Sonntag, 28. Januar 2018

Brownie-Alarm: Italienischer Schokoladenkuchen [vegan]

Der Weltraum - unendliche Weiten. Daran muss ich immer denken, wenn ich meinen Ordner mit den gesammelten Rezeptideen aufschlage. Hunderte zerknitterte, fleckige Ausdrucke, rausgerupfte Seiten von Zeitschriften und handgeschriebene Notizzettel, wovon immer eine Handvoll rausgeflattert kommt, sobald man den Ordner fünf Zentimeter ausm Regal gezogen hat.


In diesem Ordner hab ich auch dieses Rezept gehütet. Eine liebe Freundin hat mal diese leckeren Schoko-Schnittchen mitgebracht. Supersaftig, richtig kräftig schokoladig und mit amarettomäßigem Mandelaroma, jaaaam! Er haut allerdings ordentlich rein, zwei Stücke auf einmal sind schon heftig schokoladig^^


Italienischer Schokoladenkuchen      
(Fast ein Blech^^)

100 g Zartbitter-Schokolade oder Schokodrops
100 ml Espresso, abgekühlt
300 g Mehl
50 g Stärke
1 Pck Backpulver
5 EL Kakaopulver
1 TL Zimt
250 g Alsan (vegane Margarine)
200 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1/2 Fläschchen Bittermandelaroma
1/2 Fläschchen Butter-Vanille-Aroma (optional)
5 Portionen Ei-Ersatz (10 TL + 200 ml Wasser)

Schokolade klein hacken, Espresso kochen und abkühlen lassen.
Mehl, Stärke, Backpulver, Kakao und Zimt gut vermengen.
Margarine mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen (bis der Zucker nicht mehr knuspert). Bittermandel- und Buttervanillearoma unterrühren. Ei-Ersatz anrühren und portionsweise unter die Buttermasse schlagen.
Espresso zugeben und Mehl portionsweise unterrühren.
Schokoladenstücke unterheben.
Ein Kuchenblech mit ca. 35 x 35 cm ausfetten (oder mit Alufolie ca. 4/5 von einem Backblech abtrennen^^). Den Teig hineinfüllen und glatt streichen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 20 - 25 backen. Wenn ein Holzstäbchen reingepiekst wieder sauber rauskommt, ist der Kuchen fertig.
Abkühlen lassen und evtl mit Schokoglasur bestreichen. Schmeckt aber auch ohne Schokohaube superlecker schokoladig.


Am besten ist der Kuchen, wenn er über Nacht ziehen kann, dann entfaltet sich das volle Aroma. Wir haben das Blech übrigens zu zweit fast komplett vernichtet, nur vier Stückchen haben wir abgetreten ;)


Montag, 22. Januar 2018

Mediterraner Kartoffelauflauf mit Bulgur-Feta-Häubchen - bissl Fusionküche

Wir gehen immer mal wieder gerne kurdisch essen. Bulgur, Zaziki, schön saurer Salat und viele vegetarische Leckereien. Zuletzt hatte ich Kartoffeln und verschiedenes Gemüse mit ein paar Fetakrümeln überbacken (gibt's im Lokanta in Regensburg). Das war in Kombination mit dem Beilagenbulgur und dem Zaziki sooo lecker, dass es mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Die nächste selbst geköchelte Bulgurrunde musste auch in die Richtung gehen.


Ich musste allerdings noch ein paar Kühlschrankreste unterbringen, so wurde es eher mediterran als kurdisch, voll Fusionküche quasi ;) Nach ein bisschen Gebastel gab es einen Auflauf aus Kartoffeln und Zucchini mit allen möglichen Gewürzen (Sumach ist hier echt supi, bringt ne schön fruchtige Säure mit rein) und obendrauf kam ein lecker mediterranes Bulgurhäubchen mit getrockneten Tomaten, Pinienkernen und Feta. Uhuuu, ist das super geworden, Experiment geglückt, yum! Probiert das mal aus, es ist zwar ein bisschen Zeitaufwand (ca. 45 min) aber wird mit sehr leckerem Fresschen belohnt :)


Mediterraner Kartoffelauflauf mit Bulgur-Feta-Häubchen    
(3 Portionen)

10 kleine Kartoffeln, vorwiegend festkochend
1/2 große Zucchini
Salz, Pfeffer, Rosmarin, Paprika, Cayennepfeffer, Gemüsebrühenpulver, Knoblauch, Zwiebel, Sumach* (optional)
4 EL Olivenöl

Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden, Zucchini längs vierteln, Kernhaus rausschneiden und in Stücke schneiden.
In eine Auflaufform geben und mit 1 TL Paprika, etwas Rosmarin und Cayennepfeffer, 1/2 TL Gemüsebrühenpulver, eine Prise Knoblauch und Zwiebel, ordentlich Salz und Pfeffer und falls vorhanden einer Prise Sumach würzen.
Mit Olivenöl beträufeln und alles gut vermischen.
Bei 200°C (Ober-/Unterhitze) 30 - 40 min backen, bis die Bulgurmischung fertig ist.

100 g Bulgur
200 ml Gemüsebrühe
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
5 getrocknete Tomaten in Öl
1 Handvoll Pinienkerne, ca. 20 g
1 Schuss Weißwein, oder Weißweinessig
1 EL Zitronensaft
2 TL Tomatenmark
1 EL Petersilie, gehackt
Zimt, Zucker, Salz, Pfeffer
70 g Feta (für eine vegane Variante weglassen oder mit Tofu-Feta/ Feto ersetzen)

Gemüsebrühe aufkochen, Bulgur zugeben und abgedeckt leise köcheln lassen bis der Bulgur durch ist aber noch mit leichtem Biss, ca. 8 min. Falls die Flüssigkeit nicht reicht, einfach Wasser nachgießen.
Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Tomaten klein würfeln.
Zwiebeln in 2 EL Öl glasig dünsten. Knoblauch und Tomaten zugeben, etwas zur Seite schieben und Pinienkerne zugeben. Pinienkerne leicht anrösten, Zwiebelgemisch immer wieder umrühren bis der Knoblauch weich ist. Mit Weißwein ablöschen und alles verrühren bis der Wein verdampft ist.
Bulgur mit Zwiebelgemisch, Zitronensaft, Tomatenmark und Petersilie vermischen. Mit einer Prise Zimt, einer kräftigen Prise Zucker, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
Die Hälfte des Fetas dazukrümeln und vermischen.

Kartoffeln anpieksen, wenn sie durch sind kann's direkt weiter gehen.
Die Bulgurmischung auf den Kartoffeln verteilen. Mit restlichem Feta bekrümeln.
Weitere 10 min bei 200°C (Ober-/Unterhitze) backen. Dann auf Grillfunktion umschalten und kurz übergrillen bis der Feta etwas angebräunt ist.


Dazu passt super Zaziki (Rezept gibt's hier *klick) und ein Gurkensalat mit Balsamicodressing. Angeröstetes Fladenbrot und grüner Salat machen sich auch gut dazu.


*Sumach bekommt ihr im Türkischen Laden. Es ist ein fruchtig-säuerliches Gewürz aus gemahlenen Steinfrüchten, das dem Gericht das gewisse Etwas verleiht. 

Donnerstag, 18. Januar 2018

Risotto mit Paprika und Aprikosen [vegan]

Was erwartet einen nach dem Training wenn man eine ausgedehnte, gemütliche Weihnachtspause eingelegt hat? Geeenau, Muskelkater deluxe, autschn. Perfekt für geplagte Ärmchen und Beinchen ist dieses fix zusammengerührte Risotto mit Paprikastückchen und Aprikosenwürfel. Ganz wenig schnippeln, alles in den Topf, hin und wieder umrühren und Brühe nachgießen, uuund futtern. Da ich noch veganen Reibekäse übrig hatte, hab ich gleich den reingeworfen. Geht natürlich genauso mit jedem anderen Käse oder Parmesan, wie ihr mögt. Die Paprikastücke mach ich erst zum Schluss mit rein, damit sie noch schön Biss haben, jam.


Risotto mit Paprika und Aprikosen    
(3 Portionen)

250 g Risotto-Reis
1 Paprika
1 rote Zwiebel, mittelgroß
4 Soft-Aprikosen
50 g Pinienkerne
ca. 800 ml Gemüsebrühe
1 EL Basilikum, gehackt
1 EL Butasan oder Margarine, optional
70 g Reibekäse (bei mir Bedda Reiberei)
1 EL Würzhefeflocken, optional
Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Zucker

Paprika entkernen und würfeln, Zwiebel fein würfeln, Aprikosen in fein hacken.
Pinienkerne ohne Öl anrösten und zur Seite stellen.
Zwiebelwürfel und Reis in 2 EL Olivenöl 2 min unter Rühren andünsten. Mit 300 ml Gemüsebrühe ablöschen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Nach und nach Gemüsebrühe dazugießen und unter gelegentlichem Rühren so lange köcheln bis der Reis gar ist aber noch Biss hat (ca. 20 min). 5 min vor Schluss die Aprikosen, Pinienkerne und Paprika zugeben. Am Ende Basilikum, Butasan, Reibekäse und eine Prise Zucler unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und evtl Würzhefeflocken würzen.


Dazu passt super ein Feldsalat mit Frühlingszwiebelringen und einem Dressing aus Rotweinessig, Öl und Preiselbeermarmelade. Mein Bruder hat letztens beim Käsefondue schnabolieren den grünen Salat so angemacht und das war voll lecker! Ist gleich zu meinen Standarddressings gewandert.

Sonntag, 14. Januar 2018

Schön matschig: Schoko-Kirsch-Kuchen [vegan]

Eines meiner ältesten veganen Kuchenrezepte hat es endlich mal auf den Blog geschafft: Der Schoko-Kirsch-Kuchen. Natürlich hätte ich den auch mit Eiern machen können, aber dann wird er nicht so schön angematscht, was bei Schokokuchen schon was echt geniales ist. Browniefeeling sozusagen. Mit Sojamehl oder stärkebasiertem Ei-Ersatz wird er am besten. Eier machen ihn merkwürdig fluffig und etwas trocken, Apfelmus macht ihn zu matschig, eher wie 'spintiger' Kuchen, also wie nicht ganz durchgebacken. Also nach zigmaligem Backen bleib ich dabei, dieser Kuchen schmeckt in der veganen Variante am allerbesten :)


Schoko-Kirsch-Kuchen      
(Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser)

150 g Mehl
25 g Stärke
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 TL Backpulver
3 EL Kakao (nicht Kabapulver)
150 g Margarine (z.B. Alsan)
4 EL Sojamehl + 8 EL Wasser (oder anderen Ersatz für 2 Eier)
150 ml Pflanzenmilch (ich nehm am liebsten Alpro Bio Soja)
100 g Schokodrops, Zartbitter
1 kleines Glas Kirschen

Mehl, Stärke, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und Kakao vermengen.
Weiche Margarine und angerührten Ei-Ersatz unterrühren.
Milch zugeben und vermixen, Schokodrops unterheben.
Teig in eine gefettete Springform geben, glatt streichen. Abgetropfte Kirschen darauf verteilen.
Bei 175°C Umluft ca. 45 min backen (Stäbchenprobe).
Abkühlen lassen und aus der Form lösen.
Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.


Der Vollständigkeit halber muss ich wohl doch noch erwähnen dass Mutti die Version mit Ei lieber mag. Lieber fluffiger und nicht so saftig. Wie mit den Sugar-Sprinkle-Cookies schmeckt jedem eine andere Variante etwas besser.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Lecker Tiramisu ohne scary rohem Ei

Sonst bin ich ja immer die Nudelsalattante, wenn's um Partybuffet-Mitbringsel geht. Oder mal ne Torte basteln. Aber klassische Nachspeisen hab ich schon recht wenig im Repertoire. Es gibt immer die gleichen Sachen, meistens Mousse au Chocolat oder Tiramisu. An Silvester musste ich diesmal eine Nachspeise beisteuern und die auch noch im Auto bis Österreich transportieren. Mousse war mir da zu heikel, dass die zusammenfällt und Tiramisu mit rohem Ei wollte ich auch nicht riskieren. Also machte ich die Tiramisu-Creme die ich sonst zu fruchtigem Erdbeer-Tiramisu mache, eine Pudding-Quark-Creme. Die ist auch nicht so mächtig wie Mascarpone.


Kam wirklich sehr gut an und wurde komplett weggefuttert, hehe. Ich glaub Tiramisu mach ich jetzt immer so. Mit viiiel Amaretto in der Creme, jam! Bei der Ei-Mascarpone-Creme kann man nämlich nur begrenzt Amaretto reinhauen, weil sie sonst flüssig wird. Bei der Puddingvariante ist das kein Problem, muha! Auf die Art mit Pudding und Co. ist die Creme außerdem recht einfach zu veganisieren falls ihr ein paar Pflanzenfresser zu Besuch habt ^_^


Tiramisu mit Pudding-Quark-Creme   
(Für so 10 bis 12 Gäste)

500 ml Milch
2 Pck Puddingpulver, Vanille
60 g Zucker
1 Becher Schlagsahne, 200 ml
1 Pck Sahnesteif
500 g Quark
125 g Puderzucker
Amaretto, ersatzweise Bittermandelaroma o.ä.
1/2 Tasse starker Kaffee (bei mir 2 Pck Instant-Espresso)
2 EL Rum, 54%, ersatzweise Rumaroma
400 g Löffelbiskuit
Kakaopulver

Puddingpulver mit Zucker vermischen, mit etwas Milch klümpchenfrei anrühren. Restliche Milch aufkochen, Topf vom Herd ziehen und angerührtes Puddingpulver mit einem Schneebesen unterrühren. Nochmal unter Rühren aufkochen bis es eine Minute gekocht hat. In eine Schüssel umfüllen, mit Frischhaltefolie abdecken (auf den Pudding drücken, so bildet sich keine Puddinghaut) und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Zwei Tütchen Espresso mit einer halben Kaffeetasse kochendem Wasser anrühren, dann abkühlen lassen. Mit 2 EL Rum verrühren.

Schlagsahne mit Sahnesteif steif schlagen. Quark mit Puderzucker cremig rühren, Pudding dazugeben und glatt rühren (ich rühre den Pudding davor erst cremig, dass es sicher nicht klumpt). Sahne unterheben. Nach Geschmack mit Amaretto abschmecken (bei mir ein paar Esslöffel, eher viele Esslöffel^^).

Löffelbiskuit mit Kaffee bepinseln (nicht eintunken sonst matschen die später voll durch) und eine Lage in eine große Schale (ca 20 x 30 cm) schichten, mit ca. der Hälfte der Vanillecreme bestreichen, nochmal Löffelbiskuit bepinseln und eine Schicht darauf legen, restliche Creme darauf geben und glatt streichen. Mit Kakao bestäuben und im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen.


Wenn ihr keine so große Schale habt, einfach höher schichten oder ihr macht zwei Schalen und futtert eine allein aus, muha ;) So haben wir das gemacht, eine große Schale für die Meute, die Reste in eine kleine Dose für uns (so konnte ich auch noch ein Foto knipsen ohne mit nem angefutterten Tiramisu bei der Party aufzutauchen^^).

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