Dienstag, 22. März 2016

Plastikfasten - Mein Fazit nach fast 40 Tagen

Erstmal eins vorweg zum Plastikfasten: Ich brauche Gummibärchen! Wäre nicht bald Ostern und damit die Fastenzeit endlich vorbei, ich würde ausflippen. Weils aber auch echt niiiergends vernünftige gelatinefreie Gummibärchen ohne Plastiktütchen gibt, heul. Ich vermisse sie so. Und vegane Zutaten sind auch quasi nicht ohne Plastik zu bekommen. Ein vernünftiger Tofu, Sojasahne, Sojajoghurt, usw. Alles eingeschweißt, eingebechert oder im Tetrapack.


Immerhin hab ich im OHNE Laden in München Sojaschnetzel bekommen. Und Linsen, juhu. Die gibts ja auch nur im Plastiklappen. Ansonsten war die Standardlebensmittelbeschaffung kein so großer Akt. Gemüse bekommt man fast überall ohne Verpackung, besonders in Markthallen oder aufm Wochenmarkt. Auch viele Konserven findet man ebenso in Gläsern.


Es ist allerdings schon ne krasse Schlepperei. Ein paar Flaschen Saft heimtragen ist da ne ganz schöne Buckelei. Planung wäre da ganz gut, dass die schweren Sachen besorgt werden, wenn man eh mal mitm Auto unterwegs ist. Tja, Planung. Das ist keine meiner Stärken. Also es gibt meistens schon nen Plan, aber ich vergess den Zettel oder sowas... Richtig froh war ich über den Reis, der nur in Pappe verpackt war. Es gibt echt keinen ohne Tütchen innendrin (außer Uncle Bens :P). Im Kaufland hab ich dann nen Basmati und Jasmin Reis gefunden von ner Fair Trade Marke, ole ole.


Wenn man sich so in der Küche umschaut, gibts da aber noch ne zusätzliche Riesen-Plastikquelle. Spülmittel, Geschirrspülpulver, Allzweckreiniger,... Natürlich alles in Plastikflaschen oder -tüten.

Spüli war easy, das gabs auch im OHNE Laden. Selbst mixen ist wohl recht schwer, weil man die Fettlösekraft nicht so hinbekommt ohne Specialzutaten. Daher hab ich selbst zusammenrühren gar nicht erst versucht.

Dann wollte ich unser Spülmaschinenpulver selbst anmischen. Nachdem ich endlich im Müller das Waschsoda gefunden hab, war auch das erledigt. Das Pülverchen muss ich aber noch etwas testen, obs die Maschine auch über längere Zeit verträgt.

Reiniger sind auch supereinfach selbst zu basteln. Auf einer Basis von in warmem Wasser gelöster Zitronensäure lässt sich jedes erdenkliche Zeug anrühren. Kalklösend ohne Ende und durch die Zitronensäure geruchsneutral. Essig würde natürlich genauso gehn, stinkt hald wie die Pest. Die alten Sprühflaschen werden jedenfalls jetzt gehortet und nach und nach mit selbst gemixtem Reiniger wiederbefüllt.


Im Bad hat sich auch etwas getan. Da gibts ja auch Unmengen an Plastik, von Shampoo, Duschgel, Spülung über Zahnbürste, Mundwasser und Handcreme, und Co. In den letzten 40 Tagen haben sich ein paar Sachen davon aufgebraucht und es sollten Alternativen her.

Statt der Plastikzahnbürste hab ich nun eine tuffige Bambusbürste von Hydrophil. Liegt gut in der Hand, perfekte Härte der Borsten und putzt supi.

Bei Shampoo und Duschgel war das etwas schwieriger. Mein erster Shampooersatz in Form einer Haarseife war ein Totalreinfall. Meine Haare waren richtig klebrig, kaum kämmbar und nachdem sie trocken waren frisselig, filzig und trocken. Supermist. Sonst benutz ich nicht mal Conditioner weil das normale (silikonfreie) Shampoo reichte und dann das... Im Internet bin ich auf die Ursache gestoßen: Kalkhaltiges Wasser. Mit Haarseife allein flockt wohl der Kalk aus recht hartem Wasser aus und legt sich wie ein dünner Film auf die Haare. Man müsste mit einer Essigspülung das ganze wieder neutralisieren können, aber ich bin ja gar nicht mehr durch die Haare gekommen. Das war so widerlich. Eine andere Lösung musste her. Richtiges Shampoo, nur eben in fest. Bei Lush wurde ich fündig, gleich noch nen Conditionerklumpen dazu gekauft und fix ausprobiert. Und yeah. Supertoll! Das Shampoo schäumt schön auf und der Conditioner ist ein Traum! So weiche Haare hatte ich schon lange nicht mehr.

Beim Duschgelersatz war die Suche auch länger. Körperseife gefiel mir nicht so. Ich hatte das gleiche Problem wie mit den Haaren, dass die Seife so ein klebriges Gefühl auf der Haut hinterlässt. Mein selbstgemachtes Duschgel war schon besser, aber immer noch etwas 'unweich'. Da werde ich noch mit der Rezeptur rumprobieren. Aber es macht auch echt Spaß sich Öle, Seife und Kräuter selbst zusammenzumixen. So wies einem passt.

Mit Bodylotion und so hab ich noch nicht experimentiert. Da ich recht empfindliche Haut habe, bin ich da etwas zurückhaltend. Danach seh ich aus wie ein Streuselkuchen... Außerdem benutz ich die eh so gut wie nie. Meine Vorräte werden also noch ewig reichen. Genauso gehts mir mit Rasierzeug. Keine Experimente. Da bin ich heilfroh, wenn meine Haut das so wie bisher einigermaßen übersteht ohne tagelang zu brennen und gerötet zu sein.


Mein Fazit:
Viele Umstellungen werde ich gerne beibehalten. Die Plastikflaschenberge ausm Bad und dem Reinigungszeug sind verbannt. Selbstbasteln ist auch viel praktischer und preiswerter. Und das Lush-Shampoo ist einfach zu goil, das löst auch mein Standardshampoo ab, obwohls deutlich teurer ist. Bei den Lebensmitteln werd ich nicht so streng bleiben. Die Sachen, die ich einfach nirgends ohne Plastik bekomme werde ich mir nicht mehr komplett verkneifen. Gummibärchen, ich komme! Auch Soja Cuisine und Tofu werden wieder einziehen. Trotzdem wird unterm Strich nun deutlich weniger Plastikmüll in meine Wohnung wandern und bei neuen Anschaffungen darauf geachtet, obs nicht ne plastikfreie Alternative gibt. Nur ob ich mich mit dem Becherchen an die Käsetheke traue muss ich noch ausprobieren... Vielleicht lieber mit Cashewbaaz selber machen? ;)

Kommentare:

  1. Ja es ist wirklich unglaublich was alles in Plastik verpackt ist, richtig nervig!Toll das es dir so gut gelungen ist.
    Die Shmapoo Bars haben mir leider die Haare sehr und Kompfhaut so ausgetrocknet:(
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    1. Manchmal verzweifelt man echt, oft ist sogar in der Pappschachtel nochmal alles in ner Kunststofftüte verpackt, argh (Warum ich inzwischen die Schachteln schüttle im Geschäft, sieht doof aus, ist aber so^^).
      Ui, das ist ja fies, hoffentlich gehts mir mit meiner Shampoo Bar nicht auch so. Bisher ist alles gut...
      Liebe Grüße :)

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  2. Super Sache! Hast du da Unterschiede im Preis gemerkt?

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    1. Oh puh, naja, die Billig-Marken bekommt man selten im Glas, dafür bekommt man im Supermakrt keein Bio-Obst ohne Plastik... Also unterm Strich wars gefühlt schon etwas teurer, aber dafür kauft man weniger, weils so viel Geschleppe ist :D

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  3. Ah, voll gut! Meine Plastikreduktionsambitionen sind bisher vor allem im Bad gescheitert: Das selbstgemachte Duschgel war ein einziger glitschiger Klumpen, der sich nicht dosieren ließ und die Haarwäsche mit Roggenmehl zwar vom Ergebnis her brauchbar, aber eine Riesensauerei. Also: ab zu Lush – bzw. warten, bis Du Deine ausgereiften Rezepturen bloggst :)

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    1. Das Duschgel stört mich echt noch etwas, ist nicht so dieses schaumige duschen wie mit normalem Duschgel. Und es ist mir etwas fest geworden, muss ganz schön drücken, dass es rausgeht ^_^ Aber da werd ich mich noch spielen und dann berichten :) Schade, dass es bei Lush nicht einfach nen Duschklumpen gibt. Vllt teste ich mal das Duschjelly von denen. Aber selbst basteln ist hald cooler, voll unabhängig und so... :3

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Ich freue mich über jeden lieben Kommentar *hüpfhüpf :D

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