Freitag, 30. August 2013

Schee schoaf: Puti-Paprika-Soss

Passend zur Sonne, die sich endlich mal wieder blicken lässt, gabs gestern ein leichtes sommerliches Nudelsößchen. Ich bin nämlich eigentlich gar kein Fan von Sahnesaucen und bei dieser kommt man völlig ohne sowas aus. Etwas Paprika, bisschen Pute, angeröstetes Tomatenmark, recht viel mehr braucht man gar nicht für eine richtig leckere Nudelsauce. Nur ein bisschen Chili darf auf keinen Fall fehlen. Uns erinnerte der Geschmack leicht an Gulasch, eine angenehm frische Art Gulasch:)

Gut scharf war es, das Puten-Paprika-Sößchen;) Und wirklich saulecker! Kommt auf jeden Fall mit ins Standard-Repertoire.


Fusilli mit scharfer Puten-Paprika-Sauce 
(2 Portionen)

200 g Nudeln (Penne, Fusilli, ...)
200 g Putenschnitzel
1 Zwiebel
1 Paprika, rot
1 Knoblauchzehe
2 EL Tomatenmark
1 EL Weißweinessig
250 ml Gemüsebrühe
2 TL Agavendicksaft
1 EL Paprikapulver
1 getrocknete Chili
Tabasco
Salz, Pfeffer

Pute schnetzeln, Zwiebel fein würfeln, Paprika in kleine Stücke schneiden.
Salzwasser für die Nudeln zum Kochen bringen.
Pute scharf anbraten, Zwiebeln dazugeben und kurz andünsten. Paprika zufügen, Tomatenmark untermischen und leicht anrösten lassen.
Mit Essig ablöschen und die Gemüsebrühe zugeben. Mit Agavendicksaft, Paprika, Salz und Pfeffer würzen. Chili fein hacken, dazugeben und 3-4 Spritzer Tabasco zufügen.
Ca. 10 min einköcheln lassen. In der Zwischenzeit die Nudeln im Salzwasser al dente kochen.
Sauce evtl. nochmal mit Agavendicksaft, Paprika, Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Nudeln servieren.


Bei Uwe geht das Blog-Event 'Wir kochen alle nur mit Wasser' in den Endspurt. Pro beigetragenem Rezept aus dem Bereich 'Leichte Sommerküche' spendet Staatl. Fachingen 10€ an Viva con Agua und die angestrebte Marke von 200 Beiträgen ist fast erreicht. Da muss dieses Rezept natürlich gleich mit in den Sammeltopf.

HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser


Und da bis zu drei Rezepte pro Nase eingereicht werden können, kommen die Zitronigen Hähnchenspieße und die Tagliatelle mit Gemüse-Julienne in Currysauce auch noch dazu:)

Donnerstag, 29. August 2013

Yay, Ananas-Hühni! Warum was anderes nemma?

Mein absolutes Lieblingsessen gibts im Rambutan, einem Thai an der Ecke Maximilianstraße - Drei-Kronen-Gasse. Wirklich jedes Mal futter ich dort Gebackenes Hähnchen mit Ananas in süß-saurer Sauce, einfach weils sooo gut ist. Überhaupt finden H. und ich dort das Essen sehr sehr lecker und günstig ist es auch noch!

Bei unserem letzten Besuch hat sich H. Gebratenen Reis ausgesucht (da ist alles mögliche drin, verschiedenes Fleisch, Garnelen, bisschen Gemüse, Ei, ...) und ich hab natürlich mein Ananas-Hühni bestellt:) Man könnte auch einen Mittagsteller (gibts dort den ganzen Tag, bis 23 Uhr) bestellen, der eigentlich eine völlig ausreichende Portion darstellt, aber ich hatte wirklich ordentlich Hunger und hab die normale Portion bestellt. Davon wird dann auch jeder satt, weil das ein ganz schön fetter Berg ist.


Juhu, sauleckeres Gebackenes Hähnchen mit Ananas in süß-saurer Sauce! Im Wandl serviert damits warm bleibt, dazu ein Berg Klebreis - einfach abartig gut:D H.s Gebratener Reis war aber auch nicht schlecht;)

Wie immer hats uns super geschmeckt und wir waren beide pappsatt. Natürlich haben wir auch schon andere Gerichte ausprobiert, die auch bisher alle sehr gut waren, aber mein Favorit ist und bleibt das Hähnchen mit Ananas. H. wundert sich jedes Mal wieder, dass ich echt immer das Gleiche futter. Wenns jetzt noch ein gscheides Helles dort geben würde, wärs das perfekte Restaurant;) Aber auch so kommen wir hundertprozentig bald wieder, spätestens wenn ich wieder meinen Ananashunger stillen muss.

Dienstag, 27. August 2013

Bier-Tuning! Jetz is es ein Chili!

Immer das gleiche Problem am Wochenende, wenn wir über unserer Einkaufliste sitzen: Was kochen wir denn eigentlich? Wenigstens einen Tag am Wochenende will ich nämlich schon was köcheln... Und da ist dann immer die Frage, ob wir was Neues ausprobieren oder ein bereits für lecker befundenes Klassikerrezept rauskramen. Dieses Wochenende fiel die Wahl auf eines unserer Standardgerichte: Chili!

Das Originalrezept für unser Chili con (bzw. non, dazu später) Carne hab ich von B., einem superguten Hobbykoch, ders einfach drauf hat! Überall, wo B. auftaucht, wird er sofort als Küchenchef missbraucht:) Und er kann das wirklich gut, für 50 Leute auf der Ersti-Veranstaltung mal eben eine Woche komplett die Küche schmeißen, ein Wochenende für Fleischfresser, Veganer, usw. gemeinsame Menüs basteln oder einfach saugeile Partymitbringsel zaubern. Yay, und ich hab die Rezepteliste von der Ersti-Veranstaltung, muha! Seitdem gibts auch bei mir geiles Chili, superleckere Kartoffelsuppe und sogar den Nudelsalat, den B. immer mitbringen muss, könnt ich selber nachbasteln.

Jetzt mal zum Chili... Also erstmal ist es natürlich das beste Chili überhaupt. Das liegt an einer Geheimzutat, die man gaaanz zum Schluss dazukippt, wenn man schon perfekt abgeschmeckt hat und der Normalobürger (einer der bis dahin nur Pups-Standard-Chili gefuttert hat) denken würde es ist genau richtig. Jaha, dann kommt nämlich noch ein kräftiger Schuss Bier rein! Die bittere Note ist endsgeil (ich entschuldige mich für das Assiwort, aber das passiert im Eifer des Gefechts) und das Chili wird dadurch perfekt abgerundet. Ohne Bier-Tuning geht gar nicht mehr. Falls man kein Bier zur Hand hat (waaahhh! Lieber nicht vorstellen!) kann man noch mit ein paar Stückchen Zartbitterschokolade substituieren, hauptsache noch irgendwas Bitteres mitrein.
Das andere wär unsere Abwandlung, dass statt Hackfleisch Tofu reinkommt. Ich mag Hackfleisch einfach verarbeitungstechnisch gar nicht. Man muss es ganz frisch kaufen, dann sofort verbrauchen und es ist eben zerhacktes totes Tier. Da ist mir der ein Jahr lang haltbare Tofuklumpen tausendmal lieber. Und richtig zubereitet schmeckts genauso gut wie mit Fleisch (wirklich!). Es haben schon mehrere Leute von mir veganes Futter untergejubelt bekommen, als Omni vermutet das ja keiner, hehe, und aufgefallen ists Keinem, muha:D

Das beste Chili weit und breit! Dank Bier-Tuning:D

Chili non Carne   
(So um die 3 Portionen)

300 g Kartoffeln
1 Zwiebel
1/2 Paprika, rot oder gelb
1 Dose Kidneybohnen (oder schwarze Bohnen, am Besten halb halb)
1 kl. Dose Mais
200 g Tofu
500 ml passierte Tomaten
500 ml Gemüsebrühe
1/4 Tube Tomatenmark
3 Knoblauchzehen
Paprikapulver (edelsüß und ungarisch)
Salz, Pfeffer, Zucker
1 Schuss Weißweinessig
Tabasco und Chili nach Geschmack
Ca. 100 ml Bier (Helles oder Pils)

Die Kartoffeln klein würfeln, Zwiebel und Knoblauch grob würfeln, Paprika klein schneiden, Kidneybohnen durchwaschen und Mais abtropfen lassen. Tofu mit einer Gabel zerkrümeln.
Zwiebeln und Knoblauch in einem großen Topf andünsten, mit passierten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen. Kartoffelwürfel zugeben und mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
Tofu portionsweise in einer Pfanne mit Öl kräftig rösten bis er schön kross ist. Einen TL Tomatenmark (und optional etwas 'Fleischwürze' von Gefro) zugeben und unter Rühren kurz anrösten, evtl etwas Öl zugeben. Wenn der Tofu schön angebräunt ist, zu der Brühe geben.
In der Zwischenzeit Bohnen und Mais ebenfalls zur Brühe hinzufügen.
Dann Tomatenmark zugeben und mit ca. 3 EL Paprikapulver (süß und scharf gemischt, je nach gewünschter Schärfe), Zucker, Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Mit Tabasco und gehackter Chili die gewünschte Schärfe erzielen. Gerade Tabasco gibt auch nochmal ne schöne säuerliche Note. Nach insgesamt einer Stunde dahinköcheln, Paprika zugeben, nochmal abschmecken (ich presse auch immer noch eine Knoblauchzehe dazu) und mit einem kräftigen Schuss Bier abrunden. Offen nochmal 20 bis 30 min einköcheln lassen, bis das Chili die richtige Konsistenz erreicht hat.


Bei uns gabs dazu frisches selbstgebackenes Baguette, noch leicht warm aus dem Ofen. Und der arme H. musste das angebrochene Bier zum Chili trinken;)


Wichtig, damit der Tofu gut wird, ist ihn richtig kräftig anzubraten, wie mans mit dem Hackfleisch auch machen würde. Ist auch bei der Bolognese das A und O. Immer kräftig anbruzeln! Durch das lange Köcheln danach werden die Krümel auch wieder etwas weicher und bekommen die perfekte Konsistenz. Inzwischen haben schon echt viele mein Chili gefuttert und keiner hat bisher das Fleisch vermisst.

Samstag, 24. August 2013

Deafs no a bissl Zucchini sei?

Ich finds ja teilweise ganz gut, wenn beim Kochen was übrig bleibt und man daraus dann am nächsten Tag was völlig anderes bruzeln kann. Zu einer meiner Lieblings-überbleib-Zutaten gehören eindeutig Nudeln. Daraus kann man superleckere Aufläufe zusammenrühren und muss nicht extra Nudeln vorkochen, weil unvorgekocht wird das meistens nix. Dann bleiben die Nudeln oft zu hart und das Gemüse ist trotzdem schon lange zu Matsch verkocht, bäh.

Vor kurzem gabs mal wieder einen Nudelüberschuss, dazu kam eine monströse Zucchini aus Muttis Garten und ein großer Heißhunger auf Nudelpamp ausm Backofen:) Das Ergebnis war ein sehr leckerer Zucchini-Nudelauflauf und ich konnte fast nicht mehr aufhören zu essen.

Mmhhmmm! Schön zerlaufener Käse und drunter ein bisschen Alibi-Gemüse in Form eines Zucchini-Nudelauflaufs.


Zucchini-Nudelauflauf   

1 Zwiebel
1 Paprika, rot
300 g Zucchini
500 ml Tomaten, passiert
100 ml Sahne
1 EL Paprikapulver
Oregano und Basilikum, gehackt
Salz, Pfeffer, Zucker
250 g Nudeln (z.B. Fusilli), vorgekocht
1 Kugel Mozzarella

Zwiebel würfeln, Paprika und Zucchini klein schneiden. Zwiebeln in etwas Öl glasig dünsten, Paprika und Zucchini zugeben und 2 bis 3 min mitbraten. Mit Tomaten ablöschen, Sahne zugeben, kräftig würzen und nochmal kurz aufkochen lassen. Die Nudeln unterheben und alles in eine gefette Auflaufform geben. Mit Mozzarellastückchen bestreuen und ca. 25 min bei 180ºC backen bis der Käse leicht anbräunt.


Normalerweise hätte ich einfach eine ganze Zucchini reingeschnibbelt, aber mit dem Monster das gerade zuhause rumliegt, wär das etwas zucchinilastig geworden...

Wir haben sie gewogen: 2,5 kg bringt die Zucchini auf die Waage. 

Eigentlich ernten wir die Zucchinis ja deutlich früher, aber die haben wir tatsächlich übersehen. Erst als der Pflücksalat nebenan schief gedrückt wurde, ist uns die Zucchinikeule aufgefallen:P


Jaa und wie gehts eigentlich unserem Mini-Kräutergarten? Zu unseren zwei alten Hasen, Hilde und Mane, hat sich inzwischen noch eine Petersilie (wir nennen sie Beeda, hiö) gesellt, die mit vier Wochen Verspätung doch noch gekeimt hat. H. wollte den armen Beeda schon entsorgen, weil nur ein riesiges Unkrautpflanzerl im Topf wucherte, aber ich war beharrlich genug und der putzige kleine Beeda streckte irgendwann ein paar zarte Blättchen aus der Erde heraus:)


Noch ein bisschen mickrig, unser Beeda. Wird wohl dauern, bis wir die tiefgekühlte Petersilie aus Muttis Garten mit ihm ersetzen können.

Außerdem haben wir noch beim letzten Grillabend bei zwei lieben Mitmenschen und Super-Gastgebern H. und  J. (H.s nettere und hübschere Hälfte;)) eine selbst gezogene Chilipflanze von J. geschenkt bekommen. Yay, Loot! Und inzwischen hat die kleine Paola schon winzige Chilischoten dran.

Mal schaun, ob die kleinen Chilis was werden...

Die Hilde hat sich durch die tolle Monster-Sommerhitze wieder schön erholt. Statt kränklicher Minitriebe und zusammengeschnorpfeltem Blättchenzeug hat sie jetzt wieder saftige aromatische Blätter dran, die wir schon auf Pizza, Ofenkartoffeln und Co. geworfen haben.

Juhu, die Hilde wächst wieder! Frischer Oregano pimpt die selbstgebackene Pizza hald schon ungemein:)

Freitag, 23. August 2013

Ich ess Blumen...

Nina veranstaltet gerade auf ihrem 'kleinen Food-Blog' ein superlustiges Blog-Event. Schon davor gab es bei ihr eine witzige Rubrik, in der sie andere Blogger zu einem bestimmten Lied kochen, backen, mixen, etc ließ. Das Ganze nannte sich Foodblogger-Charts und war eine so coole Idee, dass Nina zum Anlass ihres Blog-Geburtstags nun zum Foodblogger-Charts-Event aufruft und jetzt alle mitmachen können:)

Sofort ist mir dazu ein passendes Lied eingefallen, 'Ich ess Blumen' von den Ärzten. Das hab ich mal als Überschrift auf einer Speisekarte für die vegetarischen Gerichte gelesen... Tja, also irgendwas mit Blumen. Hmm, essbare Blüten, gefüllte Zucchiniblüten, selbst angesetzte Kräutertinkturen? War mir irgendwie alles zu doof. Dann sind mir die blumenförmigen Ausstechformen in meinen Backutensilien wieder eingefallen und ein schon ewig eingemerktes Rezept für vegane Linzeraugen - perfekt:D Gleich den Teig zusammen geknetet und ein paar Kekse gebacken, jippie!  Ich ess Blumen, denn Tiere tun mir leid *singsing :) Das Rezept für die Linzer Plätzchen hab ich übrigens von Totally Veg!, ein toller Blog mit leckeren veganen Rezepten und interessanten Geschichten, Erfahrungen, Informationen usw. über das vegane Dasein.

Nicht nur zu Weihnachten lecker: Linzer Kekse. Ich finde diese asymmetrischen Blumenformen total cool:D


Linzer Kekse     

225 g Mehl
150 g Butter (Alsan)
75 g Puderzucker
75 g Mandeln, gemahlen
1 Portion Eiersatz (z.B. von 3Pauly)

Aus den Zutaten einen Teig herstellen und ca. 1h im Kühlschrank gut durchziehen lassen. Wenn man wartet, bis die Butter zimmerwarm ist, geht das mit dem Teig zusammenkneten übrigens viel besser;)
Dann portionsweise (damit der restliche Teig schön kühl bleibt) dünn ausrollen und Kekse ausstechen (viel Mehl zu Hilfe nehmen, damits nicht so klebt). Auf mit Backpapier ausgelegte Bleche verteilen. Aus der Hälfte der ausgestochenen Kekse mit einer kleineren Ausstechform Löcher herausstanzen.
Im vorgeheizten Ofen bei 170ºC (Umluft) ca. 10 min backen, bis die Kekse leicht Farbe annehmen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

4-5 EL Johannisbeergelee
Puderzucker

Die Marmelade erhitzen, die gelöcherten Kekse mit Puderzucker bestreuen (ist super hilfreich, die Teile davor zu bepudern, dann muss man später keine Förmchen ausschnibbeln um die Marmeladenlöcher abzudecken wenn man die Kekse mit Puderzucker bestäubt:P).
Dann die undurchlöcherte Hälfte mit der warmen Marmelade bestreichen und die gelochten Hälften daraufsetzen.
Bei mir wurden es 15 handtellergroße Kekse.


Foodblogger-Charts: Das Event!

Eigentlich wollte ich ja die Spitzbuben, die man beim Bäcker bekommt, nachbauen... Aber erst wie ich schon die Mandeln zum Teig gekippt hab, ist mir aufgefallen, dass das wohl nicht das richtige Rezept ist:P Egal, war trotzdem lecker und Blumen sind Blumen. Dafür sind sie total tierfrei, sehr passend zum Lied:)

Mittwoch, 21. August 2013

Wir hättn dann gern no an Kaiserschmarrn, aber bitte ohne Mandeln, wenns geht.

Ja ok, wir haben tatsächlich eine Liste mit Restaurants in Regensburg, in denen es einen Kaiserschmarrn gibt. Und die will abgearbeitet werden! Diese Woche getestet wurde das Hacker-Pschorr am Neupfarrplatz. Dort gibts Kaiserschmarrn sowohl als Nachspeise, als auch als Hauptgericht.

Kaiserschmarrn im Hacker-Pschorr. War ganz ok, gibt aber Bessere;)

Wir haben uns zuerst mal ein Schnitzel bestellt. Nebenbei ist uns aufgefallen, dass außergewöhnlich viele Touris den Weg ins gleiche Lokal gefunden hatten und wie wir so die eher hohen Preise durchgegangen sind haben wir langsam ein bisschen Bedenken bekommen. Was wir dann als Schnitzel bekommen hatten, war ein bisschen enttäuschend. Kein Beilagensalat, ultradünne Panade und geschmacklich wars auch nicht der Wahnsinn. Hald mittelmäßiges Biergartenniveau. Schade eigentlich, weil der Biergarten an sich wirklich gemütlich war. Der Kaiserschmarrn war dann auch so mittelmäßig. Merkwürdig körnig/sämig, etwas fad und keine karamellige Kruste. Also jetzt auch nicht schlecht, aber woanders schmeckts hald besser und man zahlt auch noch weniger. Anscheinend ist das Hacker-Pschorr wohl eher auf die Touris aus, da reicht sowas. Und superschnell waren sie auch, unser Schnitzel war nach gefühlten fünf Minuten schon da. Aber wir werden nicht noch mal hingehn, weils einfach (geschmacklich) deutlich bessere Biergärten gibt, auch mit besserem Bier^^. Mein Radler war nämlich echte Plörre. Kaum Kohlensäure drin und ein unangenehmer künstlicher Zitronengeschmack, dazu kaum was vom Bier zu schmecken:P H. hat ein dunkles Weizen probiert, das hatte ein lustiges Bananenaroma - naja, wers mag;)

Das wars schon, Schnitzel pur mit Kartoffelsalat und Salatblatt. Für fast elf Euro hätt für meinen Geschmack noch ein bisschen Salat dabei sein können...

Also bleibts immer noch dabei, dass der Kaiserschmarrn im Brandl-Bräu der Beste ist und wenn wir in einen Biergarten wollen, wirds in der Nähe der Innenstadt wohl eher das Weltenburger am Dom. Die haben auch einen ganz netten Biergarten und das Futter ist echt lecker. Leider gibts da keinen Kaiserschmarrn.

Montag, 19. August 2013

Der schmeckt am Jedn: Apfelschlupfkuchen

Wie eigentlich bei jedem Besuch zuhause haben wir auch letzten Feiertag von meinen Eltern ordentlich den Garten geplündert. Mit dabei im Erbeuteten waren ein paar Kornäpfelchen, die leider ziemlich schnell mehlig werden, wenn man sie nicht schleunigst verputzt. Deswegen musste dieses Wochenende noch ein Apfelkuchen gebacken werden. Ich hab dann ein uraltes (und bereits letzten Sommer wiederentdecktes) Rezept für Apfelschlupfkuchen aus Muttis staubigen Omabackbüchern vorgekramt und los gings. Wirklich einfach und dank dem Aprikotieren zum Schluss ein superleckeres Rezept.

Apfelschlupfkuchen, frisch aus dem Ofen und schon mit Aprikosenmarmelade gefinished. Die besten Rezepte sind immer noch die Klassiker:)


Apfelschlupfkuchen   

3-4 Äpfel
200 g Margarine
200 g Zucker
1 EL Vanillezucker
Schale einer Zitrone, fein gerieben
1 Prise Salz
5 Eier
330 g Mehl
3 TL Backpulver (1 Pck)
3 EL Milch
40 g Butter
3 EL Aprikosenmarmelade + 1 EL Wasser

Margarine, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz cremig schlagen. Eier einzeln zufügen und mind. 5 min schaumig rühren. Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren. Nur so viel Milch zufügen, bis der Teig reißend vom Löffel fällt, er sollte noch ziemlich fest bleiben.
In eine gefettete 26cm-Springform füllen.
Äpfel schälen, vierteln, fächerartig einschneiden und auf den Teig richten. Mit flüssiger Butter bepinseln.
Bei 160ºC im vorgeheizten Ofen 55-60 min backen.
Den noch heißen Kuchen mit heißer Aprikosenmarmelade bestreichen und auskühlen lassen.


Ich musste ja letztens beim Rummantschen im Klebreis an lecker Milchreis denken. Der Gedanke hat sich zum Glück nicht (wie sonst so oft) baldigst wieder verflüchtigt, sondern bis zum nächsten Kochversuch durchgehalten. Also gabs endlich mal Milchreis, im Backrohr gebruzelt, wie ihn die Mutti immer gemacht hat.

Jammi, das beste beim Milchreis ist die schläzige Haut!

Im Backofen gebruzelt wirds superklebrig und man bekommt diese saugute Haut obendrauf. Außerdem ist es so genial einfach: Reis waschen, in die gefettete Form schütten, mit aufgekochter Milch übergießen, Zucker und Weinberl dazu und ab in die Röhre. Den schleimigen Milchreis ausm Topf mag ich gar nicht. Da war ich als Kind mal bitter enttäuscht, als bei einer Freundin lecker Milchreis angekündigt wurde und ich dann weiß körndeligen Schleim vorgesetzt bekommen hab:P

So schmeckts mir am besten: Backrohr-Milchreis mit lecker Kruste und Weimberl. Ohne Zimt, Zimt ist doof! Das gehört in die Apfelpampe bei Strudeln und Co., aber nicht in Milchreis.

Samstag, 17. August 2013

*rollrollroll* und auffe aufs Steckal *pieks*

Juhu, dank Brückentag ein superlanges Wochenende! Das heißt natürlich auch ganz viel Zeit zum Kochen und Backen. Aber als Erstes waren wir bei meinen Eltern zuhause zum Grillen und haben uns mit verschiedenen Biosalaten aus Muttis Garten und Grillzeug vollgefuttert. Nachmittags gabs dann noch einen Erdbeerkuchen, wahrscheinlich den letzten in diesem Jahr *schniefschnief. Und bevor wir heim gebrezt sind, haben wir uns mit Gurke, Äpfeln usw. eindecken lassen und noch einen ordentlichen Rest Grillfleisch abgestaubt.
Dafür wurde dann am Freitag fleißig selbst geköchelt. Ich wollte unbedingt mal wieder was Aufgespießtes:) Also Hähnchen besorgt, mit Zitronenpampe mariniert, dazu Kartoffeln in den Ofen geworfen und Quarkzeug dazu angerührt. Am coolsten waren natürlich die kunstvoll gerollten Zucchinistreifen auf den Hähnchenspießen, die find ich so hübsch:D Außerdem konnten wir wieder unsere selbstgezüchteten Kräuterpflanzen Mane und Hilde etwas stutzen und im Kräuterquark und der Marinade verwerten. Der Hilde, also unserem Oregano, gehts inzwischen übrigens wieder supi, die ist bei der brutalen Hitze jetzt so richtig aufgeblüht. Unseren Peter (höhö, wer hätts gedacht, da Beedasui, also Petersilie...) haben wir noch stehen lassen, der ist noch zu klein.

Zitronige Hähnchenspieße mit Rosmarin-Kartoffelspalten aus dem Ofen. Dazu gabs Kräuterquark und Gurkensalat. Man bewundere das tuffige Zucchiniröllchen im Vordergrund:)


Zitronige Hähnchenspieße mit Rosmarin-Kartoffelspalten   

250 g Hähnchenbrust
1 EL Zitronensaft
Schale von 1/4 Zitrone, gerieben
1 TL Dijonsenf
5 EL Olivenöl
je 1 TL Oregano, Rosmarin, und Thymian, gehackt
Salz, Pfeffer

Hähnchenbrust in Stücke schneiden. Aus Zitronensaft und -schale, Senf, Olivenöl, Kräutern, Salz und Pfeffer eine Marinade herstellen und die Hähnchenstücke ca. 1h darin einlegen.

12 kleine Kartoffeln
Olivenöl
Rosmarin
Salz

Kartoffeln schälen und in dünne Spalten schneiden. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech richten und kräftig salzen. Rosmarinnadeln darüberstreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln.
Für ca. 40 min bei 180ºC backen bis die Spalten gut Farbe annehmen.

1/2 Paprika
1 Zucchini

Inzwischen 5 Schaschlikspieße in kaltem Wasser einweichen (dann gehts nachher leichter runter). Paprika in Stücke schneiden, Zucchini längs in dünne Scheiben hobeln oder schneiden.
Auf die Spieße abwechselnd Fleisch, Paprika und aufgerollte Zucchinischeibchen stecken.

125 g Quark
75 g Joghurt
2 EL Milch
1 TL Olivenöl
je 1 EL Schnittlauch, Petersilie und Dill, zerkleinert
Salz, Pfeffer, Zucker

Quark, Joghurt, Milch, Olivenöl und Kräuter verrühren. Mit einer Prise Zucker, Pfeffer und Salz abschmecken.

10 min bevor die Kartoffeln fertig sind die Spieße in der Pfanne von beiden Seiten vorsichtig braten.
Mit den Rosmarin-Kartoffeln und dem Kräuterquark servieren.

Yay! Ich find Spieße einfach cool, und tuffige Zucchiniröllchen auch:)


Aus dem Backen ist dann irgendwie nicht mehr so viel geworden. Ich hab gestern noch drei Bleche Pizza-Häppchen für unseren Nerd-Nachmittag heute machen wollen, aber während dem ersten Blech ist mir die Schale mit der Füllung vom Tisch gerutscht und zersprungen. Überall war der Pamp, auf meinem Socken, am Kühlschrank, aufm Boden gepflatscht,... Aber ich bin ruhig geblieben, der liebe H. hat alles zusammengeputzt und mir gut zugeredet, ich hab leicht fahrig die erste Fuhre fertig zusammengebaut und in den Ofen gestopft. Dann hab ich, immer noch relativ ruhig, eine Ersatzfüllung aus den Vorräten zusammenimprovisiert, alles fertig gebacken und dann kam erst so langsam der Ärger. Die schöne Schale, das gute Essen, der Baaz überall - aaargh! Gut, dann gabs erstmal ein kräftiges Stamperl Ouzo. Dann gings wieder ein bisschen besser;) Aber wie ich so die Sachen schon mal abgespült hab, ist mir die Lust aufs Kuchen-fürs-Wochenende-backen total vergangen:P Lieber abgammeln und Eis futtern, pff.

Freitag, 16. August 2013

I mog an Vurschtsalat!

Ich hab mal wieder was Veganes ausprobieren wollen. So ganz verrückt und quasi mit Ansage zum Abstinken: Wurstsalat mit veganer Lyoner. Inzwischen solls ja doch ganz feine Alternativprodukte geben und durch mein überaus positiv ausgefallenes Pizza-Häppchen-Erlebnis beflügelt, hab ich mir die 'wie Lyoner' von Heirler zugelegt und zu Wurschtsalat verarbeitet.

Puh, und ich muss zugeben, das war gar nicht mal so schlecht. Natürlich nicht wie im Wirtshaus, weil die Konsistenz doch etwas fester ist und der Geschmack auch leicht mortadellamäßig (ich glaub ich hab die noch nie gegessen, aber so riecht die zumindest^^). Aber das sollte man ja eh nicht von solchen Produkten erwarten. Das wäre, wie wenn man Haselnussaufstrich kauft und dann mosert, weils nicht wie Nutella schmeckt. Es gibt hald immer nur ein Original.

Irgendwo unter dem Berg Zwiebeln mit Paprika und Essiggurkerl ist noch ein bisschen 'Vurst' versteckt. So gehört sich das;)

Also ich würd die 'wie Lyoner' tatsächlich wieder kaufen. Aber der originale Wurschtsalat von Mutti wär mir lieber:) Vielleicht sollte ich auch einfach insgesamt weniger Wurstsalat futtern, der ist eh total ungesund und man stinkt danach immer brutal nach Zwiebeln *bäh.

Dienstag, 13. August 2013

Wie wär's mit Thai-Hühni?

Eigentlich hatten wir ja vor kurzem thailändisches Essen, aber irgendwie musste trotzdem mal wieder das Thai-Curry her. Mir persönlich schmeckt die Variante besser als indisches Curry, weils nicht so süß ist und wieder eine andere Art Curry, eben etwas frischer. Außerdem wollte ich mal wieder unsre superscharfe grüne Currypaste verbraten. Dazu lecker Gemüse reinschnibbeln und mal den Sushi-Reis ausprobieren. Der liegt schon länger in der Vorratsbox und wartet auf seinen ersten Einsatz.

Das Thai-Curry war natürlich superlecker:) Wurde ja auch nicht zum ersten Mal gekocht, sondern schon vielfach erprobt. Boa und der Klebreis machte seinem Namen alle Ehre und pappte einfach überall fest. Aber geschmeckt hat er. Hihi und mit dem Reis rumbaazen macht auch ein bisschen Spaß:) Ich roll so gerne Sushi-Röllchen, nur mag ich das Sushi gar nicht, da müssen dann Andere fürs Vernichten herhalten. Aber zum Zusammenbauen komm ich gerne vorbei, futter davor vielleicht noch ein Brötchen und ernähr mich dann den Rest des Abends von Bier und in Rum eingelegten Zwetschgen... Naja, das ist eine andere Geschichte;)

Thai-Curry mit viel Gemüse und Klebreis. Hehe und ein bisserl scharf, muha!


Thai-Curry 
(2 Portionen)

250 g Putenschnitzel
1 TL Currypaste, grün
1 TL Sojasauce
1/2 Zwiebel
1/2 TL Knoblauch, eingelegt, gehackt (oder 1 Zehe frischen Knoblauch)
1/2 Paprika, rot
1 kleine Zucchini
1 Möhrchen
200 ml Kokosmilch, ungesüßt
250 ml Milch
1 EL Currypaste, grün
1 Schuss Zitronensaft
Paprika, Koriander, Curry
Salz, Pfeffer

Putenschnitzel schnetzeln und mit etwas Öl, 1 TL Currypaste und 1 TL Sojasauce mind. 30 min marinieren.
Gemüse klein schneiden, Zwiebel würfeln.
Putenschnetzel scharf anbraten, aus der Pfanne nehmen und warm halten.
Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten, dann das Gemüse dazugeben und kurz mitanbraten. Currypaste dazugeben, anschwitzen und mit Kokosmilch ablöschen.
Milch und Fleisch zugeben und einköcheln lassen. Mit Zitronensaft, ca. 2 TL Paprika, 1 TL Koriander, etwas Curry, Salz und Pfeffer würzen.

Dazu gabs 150g Sushi-Reis, den ich nach dem Kochen mit etwas Reisessig, Agavendicksaft und Salz gewürzt hab.


Beim Rummantschen im Klebreis ist mir eingefallen, dass wir schon ewig Milchreis machen wollten. Ich glaub, den wirds demnächst mal geben (natürlich mitohne Weinberln in H.s Hälfte). Und zwar im Backrohr gebruzelt, dann wirds schön klebrig! Ich mag schleimigen Milchreis nicht, der ist so ...schleimig:P


Am Wochenende gabs mal wieder ein paar hauseigene Klassiker. Erstmal Schinkennudeln, die müssen regelmäßig sein, sonst gibts Entzugserscheinungen, und am Sonntag dann die coolen Reispflanzerl. Diesmal zu Burgern aufgebaut, ist einfach immer wieder lecker:)

Yay, Burger! Die Reispflanzerl sind einfach so genial! Da pups ich auf Fleischpflanzerl (außer die von Mutti, die sind zu lecker).

Montag, 12. August 2013

*schnüffschnüff* - Waaah, die Apfldaaaaschn!

Ich hatte noch zwei Packungen fertigen Blätterteig rumliegen und dachte mir ich mach ein paar Apfel-, Stachelbeer- oder Kirschtaschen. Das erste Blech mit Apfelfüllung war auch schnell fertig und ab damit in den Ofen. Hmm, ja auf der Packung stand was von 15 bis 20 min backen. In der Zeit könnte ich noch schnell was am PC erledigen... Erst eine halbe Stunde später hab ich dann so einen merkwürdigen Geruch wahrgenommen. Fuuu...! Die kack Apfeltaschen! Mir ist noch nie beim Öffnen vom Backrohr Rauch entgegen gekommen, aber es gibt ja immer ein erstes Mal:P Brutal verbrennt, der Mist. Die Füllung rausgesuppt und zu einem blubbernden Lavateppich verbruzelt. Dazwischen angekohlte Teighäufchen, supi.

Nachdem ich mich wieder beruhigt (und ordentlich durchgelüftet) hatte, hab ich dann ein Päckchen aufgeschnibbelt, um zu probieren, ob die Füllung wenigstens was getaugt hätte. Und die war echt lecker, bisschen Vanille vielleicht noch dran und die Röstaromen minimieren, das wär noch geil. Also den verbrannten Baaz in die Tonne getreten und nochmal das Ganze. Diesmal hab ich die Teile nicht aus den Augen gelassen, 13 Minuten neben dem Ofen ausgeharrt und es hat sich gelohnt:)

Mmmh, lecker madenförmige Apfeltaschen:) Wundervoll, so schön goldig und saftig...


Apfeltaschen      

2 Rollen Blätterteig
2 große Äpfel, säuerlich
50 g Zucker
1 EL Zitronensaft
1/2 TL Zimt
1 Msp Vanille

Äpfel klein schneiden, mit Zucker, Zitronensaft, Zimt und Vanille mischen und kurz durchziehen lassen.
Aus dem Blätterteig Kreise (ca. 15 cm Durchmesser) ausstechen, 1 EL Füllung draufgeben, zusammenfalten und die Ränder andrücken. Oben ein paar mal einritzen, sonst platzen sie auf.
Bei 200ºC ca. 13 min backen.

75 g Puderzucker
2 Tropfen Zitronenaroma
1 EL Wasser, heißes

Puderzucker mit etwas heißem Wasser anrühren, Zitronenaroma dazumischen und die Apfeltaschen damit bestreichen.


Blog-Event XC - Outtakes (Einsendeschluss 15. August 2013)

Tja, und da der erste Versuch so schön daneben gegangen ist, schreit das gerade zu nach einem weiteren Beitrag zum Outtakes-Blog-Event von Pimpimella. Zur Erinnerung, die Herausforderung des Blog-Events ist Un-Blogbares herzuzeigen. Das heißt die schlimmsten Küchenunfälle, lachhafte Trivialrezepte und peinlich hässliche Futterfotos. Ich würde mich dann mal in die Kategorie Unfälle einreihen, denn das erste Blech sah so aus:

So schauen Apfeltaschen nach 30 min Backzeit aus. Nein, das ist keine Blaubeermarmelade, sondern brutal verbrannter Apfelsaft aus den Täschchen. Der hat noch schön zähflüssig geblubbert und geraucht wie ich das Blech ausm Ofen geholt hab:P

So schlimm aufgeregt hab ich mich dann eigentlich gar nicht. Erstmal weil ja noch genug Zutaten für einen Zweitversuch vorhanden waren und außerdem war das schwarz verbrannte Blubbelzeug einfach total cool zum Ranfingern:D Wie ultradünnes Pergament, aber es hat so lustig geknistert wenn man die Blasen kaputt gedrückt hat, hihi.

Samstag, 10. August 2013

Oh leck, is des schoaf!

Gestern abends waren wir im The Thai in der Rote-Hahnen-Gasse. H. war das erste Mal dort, ich durfte schon mal vor ca. zwei Jahren dort futtern. Damals war ich nicht so begeistert, wobei ich auch nicht selbst bestellt hab, sondern eine Gemeinschaftsplatte ausgesucht wurde. Von den vier verschiedenen Gerichten hat mir dann leider nur eines geschmeckt:P Da waren allerdings schon mal zwei Fischgerichte dabei, was ich so gut wie nie mag, und das Dritte war mir zu scharf *zonk. Es funzt einfach nicht mich mit Essen zu überraschen, weil ich echt hoaglich sein kann. Diesmal hab ich mir selbst was ausgesucht und ich war begeistert. Mein Gaeng Massaman Gai - südthailändisches Hähnchen-Kokos-Curry, landestypisch mit Erdnuss-Kartoffeleinlage, war sowas von gut. Und H.s Gai Pat Krapao - Thai-Hähnchenbrust, war auch total lecker. Ich hab mal probiert und muss sagen, dass es trotz einer ordentlichen Sojanote voll gut geschmeckt hat. Normalerweise mag ichs nämlich nicht, wenn was zu sehr nach Soja schmeckt, aber das war irgendwie besser. Außerdem bekam H. sein Gericht auf Wunsch extra scharf, allerdings nur Stufe 2 von möglichen 3 und das war dann auch wirklich schon scharf genug, meine Fresse...


H.s Thai-Hähnchenbrust mit Scharf Stufe 2 und mein Hähnchen-Kokos-Curry, schon ein bisschen angelöffelt:P

Zwar gibts dort kein klassisches Süß-sauer-Zeug mit Ananas für meine kranken Vorlieben, aber dafür viele viele andere leckere Sachen. Besonders gibts beim The Thai wirklich verschiedene Gerichte und nicht wie bei vielen Anderen die immer gleiche Grundpampe jeweils mit Huhn/Ente/Schwein/Rind/Tofu/Gemüse... Und bei der Schärfe wirklich den Servicedamen glauben, wenn sie sagen, dass Stufe 3 Thaischarf ist, das ist dann wirklich scheiße scharf;)

Also ins The Thai werden wir bestimmt irgendwann mal wieder gehn, wenn uns nach einem neuen thailändischen Gericht ist. Tja, und sollte ich demnächst Hunger auf süß-saures Ananas-Hühni haben, geh ich einfach wieder ins Rambutan:D

Donnerstag, 8. August 2013

Wos hab i da denn wieda eikaufft?

Manchmal kaufe ich sehr komische Zutaten ein. Total durcheinander, ohne einen Plan was damit gemacht werden soll und dann steh ich daheim vor meinem Rucksack und schau blöd, wenn ich alles auspacke. Gestern war wieder so ein Tag. Ich war total ausgehungert, mir war vom verrückten Fahrstil des Busfahrers und meinem leeren Magen schlecht und es war brutal schwül. Daheim angekommen bin ich dann mit Krautsalat, Kandiszucker, eingelegtem Knoblauch, Joghurt, Fladenbrot, Agartine, einer veganen Wurst, die ich probieren wollte, und einer Packung eingefrorener Beerchen. Boah, warum Fladen? Wir hatten echt nichts da, wozu man Fladen essen würde. Bis ich in der Nudel/Reis-Box eine Fertigmischung für Falafel gefunden hab. Yay, also würde sich der Joghurt und das Fladenbrot doch noch als hilfreich erweisen. Falafelpampe angerührt, Fladenbrot kurz aufgebacken, Zaziki zusammengerührt und mit etwas geschnibbeltem Gemüse gab das ein leckeres Falafelbrötchen:)

Schnelles, leckeres Abendfresschen: Falafel

Irgendwann ist mir dann nach und nach wieder eingefallen, warum ich was gekauft hatte. Zum Beispiel den eingelegten Knoblauch, über den ich gelesen hab, dass der durchs Blanchieren und anschließende Einlegen in Olivenöl seine tolle *am nächsten Tag dünste ich lustig stinkend vor mich hin*-Wirkung verlieren soll. Oder die Beeren und den Kandiszucker, die beiden brauchte ich noch zum Ansetzen für einen Likör.

Mmhmmh, Beerchen und Zucker in Alkohol:) Nicht vom pinken Synthetik-Look abschrecken lassen, wird bestimmt lecker!

Das muss jetzt ein bis zwei Monate vor sich hinschmurgeln und dann bin ich mal gespannt wies schmeckt:)

Mittwoch, 7. August 2013

Fleischberg voraus!

Wir hatten schon ziemlich lange vor mal zum Griechen zu gehen, aber irgendwie hats nie hingehaunen. Einerseits weil wir nicht so richtig wussten wohin und andererseits weil ich nicht so der super jubel griechisches Futter Fan bin.
Aber nachdem uns von mehreren inzwischen das Perivoli in Stadtamhof empfohlen worden ist, habens wirs endlich mal geschafft. Obwohl wir nicht reserviert hatten haben wir sogar noch ein Plätzchen im ansonsten voll besetzten Lokal bekommen. Die Atmosphäre war irgendwie lustig, etwas laut wegen den auf griechisch kommunizierenden Kellnern und den ausgelassenen Gästen, in einem Eck lief Fußball im Fernsehen und ein Tisch mit zwei älteren Herren, augenscheinlich Stammgäste, amüsierte sich köstlich mit dem Besitzer und bekam brennenden Schnaps serviert. Auf uns wirkte das alles sehr sympatisch und durch die vielen leicht abgetrennten Bereiche war man trotzdem ein bisschen für sich. Bestellt haben wir ganz klassisch Gyros mit Reis und Pita. Vorneweg gabs zuerst mal einen Ouzo serviert und ziemlich bald kam dann auch schon unser Fresschen. Zwei große Teller mit einem für meinen Magen unfassbar überdimensionierten Gyrosberg. Aber es war echt supergut, lecker Fleisch, dazu ein gutes Zaziki, fettiges Pitabrot und H. hatte Reis dazu. Ich hab leider nur die Hälfte geschafft, obwohl ich mich brutal überfressen hatte und H. hatte auch ordentlich zu kämpfen mit seinem Fleischberg, ging aber als Sieger hervor;)

Leider hat die Beleuchtung nicht für ein Handyfoto ausgereicht, aber ungefähr so habe ich mein Gyros in Erinnerung...

Also wer ordentlich Hunger mitbringt, ist mit dem Perivoli bestens beraten. Es war wirklich superlecker und wenn wir das nächste Mal hingehn würd ich gern den Gyros/Kalamari-Teller probieren, der auch sehr gut sein soll.

Sonntag, 4. August 2013

Erst futter ich noch so ein Pizza-Häppchen, dann mach ich den Skelettkrieger platt und aktivier die Glyphe...

Juhu, so ein Glück! Es hat doch noch richtig unwetterartig zu schütten begonnen, dass wir kein schlechtes Gewissen haben mussten an einem Sonntag Nachmittag für unsere Brettrollenspiel-Kampagne drinnen zu sitzen (ja, das ist schon ein bisserl geeky, aber wer ist das heutzutage nicht:P). Und da man für solche Nachmittage immer ordentlich Futter braucht, hab ich mal meinen Teigtaschen-Mach-O-Maten hervorgekramt. Ich hab da so ein Teil von Tupperware, den 'Big Snack', mit dem man unerhört unkompliziert und schnell ein paar Häppchen zaubern kann. Für die Füllung wollte ich was Herzhaftes haben und dachte dabei an pizzaähnliche Schmandpampe. Damit auch meine veganen Freunde was davon haben, hab ich einfach vegane Alternativen ausm Reformhaus besorgt und gehofft, dass die nicht all zu sehr abstinken im Vergleich zum Original. Schließlich würden auch hartgesottene Vollblutfleischfresser mit dabei sein und die wollte ich natürlich genauso mit den leckeren Häppchen begeistern. Oh yeah und es war ein Volltreffer! Alle haben sie die Pizzatäschchen reingefressen und waren total begeistert. Das freut mich natürlich gleich doppelt, einerseits als Allesfresser den erfahrenen Veganern was Neues und Sauleckeres gezeigt zu haben und andererseits damit auch die Fleischfresser überzeugt zu haben:) Puh, und gut, dass ich mir vier Pizza-Häppchen daheim gelassen habe, sonst hätt ich keins abbekommen, weil die schneller weg waren als ich zugreifen konnte...
Schmeckt natürlich auch in der omnivoren Variante, die hab ich schon oft als Pizzabrötchenbelag gemacht und war der brutalste Renner auf jeder Party.

Bei diesen abartig guten Pizza-Häppchen errät kein Mensch, dass die vegan sind.


Pizza-Häppchen   

2 Rollen Blätterteig
1/2 Zwiebel
1/4 Paprika, rot
80g Chorizo, vegan
100g Wilmersburger Pizzaschmelz
100 ml Soja Cuisine
2 TL Tomatenmark
Oregano, Paprika, Salz, Pfeffer, Chili

Zwiebel, Paprika und Chorizo sehr klein würfeln, mit Käse, Tomatenmark und Soja Cuisine vermischen und mit den Gewürzen kräftig abschmecken.
Die Teigplatten in der Mitte durchschneiden, einen Teil auf den bemehlten Big Snack legen, die Füllung darauf verteilen und die zweite Platte Blätterteig darauf legen. Mit einem Nudelholz drüberrollen und die fertigen Taschen rausdrücken. Nochmal mit den zwei restlichen Teigplatten wiederholen und die Teigtäschchen auf zwei Backbleche verteilen.
Im vorgeheizten Ofen bei 200ºC (Umluft) ca. 15 min backen.
Ergibt 24 Häppchen

Ich hab natürlich wieder mal zu viel Füllung zusammengemanscht und deswegen mit dem Rest noch drei Toastscheibchen bestrichen. Die kamen dann einfach mit in den Ofen und wurden spät abends als Pizzabrötchen wegschnaboliert:) Die abgeschnittenen Ränder vom Blätterteig hab ich auf einem Blech ausgelegt und mit kristalligem Zuckerwasser (mit etwas Vanille) bepinselt und auch mit in den Ofen geschoben. Das wird dann nach ein paar Minuten schön bräunlich und ergibt ein leckeres süßes Gebäck. Ich kann einfach nichts wegschmeissen, lieber mit Zucker vollbazen und bruzeln, hehe:)

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