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Sonntag, 29. September 2019

Khao Pad - Thailändischer gebratener Reis

Beinahe hätte ich ja schon aufgegeben mal wieder so guten gebratenen Reis wie im Thailand-Urlaub zu futtern. 'Khao Pad' genauer gesagt, so stand das Gericht immer auf der Karte. So viele Versuche hatte ich bereits gestartet und auch echt leckeren Bratreis zusammengebracht (und auch nicht so Leckeren, brr), aber es schmeckte irgendwie nie so wie damals. So langsam dachte ich mir es ist eben unmöglich weil das ganze Drumherum fehlt: Die süßen Geckos an den Wänden, der feine Sand zwischen den Zehen, Meeresrauschen im Hintergrund und um die beste Wohnmuschel kämpfende Mini-Einsiedlerkrebse unterm Tisch.


Nachdem ich aber im Bioladen eine vegane Fischsauce gefunden hatte, die erstaunlich lecker roch, hab ich mich nochmal an die Mission 'Gebratener Reis' gewagt. Und es wurde so unfassbar lecker, ich hab regelrecht die Schüssel ausgeschlabbert. Genau das richtige Verhältnis von salzig, süß und würzig, dazu knackiges Gemüse, leicht knusprig gebratener Reis und ein paar Tofuwürfel. Der Clou ist aber eindeutig die vegane Fischsauce, irgendwie so umami-mäßig, superlecker! Los, los, No-Fish-Sauce besorgen und das Khao Pad nachköcheln. Es geht wie so viele thailändische Gerichte superfix und schmeckt immer genial.


Khao Pad - thailändischer gebratener Reis
(2 bis 3 Portionen)

400 g gekochter Reis vom Vortag, z.B. Jasminreis*
4 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Karotten
1 Tomate
1/2 Dose Erbsen (2 - 3 EL)
2 Eier
1/2 Packung frittierte Tofuwürfel, TK (optional)
4 EL Sojasauce, helle
2 - 3 EL No-Fish-Sauce (z.B. von Arche, Bioladen)
2 TL Zucker
2 EL Pflanzen-Öl, neutrales

Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, dabei vom geschnittenen Grün ein bisschen für die Deko zur Seite nehmen. Knoblauch fein hacken, Karotten in 3 - 4 cm lange Stifte schneiden, Tomate kleine würfeln, Erbsen abgießen, Reis auflockern falls er im Kühlschrank zu einem großen Klumpen geworden ist^^. Sojasauce, No-Fish-Sauce und Zucker verrühren.
Etwas Öl in einem Wok erhitzen. Knoblauch und Frühlingszwiebeln hineingeben und unter Rühren so lange braten bis der Knoblauch leicht glasig wird. Tofuwürfel zugeben und 1 min weiterrühren. Dann alles möglichst an den Rand schieben. Eier hinzugeben und kräftig hin und herrühren bis sich kleine Flocken bilden (dabei aufpassen, dass sich nicht all zu viel vom Gemüse untermischt). Reis dazugeben und gut durchrühren. Karotten dazugeben und so lange braten bis der Reis ein bisschen angeröstet ist. Erbsen untermischen und die angerührte Sauce darauf verteilen, kurz umrühren. Tomaten unterheben und nochmal kurz braten lassen. Mit Frühlingszwiebelgrün garniert servieren und am besten noch Prik Nam Pla Sauce dazu reichen.


Ich lege euch auch wärmstens ans Herz die Prik Nam Pla Sauce dazu zu machen. Sie geht supereinfach und gibt dem gebratenen Reis noch den letzten Kick, absolutes Urlaubsfeeling! Dazu mischt ihr einfach 2 EL No-Fish-Sauce mit dem Saft einer halben Limette, 1/2 TL Zucker, 1 gehackten Knoblauchzehe und frischer roter Chili.

*Am Besten ist wirklich Reis vom Vortag, da noch warmer, frisch gekochter Reis sich nicht gut anbraten lässt und gern zu Matsch wird. Für 400 g gekochten Reis braucht ihr ca. 1 Tasse, also um die 180 g rohen Reis. Ich nehme für asiatische Reisgerichte immer Basmati oder Jasminreis.

Montag, 2. Juli 2018

Voll legga: Soja-Cevapcici mit Tomatenreis [vegan]

Oi, verrückt, waren die Soja-Cevapcici hald echt so lecker, dass sich sogar Herr Wos zum Essn übelst das Bäuchlein damit vollgeschlagen hat. Sonst ist es nämlich meistens etwas schwierig ihn mit nachgebautem 'Fleisch'zeugs zu begeistern. Nur ein paar wenige Gerichte aus der Sparte haben es bisher in Männchens Futterherz geschafft, die rotweinlastige Soja-Bolognese, das Bier-Tuning-Tofu-Chili und das gemüsige Soja-Gulasch. Und nun gesellen sich ganz neu die Cevapcici dazu. Sie waren vom Biss her total super, richtiges Hackfleischkrümel-Feeling, und der Geschmack, nooom, schön balkanisch herzhaft. Dazu gab's natürlich klassisch Tomatenreis und ein grünes Salätchen.


Soja-Cevapcici mit Tomatenreis    
(3 Portionen) Rezept inspiriert durch Grüne Smoothies

Für die Cevapcici:
150 g Sojaschnetzel, fein
Paprika, Majoran, Liebstöckel, gemahlener Kümmel, Cayennepfeffer
3 EL Sojasauce
1 Zwiebel, mittelgroß
1 Knoblauchzehe
2 EL Tomatenmark
1 TL mittelscharfer Senf
1 EL Kebab-Gewürz (oder Gyros-Gewürz)
Salz, Pfeffer
2 EL Sojamehl (oder Ei-Ersatz-Pulver, Kichererbsenmehl, ...)
2 EL Mehl
4 EL Semmelbrösel

In einer Schüssel Sojaschnetzel, 1 EL Paprika, 1 TL Majoran, je 1/2 TL Liebstöckel, Kümmel und Cayennepfeffer mischen. 500 ml Wasser aufkochen und die Schnetzel damit übergießen, 1 EL Sojasauce untermischen und abgedeckt 10 min quellen lassen. (Jetzt könnt ihr den Reis ansetzen, dass alles gleichzeitig fertig ist)
Zwiebel würfeln und in einer großen beschichteten Pfanne in etwas Öl glasig dünsten. Sojaschnetzel auspressen (ich kippe sie in ein Sieb und drücke sie mit einem Kartoffelstampfer noch etwas aus) und zu den Zwiebeln in die Pfanne geben. So lange anbraten bis die Schnetzel etwas angebräunt sind.
Tomatenmark unterrühren, Knoblauchzehe dazupressen und 2 min unter Rühren mitrösten. Dann in eine große Schüssel füllen und evtl. etwas abkühlen lassen.
1 TL Senf, 1 EL Kebab-Gewürz, 2 EL Sojasauce untermischen. Mit Pfeffer und Salz kräftig würzen.
2 EL Sojamehl, 2 EL Mehl und 4 EL Semmelbrösel dazugeben und verkneten. So viel Wasser zugeben, bis sich eine formbare Masse zusammenkneten lässt (so ein paar EL).
Ca. 12 Cevapcici formen, dazu Kugeln rollen und etwas zusammendrücken, dann zu Würschteln rollen und drücken.
In heißem Öl rundherum knusprig-braun anbraten.


Für den Tomatenreis:
130 g Reis (ich hatte Risottoreis)
1 Zwiebel, mittelgroß
1 kleine Knoblauchzehe
250 ml Tomaten, passiert
250 ml Wasser, evtl mehr, je nach Reissorte
1 EL Ajvar
Gemüsebrühe, Paprika, Cayennepfeffer, Zucker
Salz, Pfeffer
100 g Erbsen
1 EL Petersilie

Zwiebel würfeln und in etwas Öl glasig dünsten. Knoblauch dazupressen und kurz mitrösten. Reis dazugeben und 1 min mitdünsten.
Mit Tomaten und Wasser ablöschen. 1 EL Ajvar, 1 TL Gemüsebrühe, 1 EL Paprika, 1/4 Cayennepfeffer und eine Prise Zucker zugeben. Bei kleiner Hitze ca. 30 min abgedeckt köcheln lassen. Immer mal wieder nachkontrollieren ob noch genug Flüssigkeit vorhanden ist und ggf. etwas Wasser nachgeben, dabei umrühren dass nichts anbrennt.
10 min vor Schluss die Erbsen zugeben.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und Petersilie unterheben.


Ein kleines Resterl hat es noch in meine Lunchbox geschafft, zusammen mit geröstetem Blumenkohl, Bulgursalat und Gurken-Karotten-Salat. Ui war das ein leckeres Mittagsfresschen!


Sonntag, 24. September 2017

Asiatischer Nudelsalat [vegan]

Meine Nachkochliste besteht ja zu nem großen Teil aus Rezepten von Gourmandises végétariennes, einfach voll mein Geschmack. Ich bräuchte viel mehr Tage an denen ich aufkochen kann um die alle abzuarbeiten. Aber es geht voran, in kleinen Schritten. Zuletzt hab ich also den Asiatischen Nudelsalat nachgebaut. Jaaam, sag ich euch. Kam auch gut bei den Kollegen an, die durften nämlich am letzten Grillabend die Versuchskaninchen spielen. Und die Farben sind auch so toll, hach. Mein Foodbloggerherz macht kleine Hüpferchen bei dieser schönen Kombi.


Sogar ein Ottolenghi-Kochbuch ist inzwischen in meine Sammlung gewandert, zu viele Rezepte davon auf Melissa's Blog. Und alles sieht so lecker aus. Jedes nachgekochte Rezept gelingt, juhu! Sogar die Holunder-Kapern hab ich gemacht, bin gespannt wie die schmecken, wenn sie durchgezogen sind, ui.


Asiatischer Nudelsalat    
(Nach einem Rezept von Gourmandises végétariennes)

400 g Bavette (oder andere schmale Bandnudeln)
2 Paprika, rot und gelb
300 g Rotkohl
1 Bund Frühlingszwiebeln
100 g Sojasprossen
100 g Babyspinat

5 EL Olivenöl
3 EL Sesamöl
8 EL Sojasauce
3 EL Limettensaft
3 EL Reisessig
2 EL Agavendicksaft
2 große Knoblauchzehen
1/2 TL Ingwerpulver
Chiliflocken, Salz, Pfeffer

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen. In ein Sieb abgießen jnd mit kaltem Wasser spülen bis die Nudeln kalt sind. In eine große Schüssel geben.
Paprika in Spalten und anschließend in schmale Streifen schneiden. Rotkohl dünn hobeln. Frühlingszwiebeln mit dem Grün schräg in Ringe schneiden. Alles zu den Nudeln geben.
Sojasprossen waschen und abtropfen lassen, Spinat waschen und trocken schleudern.
Aus den restlichen Zutaten ein Dressing anrühren und unter den Salat mischen. Mit Chili, Salz und Pfeffer abschmecken und gut durchziehen lassen (am besten über Nacht).
Sprossen und Spinat vor dem Servieren noch unterheben.


Einen klitzekleinen Wermutstropfen gibt's bei dem Nudelsalat: Die Spaghetti flutschen so leicht weg, gerade zum hungrig reingeschaufelt werden ist das fast schon ein bisschen fies. Aber optisch sind die in dem Salat doch genial^^. Und mit dem richtigen Werkzeug bekommt man auch eine ordentliche Portion auf einmal auf den Teller geschaufelt.


Donnerstag, 3. August 2017

Bento-Boxing, Balkonblümchen und Outtakes

So richtig superviele Lunchboxen gab's die letzten zwei Monate gar nicht. Gerade in der Arbeit war ein Geburtstag, Ausstand, Einstand, Grill einweihen, usw. nach dem anderen, und ich brauchte oft keine Mittagspause vorbereiten. Oder wir waren abends noch im Biergarten und ich hab mir nur schnell zwei Brote zusammengebaut. Meine Lieblingsbox war zuletzt diese Durcheinander-Box: Linsen-Tomaten-Bällchen, Kartoffelsalat, Minigurken und Gedöns, außerdem Melone, Pfirsich und Smoothie-Pancakes, omnomnom.


Nicht so supertuffig wie die obere Box aber kulinarisch mein absolutes Highlight: Teriyaki Sojaschnitzel mit Zwiebeln, moaaah, war das lecker! Dazu grüner Salat, echt top! Ich hab's kalt gefuttert und fand's absolut wahnsinnig gut. Perfektes Bentobox-Futter.


Dass man nicht alles kalt futtern mag hab ich bei dieser Box gelernt: Kalte Kartoffel-Wedges sind echt nicht meins. Also hab ich sie aus der Box gepult und extra warm gemacht. Das Ofen-Gemüse dagegen war kalt supi. Und Mini-Muffins sind sowas von optimal für die Lunchbox, hihi.


Meine neuen Lieblings-Wraps sind gerade diese Tomaten-Tortillalappen mit Hummus oder Paprika-Cashew-Aufstrich, Mais, Zwiebeln, Gurke, Paprika und irgendwelchem 'Fleischersatz' (LikeMeat Döner Art find ich ganz ok, das meiste Fertigzeug mag ich gar nicht). Superschnell zusammengebaut und etwas durchgezogen am nächsten Tag dann echt ein super Fresschen.


Weniger erfreulich sind immer diese misslungenen Futter-Experimente. Der Küchen-Outtake, der zuletzt am fiesesten weh getan hat waren keine Kohlebrickets ausm Ofen, matschig zerkochter Tofu oder furchtbare Glibber-'Glasnudeln'. Nö, es war der Versuch einer veganen Schokokuss-Torte mit Aquafaba. Irgendwie hab ich wohl die falsche Sorte Kichererbsen erwischt, weil der Eigengeschmack einfach nicht ums Verrecken weggehen wollte. Und dann war da auch noch dieses komisch-bitzelige vom Backpulver. Echt total daneben, Mistkack. Dabei wären die Fotos ganz tuffig geworden, gnaa.



Ein besser gelungenes Experiment ist mein Balkon. Da blüht alles wie verrückt, die Bienen brummen um die Kräuterblüten, die Mini-Gurke rankt über alles, was irgendwie Halt bietet, die selbst gezogene Kapuzinerkresse ist quasi explodiert und Papa hat mal wieder seine Tomatenpflänzchen nicht richtig beschriftet weil die Monsterknubbel an unserer Tomate definitiv keine normalen Strauchtomaten werden.




Ich frag mich ja wann die Birnenmelone mal Blüten bekommt... Die wächst so ganz gemütlich vor sich hin und hat wohl ganz vergessen auch Früchtchen anzusetzen, hmm.

Freitag, 7. Juli 2017

Penne mit Zucchini in Martini-Sahne-Sauce [vegan]

Vor laaanger Zeit, in einem Land, weit weit entfernt, da hab ich mal eine Martini-Lachs-Pasta geköchelt. Also damals, als ich noch bei Mutti und Papi rumgeschnorrt bin, draußen im Wald wo man mit spätestens 14 nach der ersten Feuerwehrprüfung Schnaps mittrinken muss, die coolen Kinder sich mit'm Moped an der Bushaltestelle treffen und man seine Schuhe zum Reparieren mit nem Zettelchen drin beim Kramerladen abgibt... Äh, Squirrel, auf jeden Fall ist mir das Rezept mit dem Lachszeug wieder zwischen die Finger gekommen und meine Notiz darauf war: "sehr lecker, Lachs bäh". Okeee, also könnt ich das doch nochmal probieren, eben ohne Fischikrempl.


Ergebnis war ein cremiges, leichtes Sahnesößchen mit etwas Gemüse und einer coolen Martininote. Nicht zu dominant wie ich finde, aber kann ja jeder soviel reinkippen wie man's am liebsten mag. Die Karottenscheibchen hab ich eigentlich nur reingemacht, damit was lachsfarbiges mitrumdümpelt. Ist aber auch zwecks dem Biss keine schlechte Idee in der Kombination.


Penne mit Zucchini in Martini-Sahne-Sauce    
(2 bis 3 Portionen)

250 g Penne, oder andere Nudeln
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Zucchini
1 kleine Karotte
1/2 Glas Erbsen (ca. 100 g)
2 Frühlingszwiebeln
3 EL Martini Bianco
200 ml Soja Cuisine
Etwas Nudelwasser
Salz, Pfeffer, Basilikum

Penne al dente kochen, etwas Nudelwasser auffangen.
In der Zwischenzeit Zwiebel würfeln, Knoblauch in dünne Scheibchen schneiden.
1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebeln mit Knoblauch glasig dünsten.
Mit Martini ablöschen und kurz einköcheln lassen. Dann mit Soja Cuisine aufgießen.
Zucchini halbieren, in Scheiben schneiden und in die Pfanne geben. Ca. 5 min köcheln lassen, etwas Nudelwasser mit einer Prise Gemüsebrühenpulver zugeben.
Karotte schräg in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln und mit den abgetropften Erbsen zugeben. Mitköcheln bis die Zucchini wie gewünscht ist (wir mögens lieber noch etwas fester). Evtl. Nudelwasser zugeben, falls es zu wenig Soße wird.
Kräftig pfeffern und mit Salz abschmecken.
Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, unterheben.
Nudeln abgießen und unterheben.
Mit Basilikum bestreut servieren.


Lustig, diese Martini-Pasta hat sogar kalt aus der Lunchbox geschmeckt. Meistens mach ich mir sowas ja lieber warm, aber es war so brütend heiß, dass ich's lieber so reingeschaufelt hab. Ich hab ja schon abends zuvor beim Box packen ein paar Nudeln kalt schnaboliert weil's so lecker war, hihi.

Freitag, 9. Juni 2017

Teriyaki Sojaschnitzel mit Zwiebeln - Sooo lecker *_* [vegan]

Haha, was macht man wenn Männchen mit den Kollegen Schnitzel mampfen geht? Also ich nutze solche Gelegenheiten normalerweise um eine Monsterdose Ananas aufzuknipsen und in ein beliebiges Gericht zu werfen, nooom! Aber, Supergau, ich hatte keine Ananas mehr, noooo! Ich hatte den ganzen Tag schon fantasiert von nem übel fruchtigen Mango-Ananas-Curry mit Tofu oder Sojawürfeln, die Kombination des Grauens aus Männchens Sicht. Und dann hab ich keine Ananas mehr, whaaaat?


Also was anderes, buhu. Mal durchgehen, was Herr Wos zum Essn sonst noch blöd findet. Zwiebeln, so richtig viel Zwiebeln, vollgas dominant, unfrittiert, schön schlabbrig. Ha! Bei Bento Lunch Blog hab ich doch mal was gesehen, so süß-sauer oder so, Zwiebeln, Sojaschnetzel. Jaaa, dieses Teriyaki-Dings! Perfekt, ging auch voll schnell und war supereinfach. Die Sojaschnitzelchen saugen sich mir der Teriyakisauce voll und karamellisieren leicht an, uhu, voll legga. Und dann noch die Zwiebeln dazu. Unfassbar wie simpel das Rezept ist und wie saulecker das schmeckt, verrühückt.


Teriyaki Sojaschnitzel mit Zwiebeln    
(2 Portionen)

1 Tasse Jasmin-Reis
Ca. 80 g Sojaschnitzelchen, so 8 - 10 Stück (z.B. von Veganz oder alles-vegetarisch)
500 ml leichte Gemüsebrühe
2 - 3 Zwiebeln, mittelgroß (bei mir rot und weiß gemischt)
2 EL Brauner Zucker (oder weißen Zucker) *
4 EL Sojasauce *
4 EL Mirin *
4 EL Sake (ich hatte keinen, hab Weißwein genommen^^) *

Reis mit 1,5 Tassen Wasser im Reiskocher kochen (oder nach Packungsanleitung im Topf).
Sojaschnitzel mit kochender Gemüsebrühe übergießen und abgedeckt 10 min quellen lassen. Dann rausfischen und grob ausdrücken.
Zwiebeln halbieren und längs in Streifen schneiden (nicht in Ringe, sondern quer dazu). Zucker, Sojasauce, Mirin und Sake in einer Tasse verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat.
In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Schnitzel anbraten, bis sie etwas angebräunt sind. Zwiebeln dazugeben und 1 min mitbraten. Hitze reduzieren (bei mir Stufe 4.5 von 9, normal nehm ich 7).
Sauce portionsweise dazugeben und unter Wenden karamellisieren lassen. Mit der Rückseite eines Esslöffels auf die Schnitzelchen drücken, dass die Sauce rausgequetscht wird, damit das Aroma noch intensiver wird. Ich hab noch etwas Gemüsebrühe dazugegeben, weil es mir zu schnell trocken geworden ist^^ Einfach so lange braten, bis die Schnitzelchen schön ankaramellisiert sind und die Sauce gut reingeköchelt ist, insgesamt so ca. 20 min.
Mit dem Reis und evtl. etwas Sesam bestreut anrichten.


Die zweite Portion hab ich in meine Lunchbox gepackt und am nächsten Tag kalt gefuttert. Ich glaub ich hab noch nie ein kaltes Reisgericht gefuttert, das sooo gut war. Boah. Das war so lecker! Also das bastel ich auf jeden Fall bald wieder, noom. Es sieht vielleicht etwas trocken aus, aber dadurch dass die Schnitzelchen ja schön saftig sind passt das auch ohne weitere Sauce super zum puren Reis.

* Edit Oktober 2018:
Ich nehme inzwischen die doppelte Menge Teriyakisauce, also den Mix aus Zucker, Sojasauce, Mirin und Sake/Weißwein, damit die Schnitzelchen richtig schön vollgesaugt sind mit leckerer Sauce. 

Sonntag, 28. Mai 2017

Porridge-Bowl - Meine erste tuffige Frühstücks-Schüssel

Jetzt ist es also doch passiert. Männchen hat das ja schon ewig geahnt. Schließlich besteht mein kompletter Küchenschrank nur noch aus 'Foodprops', wie pastellfarbige Tellerchen und Schüsselchen, Paperstraws, Backformen, Servierplatten, tuffige Muffinförmchen und Dekokrempel, der Schrank mit dem Backzeug besteht zur Hälfte aus tausend verschiedenen Zuckerstreuseln, unser Balkon wurde mit Foodprop-tauglichen Pflänzchen ausgestattet, Minigurke, pastellfarbige Miniblüten und Wiesenblümchen.


Gestern war es dann soweit, die totale Foodblogger-Überfreakness kam über mich. Nicht nur, dass ich jetzt auch so ne tuffige 'Bowl' gebastelt hab, nein es wurde vollgas dekoriert. Und damit die Zuckerstreusel-Blüten, -Herzchen und -Schmetterlinge perfekt (wie zufällig angeordnet, aber in Echt akribisch hingezittert) hindrappiert werden konnten kam das Übertool zum Einsatz: Die Pinzette. Hab ich eh noch ne ganze Auswahl davon von der Masterarbeit übrig, antistatisch, säurefest, und so. Hat sich das Physikstudium schon gelohnt, haa! Winzige, krumpelige Zuckerblüten mit Werkzeug arrangieren, easy.

Drin in der Frühstücks-Schüssel ist übrigens Porridge, Chia-Pudding mit Cranberrysaft, Trauben, Himbeeren, Beeren-Knuspermüsli, Schokoladen-Chunks und eben Deko-Zuckerzeug. Den Chia-Pudding mach ich immer aus 3 EL Chia-Samen mit 200 ml Sojamilch und 1 EL Vanillezucker, in ein Schraub-Glas, durchschütteln und nach 5 und 10 min nochmal durchschütteln und über Nacht im Kühlschrank durchglibbern lassen. Den hier hab ich nur mit Cranberrysaft gemacht.

Blog-Event CXXXI - Superbowls (Einsendeschluss 15. Juni 2017)

Meine erste Bowl kommt nicht so ganz zufällig genau jetzt daher. Bei Zorra gibt's ja jedes Monat ein neues Blog-Event und gerade ist das Thema 'Superbowls'. Verena von Verenas Blog Schöne Dinge hat sich das Thema ausgesucht und sammelt Ideen für jede Menge kunterbunte Schüsselchen, äh, natürlich Booowls, hehe.

Dienstag, 2. Mai 2017

Top, Flop und Flimflam: Mein Bento-April

Die beste Ablenkung, wenn man mal wieder fast 50 Euro in nem Perlenladen gelassen hat, wohlgemerkt für ein klitzekleines Tütchen Perlen (aber dafür superhöööbsche!): Futterbilder! Also mach ich jetzt lieber die Bentoboxen-Zusammenfassung vom April, als ein schlechtes Gewissen für so sinnlosen Krempel aufkommen zu lassen. Den Anfang macht gleich mal mein Highlight, futter- und ästhetikmäßig: Es gab Erdnuss-Bratnudeln, bunten Salat, Kuller-Obst und bissi Süßkram.


Die schöne Edelstahlbox kam diesen Monat häufiger zum Einsatz. Z.B. mit Resterl aka Couscous-Bällchen, Kartoffelsalat ♡, Nudeln und Gmias befüllt. Oder mit Sauerkraut-Flammkuchen (woah war der guuut), Erdbeerpfannkuchen, Knabberzeug und nem Glas Salat. Am Besten passt die Box eben, wenn man nix mehr aufwärmen muss.


Meine klassische Box war aber auch am Start. Mal mit schrägem Reis (sieht einfach so schön aus^^) und Sri Lanka Curry, Gurkensalat und Fruchtsojaghurt oder mit Spinat-Mini-Quiches, Dips und 'Rainbow Salad' (auch hübschi).


Mein Flop waren diese Kimchi-Sauerkraut-Bratnudeln mit Sojahack und veganer Fischsauce. Die 'Fischsauce' war ultraecklig, beim Versuch den Fischstinki-Geschmack zu übertönen hab ich's voll grob versalzen und Kimchi in warm ist echt nicht mein Ding, Zooonk. Hab's trotzdem brav gegessen. In kalt und mit Neutralisationsgurke war es auch etwas weniger penetrant salzig und den Kimchi hab ich teilweise zur Seite gefummelt ;) Zum Glück hatte ich ein Stück Flimflam zum Trost mit dazugepackt, puh.
Voll genial waren dafür meine Lasagne-Reste, nooom! Diese Gemüselasagne hatte alles. Lieblingsgemüse, Bechamel, Käse, superdünne Schichten für maximalen Pastaanteil, hach. Dazu Salat und Obst, perfekt. Hatte gleich Reste für zwei Mittage über, so cool!


Diese Woche ist noch meine zweite, pastellfarbige Monbento angekommen. Die wird dann nächste Woche eingeweiht, wenn's wieder in die Arbeit geht. Diese Woche hab ich noch frei, yeah.

Mittwoch, 5. April 2017

Regenbogenfarben und Übercuteness in der Box: Mein Bento-März

Ups, schon wieder ein Monat vorbei, Zeit für eine Lunchbox-Rückschau. Irgendwie hatte ich das Gefühl in letzter Zeit jede Box immer gleich dreimal am Stück zu futtern. Aber bis auf die Tortellinisalatwelle und die vielen Pastaboxen war's ja doch ganz bunt gemischt. Für mehr Lunchbox-Porn schaut mal unter dem Tag 'Lunchbox' bzw. 'Bento' oder auf meinem Instagram-Account.

Fangen wir gleich mal mit meinem Highlight des Monats an: Meine 'R'Eis-Bär-Box ♡ Ich hatte mir eingebildet so eine oberputzige Reisform zuzulegen um superknuffige Tierchen aus sonst so langweiligen Reisklumpen zu formen. Mein erster Versuch ging gar nicht mal so arg daneben, statt ner Katze wurde es zwar ein Eisbär, aber der war eh viel niedlicher als ne Katze je sein könnte^^ Dazu gabs übrigens Sri Lanka Curry, sehr lecker!


Im Sri Lanka Curry war er auch schon drin, aber angebraten ist er noch viiiiel besser: Der geniale frittierte Tofu, den mir ne Kollegin mitgebracht hatte, lecker in nem Chow Mein mitgebruzelt, noom! Den Tofu hätt ich auch pur wegfuttern können. Saulecker, auch kalt aus der Mittagsbox! Die neue Edelstahlbox hab ich auch eingeweiht. Sehr schick, oder?


Dann hab ich entdeckt, dass sich Regenbogen-Salat in der Futterbox ganz hübsch macht und auch noch besser schmeckt als Gurke pur^^ Wobei, he, nix gegen Gurke! Die mampf ich immer noch gern zu allem, immer immer :)


Außerdem gab's natürlich noch schrägen Reis, das sieht immer gut aus.


Und Nudelzeug, gaaanz viel Nudelzeug. Supercremige Ayvar-Erbsen-Pasta, selbstgemachte Soja-Bolognese, scheiße, die ist so schweinegeil, Tortellini-Salat, Tortellini mit Notfall-Sojabolo von Alnatura und dazu meistens leckere Resterlbeute, wie Tex-Mex-Muffins oder Mandarinen-Schmand-Streuselkuchen von ner Party. Weil ich sie grad wieder seh, die Bällchen mit den Glupschaugen hab ich aus den Reispflanzerln gemacht und waren kalt genauso gut wie frisch. Hatten wir schon lange nicht mehr gemacht, unsere 'Ur'-Pflanzerl.



Vollgas hingebazt und in die Box gestopft aber dafür richtig soulfoodig waren die angebruzelten Soja-Schnitzelchen mit Karotten-Paprika-Sauce und Kartoffel-Steaz. Zum Reinlegen!


Langsam wird's wieder Zeit für Reis in der Box. Schließlich warten noch zwei andere Formen darauf zu süßen Reistierchen geformt zu werden. Ist echt total super in der Mittagspause seine schön gepackte Box aufzumachen. Und wenn einen auch noch ein putziges Viechi lieb draus anschaut breitet sich in der ganzen Mittagsrunde ein glückseliges Grinsen aus.

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