Sonntag, 18. November 2018

Bunte Schüssel mit Back-Kartoffeln, marinierten Karotten und Balsamico-Walnuss-Rosenkohl

In letzter Zeit steh ich auf bunte Schüsselchen voller leckerem Futter, auf Instagram und Co. ja ganz fancy 'Bowl' oder 'Buddha Bowl' genannt. Richtig kombiniert ist es auch nicht so aufwendig ein paar Komponenten zusammenzubruzeln. Ein, zwei Sachen in den Ofen, was in der Pfanne gebruzelt und noch n Salätchen und schon hat man eine kleine Auswahl beieinander. Hier gab's Back-Kartoffeln, marinierte Möhrchen und Rosenkohl mit Walnüssen und Balsamico. Dazu noch eine selbstgebastelte Aioli vom Onkel, superlecker! Herr Wos zum Essn hat beinah das ganze Aioliglas allein ausgelöffelt, hab gerade noch so nen Klecks abbekommen.


Die Kartoffeln habe ich mit Öl, Salz und Paprika vermischt und im Ofen gebacken, so ca. 30 min bei 180°C Umluft.

Dann die Möhrchen längs in Scheiben geschnitten, in einer Pfanne angeröstet, nicht zu lange, dass sie noch Biss haben. Zum Schluss kurz mit Zucker bestreut und bisschen ankaramellisiert. Und in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Balsamico und Oregano mariniert.

Für den Rosenkohl hab ich die Röschen halbiert und den Strunk etwas eingeschnitten. Dann in etwas Öl in der Pfanne gebraten, gehackte Walnüsse, Salz und bisschen Zucker dazu, kurz ankaramellisieren lassen, einen Schluck Wasser zum besseren Garen dazu. Wenn sie etwas Bräune angenommen haben aber noch knackig sind mit einem Schuss Balsamico ablöschen und schon sind sie fertig.

Dazu dann noch nen ordentlichen Klecks Aioli und natürlich durfte der Gurkensalat nicht fehlen. Den pack ich aber nie mit in die Schüssel, sonst ist danach alles mit Gurken-Essig-Sud durchgesuppt und die Gurken selbst sind merkwürdig warm, iii.

Donnerstag, 15. November 2018

Pizza-Time: Champignon- und Hawaii-Baguette [vegan]

Kennt ihr diese Bistro-Baguettes? Also so aufgeschnittene Baguette-Brötchen mit extra dick Pizzabelag drauf die man in der TK-Abteilung findet? Ich kannte die Dinger eher als Party-Pizza-Brötchen, hehe. Also so selbstgebastelt und einfach auf Semmelhälften so Pizzapamp geschmiert. Dass es sowas auch fertig im Supermarkt gibt hab ich erst entdeckt, da war ich wahrscheinlich schon volljährig.


In diversen Vegan-Gruppen sind die Pizza-Baguettes dagegen sehr bekannt und der Hunger auf eine vegane Version wohl enorm. Also hab ich mich mal dran gemacht, denn es ist eeecht easy. Inzwischen bin ich etwas angefixt und matsch mir viel zu oft Reste aus dem Kühlschrank zusammen um sie auf Semmeln, Baguettes oder Toastscheiben zu schmieren und im Ofen schön kross backen zu lassen. Ja, gesund ist anders, aber es ist sooo lecker. Hier mal zwei Rezepte, der Klassiker mit Champignons und meine persönliche Lieblingsvariante mit Ananas und Mais.


Hawaii-Baguette    
(Für 4 Stück, je nach Brötchen-Größe)

2 Baguette-Brötchen
1/2 Mini-Dose Mais (2-3 EL)
2 Scheiben Ananas
100 g Creme Vega (veganer Schmand/ Crème Fraîche)
2 EL Paprikasauce (oder Salsa, Ketchup, etc)
50 g Raspelkäse (z.B. von Bedda, SimplyV, Soyatoo)
Oregano, Basilikum
Salz, Pfeffer, Paprika

Die Ananasscheiben in kleine Stücke schneiden. Mit Mais, Creme Vega, Paprikasauce und Käse vermischen. Je 1/2 TL Oregano, Basilikum und Paprika dazugeben und mit etwas Pfeffer und einer großzügigen Prise Salz abschmecken. Chili oder Cayennepfeffer passt auch noch gut dazu.
Die Baguette-Brötchen aufschneiden und die Pizzamasse gleichmäßig darauf verteilen.
Bei 180°C (Umluft) 10 - 15 min backen bis der Belag schön zerlaufen und angebräunt ist.


Champignon-Baguette    
(Für 4 Stück, je nach Brötchen-Größe)

2 Baguette-Brötchen
120 g braune Champignons
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Tomate
1 EL Tomatenmark
100 ml Hafersahne (oder andere Pflanzensahne)
50 g Creme Vega
50 g Raspelkäse
Petersilie, Oregano, Basilikum
Salz, Pfeffer, Paprika, Zucker

Champignons putzen und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel würfeln, Knoblauch fein hacken. Tomate in kleine Würfel schneiden, Strunk entfernen.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln glasig dünsten. Knoblauch zugeben und eine Minute unter Rühren mitbraten. Champignons und Tomaten zugeben und unter gelegentlichem Rühren braten bis die Champignons deutlich geschrumpft und angebräunt sind.
Tomatenmark zugeben und 1 min mitbraten. Mit Hafersahne ablöschen, 1 min einköcheln, dann vom Herd nehmen.
Creme Vega, Käse, 1 TL gehackte Petersilie, je 1/2 TL Oregano, Basilikum und etwas Paprika dazugeben und mit 1 Prise Zucker, etwas Pfeffer und einer großzügigen Prise Salz abschmecken.
Die Baguette-Brötchen aufschneiden und die Pizzamasse gleichmäßig darauf verteilen.
Bei 180°C (Umluft) 10 - 15 min backen bis der Belag schön zerlaufen und angebräunt ist.

Montag, 5. November 2018

Fixer Zitronenkuchen [vegan]

Da ist er, aaah, der Kuchenhunger! Abends kommt er daher, schleichend aber vehement fordernd. Einziger Ausweg aus dem Dilemma ist wohl sich mit Schüssel, Rührbesen und diversem Backkram zu bewaffnen und ein bisschen zu wirbeln, äh oder zu rühren und so. Ein perfektes Rezept für eine spontane Backaktion ist dieser Zitronenkuchen, weil man dazu null fancy Zutaten braucht. Falls ihr kein Zitronenlimo im Haus habt geht auch Sprudel und etwas mehr Zitronensaft.


Herr Wos zum Essn hat die zitronigen Schnittchen fast alleine verputzt, so lecker fand er sie, hihi. Schön saftig, locker fluffig und natürlich lecker zitronig. Nur die knurpsigen Deko-Sterne hätte es nicht gebraucht, purer Zuckerguss ist doch am besten. Aber aufm Foto schauen goldig glänzende Sternis so tuffig aus, da muss man eben mal riskieren sich beim Kuchen reinmümmeln nen Zuckerstreusel in Form einer mittelalterlichen Waffe ins Zahnfleisch zu hacken.


Zitronenkuchen      
(26cm-Springform oder 23x23cm-Backform)

270 g Mehl (Dinkel 630 oder Weizen 405/550)
180 g Zucker
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 - 2 EL Zitronenschale, fein gerieben
50 ml Zitronensaft
100 ml Pflanzenöl
180 ml Zitronenlimo

Backform mit Backpapier auslegen oder mit Margarine einfetten, Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten (Mehl, Zucker, Backpulver, Natron und Zitronenschale) mit einem Schneebesen vermischen.
Zitronensaft und Öl vermischen und mit dem Zitronenlimo zu den trockenen Zutaten geben. Mit einem Schneebesen zügig zu einem klumpenfreien Teig verrühren, nicht zu lange rühren!
Den Teig in die vorbereitete Form geben, glatt streichen und bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20 min backen. Stäbchenprobe machen.
Kuchen aus dem Ofen holen und 20 min abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen.

100 g Puderzucker
2 EL heißes Wasser
2 Tropfen Zitronenaroma

Puderzucker mit Zitronenaroma und möglichst wenig heißem Wasser zu einem schön dicken Guss anrühren. Auf dem Kuchen verstreichen und evtl. mit Zuckerstreusel verzieren.


Sonntag, 28. Oktober 2018

Bowl mit süß-saurem Orangen-Tofu, Rosenkohl und Süßkartoffel [vegan]

Als krasser Influencer (äh hust, fast) musste ich natürlich auch mal so eine fancy, instagrameske 'Buddha-Bowl' basteln. Das ist so ein Fresschen aus vier, fünf Komponenten, meistens aus verschiedenem Gemüse, bisschen Kohlehydraten und ner Proteinquelle. Das dann möglichst bunt und hübsch in ne Schale drappiert (wichtigster Punkt^^), eventuell noch ein fancy Dressing drüber und schon ist man dabei. In meine hippe Bowl schafften es Jasminreis, Mais, süß-saurer Orangen-Tofu, leicht ankaramellisierter Rosenkohl mit Balsamicocreme und bisschen scharfe, gebackene Süßkartoffel. Mein Favorit: Der süß-saure Orangen-Tofu, schön sticky und lecker fruchtig-süß, oh yeah. Wie man an meiner zurückhaltenden Farbauswahl erkennt war mir der Geschmack dann doch am wichtigsten. Anstatt rohen, leuchtend violetten Rotkohl, halb gegarten, kräftig-grünen Rosenkohl oder mit Rote-Bete-Saft eingefärbte Einhorn-Glasnudeln gab's einfach lecker gebackenes Gemüse mit genialem Tofu und bissl Reis.


Orangen-Tofu süß-sauer    

200 g Naturtofu (schön weichen, z.B. ausm Asialaden)
Salz oder Sojasauce (optional: Chinagewürz, Fleischwürze, Hähnchengewürz, etc)
60 ml O-Saft
2 EL Austernsauce, vegetarische
2 EL Agavendicksaft
1 EL Sesamöl
1 EL Limettensaft
Optional: Sesam, weiß und schwarz

Tofu etwas ausdrücken und trocken tupfen, in Würfel schneiden. O-Saft, Austernsauce, Agavendicksaft, Sesamöl und Limettensaft verrühren.
Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu von allen Seiten knusprig braten. Mit Salz oder Sojasauce würzen (ich hab noch etwas 'Fleischwürze' dazugegeben und dafür weniger Salz).
Angerührte Marinade dazugeben und so lange köcheln bis die Soße leicht zähflüssig wird. Nicht zu dick einköcheln sonst kann sie bitter werden. Tofuwürfel immer wieder wenden, dass sie schön mit der Glasur benetzt werden.
Mit Sesam bestreut servieren.


Den Rosenkohl hab ich mit etwas Öl, Salz und Zucker vermischt, die Süßkartoffeln mit einer geachtelten roten Zwiebel, Öl, Salz, Paprika und Cayennepfeffer und dann beides bei 180°C Umluft ca. 25 min gebacken bis es gut Farbe bekommen hat. Über den Rosenkohl kam noch Balsamicocreme und über die Süßkartoffel kamen noch paar Chiliflocken. Dazu dann noch Mais und Jasminreis und mit dem Orangen-Tofu war das dann eine leckere bunte Mischung.

Sonntag, 7. Oktober 2018

Karotten Antipasti - Knobifahne inklusive

Wieder so ein Rezeptchen das sich seit Jahren in meiner Sammmlung versteckt, nur hin und wieder zu Partyzwecken rausgeholt wird und dann wieder im Ordner vor sich hinschlummert. Extra knoflige Möhrchen Antipasti. Seit dem ersten Mal auf einem Partybuffet verzücken sie immer wieder Knoblauchliebhaber aufs Neue, aber nie hab ich es geschafft mal ein Foto davon einzusacken. Zu schnell aufgefuttert, nur im schummrigen Zwielicht der Buffetbeleuchtung mit der Handykamera geknipst oder einfach im dämmrigen Knoblauch-High total vertüdelidüdelt. Diesmal war ich erfolgreich, sogar Tageslicht haben diese Möhrchen gesehen als ich mit der Kamera angerückt bin, haha! Probiert das einfache Rezeptchen mal aus, ihr (und eure Gäste) werdet es nicht bereuen, und die Mücken beißen euch an dem Abend auch nicht mehr ;)


Karotten Antipasti    

600 g Karotten
1 l Gemüsebrühe
3 Knoblauchzehen
5 EL Balsamico, dunklen
6 EL Olivenöl
2 TL Akazienhonig oder für die vegane Variante Agavendicksaft**
1/2 TL Oregano, gehackt
Salz, Cayennepfeffer
Basilikum

Die Karotten in ca. 5 cm lange Stücke und dann in Spalten schneiden. In der Gemüsebrühe bissfest kochen (dauert nur ein paar Minuten). Abgießen* und in eine Schüssel füllen.
Knoblauch klein hacken und mit Balsamico, Öl, Honig oder Agavendicksaft, Oregano und je einer Prise Salz und Cayennepfeffer vermengen. Über die Karotten gießen und gut vermengen.
Mehrere Stunden (besser über Nacht) abgedeckt durchziehen lassen.
Mit frischem Basilikum garniert servieren.

* Die abgegossene Gemüsebrühe vom Möhrchen Kochen müsst ihr natürlich nicht wegschütten. Für die nächste Kartoffelsuppe z.B. ist sie eine tolle Grundbrühe, oder ihr macht demnächst was mit Sojaschnetzeln, dann passt die übrige Brühe perfekt zum Einweichen.

** Bei der Süße könnt ihr nehmen was ihr so da habt, am besten was mit etwas mehr Geschmack als einfach nur weißer Zucker. Also Rohrohrzucker, Löwenzahnhonig, Ahornsirup, das passt alles gut zu den Karotten und der Balsamico-Knoblauch-Marinade.

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