Donnerstag, 28. April 2016

Vegetarisches Sushi - Meditatives Futterbasteln

Eigentlich mochte ich ja gar kein Sushi. Aber dieses Sushi-Röllchen basteln macht mir einfach unheimlich Spaß, weswegen ich bei jeder Sushi-Party mit am Start war und fleißig Röllchen gebastelt hab. Sehr akkurat, fast schon meditativ, gnatschte ich da vor mich hin. Meistens endete so ein Sushiabend für mich dann mit einem ordentlichen Hickser, weil ich als einzige die Sushi-Teilchen nicht futtern mochte und so ganz ohne Grundlage dann aber mitgebechert hab. Aber jedesmal probiert man ein Häppchen, gewöhnt sich immer mehr an die Norialge, die das Reisröllchen zusammenhält und schließlich bin ich inzwischen auch fleißig am futtern. Was aber echt nervig war, ist jedesmal wieder zusammenzusuchen, was man alles reingepackt hat, wie man genau den Reis gekocht hat, usw. Deshalb halt ich hier mal mein Sushi-Rezept fest, obwohls natürlich tausende im Internet gibt ;)


Vegetarisches Sushi    
(3 - 4 Personen)

300 g Sushi-Reis
375 ml Wasser
6 EL Reisessig (Den für Sushi, der andere ist zu würzig)
2 - 3 EL Zucker
1 Prise Salz

7 Nori-Blätter
Verschiedenes Gemüse, in dünne Streifen geschnitten (Bei mir Karotte, Gurke, Paprika, Kimchi, Sushi-Ingwer, Avocado, Frischkäse)
Sojasauce, Wasabi


Reis waschen: Dazu Den Reis in eine große Schüssel geben und mit kaltem Wasser übergießen, etwas quellen lassen. Das Wasser wird sich milchig verfärben. Wasser abgießen und wieder mit kaltem Wasser auffüllen. So oft wiederholen, bis das Wasser möglichst klar bleibt.

Reis kochen: Den Reis in einen Topf geben, Wasser zugeben (egal ob kalt oder warm), Deckel aufsetzen und aufkochen lassen. Sobald das Wasser kocht (hört man, oder mal kurz reinlinsen), auf möglichst niedrige Stufe zurückstellen, bis gerade noch ein paar Blubbel aufsteigen (ich mach das nach Gehör^^). Für ca. 20 min so leicht köcheln. Falls das Wasser schon davor aufgesogen ist, kann man den Reis auch eher vom Herd nehmen. Wichtig: Deckel nicht zwischendurch abnehmen, dass kein Wasserdampf entweicht!

Reis würzen: Reisessig, Zucker und Salz verrühren, erhitzen bis sich Zucker und Salz einigermaßen gelöst haben. Gekochten Reis in eine große Schüssel geben (keine aus Metall!), die Würzmischung zugeben und gut verrühren. Mit einem Tuch abgedeckt abkühlen lassen (nicht im Kühlschrank, der Reis sollte nicht zu kalt werden).

Sushi-Rollen basteln: Noriblatt (die raue Seite) dünn mit Reis bestreichen (Man sollte das Nori noch durchscheinen sehen), dabei ca 1 cm Rand an der oberen langen Seite frei lassen. Ca 2 cm vom unteren Rand entfernt die Füllung auflegen. Mit Hilfe einer Sushimatte aufrollen, freien Norirand befeuchten (damit es pappt!) und komplett zusammenrollen. Oder einfach ein Youtube-Video dazu suchen, das ist deutlich anschaulicher ;)


Meine Tipps:
- Den Reis kann man super mit einem befeuchteten Plastiklöffel (Metall ist schlecht, weil der Reis dann metallisch schmecken kann) verstreichen. Deshalb haben wir immer ein Schälchen Wasser am Tisch stehen, damit man nachbefeuchten kann. Sonst klebt der Reis überall, nur nicht auf dem Norilappen ;)
- Richtig fest zusammenrollen ist echt wichtig, sonst wabbelt beim schneiden alles auseinander! Dazu auch unbedingt ein richtig scharfes Messer nehmen, sonst kommt man schlecht durchs Nori.
- Kombinationen von würzigen Zutaten wie Kimchi, rote Bete, Sushi-Ingwer mit eher frischen wie Gurke, Paprika, Karotte passen besonders gut. Bisschen Kontrast macht sich da immer gut. Und nicht den Frischkäse unterschätzen, der ist echt lecker im Sushi. Kimchi und Gurke ist total lecker!
- Wir haben auch schon verschiedene Sojasaucen durchprobiert, aber am besten passt tatsächlich die japanische, finden wir.


Bei unserem ersten selbstgemachten Sushi waren auch 'Fleischfresser' mit dabei, also gabs zusätzlich Thunfisch und geräucherten Lachs. Vom Lachs waren sie nicht so begeistert, aber Thuni war wohl ganz lecker. Auch die sauer eingelegte rote Bete war erstaunlich gut.

Habt ihr schon mal Sushi selbst gebastelt? Was sind eure Geheimtipps?

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