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Freitag, 15. Dezember 2017

Weihnachtsbäckerei: Zitronige Marzipan-Plätzchen [vegan]

Heute war ich noch in einem Laden zum Bestellungen abholen und schon bin ich durch mit den Weihnachtsgeschenken, yeah! Ich hoffe meinen Eltern fällt nicht noch irgendwas ein das ich am 23. dann in einem Einkaufszentrum mitten in der Stadt besorgen muss. Das ist Mord und Totschlag! Hupende Autos, Parkplatznot, genervte Muttis, motzige Papis, quengelnde Kinder, Gedränge, Geschubse, Last-Christmas-Gedudel, Parfümwolken, alles worauf man sich an so nem Samstag nachmittag eben freut. Ich bin für gammeln in der Wohnung oder vielleicht auch hysterisch Last-Minute-Pralinen basteln.


Mit Plätzchen backen bin ich noch nicht ganz fertig, es fehlen noch Linzer-Würfel (mach ich nach dem Rezept von der Linzer-Torte *klick) und Aprikosen-Schweineöhrchen (einfach Blätterteig mit Marmelade, Mandeln und Hagelzucker). Ein Rezept hab ich aber noch für euch. Und zwar von den Marzipan-Plätzchen die ich dieses Jahr das erste mal gemacht hab. Die sind echt super geworden. Schön zitronig und superschön zu verarbeiten, das ist mir bei Ausstechteig schon auch wichtig. Vom Marzipan schmeckt man gar nicht so viel, aber macht trotzdem den feinen Unterschied zu normalen Keksen.


Zitronige Marzipan-Plätzchen, vegan      
(Ca. 250 Stück, bei eher kleineren Ausstechern)

200 g Marzipan
1 Pck CitroBack (oder fein geraspelte Schale von einer Zitrone)
3 EL Zitronensaft
135 g Alsan (vegane Butter)
270 g Mehl, Typ 405
100 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker

150 g Puderzucker
Zitronenaroma
Zuckerstreusel

Marzipan in Flocken rupfen und mit Zitronenschale und -Saft in eine Schüssel geben. Kurz leicht anwärmen (in der Mikrowelle) und mit dem Handrührer vermixen.
Butter ebenfalls etwas erwärmen, dass sie weich ist aber noch nicht flüssig. Zur Marzipanmasse geben und gut vermixen.
Mehl, Puderzucker und Vanillezucker vermengen und nach und nach unter die Marzipan-Butter-Masse kneten (mit Handrührer und Knethaken) bis ein glatter Teig entstanden ist.
In Frischhaltefolie wickeln und ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank erkalten lassen.


Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 4 - 5 mm dick ausrollen und Förmchen ausstechen. Auf mit Backpapier belegten Bleche legen.
Im vorgeheizten Ofen bei 175°C (Ober-/Unterhitze) 9 min backen, bis die Ränder ganz leicht Farbe annehmen (nicht länger, sonst werden sie zu keksig^^).
Gut auskühlen lassen.

Puderzucker mit etwas Zitronenaroma (bei mir nur 2 - 3 Tropfen) und ca. 3 EL heißem Wasser zu einem eher dicken Guss anrühren. Lieber erstmal weniger Wasser und dann nachgeben, dass es nicht zu flüssig wird.
Die Plätzchen mit dem Zuckerguss bestreichen und mit Zuckerperlen bestreuen. Fest werden lassen und dann luftdicht verpackt aufbewahren.


Sonntag, 24. Mai 2015

Erdbeerstreuselkuchen mit Pudding-, Marzipan- und Schokoladenschicht - baam! Ach ja, und vegan :)

Sabine allein zu Haus. Das bedeutet Fotoalbum vollkleben bis die Fotoecken leer sind, komische Frauenserien im Hintergrund anschauen, voll girliemäßig Klamotten und Schuhe durchklicken, die neuen Blogbeiträge durchforsten und natürlich Kuchen essen. Besser gesagt Erdbeer-Streusel-Kuchen mit Marzipan, Schokolade und Vanillepudding. Bei Angie bin ich letzte Woche an ihrer veganisierten Rhabarbertarte hängen geblieben und hab sie auch gleich nachgebacken. Nur mit Erdbeeren statt Rhabarber und als Streusel mein Lieblingsstreuselrezept von Muttis Apfelstreuselkuchen. Es ist schon eine Wahnsinns-Kombi. Gerade die Marzipanschicht ist genial. Die Erdbeeren sind total lecker mit den Streuseln verschmolzen. Nur die Schokoladenschicht war mir zu viel, da hätte ich auf den Schnuffi hören sollen: 'Schokolade im Kuchen ist doof'. Ja, das nächste mal mach ich den Kuchen ohne die Schokoladenschicht, aber er ist trotzdem saugut.
So, jetzt ist es raus. Hinter dem Nerdmädchen mit der lila Brille, das gern Star Trek anschaut, Konsolen- und Computerspiele mag und die Naturwissenschaftswelle surft steckt auch ein Kuchen mampfendes Mädchen, das beim Jumpsuits anglotzen leise seufzt und in die Couchdecke gemümmelt Dr. McDreamy Stories verfolgt.


Erdbeer-Streusel-Kuchen mit Marzipan und Puddingfüllung      
(20cm-Springform)

150 g Mehl
65 g Zucker
65 g Margarine (Alsan)
1 EL Vanillezucker
1 Portion Ei-Ersatz (z.B. von 3 Pauly)
1 TL Backpulver
1 kl. Prise Salz

Ei-Ersatz anrühren. Restliche Zutaten dazugeben und zu einem Teig verkneten. Eine 20cm-Springform ausfetten und mit 2/3 des Teiges eien Boden in die Form drücken, aus dem Rest einen Rand hochziehen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen.

1 Pck Puddingpulver, Vanille
400 ml Mandelmilch
4 EL Zucker
300 g Erbeeren
2 EL Gelierzucker
1 EL Vanillezucker
75 g Marzipan
75 g Kuvertüre, Zartbitter

Aus Puddingpulver, Mandelmilch und Zucker nach Packunganleitung einen Pudding kochen, mit Frischhaltefolie abdecken und etwas abkühlen lassen.
Erdbeeren halbieren oder vierteln. Mit Vanillezucker und Gelierzucker mischen.
Marzipan ausrollen und auf den Mürbteigboden legen. Kuvertüre schmelzen und auf die Marzipanschicht streichen.
Pudding darauf löffeln und glatt streichen.
Die Erdbeeren vorsichtig darauf geben und gleichmäßig verteilen.

100 g Mehl
65 g Zucker
65 g Margarine (Alsan)
2 TL Vanillezucker

Aus den angegebenen Zutaten einen Streuselteig herstellen und mit beiden Händen über die Erdbeeren bröckeln.

Im vorgeheizten Ofen bei 160°C (Umluft) 30 - 40 min backen, bis die Streusel schön angebräunt sind.


Gaaanz wichtig: Ab in den Kühlschrank und gut durchkühlen lassen. Wenn man so ungeduldig ist wie ich, fließt nach dem ersten rausgerupften Stück sonst alles raus...

Montag, 2. Februar 2015

Apfel-Marzipan-Streusel Muffins, oder darfs lieber die Rotweinzwetschgen-Variante sein?

Bei The Vegetarian Diaries ist mir ein Rezept für Apfel-Crumble Muffins aufgefallen, das vollgas lecker klingt, superschnell geht und sogar meinen Urklumpen von Marzipan dahinraffen sollte. Ok, so ganz hab ich mich dann doch nicht an die Vorlage gehalten... Blätterteig hatte ich nicht da, gehackte Mandeln find ich doof, Rohrohrzucker war mir nicht so danach. Bei mir wurde es noch simpler, dafür etwas marzipaniger und mit einem Schlückchen Amaretto getuned. Mit dem streuseligen Gebrösel eine herrliche Sauerei, aber wirklich fix gemacht und übelst lecker! Ich hatte auch noch ein paar Rum-Rotwein-Zwetschgen gefunden und hab einen Teil damit gefüllt. Noch viel schneller und mindestens genauso lecker, yayhay.


Apfel-Marzipan-Streusel Muffins      
(Ergibt 12 Muffins)

200 g Mehl
200 g Zucker
200 g Margarine (Alsan)
1 1/2 EL Vanillezucker

Mehl, Zucker, Vanillezucker und gewürfelte Margarine in einer Schüssel leicht verkneten, bis Streusel entstehen.

2 Äpfel
100 g Marzipan
1 TL Zimt
2 EL Zucker
3 EL Amaretto

Äpfel schälen, vom Kernhaus befreien und schnitzeln. Marzipan in kleine Würfel schneiden und mit Zimt, Zucker und Amaretto unter die Äpfel mischen.

Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen. Die Böden der Muffins mit Streuseln bedecken, die Apfelmischung gleichmäßig auf die 12 Muffins verteilen und mit den restlichen Streuseln bedecken. Das dürfen wirklich ordentliche Berge werden, weil die Streusel und Äpfel beim Backen an Volumen verlieren.

Bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 min backen, bis die Streusel etwas angebräunt sind. 10 min abkühlen lassen, die Muffins aus dem Blech heben und vollständig abkühlen lassen.


Schmeckt übrigens auch wunderbar mit Rotweinzwetschgen anstatt der Apfel-Marzipan-Mischung. Ich hatte da noch so ein paar Reste rumschwimmen.


Und schon sind wieder zwei Zutaten von der Use Up Along Liste gestrichen, juhu! Die Äpfel hab ich noch im Gemüsefach gefunden, müssen schon ziemlich alt gewesen sein. Aber zum Backen taugen die immer noch.

Samstag, 26. April 2014

Saftig-fruchtige Johannisbeer-Lebkuchen - schmecken auch im Sommer!

Es wird echt Zeit die Vorräte aufzubrauchen, die ich angesammelt habe und nicht alle mit umziehen will. Also wird jetzt ordentlich auf die Nachbacklisten-abarbeit-Tube gedrückt. Die ist der Grund für unzählige unbenutzte Zutaten wie schwarze Johannisbeermarmelade, getrocknete Aprikosen, Erdnussmus, Weizenkleie usw. Deshalb sollte es also trotz wohliger 20ºC draußen ein paar Lebkuchen nach einem Rezept von Veganpassion geben. Gemahlene Nüsse hatte ich zwar nicht da, wurde im Gefrierfach aber fündig. Da lag noch ein Tütchen mit den Haselnüssen rum, die ich aus dem selbstgemachten Haselnusslikör abgeschöpft hatte, muha! Rochen auch noch super nach Amaretto, hihi. Die hab ich also durch den Quickchef gejagt und die fehlenden 50 g Marzipan mit Orangen-Marzipan-Rohlingen aus dem Kühlschrank ergänzt.
Herausgekommen sind marzipanige, saftige und lecker fruchtige Lebkuchen, die definitiv an Weihnachten wieder gebacken werden. Aber auch jetzt bei Sonnenschein schmecken sie mir voll gut, jam!


Johannisbeer-Lebkuchen      

150 g Haselnüsse, gemahlen
100 g Mandeln, blanchiert, gemahlen
80 g Dinkelmehl
250 g Marzipan
175 g Rohrohrzucker
1-2 Msp Vanille
1/2 TL Backpulver
4 EL schwarze Johannisbeermarmelade
60 ml heißes Wasser
50 - 60 Oblaten (50mm)

Alle Zutaten, bis auf die Oblaten, in eine Rührschüssel geben und mit den Knethaken zu einem Teig verkneten, bis das Marzipan einigermaßen zerkleinert ist.
Mit einem Teelöffel Teighäufchen auf die Oblaten verteilen und mit angefeuchteten Fingern (dann klebts nicht) andrücken.
Bei 175ºC Umluft 12 - 14 min backen.


Über Nacht auskühlen lassen und dann mit dunkler Kuvertüre (ca. 150g) überziehen. Eventuell noch mit Zuckerperlen, grob gehackten Nüssen, etc. verzieren.


Sonntag, 8. Dezember 2013

Mürbe Mad-zipanstangerl zum Anknabbern

Weiter gehts auf dem Weihnachtsplatzerlteller. Diesmal mit superleckeren marzipanigen, mit Aprikosengelee gefüllten und dunklen Schokispitzen verzierten Marzipanstangen. Ganz wichtig ist bei ihnen sie etwas früher zu machen, da sie wie Spritzgebäck erst etwas mürbe werden müssen, bis sie richtig super schmecken. Frisch sind sie nämlich noch etwas zu knusprig für leckere Weihnachtsplätzchen. Ich mag sie auf jeden Fall sehr gerne, und obwohl die Herstellung ganz schön schweißtreibend sein kann, machen wir sie jedes Jahr wieder. Wobei ich diesmal etwas geschummelt hab und irgendwann nur noch Würschtl gerollt hab, anstatt den bockigen Teig durch die Spritztülle zu quetschen. Sind dann hald eher Mad(zipan)en statt tuffige Marzipanstangerl geworden;)

Mit der Spritztülle hergestellt total schick, diese Marzipanstangen. Aber echt eine scheiß anstrengende Prozedur... Nächstes Jahr gibts nur gerollte Marzipanwürschtl.


Marzipanstangen    
(ca. 100 Stück)

200 g Marzipan
160 g Butter
80 g Zucker
200 g Mehl
80 g Speisestärke
1 Ei
3 Tropfen Backöl Zitrone

Marzipan und Butter mit Hilfe der Mikrowelle etwas weich werden lassen. Restliche Zutaten dazugeben und zu einem Teig verkneten.

Mit einer Spritztülle 3 cm lange Stangen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech spritzen. Falls der Teig zu fest zum verarbeiten wird nochmal ab damit in die Mikrowelle bis er wieder weich ist. Wer keinen Wert auf das Spritzmuster legt, kann auch einfach Würste rollen und in 3 cm lange Stücke teilen, ist deutlich weniger aufwendig.

Bei 160°C (Umluft) 8 bis 10 min backen. Danach sofort mit dem Backpapier vom Blech ziehen, damit der Boden der Stäbchen nicht zu dunkel wird.

Mit Aprikosenmarmelade zusammenkleben und beide Enden in dunkle Schokolade (85% Kakao) tauchen.

Wie bei den meisten Plätzchen, sind auch diese nach ein paar Tagen durchziehen noch deutlich besser. Also ab damit in eine gut verschließbare Dose und nicht zu viel auf einmal naschen;)

Meine Marzipanstangen-Armee:D Im Hintergrund sind die mit der Hand gerollten Mad-zipanstangerl noch zu erkennen...


Leider hab ich meine liebsten Plätzchen schon verbloggt, aber diese sind in der Beliebtheitsskala auch ganz oben mit dabei. Also ab damit ins Lostöpfchen bei Genusskochens Blog-Event 'KEKSin' around the Christmas Time'.


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