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Sonntag, 2. September 2018

Zucchini-Safran-Sahne-Sauce mit Dinkelpasta [vegan]

Mal schaun ob das das letzte neue Zucchinirezept des Jahres sein wird, oder ob Mutti doch noch unter nem riesigen Blatt eine Monsterzucchini findet und ich nochmal losbasteln darf, hihi. Diese Kombi aus sahniger Sauce mit Zucchini und Safran kennen wir vom Nudelabenteuer bei der Spaghetteria Aquino in Regensburg. Da gibt's so viele leckere Saucen und die Zucchinisauce haben wir jetzt auch mal zu Hause nachgebaut. Geht total schnell, schmeckt wunderbar leicht und ist mal was anderes zu den üblichen Nudelsaucen.


Zucchini-Safran-Sahne-Sauce mit Penne    
(Für 2 Personen)

250 g Penne (wir hatten hier Dinkelpasta)
2 junge Zucchinis (zusammen ca. 300 g)
2 Schalotten
1 kleine Knoblauchzehe
100 - 120 ml Weißwein
150 - 200 ml Soja Cuisine
5 Safranfäden
Salz, Pfeffer

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen.
Zucchinis längs in Streifen schneiden und dann quer in Stifte (oder ihr habt einen fancy Stifte-Hobel im Gegensatz zu mir), Schalotten grob würfeln, Knoblauch fein hacken.
In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen, Schalotten 2 min glasig dünsten, Knoblauch zugeben und 1 min mitbraten. Zucchinistifte dazugeben und weitere 2 min unter gelegentlichem Rühren dünsten.
Mit Weißwein ablöschen, Safran zugeben und etwas einkochen lassen (so 1 - 2 min). Sahne zugießen, mit Pfeffer und Salz würzen und aufkochen lassen. Etwas andicken lassen, evtl etwas Nudelwasser zugeben falls es zu dick ist und nochmal mit Salz (und evtl etwas Gemüsebrühe) abschmecken.
Zusammen mit den Penne servieren.


Falls ihr Nudelabenteuer nicht kennt: Das funktioniert so, dass jeder am Tisch eine Sauce bestellt und dann bekommt man Nudelnachschub und tauscht fröhlich Saucen durch bis alle platzen. Ist auch echt ne nette Idee in freundschaftlicher Runde. Drei, vier verschiedene Saucen und Nudelsorten und schon kann bunt durchprobiert werden.

Montag, 13. August 2018

Lieblingsfutter aus Muttis Küche: Zucchini-Knödel-Auflauf

Jetzt kommt meine, naja eigentlich Muttis, beste Waffe gegen die Zucchini-Schwemme. Damit bekommt ihr auch mal fix so ein Zwei-Kilo-Zucchinimonster klein. Mein wohl liebster Auflauf, aus Semmelknödelteig, Zucchinigeschnipsel und mit tomatigem Häubchen. Ganz simpel, nur die getrockneten Tomaten sind vielleicht nicht immer im Haus. Die hab ich statt dem Schinken im Originalrezept von Mutti hergenommen. Wenn dann der Auflauf aus dem Ofen kommt hat sich die Knödelmasse schön mit dem Zucchini-Tomaten-Gemisch angereichert, dass es richtig saftelt, die Tomatenrahmsoße ist auch schön dazwischengesickert und eingebacken, hach. Einfach super, könnte ich grad jede Woche essen. Wobei, das tun wir ja sogar, hrhr. Auch Männchen ist ein Fan der verrückten Knödelei geworden, obwohl er beim ersten Entstehungsprozess seeehr skeptisch war. Ein paar Gäbelchen vom fertigen Zucchini-Knödel-Auflauf später war er dann überzeugt und infiziert, muha. Also wohl auch ohne nostalgische Kindheitserinnerungen sehr gelungen.


Zucchini-Knödel-Auflauf    
(3 Portionen, bei Mutti gab's eher die vierfache Menge^^)

250 g Knödelbrot (bei mir z.B. trockenes Baguette oder Semmeln)
250 - 300 ml Mandelmilch (oder andere Pflanzenmilch)
2 Eier oder Ei-Ersatz nach Wahl (bei mir MyEy und eine Prise Kala Namak)
3 EL Mehl
Salz

Trockene Semmeln klein schneiden (ich schnippel sie in ca. 1/2 cm dicke kleine Scheibchen) und in eine abdeckbare Schüssel geben. Mandelmilch erhitzen und das Semmelbrot damit übergießen, abdecken und ca. 1/2 Stunde stehen lassen, dass alles gut durchweichen kann.
In der Zwischenzeit könnt ihr das Zucchinigemüse und die Rahmsauce machen.
Dann Eier oder Ei-Ersatz und Mehl zugeben, mit zwei kräftigen Prisen Salz abschmecken, mit den Händen verkneten. Evtl noch Mandelmilch zugeben, falls die Masse zu trocken ist.

1 kg Zucchini
1 - 2 Zwiebeln
1/2 Glas getrocknete Tomaten in Öl
1 Handvoll Petersilie, frisch gehackt
Salz, Pfeffer

Zucchini längs vierteln, den Innenschlabber der superkernig ist rausschneiden (wenn ihr Monsterzucchini habt, wenn ihr viele kleine habt braucht ihr nix rausschneiden), dann in Streifen und in kleine Würfel von ca. 1cm Kantenlänge schneiden.
Zwiebel grob würfeln, Tomaten ebenfalls klein schneiden.
Zwiebel in einem Topf mit 2 EL Öl andünsten. Zucchini zugeben und ein paar Minuten mitdünsten. Tomaten und Petersilie unterheben und mit ordentlich Pfeffer und etwas Salz abschmecken.

100 ml Soja Cuisine
2 EL Tomatenmark
1 TL Gemüsebrühe
1 Prise Zucker
200 ml Wasser oder passierte Tomaten
1 EL Mehl
Pfeffer

Soja Cuisine, Tomatenmark, Gemüsebrühe und Zucker in einem kleinen Topf glatt rühren.
Mehl mit Wasser klümpchenfrei anrühren und zur Sahnesoße in den Topf rühren.
Unter Rühren aufkochen bis die Soße andickt. Mit Pfeffer und evtl. etwas Salz abschmecken. Falls die Soße zu dick wird noch etwas Wasser unterrühren.

Eine Auflaufform einfetten. Die Hälfte der Knödelmasse flach hineindrücken, dann die Hälfte des Zucchini-Gemüses darauf geben, die restliche Knödelmasse flach darauf drücken, restliches Zucchini-Gemüse darauf verteilen und mit der Rahmsauce übergießen.
Bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 45 min backen bis die Rahmsauce schön angebräunt ist.


Wir futtern den Auflauf am liebsten mit Gurkensalat oder gemischtem Salat, hauptsache noch etwas freshes Grünes dazu.
Den Zucchini-Knödel-Auflauf haben wir jetzt schon in verschiedensten Varianten ausprobiert, und anscheinend macht dem Rezept nix was aus, denn es schmeckt immer supi. Egal ob mit Eiern oder Ei-Ersatz, Kuhmilch, Mandelmilch oder Sojamilch, mit extratomatiger Rahmsauce, veganer Rahmsauce oder sogar eine Fertig-Packerl-Soße, hihi. Man kann wohl nichts falsch machen, sogar wenn ihr eine Komponente versalzt gleicht sich dass mit den anderen zwei wieder aus.

Blog-Event CXLIV - altbacken {Resteküche für altes Brot} (Einsendeschluss 15. August 2018)

Tja und wie's der Zufall so will geht's beim derzeitigen Blogevent 'altbacken' bei Zorras Kochtopf um die Verwertung von Brotresten. Christine von Anna Antonia hat sich das Event ausgedacht und ist neugierig auf die wilden Kreationen zur Resteverwertung. Bei mir waren's zuletzt hart gewordene Baguettereste, die ich für diesen Auflauf verwendet hab, sonst nehm ich normalerweise altbackene Semmeln. Das Baguette ist in der Arbeit übrig geblieben und vergessen worden einzupacken, also war es am nächsten Tag total ausgetrocknet. Ich hab mich dann 'geopfert', hihi, und zwei mal Zucchini-Knödel-Auflauf davon gebastelt, jam!

Freitag, 10. August 2018

Supersaftige Zucchini-Brownies mit Schokoguss [vegan]

Zucchini-Schwemme ahoi! Im Garten meiner Eltern wuchert die Zucchinipflanze wie verrückt und produziert monströse Ungetüme wie am Fließband. Mutti hat uns fleißig beliefert und so hab ich die letzten Tage mehrere Kilo Zucchini verkocht. Nachdem ich gerade Zucchini-Auflauf im Ofen hatte und Mutti die nächsten zwei Oschis daherbrachte musste ein neuer Plan her, nur als Zoodles, in Nudelsauce, im Auflauf, als Ofengemüse oder im Curry würd ich dem Zucchiniberg nicht mehr her werden. Ha, vielleicht als Kuchen. Mutti hat immer einen wahnsinnig saftigen Zucchinikuchen gebacken und sowas wollte ich auch bauen. Die Zucchini schmeckt man nach dem Backen nämlich gar nicht mehr, dafür macht sie jeden Kuchen supersaftig.


Also ein paar Rezepte für Zucchini-Brownies durchgestöbert, an meine Vorstellungen und Vorräte angepasst und losgebacken. Noch nen schönen Schokoguss draufgesetzt und fertig waren die herrlich duftenden Brownies. Während ich noch Fotos geknipst hab, war Männchen schon mit dem ersten Stückchen verschwunden und man hörte sehr zufriedene Schmatzgeräusche aus dem Nebenzimmer. Supersaftig, aber nicht matschig, fluffig, ein bisschen klebrig, knallig schokoladig, kurz: Einfach perfekt!


Zucchini-Brownies mit Schokoguss      
(1 Backblech, ca. 30 Stücke)

660 g Zucchini, fein geraspelt (ich brauchte dafür eine ca. 1kg schwere Monsterzucchini)
270 g Dinkelmehl, Typ 630
240 g Rohrohrzucker
60 g Kakao
2 EL Vanillezucker
1 TL Natron (1 Pck)
1 Prise Salz
75 ml Pflanzenöl, neutrales

Zucchini schälen und ggf. die Kerne rausschneiden (ich hatte eine riesige Zucchini, die schon sehr große, feste Kerne hatte, die müssen raus) und ca. 660 g abwiegen, dann fein raspeln.
Ein Backblech mit Margarine einfetten, Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
In einer großen Rührschüssel Dinkelmehl und Kakao einsieben, mit Rohrzucker, Vanillezucker, Natron und Salz vermischen.
Zucchiniraspel und Öl zugeben und rasch verrühren (nicht zu lange rühren sonst geht der Teig nicht mehr so schön auf, einfach bis es einigermaßen klumpenfrei ist).
Den Teig in das vorbereitete Backblech füllen und glatt verstreichen.
Bei 180°C ca. 16 - 18 min backen.

200 g Zartbitter-Kuvertüre (vegane)
4 EL Kokosfett oder -öl
2 EL Agavendicksaft
1 EL Rum (optional^^)

Kuvertüre grob hacken, zusammen mit Kokosöl, Agavendicksaft und evtl Rum in einen Topf geben und bei niedrigster Hitze (oder überm Wasserbad falls ihr keinen Induktionsherd habt) vorsichtig unter Rühren schmelzen bis ein homogener Schokoguss entstanden ist.
Den Guss auf dem Kuchen verstreichen und nach Belieben verzieren. Der Guss bleibt schön weich, so dass ihr danach Stücke abschneiden könnt ohne dass die sonst oft knüppelharte Schokoschicht alles darunter zermatscht.


Da ein Kollege von mir kein Weizenmehl verträgt experimentiere ich seit Neuestem etwas mit Dinkelmehl. Die Schoko-Himbeer-Torte z.B. funzt auch genauso mit Dinkel- statt Weizenmehl, in Pizzateig machen wir ja schon quasi immer Dinkel rein und diese Brownies sind auch suuuper damit geworden. Eine super Alternative, sogar unseren mediterranen Nudelsalat mach ich inzwischen mit Dinkelnudeln, schmeckt noch besser!


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