abkühlen lassen, dann den Springformrand lösen und komplett auskühlen lassen. Dann mit einem Tortenbutler von dem Springformboden heben und auf eine Tortenplatte setzen.
Evtl. mit Puderzucker bestäubt servieren.


War ich mal wieder froh um meine abnormal umfachreiche Plätzchenausstecher-Sammlung. So hab ich genug verschiedengroße Förmchen zusammen gebracht um ein tuffiges Blumenmuster auf den Kuchen basteln zu können. Noch schöner hätte ich viele verschiedene Blumenarten gefunden, die aber doch irgendwie zusammenpassen. Hatte ich aber nicht. Hmm, ich brauche meeehr Ausstecherle.


Sonntag, 6. August 2017

Knusprige Granola-Frühstückspizza mit Joghurt und Früchten [vegan]

Granola, jaaa, dieses fancy Knuspermüsli, das man als hipper Healthy-Fitness-Influencer ja schon lange selbst bastelt. Natürlich mit Matchapulver, Proteinzeugs oder Chiasamen. Nää, das ist nicht so meins. Aber Knuspermüsli an sich ist schon was Goiles, Haferflocken und Nüsse mit Zucker und Kokosöl knusprig zusammengepappt, legga. Also musste ich es doch mal testen. Nach Porridge-Bowl, Sushi-Party und Pulled Jackfruit war jetzt mal das Granola dran.


Damit's obertuffig wird hab ich das Knuspermüsli noch dazu in Tartelett-Förmchen gepresst und zu Minipizzen gebacken, hehe. Dann Joghurt und Obst draufdrappiert und man hat ne meeegahübsche Frühstückspizza. Schon allein der Duft aus dem Backofen von der Haferflockenmasse ist sooo super! Einen von den vier Knusperböden hab ich schon vorm Belegen angeknabbert, doof für die Fotos später, aber ich konnt mich nicht zusammenreißen. Mit Joghurt und Obst wars natürlich noch besser, hach, echt saulecker!


Granola-Frühstückspizza      
(4 Minipizzen, Durchmesser 10 cm)

100 g Haferflocken (bei mir 4-Korn-Flocken)
60 g Nüsse (z.B. Cashews, Walnüsse und Pistazien)
1 EL Sesamsaat
50 ml Agavendicksaft
1 Msp Zimt
1 TL Vanillezucker
4 EL Kokosöl
Joghurt (ich hatte Vanille-Sojaghurt)
Früchte nach Wahl

Die Nüsse fein hacken (ich hab dafür so nen kleinen Tupper-Häcksler^^), Kokosöl evtl schmelzen (meins ist bei 25°C schon superweich).
Alle Zutaten, bis auf den Joghurt und die Früchte, gut vermischen und auf vier Tartelett-Schälchen verteilen und festdrücken.
Im vorgeheizten Ofen bei 165°C (Ober-Unterhitze) ca. 15 min lang backen, bis die Granola-Tarteletts schön angebräunt sind.
Aus dem Ofen nehmen und mit einem Esslöffel wieder in Form drücken, da die Ränder beim backen etwas absacken. Dann komplett auskühlen lassen. Je kälter sie sind, desto fester werden sie.
Zum aus der Form lösen vorsichtig die Ränder lockern und dann aus der Form heben. Die Tarteletts sind nicht superstabil, also vorsichtig hantieren. Wenn doch eines nen Riss bekommt, einfach wieder zusammendrücken, das klebt schon wieder zusammen.

Mit ein paar Teelöffeln Joghurt bestreichen und mit den Früchten garnieren.
Die Frühstückspizzen schnell servieren, da der Joghurt die Granola-Tarteletts mit der Zeit durchweicht. Ich find das allerdings nicht schlimm, schmeckt auch so supi, außen knusprig, innen weich.


Tipps:
- Statt Agavendicksaft geht auch Ahornsirup oder Honig
- Das Kokosöl schmeckt echt suuuperlecker, falls ihr aber keines habt kann man es auch mit Margarine ersetzen.
- Keinen zu süßen Joghurt nehmen, da das Granola schon süß ist, am Besten passt säuerlicher Naturjoghurt oder Vanillejoghurt

PS: Warum sehen die Bilder heute anders aus? Das kommt dabei raus, wenn das Standard-Objektiv kaputt ist, die bessere Kamera außer Haus samt Lieblingsobjektiv rumgammelt und einem das erst auffällt, wenn alles fertig hindrappiert wurde... Also Tele oder Fischauge, hmm. Ich hab mich aufn Stuhl gestellt und mit dem Teleobjektiv geknipst, eiei. Aber passt schon. Und wie ich grad die Requisiten aufgefuttert hab, kam natürlich Herr Wos zum Essn mit der guten Kamera zur Haustür rein, gnaa.


Sonntag, 28. Mai 2017

Porridge-Bowl - Meine erste tuffige Frühstücks-Schüssel

Jetzt ist es also doch passiert. Männchen hat das ja schon ewig geahnt. Schließlich besteht mein kompletter Küchenschrank nur noch aus 'Foodprops', wie pastellfarbige Tellerchen und Schüsselchen, Paperstraws, Backformen, Servierplatten, tuffige Muffinförmchen und Dekokrempel, der Schrank mit dem Backzeug besteht zur Hälfte aus tausend verschiedenen Zuckerstreuseln, unser Balkon wurde mit Foodprop-tauglichen Pflänzchen ausgestattet, Minigurke, pastellfarbige Miniblüten und Wiesenblümchen.


Gestern war es dann soweit, die totale Foodblogger-Überfreakness kam über mich. Nicht nur, dass ich jetzt auch so ne tuffige 'Bowl' gebastelt hab, nein es wurde vollgas dekoriert. Und damit die Zuckerstreusel-Blüten, -Herzchen und -Schmetterlinge perfekt (wie zufällig angeordnet, aber in Echt akribisch hingezittert) hindrappiert werden konnten kam das Übertool zum Einsatz: Die Pinzette. Hab ich eh noch ne ganze Auswahl davon von der Masterarbeit übrig, antistatisch, säurefest, und so. Hat sich das Physikstudium schon gelohnt, haa! Winzige, krumpelige Zuckerblüten mit Werkzeug arrangieren, easy.

Drin in der Frühstücks-Schüssel ist übrigens Porridge, Chia-Pudding mit Cranberrysaft, Trauben, Himbeeren, Beeren-Knuspermüsli, Schokoladen-Chunks und eben Deko-Zuckerzeug. Den Chia-Pudding mach ich immer aus 3 EL Chia-Samen mit 200 ml Sojamilch und 1 EL Vanillezucker, in ein Schraub-Glas, durchschütteln und nach 5 und 10 min nochmal durchschütteln und über Nacht im Kühlschrank durchglibbern lassen. Den hier hab ich nur mit Cranberrysaft gemacht.

Blog-Event CXXXI - Superbowls (Einsendeschluss 15. Juni 2017)

Meine erste Bowl kommt nicht so ganz zufällig genau jetzt daher. Bei Zorra gibt's ja jedes Monat ein neues Blog-Event und gerade ist das Thema 'Superbowls'. Verena von Verenas Blog Schöne Dinge hat sich das Thema ausgesucht und sammelt Ideen für jede Menge kunterbunte Schüsselchen, äh, natürlich Booowls, hehe.

Sonntag, 23. April 2017

Rhabarber-Himbeer-Kuchen mit Puddingcreme [vegan]

Verrückt, wie viel Rhabarber in Muttis Garten schon wuchert. Da nehm ich natürlich gerne das ein oder andere Kilo ab, hehe. Vor einiger Zeit hatte ich mal nen ziemlich leckeren Rhabarber-Schmand-Kuchen gebacken, den wir nachmittags dann bei Mutti reingefuttert haben. So einen wollte ich gern nochmal machen, nur etwas 'optimiert'. Also einmal vllt ohne tierische Bestandteile, das kann ja jeder machen wie er will. Ich hatte noch von nem veganen Brunch recht viele vegane Sachen im Kühlschrank und wollte die aufbrauchen ;) Deswegen kam bei mir Mandelmilch, Creme Vega (statt Schmand) und Margarine rein.


Und dann wäre da noch die Optik. So faseriger, pinker Rhabarber-Himbeer-Schlonz sieht echt nicht toll aus. Also den Rhabarber kleiner geschnippelt, dass die Fasern kürzer werden und die Himbeeren erst zum Schluss untergehoben, dass nur ein paar pinke Tupfen in der Rhabarber-Kompott-Decke sind. Geschmacklich ist er wieder super geworden. die vanillige, supercremige Puddingschicht und darauf schön säuerlich und fruchtig das Rhabarber-Himbeer-Kompott. Kam wieder sehr gut weg auf der sonntäglichen Kuchentafel :)


Rhabarber-Himbeer-Kuchen mit Puddingcreme      
(26-cm-Springform)

Mürbteig:
150 g Mehl (Weizenmehl, Typ 405)
1 TL Backpulver
100 g Zucker
100 g feste Margarine (z.B. Alsan)
1Schuss kaltes Wasser
1 EL Vanillezucker

Alle Zutaten miteinander verkneten, dann in eine 26cm-Springform (vorher mit etwas Margarine ausfetten) drücken, dabei ca. 2 cm Rand hochziehen.

Puddingcreme:
300 ml Pflanzenmilch (bei mir Mandeldrink von Alpro)
1 Pck Vanillepuddingpulver
120 g Zucker
1 EL Vanillezucker
150 g Creme Vega (oder ersatzweise Sojaquark)
100 g Sojaquark (Alpro Go On)

Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.
Alle Zutaten gut miteinander verquirlen, bis eine möglichst homogene Masse entstanden ist. Ich vermische zuerst Zucker, und Vanillepulver und gebe dann nach und nach die Milch dazu, dass keine Klümpchen entstehen. Dann erst die restlichen Zutaten.
Puddingcreme in die vorbereitete Form füllen und ca. 30 min bei 175ºC (Umluft) backen.

Rhabarber-Himbeer-Kompott:
500 g Rhabarber
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 EL Zitronensaft
3-4 EL Speisestärke
250 g Himbeeren (TK)

Rhabarber waschen, schälen und in ca. 1 cm lange Stücke schneiden. Zucker und 200 ml Wasser aufkochen. Rhabarber, 1 EL Vanillezucker und Zitronensaft zugeben. Alles zugedeckt ca. 2 min dünsten. Mit Speisestärke (in etwas kaltem Wasser klumpenfrei angerührt) binden. Vom Herd ziehen, Himbeeren unterheben.
Das Kompott auf dem Kuchen verteilen und kalt stellen.


Da bei Zorra's Blogevent gerade das Thema 'Genuss des Frühlings' ist, passt mein Rezept doch super rein. Gastgeberin ist diesmal Jeanette von Cuisine Violette und sie wünscht sich besonders regionale und saisonale Zutaten. Muttis selbstgezogener Rhabarber darf da natürlich nicht auf dem Tellerchen fehlen.

Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings (Einsendeschluss 15. Mai 2017)

Montag, 9. Januar 2017

Himbeer-Cassis-Trüffel [Pralinentime]

Folgendes Szenario: 2. Weihnachtsfeiertag, kurz nach der Mittagsvöllerei, die restliche Verwandschaft wird noch beschert, jeder bekommt sein Packerl Pralinen (10 Stück pro Nase). Mein Bruder, der gerade noch schnaufend von der Eckbank zum Sessel gerobbt ist, weil nach Sauerbraten und Co. die Hose etwas spannt, sitzt plötzlich wieder neben mir. Knibbelt die Pralinentüte auf, futtert ein, zwei Pralinen, 'moah voi guad, Schwester!' Futtert noch ein paar, 'schmatz schmatz', tauscht zwei Stück gegen Alkoholhaltige aus dem Tütchen seiner schwangeren Frau. Drei Pralinen sind noch übrig. Irgendjemand erzählt ein paar lustige Geschichten. Tüte knistert wieder, schwups, sind die letzten drei Pralinen auch weg. Whaaat? Also echt jedem anderen wär nach so viel Zucker in 20 min sauschlecht... Aber so ist das jedes Jahr. Mutti schnaboliert einzeln über Wochen verteilt an ihr Tütchen ran und die Brüder eher so 'nomnomnom, rülps, yeah, voi guad, höhö...' alles auf einmal weg.


Aber haben wohl gemundet, die kleinen Pralinchen. Und nachdem die Rezepte nun jahrelang gehütet worden sind, werden die endlich mal gelüftet. Den Anfang macht die neueste Sorte: Himbeer-Cassis-Trüffel. Wahnsinnig fruchtig und schön säuerlich außenrum. Meine liebste Fruchtpraline! Ich hab drei Jahre rumprobiert, bis ich zufrieden war mit der fruchtigen Praline im Bunde und nun bin ich endlich am Ziel angekommen. Knack, mmh, jamm!


Himbeer-Cassis-Trüffel   
(63 Pralinen)

250 g Himbeeren, TK
100 g Puderzucker
50 g Glukosesirup
150 g Kuvertüre, dunkle
50 g Vollmilchschokolade
1 Lage Hohlkugeln, Zartbitter (63 Stück)
200 g Kuvertüre, dunkle
6 EL Zucker
15 g Cassis-Pulver (schwarze Johannisbeere)

Himbeeren auftauen lassen, evtl. ausgetretene Flüssigkeit abschütten. Mit Puderzucker in einem Topf aufkochen und mind. 5 min köcheln lassen, bis die Himbeeren schön weich sind.
Glukosesirup einrühren bis es sich aufgelöst hat.
Himbeersud durch ein Sieb passieren.
Dunkle Kuvertüre (150g) mit Vollmilchschokolade grob klein hacken, mit dem heißen Himbeersud übergießen und verrühren bis alles gut vermischt ist. Falls der Sud schon zu kalt ist, die Himbeer-Schokoladen-Mischung nochmals leicht erwärmen, bis die Schokolade gut schmilzt.
Die Masse auf etwa 30°C abkühlen lassen.
Nun die Himbeer-Schokoladen-Masse in einen Spritzbeutel füllen (oder in eine Gefriertüte und dann ein Eckchen abschneiden) und die Hohlkugeln mit der Masse befüllen. Komplett abkühlen lassen.
50 g dunkle Kuvertüre schmelzen, die Hohlkugeln damit verschließen.
Sobald die Schokolade hart geworden ist die restliche dunkle Kuvertüre bei 50-55°C schmelzen. In einem Schälchen den Zucker mit dem Cassispulver vermischen.
Nun jede Kugel wie auf einer 'Panierstraße' erst dünn mit Schokolade überziehen (etwas Schokolade in die hohle Handfläche geben und die Kugel darin wälzen) und dann im Cassis-Zucker wälzen bis rundherum eine lila Zuckerschicht klebt. Wir waren dafür zu zweit (einer für die Schoki, der andre für die Zuckerwälzerei), alleine wirds eine arge Sauerei. Aber man kann die Pralinen ja auch sonstwie verzieren, einfach nur Schokolade ist auch lecker.


Tipp 1: Man kann natürlich auch noch etwas Himbeergeist in die Füllung geben. Ich wollte eigentlich beide Varianten ausprobieren, hab dann aber vergessen nach der Hälfte der Kugeln den Schnaps in die Restfüllung zu mischen und plötzlich waren alle alkoholfrei ;)

Tipp 2: Diese Pralinen kann man auch supereinfach vegan basteln. Die Vollmilchschoki mit Zartbitter oder iChoc ersetzen, bei der Kuvertüre darauf achten, dass kein Milchzeug drin ist und bing, schon gibts leckere vegane Pralinchen.

Tipp 3: Wenn ihr die Pralinen nur mit Schokolade überzieht unbedingt beim Schmelzen der Schoki nicht über 55°C kommen, sonst wird euch der Schokoladenüberzug beim Trocknen so komisch weiß. Am besten bei ca 55°C schmelzen und zum Verarbeiten auf 28°C abkühlen lassen, dann knackt die Schokolade nachher richtig schön beim Reinbeißen.


Donnerstag, 25. August 2016

Schokoladen-Cupcakes mit Kakao-Topping und feiner Himbeernote [vegan]

Yeaaah, endlich hat's der Sommer geschafft sich durchzusetzen! Und dann kommt die alte Frau Wos zum Essn mit diesen Schoko-Monstern daher? Die Oide is doch ned ganz sauber...


Aber schaut sie euch doch mal aaan! Saftig, fluffig (oh wie herrlich sich das anfühlt die so leicht zu drücken, quetschquetsch^^), ganz leicht fruchtig, weil im Teig Himbeergelee verbacken ist, natürlich Booombe schokoladig und obendrauf ein tuffiges Kakaowölkchen. Also büdde, das darf doch wohl bei jeder Außentemperatur zwischen die gierigen Schlemmerpfötchen.


Schokoladen-Cupcakes mit Kakao-Topping      
(12 Stück)

200 g Mehl, Typ 550
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker
30 g Kakao
1 TL Natron (entspricht 5 g)
1 Prise Salz

250 ml Wasser
120 g Himbeermarmelade (Gelee, oder durchpassieren)
80 ml Pflanzenöl
1 EL Essig (z.B. Apfel- oder Weißweinessig)

Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen, den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten in einer großen Rührschüssel vermischen. Die nassen Zutaten gut verquirlen, bis sich die Marmelade gut gelöst hat.
Eine Mulde in die trockenen Zutaten drücken und die Nassen hineingießen. Mit einem Esslöffel vorsichtig verrühren, gerade so lange, bis sich alles einigermaßen miteinander vermischt hat.
Den Teig mit Hilfe von zwei Löffeln gleichmäßig auf die 12 Muffinmulden verteilen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 20 min backen (Stäbchenprobe!). Ca. 10 min abkühlen lassen, aus der Form holen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

200 ml Schlagcreme (die ungesüßte von Schlagfix), gekühlt
1 EL Vanillezucker
2 EL San Apart (oder Sahnesteif)
1 - 2 EL Kakao
1 EL Puderzucker
Schokostreusel zum Verzieren

Schlagcreme mit den restlichen Zutaten (außer den Schokostreuseln) zu einer steifen Sahnecreme schlagen. Eventuell mehr Puderzucker oder Kakao zugeben, je nach persönlichem Geschmack.
In eine Spritztülle füllen und auf die Muffins drappieren. Mit Schokostreuseln verzieren.


Wer Lust auf mehr vegane Leckereien bekommen hat, darf gern zum Gewinnspiel (*klick) rüberschauen, vielleicht flattert dann bald 'Vegan Quick and Easy' von Björn Moschinski in euer Postkästchen :) Bis 29.08.2016 könnt ihr noch teilnehmen.

Samstag, 9. Juli 2016

Himbeer-Pfirsich-Eistee und viele viele bunte Cupcakes

Ich schlürfe gerade das vierte Gläschen Himbeer-Pfirsich-Eistee, woop woop. Langsam fühl ich mich leicht beschwipst, obwohl gar kein Schnapsi drin ist, hö. Auch das Matsch-Himbeeren durch den Strohhalm schlurpen macht mir viel zu viel Spaß. Hihi, schlürfschlürf, plopp! Dabei ists heute noch gar nicht sooo vollgas heiß, dass ich unendlich Flüssigkeit in mich reinpumpen müsste, der Eistee ist einfach nur so lecker und süffig!


Himbeer-Pfirsich-Eistee  

Früchteteemischung für 1 l Tee
1 Schuss Himbeersirup
1 Schuss Zitronensaft
1 Pfirsich
100 g Himbeeren, TK!

Den Tee mit kochendem Wasser überbrühen, nach dem Ziehen gut abkühlen lassen.
Pfirsich in Spalten schneiden, in eine Karaffe geben. Den abgekühlten Tee, Himbeersirup und Zitronensaft dazugeben, gut umrühren.
Im Kühlschrank evtl etwas ziehen lassen. Zum Servieren die gefrorenen Himbeeren zum Eistee geben.


Das Rezeptchen flattert gleich noch rüber zum Blogevent 'Refreshing Summer' bei Amor und Kartoffelsack. Passend zur brütenden Sommerhitze sucht Sonja erfrischende Getränke ohne Alkohol (wir wollen uns ja nicht weghauen, sondern Durst löschen^^) und natürlich ohne krasse Zuckerzusätze, dass wir auch bei über 30°C ohne Klebegesicht lecker vor uns hinsüffeln können.

http://www.amor-und-kartoffelsack.de/2016/06/refreshing-summer-blogevent.html

So und für mich gehts jetzt dann gleich mit Kühlakkus bewaffnet auf zu Muttis Geburtstag. Ich wär nämlich fleißig und hab ein bisschen gebacken. Jetzt müssen die Teilchen nur noch einigermaßen gekühlt die nächste Stunde überstehen, bis sie ins Kühlhaus einziehen können. Ich hoffe die Cupcakes überleben das. Nicht dass die Toppings ganz traurig runtergerutscht ankommen, waah!


Einmal hab ich Limonaden-Cupcakes mit Vanille-Buttercreme als Topping gebaut. Die zitronigen Muffins duften schon seit gestern abends die ganze Küche voll, mmmhmm. Und dann wurden noch Schoko-Schoko-Cupcakes gebastelt, nach dem Rezept der Schoko-Himbeer-Torte. Die sind auch wieder supersaftig geworden, jammi!


Auf Muttis Wunsch hin hab ich auch nochmal die Käsekuchen-Erdbeer-Tarte mit Baiser gezaubert. Nur für dich Mutti! Ist nämlich doch etwas aufwändiger als mal eben schnell ne Käse-Sahne-Torte zusammenzubauen.


Weils heute auch über 25°C kriegen muss, puh. Schon beim Baiser aufspritzen war das eine Herausforderung! Und dann hab ich die Tarte leider schon auf die Plastik-Transport-Unterlage gesetzt. Also nix mit easy im Backofen das Baiser anbräunen. Ich bin total knödelig mitm Bunsenbrenner um die Tarte rum und hab versucht das einigermaßen gleichmäßig zu bräunen... Naja, geht schon. Aber im Backofen wirds schöner ^_^

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