Mittwoch, 8. Oktober 2014

Walnuss-Möhren-Pesto: Kampf gegen die Walnussinvasion

In letzter Zeit habe ich ja einen kleinen Kochbuchkaufwahn durchlebt und meine Sammlung etwas erweitert. Sie stehen allerdings nicht unbenutzt rum, sondern werden auch fleißig benutzt. Aus 'Peace Food' habe ich z.B. schon den Avocado-Paprika-Cashew-Aufstrich und das Muhammara ausprobiert. Waren beide sehr lecker, besonders Zweiteres. Eine geniale Paprika-Walnuss-Paste.

Beim Blick in die Vorräte und die erschreckenden Massen an Walnüssen (der Walnussbaum im Garten meiner Eltern überwuchert schon alles ganz bedrohlich und produziert fleißig...) und Gelben Rüben musste irgendwas draus zusammengemanscht werden. Und weil das Muhammara letztens so gut war dachte ich mir, wird das als Grundrezept herangezogen und losgepanscht. Heraus gekommen ist dabei eine recht ansehnliche und besonders recht leckere Pestopampe, die scharf, leicht nussig und rot gemüsig schmeckt:) Aber in erster Linie scharf^^. H. und mir hats auf jeden Fall sehr getaugt. Jam!

Ich kann mir nicht helfen, aber diese Walnussbommel schauen einfach aus wie kleine Gehirne, hihi. Das freut mich jedesmal, wenn ich sie anglotze.

Walnuss-Möhren-Pesto    

70 g Walnüsse
2 große Möhren
2 Zwiebackscheiben
1 Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
1/2 Chilischote
Kreuzkümmel, Koriander, Paprika, Zimt
2 TL Zitronensaft
Salz, Pfeffer (+ Cayennepfeffer)
Olivenöl

Walnüsse grob zerstoßen, Möhren in Scheibchen schneiden, Zwieback grob zerbröseln, Knoblauchzehe stückeln und Chilischote in Ringe schneiden. Alles mit Tomatenmark und Zitronensaft in einen Mixer geben. Je 1/2 TL Kreuzkümmel und Koriander, 2 TL Paprika und eine Prise Zimt dazugeben und pürieren (Ich hab auch noch ein Resterl eingelegte gegrillte Paprikas gefunden und mit rein püriert). Nach und nach Olivenöl zugeben, bis ein cremiges Pesto entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Mal wieder indisch futtern gewesen - Jamjam!

Wir haben wieder zugeschlagen und das Indian Palace unsicher gemacht. Ich würd das Restaurant auf jeden Fall recht weit oben auf die Liste der Inder in Regensburg setzen. Besonders nach dem letzten Besuch und diesem abartig leckeren Mandelsaucenzeug. Es ist schon ein bisschen her, das wir dort waren, da wars noch schön warm und man konnte gemütlich draußen sitzen. Für geräuschempfindliche Leute ist das nichts, weil es doch gleich an der Keplerstraße liegt. Aber viel ist da nicht unterwegs und wir mögen es gern den vorbeilaufenden Menschen zuzuglotzen:) Mit Blick auf den Eisernen Steg wimmelts da immer ordentlich an sonnigen Tagen. Aber jetzt mal zum Futter:


H.s Futter sieht ja total poplich aus, nur ein Töpfchen mit ein paar bunten Fuzeln drauf - Chicken Jalfarezi. Da schau ich mal wieder vollgas verfressen aus mit meinem vegetarischen Allerlei. Dazu gehörten von links nach rechts in den kleineren Töpfchen eine Gurken-Raita, Vegetable Korma (Paneer und Gemüse in einer abartig leckeren Mandelsauce), Dal, Palak Paneer und noch ein gemischter Salat mit würzigem Joghurtdressing.


Oh und außerdem gehörte auch noch Chapati, ein Vollkorn-Fladenbrot, und ein riesiger Haufen lecker Reis mit einem obertuffigen Gewürzherzchen drauf dazu.

Wie immer hab ich mir schon ein Gericht gefunden, das ich das nächste mal da futtern will. Hundertprozentig wirds das Mandelsaucenzeug. Mann, das war echt wahaansinnig lecker! Natürlich waren Dal und Spinatcurry auch sehr gut, aber diese cremige Mandelpampe hatte alles. Knackiges Gemüse, weiche Paneerstückchen und eine fruchtig cremige Sauce - nooom.

Und noch besser: Es ist schon wieder etwas her, dass wir dort waren. Also steht einem baldigen Mandelsaucenkoma nichts entgegen. In der Zwischenzeit waren wir sogar schon wieder bei einem anderen indischen Futtertempel, dem Ganesha. War auch sehr gut, aber die Mandelpampe war cooler;)

Sonntag, 5. Oktober 2014

Muffinwinzlinge für die Kollegen: Schokoladengespickte Kirschmuffins mit Zimtnote

Zum Anlass meines Geburtstags hab ich in der Arbeit mal ein paar Muffins mitgebracht (ist auch schon wieder etwas her^^). Damit sich jeder ein paar krallen kann, mussten es natürlich winzig kleine Minimuffins werden. Die kann man im Vorbeigehen schnell mitnehmen und muss sich nicht die Finger vollbazen oder krümelt sich beim heimlichen Reinmümmeln im Büro voll. Zur Auswahl standen Eierlikörwinzlinge und als fruchtige Alternative putzige Kirsch-Schokosplit-Muffins.



Bei den Eierlikörteilen wusste ich ja schon, dass die gut werden, weil das Rezept seit gefühlten 15 Jahren in meinem Kuchenrepertoire herumfläzt. Aber die neu ausprobierten Kirschzwerge waren auch sowas von lecker. Passte alles sehr gut zusammen: Ein heller Grundteig, Schokoladensplitter dazu, fruchtig säuerliche Kirschen mit rein und mit einer ordentlichen Schaufel Zimt und etwas Himbeergeist abgerundet.


Kirschmuffins mit Schokoladensplittern    
(ca. 36 Mini-Muffins oder 12 normale Muffins)

125 g Butter, weich
125 g Zucker
1 TL Vanillezucker
3 Eier
125 g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Zimt
3 EL Himbeergeist
100 g Zartbitterschokolade, gehackt
200 g Sauerkirschen

Butter, Zucker, Vanillezucker und Eier cremig schlagen. Mehl, Backpulver und Zimt mischen, mit Himbeergeist zur Eicreme geben und unterschlagen. Die Schokoladensplitter unterheben.
Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und die Förmchen zu gut 2/3 mit Teig füllen. In jeden Muffin eine Kirsche drücken (bei normal großen Muffins die Kirschen zuvor unter den Teig heben).
Im vorgeheizten Backofen bei 170°C (Umluft) 15 bis 20 min backen.

Freitag, 3. Oktober 2014

Hochzeitstortenrose ergattert! (und mein Vegan Wednesday #13)

Auch wenn ichs nicht auf die Reihe gebracht hab regelmäßig zu posten, hats in letzter Zeit schon öfters was Veganes gegeben. Sogar auf ner veganen Hochzeit waren wir eingeladen. Die coolste Hochzeit auf der wir bis jetzt waren. Neben dem total unverkrampften Programm haben besonders das supertolle Brautpaar und auch die wahnsinnig netten Hochzeitsgäste zu einem wundervollen Abend beigetragen. Boah, und das Essen war auch gut, da hab ich niemanden meckern hören. Leider hab ich nur von meinem Kuchenteller ein Foto geknipst, war an dem Tag mit meinen Gedanken nicht so sehr beim Bloggen;) Jam, und auch die Kuchen (u.a. mein Kwaak-Kuchen), Torten, Cupcakes und das Tiramisu waren genial lecker. Diese Hochzeitstorte war soooo gut. Und ich hab ne Rose ergattert, yay!


Diesen Mittwoch wurde auch wieder fleißig mitgeknipst für den Vegan Wednesday. Da ich grad Urlaub hab, gibts sogar ein Frühstück aus ner richtigen Keramikschüssel statt aus der Plastikdose. Alpro Natur mit Apfel aus Mutti und Papis Garten und lecker Waldfrüchte-Knuspermüsli.


Mittags noch allein daheim wollte ich mal wieder Grillwürschtl austesten. Es wurden die 'Rostbratwürstchen' von Eden. Dazu Kartoffelsalat und Mohnsemmelchen. Vollgas gesund *hust. Aber die Würschtelchen waren echt sehr lecker. Mit Abstand die Besten, die ich bis jetzt getestet habe.


Für Abends wurde dann das Spitzkohlgulasch vom Vortag aufgewärmt und ich hab ein paar Kartoffeln dazu gemacht. Eigentlich sollten es ja Salzkartoffeln werden, aber einen Topf brauchte ich fürs Gulasch und der andere wurde grad in der Spülmaschine bearbeitet. Topf Nr. 3 ist leider nicht induktionsgeeignet und so wurden es hald Backkartoffeln. Hat auch gepasst, aber ich hätte Salzkartoffeln lieber gemocht:/ Ich brauche mehr Töpfe!


Ui, und beinahe hätte ichs vergessen: Für das 110. Vegan Wednesday Board sammelt diesmal Annette auf ihrem neuen Blog think-care-act. Und um ihren Umzug zu feiern wird sogar unter allen Teilnehmern diesmal ein Kochbuch verlost:)

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Wohi mitm Spitzkohl? Mach ma a Gulasch draus!

Langsam kommt die Muse wieder zurück und es wird Neues geköchelt, gebacken und angerührt. Mit dazu beigetragen haben ein paar frisch eingetroffenen Kochbücher. Erst gestern erobert wurde *Vegetarisch kochen (für jeden Tag)* und noch am gleichen Tag das erste Rezept ausprobiert. Seit über einer Woche liegt nämlich ein Spitzkohl rum und ich hab mich nicht so recht rangetraut. Ist hald doch ganz schön viel Kohl. In dem Kochbuch hab ich allerdings ein recht lecker klingendes Weißkraut-Gulasch gefunden und endlich musste der Spitzkohl dran glauben. Die angebratenen, thymianisierten Champignons musste ich leider weglassen, das gab der Vorrat spontan nicht her, aber es wurde auch so sehr lecker. Bisschen Schärfe und Süße noch ergänzt und jamjam mit Tagliatelle wegschnaboliert. Nur der Paprikaanteil war uns zu hoch. Da reicht nächstes mal auch nur eine.


Spitzkohl-Gulasch    
(für 4 Futternasen)

700 g Spitzkohl
1-2 Paprikas, rot und gelb
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
125 ml Weißwein
1 Dose stückige Tomaten (400ml)
250 ml Gemüsebrühe
2 TL Paprikapulver, süß
1/2 TL Thymian
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer

Die äußersten Blätter vom Spitzkohl entfernen, Rest in Scheiben schneiden und anschließend mundgerecht würfeln. Paprika vom Strunk und den weißen Trennhäutchen befreien und klein schneiden. Zwiebel und Knoblauch grob hacken.

In einem Topf etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln mit dem Knoblauch leicht bräunlich andünsten. Tomatenmark und Lorbeerblatt zugeben und ca. 2 min unter Rühren anrösten. Mit der Hälfte des Weins ablöschen und einköcheln lassen. Die zweite Hälfte Wein zugeben und ebenfalls einkochen lassen. Mit Tomaten und Gemüsebrühe aufgießen, Paprika, Pfeffer und Salz zugeben und zugedeckt 45 min lang leise köcheln lassen.

Thymian, Cayennepfeffer nach Geschmack und eventuell eine Prise Zucker zugeben und nochmal 20 min bei mittlerer Hitze offen köcheln lassen. Vor dem Servieren eventuell nochmal abschmecken.

Bei uns gabs dazu einmal Tagliatelle und am nächsten Tag Kartoffeln. Im Rezept gabs dazu Steinpilz-Semmelknödel, hört sich auch gut an, ist hald ganz schön aufwendig dann.


In *Vegetarisch kochen* sind schon eher aufwendigere Rezepte, aber ich finde die Zutaten immer sehr angenehm. Nicht sehr ausgefallen, aber doch mal Weißkraut oder Wirsing dabei, das man ja auch nicht alle Tage futtert, aber im regionalen Gemüseregal findet. Und ganz viele Fotos! Supersuper! Das hasse ich nämlich, wenn keine Bilder dabei sind. Besonders bei exotischen Rezepten nervt mich das tierisch. Für mich ist das eine superwichtige Hilfe beim Kochen, dass ich weiß, wies zum Schluss ausschaun soll...

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...