Donnerstag, 18. Januar 2018

Risotto mit Paprika und Aprikosen [vegan]

Was erwartet einen nach dem Training wenn man eine ausgedehnte, gemütliche Weihnachtspause eingelegt hat? Geeenau, Muskelkater deluxe, autschn. Perfekt für geplagte Ärmchen und Beinchen ist dieses fix zusammengerührte Risotto mit Paprikastückchen und Aprikosenwürfel. Ganz wenig schnippeln, alles in den Topf, hin und wieder umrühren und Brühe nachgießen, uuund futtern. Da ich noch veganen Reibekäse übrig hatte, hab ich gleich den reingeworfen. Geht natürlich genauso mit jedem anderen Käse oder Parmesan, wie ihr mögt. Die Paprikastücke mach ich erst zum Schluss mit rein, damit sie noch schön Biss haben, jam.


Risotto mit Paprika und Aprikosen    
(3 Portionen)

250 g Risotto-Reis
1 Paprika
1 rote Zwiebel, mittelgroß
4 Soft-Aprikosen
50 g Pinienkerne
ca. 800 ml Gemüsebrühe
1 EL Basilikum, gehackt
1 EL Butasan oder Margarine, optional
70 g Reibekäse (bei mir Bedda Reiberei)
1 EL Würzhefeflocken, optional
Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Zucker

Paprika entkernen und würfeln, Zwiebel fein würfeln, Aprikosen in fein hacken.
Pinienkerne ohne Öl anrösten und zur Seite stellen.
Zwiebelwürfel und Reis in 2 EL Olivenöl 2 min unter Rühren andünsten. Mit 300 ml Gemüsebrühe ablöschen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Nach und nach Gemüsebrühe dazugießen und unter gelegentlichem Rühren so lange köcheln bis der Reis gar ist aber noch Biss hat (ca. 20 min). 5 min vor Schluss die Aprikosen, Pinienkerne und Paprika zugeben. Am Ende Basilikum, Butasan, Reibekäse und eine Prise Zucler unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und evtl Würzhefeflocken würzen.


Dazu passt super ein Feldsalat mit Frühlingszwiebelringen und einem Dressing aus Rotweinessig, Öl und Preiselbeermarmelade. Mein Bruder hat letztens beim Käsefondue schnabolieren den grünen Salat so angemacht und das war voll lecker! Ist gleich zu meinen Standarddressings gewandert.

Sonntag, 14. Januar 2018

Schön matschig: Schoko-Kirsch-Kuchen [vegan]

Eines meiner ältesten veganen Kuchenrezepte hat es endlich mal auf den Blog geschafft: Der Schoko-Kirsch-Kuchen. Natürlich hätte ich den auch mit Eiern machen können, aber dann wird er nicht so schön angematscht, was bei Schokokuchen schon was echt geniales ist. Browniefeeling sozusagen. Mit Sojamehl oder stärkebasiertem Ei-Ersatz wird er am besten. Eier machen ihn merkwürdig fluffig und etwas trocken, Apfelmus macht ihn zu matschig, eher wie 'spintiger' Kuchen, also wie nicht ganz durchgebacken. Also nach zigmaligem Backen bleib ich dabei, dieser Kuchen schmeckt in der veganen Variante am allerbesten :)


Schoko-Kirsch-Kuchen      
(Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser)

150 g Mehl
25 g Stärke
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 TL Backpulver
3 EL Kakao (nicht Kabapulver)
150 g Margarine (z.B. Alsan)
4 EL Sojamehl + 8 EL Wasser (oder anderen Ersatz für 2 Eier)
150 ml Pflanzenmilch (ich nehm am liebsten Alpro Bio Soja)
100 g Schokodrops, Zartbitter
1 kleines Glas Kirschen

Mehl, Stärke, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und Kakao vermengen.
Weiche Margarine und angerührten Ei-Ersatz unterrühren.
Milch zugeben und vermixen, Schokodrops unterheben.
Teig in eine gefettete Springform geben, glatt streichen. Abgetropfte Kirschen darauf verteilen.
Bei 175°C Umluft ca. 45 min backen (Stäbchenprobe).
Abkühlen lassen und aus der Form lösen.
Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.


Der Vollständigkeit halber muss ich wohl doch noch erwähnen dass Mutti die Version mit Ei lieber mag. Lieber fluffiger und nicht so saftig. Wie mit den Sugar-Sprinkle-Cookies schmeckt jedem eine andere Variante etwas besser.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Lecker Tiramisu ohne scary rohem Ei

Sonst bin ich ja immer die Nudelsalattante, wenn's um Partybuffet-Mitbringsel geht. Oder mal ne Torte basteln. Aber klassische Nachspeisen hab ich schon recht wenig im Repertoire. Es gibt immer die gleichen Sachen, meistens Mousse au Chocolat oder Tiramisu. An Silvester musste ich diesmal eine Nachspeise beisteuern und die auch noch im Auto bis Österreich transportieren. Mousse war mir da zu heikel, dass die zusammenfällt und Tiramisu mit rohem Ei wollte ich auch nicht riskieren. Also machte ich die Tiramisu-Creme die ich sonst zu fruchtigem Erdbeer-Tiramisu mache, eine Pudding-Quark-Creme. Die ist auch nicht so mächtig wie Mascarpone.


Kam wirklich sehr gut an und wurde komplett weggefuttert, hehe. Ich glaub Tiramisu mach ich jetzt immer so. Mit viiiel Amaretto in der Creme, jam! Bei der Ei-Mascarpone-Creme kann man nämlich nur begrenzt Amaretto reinhauen, weil sie sonst flüssig wird. Bei der Puddingvariante ist das kein Problem, muha! Auf die Art mit Pudding und Co. ist die Creme außerdem recht einfach zu veganisieren falls ihr ein paar Pflanzenfresser zu Besuch habt ^_^


Tiramisu mit Pudding-Quark-Creme   
(Für so 10 bis 12 Gäste)

500 ml Milch
2 Pck Puddingpulver, Vanille
60 g Zucker
1 Becher Schlagsahne, 200 ml
1 Pck Sahnesteif
500 g Quark
125 g Puderzucker
Amaretto, ersatzweise Bittermandelaroma o.ä.
1/2 Tasse starker Kaffee (bei mir 2 Pck Instant-Espresso)
2 EL Rum, 54%, ersatzweise Rumaroma
400 g Löffelbiskuit
Kakaopulver

Puddingpulver mit Zucker vermischen, mit etwas Milch klümpchenfrei anrühren. Restliche Milch aufkochen, Topf vom Herd ziehen und angerührtes Puddingpulver mit einem Schneebesen unterrühren. Nochmal unter Rühren aufkochen bis es eine Minute gekocht hat. In eine Schüssel umfüllen, mit Frischhaltefolie abdecken (auf den Pudding drücken, so bildet sich keine Puddinghaut) und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Zwei Tütchen Espresso mit einer halben Kaffeetasse kochendem Wasser anrühren, dann abkühlen lassen. Mit 2 EL Rum verrühren.

Schlagsahne mit Sahnesteif steif schlagen. Quark mit Puderzucker cremig rühren, Pudding dazugeben und glatt rühren (ich rühre den Pudding davor erst cremig, dass es sicher nicht klumpt). Sahne unterheben. Nach Geschmack mit Amaretto abschmecken (bei mir ein paar Esslöffel, eher viele Esslöffel^^).

Löffelbiskuit mit Kaffee bepinseln (nicht eintunken sonst matschen die später voll durch) und eine Lage in eine große Schale (ca 20 x 30 cm) schichten, mit ca. der Hälfte der Vanillecreme bestreichen, nochmal Löffelbiskuit bepinseln und eine Schicht darauf legen, restliche Creme darauf geben und glatt streichen. Mit Kakao bestäuben und im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen.


Wenn ihr keine so große Schale habt, einfach höher schichten oder ihr macht zwei Schalen und futtert eine allein aus, muha ;) So haben wir das gemacht, eine große Schale für die Meute, die Reste in eine kleine Dose für uns (so konnte ich auch noch ein Foto knipsen ohne mit nem angefutterten Tiramisu bei der Party aufzutauchen^^).

Samstag, 6. Januar 2018

Cremige Pilz-Ravioli in nussiger Salbei-Butter [vegan]

Wuuhuu, wir haben die Nudelmaschine eingeweiht. Ist das einfach, crazy. Hatte da ewig Bammel, dass das zerrupft, klebt, bröckelt oder so. Dabei war der Teig schon supereasy gemacht, null Stress. Und nach dem Ruhen war der ultrageschmeidig und lies sich ohne Bemehlen super durch die Nudelmaschine ömmeln. Hach, wunderbar. Die Füllung ist beim Köcheln dann auch noch brav in den Ravioli geblieben, Träumchen. Ich bin total begeistert.


Gemacht wurden Ravioli mit einer einfachen aber lecker cremigen Champignon-Füllung. Die hab ich dann noch in ner Salbei-Butter geschwenkt, gepimpt mit Haselnussöl, dass sie was von gebräunter Butter hat. Alles in vegan, weil ich alles dazu im Haus hatte und es so genauso geil schmeckt. Butasan war meine buttrige vegane Geheimwaffe und Creme Vega mit nem Schlückle Zitronensaft mein Ricotta-Ersatz. Nach dem ersten Bissen war Männchen dann auch total begeistert :)


Pilz-Ravioli in Salbei-Butter    
(ca. 3 Portionen, ergibt bei mir 30 Ravioli)
[Ravioli-Teig nach einem Rezept von veggi.es, sehr geschmeidig, super Teig!]

250 g Hartweizengrieß
50 g Mehl, Typ 550
1 Prise Salz
1/4 TL Kurkuma
150 g Wasser

Trockene Zutaten in einer Rührschüssel vermischen, Wasser zugeben und verkneten. Den Teig mit den Händen 5 min geschmeidig kneten, also bis das Krisselige vom Grieß sich bisschen glatt geknetet hat.
In Frischhaltefolie wickeln und 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.

250 g braune Champignons
1 kleine rote Zwiebel, oder Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Schuss Weißwein
Gemüsebrühenpulver, Pfeffer
150 g Creme Vega (vegane Crème Fraîche)
Petersilie, gehackt
1 TL Zitronensaft
1 TL Hefeflocken, optional

Champignons putzen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch sehr fein würfeln.
Champignons in einer Pfanne ohne Öl scharf anbraten. Zwiebel und Knoblauch zugeben und bei mittlerer Hitze weich dünsten.
Mit einem Schuss Weißwein ablöschen. Mit Gemüsebrühe und Pfeffer würzen und unter Rühren weiterbraten bis der Wein verdampft ist (Falls ihr keinen Wein benutzen wollt einfach Gemüsebrühe nehmen).
Creme Vega unterrühren, mit Petersilie, Salz und Pfeffer eher kräftig abschmecken und vom Herd nehmen.
Zitronensaft und Hefeflocken dazurühren und abgedeckt abkühlen lassen.


Nudelteig portionsweise dünn ausrollen (mit ner Nudelmaschine oder einem Nudelholz), bei mir Stufe 4 von 9, mit Hilfe eines Ravioli-Ausstechers in Form bringen und mit der Pilzcreme befüllen (nicht zu prall befüllen, sonst platzen die Ravioli beim Kochen auf). Immer etwas Mehl zur Hand haben und dazwischen dünn bestäuben, dass nix kleben bleibt wo nix kleben soll.


50 g Butasan (oder Alsan, mildes Olivenöl, ...)
1 TL Haselnussöl, optional
Ca. 10 Blätter Salbei (oder mehr wenn ihr's aromatischer mögt)

Die fertigen Ravioli portionsweise (außer ihr habt nen fetteren Topf als ich^^) in Salzwasser 3 bis 4 min kochen.
Währenddessen Butasan, Haselnussöl und Salbei in einer Pfanne erhitzen.
Die abgeschöpften Ravioli kurz in der Salbeibutter durchschwenken. Ich hab sie etwas länger drin gelassen, dass sie leicht knusprig werden weil wir das gerne so mögen.
Die Ravioli mit der Salbeibutter beträufelt servieren.


Dazu passt gut ein frischer Feldsalat und wer mag auch noch etwas Parmesan(ersatz) drüber gehobelt. Bei uns gab's die Ravioli pur, da sie als Hauptgang eines Drei-Gänge-Menüs geplant waren und die Vorspeise schon Salat gewesen wäre. Als Nachspeise sollte es noch Milchreis-Crema-Catalana geben.


Die Vorspeise sollten Schafskäsetaler mit Honig-Walnuss-Kruste auf Rucola-Feldsalat mit Granatapfeldressing sein, aber da familiär was dazwischen kam, gab's dann abends nur fix die vorbereiteten Ravioli und Tiramisu vom Vortag (Rezept gibt's bald^^). Ich hätt' nen Beilagen-Salat noch nett gefunden, aber war auch so superlecker! Wieder ein fancy Rezept im Repertoire.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Partyfutter: Ajvar-Dip [vegan]

Wenn ich Buffets plane, schaue ich immer drauf das ein oder andere neue Rezeptchen ausprobieren zu können, aber gleichzeitig auch genug erprobte Komponenten dabei zu haben, dass keine Katastrophe daraus wird. Man weiß ja nie. Zuletzt haben die Experimente aber auch ganz gut geklappt. Die Spinat-Blätterteig-Stangen waren ja schon mal der Böörner. Aber der Ajvar-Dip kam auch sehr gut an. Besonders wegen dem Knoblauch, glaub ich, hehe.


Ajvar-Dip    

100 g Ajvar, mild
75 g Creme Vega (veganer Schmand)
75 g Frischkäse, natur (vegan z.B. von Vegan Island)
50 g Alpro Go On (veganer Quark)
2 Knoblauchzehen
1 - 2 TL Basilikum (TK)
1 - 2 EL Weißweinessig
Paprika, Chili oder Cayennepfeffer
Salz, Pfeffer

Ajvar, Schmand, Frischkäse und Quark mischen, Knoblauch dazupressen, Basilikum und Essig zugeben und verrühren.
Mit 1/2 TL Paprika, Chili nach Geschmack, Salz und Pfeffer abschmecken.
Am besten noch ein bis zwei Stunden ziehen lassen, dass der Geschmack schön durchzieht.

Neben dem Ajvar-Dip gab's auch noch ein selbst gemachtes Hummus. Ich wollte mal was Leichteres mit Gurke ausprobieren, aber es schmeckte leider etwas fad. Mein nächster Versuch wird mit gebratener oder gegrillter Zucchini gebastelt, vielleicht wird das cooler.


Das Gurken-Hummus bestand einfach aus einer Dose Kichererbsen, einer halben geraspelten Gurke, 1 TL Tahini, Salz und Dill.

Oder kennt ihr ein leckeres Zucchini- oder Gurken-Hummus-Rezept?

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