Freitag, 8. November 2013

Verfeinern wie Joe Waschl: Metaxa-Erdbeerlikör

Erdbeerlimes ist ja schon lecker, aber so ein richtiger, unbröckeliger Erdbeerlikör wär find ich auch mal was. Besonders kann man klare Liköre deutlich länger lagern und so könnte ich ausnahmsweise mal im Winter lecker Erdbeerzeug schlürfen. So zumindest der Plan. Für alle möglichen Beerenliköre findet man tausende Rezepte im Internet, aber einen ganz gewöhnlichen Erdbeerlikör, ohne x verschiedene Gewürze oder sonst einen Kaas, hab ich nicht entdeckt. Also einfach mal selber rumprobiert und der erste Versuch war ein Ansatz aus Metaxa und Wodka mit ein paar Beerchen.
Inzwischen ist der Likör ordentlich durchgezogen und er konnte von diversen Likörnasen verköstigt werden. Das Ergebnis: Scheißlecker! Der Erdbeergeschmack hat sich super mit dem Rest verbunden und es ist ein runder, nicht zu süßer, aber schön erdbeerfruchtiger Likör entstanden.

Waah, ich hab nur noch eine Flasche! Nächstes Jahr wird ordentlich Metaxa-Erdbeerlikör produziert:D


Metaxa-Erdbeerlikör     

300 g Erdbeeren
250 ml Metaxa
250 ml Wodka
2 TL Vanillezucker
1 EL Zitronensaft

Erdbeeren klein schneiden und in ein Gefäß füllen. Mit Vanillezucker bestreuen und Zitronensaft, Metaxa und Wodka darübergießen. Fest verschlossen ca. 2 Monate ziehen lassen.

Den Ansatz durchsieben und filtrieren. Die abgesiebten Erdbeeren können z.B. noch für Marmelade weiterverwendet werden.

200 g Zucker
200 ml Wasser

Zucker in kochendem Wasser auflösen, abkühlen lassen und unter den filtrierten Ansatz mischen. In Flaschen abfüllen und nochmal mindestens 4 Wochen ruhen lassen.


Hehe und weil ich bei Verfeinern (wie hier mit Metaxa) immer an 'Lässig kochen mit Joe Waschl' denken muss, hier das Video :D

Mittwoch, 6. November 2013

Heute mal kein Chicken Mango...

Unsere Mitmenschen haben inzwischen mitbekommen, dass H. und ich gern mal zum Futtern gehen und deswegen bekommen wir jedes Jahr von irgendwem das Gutscheinbuch oder die KulinarisCard, oder wie letztes Jahr gleich beides. So viele Gutscheine können auch wir schwer verbraten und so kams wies kommen musste... Die Büchlein laufen Ende November ab und wir wollten noch so viel Lokale austesten. Gut, dann besinnen wir uns auf die wichtigsten: Kreuzschänke haben wir schon durch, Brandl Bräu sowieso schon längst verfuttert, im Sam Kullman's Diner Burger verdrückt, im Spitalkeller Biergartenatmosphäre getankt, aber wer unter anderen noch fehlte, war das Indian Palace.

Mmh, Indian Palace. Das heißt für mich ja eigentlich Chicken Mango, aber diesmal war ich voll erwachsen und hab ein anderes Gericht als sonst bestellt. Ein Tandoori-Hühnchenzeug vom Spieß auf säuerlichem Gemüse mit einer leckeren pikanten Sauce und Naan-Brot. Keine Ahnung wie genau das hieß, irgendwas mit 'Pickles' von der 'Der Küchenchef empfiehlt' Kategorie. H. entschied sich für Chili Chicken.

Ich frag mich ob die Alufolie als Schutz für die Pfanne gedacht ist, vor dem scheiß scharfen Chili Chicken... Aber lecker is ja schon:)

Unfassbar viel Hühni für eine Person. Es war ja auch noch Naan-Brot und extra Sößchen dabei. Das Rote waren übrigens milde Zwiebeln, kein Paprika;)

Beide Gerichte waren wirklich sehr lecker. Das Chili Viech war sauscharf, also für mich zu krass, aber geschmacklich ein echt gutes Curry. H. hätts aber tatsächlich noch schärfer vertragen:P War ja auch nur mittelscharf... Mein Hühnizeug war einfach unfassbar viel. So lecker es war, ich habs nur halb geschafft, was ich total schade fand. Und obwohls echt gut war, find ich Chicken Mango immer noch besser, hehe:)

Alsooo, Indian Palace, wie immer, bedeutet lecker lecker Essen. Wer auch hin will, der sollte aber reservieren, es ist nämlich immer, egal an welchem Wochentag, sehr voll.

Montag, 4. November 2013

Schnibbeln, bruzeln, reinfuttern - Mediterrane Ofenkartoffeln mit Gemüse

Dafür lohnt sich das Schleppen des kiloschweren Kartoffelsacks zu Fuß bis nach Hause: Leckere Ofenkartoffeln mit Gemüse. Gibts bei uns seit dem ersten Mal probieren regelmäßig, weil sie so gut sind. Ich liebe die Gemüsestückchen, wenn sie nach dem Backen so schön süß geworden sind und die knusprigen Kartoffeln... nom! Obendrein muss man sie, nach dem mans vorbereitet hat, nur noch in den Ofen schieben und kann dann warten bis die knusprigen Spalten, Scheibchen und Stückchen fertig sind. Einziger Grund warum wir die nicht noch öfters futtern ist der Knoblauch... Ist hald unter der Woche schon fies und deswegen eher was für ein Wochenende ohne große Unternehmung in der Gesellschaft;)


Mediterrane Ofenkartoffeln mit Gemüse       
(für 2 Personen als Hauptgericht)

10 mittelgroße Kartoffeln, festkochend
2 Zwiebeln
1 Paprika, rot
1 Zucchini
3 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 TL Paprikapulver
1 TL Thymian
1 EL Oregano, gehackt
Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln schälen und in dünne Spalten schneiden. Zwiebel achteln, Paprika ebenfalls grob in große Stücke schneiden, Zucchini in Scheiben schneiden.
Aus Olivenöl, gepresster Knoblauchzehe und den Gewürzen eine Marinade anrühren. Es passen auch weitere mediterrane Kräuter dazu, je nach Geschmack.
Die Marinade mit dem vorbereiteten Gemüse in einem Topf ordentlich vermischen und mind. 1 Stunde ziehen lassen. Manchmal mach ich die Kartoffeln extra und mariniere diese dann nur kurz mit Öl, Salz und Paprika.
Zwei Bleche mit Backpapier auslegen und das marinierte Gemüse darauf verteilen. Die durch das Salz ausgetretene Flüssigkeit zurückhalten.
Im vorgeheizten Backofen bei 190°C (Ober-/Unterhitze) 30 - 40 min backen, bis die Kartoffeln knusprig sind. Nach 20 min das Gemüse wenden.
Dazu passt Zaziki und Fladenbrot oder auch lecker Bulgur:)



Echt eines meiner Lieblingsrezepte. Schnell, einfach, superlecker - und quasi unendlich abwandelbar. Mal mit Ras el Hanout oder mal mit Currygewürzen, auch mit Sumach, was man eben so im Gewürzregal findet und gerade Lust drauf hat.

Sonntag, 3. November 2013

Wia da Bliiez: Superschnelle Paprikasauce

Upsi, Feiertag und vollgas vergessen was einzukaufen... Zum Frühstück haben sich zum Glück noch ein paar letzte eingefrorene Semmelchen gefunden, aber was solls abends geben? Der Kühlschrankinhalt ist eine einzige Enttäuschung: Komische Sprossen im Glas, bedenklich alte Milch, eine überreife Avocado, schrumplige Möhrchen, ein angebrochenes Glas vegane Mayonaise... Alta, was soll das ganze Mistzeug im Gemüsefach? Puh, zum Glück fanden sich noch Spitzpaprikas aus Muttis Gewächshaus unter dem ganzen Freakzeug und die wurden dann zu Nudelsauce verarbeitet. Nichts Weltbewegendes, aber lecker, schnell und mit etwas Hilde gepimpt wenigstens für uns was Besonderes:)

Auf 10 min auf dem Teller: Blitz-Paprikasauce zu gabelfreundlichen Nudelns (ja, das Wort heißt Nudelns, so klingts für mein Gehirn netter, gahey)


Blitz-Paprikasauce zu Spirelli  
(2 Personen)

250 g Spirelli
1 Zwiebel
2 Spitzpaprikas, rot
3 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, scharf
200 ml Milch
1 TL Agavendicksaft
1 TL Gemüsebrühenpulver
1 TL Oreganoblättchen, gehackt
Salz, Pfeffer

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen.
In der Zwischenzeit die Zwiebel hacken, die Paprika würfeln und beides in einer Pfanne kurz anbraten. Tomatenmark und Paprikapulver zugeben und kräftig anschwitzen. Mit Milch und ca. 200 ml Wasser ablöschen. Gemüsebrühe und Agavendicksaft zugeben und ca. 5 min einköcheln lassen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken und Oregano einstreuen.
Mit den Nudeln servieren.


Zum Glück war die Milch noch gut, sonst wärs doch etwas eng geworden mit dem Sößchen. Als Alternative wär dann nur noch merkwürdige gesüßte Mandelmilch oder Kokosmilch da gewesen. Hmm, und was mach ich mit der reifen Avocado?? Nach tuffiger Avocadosauce und naschen Avocado Cupcakes muss es doch noch was Cooles geben, dass ich aus dem grünen Obstknödel machen kann...

Freitag, 1. November 2013

DAS Cookie-Rezept! Mit lecker weißer Schokolade und Cranberries - yay!

So langsam steig ich auch in die Cookie-Bäckerei mitein. Sind aber auch verdammt lecker diese außen-knusprig-innen-mürbe Kekse. Allerdings nur, wenn man das richtige Rezept hat... Denn ich hab auch schon komplett weiche und zähe Cookies herausbekommen, die kein bisschen knusprig waren.
Yay, aber diesmal hab ich das ultimative Rezept gefunden. Tonia hatte da mal ihre Geheimzutat verraten und den Tipp hab ich mir gleich geklaut, hehe. Ein wirklich einfaches Grundrezept aus fünf Zutaten ist es dann geworden, in das dann je nach Lust und Laune Schokoladenstücke, getrocknete Früchte, Nüsse, Smarties, gehackte Schokoriegel oder was einem sonst noch so einfällt, reingeschmissen werden können:)

Oh Mann, waren die lecker! Außen schön knusprig und innen leicht weich, einfach superperfekte Cookies - mit Stückchen aus weißer Schokolade, getrockneten Cranberries und ein paar Rosinchen. 

Cookies mit weißer Schokolade und Cranberries    
(12 - 14 Stück)

110 g Butter
85 g Zucker
175 g Mehl
1/2 TL Backpulver
80 g Kondensmilch
100 g weiße Schokolade
60 g Cranberries
30 g Rosinen

Schokolade in kleine Stücke schneiden (nicht wild klein hacken, sonst werden die Stückchen zu klein, was in Cookies uncool ist).
Butter und Zucker schaumig rühren. Mehl, Backpulver und Kondensmilch einrühren. Zum Schluss die Schokoladenstückchen, Cranberries und Rosinen unterheben. Es wird ein ziemlich fester Teig.
Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig mit einem Esslöffel jeweils eine ungefähr tischtennisballgroße Portion herausstechen, zu einer Kugel drehen und auf dem Blech platt drücken. Bei mir wurden es so 14 Cookies.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 15 min backen, bis die Cookies ganz leicht anbräunen. Dann rausnehmen und die Cookies mit dem Backpapier vom Blech ziehen, damit der Boden vom noch heißen Blech nicht zu dunkel wird.
Auch wenn sie frisch noch sehr weich erscheinen, sie sind durch! Und abgekühlt werden sie dann wunderbar knusprig:)

Juhu, Cookie-Stapel! Denn platt müssen sie sein...

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