Dienstag, 19. September 2017

Ananasliebe: Ananas-Curry-Pasta [Feierabendküche]

Neben Ananas auf Pizza, Ananas in süß-sauren Asiagerichten, Ananas im Bratreis oder Ananas pur weggefuttert bis der Gaumen bizelig ist, mag ich auch mal Ananas mit Nudelns, noom. In meinem zerfledderten Mini-Rezepthefterl nennt sich diese Variante 'Pasta Hawaii', auch wenns wenig hawaiianisch ist. Rein kommt quasi nur Ananas und Curry, hihi, volle Dröhnung. Wenn also das ananasverachtende Männchen außer Haus ist, gibt's hin und wieder diese crazy Ananasbombe.


Ananas-Curry-Pasta    
(2 Portionen)

200 g Nudeln (z.B. Penne)
1 Zwiebel
6 Scheiben Ananas, in Stücken
1 EL Currypulver
1/2 TL Gemüsebrühenpulver
Basilikum
100 ml Ananassaft (aus der Konserve oder vom Schneiden frischer Ananas)
100 ml Soja Cuisine
Salz, Pfeffer

Nudeln in Salzwasser al dente kochen.
Zwiebel würfeln und in etwas Öl glasig dünsten. Curry und Gemüsebrühenpulver zugeben und 2 min mitbraten. Ananas zugeben und 2 - 3 min anbraten. Ananassaft und etwas gehackten Basilikum dazurühren, Sojasahne unterrühren 5 min weiterköcheln, pfeffern und salzen.
Nudeln abgießen und unter die Soße heben, evtl. nochmal abschmecken.


Das Ganze in Kombination mit Apfelspalten und Chiapudding aus Orangen-Mango-Haferdrink ergibt eine ziemlich gelbe Futterbox für die Mittagspause, hihi.


Mit diesem Beitrag hab ich wahrscheinlich den Rekord für die Ananaswortdichte in einem Text gebrochen, oleole. Ob es dafür eine Kategorie im World Record Buch gibt? Hmm.

Sonntag, 10. September 2017

Gebratene Gnocchi mit Feta und Gemüse [Feierabendküche]

So nun war's das also mit den Zwanzigern, ich bin offiziell alt. Bald darf ich ganz legitim eine Midlife Crisis haben. Mein Umfeld wird entsetzt feststellen, dass ich schon Dreißig bin und 'sie imma no zur Schul geht'. Naja, fast. Aber für manche 80-Jährigen Nachbarn ist Uni, Doktorarbeit, usw. das gleiche wie Schule. Und ich darf mir jedesmal von ihnen anhören, wenn ich meine Eltern besuche, dass ich ja quasi gestern noch mit meinem rosa Fahrrad mit den Stützrädern da auf der Straße auf- und abgefahren bin. Wie die Zeit vergeht. Ja, kaum 25 jahre später kann sie schon ohne Stützräder fahren. Und 25 Nanometer dicke Ultradünnschnitte für die Transmissionselektronenmikroskopie machen, aber das wissen sie nicht ;)


Weniger Geschick und Erfahrung braucht man für diese Gnocchi-Pfanne. Die war schnell schnell mit einer Handvoll Zutaten nach der Arbeit zusammengebastelt. Ich hab die so ähnlich schon mal gemacht, aber mit Zwiebeln, Tomaten und so, da hat es uns nicht so cool geschmeckt. Aber die Grundidee fand ich super und musste es nochmal mit dem passenden Begleitgemüse bruzeln. Perfektes Rezept für ein Feierabendfresschen. Wer mag kann natürlich deutlich mehr Feta da drüber krümeln. Wir sind nur nicht die mörder Schafskäsefans und mögen's deswegen lieber etwas dezenter.


Gebratene Gnocchi mit Feta und Gemüse  
(3 Portionen)

600 g Gnocchi (Kühlregal)
1 Zucchini (eher ne kleine)
1 Paprika, orange (bei mir nur 2/3)
3 Frühlingszwiebeln
Ca. 100 g Feta (oder mehr, je nach Gusto^^)
Kräutersalz, Pfeffer, Thymian

Gnocchi in Salzwasser 2 min köcheln, abgießen.
Zucchini längs halbieren und in schmale Scheibchen, Paprika in Spalten und anschließend in dünne Streifen, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.
In einer großen Pfanne etwas Pflanzenöl erhitzen und die Gnocchi knusprig anbraten. Zucchini und Paprika zugeben und 2 - 3 min mitbraten. Frühlingszwiebeln und 1 geh. TL Thymian untermischen. Mit Kräutersalz und Pfeffer würzen. Feta zerkrümeln und unterheben.
Je nach Geschmack mehr Feta zugeben und mit z.B. Gurkensalat servieren.


PS: Es ist verrückt, aber man fühlt sich mit 30 geeenauso wie mit 29. Verrückt. Aber wenn ich für jede 'Uuund wie fühlt man sich mit 30?'-Frage nen Cent bekommen würde, hätte ich die Hosentaschen bald voll. Erwachsen fühl ich mich jedenfalls immer noch nicht. Fremde Leute, Vorträge und Smalltalk mit Kooperationspartnern verwandeln mich immer noch in ein Kaninchen im Fluchtmodus. Ich befürchte das wird auch nix mehr^^ So alt kann ich gar nicht werden, dass ich sowas gern mache.

Sonntag, 3. September 2017

Vegane Toffifee - einfach selbstgemacht

Ich zeig euch mal lieber nicht das Foto meiner Brandblasen, die ich mir beim Toffifee basteln eingefangen hab. Minireste Schokolade in der dünnen Kunststoffverpackung mikrowellisieren ist keine gute Idee. Nach zehn Sekunden bei niedrigster Stufe war das Plastik schon schön geschmolzen und die Schoki teerartig am Blubbern. Hab ich aber erst gemerkt wie ichs schon in bzw. an den Fingern hatte, Auuutschn. Aber lecker sind die Teile geworden, vegane Toffifee, oleole! Und wenn man nicht zu doof ist Schokolade unfallfrei zu schmelzen sind die auch echt easy gebastelt.


Vegane Toffifee    
(15 Stück)

5 Kuhbonbons, vegane
15 kleine Haselnüsse
Ca. 50 g dunkles Nougat
75 ml Kakaoglasur
Leere Toffifeeform oder Cakepop-Silikonform

Kuhbonbons dritteln, portionsweise in der Mikrowelle leicht anwärmen. Jedes Stück zuerst glatt kneten, zu einer Kugel rollen und in die Mulden drücken. Mit einem kleinen Löffel oder mit den Fingern in die Form drücken und modellieren.
Jeweils eine Haselnuss in jede Karamellmulde geben und leicht andrücken. Die Form eine halbe Stunde im Kühlschrank durchkühlen.


Das Nougat portionsweise in der Mikrowelle leicht erwärmen (es wird echt schnell flüssig). Mit einem Teelöffel die Förmchen bis zum Rand auffüllen. Die Form vorsichtig auf den Tisch klopfen um die Nougatfüllung zu glätten. Wieder in den Kühlschrank stellen und durchkühlen bis die Nougatschicht fest ist.


Die Kakaoglasur erwärmen bis sie flüssig ist, nicht zu heiß werden lassen, sonst schmilzt das Nougat zu sehr an. Mit einer kleinen Spritze jeweils 5ml Glasur aufziehen und mittig auf die Nougatschicht geben (geht natürlich auch mit einem Löffel, aber ist mehr Gebaze). Immer wieder vorsichtig die Form anrütteln, dass die Schokolade zu dem typischen Klecks zerläuft. Bis zum Wegschnabolieren kühl lagern.


Und noch was: Bei wärmeren Temperaturen nicht hochkant transportieren. Das Nougat schlaazt dann nämlich raus und das wars mit den hübsch hingezitterten Pralinchen, gnaa.
Auch wenn ich keine Fotos von den Toffifees außerhalb der Verpackung hab, weil ich sie verschenkt habe, sie gehen echt super raus! Wie die Originalen ploppen sie lustig raus wenn man auf die Packung drückt.

Samstag, 2. September 2017

Zucchini-Vernichter: Farfalle mit Zucchini-Tomaten-Käse-Sauce

Wo findet man die besten Rezepte? Im Internet? Kochbüchern? Frauenzeitschriften? Herumfliegenden Notizzettelchen? Eeeenk, alles falsch! Im zerfledderten DinA6-Rezepthefterl sind sie. In Vergessenheit geratene Lieblingsfresschen. Darin ist auch Muttis Apfelstreuselkuchen, die urstleckeren Bananen-Schoko-Muffins, Partyrezepte der ersten Stunde^^, Reispflanzerl, ... uuund eine supereinfache Zucchini-Tomatensauce die Käsefäden zieht wenn man die Nudeln aufpiekst, noom! In wenigen Minuten mit einer handvoll Zutaten zusammengeköchelt, so cool. Ordentlich pfeffern stand noch mit Bleistift dazugekritzelt, hihi. Jep, das machts echt nochmal leckerer, Zucchini und ordentlich Pfeffer. Oder wars die Kombi aus Tomate und Käsefäden? Irgendwie alles zusammen, schön soulfoodiges Feierabendfresschen.


Zucchini-Tomaten-Käse-Sauce    
(2 Portionen)

400 g Zucchini, möglichst schmale
1 Zwiebel
2 EL Tomatenmark
200 ml Soja Cuisine (oder andere Sahne)
100 g Gouda, gerieben (für ne vegane Variante gut schmelzenden Käseersatz)
Pfeffer, Salz, Basilikum
200 g Farfalle, oder andere Nudeln

Nudeln al dente kochen.
Zucchini in Scheiben schneiden, Zwiebel würfeln. Sahne mit Käse vermischen, 1 EL gehackten Basilikum einrühren und kräftig salzen.
Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Zucchini und Zwiebel unter mehrmaligem Wenden gut anbraten bis die Zucchini fast gar sind. Großzügig pfeffern.
Tomatenmark unterrühren und zwei Minuten mitbraten.
Sahne-Käse-Mischung dazugießen und aufkochen lassen, bis der Käse geschmolzen ist und beim Umrühren Fäden zieht.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Nudeln servieren.
Dazu passt gut ein knackiger Gurkensalat.


Wie ich so durch mein uraltes Fledder-Rezeptheftchen geblättert hab, ist mir meine Lieblings-Pastasauce aus Omnizeiten wieder ins Auge gefallen. Hackfleisch-Sahnesoße mit Schinken, Paprika, Käse, Tomate, irgendwie alles genial Leckere in einer Sauce. Die muss unbedingt veganisiert/vegetarisiert werden! Challenge accepted, hehe.

Montag, 21. August 2017

Noom! Soja-Gulasch 2.0 mit etwas Paprika und Möhrchen [vegan]

Nachdem heute der letzte Tag Gäubodenvolksfest ist, kehrt auch hier in der Umgebung langsam wieder Normalität ein. Besonders in der Arbeit war wohl etwas Ausnahmezustand (ich war ja krank, d'oh). Manche schafften es tatsächlich sich jeden Tag im Bierzelt wegzubechern und dazwischen ein paar Stunden zombiemäßig in der Arbeit herumzustreifen, crazy. Nix für mich, nach zwei Maß Festbier lieg ich schon unterm Tisch und brauche Minimum zwei Tage zum Regenerieren. Ich war also gestern brav zu Hause und hab lecker Soja-Gulasch, dass sogar Männchen brav geschlemmt hat (auch wenns nicht ans Dunkelbiergulasch im Weissbräuhaus rankommt, pff), geköchelt. Alle Nicht-Fleischfutterer fanden es bisher aber voll gaal. Vielleicht sollte ich mal die Dunkelbiervariante ausprobieren, dass ich dem Weissbräuhaus doch noch Konkurrenz mache, hmm.


Es gibt zwar schon ein Soja-Gulasch-Rezept aufm Blog, aber es geht eben noch ein bisserl besser. Nach ein paar mal Kochen findet man hald doch das ein oder andere, was sich noch optimieren lässt. Und das war in diesem Fall die Abfolge der Zutatenzugabe, dass noch ein paar Gemüsewürfelchen zum Schluss mit rein kommen für den Biss und das ein oder andere Gewürz zusätzlich. Nachdem ich beim alten Gulasch-Rezept dann noch Anmerkungen hinzugefügt habe und wieder und wieder rumgeändert hab, dachte ich mir es ist an der Zeit für einen neuen Post. Das perfekte Soja-Gulasch. Tadaa.


Soja-Gulasch 2.0     
(3 bis 4 Portionen)

100 g Soja-Würfel + 1/2 l Gemüsebrühe
3 Zwiebeln
2 eher große Karotten
1 Paprika, rot oder gelb
1 EL dunkles Soßenpulver (bei mir von Gefro Balance)
1 TL Gulaschgewürz
2 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, scharf
1 Knoblauchzehe
1/2 l Gemüsebrühe
1/4 l Orangensaft (am besten Direktsaft)
2 EL Sojasahne
Optional: Liebstöckel, Rosmarin, geräuchtes Paprikapulver
Salz, Pfeffer, Zucker

Sojawürfel in der heißen Gemüsebrühe 10 min einweichen. Anschließend abgießen und möglichst kräftig ausdrücken.
Zwiebeln grob würfeln, 1 Möhrchen und 1/2 Paprika fein würfeln, Knoblauch fein hacken. Die restliche Möhre und halbe Paprika in kleine Stücke schneiden und für später zur Seite stellen.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Sojawürfel darin unter mehrmaligem Rühren 10 min anbraten, bis sie schön angeröstet sind. Zwiebeln, Möhrchen und Paprika zugeben und weitere 10 min braten.
Soßenpulver und Gulaschgewürz darüberstreuen und abgedeckt, unter gelegentlichem Rühren, 15 min bei mittlerer Hitze braun schmoren. Evtl. zwischendruck etwas Wasser zugeben, falls es zu trocken wird, dass nichts anbrennt.
Tomatenmark und Paprikapulver zugeben, 1 - 2 min mitrösten, Knoblauch dazugeben und 1 min mitbraten.
Mit Gemüsebrühe und Orangensaft ablöschen. Abgedeckt 40 min köcheln lassen, gelegentlich umrühren.
Die in Stücke geschnittene Möhre und Paprika zugeben, mit Salz, Pfeffer, Paprika und Zucker abschmecken, und offen 20 min köcheln lassen (Hitze etwas hoch schalten.
Sahne unterrühren und nach Geschmack mit Cayennepfeffer oder Piri Piri schärfen. Evtl. mit Rosmarin, Liebstöckel und geräuchertem Paprikapulver nochmal abschmecken.
Zum Beispiel mit Nudeln und Gurken- oder Tomatensalat servieren.


Für Mittag ist zum Glück noch ein Portiönchen übrig geblieben. Yaaay. Eigentlich war der Plan was davon einzufrieren, aber dafür wars viel zu wenig, buhu. Memo an mich: Doppelte Menge kochen!

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