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Sonntag, 27. September 2020

Knobi ahoi - Pasta alla Norma [vegan]

Auberginen und ich, das ist so eine Geschichte... Meistens sind sie mir zu quietschig in der Konsistenz, oder auch mal zu matschig, und manchmal schmecken sie auch einfach komisch. Aber seit wir das erste mal die Pasta alla Norma aus Ottolenghis Kochbuch gezaubert hatten bin ich ein riesiger Auberginenfan und quatsche jedes Jahr meiner Mama ein, dass sie meeeehr Auberginenpflänzchen in ihrem Garten anbauen muss, meeehr!

Das Rezept für diese vegane Pasta alla Norma ist supereasy und trumpft mit einem besonderen Geschmackserlebnis auf. Ein paar kleine aber feine Kniffe verhelfen dem tomatigen Auberginensößchen zu besonderem Glanz: Einmal dass die Auberginen im Backofen dahinschmurgeln dürfen, dadurch werden sie herrlich cremig und aromatisch. Dann ist da natürlich noch der Knobi, reichlich Knobi. Und schließlich die Cherrytomaten, die deutlich intensiver sind als der normale Tomatenschlabber aus der Konserve und zusammen mit der richtigen Dosis Chili eine perfekte Symbiose aus herzhaft, cremig, scharf, fruchtig und süß bildet. Den Parmesan aus dem Originalrezept hab ich einfach mit Hefeflocken ersetzt. So ist die Pasta alla Norma eines meiner liebsten Nudelrezepte geworden.


Pasta alla Norma  
(2 - 3 Portionen)

300 g Spaghetti
2 - 3 Auberginen
2 Dosen Cherrytomaten (jew. à 400 g)
3 - 5 Knoblauchzehen
Chilis, getrocknet (nach Geschmack, wir nehmen 2)
4 EL Würz-Hefeflocken (ich mag die von Erntesegen am liebsten)
Olivenöl
Oregano (getrocknet), Basilikum (frisch)
Salz, Pfeffer, Zucker

Auberginen längs streifig zur Hälfte schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen und auf 1 - 2 Backbleche verteilt bei 180°C (Umluft) so lange backen bis die Scheiben braun werden aber noch nicht knusprig ;).

Knoblauch fein hacken. Öl in einer hohen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Chili und Knoblauch dazugeben und unter gelegentlichem Rühren so lange braten bis der Knoblauch anbräunt. Mit Cherrytomaten ablöschen. 1 TL Salz, 1 Prise Zucker, 1 TL Oregano und etwas frisch gemahlenen Pfeffer dazugeben, aufkochen und bei niedriger bis mittlerer Hitze ca. 10 min köcheln lassen bis die Tomatensoße etwas andickt.

In der Zwischenzeit Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen. Abgießen und dabei eine Tasse Nudelwasser auffangen.

Die Auberginenscheiben mit den Hefeflocken zur Tomatensauce geben. Mit Nudelwasser strecken falls es zu dick ist und mit Hefeflocken, Zucker und Salz abschmecken. Zum Schluss frischen Basilikum grob zerrupft unterrühren und die Spaghetti unterheben.

Mit Basilikum garniert und eventuell veganem Parmesan bestreut servieren. Dazu passt natürlich wunderbar ein frisches grünes Salätchen mit Balsamicodressing oder ein knackiger Gurkensalat.


Mit selbst gezogenen Auberginen schmeckt die Soße auch echt nochmal besser. Meine Eltern futtern inzwischen auch regelmäßig diese Pasta alla Norma, auch wenn sie Parmesan reinwerfen. Mich freut es trotzdem immer wieder wenn ich jemanden dazu animieren kann mal die Fleischbeilage wegzulassen ;)

Sonntag, 17. März 2019

Auberginen-Kebab - veganes Döner-Glück

So einen klassischen Döner hab ich nach meiner Entscheidung nie wieder Fleisch zu essen ziemlich schnell vermisst. Das war einfach eine tolle Geschmackskombi. Frisch geröstetes Fladenbrot, der knackige Salat, knoblauchige Sauce und dann dieses toll gewürzte Dönerfleisch. Nach Jahren des Durchprobierens hab ich jetzt einen neuen Favoriten, der sogar meinem Fleischersatz-Nasenrümpfer super schmeckt: Auberginen-Kebab! Sooo lecker, sag ich euch! Klingt komisch? Ist aber so :D Die Auberginenschnipsel nehmen die würzige Marinade super auf und nach dem Anbraten haben sie eine tolle Konsistenz, noch schön weich aber mit angeknusperten Stellen. Gab's jetzt schon öfters und schmeckte uns jedesmal super, als bunter Teller mit Tomatenbulgur, Zaziki, Salat und Fladenbrot, genauso wie klassisch als Döner im Fladenbrot oder Dürüm Döner oooder mit Pommes, Zaziki und Gurkensalat. Probiert es unbedingt mal aus, es ist sooo guuut!

Auberginen-Döner

Auberginen-Kebab    
(2 Portionen)

1 Aubergine (ca. 400 g)
Salz
1 große Zwiebel
3 - 4 EL Olivenöl
2 - 3 TL Kebab-Gewürz (oder Gyros-Gewürz, was ihr eben lieber mögt)
1/2 TL Paprika
1 TL mittelscharfer Senf

Aubergine in Scheiben schneiden, mit Salz bestreuen und mind. 10 min ziehen lassen.
Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden.
Alle Auberginenscheiben gut abtupfen und dann ungleichmäßig in Stücke schneiden (ungefähr so wie Dönerfleisch-Schnipsel).
Auberginen mit Zwiebeln, Öl, Kebabgewürz, Paprika und Senf vermischen und ein paar Stunden, besser über Nacht, durchziehen lassen.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und bei mittlerer Hitze unter mehrmaligem Wenden anbraten (dauert so ca. 20 min bis sie auch ein bisschen knusprig werden). Mit Salz und evtl. etwas mehr Kebab-Gewürz abschmecken.
Mit z.B. lecker Bulgur, Zaziki, Fladenbrot und Salat servieren.

Tipps:
Da meine Kebab-Gewürzmischung sehr viel Salz enthält mische ich lieber selbst was zusammen, so kann ich den Salzanteil besser dosieren.
Kebab-Gewürz: 1 TL Zwiebelpulver, 1 TL Knoblauchgranulat, 1/2 TL Pfeffer, 1/2 TL Kreuzkümmel, 1/2 TL Oregano, 1/4 TL Sumach (oder ein bisschen Zitronenschale), 1 Msp Zimt.
Salz gebe ich dann erst während dem Anbraten noch dazu, da die Auberginen sehr unterschiedlich salzig sein können, je nachdem wie gut man abgetupft hat.

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