Sonntag, 1. November 2015

Unser Portugaltrip - Wie man in Lissabon und Co. als Vegetarier durchkommt

Unseren Urlaub verbrachten wir dieses Jahr in Portugal. Erst im wunderschönen Lissabon, in dem man sich echt tagelang damit beschäftigen könnte durch die Gässchen, Treppen und Winkel zu streifen und die coolen Häuser anzuglotzen. Und danach noch ein paar Tage auf Troia, einer Halbinsel mit Strand, Strand, Strand. Und Gottesanbeterinnen und zahmem Fuchs... wooh.


Zu nem richtig tuffigen Urlaub gehört für mich aber auch leckeres Essen. Und da wars für mich als Fleisch- und Fischverweigerer gar nicht so einfach. Es gibt einfach echt wenig vegetarisches Futter beim Portugiesen. Und in einer Großstadt wie Lissabon gibts eben auch gute und schlechte Restaurants ;) Wir haben von beiden gekostet...


Mit meinem Frühstück im Flieger gings mir aber erstmal echt super. So ein Croissant mit Erdbeermarmelade wird einfach nochmal nen Tick besser, wenn man es über den Wolken bei aufgehender Sonne reinmümmelt.


Unser erstes richtiges Essen in Lissabon war allerdings ein Totalreinfall. Eine richtige Touri-Falle. H's Fisch war einfach nur schrecklich, die Beilagen eine lieblose Klatsche ins Gesicht. Mein vegetarisches Omelett war, Überraschung, mit Schinken gefüllt und mit den Pommes eine etwas trockene Angelegenheit. Es konnte nur noch besser werden die nächsten Tage^^



Also kein portugiesisches Lokal, wir haben uns das Nood ausgesucht. Asiatische Fusionküche erwartete uns dort und es war super sabber lecker. Mein Tofu-Ingwer-Zeug war so gut und H's Ramen war auch der Hammer. Sowas muss ich daheim auch mal finden, noom war das lögga.



Dann wurde ein rein vegetarisches Restaurant ausprobiert. Laut Mr. Internet sollte es dort supertoll sein. Aber ich war vom Jardim do Sentidos nicht so begeistert. Mein Tofu-Ananas-Spieß hatte genau ein Stückchen Ananas, war sonst total fade und die Beilagen waren so mit gefrorener Petersilie eingestreut, dass man sonst kaum noch was schmeckte. Zusammen gepasst hat auch nichts auf meinem Teller, mäh. H hatte mehr Glück. Seine Walnuss-Gorgonzola-Pasta war recht gut. Und unser Nachspeisenkuchen auch. Apfel mit Apfel auf Mürbteig, nom.




Am nächsten Abend gabs Bööaga. Im Green Room kann man sich seine Burger zusammenstellen wies einem passt. Brötchen, Patty, Sauce und Beilagen sind frei kombinierbar und es ist für jeden was dabei. Fleischig, vegetarisch, vegan, alles ist möglich. Dazu ein abgefahrenes Craftbier und das Ensemble ist perfekt. Die Bedienung war auch so nett und locker, ein echt toller Schuppen.



Dann kam wieder eine Pleite. Wir wollten ins Passage to India, einem angeblich ganz tollen Inder in Lissabon. Als wir aber ankamen waren die gerade am renovieren, buhu. Daraufhin hechelten wir zum nächst gelegenen Inder, dem Zaafran, der uns zuvor schon aufgefallen war. Zonk. Echt bescheuert dort. Überhebliche Bedienung, falsche Getränke gebracht und das Essen, puh. Also einfach frech. H's Hühnchencurry schmeckte nach nichts außer Butter und Rahm und meine vegetarische Platte war nur der billigste Schlonz, den sie in der Küche zusammenkratzen konnten. Mit nem Minimini-Schälchen Reis und einem ultradünnen, halben (!) Naanbrötchen. Mann, war das enttäuschend! Wir waren schon bei so vielen indischen Restaurants und es war iiiimmer lecker. Aber dieses war einfach nur Mist.


Am nächsten Abend haben wir uns ganz auf das Näschen verlassen und ohne Trip Advisor und Co. einfach ein sympatisches Lokal in Bairro Alto ausgesucht. Im O Boteco gabs alles mögliche, eher mediterranes und auch etwas portugisches Futter. Wir haben uns Pizzen bestellt und wurden mit liebevoll belegten und wunderbar leckeren Teiglappen belohnt, mmh. Ein guter Fund.


Den letzten Tag in Lissabon haben wir mit Karten kritzeln im Park und Rumgammeln verbracht. Im Cafe Quiosque da Praça Principe Real gabs unerwartet leckere Panini und Sandwiches und genauso unerwarteten Wind und Nieselregen.



Abends gings dann zum hoffentlich fertig renovierten Superinder Passage to India. Und wir wurden nicht enttäuscht. Ich hatte so ne Tandoori-Bruzel-Pfanne mit Paneer und Gemüse, H irgendwas currig Hühniges. Waahn, das war so lecker! Auch die Bedienung war so freundlich und aufmerksam, die Atmosphäre entspannt und lustig. Ein perfekter Abschluss für Lissabon, so kulinarisch gesehen. Jam.


Auf Troia waren wir dann Selbstversorger, mit Mini-Küchenzeile, sehr eingeschränktem Equipment und Zutatenauswahl a la Nachsaison. Aber wir haben das beste daraus gemacht und es gab jeden Tag irgendwas besseres als am ersten Tag in Lissabon, hehe.


Nudelns und Reiszeug mit Curry oder Käse und so. Ist doch super. Sogar Gäste konnten wir in unserem Appartement bewirten. Ich hab das echt genossen, den ganzen Tag nur am Pool rumliegen, lesen, schwimmen, Muscheln sammeln und unkompliziert rumköcheln.


Aber mein Futterhighlight war am letzten Tag, nach unendlicher Suche, einem abgebrochenem Kofferrad und ner Ewigkeit unterwegs auf kaputtestem Kopfsteinpflaster mit nem verstümmelten Koffer, dieses Bubble Gum Calippo. Überall war es aus, die kompletten zwei Wochen, immer wieder hatte ich danach gefragt und es gab nur Limette oder Strawberry. Und dann kam es ganz unerwartet um die Ecke, whee. Ja, es war nicht lecker, aber ich musste es haben! Bubble Gum, yeah.


Noch ein letzter Blick auf den Strand und dann war der Urlaub auch schon wieder vorbei. Viel zu schnell, wie immer.


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