Montag, 12. August 2013

*schnüffschnüff* - Waaah, die Apfldaaaaschn!

Ich hatte noch zwei Packungen fertigen Blätterteig rumliegen und dachte mir ich mach ein paar Apfel-, Stachelbeer- oder Kirschtaschen. Das erste Blech mit Apfelfüllung war auch schnell fertig und ab damit in den Ofen. Hmm, ja auf der Packung stand was von 15 bis 20 min backen. In der Zeit könnte ich noch schnell was am PC erledigen... Erst eine halbe Stunde später hab ich dann so einen merkwürdigen Geruch wahrgenommen. Fuuu...! Die kack Apfeltaschen! Mir ist noch nie beim Öffnen vom Backrohr Rauch entgegen gekommen, aber es gibt ja immer ein erstes Mal:P Brutal verbrennt, der Mist. Die Füllung rausgesuppt und zu einem blubbernden Lavateppich verbruzelt. Dazwischen angekohlte Teighäufchen, supi.

Nachdem ich mich wieder beruhigt (und ordentlich durchgelüftet) hatte, hab ich dann ein Päckchen aufgeschnibbelt, um zu probieren, ob die Füllung wenigstens was getaugt hätte. Und die war echt lecker, bisschen Vanille vielleicht noch dran und die Röstaromen minimieren, das wär noch geil. Also den verbrannten Baaz in die Tonne getreten und nochmal das Ganze. Diesmal hab ich die Teile nicht aus den Augen gelassen, 13 Minuten neben dem Ofen ausgeharrt und es hat sich gelohnt:)

Mmmh, lecker madenförmige Apfeltaschen:) Wundervoll, so schön goldig und saftig...


Apfeltaschen      

2 Rollen Blätterteig
2 große Äpfel, säuerlich
50 g Zucker
1 EL Zitronensaft
1/2 TL Zimt
1 Msp Vanille

Äpfel klein schneiden, mit Zucker, Zitronensaft, Zimt und Vanille mischen und kurz durchziehen lassen.
Aus dem Blätterteig Kreise (ca. 15 cm Durchmesser) ausstechen, 1 EL Füllung draufgeben, zusammenfalten und die Ränder andrücken. Oben ein paar mal einritzen, sonst platzen sie auf.
Bei 200ºC ca. 13 min backen.

75 g Puderzucker
2 Tropfen Zitronenaroma
1 EL Wasser, heißes

Puderzucker mit etwas heißem Wasser anrühren, Zitronenaroma dazumischen und die Apfeltaschen damit bestreichen.


Blog-Event XC - Outtakes (Einsendeschluss 15. August 2013)

Tja, und da der erste Versuch so schön daneben gegangen ist, schreit das gerade zu nach einem weiteren Beitrag zum Outtakes-Blog-Event von Pimpimella. Zur Erinnerung, die Herausforderung des Blog-Events ist Un-Blogbares herzuzeigen. Das heißt die schlimmsten Küchenunfälle, lachhafte Trivialrezepte und peinlich hässliche Futterfotos. Ich würde mich dann mal in die Kategorie Unfälle einreihen, denn das erste Blech sah so aus:

So schauen Apfeltaschen nach 30 min Backzeit aus. Nein, das ist keine Blaubeermarmelade, sondern brutal verbrannter Apfelsaft aus den Täschchen. Der hat noch schön zähflüssig geblubbert und geraucht wie ich das Blech ausm Ofen geholt hab:P

So schlimm aufgeregt hab ich mich dann eigentlich gar nicht. Erstmal weil ja noch genug Zutaten für einen Zweitversuch vorhanden waren und außerdem war das schwarz verbrannte Blubbelzeug einfach total cool zum Ranfingern:D Wie ultradünnes Pergament, aber es hat so lustig geknistert wenn man die Blasen kaputt gedrückt hat, hihi.

Samstag, 10. August 2013

Oh leck, is des schoaf!

Gestern abends waren wir im The Thai in der Rote-Hahnen-Gasse. H. war das erste Mal dort, ich durfte schon mal vor ca. zwei Jahren dort futtern. Damals war ich nicht so begeistert, wobei ich auch nicht selbst bestellt hab, sondern eine Gemeinschaftsplatte ausgesucht wurde. Von den vier verschiedenen Gerichten hat mir dann leider nur eines geschmeckt:P Da waren allerdings schon mal zwei Fischgerichte dabei, was ich so gut wie nie mag, und das Dritte war mir zu scharf *zonk. Es funzt einfach nicht mich mit Essen zu überraschen, weil ich echt hoaglich sein kann. Diesmal hab ich mir selbst was ausgesucht und ich war begeistert. Mein Gaeng Massaman Gai - südthailändisches Hähnchen-Kokos-Curry, landestypisch mit Erdnuss-Kartoffeleinlage, war sowas von gut. Und H.s Gai Pat Krapao - Thai-Hähnchenbrust, war auch total lecker. Ich hab mal probiert und muss sagen, dass es trotz einer ordentlichen Sojanote voll gut geschmeckt hat. Normalerweise mag ichs nämlich nicht, wenn was zu sehr nach Soja schmeckt, aber das war irgendwie besser. Außerdem bekam H. sein Gericht auf Wunsch extra scharf, allerdings nur Stufe 2 von möglichen 3 und das war dann auch wirklich schon scharf genug, meine Fresse...


H.s Thai-Hähnchenbrust mit Scharf Stufe 2 und mein Hähnchen-Kokos-Curry, schon ein bisschen angelöffelt:P

Zwar gibts dort kein klassisches Süß-sauer-Zeug mit Ananas für meine kranken Vorlieben, aber dafür viele viele andere leckere Sachen. Besonders gibts beim The Thai wirklich verschiedene Gerichte und nicht wie bei vielen Anderen die immer gleiche Grundpampe jeweils mit Huhn/Ente/Schwein/Rind/Tofu/Gemüse... Und bei der Schärfe wirklich den Servicedamen glauben, wenn sie sagen, dass Stufe 3 Thaischarf ist, das ist dann wirklich scheiße scharf;)

Also ins The Thai werden wir bestimmt irgendwann mal wieder gehn, wenn uns nach einem neuen thailändischen Gericht ist. Tja, und sollte ich demnächst Hunger auf süß-saures Ananas-Hühni haben, geh ich einfach wieder ins Rambutan:D

Donnerstag, 8. August 2013

Wos hab i da denn wieda eikaufft?

Manchmal kaufe ich sehr komische Zutaten ein. Total durcheinander, ohne einen Plan was damit gemacht werden soll und dann steh ich daheim vor meinem Rucksack und schau blöd, wenn ich alles auspacke. Gestern war wieder so ein Tag. Ich war total ausgehungert, mir war vom verrückten Fahrstil des Busfahrers und meinem leeren Magen schlecht und es war brutal schwül. Daheim angekommen bin ich dann mit Krautsalat, Kandiszucker, eingelegtem Knoblauch, Joghurt, Fladenbrot, Agartine, einer veganen Wurst, die ich probieren wollte, und einer Packung eingefrorener Beerchen. Boah, warum Fladen? Wir hatten echt nichts da, wozu man Fladen essen würde. Bis ich in der Nudel/Reis-Box eine Fertigmischung für Falafel gefunden hab. Yay, also würde sich der Joghurt und das Fladenbrot doch noch als hilfreich erweisen. Falafelpampe angerührt, Fladenbrot kurz aufgebacken, Zaziki zusammengerührt und mit etwas geschnibbeltem Gemüse gab das ein leckeres Falafelbrötchen:)

Schnelles, leckeres Abendfresschen: Falafel

Irgendwann ist mir dann nach und nach wieder eingefallen, warum ich was gekauft hatte. Zum Beispiel den eingelegten Knoblauch, über den ich gelesen hab, dass der durchs Blanchieren und anschließende Einlegen in Olivenöl seine tolle *am nächsten Tag dünste ich lustig stinkend vor mich hin*-Wirkung verlieren soll. Oder die Beeren und den Kandiszucker, die beiden brauchte ich noch zum Ansetzen für einen Likör.

Mmhmmh, Beerchen und Zucker in Alkohol:) Nicht vom pinken Synthetik-Look abschrecken lassen, wird bestimmt lecker!

Das muss jetzt ein bis zwei Monate vor sich hinschmurgeln und dann bin ich mal gespannt wies schmeckt:)

Mittwoch, 7. August 2013

Fleischberg voraus!

Wir hatten schon ziemlich lange vor mal zum Griechen zu gehen, aber irgendwie hats nie hingehaunen. Einerseits weil wir nicht so richtig wussten wohin und andererseits weil ich nicht so der super jubel griechisches Futter Fan bin.
Aber nachdem uns von mehreren inzwischen das Perivoli in Stadtamhof empfohlen worden ist, habens wirs endlich mal geschafft. Obwohl wir nicht reserviert hatten haben wir sogar noch ein Plätzchen im ansonsten voll besetzten Lokal bekommen. Die Atmosphäre war irgendwie lustig, etwas laut wegen den auf griechisch kommunizierenden Kellnern und den ausgelassenen Gästen, in einem Eck lief Fußball im Fernsehen und ein Tisch mit zwei älteren Herren, augenscheinlich Stammgäste, amüsierte sich köstlich mit dem Besitzer und bekam brennenden Schnaps serviert. Auf uns wirkte das alles sehr sympatisch und durch die vielen leicht abgetrennten Bereiche war man trotzdem ein bisschen für sich. Bestellt haben wir ganz klassisch Gyros mit Reis und Pita. Vorneweg gabs zuerst mal einen Ouzo serviert und ziemlich bald kam dann auch schon unser Fresschen. Zwei große Teller mit einem für meinen Magen unfassbar überdimensionierten Gyrosberg. Aber es war echt supergut, lecker Fleisch, dazu ein gutes Zaziki, fettiges Pitabrot und H. hatte Reis dazu. Ich hab leider nur die Hälfte geschafft, obwohl ich mich brutal überfressen hatte und H. hatte auch ordentlich zu kämpfen mit seinem Fleischberg, ging aber als Sieger hervor;)

Leider hat die Beleuchtung nicht für ein Handyfoto ausgereicht, aber ungefähr so habe ich mein Gyros in Erinnerung...

Also wer ordentlich Hunger mitbringt, ist mit dem Perivoli bestens beraten. Es war wirklich superlecker und wenn wir das nächste Mal hingehn würd ich gern den Gyros/Kalamari-Teller probieren, der auch sehr gut sein soll.

Sonntag, 4. August 2013

Erst futter ich noch so ein Pizza-Häppchen, dann mach ich den Skelettkrieger platt und aktivier die Glyphe...

Juhu, so ein Glück! Es hat doch noch richtig unwetterartig zu schütten begonnen, dass wir kein schlechtes Gewissen haben mussten an einem Sonntag Nachmittag für unsere Brettrollenspiel-Kampagne drinnen zu sitzen (ja, das ist schon ein bisserl geeky, aber wer ist das heutzutage nicht:P). Und da man für solche Nachmittage immer ordentlich Futter braucht, hab ich mal meinen Teigtaschen-Mach-O-Maten hervorgekramt. Ich hab da so ein Teil von Tupperware, den 'Big Snack', mit dem man unerhört unkompliziert und schnell ein paar Häppchen zaubern kann. Für die Füllung wollte ich was Herzhaftes haben und dachte dabei an pizzaähnliche Schmandpampe. Damit auch meine veganen Freunde was davon haben, hab ich einfach vegane Alternativen ausm Reformhaus besorgt und gehofft, dass die nicht all zu sehr abstinken im Vergleich zum Original. Schließlich würden auch hartgesottene Vollblutfleischfresser mit dabei sein und die wollte ich natürlich genauso mit den leckeren Häppchen begeistern. Oh yeah und es war ein Volltreffer! Alle haben sie die Pizzatäschchen reingefressen und waren total begeistert. Das freut mich natürlich gleich doppelt, einerseits als Allesfresser den erfahrenen Veganern was Neues und Sauleckeres gezeigt zu haben und andererseits damit auch die Fleischfresser überzeugt zu haben:) Puh, und gut, dass ich mir vier Pizza-Häppchen daheim gelassen habe, sonst hätt ich keins abbekommen, weil die schneller weg waren als ich zugreifen konnte...
Schmeckt natürlich auch in der omnivoren Variante, die hab ich schon oft als Pizzabrötchenbelag gemacht und war der brutalste Renner auf jeder Party.

Bei diesen abartig guten Pizza-Häppchen errät kein Mensch, dass die vegan sind.


Pizza-Häppchen   

2 Rollen Blätterteig
1/2 Zwiebel
1/4 Paprika, rot
80g Chorizo, vegan
100g Wilmersburger Pizzaschmelz
100 ml Soja Cuisine
2 TL Tomatenmark
Oregano, Paprika, Salz, Pfeffer, Chili

Zwiebel, Paprika und Chorizo sehr klein würfeln, mit Käse, Tomatenmark und Soja Cuisine vermischen und mit den Gewürzen kräftig abschmecken.
Die Teigplatten in der Mitte durchschneiden, einen Teil auf den bemehlten Big Snack legen, die Füllung darauf verteilen und die zweite Platte Blätterteig darauf legen. Mit einem Nudelholz drüberrollen und die fertigen Taschen rausdrücken. Nochmal mit den zwei restlichen Teigplatten wiederholen und die Teigtäschchen auf zwei Backbleche verteilen.
Im vorgeheizten Ofen bei 200ºC (Umluft) ca. 15 min backen.
Ergibt 24 Häppchen

Ich hab natürlich wieder mal zu viel Füllung zusammengemanscht und deswegen mit dem Rest noch drei Toastscheibchen bestrichen. Die kamen dann einfach mit in den Ofen und wurden spät abends als Pizzabrötchen wegschnaboliert:) Die abgeschnittenen Ränder vom Blätterteig hab ich auf einem Blech ausgelegt und mit kristalligem Zuckerwasser (mit etwas Vanille) bepinselt und auch mit in den Ofen geschoben. Das wird dann nach ein paar Minuten schön bräunlich und ergibt ein leckeres süßes Gebäck. Ich kann einfach nichts wegschmeissen, lieber mit Zucker vollbazen und bruzeln, hehe:)

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