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Sonntag, 23. April 2017

Rhabarber-Himbeer-Kuchen mit Puddingcreme [vegan]

Verrückt, wie viel Rhabarber in Muttis Garten schon wuchert. Da nehm ich natürlich gerne das ein oder andere Kilo ab, hehe. Vor einiger Zeit hatte ich mal nen ziemlich leckeren Rhabarber-Schmand-Kuchen gebacken, den wir nachmittags dann bei Mutti reingefuttert haben. So einen wollte ich gern nochmal machen, nur etwas 'optimiert'. Also einmal vllt ohne tierische Bestandteile, das kann ja jeder machen wie er will. Ich hatte noch von nem veganen Brunch recht viele vegane Sachen im Kühlschrank und wollte die aufbrauchen ;) Deswegen kam bei mir Mandelmilch, Creme Vega (statt Schmand) und Margarine rein.


Und dann wäre da noch die Optik. So faseriger, pinker Rhabarber-Himbeer-Schlonz sieht echt nicht toll aus. Also den Rhabarber kleiner geschnippelt, dass die Fasern kürzer werden und die Himbeeren erst zum Schluss untergehoben, dass nur ein paar pinke Tupfen in der Rhabarber-Kompott-Decke sind. Geschmacklich ist er wieder super geworden. die vanillige, supercremige Puddingschicht und darauf schön säuerlich und fruchtig das Rhabarber-Himbeer-Kompott. Kam wieder sehr gut weg auf der sonntäglichen Kuchentafel :)


Rhabarber-Himbeer-Kuchen mit Puddingcreme      
(26-cm-Springform)

Mürbteig:
150 g Mehl (Weizenmehl, Typ 405)
1 TL Backpulver
100 g Zucker
100 g feste Margarine (z.B. Alsan)
1Schuss kaltes Wasser
1 EL Vanillezucker

Alle Zutaten miteinander verkneten, dann in eine 26cm-Springform (vorher mit etwas Margarine ausfetten) drücken, dabei ca. 2 cm Rand hochziehen.

Puddingcreme:
300 ml Pflanzenmilch (bei mir Mandeldrink von Alpro)
1 Pck Vanillepuddingpulver
120 g Zucker
1 EL Vanillezucker
150 g Creme Vega (oder ersatzweise Sojaquark)
100 g Sojaquark (Alpro Go On)

Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.
Alle Zutaten gut miteinander verquirlen, bis eine möglichst homogene Masse entstanden ist. Ich vermische zuerst Zucker, und Vanillepulver und gebe dann nach und nach die Milch dazu, dass keine Klümpchen entstehen. Dann erst die restlichen Zutaten.
Puddingcreme in die vorbereitete Form füllen und ca. 30 min bei 175ºC (Umluft) backen.

Rhabarber-Himbeer-Kompott:
500 g Rhabarber
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 EL Zitronensaft
3-4 EL Speisestärke
250 g Himbeeren (TK)

Rhabarber waschen, schälen und in ca. 1 cm lange Stücke schneiden. Zucker und 200 ml Wasser aufkochen. Rhabarber, 1 EL Vanillezucker und Zitronensaft zugeben. Alles zugedeckt ca. 2 min dünsten. Mit Speisestärke (in etwas kaltem Wasser klumpenfrei angerührt) binden. Vom Herd ziehen, Himbeeren unterheben.
Das Kompott auf dem Kuchen verteilen und kalt stellen.


Da bei Zorra's Blogevent gerade das Thema 'Genuss des Frühlings' ist, passt mein Rezept doch super rein. Gastgeberin ist diesmal Jeanette von Cuisine Violette und sie wünscht sich besonders regionale und saisonale Zutaten. Muttis selbstgezogener Rhabarber darf da natürlich nicht auf dem Tellerchen fehlen.

Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings (Einsendeschluss 15. Mai 2017)

Sonntag, 27. November 2016

Muttis Donauwelle: Sooo guuut - Lecker, lecker, lecker!

Juhuu, wieder daheim, oder auch nicht juhu? Vollgas kalt ists hier, brr! Was für ein Kontrastprogramm. Gerade waren es noch 35°C, Sonne, Meer, Äffchen auf meiner Schulter, Geckos an den Wänden, Muschelhäuschen für die Einsiedlerkrebse suchen... Jetzt muss ich mir das Daheim hier ordentlich schön reden, versuchen wirs mal. Ah ja, keine Mückentiere, Trinkwasser aus der Leitung, uuuh und am wichtigsten: Leckeres Süßzeug, weeh!


Denn alles Nachspeisenmäßige, außer dem gooilen Obst und frischem Roti vom Streetfoodstand, war in Thailand irgendwie kacke. Da sehnt man sich schon ein bisschen nach nem Stückle leckeren Kuchen. Und wie praktisch, dass ich eeendlich mal Muttis überirdisch geniales, oberschmatziges Donauwellenrezept nachgebacken hab. Die ist echt mit Abstand die leckerste Variante unter all den Donauwellen, die es gibt. Mit mehr Kirschgeschmack durch ne Schicht Kirschguss, extra Butterkeksen für verbesserte Schokobeschichtung und ordentlich Wumms dank Rumtränke und so, hehe.


Donauwelle    
(1 Backblech, 28 Schnittchen)
zum veganen Rezept für Donauwelle geht es hier entlang: *klick

Boden
250 g Butter
250 g Zucker
1 Pck Vanillezucker
6 Eier
350 g Mehl
1 Pck Backpulver
2 EL Rum (im Original Stroh-Rum^^)
2 EL Kakao
2 EL Milch

Kirschschicht
1 Glas Sauerkirschen (720g), Saft auffangen!
1/2 l Kirschsaft (Saft von den Kirschen, evtl. mit Wasser auf 1/2 l strecken)
2 EL Zucker
2 Pck Tortenguss, rot

Vanillecreme
1/2 l Milch
3 EL Zucker
2 Pck Puddingpulver, Vanille
250 g Butter
250 g Puderzucker
2 - 3 EL Rum

Schokoguss
1 Pck Butterkekse
2 EL Rum zum Bepinseln der Kekse, optional (ich habs weggelassen)
200 g Kuvertüre (bei mir Pickerd-Glasur Kakao)

Zuerst für die Creme aus Milch, Zucker und Puddingpulver einen dicken Pudding kochen, mit Frischhaltefolie abdecken, dass sich keine Haut bildet und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen (nicht im Kühlschrank). Butter rausstellen und auf Zimmertemperatur erwärmen lassen.

Für den Boden zuerst ein tiefes Backblech gründlich ausfetten. Dann aus Butter, Zucker, Vanillezucker, Eiern, Mehl, Backpulver und Rum einen glatten Teig anmixen. Gut die Hälfte bis zwei Drittel des Teiges in die vorbereitete Form geben und glatt streichen. Restlichen Teig mit Kakao und Milch vermixen, esslöffelweise auf dem Teig im Backblech verteilen und vorsichtig glatt streichen.
Abgetropfte Sauerkirschen (Saft auffangen!) auf dem Teig verteilen, nicht andrücken.
Bei 175°C (Umluft) ca. 30 min backen (Stäbchenprobe). Aus dem Ofen holen und etwas auskühlen lassen.

Aus Kirschsaft, Zucker und Tortenguss einen Kirschguss aufkochen und vorsichtig über den Kuchen verteilen und glatt streichen.
Den Kuchen nun komplett auskühlen lassen, bevors an die Vanillecreme geht.

Weiche Butter mit Puderzucker schaumig schlagen. Abgekühlten aber noch weichen Pudding mit Rum unterrühren. Auf den erkalteten Kuchen geben und glatt streichen. Mit Butterkeksen belegen.
Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und gleichmäßig auf den Keksen verstreichen.
Kühl stellen und über Nacht durchziehen lassen.


Jaja, es ist schon etwas aufwendiger, viele Schritte bis zum glückseligen Donauwellenfuttern. Aber es ist einfach soooo saulecker! Und falls man das Riesenblech doch nicht schafft, lässt sich die Klassiker-Schnitte auch super einfrieren. Meine Mama macht das immer so, erstmal eine Hälfte zur Seite und einfrieren, dann hat man gleich für zweimal lecker Donauwelle.

Montag, 19. September 2016

Kindheitserinnerungen: 'Fanta'-Kuchen mit Zitronenlimo^^

Habt ihr euch schon mal sonntags in ein eher angestaubtes Café gesetzt? Da sind echt jedesmal ein paar Grüppchen alte Damen, die sich wohl regelmäßig treffen um den alltäglichen Ratsch auszutauschen. Sie machen den Eindruck, sich seit einer halben Unendlichkeit zu kennen und treffen sich immer noch zu ihrem Weiber-Stammtisch, voll cool. Hoffentlich sitze ich mit 80 Jahren auch mal mit meinen genauso schrumpeligen Mädels jeden Sonntag im Café, bestell mir einen tuffigen Cocktail und tausche die neuesten Gerüchte aus, yay.


Und hoffentlich backen mir dann meine lieben Enkelchen auch mal diesen Klassiker von einem Geburtstagskuchen: Fantakuchen, nur eben mit Zitronenlimo, hihi. Dann würde ich mich wieder wie ein kleines Mädchen fühlen, dass die Zuckerstreusel-Dose bereit hält, wenn Mutti den Zuckerguss über den superfluffig-saftigen Zitronenkuchen streicht. Denn sobald der Guss einigermaßen verteilt ist, muss man gschwind losstreuseln, bevor der Zuckerguss fest wird ;)


'Fanta'-Kuchen mit Zitronenlimo    
(1 Backblech)

2 Tassen Zucker
4 Eier
2 EL Vanillezucker
1 Tasse Pflanzenöl (neutrales)
1 Tasse Zitronenlimo
1 Pck Zitronenschale
4 Tassen Mehl
2 TL Backpulver

Zucker mit Eiern schaumig schlagen. Restliche Zutaten zugeben und unterrühren. Auf ein gefettetes Backblech geben und glatt streichen. Bei 170°C (Umluft) 20 bis 25 min backen (Stäbchenprobe).

150 g Puderzucker
Zitronenaroma
Zuckerstreusel

Puderzucker mit etwas Zitronenaroma und 3 - 4 EL heißem Wasser zu einem Zuckerguss anrühren. Zügig auf dem erkalteten Kuchen verstreichen und evtl. noch mit Zuckerstreuseln verzieren.


Und ja, ich stehe immer noch voll auf die kleinen Glitzer-Zuckerstreusel-Bonbons. Aber total! Die sind einfach überputzig, alles sieht damit gleich viel lieber und süßer aus. Da muss ich mir schnell noch ein zweites Döschen davon holen, denn lange halten sich die nicht bei dem Verbrauch ;)

Samstag, 9. Juli 2016

Himbeer-Pfirsich-Eistee und viele viele bunte Cupcakes

Ich schlürfe gerade das vierte Gläschen Himbeer-Pfirsich-Eistee, woop woop. Langsam fühl ich mich leicht beschwipst, obwohl gar kein Schnapsi drin ist, hö. Auch das Matsch-Himbeeren durch den Strohhalm schlurpen macht mir viel zu viel Spaß. Hihi, schlürfschlürf, plopp! Dabei ists heute noch gar nicht sooo vollgas heiß, dass ich unendlich Flüssigkeit in mich reinpumpen müsste, der Eistee ist einfach nur so lecker und süffig!


Himbeer-Pfirsich-Eistee  

Früchteteemischung für 1 l Tee
1 Schuss Himbeersirup
1 Schuss Zitronensaft
1 Pfirsich
100 g Himbeeren, TK!

Den Tee mit kochendem Wasser überbrühen, nach dem Ziehen gut abkühlen lassen.
Pfirsich in Spalten schneiden, in eine Karaffe geben. Den abgekühlten Tee, Himbeersirup und Zitronensaft dazugeben, gut umrühren.
Im Kühlschrank evtl etwas ziehen lassen. Zum Servieren die gefrorenen Himbeeren zum Eistee geben.


Das Rezeptchen flattert gleich noch rüber zum Blogevent 'Refreshing Summer' bei Amor und Kartoffelsack. Passend zur brütenden Sommerhitze sucht Sonja erfrischende Getränke ohne Alkohol (wir wollen uns ja nicht weghauen, sondern Durst löschen^^) und natürlich ohne krasse Zuckerzusätze, dass wir auch bei über 30°C ohne Klebegesicht lecker vor uns hinsüffeln können.

http://www.amor-und-kartoffelsack.de/2016/06/refreshing-summer-blogevent.html

So und für mich gehts jetzt dann gleich mit Kühlakkus bewaffnet auf zu Muttis Geburtstag. Ich wär nämlich fleißig und hab ein bisschen gebacken. Jetzt müssen die Teilchen nur noch einigermaßen gekühlt die nächste Stunde überstehen, bis sie ins Kühlhaus einziehen können. Ich hoffe die Cupcakes überleben das. Nicht dass die Toppings ganz traurig runtergerutscht ankommen, waah!


Einmal hab ich Limonaden-Cupcakes mit Vanille-Buttercreme als Topping gebaut. Die zitronigen Muffins duften schon seit gestern abends die ganze Küche voll, mmmhmm. Und dann wurden noch Schoko-Schoko-Cupcakes gebastelt, nach dem Rezept der Schoko-Himbeer-Torte. Die sind auch wieder supersaftig geworden, jammi!


Auf Muttis Wunsch hin hab ich auch nochmal die Käsekuchen-Erdbeer-Tarte mit Baiser gezaubert. Nur für dich Mutti! Ist nämlich doch etwas aufwändiger als mal eben schnell ne Käse-Sahne-Torte zusammenzubauen.


Weils heute auch über 25°C kriegen muss, puh. Schon beim Baiser aufspritzen war das eine Herausforderung! Und dann hab ich die Tarte leider schon auf die Plastik-Transport-Unterlage gesetzt. Also nix mit easy im Backofen das Baiser anbräunen. Ich bin total knödelig mitm Bunsenbrenner um die Tarte rum und hab versucht das einigermaßen gleichmäßig zu bräunen... Naja, geht schon. Aber im Backofen wirds schöner ^_^

Samstag, 9. Mai 2015

Kindheitserinnerungen: Muttis Semmelschmarrn mit Kompott

Da hab ich gleich ein paar 'nooms' und 'jaaams' ausgelöst, als ich das Bild von unserem Abendessen in unseren Familienchat gepostet hab. Meine Geschwister haben wohl auch schon viel zu lange keinen Semmelschmarrn mehr gefuttert, tztz. Den hat eben nur die Mami daheim gemacht. Damals hat es normalerweise selbst geweckte Kirschen, Zwetschgen oder Birnen dazu gegeben. Mein Favorit waren eindeutig die Kirschen. Herr Wos zum Essn mag allerdings kein schlabberiges Weck-Obst, also gabs bei uns Apfelmus und Preiselbeermarmelade dazu. Waren zwar nicht Muttis eingeweckte Kirschen, aber passte auch wunderbar zum Semmelschmarrn. Ich hätt mich trotzdem reinlegen können.


Semmelschmarrn    
(2 'erwachsene' Personen)

4 - 5 trockene Semmeln
300 ml Milch
2 Eier
1/2 TL Salz
Butterschmalz

Semmeln in Scheiben schneiden. Milch mit den Eiern verquirlen und über die Semmelstücke gießen. 1 Stunde abgedeckt ziehen lassen.
Durchkneten und mit Salz abschmecken.
Großzügig Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und den Schmarrn hineingeben. Dabei nicht den ganzen Teig auf einmal in die Pfanne geben sondern portionsweise, dass jetzt schon kleinere Klumpen entstehen. Etwas anbraten lassen, dann mit dem Pfannenwender 'zerstirdeln', also rumstochern, dass kleinere Stücke daraus werden und unter gelegentlichem Rühren goldig anbraten.
Mit Puderzucker bestäuben und mit Kompott, eingewecktem Obst oder Preiselbeermarmelade servieren.



Als Tina von Lecker & Co zum Blogevent 'Kulinarische Kindheitserinnerungen' aufrief begann mein Hirn sich im Kreis zu drehen. Als Kind war ich sowas von hoaglich. Ich mochte so gut wie nichts. Und wenn dann mit Ketchup. Alles. In Unmengen. Auf Pizza, zu Leberkäs oder zur Weißwurst (kreiiisch), unter Bolognese gemischt, pur auf Semmel oder zu blanken Nudeln, ja sogar den Semmelschmarrn futterte ich mit Ketchup. Waah, schrecklich, wie sollte ich da einen leckeren Kindheitserinnerungen-Beitrag draus machen. Aber zum Glück verging der Ketchupwahn mit der Zeit (viel Zeit) und den Semmelschmarrn gibts heute noch genauso wie früher von Mutti, nur dass ich inzwischen immer die Kirschen oder das Apfelmus dazu vorziehen würde. Nur die Pizza wird zu Hause noch heimlich mit Ketchup schnaboliert...


Dienstag, 9. Dezember 2014

Fingernudelspaß

Hiöö, heut gibts hier super-Noob-Futter. Fingernudeln mit Sauerkraut angebruzelt und dazu selbstgemachtes jamjamjam-Apfelmus von Mutti. Klingt komisch, ist aber so. Übelst schnell zusammengeköchelt, keine freakigen Zutaten und vor allem superlecker.


Viel zu lange hab ich keine Fingernudeln mehr gefuttert. Dabei kann man so geiles Zeug daraus machen. Quasi alles Gemüsige, was man im Vorratswust findet, einfach dazu werfen, ordentlich anbruzeln und tadaa - lecker! Die Buschbohnen warten schon auf die nächste köstlich-knusprige Fingernudelorgie.

Gesagt, getan. Ich bin im Fingernudelfieber! Also wie wärs mit mexikanisch angehauchter Fingernudelpfanne mit Paprika, Brechbohnen und Mais, schön angebraten und tomatisiert?


Superschnell geht übrigens diese Zucchini-Fingernudelpfanne mit mediterraner Tomatensauce. Zucchinischeibchen anbruzeln, passierte Tomaten und einen Schuss Sahne dazu, italienische Gewürze mit rein und in der Pfanne nebenan Fingernudeln anbraten, jam.


Am wichtigsten bei allen Schupfnudelgerichten ist ja, meiner Meinung nach, sie richtig ordentlich anzubruzeln! Es gibt nichts traurigeres als lappige, weiche Kartoffelwürschtl im heißgeliebten Fingernudelteller.

Samstag, 1. November 2014

Monsterkürbisse, Balkonchilis und mein Vegan Wednesday #15

Letztes Wochenende haben wir mal wieder meine Eltern besucht, meine Geschwister samt Anhang waren auch mit am Start und Mutti hat natürlich fleißig für alle geköchelt. Yay. Traditionsgemäß wurden danach natürlich alle noch mit ordentlich Gartenloot eingedeckt. Wir haben zwei 'kleine' Kürbisse (laut Mutti waren das die kleinen Exemplare), ein paar Äpfel, Eier und Kuchen abgestaubt:) Okay, die Kürbisse machen mir ein bisschen Angst, ich hab keine Ahnung wie ich die aufessen soll!


Da ich erstmal noch einen Kürbisplan brauche (also viele Leute einladen und mit Kürbis vollstopfen), gabs die Woche noch was ohne die orange Knolle. Obwohl ich für den Vegan Wednesday eigentlich total cooles Kürbiszeug machen wollte. Aber auch so war der tierfreundliche Mittwoch ganz lecker. Also wurde morgens im Zug mein Müsli-Bausatz zusammengebastelt und Sojajoghurt mit Erdbeeren und Crunchy Müsli gefuttert.


Für die Mittagspause hab ich mir die Reste vom Vortag eingepackt. Da gabs die Mexikanische One-Pot-Pasta, die ich bei Vegan & Lecker entdeckt hatte. Voll cool das Zeug! Das ist so genial, einfach alle Zutaten in nen Topf, kochen bis die Nudeln durch sind und schon ists fertig.


Abends gabs nur Fertigfutter, mal wieder Mango Curry aus der Gefriertüte. Aber ich mag das echt supergern:) Foto hab ich leider vercheckt, gnaa. Dafür hab ich meine mit Hefeschmelz vollgepampte Pizza gestern mitdokumentiert. War mir fast schon zu käsig, ich mags käsemäßig ja lieber etwas fader, hehe. Es war aber auch ein bisserl viel Hefeschmelz für eine Pizza. Ich frag mich ja, ob das mit Wilmersburger auch hinhaut? Schmilzt der denn einigermaßen? Ich glaub den müsste man mit etwas Sojasahne vermixen, dass es schön rumschlonzt.


Heute haben wir dann endlich mal unseren Balkon fleißig abgeräumt. War ja immer total kalt die letzten Tage, da hatte ich keine Lust am zugigen Balkon rumzuwerckeln. Aber heute in der Sonne war das ganz ok. Bei der Gelegenheit haben wir auch gleich die reifen Chilis abgeerntet. Krasser Mist, sind das viele geworden. Da wird heut noch eine tuffige Chilischnur aufgefädelt.


Außerdem sollte ich mir Kürbisrezepte raussuchen. Ganz viele Kürbisrezepte. Für ganz viele Leute. Ich hoff einfach mal dass beim Vegan Wednesday Board ordentlich orange Futtervorlagen dabei sein werden.

http://living-lohas.blogspot.de/2012/08/vegan-wednesday.html

Montag, 22. Juli 2013

Mmmh, fluffige Schoki-Haiferl

Juli ist ein super Monat! Da ist immer schönes Wetter, es wird jede Woche mindestens einmal gegrillt, am Wochenende sitzt man sich auch mal an einem Lagerfeuerchen gemütlich zusammen und süffelt ein bisschen Bowle, Bier, Erdbeerlimes usw. und riecht am nächsten Tag wie ein Räucherstäbchen.

Außerdem ist Anfang Juli Muttis Geburtstag und da wurde natürlich wieder gegrillt (weil das die einzige *Kochfertigkeit* von Papa ist und Mutti an ihrem Geburtstag natürlich von ihm bekocht werden soll...). Ich hab Erdbeerkuchen und ein paar Chocolate Coma Cupcakes mitgebracht. Die Cupcakes waren sogar vegan, weil ich abends noch ein paar Freunde zum Erdbeer-Bowle vernichten eingeladen hatte und den Anlass für den Test eines neuen Rezepts missbrauchte. Zum Glück sind die Teilchen ganz gut geworden und es wurden fast alle verputzt. Daheim wurde gar nicht bemerkt, dass die Muffins vegan sind, hehe. Die Verzierung aus Schokofrosting hab ich übrigens weggelassen, war so schon unfassbar schokoladig, wer wirklich ins Schoko-Koma fallen will darfs mal mit Schoko-Topping probieren - aber auf eigene Gefahr;)

Der Name ist Programm: Chocolate Coma Cupcakes

Das Rezept hab ich von hier. Ist mit lustigen amerikanischen Cup Angaben. Mein erster Versuch mit den neu erstandenen Cup-Messbechern war wenig erfreulich. Beim Abtrocknen ist mir gleich das 1/3-Cup-Becherchen runtergefallen und zersprungen. Zwei Minuten später ist mir die Kakao-Schachtel umgekippt und hat den weißen Fliesenboden etwas aufgepeppt:P Nicht so mein Tag und dass die Muffins wie blöd über die Backform gequillt sind war mir dann irgendwie schon klar. Zum Glück ist meine Mini-Muffinform so supergeil beschichtet, dass alles easypeasy runtergegangen ist und die Cupcakes gerettet waren. Auch wenn manche wie giftige schwarze Pilze ausgesehen haben anstatt wie leckere Schokomuffins...


Chocolate Coma Cupcakes     

1 1/2 cups Mehl
3/4 cup Zucker
1/2 TL Salz
1/2 TL Backpulver
1 TL Natron
1/4 cup Kakao
2 EL Vanillezucker
1/4 cup Pflanzenöl
1 EL Apfelessig
1 cup Mandelmilch, ungesüßt
100g (1/2 cup) Schokotropfen

Zuerst alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen.
Apfelessig in die Mandelmilch einmixen und für 5 min stehen lassen (ergibt eine buttermilchähnliche Konsistenz). Dann das Öl eingießen und verquirlen.
Das Milchgemisch zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Esslöffel gerade so lange vermengen, bis eine homogene Masse entstanden ist.
Zum Schluss die Schokotropfen unterheben und den Teig gleichmäßig auf eine Muffinbackform verteilen.
Im vorgeheizten Backofen bei 170ºC (Ober-/Unterhitze) für ca. 15 min backen.
Ergibt ca. 12 Muffins.


Das Grillen war natürlich wieder supi. Ich hab mich diesmal an die Bratwürschtl gehalten, dazu Kartoffelsalat, Gurkis und Radieserl, frische Semmeln vom heimischen Bäcker - mampfmampf!

Ich liebe grillen! Auch wenn das leckerste eigentlich die Salate sind und ich nie verstehen werd wie man Grillfleisch pur mit ner trockenen Semmel essen kann, waren die Bratwürschtl auch sehr fein:) 

Ui, ich krieg schon wieder Hunger... Wird Zeit für den nächsten Grillabend:D

Boah und wie wir so die Erdbeeren für die Bowle geschnibbelt haben ist eine total coole Erdbeere aufgetaucht: eine siamesische Zwillingserdbeere mit zwei Strünken, oben und unten. Voll abgefahren, wehee:) Mindestens genauso toll wie ineinander geschlungene Zwillingsmöhrchen, die sind ja auch so lieb. Geschmeckt hat die Erdbeere übrigens gar nicht, war ziemlich sauer:P

Ist das nicht total cool? Eine siamesische Zwillingserdbeere! Hihi, zwei Strünke!


Dienstag, 25. Juni 2013

Nei im Schnapsregal: a Hoslnussana

Yay, endlich hab ich den seit Monaten angesetzten Haselnusslikör "geerntet". Ich hab im April dazu kandierte Haselnüsse in Amaretto und Wodka eingelegt und das hat dann seit dem vor sich hin gezogen. Jetzt nach dem Filtern hab ich das erste Mal probiert und es schmeckt wie alkoholisiertes flüssiges Marzipan! Also eher was für die Süßen unter den Schnapsdrosseln:)

Whee, supersüßer und pappiger Haselnusslikör. Nur in Stamperln genießen - Zuckerschockgefahr!


Haselnusslikör   

200g Haselnüsse, ganz und mit Schale
500g Fruchtzucker
150g Rohrohrzucker
0,1l Wasser
0,7l Amaretto
0,7l Wodka

Wasser und Zucker mischen, Haselnüsse dazugeben und unter Rühren so lange erhitzen, bis der Zucker karamellisiert ist.
Etwas abkühlen lassen und den Amaretto und den Wodka einrühren.
Mit den Nüssen in verschließbare Flaschen füllen und mindestens 4 Wochen, besser länger ziehen lassen. Je länger der Likör zieht, desto intensiver wird der nussige Geschmack.
Nach der Ziehzeit die Haselnüsse herausnehmen, den Likör durch ein Tuch filtern und in schöne Fläschchen abfüllen.

Die Nüsse hab ich jetzt mal aufgehoben, irgendwas muss man mit diesen alkoholisierten Böbbeln ja noch anfangen können. Vielleicht finden sie demnächst den Weg in eine Kuchenform...


PS: Letztens gabs bei Mutti wieder was ganz feines, lecker Hackbraten! Wir haben uns fette Burger daraus gebaut und alles drauf geschmissen, was der Kühlschrank hergab. Salat, Gürkchen, Zwiebelstückchen, hart gekochtes Ei, Senf, Ketchup und einen Klecks Miracel Whip - omnomnom!

Oooomnomnom! Monsterburger mit Muttis jamjam Hackbraten. Gibts nur daheim in so leckerer Form:)

Dienstag, 28. Mai 2013

Geheimzutat: meeehr Butterschmalz!

Nachdem der letzte Kaiserschmarrn beim Brandl-Bräu so abartig lecker war, wollten wir selber mal wieder den Versuch wagen einen superguten Kaiserschmarrn zusammenzubasteln. Dazu wurde extra Butterschmalz besorgt und das gleiche Rezept wie gehabt mit diesem einzigen Unterschied ausprobiert. Okee, ich hab zu den eingeweichten Weinberln noch einen Schuss Rum geschüttet hehe. Das Ergebnis kann sich deutlich sehen lassen, der schmalzige Geschmack ist hald nochmal nen Tick geiler als normale Butter. Das Ankaramellisieren muss ich aber noch üben, war fast ein bisserl zu dunkel. Außerdem glaub ich muss man alles einfach in noch viel mehr Butterschmalz ertränken:D

Wow, mit einer richtigen Kamera und einem fähigen Fotografiermenschn (H.) schaut das gleich viel besser aus. Selbstgemachter Kaiserschmarrn mit einem Bazerl Apfelmus:)

Eindeutig der Beste Versuch den wir bis jetzt hatten aber irgendwie noch nicht gaaanz so gut wie in dem besagten Wirtshaus. Das ist der Moment in dem man gerne eine kleine Fliegen-Drone hätte, die man in die Küche steuern und die Geheimnisse des Kochs entlarven kann... Vielleicht brät er das Ganze auch einfach in der Schnitzelpfanne in nem halben Liter Schweineschmalz und ich wunder mich warum das irgendwie anders schmeckt wie bei uns daheim.

Das Originalrezept von H.s Mama hat uns übrigens einen Durchbruch in der Kaiserschmarrn-Herstellung gebracht. Alles was wir bis dahin aus Kochbuch-Anleitungen nachgekocht haben war fürn Oasch, ums deutlich zu sagen;)


Kaiserschmarrn   

40 g Rosinen
40 ml Apfelsaft
1 EL Zitronensaft
1 Minischuss Rum (optional)

Rum, Apfel- und Zitronensaft mischen, Rosinen ca. 15 min darin einweichen.

4 Eiweiß, steif geschlagen
200 g Mehl
40 g Zucker
1/4 l Milch
1 Prise Salz
4 Eigelb

Mehl sieben, mit Zucker, Milch, Salz und Eigelb mit Handmixer aufschlagen.
Butterschmalz in Pfanne geben und zerlaufen lassen.
Eischnee unter die Masse heben und in die Pfanne geben. Ca. 5 min stocken lassen und die Rosinen darüber streuen, dann vierteln und umdrehen. Dann in kleine Stücke teilen und umrühren.

1 EL Butterschmalz
3 EL Puderzucker

Butterschmalz in Flöckchen auf dem Schmarrn verteilen, Puderzucker darüber streuen und unter Rühren ankaramellisieren lassen.

Mit Puderzucker bestäuben und dazu Apfelmus reichen. Menge reicht für zwei Hungrige als Hauptgericht.


Ach ja und ich hab gestern daheim noch Schweinebraten mit Knödl und Kartoffelsalat abgestaubt muha. Mutti hat ihn im Holzofen gebruzelt, weil sie keinen Bock auf Backrohr schrubben hatte. Noom und es war so gut! Noch dazu hab ich das Scherzal ergattert:D

Yay! Muttis Holzofen-Schweinebraten! Sauguade Kruste, lecker Semmlknedl und ein gscheider Kartoffelsalat. Das Fleischi schaut übrigens nur so zerfleddert aus weils quasi von selbst auseinander fällt *sabber

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