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Montag, 8. April 2019

Vegane Schwarzwälder Kirschtorte

Was nicht so alles zustande kommt, wenn nach einer Weihnachtsfeier Kirschwasser übrig bleibt. Pur ein Grauen aber in einer Schwarzwälder Kirschtorte verbaut dann vielleicht doch ganz lecker? Meine Kollegen haben das Experiment tapfer überstanden und die komplett vegane Torte hat damit den Omni-Test bravurös gemeistert. Die Torte ist ja auch weit entfernt von so manch langweiliger Interpretation der Schwarzwälder Kirschtorte mit purer Sahne, trockenem Kakao-Boden den man mit Kirschwasser tränken muss dass er genießbar wird und mit Stärke zu festem Glibber gekochten Kirschen als Füllung. In dieser Variante dagegen hat sich in so gut wie jeder Komponente ein kleines Highlight versteckt. So muss eine Schwarzwälder Kirschtorte sein. Und durch die vegane Sahne ist sie auch gleich noch ein kleines bisschen leichter als die gewohnte Sahnebombe.


Normalerweiße tränkt man ja die Böden mit dem Kirschwasser. Da der Schoko-Biskuit aber schon perfekt saftig und fluffig ist, hab ich den Schnaps lieber in der Tortencreme versteckt. Und weil zu einer richtigen Torte ein keksiger Boden gehört wurde diesmal auch ein Mürbteigboden gebacken. So hat man alles in einer Torte vereint, das man sich wünschen kann: Knuspriger Keksboden, fluffiger Schoko-Biskuit, fruchtiger Kirschgelee und die saftigen Kirschen, dann die leicht schnapslige, vanillige Tortencreme und ein Häubchen aus zarten Schokoflöckchen. Schwarzwälder Kirschtorte wie aus dem Bilderbuch.


Schwarzwälder Kirschtorte      
(für eine 26-cm-Springform)

Mürbteigboden:
150 g Mehl (Dinkel Typ 630)
100 g Margarine (Alsan)
50 g Rohrohrzucker
1 EL Vanillezucker

Schokobiskuit:
200 g Mehl (Dinkel Typ 630)
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Pck Natron (5g)
1 kleine Prise Salz
30 g Kakao
250 ml Wasser, lauwarm
120 g Kirschgelee
80 ml Pflanzenöl, neutrales
1 EL Apfelessig

Tortencreme und Deko:
1 Glas Kirschen, entkernt (Abtropfgewicht: 280 g)
400 ml Schlagcreme (Schlagfix, ungesüßt), gut gekühlt
5 EL Sahnesteif (San Apart)
3 EL Vanillezucker (+ etwas gemahlene Vanille)
2 EL Puderzucker
40 ml Kirschwasser
30 g Schokolade, Zartbitter (80% Kakao)
Cocktailkirschen
ca. 6 EL Kirschgelee

Zubereitung:
Aus den Zutaten für den Mürbteig einen homogenen Teig kneten.
Eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Teig auf dem Boden der Form plattdrücken, mehrmals mit einer Gabel einstechen.
Bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 15 - 18 min backen, bis der Teig goldig wird.
Aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen.

Für den Biskuit eine Springform mit 26 cm Durchmesser ausfetten (ich fette nur die Ränder und kleide den Boden mit Backpapier aus, dann lässt sich der fertig gebackene Boden super von der Form heben). Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Die trockenen Zutaten in einer großen Rührschüssel vermischen und durchsieben.
Die nassen Zutaten mit einem Schneebesen gut verrühren, bis sich der Kirschgelee gelöst hat.
Nun die nassen Zutaten zu den trockenen in die Rührschüssel gießen und mit einem Schneebesen zügig zu einem einigermaßen glatten Teig verrühren (wichtig: hier nicht zu lange rühren, da der Teig sonst nicht mehr schön aufgeht, wirklich nur geradeso vermischen, dass keine großen Klumpen mehr im Teig sind).
Sofort in die vorbereitete Springform füllen und bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 25 min backen (Stäbchenprobe!).
Herausnehmen und 10 min abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen und komplett abkühlen lassen.

Für die Tortencreme die Schlagcreme mit Sahnesteif, Vanillezucker und Kirschwasser steif schlagen. Mit etwas gemahlener Vanille und Puderzucker abschmecken.

Bevor ihr die Schwarzwälder Kirschtorte zusammensetzt den Schokobiskuit waagerecht in zwei Hälften teilen, die Kirschen abtropfen lassen und die Schokolade raspeln.


Die Torte dann folgendermaßen zusammenbauen:
- Zuerst den Mürbteigboden auf eine Tortenplatte setzen.
- Mit 2 bis 3 EL Kirschgelee bestreichen.
- Untere Biskuithälfte aufsetzen und etwas andrücken.
- Mit 3 EL Kirschgelee bestreichen und mit den abgetropften Kirschen belegen.
- Ca. 1/3 der Tortencreme darauf geben und verstreichen. Es sollten alle Kirschen mit der Creme bedeckt sein.
- Zweite Biskuithälfte aufsetzen und leicht andrücken.
- Mit der restlichen Tortencreme (bis auf 2 - 3 EL für die Deko) komplett einstreichen und die Oberfläche glätten.
- Mit ein paar Cremetupfen, Cocktailkirschen und geraspelter Schokolade verzieren.
- Tortenhaube aufsetzen und die Schwarzwälder über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.


Tipps:
- Die Böden könnt ihr auch einen Tag vorher schon backen, gerade Biskuitböden lassen sich oft besser schneiden wenn sie einen Tag ruhen konnten.
- Das Kirschwasser ist natürlich keine Pflicht, wenn ihr eine alkoholfreie Variante machen wollt, lasst es einfach ersatzlos weg. Ihr könnt dann auch die Sahnesteifmenge um 1 bis 2 EL verringern.
- Statt der Cocktailkirschen nehme ich lieber Amarenakirschen. Die sind zwar sehr dunkel aber schmecken dafür toll. Die Cocktailkirschen schmecken nämlich nur nach Zucker.
- Wenn ihr Cocktailkirschen draufmachen wollt und keine veganen findet: Die sind bei den süßen Konserven in einem Glas. In der Backabteilung findet man nur die Belegkirschen und da hab ich noch nie welche ohne Echtes Karmin als Färbemittel gefunden.

Sonntag, 2. Dezember 2018

DER perfekte Rotweinkuchen [vegan]

Es passt hald einfach perfekt, die Schlagwörter zum Rezept, die ich direkt nach dem Backen notiert hab um später besser wiedergeben zu können wie der Rotweinkuchen geworden ist: 'voll guad, saftig und weich, schokoladig und typisch rotweinkuchig eben'. Hehe, ja das trifft es genau. Soooo schön saftig und gleichzeitig locker und so bisschen schwer wie man es von Gewürzkuchen kennt, hach! Ich bin sowas von begeistert von dem Kuchen, geeenau so sollte er werden.


Lange hab ich rumgeguckt, Rezepte über Rezepte gewälzt um diesen so schön cremigen und schokoladigen, bisschen herbstlich-weihnachtlichen Kuchen zu zaubern. Ich wollte unbedingt was mit Margarine anstatt Öl, damit es nicht zu fluffig wird, sollte ja nicht in Richtung Biskuit gehen sondern schön heftig werden ;) Außerdem sollte möglichst kein Ei-Ersatz oder andere spezielle Zutaten rein, die ein Nicht-Veganer selten im Haus hat. So wurde dieses unfassbar leckere Rotweinkuchen-Baby geboren, und es ist ein so lieber kleiner Fratz geworden, man muss es einfach zum Fressen gern haben.


Rotweinkuchen      
(16cm-Guglhupf, für einen normal großen Guglhupf das Rezept verdoppeln)

200 g Mehl (Weizen 405/550 oder Dinkel 630)
80 g Rohrohrzucker
50 g Mandeln, gemahlen (mit Schale)
1 EL Speisestärke
1 EL Vanillezucker
2 EL Kakao
1 TL Zimt
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
1 TL Natron (1 Pck)
70 g Schokoladentropfen, Zartbitter
80 g Margarine (Alsan) + etwas zum Ausfetten
80 g Marmelade ohne Stücke (Kirsche, Himbeere o.ä.)
80 ml Rotwein, veganen
80 ml Sprudelwasser

Eine kleine Guglhupfform (Durchmesser 16cm) mit Margarine ausfetten. Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten (mit Schokodrops) mit einem Schneebesen verrühren.
Margarine in der Mikrowelle (oder in einem Topf) schmelzen, Marmelade mit Rotwein vermischen bis sich die Marmelade gut gelöst hat (geht am Besten mit einem Schneebesen).
Flüssige Margarine, Rotwein-Marmelade-Gemisch und Sprudel zu den trockenen Zutaten geben und zügig mit einem Schneebesen klumpenfrei verrühren.
In die vorbereitete Backform füllen, gleichmäßig verstreichen und bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 40 bis 50 min backen. Falls die Stäbchenprobe noch nicht so ganz passt mit Alufolie abdecken und noch weitere 10 min im heißen aber abgeschalteten Ofen lassen. So wird er noch komplett durch aber nicht zu dunkel.
20 min in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen und komplett auskühlen lassen.
Vorm Anschneiden mit Puderzucker bestäuben.


Den gibt's in der Adventszeit sicher nochmal, da können im Moment nicht mal Plätzchen mithalten. Der Rotweinkuchen ist mein neuer Liebling nomnom.

Sonntag, 20. Mai 2018

Fruchtige Rumbombe mit Aprikosen in der Kranzform [vegan]

Was passiert wenn man superungeduldig versucht einen Frankfurter-Kranz-Boden noch superheiß aus der Form zu pulen? Jaaa genau, ein Fledderhaufen von Teigkranz kommt dabei raus. Nix mehr mit in drei Schichten schneiden und so. Aber für solche Fälle gibt es ja die altbewährte Rumbombe, hehe. Einfach den rissigen Teil vom Kranz abschneiden, mit Buttercreme, Aprikosenwürfeln und viiiel Rum vermatschen und drauf damit auf den Restboden, am Besten noch mit nem leckeren Klecks roter Marmelade. Über Nacht durchgezogen ist das Törtchen so richtig voller Geschmack. Es gibt aberduzende Varianten dieser Torte, da sie meistens aus überschüssigem Tortenboden, verunglückten Kuchen oder krummen Keksen gemacht wird. Mehr zu den Varianten findet ihr am Ende des Posts.


Rumbombe mit Aprikosen      
(26 cm Kranzform)

600 g Mehl (Typ 405)
350 g Rohrohrzucker
2 Pck Backpulver
1,5 Pck Zitronenschale, gerieben (z.B. CitroBack)
1 Prise Salz
300 ml Pflanzenöl, neutrales
500 ml Sprudelwasser

Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Kranzform mit etwas Margarine ausfetten.
In einer großen Rührschüssel die trockenen Zutaten gut vermengen. Pflanzenöl und Sprudel nacheinander rasch unterrühren, bis ein einigermaßen homogener Teig entstanden ist.
Teig in die Kranzform füllen, glatt streichen und auf zweiter Schiene von unten 55 - 60 min backen. Stäbchenprobe machen! Die Zeit kann je nach Backform stark variieren.
Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen (40 min). Vorsichtig aus der Form lösen und über Nacht komplett auskühlen lassen.

400 ml Mandelmilch, oder andere Pflanzenmilch
100 g Zucker
1 Pck Puddingpulver, Vanille
50 + 250 g Alsan (vegane Butter)
80 ml Rum (Pott, 54%)
2 EL Strohrum (80%)
1 Dose Aprikosen (Abtropfgewicht 480 g), oder Pfirsiche
3 EL rote Marmelade (z.B. Waldbeere)

Puddingpulver mit Zucker mischen und ca. 150 ml Mandelmilch klümpchenfrei anrühren. Restliche Milch und 50 g Alsan aufkochen, angerührtes Puddingpulver einrühren, aufkochen und unter Rühren eine Minute kochen lassen. 80 ml Rum einrühren, in eine Schüssel füllen, mit Frischhaltefolie bedecken (dass keine Puddinghaut entsteht) und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Restliche Alsan aus dem Kühlschrank holen und auf Zimmertemperatur angleichen lassen.
Aprikosen klein würfeln (bis auf 3 oder 4 zum Verzieren), abgeschnittenen Teig würfeln.
Weiche Alsan fluffig aufschlagen, Pudding löffelweise unterschlagen, Strohrum dazurühren. 3 EL der Creme zum Verzieren abnehmen und im Kühlschrank zwischenlagern. Teigwürfel und Aprikosen unterheben.
Die Kranzform mit Frischhaltefolie auskleiden und die Creme vorsichtig hineinlöffeln und verstreichen.
Boden mit Marmelade bestreichen, umgedreht auf die Creme setzen und andrücken (Mir ist er dabei etwas zerbrochen, macht aber nix, einfach andrücken, das wird wieder fest durchs Kühlen).
Im Kühlschrank ein paar Stunden (besser über Nacht) fest werden lassen.
Torte aus der Form stürzen, Folie vorsichtig abziehen und mit Buttercreme und Aprikosenstückchen verzieren.


Tipps:
- Die Torte kann mit quasi jedem hellen Boden gebacken werden, die Mengenverhältnisse sind hier sehr dehnbar und zur Rumcreme passt so gut wie jede Geschmacksrichtung, egal ob zitroniger, vanilliger oder nussiger Tortenboden.
- Natürlich muss es kein Kranz sein, es geht auch eine klassische Kuppelform, dann einfach den Boden mit Marmelade bestreichen und die Rumcreme kuppelförmig darauf verteilen.
- Auch sehr lecker ist noch ein Überzug mit dunkler Schokolade. Ist aber ein ganz schönes Gebaze und sieht bei mir immer etwas, äh, unschön aus.
- In dem Rezept ist vieles austauschbar, kompletter Boden (je nachdem was verunglückt ist^^), Marmeladensorte (da geht alles säuerliche ganz gut, Sauerkirsche, Himbeere und so), Obstsorte (z.B. Pfirsiche), oder andere Pflanzenmilch.
- Statt der Aprikosen in der Rumcreme passt auch gut Kirschgrütze. Dazu einfach die Aprikosen weglassen und stattdessen Kirschgrütze auf dem Boden (statt Marmelade) dick verteilen und dann mit der Creme abdecken.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Lecker Tiramisu ohne scary rohem Ei

Sonst bin ich ja immer die Nudelsalattante, wenn's um Partybuffet-Mitbringsel geht. Oder mal ne Torte basteln. Aber klassische Nachspeisen hab ich schon recht wenig im Repertoire. Es gibt immer die gleichen Sachen, meistens Mousse au Chocolat oder Tiramisu. An Silvester musste ich diesmal eine Nachspeise beisteuern und die auch noch im Auto bis Österreich transportieren. Mousse war mir da zu heikel, dass die zusammenfällt und Tiramisu mit rohem Ei wollte ich auch nicht riskieren. Also machte ich die Tiramisu-Creme die ich sonst zu fruchtigem Erdbeer-Tiramisu mache, eine Pudding-Quark-Creme. Die ist auch nicht so mächtig wie Mascarpone.


Kam wirklich sehr gut an und wurde komplett weggefuttert, hehe. Ich glaub Tiramisu mach ich jetzt immer so. Mit viiiel Amaretto in der Creme, jam! Bei der Ei-Mascarpone-Creme kann man nämlich nur begrenzt Amaretto reinhauen, weil sie sonst flüssig wird. Bei der Puddingvariante ist das kein Problem, muha! Auf die Art mit Pudding und Co. ist die Creme außerdem recht einfach zu veganisieren falls ihr ein paar Pflanzenfresser zu Besuch habt ^_^


Tiramisu mit Pudding-Quark-Creme   
(Für so 10 bis 12 Gäste)

500 ml Milch
2 Pck Puddingpulver, Vanille
60 g Zucker
1 Becher Schlagsahne, 200 ml
1 Pck Sahnesteif
500 g Quark
125 g Puderzucker
Amaretto, ersatzweise Bittermandelaroma o.ä.
1/2 Tasse starker Kaffee (bei mir 2 Pck Instant-Espresso)
2 EL Rum, 54%, ersatzweise Rumaroma
400 g Löffelbiskuit
Kakaopulver

Puddingpulver mit Zucker vermischen, mit etwas Milch klümpchenfrei anrühren. Restliche Milch aufkochen, Topf vom Herd ziehen und angerührtes Puddingpulver mit einem Schneebesen unterrühren. Nochmal unter Rühren aufkochen bis es eine Minute gekocht hat. In eine Schüssel umfüllen, mit Frischhaltefolie abdecken (auf den Pudding drücken, so bildet sich keine Puddinghaut) und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Zwei Tütchen Espresso mit einer halben Kaffeetasse kochendem Wasser anrühren, dann abkühlen lassen. Mit 2 EL Rum verrühren.

Schlagsahne mit Sahnesteif steif schlagen. Quark mit Puderzucker cremig rühren, Pudding dazugeben und glatt rühren (ich rühre den Pudding davor erst cremig, dass es sicher nicht klumpt). Sahne unterheben. Nach Geschmack mit Amaretto abschmecken (bei mir ein paar Esslöffel, eher viele Esslöffel^^).

Löffelbiskuit mit Kaffee bepinseln (nicht eintunken sonst matschen die später voll durch) und eine Lage in eine große Schale (ca 20 x 30 cm) schichten, mit ca. der Hälfte der Vanillecreme bestreichen, nochmal Löffelbiskuit bepinseln und eine Schicht darauf legen, restliche Creme darauf geben und glatt streichen. Mit Kakao bestäuben und im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen.


Wenn ihr keine so große Schale habt, einfach höher schichten oder ihr macht zwei Schalen und futtert eine allein aus, muha ;) So haben wir das gemacht, eine große Schale für die Meute, die Reste in eine kleine Dose für uns (so konnte ich auch noch ein Foto knipsen ohne mit nem angefutterten Tiramisu bei der Party aufzutauchen^^).

Sonntag, 23. Juli 2017

Schoko-Rum-Torte mit Knusperstückchen für Papa

Vor Kurzem hatte mein Papa Geburtstag. Und wie das so ist bei den Eltern, haben sie ja schon alles und brauchen eh nix. Ein guter Schlachtplan bei Papi ist geschenkemäßig also was 'Verzehrbares'. Hehe, sowas kann ich. Ich dachte da zuerst an Pralinen oder Schnaps oder so, aber dann kam's mir: Lieblingsschoki Trauben-Nuss, oder war's Rum-Trauben-Nuss? Hmm. Das muss sich doch auch in Form einer Torte realisieren lassen.


Dann erinnerte ich mich an diese Rum-Knusperteile von Ritter Sport, die Papa immer gefuttert hat, als wir noch etwas kleiner waren. Echt lange her^^ Die einfach in ne geile Schokotorte matschen, Rum dazukippen, fertig! Ha, perfekter Plan! Also meine supersaftige, überleckere Schoko-Himbeer-Torte als Grundlage genommen und Rumzeug dazu. So easy und Papa war sehr begeistert. Mutti hat sich auch noch ein gaaanz kleines zweites Stück abgeschnippelt, muha. Ja und nen selbstangesetzten Likör gab's dann auch noch.


Schoko-Rum-Torte    
(26cm-Springform)

200 g Mehl, Typ 550
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker
30 g Kakao
1 TL Natron (entspricht 5 g)
1 Prise Salz

250 ml Wasser, lauwarm
120 g Himbeermarmelade (Gelee, oder durchpassieren)
80 ml Pflanzenöl
1 EL Essig (z.B. Apfel- oder Weißweinessig)

Eine 26cm-Springform ausfetten (ich lege den Boden mit Backpapier aus), den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten in einer großen Rührschüssel vermischen. Die nassen Zutaten gut verquirlen, bis sich die Marmelade gut gelöst hat.
Eine Mulde in die trockenen Zutaten drücken und die Nassen hineingießen. Mit einem Esslöffel vorsichtig verrühren, gerade so lange, bis sich alles einigermaßen miteinander vermischt hat (größere Klümpchen zerdrücke ich mit dem Löffel). Nicht zu lange rumrühren, sonst geht der Kuchen nicht mehr schön auf.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 25 min backen (Stäbchenprobe!). Ca. 10 min abkühlen lassen, aus der Form holen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

400 ml Schlagcreme (die ungesüßte von Schlagfix), gut gekühlt
2 EL Vanillezucker
3 EL San Apart (oder Sahnesteif)
3 EL Kakao
3 EL Puderzucker
3 - 4 EL Rum (bei mir Strohrum^^)
1 Pck Rum-Knusperstücke (von Ritter Sport)

Kalte Schlagcreme mit Vanillezucker, Sahnesteif, Kakao und Puderzucker zu einer steifen Sahnecreme schlagen. Rum unterschlagen, dann etwas mehr als die Hälfte der Creme in eine extra Schüssel geben. Knusperstücke grob klein hacken (so 3 oder 4 zurückbehalten für's Verzieren) und unter die kleinere Menge der Creme heben.

Ca. 100 g Himbeermarmelade

Tortenboden einmal waagerecht durchschneiden.
Auf dem unteren Boden die Marmelade verstreichen. Mit der Knusperstückchen-Creme bestreichen. Zweiten Boden auflegen, leicht andrücken.
Etwas mehr als die Hälfte der Sahnecreme darauf geben und glatt streichen. Mit restlicher Sahne und Knusperstückchen verzieren.
Mind. 2 h im Kühlschrank durchziehen lassen.


Irgendwie schade, dass die vegane Torte durch die Knusperstücke unvegan wird. Ich hab allerdings keine Ahnung, was man als Ersatz für die kleinen Rum-Riegelchen nehmen könnte um die Torte komplett pflanzlich basteln zu können. Habt ihr ne Idee oder kennt ihr sowas ähnliches?


Freitag, 7. Juli 2017

Penne mit Zucchini in Martini-Sahne-Sauce [vegan]

Vor laaanger Zeit, in einem Land, weit weit entfernt, da hab ich mal eine Martini-Lachs-Pasta geköchelt. Also damals, als ich noch bei Mutti und Papi rumgeschnorrt bin, draußen im Wald wo man mit spätestens 14 nach der ersten Feuerwehrprüfung Schnaps mittrinken muss, die coolen Kinder sich mit'm Moped an der Bushaltestelle treffen und man seine Schuhe zum Reparieren mit nem Zettelchen drin beim Kramerladen abgibt... Äh, Squirrel, auf jeden Fall ist mir das Rezept mit dem Lachszeug wieder zwischen die Finger gekommen und meine Notiz darauf war: "sehr lecker, Lachs bäh". Okeee, also könnt ich das doch nochmal probieren, eben ohne Fischikrempl.


Ergebnis war ein cremiges, leichtes Sahnesößchen mit etwas Gemüse und einer coolen Martininote. Nicht zu dominant wie ich finde, aber kann ja jeder soviel reinkippen wie man's am liebsten mag. Die Karottenscheibchen hab ich eigentlich nur reingemacht, damit was lachsfarbiges mitrumdümpelt. Ist aber auch zwecks dem Biss keine schlechte Idee in der Kombination.


Penne mit Zucchini in Martini-Sahne-Sauce    
(2 bis 3 Portionen)

250 g Penne, oder andere Nudeln
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Zucchini
1 kleine Karotte
1/2 Glas Erbsen (ca. 100 g)
2 Frühlingszwiebeln
3 EL Martini Bianco
200 ml Soja Cuisine
Etwas Nudelwasser
Salz, Pfeffer, Basilikum

Penne al dente kochen, etwas Nudelwasser auffangen.
In der Zwischenzeit Zwiebel würfeln, Knoblauch in dünne Scheibchen schneiden.
1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebeln mit Knoblauch glasig dünsten.
Mit Martini ablöschen und kurz einköcheln lassen. Dann mit Soja Cuisine aufgießen.
Zucchini halbieren, in Scheiben schneiden und in die Pfanne geben. Ca. 5 min köcheln lassen, etwas Nudelwasser mit einer Prise Gemüsebrühenpulver zugeben.
Karotte schräg in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln und mit den abgetropften Erbsen zugeben. Mitköcheln bis die Zucchini wie gewünscht ist (wir mögens lieber noch etwas fester). Evtl. Nudelwasser zugeben, falls es zu wenig Soße wird.
Kräftig pfeffern und mit Salz abschmecken.
Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, unterheben.
Nudeln abgießen und unterheben.
Mit Basilikum bestreut servieren.


Lustig, diese Martini-Pasta hat sogar kalt aus der Lunchbox geschmeckt. Meistens mach ich mir sowas ja lieber warm, aber es war so brütend heiß, dass ich's lieber so reingeschaufelt hab. Ich hab ja schon abends zuvor beim Box packen ein paar Nudeln kalt schnaboliert weil's so lecker war, hihi.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Whisky-Schokoladen-Torte mit Karamellcreme [nachgemacht]

So, heut gibts mal ordentlich Torte. So richtig männlich mit Kalorien en masse, richtig viel Whisky und mächtiger Karamellcreme. Der schokoladige, saftige, fluffige Boden ist so der Wahn! Die Whiskynote ist total genial und passt perfekt zu Kakao und buttrigem Rührteig, jammi. Um gegen den genialen Boden anzukommen brauchts ne ordentliche Tortencreme. Die Karamellcreme kann bestens gegenhalten und geht richtig gut mit Schoki und Alkohol, hehe.


Zuletzt hatte ich ein kleines Rätsel für meine Kollegen: Ob sie auf der Geburtstags-Torte für Mr. Wos zum Essn sein Alter erkennen? Frau Inschenör hats natürlich sofort gewusst. Die Chemiker dagegen haben abgekackt, tztz. Sesselkonformationen ausm Effeff aufmalen aber kein Binär können...
Das Rezept zur Übertorte hab ich mir leider nicht selbst ausgedacht, sondern bei Vera stibitzt. Als ich die auf ihrem Blog erspäht hatte war klar, dass ich die nachbasteln muss. Krasses Gerät, Whisky, Schoki, Karamell, yay! Männchen hat sich auch riesig gefreut und ordentlich gefuttert, muha!


Whisky-Schokoladen-Torte mit Karamellcreme    
(für eine kleine Springform mit 20 cm Durchmesser)

160 g Butter, weich
160 g Rohrohrzucker
1 EL Vanillezucker
4 Eier
200 g Mehl, Typ 550
2 EL Kakaopulver
1 Pck Backpulver
200 ml Whisky (z.B. Bourbon, ich hatte nen Jim)
125 g Schokolade (Zartbitter)

Butter mit Rohrzucker und Vanillezucker cremig schlagen. Eier einzeln unterrühren.
Mehl mit Kakaopulver und Backpulver vermischen, abwechselnd mit dem Whisky unter den Eischaum rühren.
Schokolade fein hacken und unterheben.
Teig in drei Portionen teilen und jew. in eine gefettete Springform mit 20 cm Durchmesser füllen und 18 - 25 min im vorgeheizten Backofen bei 170°C Umluft backen (Stäbchenprobe!). Die Böden auskühlen lassen.

250 g Mascarpone
250 g Quark
50 g Rohrohrzucker
2 EL Karamellsirup
1 Pck Paradiescreme, Sahne-Karamell
200 g Schlagsahne

Mascarpone mit Quark, Zucker und Sirup cremig rühren. Paradiescreme einrühren. Schlagsahne steif schlagen und unterheben.
Die Creme auf den drei Tortenböden verteilen (evtl. für die Deko etwas zurückbehalten) und aufeinander setzen. Ich hab etwas Creme mit Kakao dunkel gefärbt und damit die Torte verziert.


Also Vera, du hast es echt drauf mit dekadenten Törtchen! Das Teil ist so krass und trotzdem kann man nicht aufhören sich immer wieder ein Stückle abzuknipsen. Voll fies und so lecker! Der Boden allein ist schon so göttlich. Hab vom Tortenboden gerade schneiden etwas übrig gehabt und vollgas noch warm weggemümmelt^^

Freitag, 29. Januar 2016

Es wird hefig: Pizzateig mit Weißbier

Aaargh! Da kommt man sich so super technisch versiert vor, bastelt Dinge am Auto aus, bastelt sie wieder ein (nach stundenlangem Telefon-Coaching durch Papi, okee), stellt sich schon den triumphalen Schrei vor, wenn die alte Kiste wieder brav rödelt, und dann... Ja pups, nix gibts! Das Töfftöff ist immer noch kaputt. Mähää. He, meine Hände waren total bastlermäßig schwarz schmierig! Ich kam mir so cool vor und dann hülft das nix, hee.
Zum Glück hab ich von meinem Bruder vor Kurzem dieses goile Pizzateig-Rezept verraten bekommen, bei dem Weißbier in den Teig kommt, statt ordinärem Wasser. Durchs Weißbier braucht man ihn nicht über Nacht ruhen lassen, weil der Teig sofort schön hefig schmeckt :D Und obendrein wird er nochmal etwas fluffiger.
Damit kann ich mich dann trösten, wenn die Werkstattrechnung angeflattert kommt. Aber erstmal rückt Papi an und schaut ob da noch was zu retten ist. Hoffentlich ist mir nur irgendwo im Schlauch- und Kabelgewusel was abgeploppt und ich bin nur zu knödelig um das zu checken...


Pizzateig mit Weißbier     
(2 Bleche)

350 g Mehl (bei uns Weizen und Dinkel gemischt)
180 - 200 ml Weißbier
1 Pck Trockenhefe
1 Prise Zucker
1 kräftiger Schuss Olivenöl
5 Prisen Salz (mind. 1 TL)

Mehl in eine Rührschüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken. Weißbier, Hefe und Zucker hineingeben. Mit einem Löffel etwas vom 'Rand'mehl in die Flüssigkeit einrühren, ca. 15 min bei Raumtemperatur gehen lassen, bis die Hefe fleißig Blasen geworfen hat.
Olivenöl und Salz zugeben und 10 min lang kneten (lassen). Ggf noch etwas Weißbier/Wasser zugeben, der Teig darf ruhig leicht klebrig sein, besser als zu trocken. In eine Schüssel mit einem Schuss Olivenöl geben und abgedeckt 30 bis 45 min gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.
Teig in zwei Hälften teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche jeweils auf die Größe eines Backblechs ausziehen.


Nach Belieben belegen (hier gabs frische Ananas, Mais, Paprika und scharfe Peperoni) und im vorgeheizten Ofen bei möglichst hoher Temperatur backen, bis der Käse zerlaufen ist und der Rand anbräunt.


Schrecklich diese Rezepte mit Bier, bei denen eine angebrochene Flasche danach rumsteht. Da muss der arme Herr Wos zum Essn wieder gegen seinen Willen Restbierchen schlürfen. Heute wirds ihn schon wieder treffen, weil von ner Sushi-Party hier noch Reste rumstehen. Die lassen sich leider nur auf Pizza vernichten...

Dienstag, 29. Dezember 2015

Feuerzangenbowle - Eine fruchtig-feurige Silvestertradition

Ein letztes Rezept in diesem Jahr das schon lange auf Silvester gewartet hat. Denn die Feuerzangenbowle gab's schon bei der letzten Silvesterparty. Eigentlich machen wir die Bowle sogar schon seit mindestens drei Jahren nach diesem Rezeptchen, einfach super! Sie ist etwas süßer und fruchtiger als die Standard-Rezepte, die ich bisher gefunden habe. Da gesellen sich z.B. noch Traubensaft und Orangensaft mit zum Rotwein und es wird mit ordentlich Zucker nachgeholfen. Soll ja auch schön süffig werden, hehe. Die ca. sechs Liter Bowle haben wir dann auch mal eben zu sechst vernichtet. Die geht aber immer ganz gut weg, so lecker wie die schmeckt, nomnom. Bei unserer Lehrstuhl-Weihnachtsfeier durfte ich auch zum wiederholten Male zündeln :) Ist echt ein Riesenspaß den Rum über den brennenden Zuckerhut zu kippen, dass eine fette Stichflamme entsteht. Immer wieder. Hihi.


Feuerzangenbowle  
(Für 6 fleißige Bowlentrinker)

5 Flaschen Rotwein (je 0,7 l)
1 Flasche Rum, 54% (0,7 l)
1 l Traubensaft, rot
0,3 l Orangensaft
2 Orangen, Bio
2 Zitronen, Bio
6 Nelken
1 Stange Zimt
2 Zuckerhüte

Orangen und Zitronen in Scheiben schneiden. Nelken in zwei der Scheiben stecken, mit Zimtstange in einen großen Topf geben. Mit Rotwein, Traubensaft und Orangensaft übergießen. Erwärmen (nicht kochen!) und zwei, drei Stunden ziehen lassen (besser über Nacht).


Für's Finale Bowle nochmal erhitzen, in ein feuerfestes Bowlengefäß geben, Zuckerhutzange auflegen, Zuckerhut drauf legen.
Den Zuckerhut gut mit Rum tränken und anzünden. Immer wieder Rum über den Zuckerhut gießen, bis er sich aufgelöst hat (bis dahin sollte grob die Hälfte des Rums aufgebraucht sein). Dann den zweiten Zuckerhut auflegen, mit Rum tränken und entzünden. Mit restlichem Rum portionsweise übergießen, dass sich aller Zucker auflöst.


Unser Bowlengefäß fasst nur knapp 5 Liter, weshalb ich von vornherein die Bowle auf zwei Portionen aufteile. Dann macht das mit den zwei Zuckerhüten auch Sinn. :)

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Mein selbst kreierter Mädchen-Cocktail: Lilibeth. Und Vorfreude auf Weihnachten :D

Juhu, morgen ist es endlich so weit, Weihnachten, whee! Ich steh einfach auf den Tag. Kleines Brüderchen einpacken, zu den Eltern brezen, den Baum supersymmetrisch schmücken (und dass mir da keiner dazwischen funkt, fauch), Mutti beobachten, wie sie leicht wahnsinnig angehaucht durchs Haus schrubbt, Papi darüber sinnieren lassen wie toll der Christbaum aufgestellt wurde (weils er gemacht hat^^), sobald Bruder Nr. 2 mit Frau (und dieses Jahr mit Mini-Neffentier <3) eingetroffen ist, Raclette vorbereiten. Daaann futtern bis alle platzen, etwas Pause. Zum Christbaum robben, Geschenkis austauschen, Plätzchenteller plündern und allweihnachtliches Weihnachtsfoto knipsen. Mutti besteht darauf. Und es müssen mindestens 20 davon gemacht werden, weil der Papa auf 15 davon grad komisch schaut oder der Mutti eine schrecklich entstellende Strähne in die Stirn baumelt, hihi. Äh ja, wie jedes Jahr. Ich freu mich so, hüpf hüpf. Dieses Jahr mit Baby-Knuddel-Bonus, yay.


Lilibeth  

3 cl Birnenbrand
2 cl Apricot Brandy
1 cl Zitronensaft
1 cl Grenadine
Sekt, trocken

Birnenbrand, Apricot Brandy, Zitronensaft und Grenadine mit ein paar Eiswürfeln im Shaker schütteln, durch ein Barsieb in eine Cocktailschale gießen. Mit Sekt aufgießen, mit Orangenschale garnieren.

Ach ja stimmt, ich hab da ja noch diesen Cocktail gemixt. Wies die Zutaten vermuten lassen, eher süßlich, fruchtig, mädchenhaft. Aber vielleicht auch ein kleiner Aperitif fürs Weihnachtsmenü? Egal, ich pfeiff mir den auch so rein, hihi. Im Martiniglas schmeckt das Süppchen übrigens nochmal extra supi :)

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