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Sonntag, 2. Juni 2019

Veganer Tapas-Abend ♡

Wenn man ein bisschen Muse zum Köcheln mitbringt empfehle ich ja mal einen Tapas-Abend zu machen. Ein paar Sachen vorbereiten und dann am Abend noch ein bisschen zusammen schnippeln und es kommt ganz stressfrei ein bunter Mix auf den Tisch. Wir hatten zuletzt diese Kombi: Natürlich klassische Patatas Bravas, dann erstaunlich leckeren Feto mit Walnuss-Vinaigrette, marinierte Zucchini, mediterrane Ofen-Champignons, Röst-Gemüse aus Fenchel und Paprika, Knoooblauch-Baguette, eine Riesenschüssel bunten Salat und vegane Aioli (die war allerdings gekauft^^).

Veganer Tapas-Abend

Uns hat alles super geschmeckt, so dass bei vier Leuten nur eine Mini-Mini-Portion übrig blieb. Mein Favorit war der Feto, wobei insgeheim ja immer die Kartoffeln gewinnen, denn ohne Patatas Bravas geht nix ;) Und die Champignons lagen auch recht hoch im Kurs. Oh und auf keinen Fall das Knoblauch-Baguette vergessen, ich finde es immer schlimm wenn es keins im Tapas-Lokal gibt, denn wir liiieben es.


Feto mit Walnuss-Vinaigrette
1 Pck Feto (von Taifun, ersatzweise 200 g Naturtofu)
1 kleine Zwiebel
10 Walnüsse
3 EL Agavendicksaft
3 EL Sherryessig oder Weißweinessig
Pflanzenöl, Salz, Pfeffer

Zwiebel sehr fein hacken, Walnusskerne fein hacken. 2 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Zwiebelwürfel bei schwacher Hitze 3 min anschwitzen. Agavendicksaft dazugeben und für weitere ca. 5 min garen, die Zwiebeln sollen weich werden aber nicht braun. Essig zugeben und etwas einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen.
Feto in Scheiben schneiden, in einer Pfanne in wenig Öl von beiden Seiten anbraten und mit der Walnuss-Vinaigrette getoppt servieren.
Die Vinaigrette hatte ich schon vorbereitet. Am Abend dann nur den Tofu frisch angebraten und die fertige Vinaigrette drauf.


Patatas Bravas
8 mittelgroße Kartoffeln
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
1/2 Chilischote
1 EL Ajvar, mild
1 EL Sherry-Essig (oder anderen Essig)
1 Glas Tomaten, gehackt (420 ml)
150 ml Weißwein (oder Gemüsebrühe)
Salz, Pfeffer, Zucker

Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Mit etwas Pflanzenöl, Salz und Paprika marinieren. Auf einem Backblech ausbreiten und bei 180°C Umluft ca. 30 min backen bis die Kartoffeln gar sind.
Für die Bravas-Sauce die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln, Chilischote fein hacken.
Zwiebelwürfel in etwas Öl glasig dünsten. Knoblauch, Tomatenmark, Lorbeerblatt, Chili, Ajvar und Essig zugeben und 2 min unter Rühren weiterbraten. Mit Tomaten und Weißwein ablöschen, aufkochen und 15 min bei eher kleiner Flamme abgedeckt köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Offen weiterköcheln bis die Sauce eingedickt ist.
Schmeckt am besten wenn die Sauce etwas ziehen konnte, also supi zum Vorbereiten. Einfach kurz aufwärmen wenn die restlichen Komponenten fast fertig sind.


Marinierte Zucchini
Dazu eine eher größere Zucchini in Scheiben schneiden und ohne Öl in der Pfanne portionsweise von beiden Seiten anbraten bis sie etwas Farbe annehmen. Dann mit 3 EL Olivenöl, 1,5 EL dunklem Balsamico, 1 TL Oregano, 1 TL Agavendicksaft, Salz und Pfeffer marinieren und gut durchziehen lassen.


Ofen-Fenchel und -Paprika
Für das Ofen-Gemüse zwei Paprikas und eine Fenchelknolle nach dem Rezept der Pasta all'arrabiata mit Röst-Gemüse marinieren und im Ofen backen.


Mediterrane Champignons
Die Champignons hab ich nach dem Rezept für die Marinierten Gemüsespieße zubereitet. Also die Grill-Marinade mit ein paar geviertelten Champignons vermischt und mit den Patatas Bravas und dem Röst-Gemüse im Ofen gebacken.


Knoblauch-Baguette
Für das Knoblauch-Baguette ein Baguette in dicke Scheiben schneiden, in zwei Pfannen etwas Pflanzenöl erhitzen, jeweils eine Knoblauchzehe dazupressen und möglichst gut verteilen, ein bisschen Kräutersalz dazustreuen und Baguettescheiben flach in die Pfanne legen. Wenn sie etwas angeröstet sind wenden und noch von der anderen Seite etwas rösten.

Sonntag, 6. Januar 2019

Rote Bete Carpaccio mit Orangen-Vinaigrette [vegan]

Unser Quasi-Weihnachtsmenü gab es ja noch nie an den Weihnachtsfeiertagen selbst. Da sind wir immer bei der Verwandtschaft und futtern uns dort durch. Unser fancy Menü wird also immer erst ein paar Tage danach aufgefahren, wenn sich nach der Feiertags-Fresskapade langsam wieder ein Hüngerchen regt. Dieses Mal gab es als farbenfrohen Auftakt ein Rote Bete Carpaccio mit Orangenvinaigrette, das mit Feldsalat, Kürbiskernen und salzigen Kartoffelwürfelchen getoppt wurde. Hauptgericht und Nachspeise gibt es die Tage dann auch noch in einem extra Beitrag, dass das hier nicht zu unübersichtlich wird. Nach dem Salätchen folgte dann ein Nuss-Maronen-Braten mit Semmelknödeln, Apfel-Blaukraut und Champignon-Rahmsoße und als süßes Finale noch Milchreis-Bratapfel mit Vanillesoße. 


Rote Bete Carpaccio mit Orangen-Vinaigrette    
(4 Portionen)

3 - 4 kleine Rote Beten (ca. 400 g)
100 g Feldsalat
2 Kartoffeln, festkochend (ca. 300 g)
Kürbiskerne
1 Orange
Weißweinessig
Olivenöl
Agavendicksaft
Salz, Pfeffer

> Die Beten abwaschen und in Salzwasser gar kochen (je nach Größe 30 - 40 min), dann abgießen und abkühlen lassen. In dünne Scheiben hobeln.
> Feldsalat waschen und trocken schleudern.
> Orange halbieren und Saft auspressen. 6 EL Orangensaft, 6 EL Weißweinessig, 8 EL Olivenöl und 2 EL Agavendicksaft in ein Schraubglas füllen, salzen und pfeffern, zuschrauben und kräftig schütteln, eventuell mit mehr Agavendicksaft abschmecken.
> Kartoffeln würfeln (ca. 1cm groß) und in einer Pfanne in heißem Pflanzenöl unter mehrmaligem Wenden goldbraun anbraten, kräftig salzen. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp abteopfen lassen.
> Rote Bete fächerförmig in einem flachen Teller anrichten, Feldsalat darauf geben, reichlich mit Orangen-Vinaigrette beträufeln, Kartoffelwürfel und ein paar Kürbiskerne darüber verteilen.


Dazu passen auch noch gut ein paar Scheibchen frisch gebackenes Baguette. Kommt ein bisschen darauf an was es sonst noch geben soll. Wir haben das Baguette wegen der Menüabfolge weggelassen, aber zum Tunken des Dressings aus dem Tellerchen wär's schon toll gewesen ;)

Sonntag, 18. November 2018

Bunte Schüssel mit Back-Kartoffeln, marinierten Karotten und Balsamico-Walnuss-Rosenkohl

In letzter Zeit steh ich auf bunte Schüsselchen voller leckerem Futter, auf Instagram und Co. ja ganz fancy 'Bowl' oder 'Buddha Bowl' genannt. Richtig kombiniert ist es auch nicht so aufwendig ein paar Komponenten zusammenzubruzeln. Ein, zwei Sachen in den Ofen, was in der Pfanne gebruzelt und noch n Salätchen und schon hat man eine kleine Auswahl beieinander. Hier gab's Back-Kartoffeln, marinierte Möhrchen und Rosenkohl mit Walnüssen und Balsamico. Dazu noch eine selbstgebastelte Aioli vom Onkel, superlecker! Herr Wos zum Essn hat beinah das ganze Aioliglas allein ausgelöffelt, hab gerade noch so nen Klecks abbekommen.


Die Kartoffeln habe ich mit Öl, Salz und Paprika vermischt und im Ofen gebacken, so ca. 30 min bei 180°C Umluft.

Dann die Möhrchen längs in Scheiben geschnitten, in einer Pfanne angeröstet, nicht zu lange, dass sie noch Biss haben. Zum Schluss kurz mit Zucker bestreut und bisschen ankaramellisiert. Und in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Balsamico und Oregano mariniert.

Für den Rosenkohl hab ich die Röschen halbiert und den Strunk etwas eingeschnitten. Dann in etwas Öl in der Pfanne gebraten, gehackte Walnüsse, Salz und bisschen Zucker dazu, kurz ankaramellisieren lassen, einen Schluck Wasser zum besseren Garen dazu. Wenn sie etwas Bräune angenommen haben aber noch knackig sind mit einem Schuss Balsamico ablöschen und schon sind sie fertig.

Dazu dann noch nen ordentlichen Klecks Aioli und natürlich durfte der Gurkensalat nicht fehlen. Den pack ich aber nie mit in die Schüssel, sonst ist danach alles mit Gurken-Essig-Sud durchgesuppt und die Gurken selbst sind merkwürdig warm, iii.

Donnerstag, 6. September 2018

Indische Würzkartoffeln mit Rahmspinat [vegan]

Diiiese Farben, ist das nicht der Wahn? Leuchtendes Gelb ohne Ende und dazu der nicht grau gewordene Rahmspinat, hiöö. Ich dachte ja eigentlich beim Dahinköcheln dass der supergeniale Curryduft niemals bildlich festgehalten werden könnte. Die Sonne war auch schon am sich verkriechen und der Gedanke verfestigte sich dass ich kein Foto hinkriegen würde, das dem aromatischen Fresschen gerecht werden könnte. Als ich dann aber alles auf den 'Fotografier-Teller' drappiert hatte kam sie plötzlich hinter den Wölkchen hervorgestrahlt als hätte sie etwas Interessantes erblickt, hihi. Wäre auch echt zu schade gewesen, denn die Würzkartoffeln waren der Hammer und der Hafersahne-Spinat dazu perfekt. Während der Spinat köchelte hab ich die Kartoffeln gewürfelt und dann direkt angebruzelt, so ging alles ganz fix und war innerhalb einer halben Stunde auf den Tellerchen.


Indische Würzkartoffeln mit Rahmspinat   
(2 Portionen)

400 g Spinat, TK
200 ml Hafersahne
600 g Kartoffeln
2 EL Butasan (veganes Butterschmalz, ersatzweise Pflanzenöl)
je 1 TL Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel
je 1/2 TL Ingwer, Cayennepfeffer
je 1 Prise Zimt, Nelken (2 ganze Nelken gemörsert)
200 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Petersilie

Spinat in einen Topf geben und so lange offen köcheln bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Hafersahne zugeben, mit etwas Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat abschmecken. Warm halten bis die Kartoffeln fertig sind.
Kartoffeln schälen und in eher kleine Würfel schneiden. Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Ingwer, Cayennepfeffer, Zimt und Nelken in einem kleinen Schälchen mischen.
Kartoffelwürfel in 2 EL Butterschmalz von allen Seiten anbraten bis sie ein paar angeröstete Stellen haben.
Gewürzmischung zu den Kartoffeln geben und salzen. Unter Rühren 2 min anbraten. Mit 200 ml Gemüsebrühe aufgießen. Bei mittlerer Hitze einköcheln lassen bis die Flüssigkeit verdampft ist und die Kartoffeln gar sind (Falls ihr größere Würfelchen geschnitten habt und die Kartoffeln noch nicht gar sein sollten einfach etwas Gemüsebrühe nachgießen).
Sobald die Kartoffelwürfel rundrum etwas angeröstet sind etwas gehackte Petersilie unterheben und mit dem Spinat servieren.


Falls ihr nicht so die Spinatfans sei, dieses Gericht gab's auch schon mit Rahmwirsing (Rezept hier *klick). Der Wirsing ist etwas dezenter als der Spinat und passt auch supi zu den würzigen Curry-Kartoffeln. Oder ihr futtert einfach nen bunten knackigen Salat dazu, es braucht gar nichts besonderes zu den leckeren Kartöffelchen.

Sonntag, 5. August 2018

Megacremiges indisches Cashew-Gemüse-Curry [vegan]

Es dürfte ja inzwischen kein Geheimnis mehr sein, dass wir voll auf Currys stehen. Egal ob klassisches Thai-Curry, außergewöhnliches Sri Lanka Curry, fixes Curry nach Aloo Gobi Art oder eben diese supercremigen indischen Currys mit selbstgemixter Currycreme. Unser liebstes ist da das Navratan Korma, ein wahnsinnig cremiges, aromatisches Curry mit Cashewcreme, viel buntem Gemüse und Panir (einem indischen Frischkäse). Schon vor einer ganzen Weile hatte ich das Rezept mal für Gäste veganisiert und es war so superlecker, dass ich es seitdem immer vegan gekocht habe. Leider war mit dem fertig geköchelten Currytraum vor der Nase, der triefende Eckzahn so vorherrschend, dass ich nie an ein Foto für den Blog gedacht hab, hihi. Jetzt, eeendlich, mit gezügeltem Hüngerchen durch die abartige Sommerhitze, hab ich mal ein Bildchen geknipst und hier ist das leggare Rezeptchen.

vegan Navrattan Korma

Cashew-Gemüse-Curry    
Vegane Variante des Navratan Korma
(Ca. 3 Portionen)

2 Zehen Knoblauch
1 Stück Ingwer (2cm)
1 EL Tomatenmark
je 1/2 TL Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma
1 EL Garam Masala
100 ml Kokosmilch
1/2 TL Sambal Oelek

Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer glatten Currycreme pürieren.

2 EL Pflanzenöl
1 Zwiebel
1 Kartoffel
Gemüse nach Belieben (hier: 1 Möhrchen, 200 g Broccoli, 1/3 Paprika, 1/2 Zucchini)
50 g Cashewmus (1 EL)
200 ml Kokosmilch
50 ml Soja Cuisine
Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Kartoffel würfeln, Zwiebel in Ringe und restliches Gemüse in kleine Stücke schneiden.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Kartoffeln und Zwiebeln bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind.
Currycreme zugeben und unter Rühren weiterbraten, bis die Kartoffeln leicht anrösten.
In der Zwischenzeit das Cashewmus mit der Kokosmilch in einen Mixer geben und samtig pürieren.
Restliches Gemüse zugeben, mit Cashewmilch aufgießen, aufkochen lassen. Soja Cuisine zugeben und ca. 5 min zugedeckt köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und servieren, sobald die Kartoffeln durch sind.


Dazu passt natürlich leckerer Jasminreis und zum Auftunken der obercremigen Soße noch Naanbrot oder anderes Fladenbrot. Getoppt hab ich das Curry noch mit Cashewnuss-Hälften und getrockneten Cranberries. Beim Gemüse könnt ihr natürlich variieren wie es euch passt, nur den Broccoli würd ich nicht austauschen weil er nen tollen Geschmack mit rein bringt. Wir werfen auch gerne noch Erbsen, Frühlingszwiebeln oder Champignons rein, oder statt der Kartoffeln ein paar angebratene Tofuwürfel.

Sonntag, 29. April 2018

Lecker Grillieren: Marinierte Gemüsespieße [vegan grillen]

Gestern haben wir mal den neuen Transportgrill vom Brüderchen eingeweiht. Voll das Special-Gerät, praktisch klappbar, genug Fläche für drei bis vier Leute und mit Kamineffekt und so, dass man keinen Grillanzünder braucht. Also zumindest theoretisch... Beim Anheizen haben wir auf jeden Fall schon mal die Aufmerksamkeit von den Grillnachbarn erweckt mit unserem besonderen Grill ;)


Für mich kamen marinierte Gemüse-Spieße und selbst eingelegte Soja-Steaks auf den Grill. Die Spieße hab ich mit winzigen Kartöffelchen, Champignons und so bestückt, die davor in einer Kräuter-Knoblauch-Marinade gebadet haben. Alles wird mit dieser Marinade immer voll lecker, und auch diese Spießchen wieder, nomnom! Die Kartoffeln wurden sogar ohne Vorkochen auf dem Grill durch, davor hatte ich nämlich etwas Bammel. Wären sie noch etwas größer gewesen hätten sie eben nochmal allein drauf gedurft ;) Und auch das Soja-Steak war mal wieder superlecker. Die Fleischlappen meiner Mit-Griller hab ich nullstens beneidet bei meinem jammig vollgepackten Tellerchen.


Marinierte Gemüsespieße für den Grill    
(4 Spieße)

4 lange Spieße
8 Früh-Kartöffelchen (sehr kleine)
8 Champignons
1/4 Paprika
1 kleine Zwiebel
4 EL Olivenöl
2 EL Sojasauce
2 TL Agavendicksaft
2 Zehen Knoblauch, grob klein geschnitten
1/2 TL Oregano
1/2 TL Thymian
1/4 TL Cayennepfeffer

Kartöffelchen waschen, Champignons putzen, Paprika in acht Stücke schneiden, Zwiebel achteln.
Die restlichen Zutaten zu einer Marinade vermixen.
Kartoffeln, Champignons und Paprika zur Marinade geben und gut verrühren (ich geb alles in einen Gefrierbeutel und knete es etwas durch).
Mindestens 2 h im Kühlschrank ziehen lassen, dazwischen zwei- oder dreimal durchmischen.
Das marinierte Gemüse mit den Zwiebelachteln auf die Spieße pieksen und schon kann losgegrillt werden :)


Das Rezept für die Soja-Steaks tipp ich später auch noch von meinem fleckigen Schmierzettelchen ab, damit ihr das die Woche noch bekommt. Aber jetzt geht's bei dem Traumwetter erstmal noch in den Biergarten ;)

Sonntag, 18. März 2018

Wunderbar aromatisches Linsencurry mit Quinoa [vegan]

Ich hab keine Ahnung wie oft ich schon Dal, also Linsencurry, gefuttert hab. Immer wieder mal beim Inder, manchmal auf Partys mit veganem Buffet (da passt Dal auch echt gut und ist mal was anderes als das ewige Chili), einfach so mal bei Freunden und so weiter. Aber ich hab's erst einmal selbst gekocht, vor Ewigkeiten. Damals war es mir zu breiig, irgendwie hat mir was 'Beißiges' gefehlt. Für den neuen Versuch hab ich mich gewürzemäßig bei der Dal-Version von Carla (Herbs & Chocolate) bedient und die Zutaten reingeschmissen, die in meinem liebsten Linsencurry drin waren, das ich mal auf einer Party gefuttert hab. Rausgekommen ist ein super aromatisches, leicht cremiges Curry mit fruchtigem Gemüse (damit auch was zum Beißen im Linsentopf rumschwimmt^^). Und wie das gern mal bei indischem Futter so ist auch noch zufällig vegan. Also alle ran an Tisch, nom nom nom.


Linsencurry mit Quinoa    
(Ca. 4 Portionen)

200 g rote Linsen
50 g Quinoa (ich hatte bunten)
1 Zwiebel
2 - 3 Knoblauchzehen
8 kleine Kartoffeln (300 g)
2 Karotten (200 g)
1/2 Paprika, gelb
2 EL Kokosöl, nativ
1 TL Ingwerpaste (oder frisch geriebener Ingwer)
je 1 TL Curry, Kurkuma, Kreuzkümmel, braune Senfkörner*
10 Curryblätter*
1/2 TL Chilipulver (je nach Geschmack und Sorte!)
500 - 700 ml Gemüsebrühe
1 EL Zitronensaft
Meersalz
Cashewkerne, Koriander (optional)

Linsen abspülen, Quinoa mit heißem Wasser spülen (um die Bitterstoffe auszuwaschen).
Zwiebel würfeln, Knoblauch fein hacken. Kartoffeln klein würfeln, Karotten halbieren und in Scheibchen schneiden. Paprika würfeln.
Kokosöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwerpaste, Curry, Kurkuma, Kreuzkümmel, Senfkörner, Curryblätter und Chili zugeben und bei mittlerer Hitze andünsten, bis die Zwiebeln weich sind (ca. 8 min).
Kartoffeln und Karotten zugeben, Hitze etwas erhöhen und 2 - 3 min weiterbraten.
Linsen, Quinoa und 500 ml Gemüsebrühe zugeben, salzen, aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze zugedeckt 20 min köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Gelegentlich umrühren, dass nichts am Topf ansetzt. Brühe nachgießen falls es zu trocken wird.
Kurz vor Ende der Kochzeit Paprika unterheben. Zitronensaft zugeben und mit Salz abschmecken.
10 min abgedeckt ziehen lassen.
Mit gehackten Cashewnüssen, Koriander (oder Petersilie) und Chiliflocken garniert servieren.

Bei uns gab's noch Jasminreis und Gurkensalat dazu. Die aufgewärmten Reste haben wir mit einem Rest Reis, einem Rest Shahi Paneer Soße (hatten wir noch eingefroren, Rezept hier: *klick) und Naanbrot (Rezept hier: *klick) gefuttert, gleich noch besser! Aufgewärmt schmeckts noch aromatischer, richtig schön durchgezogen und das Naanbrot zum Tunken ist perfekt dazu.


Im Prinzip könnt ihr in das Curry alles reinhauen was ihr gerne mögt, oder noch weg muss, Kichererbsen, Spinat, Tomaten, etc. Es sollte hald immer ungefähr die Menge an Gemüse sein wie oben, dass die Verhältnisse passen. Meine Lieblingsvariante ist ohne die Kartoffeln, dafür mit mehr Möhrchen und Paprika, nomnom.


Bei Nadine im Möhreneck werden gerade fleißig leckere Curry-Rezepte gesammelt. Das wohl vielfältigste Gewürz das es so gibt, da werden sich bestimmt kunterbunte Gerichte zusammen finden. Mein vollgepacktes Linsen-Quinoa-Curry darf gleich mit in die Sammlung. Wer auch noch bei Nadines Blogevent ein Rezeptchen einreichen will hat noch bis 15. Mai Zeit ;)
Noch mehr Curryrezepte von anderen Bloggern findet ihr direkt bei Inas Let's Cook Together im Februar. Schaut mal rüber und stöbert ein bisschen :)

* Braune Senfkörner und indische Curryblätter bekommt man im Asialaden. Ich hab beides auf Anhieb im Chinaladen in Regensburg gefunden. Solltet ihr es nicht auftreiben können, Senfkörner weglassen und statt den Curryblättern einfach mehr Currypulver nehmen.

Montag, 22. Januar 2018

Mediterraner Kartoffelauflauf mit Bulgur-Feta-Häubchen - bissl Fusionküche

Wir gehen immer mal wieder gerne kurdisch essen. Bulgur, Zaziki, schön saurer Salat und viele vegetarische Leckereien. Zuletzt hatte ich Kartoffeln und verschiedenes Gemüse mit ein paar Fetakrümeln überbacken (gibt's im Lokanta in Regensburg). Das war in Kombination mit dem Beilagenbulgur und dem Zaziki sooo lecker, dass es mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Die nächste selbst geköchelte Bulgurrunde musste auch in die Richtung gehen.


Ich musste allerdings noch ein paar Kühlschrankreste unterbringen, so wurde es eher mediterran als kurdisch, voll Fusionküche quasi ;) Nach ein bisschen Gebastel gab es einen Auflauf aus Kartoffeln und Zucchini mit allen möglichen Gewürzen (Sumach ist hier echt supi, bringt ne schön fruchtige Säure mit rein) und obendrauf kam ein lecker mediterranes Bulgurhäubchen mit getrockneten Tomaten, Pinienkernen und Feta. Uhuuu, ist das super geworden, Experiment geglückt, yum! Probiert das mal aus, es ist zwar ein bisschen Zeitaufwand (ca. 45 min) aber wird mit sehr leckerem Fresschen belohnt :)


Mediterraner Kartoffelauflauf mit Bulgur-Feta-Häubchen    
(3 Portionen)

10 kleine Kartoffeln, vorwiegend festkochend
1/2 große Zucchini
Salz, Pfeffer, Rosmarin, Paprika, Cayennepfeffer, Gemüsebrühenpulver, Knoblauch, Zwiebel, Sumach* (optional)
4 EL Olivenöl

Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden, Zucchini längs vierteln, Kernhaus rausschneiden und in Stücke schneiden.
In eine Auflaufform geben und mit 1 TL Paprika, etwas Rosmarin und Cayennepfeffer, 1/2 TL Gemüsebrühenpulver, eine Prise Knoblauch und Zwiebel, ordentlich Salz und Pfeffer und falls vorhanden einer Prise Sumach würzen.
Mit Olivenöl beträufeln und alles gut vermischen.
Bei 200°C (Ober-/Unterhitze) 30 - 40 min backen, bis die Bulgurmischung fertig ist.

100 g Bulgur
200 ml Gemüsebrühe
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
5 getrocknete Tomaten in Öl
1 Handvoll Pinienkerne, ca. 20 g
1 Schuss Weißwein, oder Weißweinessig
1 EL Zitronensaft
2 TL Tomatenmark
1 EL Petersilie, gehackt
Zimt, Zucker, Salz, Pfeffer
70 g Feta (für eine vegane Variante weglassen oder mit Tofu-Feta/ Feto ersetzen)

Gemüsebrühe aufkochen, Bulgur zugeben und abgedeckt leise köcheln lassen bis der Bulgur durch ist aber noch mit leichtem Biss, ca. 8 min. Falls die Flüssigkeit nicht reicht, einfach Wasser nachgießen.
Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Tomaten klein würfeln.
Zwiebeln in 2 EL Öl glasig dünsten. Knoblauch und Tomaten zugeben, etwas zur Seite schieben und Pinienkerne zugeben. Pinienkerne leicht anrösten, Zwiebelgemisch immer wieder umrühren bis der Knoblauch weich ist. Mit Weißwein ablöschen und alles verrühren bis der Wein verdampft ist.
Bulgur mit Zwiebelgemisch, Zitronensaft, Tomatenmark und Petersilie vermischen. Mit einer Prise Zimt, einer kräftigen Prise Zucker, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
Die Hälfte des Fetas dazukrümeln und vermischen.

Kartoffeln anpieksen, wenn sie durch sind kann's direkt weiter gehen.
Die Bulgurmischung auf den Kartoffeln verteilen. Mit restlichem Feta bekrümeln.
Weitere 10 min bei 200°C (Ober-/Unterhitze) backen. Dann auf Grillfunktion umschalten und kurz übergrillen bis der Feta etwas angebräunt ist.


Dazu passt super Zaziki (Rezept gibt's hier *klick) und ein Gurkensalat mit Balsamicodressing. Angeröstetes Fladenbrot und grüner Salat machen sich auch gut dazu.


*Sumach bekommt ihr im Türkischen Laden. Es ist ein fruchtig-säuerliches Gewürz aus gemahlenen Steinfrüchten, das dem Gericht das gewisse Etwas verleiht. 

Donnerstag, 7. Juli 2016

Spinatcurry mit gerösteter Paprika und lila Curry

Baaa, Mist, wie sehr hätt ich mir gestern so ne Plastikspritze ausm Labor gewünscht. Es gibt echt kaum was ausm Labor, dass man nicht als Küchenequipment missbrauchen könnte. Egal ob coole, hitzebeständige Messbecher, superpraktische Kolben zum schwenken, Magnetrührer oder eben diese steril verpackten kleinen Einwegspritzen. Wie hätte man denn besser 2ml-Portionen Obstbrand in die Minilöcher der Schnaps-Pralinen-Hohlkörper füllen können? Zum Glück hab ich daheim dann doch noch eine gefunden. Bekommt man ja manchmal vom Tierarzt oder so mit, damit man z.B. kleine geschwächte Nager daheim besser füttern kann. Mit der frisch ausgekochten 5ml-Spritze bewaffnet konnte es dann los gehen. Easypeasy sag ich da nur. In unter einer Stunde waren die 30 Pralinchen befüllt, verschlossen, schokoliert und verziert, optimal.


Perfekt nach einer Stunde Schokolade schlecken und Schnapsreste schlürfen ist übrigens unser zuletzt zusammengeköcheltes Spinatcurry mit gerösteter Paprika. Wir habens einmal mit Panir gemacht, da hat uns etwas der Biss gefehlt im großen Ganzen. Wobei ich Panir eigentlich immer gooil finde, egal was dabei ist^^ Trotzdem gabs nochmal eine zweite Variante mit knackiger Zucchini und rundherum angebruzelten Kartoffelwürfeln und schon war dieses Problemchen gelöst. Denn geschmacklich konnte man nicht meckern. Röstaromen vom Rauchpaprika und den gerösteten Paprikaschoten, das coole lila Curry und dazu bissle Tomate und Spinat, das kann ja nicht verkehrt sein ;)


Spinat-Curry mit gerösteter Paprika und lila Curry     
(3 - 4 Portionen, je nach Beilage)

3 Paprika, rot
400 ml Kokosmilch
1 Zwiebel, rot
2 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
250 g Spinat (TK)
250 g Panir oder Kartoffeln (für die vegane Variante Kartoffeln nehmen^^)
250 g Zucchini
1 Prise geräuchertes Paprikapulver
2 EL lila Curry (oder beliebigen anderen Curry)
Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Zucker

Die Paprikas halbieren und von Häuten und Kernen befreien. Eine Paprikahälfte in Streifen und dann in kleine Würfel schneiden, für später zur Seite stellen. Restliche Paprikahälften im vorgeheizten Ofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca 20 min lang backen, bis die Haut verbrannt ist.
In der Zwischenzeit Zwiebel würfeln, ebenso den Panir oder die Kartoffeln und die Zucchini.
Zwiebelwürfel mit Knoblauchzehen in etwas Öl braun anbraten und in einen Mixer geben.
Nun die Paprikahälften aus dem Ofen holen, in eine Gefriertüte geben, verschließen und ca 10 min 'schwitzen' lassen, damit sich die Haut besser löst (ist trotzdem ein bisschen ein Gefummel, besser noch nicht zu hungrig sein zu diesem Zeitpunkt^^).
Dann die Paprikahälften häuten und zusammen mit Kokosmilch und Tomatenmark zu den Zwiebeln in den Mixer geben und fein pürieren.
Panir- oder Kartoffelwürfel in etwas Öl von allen Seiten anbraten, bis sie schön angebräunt sind, salzen und pfeffern, zur Seite stellen.
In einem hohen Topf (es wird nämlich ganz schön spritzen und blubbern) das Paprikapüree aufkochen, Spinat, Currypulver, geräuchertes Paprikapulver, eine Prise Zucker, Salz und Pfeffer zugeben und einköcheln lassen, bis die Sauce andickt (ca. 20 min).
Paprikawürfel und Zucchinistückchen zugeben und weitere 10 min köcheln lassen. Mit den Gewürzen und Chili abschmecken.
Kartoffel- oder Panirwürfel unterheben, kurz erwärmen lassen und mit z.B. Basmatireis, einem grünen Salat und Naanbrot servieren.


Bei uns gabs nur Salat und Reis dazu, daher waren es eher nur drei Portionen. Außerdem gabs bei der ersten Version keine Zucchini und Kartoffeln mit im Curry. Mit Naanbrot noch dazu müsste das dann also doch vier Portionen hergeben.


Lila Curry wird wahrscheinlich nicht gerade jeder daheim rumliegen haben. Aber man kann ja quasi alles irgendwie ersetzen. Ich denke da passt so ziemlich jedes etwas coolere Curry dazu, egal ob Madras, Fünf-Gewürze oder sonst was. Ich finde nur es sollte keine süßliche Mischung sein. Aber probieren geht über studieren ;) Das besondere am lila Curry ist die extra Portion Blütenzeug. Dadurch hat es was blumiges, total tuffig!

Es gab bei uns ja schon viele Currys, wenn ihr Hunger auf mehr bekommen habt, schaut doch mal hier *klicki nach :)

Samstag, 14. Mai 2016

Kartoffel-Ofengemüse mit Roter Bete und Äpfeln

Eigentlich sollte wohl unser Besuch auf der Analytica in München eher so Gedanken wie 'Uuh, eine Makro-EA, wie supi, da werden unsere Messergebnisse ja viel genauer, das wäre genial' oder 'Krass, ein Dispenser fürs Chloroform, dass wirs besser in die NMR-Röhrchen dosieren können' auslösen. Also wenns nachm Chef geht. Aber in Echt sind wir seit Dienstag nur damit beschäftigt herauszufinden, wie man das coole Lego-Mini-Labor vom Merck-Stand nachbauen kann. Wir wollen auch so eines haben, aaaah! Puh, zum Glück hat jemand am Mittwoch ein Foto von dem Teil getwittert und ich hab aufm Lappi noch so nen Lego-Designer. Mein verlängertes Wochenende ist also bereits verplant. Darum musste es auch simpel zusammenrührbares Futter geben. So wie dieses Kartoffel-Ofengemüse mit Roter Bete. Sieht nicht nur hübsch bunt aus aufm Tellerchen, es schmeckt durch die Rote Bete auch ohne Firlefanz total cool.


Ofengemüse mit Roter Bete und Äpfeln    
(2 Personen)

8 - 10 Kartoffeln, ca. 700 g
3 Karotten
2 Knollen Rote Bete, vorgegart
1 Apfel
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Kartoffeln und Karotten schälen, beides in Scheiben schneiden. Auf einem Backblech verteilen, mit Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 min garen bis die Kartoffeln (fast) gar sind. In der Zwischenzeit Rote Bete und Apfel in dünne Stücke schneiden. Sobald die Kartoffeln gar sind Rote Bete und Apfelstücke auf dem Blech verteilen und nochmal 10 min backen.


Dazu gabs bei uns Beilagen nach Kurdenstyle: Lecker Bulgur, selbstgemachtes Zaziki und grünen Salat mit extra saurem Dressing. Memo für mich: Zwei Zehen Knoblauch auf 200 g Zaziki sind zu hart. Schön reingepresst noch dazu, puh war das knoflig, haha.

Sonntag, 2. August 2015

Dum Aloo: Superindisches Kartoffelcurry - Da wird der letzte Soßenrest aus der Pfanne getunkt!

Wenn mal wieder aus dem Kühlschrank nur noch ein paar traurige Krümel entgegenblinzeln, der Notfall-Pestovorrat aufgebraucht wurde und mich kein Strongman dieser Welt vor die Tür zerren könnte, wird gerne mal der Lieferservice bemüht. Indisch natürlich, weil das auch nach 30 Minuten Transport noch heiß und scheiße lecker ist. Aber warum immer bestellen, das können wir doch auch selbst inzwischen ganz gut. Panir Tikka, Navratan Korma und Aloo Gobhi sind alle drei super geniale Gerichte gewesen. Als nächstes auf der Liste war ein Kartoffelcurry: Dum Aloo*, das sowas von suhuuper geschmeckt hat, dass ichs ungeplanterweise doch verbloggen muss. Ja, kein indischer Foodprop-Krempel, sondern einfach nur schnell und hungrig auf den Alltags-Teller geklatscht. Aber abartig lecker. Die Küche hat noch den ganzen Abend so himmlisch nach indischem Restaurant geduftet, noom!


Dum Aloo - Indisches Kartoffelcurry    
(2 - 3 Portionen)

8 mittlere bis große Kartoffeln, festkochend oder vorw. festk.
2 Zwiebeln
1 Tomate
Kardamom, Fünf-Gewürz (indisches!), Kreuzkümmel, Nelken
Zimt, Lorbeerblatt, Chilis (getrocknete)
Koriander, Garam Masala, Kurkuma
10 Cashewkerne (oder 1-2 EL Cashewmus)
2 TL Ginger & Garlic Paste (ersatzweise Knoblauch und frischer Ingwer, gerieben)
1/2 Becher Sahne (oder 100 ml Soja Cuisine)
Zitronensaft, Salz

Als erstes macht ihr die Currymischungen, dann geht nachher alles schön geordnet und schnell von der Hand:
1) 5 Kardamomkörner, 1 TL Fünf-Gewürz, 1 TL Kreuzkümmel und 2 Nelken vermischen.
2) 1 Lorbeerblatt, 2 Chilis und 1/4 TL Zimt mischen.
3) 1 Chili mörsern, mit 1 TL Koriander, 1/2 TL Garam Masala und 1 Msp Kurkuma vermengen.

Kartoffeln schälen und in gleichmäßige, mundgerechte Stücke schneiden. In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen und die Kartoffelstücke darin unter mehrmaligem Wenden goldig anbraten. In der Zwischenzeit eine Zwiebel fein hacken, die andere grob würfeln, Tomate in Würfel schneiden. Angebruzelte Kartoffeln aus der Pfanne nehmen und in einer abgedeckten Schüssel warm halten.

Grob gewürfelte Zwiebel mit Currymischung 1 in der Pfanne (in der die Kartoffeln bruzelten) anbraten, bis die Zwiebeln glasig werden. Dann mit Cashewkernen und etwas Wasser zu einer glatten Cashewcreme mixen (wenn ihr statt Cashewnüsse Cashewmus hernehmt braucht ihr kein extra Wasser).

Currymischung 2 in etwas Öl kurz anrösten. Fein gehackte Zwiebel zugeben und glasig dünsten.
Nun Ginger & Garlic Paste und die Cashewcreme zugeben und 2 min weiterbraten.
Tomatenstücke zugeben und so lange weiterbraten, bis es matschig wird. Dann die 3. Currymischung zugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 5 min einköcheln.

Die Sahne (oder Sojasahne) schluckweise dazugeben und unterrühren.
Ca. 350 ml Wasser zugeben, die warmgehaltenen Kartoffeln unterheben und zugedeckt so lange köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
Offen kurz weiterkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, Lorbeerblatt entfernen und mit Salz und Zitronensaft abschmecken.


Das hört sich mit selbstgemachten Naanbrot dazu aufwendig an, ist aber mit einem helfenden Händepaar, das sich derweil um die Naanbrote kümmert, doch recht einfach gegangen. Die Gewürzmischungen hab ich mir jeweils schon in Schüsselchen zusammengemischt, während die Kartoffeln angeröstet wurden. Damit musste ich danach nur noch in der richtigen Reihenfolge die Schälchen in die Pfanne kippen und rumrühren, yeah. Das ist bei original indischen Gerichten immer hilfreich. Ich bin es nicht gewohnt mit so vielen Gewürzen zu hantieren, da fällt es mir leichter wenn ich sie schon vorbereitet dastehen habe und mich auf's bruzeln und schnippeln konzentrieren kann.


Das Naan-Brot war auch so der Waahn, dazu gibts natürlich auch noch das Rezept. Sowas von einfach und so lecker. Das wird jetzt öfter selbst gemacht! Absoluter Winwin-Abend, dieser letzte Indisch-Versuch.


*Das Originalrezept war von Raks Kitchen, an das ich mich auch fast genau gehalten habe^^ Da gibts endlos viele leckere indische Rezepte, auch Frühstücke, Nachspeisen, einfach alles.

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