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Sonntag, 10. November 2019

Wunderbar schlabbriger Rührtofu [vegan]

Tjaha was darf bei nem leckeren Brunch auf keinen Fall fehlen? Genau, richtig leckerer, herzhafter Rührtofu! Inzwischen hab ich schon einige probiert, mit zerhäckselten Champignons, aus Tofubröseln, mit Kichererbsenmantsch, Tomatenstücken oder einem kräftigen Schuss Sojasahne gepimpt und was sonst noch. Aber mein persönlicher Favorit ist dieser Rührtofu hier mit Räuchertofu und Seidentofu. Er wird wunderbar schlabbrig, hat eine schön herzhafte Komponente durch den Räuchertofu und schmeckt dank Kala Namak angenehm nach Rührei. 


Rührtofu  
(3 - 4 Portionen)

200 g Räuchertofu (ich nehm den von Taifun)
1 kleine bis mittelgroße Zwiebel
400 g Seidentofu (z.B. von Taifun^^)
Kurkuma, Paprika, Pfeffer
Kala Namak (geschwefeltes Salz)
Schnittlauch

Räuchertofu mit einer Gabel oder den Händen zerbröseln, Zwiebel klein würfeln, Seidentofu grob mit einer Gabel zerpflücken.
Zwiebeln mit Räuchertofu in etwas Öl anbraten bis die Zwiebeln weich sind und der Tofu etwas angebräunt. Mit 1/2 TL Kurkuma, 1/2 TL Paprika und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
Seidentofu zugeben und unter vorsichtigem Wenden ein paar Minuten braten bis die Konsistenz rühreimäßig ist und nicht mehr zu flüssig.
1/2 TL Kala Namak und Schnittlauchröllchen unterrühren und nochmal abschmecken.


Tipps:
- Das Kala Namak erst zum Schluss unterrühren da es bei Hitzeeinwirkung viel des Ei-Geschmacks verliert.
- Zusätzliches Salz ist normal nicht nötig da das Kala Namak als Salz reicht. 
- Man kann natürlich auch noch ein paar Tomatenstücke oder anderes Gemüse mitbraten. Mir ist der Rührtofu aber so pur am liebsten :)
- Ich nehme iiimmer den Taifuntofu. Gerade der Räuchertofu ist schön weich und lässt sich gut zerbröseln und der Seidentofu schmeckt total mild, so dass der Rührtofu schön eiig wird und keinen komischen Nebengeschmack nach Soja hat.
- Für den letzten Schliff geb ich noch ein klein bisschen Zwiebelpulver und Liebstöckel dazu.

Sonntag, 29. September 2019

Khao Pad - Thailändischer gebratener Reis

Beinahe hätte ich ja schon aufgegeben mal wieder so guten gebratenen Reis wie im Thailand-Urlaub zu futtern. 'Khao Pad' genauer gesagt, so stand das Gericht immer auf der Karte. So viele Versuche hatte ich bereits gestartet und auch echt leckeren Bratreis zusammengebracht (und auch nicht so Leckeren, brr), aber es schmeckte irgendwie nie so wie damals. So langsam dachte ich mir es ist eben unmöglich weil das ganze Drumherum fehlt: Die süßen Geckos an den Wänden, der feine Sand zwischen den Zehen, Meeresrauschen im Hintergrund und um die beste Wohnmuschel kämpfende Mini-Einsiedlerkrebse unterm Tisch.


Nachdem ich aber im Bioladen eine vegane Fischsauce gefunden hatte, die erstaunlich lecker roch, hab ich mich nochmal an die Mission 'Gebratener Reis' gewagt. Und es wurde so unfassbar lecker, ich hab regelrecht die Schüssel ausgeschlabbert. Genau das richtige Verhältnis von salzig, süß und würzig, dazu knackiges Gemüse, leicht knusprig gebratener Reis und ein paar Tofuwürfel. Der Clou ist aber eindeutig die vegane Fischsauce, irgendwie so umami-mäßig, superlecker! Los, los, No-Fish-Sauce besorgen und das Khao Pad nachköcheln. Es geht wie so viele thailändische Gerichte superfix und schmeckt immer genial.


Khao Pad - thailändischer gebratener Reis
(2 bis 3 Portionen)

400 g gekochter Reis vom Vortag, z.B. Jasminreis*
4 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Karotten
1 Tomate
1/2 Dose Erbsen (2 - 3 EL)
2 Eier
1/2 Packung frittierte Tofuwürfel, TK (optional)
4 EL Sojasauce, helle
2 - 3 EL No-Fish-Sauce (z.B. von Arche, Bioladen)
2 TL Zucker
2 EL Pflanzen-Öl, neutrales

Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, dabei vom geschnittenen Grün ein bisschen für die Deko zur Seite nehmen. Knoblauch fein hacken, Karotten in 3 - 4 cm lange Stifte schneiden, Tomate kleine würfeln, Erbsen abgießen, Reis auflockern falls er im Kühlschrank zu einem großen Klumpen geworden ist^^. Sojasauce, No-Fish-Sauce und Zucker verrühren.
Etwas Öl in einem Wok erhitzen. Knoblauch und Frühlingszwiebeln hineingeben und unter Rühren so lange braten bis der Knoblauch leicht glasig wird. Tofuwürfel zugeben und 1 min weiterrühren. Dann alles möglichst an den Rand schieben. Eier hinzugeben und kräftig hin und herrühren bis sich kleine Flocken bilden (dabei aufpassen, dass sich nicht all zu viel vom Gemüse untermischt). Reis dazugeben und gut durchrühren. Karotten dazugeben und so lange braten bis der Reis ein bisschen angeröstet ist. Erbsen untermischen und die angerührte Sauce darauf verteilen, kurz umrühren. Tomaten unterheben und nochmal kurz braten lassen. Mit Frühlingszwiebelgrün garniert servieren und am besten noch Prik Nam Pla Sauce dazu reichen.


Ich lege euch auch wärmstens ans Herz die Prik Nam Pla Sauce dazu zu machen. Sie geht supereinfach und gibt dem gebratenen Reis noch den letzten Kick, absolutes Urlaubsfeeling! Dazu mischt ihr einfach 2 EL No-Fish-Sauce mit dem Saft einer halben Limette, 1/2 TL Zucker, 1 gehackten Knoblauchzehe und frischer roter Chili.

*Am Besten ist wirklich Reis vom Vortag, da noch warmer, frisch gekochter Reis sich nicht gut anbraten lässt und gern zu Matsch wird. Für 400 g gekochten Reis braucht ihr ca. 1 Tasse, also um die 180 g rohen Reis. Ich nehme für asiatische Reisgerichte immer Basmati oder Jasminreis.

Samstag, 24. August 2019

Vegane Spaghetti Carbonara mit Räuchertofu und Cashewcreme

Gibt ja Leute die futtern Räuchertofu einfach roh auf Brot oder so, brr, da gruselts mich ja schon ein bissl. Aber in Würfeln angebraten und vielleicht auch noch mit nem Schüsschen Sojasauce abgelöscht bin ich sofort dabei.
Besonders lecker sind diese sojasoßifizierten Bruzel-Räuchertofu-Würfelchen in extra cremiger Carbonara-Sauce. So mach ich inzwischen seit Jahren vegane Carbonara und es wird echt mal Zeit das Rezept hier festzuhalten ;) Cremig, ja man könnte sagen schlozig, bisschen käsig und mit den herzhaften Tofuwürfeln eine schöne Pastasauce in die sich die Spaghetti gerne einschmiegen. Das macht richtig Spaß da eine ordentliche Gabel voll aufzurollen. Und ein paar Kullererbsen verstecken sich auch noch dazwischen, juhu. 


Vegane Spaghetti Carbonara  
(2 bis 3 Portionen)

300 g Spaghetti
150 g Räuchertofu
1 Schuss Sojasauce
1 Zwiebel
3 EL Erbsen
350 ml Pflanzensahne (Soja, Hafer, etc)
Kräutersalz, Pfeffer, Knoblauch, Muskat, Oregano, Kala Namak (geschwefeltes Salz)
3 EL Würzhefeflocken (für den Keesegeschmack)
1-2 EL Cashewmus

Räuchertofu würfeln (ca. so groß wie Speckwürfel), Zwiebel fein würfeln.
Spaghetti al dente kochen.
Tofuwürfel in etwas Öl anbraten. Wenn der Tofu schön angebräunt ist, mit einem Schuss Sojasauce ablöschen und durchschwenken.
Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Hitze dünsten, bis die Zwiebelstücke glasig und leicht angebräunt sind. Erbsen zugeben.
Mit Pflanzensahne ablöschen, Cashewmus einrühren, 1 TL Oregano, 1/4 TL Muskat, 1 Prise Kala Namak, 2 EL Hefeflocken zugeben, mit etwas Knoblauch, Kräutersalz und Pfeffer abschmecken.
Die Nudeln abgießen, dabei etwas Nudelwasser auffangen, Nudeln zurück in den Topf geben.
Sauce zu den Nudeln geben und so viel Nudelwasser zugeben, dass es cremig wird. Nochmal mit Salz und Hefeflocken abschmecken.


Falls ihr wie hier auf dem Foto ein bisschen Zucchini unter die Spaghetti Carbonara mogeln wollt einfach ein, zwei schmale Zucchini mit dem Spiralschneider zu dünnen Streifen verarbeiten und zum Schluss noch drei Minuten in der Carbonara-Sauce mitköcheln lassen. Ich nehme dann auch 50 bis 100 g weniger Spaghetti.

Sonntag, 2. Juni 2019

Veganer Tapas-Abend ♡

Wenn man ein bisschen Muse zum Köcheln mitbringt empfehle ich ja mal einen Tapas-Abend zu machen. Ein paar Sachen vorbereiten und dann am Abend noch ein bisschen zusammen schnippeln und es kommt ganz stressfrei ein bunter Mix auf den Tisch. Wir hatten zuletzt diese Kombi: Natürlich klassische Patatas Bravas, dann erstaunlich leckeren Feto mit Walnuss-Vinaigrette, marinierte Zucchini, mediterrane Ofen-Champignons, Röst-Gemüse aus Fenchel und Paprika, Knoooblauch-Baguette, eine Riesenschüssel bunten Salat und vegane Aioli (die war allerdings gekauft^^).

Veganer Tapas-Abend

Uns hat alles super geschmeckt, so dass bei vier Leuten nur eine Mini-Mini-Portion übrig blieb. Mein Favorit war der Feto, wobei insgeheim ja immer die Kartoffeln gewinnen, denn ohne Patatas Bravas geht nix ;) Und die Champignons lagen auch recht hoch im Kurs. Oh und auf keinen Fall das Knoblauch-Baguette vergessen, ich finde es immer schlimm wenn es keins im Tapas-Lokal gibt, denn wir liiieben es.


Feto mit Walnuss-Vinaigrette
1 Pck Feto (von Taifun, ersatzweise 200 g Naturtofu)
1 kleine Zwiebel
10 Walnüsse
3 EL Agavendicksaft
3 EL Sherryessig oder Weißweinessig
Pflanzenöl, Salz, Pfeffer

Zwiebel sehr fein hacken, Walnusskerne fein hacken. 2 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Zwiebelwürfel bei schwacher Hitze 3 min anschwitzen. Agavendicksaft dazugeben und für weitere ca. 5 min garen, die Zwiebeln sollen weich werden aber nicht braun. Essig zugeben und etwas einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen.
Feto in Scheiben schneiden, in einer Pfanne in wenig Öl von beiden Seiten anbraten und mit der Walnuss-Vinaigrette getoppt servieren.
Die Vinaigrette hatte ich schon vorbereitet. Am Abend dann nur den Tofu frisch angebraten und die fertige Vinaigrette drauf.


Patatas Bravas
8 mittelgroße Kartoffeln
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
1/2 Chilischote
1 EL Ajvar, mild
1 EL Sherry-Essig (oder anderen Essig)
1 Glas Tomaten, gehackt (420 ml)
150 ml Weißwein (oder Gemüsebrühe)
Salz, Pfeffer, Zucker

Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Mit etwas Pflanzenöl, Salz und Paprika marinieren. Auf einem Backblech ausbreiten und bei 180°C Umluft ca. 30 min backen bis die Kartoffeln gar sind.
Für die Bravas-Sauce die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln, Chilischote fein hacken.
Zwiebelwürfel in etwas Öl glasig dünsten. Knoblauch, Tomatenmark, Lorbeerblatt, Chili, Ajvar und Essig zugeben und 2 min unter Rühren weiterbraten. Mit Tomaten und Weißwein ablöschen, aufkochen und 15 min bei eher kleiner Flamme abgedeckt köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Offen weiterköcheln bis die Sauce eingedickt ist.
Schmeckt am besten wenn die Sauce etwas ziehen konnte, also supi zum Vorbereiten. Einfach kurz aufwärmen wenn die restlichen Komponenten fast fertig sind.


Marinierte Zucchini
Dazu eine eher größere Zucchini in Scheiben schneiden und ohne Öl in der Pfanne portionsweise von beiden Seiten anbraten bis sie etwas Farbe annehmen. Dann mit 3 EL Olivenöl, 1,5 EL dunklem Balsamico, 1 TL Oregano, 1 TL Agavendicksaft, Salz und Pfeffer marinieren und gut durchziehen lassen.


Ofen-Fenchel und -Paprika
Für das Ofen-Gemüse zwei Paprikas und eine Fenchelknolle nach dem Rezept der Pasta all'arrabiata mit Röst-Gemüse marinieren und im Ofen backen.


Mediterrane Champignons
Die Champignons hab ich nach dem Rezept für die Marinierten Gemüsespieße zubereitet. Also die Grill-Marinade mit ein paar geviertelten Champignons vermischt und mit den Patatas Bravas und dem Röst-Gemüse im Ofen gebacken.


Knoblauch-Baguette
Für das Knoblauch-Baguette ein Baguette in dicke Scheiben schneiden, in zwei Pfannen etwas Pflanzenöl erhitzen, jeweils eine Knoblauchzehe dazupressen und möglichst gut verteilen, ein bisschen Kräutersalz dazustreuen und Baguettescheiben flach in die Pfanne legen. Wenn sie etwas angeröstet sind wenden und noch von der anderen Seite etwas rösten.

Sonntag, 28. Oktober 2018

Bowl mit süß-saurem Orangen-Tofu, Rosenkohl und Süßkartoffel [vegan]

Als krasser Influencer (äh hust, fast) musste ich natürlich auch mal so eine fancy, instagrameske 'Buddha-Bowl' basteln. Das ist so ein Fresschen aus vier, fünf Komponenten, meistens aus verschiedenem Gemüse, bisschen Kohlehydraten und ner Proteinquelle. Das dann möglichst bunt und hübsch in ne Schale drappiert (wichtigster Punkt^^), eventuell noch ein fancy Dressing drüber und schon ist man dabei. In meine hippe Bowl schafften es Jasminreis, Mais, süß-saurer Orangen-Tofu, leicht ankaramellisierter Rosenkohl mit Balsamicocreme und bisschen scharfe, gebackene Süßkartoffel. Mein Favorit: Der süß-saure Orangen-Tofu, schön sticky und lecker fruchtig-süß, oh yeah. Wie man an meiner zurückhaltenden Farbauswahl erkennt war mir der Geschmack dann doch am wichtigsten. Anstatt rohen, leuchtend violetten Rotkohl, halb gegarten, kräftig-grünen Rosenkohl oder mit Rote-Bete-Saft eingefärbte Einhorn-Glasnudeln gab's einfach lecker gebackenes Gemüse mit genialem Tofu und bissl Reis.


Orangen-Tofu süß-sauer    

200 g Naturtofu (schön weichen, z.B. ausm Asialaden)
Salz oder Sojasauce (optional: Chinagewürz, Fleischwürze, Hähnchengewürz, etc)
60 ml O-Saft
2 EL Austernsauce, vegetarische
2 EL Agavendicksaft
1 EL Sesamöl
1 EL Limettensaft
Optional: Sesam, weiß und schwarz

Tofu etwas ausdrücken und trocken tupfen, in Würfel schneiden. O-Saft, Austernsauce, Agavendicksaft, Sesamöl und Limettensaft verrühren.
Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu von allen Seiten knusprig braten. Mit Salz oder Sojasauce würzen (ich hab noch etwas 'Fleischwürze' dazugegeben und dafür weniger Salz).
Angerührte Marinade dazugeben und so lange köcheln bis die Soße leicht zähflüssig wird. Nicht zu dick einköcheln sonst kann sie bitter werden. Tofuwürfel immer wieder wenden, dass sie schön mit der Glasur benetzt werden.
Mit Sesam bestreut servieren.


Den Rosenkohl hab ich mit etwas Öl, Salz und Zucker vermischt, die Süßkartoffeln mit einer geachtelten roten Zwiebel, Öl, Salz, Paprika und Cayennepfeffer und dann beides bei 180°C Umluft ca. 25 min gebacken bis es gut Farbe bekommen hat. Über den Rosenkohl kam noch Balsamicocreme und über die Süßkartoffel kamen noch paar Chiliflocken. Dazu dann noch Mais und Jasminreis und mit dem Orangen-Tofu war das dann eine leckere bunte Mischung.

Donnerstag, 26. Juli 2018

Gebratene Mie-Nudeln mit Tofu-Puffs [vegan]

Braaaatnudeln, yummy! Ich mag die so supergerne. Obwohl ich auch schon viele Fehlschläge beim Rumprobieren hatte. Was niiicht cool ist: Warmes Kimchi, zu viel Ingwer, zu Matsch gekochte Reisnudeln, fertige 'Woksauce', flüssige Erdnusspampe, vegetarische Fischsauce und und und. Ich hab vieles getestet. Aber mit den richtigen Nudeln, einer leckeren zusammengerührten Sauce und natürlich mit meinen Lieblingen, den Tofuwürfeln, wird es immer ein kleines Juchuuh wenn das Schüsselchen fertig zum Futtern ist. Hier haben sich Mienudeln, Broccoli und eine leicht süßliche Sesam-Sojasauce zu einer fix gebruzelten Feierabend-Bowl zusammengefunden. Supereinfach, schön schnell und natürlich total lecker :)


Gebratene Mie-Nudeln    
(3 Portionen)

Ca. 170 g Mie-Nudeln (2 Nudelplatten)
1 Zwiebel
1/2 Paprika
200 g Broccoli
2 + 1 EL Sesamöl
200 g Tofu, natur *
2 EL Austernsauce, vegetarische **
2 EL + 1 EL Sojasauce
1 EL + 1/2 EL Agavendicksaft
Salz, Cayennepfeffer oder Chiliflocken

Mie-Nudeln nach Packungsanleitung zubereiten, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
Tofu etwas auspressen (ich wickle ein Küchentuch drum und drücke mit der flachen Hand drauf) und in Würfel schneiden. In 1 EL Sesamöl von allen Seiten anbraten, mit 1 EL Sojasauce und 1/2 EL Agavendicksaft ablöschen und so lange weiterrühren bis die Würfel die Sauce gut aufgenommen haben und leicht ankaramellisiert sind. Aus dem Wok nehmen und warm halten.
Zwiebel längs in Streifen schneiden, Paprika in kurze Streifen schneiden, Broccoli in Röschen teilen. In 2 EL Sesamöl kurz anbraten, bis die Zwiebeln leicht glasig werden. Mie-Nudeln zugeben und 3 min mitbraten, immer wieder umrühren. 2 EL Austernsauce, 2 EL Sojasauce und 1 EL Agavendicksaft zugeben und gut verrühren. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen, evtl nochmal mit Sojasauce und Sesamöl abschmecken.
Mit Tofuwürfel und Chiliflocken oder schwarzem Sesam getoppt servieren.


Die dritte Portion kam natürlich in die Lunchbox für nächsten Mittag, jamjam. War auch aufgewärmt nochmal superlecker. Gebratene Nudeln sind so ein tolles Fresschen und ich bin eben ein kleiner Tofu-Fan.

*Es gibt große Unterschiede zwischen Tofusorten. Für dieses Gericht nicht den bröckelig harten Tofuklotz ausm Supermarkt holen, sondern lieber einen frischen ausm Asiamarkt. Ich finde auch den Taifun-Tofu (Biomarkt) oder den Bio-Tofu von Lidl super.
**Vegetarische Austernsauce hol ich im Asia-Laden. Einfach mal die ganzen Sojasaucen und so durchstöbern, irgendwo steht sie bestimmt ;)

Montag, 2. Juli 2018

Voll legga: Soja-Cevapcici mit Tomatenreis [vegan]

Oi, verrückt, waren die Soja-Cevapcici hald echt so lecker, dass sich sogar Herr Wos zum Essn übelst das Bäuchlein damit vollgeschlagen hat. Sonst ist es nämlich meistens etwas schwierig ihn mit nachgebautem 'Fleisch'zeugs zu begeistern. Nur ein paar wenige Gerichte aus der Sparte haben es bisher in Männchens Futterherz geschafft, die rotweinlastige Soja-Bolognese, das Bier-Tuning-Tofu-Chili und das gemüsige Soja-Gulasch. Und nun gesellen sich ganz neu die Cevapcici dazu. Sie waren vom Biss her total super, richtiges Hackfleischkrümel-Feeling, und der Geschmack, nooom, schön balkanisch herzhaft. Dazu gab's natürlich klassisch Tomatenreis und ein grünes Salätchen.


Soja-Cevapcici mit Tomatenreis    
(3 Portionen) Rezept inspiriert durch Grüne Smoothies

Für die Cevapcici:
150 g Sojaschnetzel, fein
Paprika, Majoran, Liebstöckel, gemahlener Kümmel, Cayennepfeffer
3 EL Sojasauce
1 Zwiebel, mittelgroß
1 Knoblauchzehe
2 EL Tomatenmark
1 TL mittelscharfer Senf
1 EL Kebab-Gewürz (oder Gyros-Gewürz)
Salz, Pfeffer
2 EL Sojamehl (oder Ei-Ersatz-Pulver, Kichererbsenmehl, ...)
2 EL Mehl
4 EL Semmelbrösel

In einer Schüssel Sojaschnetzel, 1 EL Paprika, 1 TL Majoran, je 1/2 TL Liebstöckel, Kümmel und Cayennepfeffer mischen. 500 ml Wasser aufkochen und die Schnetzel damit übergießen, 1 EL Sojasauce untermischen und abgedeckt 10 min quellen lassen. (Jetzt könnt ihr den Reis ansetzen, dass alles gleichzeitig fertig ist)
Zwiebel würfeln und in einer großen beschichteten Pfanne in etwas Öl glasig dünsten. Sojaschnetzel auspressen (ich kippe sie in ein Sieb und drücke sie mit einem Kartoffelstampfer noch etwas aus) und zu den Zwiebeln in die Pfanne geben. So lange anbraten bis die Schnetzel etwas angebräunt sind.
Tomatenmark unterrühren, Knoblauchzehe dazupressen und 2 min unter Rühren mitrösten. Dann in eine große Schüssel füllen und evtl. etwas abkühlen lassen.
1 TL Senf, 1 EL Kebab-Gewürz, 2 EL Sojasauce untermischen. Mit Pfeffer und Salz kräftig würzen.
2 EL Sojamehl, 2 EL Mehl und 4 EL Semmelbrösel dazugeben und verkneten. So viel Wasser zugeben, bis sich eine formbare Masse zusammenkneten lässt (so ein paar EL).
Ca. 12 Cevapcici formen, dazu Kugeln rollen und etwas zusammendrücken, dann zu Würschteln rollen und drücken.
In heißem Öl rundherum knusprig-braun anbraten.


Für den Tomatenreis:
130 g Reis (ich hatte Risottoreis)
1 Zwiebel, mittelgroß
1 kleine Knoblauchzehe
250 ml Tomaten, passiert
250 ml Wasser, evtl mehr, je nach Reissorte
1 EL Ajvar
Gemüsebrühe, Paprika, Cayennepfeffer, Zucker
Salz, Pfeffer
100 g Erbsen
1 EL Petersilie

Zwiebel würfeln und in etwas Öl glasig dünsten. Knoblauch dazupressen und kurz mitrösten. Reis dazugeben und 1 min mitdünsten.
Mit Tomaten und Wasser ablöschen. 1 EL Ajvar, 1 TL Gemüsebrühe, 1 EL Paprika, 1/4 Cayennepfeffer und eine Prise Zucker zugeben. Bei kleiner Hitze ca. 30 min abgedeckt köcheln lassen. Immer mal wieder nachkontrollieren ob noch genug Flüssigkeit vorhanden ist und ggf. etwas Wasser nachgeben, dabei umrühren dass nichts anbrennt.
10 min vor Schluss die Erbsen zugeben.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und Petersilie unterheben.


Ein kleines Resterl hat es noch in meine Lunchbox geschafft, zusammen mit geröstetem Blumenkohl, Bulgursalat und Gurken-Karotten-Salat. Ui war das ein leckeres Mittagsfresschen!


Sonntag, 10. Juni 2018

Superzarte, herzhafte Soja-Grill-Spieße [vegan grillen]

Vor ein paar Wochen haben wir erst angegrillt und ich hatte mir diiiie perfekten Soja-Steaks mariniert. Sie wurden so schön saftig, schmeckten wie die typische, rote Grill-Steak-Marinade und hatten eine schöne Kruste. Aber nach den Grill-Spießen von letzter Woche hab ich einen neuen Favoriten. Die Marinade war noch ein bisschen herzhafter, karamellisierte auch schön außenrum und die Sojastreifen wurden so unglaublich zart, supersuperlecker! Durch das wellenförmige Aufpieksen bleiben die Streifen im Inneren noch saftiger und mit Senf, Knobi und Co. gewürzt schmeckts eben noch ein bisschen besser.


Soja-Grill-Spieße    
(6 Spieße)

2 Big Steaks
500 ml Gemüsebrühe
5 EL Pflanzenöl, neutrales
1 EL Paprikapulver
2 TL Tomatenmark
1 TL Senf, mittelscharf
Je 1 /4 TL Knoblauch- und Zwiebelpulver
2 TL Fleischwürze (oder Hähnchenwürze, Barbecuegewürz,...)
2 EL Sojasauce oder Tamari
2 EL Agavendicksaft (oder Ahornsirup)
1/4 TL Pfeffer
6 Schaschlikspieße

Die Big Steaks mit kochender Gemüsebrühe übergießen und mind. 10 min ziehen lassen. Dann Gemüsebrühe abgießen und die Steaks so gut wie möglich ausdrücken (mach ich mit den Händen). Der Länge nach in ca. 1 cm dicke streifen schneiden.
Aus den restlichen Zutaten eine Mariande anrühren. Die Sojastreifen darin wenden und verschlossen im Kühlschrank durchziehen lassen, am Besten über Nacht. Dazwischen evtl. einmal wenden, dass sich die Marinade gleichmäßiger verteilt.


Die Streifen wellenförmig auf die Spieße pieksen und bei eher milder Hitze vorsichtig von allen Seiten grillen. Dabei gut aufpassen, dass die Marinade nicht verbrennt, das geht wegen dem Agavendicksaft und dem Tomatenmark nämlich ganz schnell wenn man nicht aufpasst ;)


Es gäbe natürlich hunderte Seitan-Barbecue-Rezepte im Internet, die so richtig vollgas Fleischfeeling versprechen. Ganz ehrlich, das brauche ich gar nicht. Ich will einfach ein bisschen Abwechslung zum Gemüse auf dem Grill. Das mag ich zwar auch sehr, aber fürs richtige Grillfeeling gehört für mich was Herzhaftes dazu, am besten mit komplett ungemüsiger Konsistenz. Und da sind selbst-marinierte Soja-Steaks einfach perfekt. Sie sind weich und faserig, bekommen eine knusprige Kruste und nehmen jeden Geschmack intensiv auf, den man sich dranwünscht.

Donnerstag, 3. Mai 2018

Lecker Grillieren: Saftige Soja-Steaks [vegan grillen]

Und hier kommt Grillfutter Teil 2. Neben den leicht knoblauchigen Gemüsespießen gab's ja noch eingelegte Soja-Steaks. Hab da inzwischen schon einiges an Marinaden getestet und mit dieser recht simplen Paprika-Mischung finde ich es am besten. Schön saftig durch genug Öl, Paprikapulver und 'fleischiges' Gewürz für den Grillsteak-Geschmack und etwas Zucker damit die Kruste auch schön anbräunt und etwas knuspert.


Raucharoma und so findet ihr in meinem Rezept nicht, ich bin einfach kein Fan von diesem 'Barbecuesoßen'-Geschmack. Wenn ihr das aber gerne mögt kann man das einfach durch wenige Tropfen Liquid Smokey oder geräuchertes Paprikapulver (Pimenton de la Vera) ergänzen. Mir taugen die Steaks aber so perfekt. Außen leicht kross, innen saftig und faserig und mit nem schönen grillmäßigen Geschmack. Ganz was anderes als Gemüse ;)


Rot marinierte Soja-Steaks    
(2 Big Steaks)

2 Big Steaks (oder 6 - 8 kleine Soja-Medaillons)
500 ml Gemüsebrühe
5 EL Pflanzenöl
1 EL Sojasauce
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, rosenscharf
1/2 TL Pfeffer
1 TL Fleischwürze (oder Hähnchenwürze, oder etwas Salz)
1 EL Zucker

Soja-Steaks mit kochender Gemüsebrühe übergießen und 10 min ziehen lassen. Dann Brühe abgießen und die Steaks gut ausdrücken (mach ich mit den Händen, sehr zu Männchens Belustigung: 'Die Sabine drückt ihre Steakschwämme aus, hiöö').
Aus den restlichen Zutaten eine Marinade anrühren. Die Steaks dazugeben, darin wenden und ggf. die Marinade etwas verteilen. Noch 2 - 3 EL Öl darübergießen (optional) und verschlossen über Nacht ziehen lassen. Ein- oder zweimal wenden, dass die Marinade möglichst gleichmäßig durchziehen kann.


Beim Grillen darauf achten, dass die Steaks nicht über der größten Hitze bruzeln, weil durch den karamellisierenden Zucker die Dinger recht schnell schwarz werden können. Keine Angst mit dem vielen Öl, das meiste tropft beim Grillen eh wieder raus. Aber mit zu wenig werden die Steaks sonst gerne mal zäh.

Donnerstag, 1. Februar 2018

So ne Art Gan Bian - Sticky, knoflig, sojasaucig gewokt [vegan]

Mmh, am Wochenende gab's Veggie Gan Bian, lecker lecker. Gebratenes Gemüse mit Fake-Hähnchenschnipsel, schön knoflig, bisschen klebrig-süß und sojasaucig. Dazu noch duftiger Jasminreis aus Thailand. Aber nun lieg ich krank im Bettchen und schlürfe Suppe, mäh. Da hält sich meine Begeisterung für jammige Futterbilder in Grenzen, weil ich weiß, dass außer Kartoffel-Gemüse-Eintopf und Suppe erstmal nix weltbewegenderes drin sein wird. Mein zickiger Magen hat grad die Oberhand, nicht die Tsssunge ;) Dabei war das Gan Bian so gut. Ich hab sogar am nächsten Mittag noch einen Riesenberg davon gefuttert, obwohl ich mittags eher weniger reinmümmel.


Gan Bian Style Asia-Pfanne    
(3 Portionen)

1 Pck Like Meat Hähnchen-Art
2 große Karotten
1 Zwiebel, mittelgroß
2 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
1/4 TL Ingwerpulver
Chili nach Geschmack, Salz
Erdnussöl
4 EL Sojasauce, helle
1 EL Sojasauce, dunkel (ersatzweise helle Sojasauce)
2 EL Reisessig (oder heller Balsamico/ Weißweinessig)
4 EL brauner Zucker
Ca. 2 Cups Jasminreis

Reis nach Packungsanleitung kochen.
Karotten in dünne Stifte schneiden, Zwiebel halbieren und in Streifen schneiden, Frühlingszwiebeln mit dem Grün schräg in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken.
Sojasaucen, Reisessig und braunen Zucker gut verrühren.
In einem Wok 2 EL Erdnussöl erhitzen und Like Meat Stücke anbraten, bis sie schön angebräunt sind. Karotten und Zwiebel zugeben und so 3 min mitbraten, bisschen umrühren. Knoblauch, Ingwer und Chili zugeben und 2 min unter Rühren mitbraten.
Angerührte Sauce dazugeben und rühren bis der Zucker geschmolzen ist. Frühlingszwiebeln unterheben und mit Salz abschmecken.
Mit dem Jasminreis servieren.


Den überleckeren, duftigen Jasminreis hol ich immer in Straubing bei nem Asialaden, der von einer Thailänderin geführt wird. Die haben den besten Reis ever. Den mag ich auch einfach pur mümmeln. Nachdem ich immer zwei Kilo gekauft hab, wurden zuletzt gleich viereinhalb Kilo eingepackt, hihi. Der geht weg wie warme Semmeln.

Donnerstag, 28. September 2017

Soja-Schnitzelchen mit Kohlrabi-Möhren-Gemüse [vegan]

Es gibt noch etwas außer Ananas, das ich gerne futtere wenn Männchen nicht zum Futtern da ist. Sojalappen zum Beispiel. Ich mag die echt gerne, meine bessere Hälfte aber nicht so. Und dann wär da noch diese Kohlrabiknolle, die seit Urzeiten im Kühlschrank wartet verkocht zu werden. Ich lihiiebe Kohlrabi, genauso wie Rosenkohl, jammi. Männchen nicht, mist. Also hab ich gleich Soja-Schnitzelchen und Kohlrabi in einem verköchelt, als sich mal die Gelegenheit bot, hehe. Die Sojateile hab ich paniert und wie Schnitzel rausgebruzelt. Den Kohlrabi gab's auch ganz klassisch mit Möhrchen in einer mit Mehl angedickten Brühe, wie bei Mutti früher, noom.


Soja-Schnitzelchen mit Kohlrabi-Möhren-Gemüse    

5 Soja-Medaillons
500 ml Gemüsebrühe, kochend heiß
1 Kohlrabi
3 Möhren
2 geh. EL Sojamehl
10 EL Wasser
1/2 TL Paprikapulver
Salz, Pfeffer, Zucker
Ca. 1 Tasse Semmelbrösel
1 EL Mehl
1 Schuss Soja Cuisine (optional)
Petersilie

Die Soja-Medaillons mit der kochenden Gemüsebrühe übergießen, abgedeckt 10 min ziehen lassen.
Kohlrabi und Möhren stifteln, in einem Topf unter gelegentlichem Rühren anschwitzen.
Soja-Medaillons aus der Gemüsebrühe fischen (Brühe aufheben!) und gut ausdrücken. Die Gemüsebrühe zum Kohlrabi-Möhren-Gemüse gießen und abgedeckt weiterköcheln, bis das Gemüse gar aber noch bissfest ist.
Sojamehl mit Wasser anrühren, mit Paprika, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker kräftig würzen. Semmelbrösel in einen kleinen Teller füllen. Die Soja-Medaillons erst im Sojamehl-Gemisch wenden und dann in den Semmelbröseln (etwas andrücken).
Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen, die Soja-Schnitzelchen von beiden Seiten goldbraun anbruzeln.
Inzwischen für das Gemüse das Mehl mit etwas Wasser klumpenfrei anrühren und in die Gemüsebrühe einrühren. Unter Rühren aufkochen lassen bis die Soße etwas angedickt ist. Mit Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken und evtl. mit einem Schluck Soja Cuisine verfeinern.
Zusammen mit den Soja-Schnitzelchen servieren.

Montag, 21. August 2017

Noom! Soja-Gulasch 2.0 mit etwas Paprika und Möhrchen [vegan]

Nachdem heute der letzte Tag Gäubodenvolksfest ist, kehrt auch hier in der Umgebung langsam wieder Normalität ein. Besonders in der Arbeit war wohl etwas Ausnahmezustand (ich war ja krank, d'oh). Manche schafften es tatsächlich sich jeden Tag im Bierzelt wegzubechern und dazwischen ein paar Stunden zombiemäßig in der Arbeit herumzustreifen, crazy. Nix für mich, nach zwei Maß Festbier lieg ich schon unterm Tisch und brauche Minimum zwei Tage zum Regenerieren. Ich war also gestern brav zu Hause und hab lecker Soja-Gulasch, dass sogar Männchen brav geschlemmt hat (auch wenns nicht ans Dunkelbiergulasch im Weissbräuhaus rankommt, pff), geköchelt. Alle Nicht-Fleischfutterer fanden es bisher aber voll gaal. Vielleicht sollte ich mal die Dunkelbiervariante ausprobieren, dass ich dem Weissbräuhaus doch noch Konkurrenz mache, hmm.


Es gibt zwar schon ein Soja-Gulasch-Rezept aufm Blog, aber es geht eben noch ein bisserl besser. Nach ein paar mal Kochen findet man hald doch das ein oder andere, was sich noch optimieren lässt. Und das war in diesem Fall die Abfolge der Zutatenzugabe, dass noch ein paar Gemüsewürfelchen zum Schluss mit rein kommen für den Biss und das ein oder andere Gewürz zusätzlich. Nachdem ich beim alten Gulasch-Rezept dann noch Anmerkungen hinzugefügt habe und wieder und wieder rumgeändert hab, dachte ich mir es ist an der Zeit für einen neuen Post. Das perfekte Soja-Gulasch. Tadaa.


Soja-Gulasch 2.0     
(3 bis 4 Portionen)

100 g Soja-Würfel + 1/2 l Gemüsebrühe
3 Zwiebeln
2 eher große Karotten
1 Paprika, rot oder gelb
1 EL dunkles Soßenpulver (bei mir von Gefro Balance)
1 TL Gulaschgewürz
2 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, scharf
1 Knoblauchzehe
1/2 l Gemüsebrühe
1/4 l Orangensaft (am besten Direktsaft)
2 EL Sojasahne
Optional: Liebstöckel, Rosmarin, geräuchtes Paprikapulver
Salz, Pfeffer, Zucker

Sojawürfel in der heißen Gemüsebrühe 10 min einweichen. Anschließend abgießen und möglichst kräftig ausdrücken.
Zwiebeln grob würfeln, 1 Möhrchen und 1/2 Paprika fein würfeln, Knoblauch fein hacken. Die restliche Möhre und halbe Paprika in kleine Stücke schneiden und für später zur Seite stellen.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Sojawürfel darin unter mehrmaligem Rühren 10 min anbraten, bis sie schön angeröstet sind. Zwiebeln, Möhrchen und Paprika zugeben und weitere 10 min braten.
Soßenpulver und Gulaschgewürz darüberstreuen und abgedeckt, unter gelegentlichem Rühren, 15 min bei mittlerer Hitze braun schmoren. Evtl. zwischendruck etwas Wasser zugeben, falls es zu trocken wird, dass nichts anbrennt.
Tomatenmark und Paprikapulver zugeben, 1 - 2 min mitrösten, Knoblauch dazugeben und 1 min mitbraten.
Mit Gemüsebrühe und Orangensaft ablöschen. Abgedeckt 40 min köcheln lassen, gelegentlich umrühren.
Die in Stücke geschnittene Möhre und Paprika zugeben, mit Salz, Pfeffer, Paprika und Zucker abschmecken, und offen 20 min köcheln lassen (Hitze etwas hoch schalten.
Sahne unterrühren und nach Geschmack mit Cayennepfeffer oder Piri Piri schärfen. Evtl. mit Rosmarin, Liebstöckel und geräuchertem Paprikapulver nochmal abschmecken.
Zum Beispiel mit Nudeln und Gurken- oder Tomatensalat servieren.


Für Mittag ist zum Glück noch ein Portiönchen übrig geblieben. Yaaay. Eigentlich war der Plan was davon einzufrieren, aber dafür wars viel zu wenig, buhu. Memo an mich: Doppelte Menge kochen!

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