Dienstag, 27. August 2013

Bier-Tuning! Jetz is es ein Chili!

Immer das gleiche Problem am Wochenende, wenn wir über unserer Einkaufliste sitzen: Was kochen wir denn eigentlich? Wenigstens einen Tag am Wochenende will ich nämlich schon was köcheln... Und da ist dann immer die Frage, ob wir was Neues ausprobieren oder ein bereits für lecker befundenes Klassikerrezept rauskramen. Dieses Wochenende fiel die Wahl auf eines unserer Standardgerichte: Chili!

Das Originalrezept für unser Chili con (bzw. non, dazu später) Carne hab ich von B., einem superguten Hobbykoch, ders einfach drauf hat! Überall, wo B. auftaucht, wird er sofort als Küchenchef missbraucht:) Und er kann das wirklich gut, für 50 Leute auf der Ersti-Veranstaltung mal eben eine Woche komplett die Küche schmeißen, ein Wochenende für Fleischfresser, Veganer, usw. gemeinsame Menüs basteln oder einfach saugeile Partymitbringsel zaubern. Yay, und ich hab die Rezepteliste von der Ersti-Veranstaltung, muha! Seitdem gibts auch bei mir geiles Chili, superleckere Kartoffelsuppe und sogar den Nudelsalat, den B. immer mitbringen muss, könnt ich selber nachbasteln.

Jetzt mal zum Chili... Also erstmal ist es natürlich das beste Chili überhaupt. Das liegt an einer Geheimzutat, die man gaaanz zum Schluss dazukippt, wenn man schon perfekt abgeschmeckt hat und der Normalobürger (einer der bis dahin nur Pups-Standard-Chili gefuttert hat) denken würde es ist genau richtig. Jaha, dann kommt nämlich noch ein kräftiger Schuss Bier rein! Die bittere Note ist endsgeil (ich entschuldige mich für das Assiwort, aber das passiert im Eifer des Gefechts) und das Chili wird dadurch perfekt abgerundet. Ohne Bier-Tuning geht gar nicht mehr. Falls man kein Bier zur Hand hat (waaahhh! Lieber nicht vorstellen!) kann man noch mit ein paar Stückchen Zartbitterschokolade substituieren, hauptsache noch irgendwas Bitteres mitrein.
Das andere wär unsere Abwandlung, dass statt Hackfleisch Tofu reinkommt. Ich mag Hackfleisch einfach verarbeitungstechnisch gar nicht. Man muss es ganz frisch kaufen, dann sofort verbrauchen und es ist eben zerhacktes totes Tier. Da ist mir der ein Jahr lang haltbare Tofuklumpen tausendmal lieber. Und richtig zubereitet schmeckts genauso gut wie mit Fleisch (wirklich!). Es haben schon mehrere Leute von mir veganes Futter untergejubelt bekommen, als Omni vermutet das ja keiner, hehe, und aufgefallen ists Keinem, muha:D

Das beste Chili weit und breit! Dank Bier-Tuning:D

Chili non Carne   
(So um die 3 Portionen)

300 g Kartoffeln
1 Zwiebel
1/2 Paprika, rot oder gelb
1 Dose Kidneybohnen (oder schwarze Bohnen, am Besten halb halb)
1 kl. Dose Mais
200 g Tofu
500 ml passierte Tomaten
500 ml Gemüsebrühe
1/4 Tube Tomatenmark
3 Knoblauchzehen
Paprikapulver (edelsüß und ungarisch)
Salz, Pfeffer, Zucker
1 Schuss Weißweinessig
Tabasco und Chili nach Geschmack
Ca. 100 ml Bier (Helles oder Pils)

Die Kartoffeln klein würfeln, Zwiebel und Knoblauch grob würfeln, Paprika klein schneiden, Kidneybohnen durchwaschen und Mais abtropfen lassen. Tofu mit einer Gabel zerkrümeln.
Zwiebeln und Knoblauch in einem großen Topf andünsten, mit passierten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen. Kartoffelwürfel zugeben und mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
Tofu portionsweise in einer Pfanne mit Öl kräftig rösten bis er schön kross ist. Einen TL Tomatenmark (und optional etwas 'Fleischwürze' von Gefro) zugeben und unter Rühren kurz anrösten, evtl etwas Öl zugeben. Wenn der Tofu schön angebräunt ist, zu der Brühe geben.
In der Zwischenzeit Bohnen und Mais ebenfalls zur Brühe hinzufügen.
Dann Tomatenmark zugeben und mit ca. 3 EL Paprikapulver (süß und scharf gemischt, je nach gewünschter Schärfe), Zucker, Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Mit Tabasco und gehackter Chili die gewünschte Schärfe erzielen. Gerade Tabasco gibt auch nochmal ne schöne säuerliche Note. Nach insgesamt einer Stunde dahinköcheln, Paprika zugeben, nochmal abschmecken (ich presse auch immer noch eine Knoblauchzehe dazu) und mit einem kräftigen Schuss Bier abrunden. Offen nochmal 20 bis 30 min einköcheln lassen, bis das Chili die richtige Konsistenz erreicht hat.


Bei uns gabs dazu frisches selbstgebackenes Baguette, noch leicht warm aus dem Ofen. Und der arme H. musste das angebrochene Bier zum Chili trinken;)


Wichtig, damit der Tofu gut wird, ist ihn richtig kräftig anzubraten, wie mans mit dem Hackfleisch auch machen würde. Ist auch bei der Bolognese das A und O. Immer kräftig anbruzeln! Durch das lange Köcheln danach werden die Krümel auch wieder etwas weicher und bekommen die perfekte Konsistenz. Inzwischen haben schon echt viele mein Chili gefuttert und keiner hat bisher das Fleisch vermisst.

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