Donnerstag, 26. April 2018

Cremige Weißwein-Sahne-Sauce mit Broccoli [vegan]

Manche laufen ja eher davon bei Broccoli, aber hier im Hause Wos zum Essn ist das grüne Röschen-Gemüse äußerst beliebt. Egal ob in Gemüse-Currys, die letzten zehn Minuten zum Ofengemüse geworfen, mit süß-klebriger Sesam-Marinade oder in Pasta-Saucen, Broccoli bringt immer einen besonders aromatischen, aber nicht zu kohligen Geschmack mit ins Spiel. Auf dem Blog gibt's ja schon länger eine ganz klassische Broccoli-Pasta mit Weißwein-Sahne-Sauce und Parmesan. Diese ist mir aber inzwischen ein bisschen zu, äähm, tierproduktlastig, also musste eine neue Version her. Zwar gibt es bei uns immer noch Pizza oder Lasagne mit Käse drauf, aber cremige Pastasaucen gehen ja genausogut auch ohne, hehe. Also mal eben fix eine leckere, vegane, schlozige Broccoli-Sahnesauce gebastelt, die uns besser geschmeckt hat als die 'Originale'.


Cremige Weißwein-Sahne-Sauce mit Broccoli     
(2 - 3 Portionen)

250 g Nudeln (hier Gemelli)
400 g Broccoli
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150 ml Weißwein
150 ml Gemüsebrühe
150 ml Sojasahne
75 g Bedda Schedda (oder 2 - 3 EL Hefeflocken)
Muskatnuss, Salz, Pfeffer

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen.
Broccoli in Röschen teilen, Zwiebel würfeln, Knoblauchzehe fein hacken.
Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl glasig dünsten, mit Weißwein ablöschen und verdampfen lassen. Mit Gemüsebrühe und Sahne aufgießen und aufkochen lassen.
Broccoliröschen zugeben und gute 5 min köcheln lassen. Falls die Sauce zu sehr einkocht etwas Nudelwasser dazugießen.
Bedda zerrupfen und in die Sauce einrühren, bis der Käse geschmolzen ist.
Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.
Zum Schluss die Nudeln abgießen und unter die Soße heben.
Mit Chili oder Cayennepfeffer bestreut servieren. Dazu passt auch gut ein knackiger grüner Salat oder ein Gurkensalat.

Tipps:
- Wenn ihr den Broccoli lieber weicher mögt gebt ihr ihn schon dazu sobald die Zwiebeln glasig sind.
- Den Wein kann man mit Gemüsebrühe ersetzen und einen Schuss hellen Balsamico dazugeben.
- Käse haben wir eher selten im Haus, weswegen ich solche Saucen meistens mit Hefeflocken mache, schmeckt genauso lecker ;)

Sonntag, 25. März 2018

Herzhafter Veggie-Burger mit Bratlingen aus schwarzen Bohnen, Reis und Champignons [vegan]

Schon lange her, dass es hier mal ein neues Burger-Patty-Rezept gab. Das liegt vielleicht daran, dass ich schon ein paar superleckere Patties im Repertoire hab, hehe. Wenn's richtig schnell gehen soll werden Couscous-Gemüse-Burgerpatties gebruzelt, wenn es etwas fancy sein soll oder für die Lunchbox passen Süßkartoffel-Patties super, richtiges Fleischpflanzerlfeeling kommt bei den Reispflanzerln auf, eine gemüsige, saftige Mischung sind die Gemüse-Bratlinge und, und, und ;)


Aber ein paar Ideen geistern mit immer noch im Kopf rum. Schwammerl zum Beispiel. Dieser lecker herzhafte Geschmack der kleinen Knöllchen wollte auch mal als Burgerpatties ausprobiert werden. Gepaart mit schwarzen Bohnen für die Bindung und Saftigkeit im Bratling, und mit Reiskörnern für einen guten Biss. Dazu crunchiges Panko und kräftige Gewürze für einen ordentlichen Pfiff. Männchen futterte schon den ersten Burger als ich noch meinen knipste. Sein Kommentar mit vollgestopftem Mund: 'Kannst weiterknipsen, schmeckt echt guad, nomnom!' Eine schöne Mischung aus saftigem Bohnenbratling mit dem leicht kernigen Biss vom Reis und durch die Champignons und Gewürze herzhaft lecker.


Black Bean Rice Burger    
(5 große oder 8 normale Patties)

3/4 - 1 Tasse Langkornreis (1 Tasse entspricht ca. 250 ml)
1 Dose Schwarze Bohnen (270 g Abtropfgewicht)
1/2 Zwiebel
4 braune Champignons (100 g)
5 EL Panko (ersatzweise Semmelbrösel)
2 EL Tomatenmark
3 EL Paprikasauce (oder Ketchup, Barbecuesauce, etc.)
1 - 2 EL brauner Zucker
je 1/2 TL Basilikum, Oregano, Cayennepfeffer
1 - 2 TL Paprika, edelsüß
Salz, Pfeffer (je ca. 1/2 TL)
Semmelbrösel (ersatzweise mehr Panko)

Reis nach Packungsanleitung kochen, etwas abkühlen lassen.
Inzwischem Bohnen abgießen, durchspülen, etwas abtropfen lassen und mit einer Gabel zerdrücken bis nur noch wenige Bohnen ganz sind.
Zwiebel und Champignons sehr fein hacken. In etwas Öl andünsten bis die Zwiebeln weich sind und die Champignons leicht anbräunen.
Reis, Bohnenmus, angebratene Champignons und Zwiebel mit Panko, Tomatenmark, Paprikasauce und Zucker in einer Schüssel vermischen und mit den Gewürzen kräftig abschmecken. So viel Semmelbrösel zugeben bis die Masse schön griffig und nicht mehr zu weich ist. Gut mit den Händen durchkneten.
Bratlinge in gewünschter Größe formen, nicht zu dünn, dass sie nicht beim Wenden brechen. In heißem Öl von beiden Seiten ein paar Minuten anbraten bis sie schön angebräunt sind. Auf Küchenkrepp legen, dass überschüssiges Fett abtropfen kann.


Bei uns gab's die Bratlinge ganz klassisch in großen Burgerbuns mit Paprikasauce, Senf, (vegane) Mayo, Zwiebelringen, Essiggürkchen, Salat und Gurkenscheiben. Männchen hatte auch noch hartgekochte Eier und Peperonis dazugeschnipselt. Dazu dann noch einen Kartoffel-Gurkensalat statt der obligatorischen Pommes.


Falls ihr jetzt einen Fetzen-Kohldampf auf meeehr Burger habt, alle meine Burger-Rezepte findet ihr rechts in der Sidebar unter 'Burger' :)

Sonntag, 18. März 2018

Wunderbar aromatisches Linsencurry mit Quinoa [vegan]

Ich hab keine Ahnung wie oft ich schon Dal, also Linsencurry, gefuttert hab. Immer wieder mal beim Inder, manchmal auf Partys mit veganem Buffet (da passt Dal auch echt gut und ist mal was anderes als das ewige Chili), einfach so mal bei Freunden und so weiter. Aber ich hab's erst einmal selbst gekocht, vor Ewigkeiten. Damals war es mir zu breiig, irgendwie hat mir was 'Beißiges' gefehlt. Für den neuen Versuch hab ich mich gewürzemäßig bei der Dal-Version von Carla (Herbs & Chocolate) bedient und die Zutaten reingeschmissen, die in meinem liebsten Linsencurry drin waren, das ich mal auf einer Party gefuttert hab. Rausgekommen ist ein super aromatisches, leicht cremiges Curry mit fruchtigem Gemüse (damit auch was zum Beißen im Linsentopf rumschwimmt^^). Und wie das gern mal bei indischem Futter so ist auch noch zufällig vegan. Also alle ran an Tisch, nom nom nom.


Linsencurry mit Quinoa    
(Ca. 4 Portionen)

200 g rote Linsen
50 g Quinoa (ich hatte bunten)
1 Zwiebel
2 - 3 Knoblauchzehen
8 kleine Kartoffeln (300 g)
2 Karotten (200 g)
1/2 Paprika, gelb
2 EL Kokosöl, nativ
1 TL Ingwerpaste (oder frisch geriebener Ingwer)
je 1 TL Curry, Kurkuma, Kreuzkümmel, braune Senfkörner*
10 Curryblätter*
1/2 TL Chilipulver (je nach Geschmack und Sorte!)
500 - 700 ml Gemüsebrühe
1 EL Zitronensaft
Meersalz
Cashewkerne, Koriander (optional)

Linsen abspülen, Quinoa mit heißem Wasser spülen (um die Bitterstoffe auszuwaschen).
Zwiebel würfeln, Knoblauch fein hacken. Kartoffeln klein würfeln, Karotten halbieren und in Scheibchen schneiden. Paprika würfeln.
Kokosöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwerpaste, Curry, Kurkuma, Kreuzkümmel, Senfkörner, Curryblätter und Chili zugeben und bei mittlerer Hitze andünsten, bis die Zwiebeln weich sind (ca. 8 min).
Kartoffeln und Karotten zugeben, Hitze etwas erhöhen und 2 - 3 min weiterbraten.
Linsen, Quinoa und 500 ml Gemüsebrühe zugeben, salzen, aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze zugedeckt 20 min köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Gelegentlich umrühren, dass nichts am Topf ansetzt. Brühe nachgießen falls es zu trocken wird.
Kurz vor Ende der Kochzeit Paprika unterheben. Zitronensaft zugeben und mit Salz abschmecken.
10 min abgedeckt ziehen lassen.
Mit gehackten Cashewnüssen, Koriander (oder Petersilie) und Chiliflocken garniert servieren.

Bei uns gab's noch Jasminreis und Gurkensalat dazu. Die aufgewärmten Reste haben wir mit einem Rest Reis, einem Rest Shahi Paneer Soße (hatten wir noch eingefroren, Rezept hier: *klick) und Naanbrot (Rezept hier: *klick) gefuttert, gleich noch besser! Aufgewärmt schmeckts noch aromatischer, richtig schön durchgezogen und das Naanbrot zum Tunken ist perfekt dazu.


Im Prinzip könnt ihr in das Curry alles reinhauen was ihr gerne mögt, oder noch weg muss, Kichererbsen, Spinat, Tomaten, etc. Es sollte hald immer ungefähr die Menge an Gemüse sein wie oben, dass die Verhältnisse passen. Meine Lieblingsvariante ist ohne die Kartoffeln, dafür mit mehr Möhrchen und Paprika, nomnom.


Bei Nadine im Möhreneck werden gerade fleißig leckere Curry-Rezepte gesammelt. Das wohl vielfältigste Gewürz das es so gibt, da werden sich bestimmt kunterbunte Gerichte zusammen finden. Mein vollgepacktes Linsen-Quinoa-Curry darf gleich mit in die Sammlung. Wer auch noch bei Nadines Blogevent ein Rezeptchen einreichen will hat noch bis 15. Mai Zeit ;)
Noch mehr Curryrezepte von anderen Bloggern findet ihr direkt bei Inas Let's Cook Together im Februar. Schaut mal rüber und stöbert ein bisschen :)

* Braune Senfkörner und indische Curryblätter bekommt man im Asialaden. Ich hab beides auf Anhieb im Chinaladen in Regensburg gefunden. Solltet ihr es nicht auftreiben können, Senfkörner weglassen und statt den Curryblättern einfach mehr Currypulver nehmen.

Dienstag, 13. März 2018

Resteküche: Schneller Tomatenreis mit Paprika

Manchmal (Okee, meistens) ist unser Kühlschrank quasi eine Rumpelkammer. Ein Durcheinander an angebrochenen Gläsern, Dosen mit Resten, angeschrumpeltem Gemüse im untersten Fach und diveeerse offene Marmeladen weil wir eigentlich nur Erdbeere und Preiselbeere mögen. Wenn ich mir so manche Kühlschränke auf Instagram anschaue (#fridgegoals), denk ich mir immer so: 'Ja genaaaau'. Mein Kühlschrank besteht auch nur aus farblich sortiertem, superfreshem Obst und Gemüse, selbstgemachten Aufstrichen und Gemüsefond in fancy Gläsern, mealprepmäßige Lunchboxen für die komplette Woche und natürlich selbstgemixter Pflanzenmilch... Äh ja, fast. Bei mir muss sowas wie der Mini-Rest Reis unbedingt weg bevor er flauschig wird, dann findet sich noch ein letztes Pfützchen Arrabiatasoße im hintersten Eck, ne angeschnippelte Zwiebel, angerunzelte Paprikastreifen und ein Bazerl Zaziki. Reste die nach einem einfachen, aber sehr leckerem Fresschen schreien: Tomatenreis mit Quarkbaaz!


Tomatenreis mit Paprika    
(1 Portion)

1/2 Zwiebel
1/4 Paprika
1 Tasse gekochter Jasminreis, kalt
2 EL Arrabiatasoße (hier von Alnatura)
Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Zucker

Zwiebel grob würfeln, Paprika ebenso.
Zwiebelwürfel in etwas Öl glasig dünsten. Reis und Paprika dazugeben und ca. 5 min unter Rühren anbraten. Arrabiatasoße unterrühren, mit Paprika, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken, 1 - 2 min mitbraten.
Dazu passt super ein Klecks Zaziki (Rezept siehe hier: *klick) und ein grüner Salat.

Da ich nichts Neues aufrupfen wollte gabs sonst nix im Tomatenreis, aber natürlich passen Erbsen, Tomatenstücke, Mais, Zucchini, etc auch noch super mit rein. Normalerweise würde ich Tomatenmark mit anbraten und mit etwas Gemüsebrühe ablöschen, die übrig gebliebene Arrabiatasoße kam da sehr gelegen für eine noch unkompliziertere Lösung. Ich hebe echt jeden Mini-Rest noch auf, zur Not frier ichs ein und hab ein anderes Mal eben drei, vier verschiedene Soßenreste zu Nudeln, Reis oder als Basis für ne neue Soße.

Blog-Event CXXXIX - Zu gut für die Tonne! (Einsendeschluss 15. März 2018)

So einfach kann man aus Restchen was Jammiges zaubern. Eigentlich war dieses Rezept gar nicht geplant gebloggt zu werden, aber durch Jettes (Lanis Lecker Ecke) Blogevent 'Zu gut für die Tonne' bei Zorras Kochtopf, wollte ich es doch zeigen wie einfach man aus schrumpeligen Zutaten noch was kochen kann. Die Problematik ist wohl jedem bekannt, es werden viel zu viel Lebensmittel weggeschmissen. Dabei kann man aus so gut wie allem noch was Leckeres basteln. Schrumpliges Gemüse passt super in Suppen. Abgelaufene Packung im Kühlschrank entdeckt? Aufreißen, beaugen, reinschnüffeln, wenn nichts Flauschiges drin wächst oder ein unerträglicher Muff entgegenweht, alles gut! Reste kann man immer irgendwie kombinieren, zur Not gibt's eben Reis, Nudeln, Kartoffeln, etc. angebraten mit allem was sonst noch so rumliegt. Mit etwas Übung bekommt man alles irgendwie weg. Für besonders komplizierte Fälle kann man ja auch andere nach Rat fragen oder die Schwarmintelligenz in Foren/ Facebookgruppen heranziehen ;)

Sonntag, 11. März 2018

Knusper-Nougat-Würfel [Pralinentime]

Ha, da hatte es ja noch Schnee, als ich die kleinen Knusper-Würfelchen geknipst hab. Cremiges, zartschmelzendes Nougat mit schön crunchigem Mandelkrokant, voll legga. Die Masse wird einfach ausgestrichen, dann in Würfel geschnitten und mit Schokolade überzogen. Kurz vor Weihnachten wird bei uns ja immer die Pralinen-Manufaktur angeschmissen. Jedesmal gibt's vier verschiedene Sorten für die liebe Verwandtschaft. Diese Knusper-Nougat-Würfel gab es bisher fast jedes Jahr.


Knusper-Nougat-Würfel   
(49 Stück)

300 g Zartbitterschokolade (50 + 50 + 200)
50 g Mandeln, gehobelt
50 g Zucker
50 ml Wasser
125 g Nougat, dunkles
50 g Sahne (oder Schlagcreme)
50 g Butter (oder Alsan)

50 g Zartbitter hacken, überm Wasserbad schmelzen und auf einem Bogen Backpapier ca. 16 x 16 cm ausstreichen, erkalten lassen.
Zucker und Wasser in einem kleinen Topf zum kochen bringen. Köcheln lassen bis sich die Masse gelb färbt. Mandeln unterheben und unter Rühren ankaramellisieren lassen. Auf einem Bogen Backpapier verteilen bzw. ausstreichen und erkalten lassen. Dann zu Mandelkrokantstückchen hacken.
50 g Zartbitter hacken. Nougat, Sahne und Butter erhitzen bis es geschmolzen ist. Über die gehackte Schokolade gießen, kurz ziehen lassen und dann verrühren bis sich die Schokolade mit dem Rest vermischt hat. Mandelkrokant unterheben. Abkühlen lassen bis die Masse etwas fester ist, sich aber noch streichen lässt.
Nougatmasse auf der vorbereiteten Schokoplatte gleichmäßig verstreichen, kühl stellen.
200 g Zartbitter schmelzen, Knuspernougat in Quader schneiden, in die Schokolade tauchen, überschüssige Schokolade abstreifen und auf Butterbrotpapier absetzen. Mit der Rückseite einer Kuchengabel auf die noch flüssige Oberfläche drücken und abheben, so entsteht das Muster wie auf den Fotos. Abkühlen lassen.


Vor dem Schokolieren schaut der Knusper-Würfel aber auch nicht schlecht aus, wir haben ein paar einfach so in Pralinen-Papierschälchen gesetzt. Nur zum Verpacken in Tüten sind sie so nicht gut geeignet, weil sie an die anderen Pralinen randitschen und angedrückt werden.


Mir gefällt das Muster das durch die Gabelzinken entsteht voll gut auf den Würfelchen. Einfach und effektvoll, ohne spezielles Pralinenwerkzeug. Überhaupt braucht man für diese Pralinen null freakiges Zeugs, keine Förmchen, Pralinengabeln oder crazy Zutaten wie Glucosesirup usw. Alles im Supermarkt aufzutreiben.


Falls ihr die Pralinen vegan machen wollt, ist das ganz easy. Einfach darauf achten, dass die dunkle Schokolade und das Nougat kein Milchzeugs drin haben (Nougat von Ruf ist z.B. vegan), die Butter mit Alsan oder Pflanzenmargarine ersetzen und statt der Sahne eine pflanzliche Alternative, Schlagcreme, Soja Cuisine oder so benutzen.

Sonntag, 25. Februar 2018

Überüberleckerer Frankfurter Kranz [vegan]

OMG! Quatschen wir nicht lange drumrum, dieser Frankfurter Kranz ist deeer geile Scheiß, kreisch! Schon letztes Jahr haben wir das Ungetüm bei ner liiieben Freundin verdrückt und waren ganz hin und weg. Männchens Wunsch zu seinem Gebrutstag war deshalb, dass ich den Kranz nachbacke, 'aber genau wie die Sonja, jaaa!' Okay. Also hab ich brav nachgefragt wie genau der ging und Männchen seinen Frankfurter Kranz gebacken.


Das Rezept ist aus 'vegan backen', das von Jérôme Eckmeier, und ich hab wirklich nicht viel anders gemacht. Die meisten Änderungen kamen durch meine Verpeiltheit beim Einkaufen zustande, d'oh. Schmeckte aber trotzdem genauso gut wie beim Original. Backt uuunbedingt das Teil nach wenn ihr mal Muse habt, es ist echt der Waaaahn. An Männchens Geburtstag waren nur 'Nicht-Veganer' mit am Tisch und auch sie waren alle ausnahmslos begeistert. Der saftige Boden, die leicht fluffige Buttercreme, die sich so schön mit dem Aroma der karamellisierten Haselnüsse vollsaugt und zum Abrunden säuerlich-fruchtige Marmelade, das alles verbindet sich zu einer perfekten Torte, traumhaft.


Frankfurter Kranz      
(Kranzform 26cm)

600 g Weizenmehl
350 g Rohrzucker
2 Pck Backpulver
1,5 Pck CitroBack (Zitronenschale von 1,5 Zitronen)
1 Prise Salz
300 ml Pflanzenöl, neutrales
500 ml Mineralwasser mit Sprudel

Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Kranzform mit etwas Margarine ausfetten.
In einer großen Rührschüssel die trockenen Zutaten gut vermengen. Pflanzenöl und Sprudel nacheinander rasch unterrühren, bis ein einigermaßen homogener Teig entstanden ist.
Teig in die Kranzform füllen, glatt streichen und auf zweiter Schiene von unten 55 - 60 min backen. Stäbchenprobe machen! Die Zeit kann je nach Backform stark variieren.
Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Vorsichtig aus der Form lösen und über Nacht komplett auskühlen lassen.

500 ml Mandelmilch (oder Haselnussdrink)
1 Pck Puddingpulver, Vanille (37 g)
75 g Rohrzucker
250 g Alsan (vegane Margarine)
200 g Schlagcreme, gekühlt (vegane Sahne von Schlagfix) *
1 Pck Vanillezucker
1 Pck Sahnesteif

Puddingpulver und Rohrzucker mischen, mit ca. 150 ml Milch glatt rühren. Restliche Milch aufkochen, vom Herd ziehen, angerührtes Puddingpulver einrühren und nochmal aufkochen. Unter Rühren 1 min köcheln lassen.
Den Pudding in eine Schüssel füllen, mit Frischhaltefolie abdecken (auf die Puddingoberfläche drücken, so entsteht keine Puddinghaut) und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Alsan aus dem Kühlschrank holen und weich werden lassen.
Die zimmerwarme Alsan schaumig aufschlagen. Den Pudding esslöffelweise dazugeben und weiterschlagen.
Schlagcreme mit Vanillezucker und Sahnesteif steif schlagen und unter die Buttercreme heben.

200 g Sauerkirschmarmelade (oder Himbeergelee^^)
125 g Haselnusskrokant
8 - 16 Cocktailkirschen (vegane) **

Tortenboden horizontal in drei gleich dicke Böden schneiden.
Auf dem ersten Boden die Hälfte der Marmelade verstreichen, ca. 5 gehäufte EL der Buttercreme darauf verteilen.
Zweiten Boden aufsetzen und leicht andrücken. Restliche Marmelade darauf verstreichen, wieder Buttercreme darauf verteilen, letzten Boden daraufsetzen und andrücken.
Mit der restlichen Buttercreme (bis auf ein paar EL zum Verzieren) rundherum einstreichen und möglichst glatt abziehen.
Haselnusskrokant rundherum anbringen (ich hab ihn einfach an den Rand geworfen, alles was nicht hängen blieb wieder dran geworfen usw. Oben drauf einfach streuen).
Mit zurückbehaltener Buttercreme Tupfen auf den Kranz setzen und mit Kirschen verzieren.
Mindestens 3h kalt stellen.


Ich bin so begeistert wie lecker die Torte war. Also wenn nochmal irgendwer behauptet vegan backen ist bäh, der bekommt eins mitm Paddel! Erstmal probieren, dann die Erleuchtung erfahren und Jérôme Eckmeier huldigen.


Damit reiht sich das Rezept ein in meine liebsten Backrezepte, die fluffig-saftige Schoko-Himbeer-Torte, die unfassbar leckere Mandarinen-Keese-Sahne oder supersaftiger Möhrchenkuchen mit versunkenen Äpfeln. Klar gibt's auch noch das ein oder andere nicht-vegane Backrezept, das (noch) unübertroffen ist, wie z.B. der Goldtränchen-Kuchen, leeechz, oder Muttis Donauwelle. Aber mein veganes Repertoire nimmt weiter zu und übertrumpft inzwischen so manchen Klassiker.

Tipps:
* Ich nehme iiiimmer die 'Universelle Schlagcreme' von Schlagfix. Sie schmeckt sehr sahnig ohne nen komischen Nebengeschmack, lässt sich super aufschlagen und ist sojafrei. Soyatoo und Co. schmecken mir einfach nicht. 
** Die kandierten Kirschen die man bei den Backzutaten findet sind so gut wie immer nicht vegan, weil sie mit tierischen Stoffen rot gefärbt werden. Ich hab bei den Obstkonserven eingelegte Cocktailkirschen im Glas gefunden, die vegan sind.

Dienstag, 20. Februar 2018

Meine 10 liebsten Feierabend-Rezepte [veggie]

Wie oft denk ich mir kurz bevor ich zum Zug muss 'Was essen wir eigentlich heut Abend?' Aus der Arbeit raus überleg ich dann hin und her und zücke meistens spätestens im Zug doch das Handy und durchforste meinen Blog nach schnellen Rezepten. Damit ihr euch bei derselben Frage in Zukunft nicht so schwer tut gibt's jetzt mal meine Feierabend-Favoriten, die nicht nur aus Nudelsoßen-Rezepten bestehen ;)


1. Ein richtig schnelles und lecker aromatisches Curry eröffnet die Runde: Sri Lanka Curry mit Lieblingsgemüse, gibt's bei uns besonders im Sommer quasi jede zweite Woche.

2. Egal ob Sommer oder Winter, Jambalaya geht echt immer! Und ist fix zusammengerührt. Die cajun-mäßigen Gewürze machen aus dem Reistopf ein geniales Fresschen. Sieht unspektakulär ist, schmeckt aber Hammer!

3. Neues Lieblingsfutter: Spätzle-Auflauf mit Champignons ♡ Spätzle, Paprika-Sahne, Gemüse, Käsefäden, nooom.

4. Soulfood pur! Diese Ajvar-Erbsen-Pasta ist die wohl cremigste Sauce ever und schmeckt dank des Ajvars, einer türkischen Paprika-Auberginen-Paste, unfassbar gut!

5. Superfix mariniert und im Ofen verfrachtet: Röst-Blumenkohl aka Shawarma im Pita-Brot. Auf knappe 20 min ist der lecker aromatische Blumenkohl fertig und kann mit Zaziki oder Hummus, Gemüse und Chiliflocken in frisch aufgebackene Pita-Taschen gepackt werden.

6. Wenn wir schon bei ofengerösteten Füllungen sind, wie wär's mit Wraps mit gebackenem Kürbis und Balsamico-Zwiebeln. Perfekte Kombi von würzig mariniertem Hokkaido, knackigem Gemüse, frischer Joghurtsoße und süßen Balsamico-Zwiebeln.

7. Ein simples und superaromatisches, indisches Curry darf hier nicht fehlen: 20-Minuten-Curry nach Aloo Gobi Art. So schnell geköchelt und trotzdem so kräftig currig wie man es von indischen Curries erwartet.

8. Auch super, wenn's schnell und unkompliziert werden soll: One Pot Pasta. Unsere liebste Variante ist diese supercremige Spinat-Schwammerl One Pot Pasta mit Thymian.

9. Sommerlich leicht kommen sie daher: Gebratene Gnocchi mit Feta und Gemüse. Kurz gebratenes, knackiges Gemüse und cremig-salziger Feta passen perfekt zu den angerösteten Gnocchis.

10. Woohoo Halloumi-Pflanzerl ♡ Ich liebe sie besonders im Sommer! Die Bratlinge sind hauptsächlich aus geraspeltem Halloumi und Knoblauch, hihi, dazu noch ein leckeres Salätchen und das Feierabendfresschen in der Abendsonne am Balkon ist fertig.

Unter dem Label 'Feierabendküche' rechts in der Leiste findet ihr übrigens alle Hauptgerichte, die nach der Arbeit schnell zubereitet werden können.

Dienstag, 13. Februar 2018

Kwaak-Kuchen: Veganer Käsekuchen 2.0

Ja, eigentlich hätte es heute als Profi-Foodblogger (wie ich es bin, hust) natürlich ein Rezept für Faschingskrapfen, Funfetti-Schnittchen oder Valentinstags-Herzküchlein geben müssen. Aber ich bin immer planlos unterwegs und blogge, was es bei mir tatsächlich gegeben hat und nicht was es zwecks irgendwelcher Umwelteinflüsse und Trends geben müsste (außer ich hab tatsächlich grad Bock drauf^^). Daher gibt's hier heute mein verbessertes veganes Käsekuchenrezept. Den Kuchen hab ich schon etliche Male gebacken und mit jedem Mal wurde eine Kleinigkeit verändert, sei's wegen Zutatenmangel, oder weil mir was daran doch noch nicht so perfekt gepasst hat.


Inzwischen ist das Rezept aber optimal und es gibt ihn immer so: Mein liebster Mürbteigboden, eine einfache Füllung ohne Agar Agar oder so Krempel und jede Menge Variationsmöglichkeiten wenn's um die 'Quark'-Masse geht. Was ich da alles schon durchgetestet hab, findet ihr unter dem Rezept bei den Tipps. Das Ergebnis wird jetzt ohne großen Aufwand immer schön säuerlich, vanillig, bissle zitronig, wie es sich für einen Käsekuchen gehört und hat auch die passende Konsistenz. Hält super zusammen und hat aber nichts puddinghaftes, sondern eben wie eine Quarkmasse, wenn man mit der Gabel reinfährt, noom!


Veganer Käsekuchen 2.0     
(Für eine 26cm-Springform)

Boden:
200 g Mehl
130 g Alsan, in kleinen Stücken (oder andere feste, vegane Margarine)
70 g Zucker
2 TL Vanillezucker
1 Portion Ei-Ersatz, angerührt (bei mir 2 TL 3Pauly + 40 ml Wasser)
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Alle Zutaten miteinander vermischen und zu einem homogenen Mürbteig verkneten. Eine ausgefettete Springform (26 cm) damit auslegen. Dazu 2/3 des Teiges auf dem Boden verteilen und andrücken und aus dem restlichen Drittel einen gleichmäßig hohen Rand hochziehen (ca. 5 - 6 cm hoch). Mehrmals mit einer Gabel einstechen, dass während dem Backen keine Luftblasen unter dem Teig entstehen.

Füllung:
500 - 600 g Sojaquark, natur (oder abgetropfter Sojajoghurt *) **
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker
100 ml neutrales Pflanzenöl
1 Pck Puddingpulver, Vanille (ca. 40 g)
2 Portionen Ei-Ersatz, angerühr
3 - 4 EL Zitronensaft
1 TL Zitronenschale (CitroBack)
250 ml Sojamilch mit Vanillegeschmack **

Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und glatt rühren. Mit Vanille und Zitrone abschmecken (kommt auf die Quarksorte und so an, ich schmecke immer noch zusätzlich ab). In die Form füllen und glatt streichen.
Bei 180ºC (Ober-/Unterhitze) im vorgeheizten Ofen 60 min lang backen. Wenn euch die Decke nicht genug anbräunt, einfach zum Schluss kurz die Grillfunktion anmachen, aber dabei bleiben, das wird nämlich fix dunkel ;)
Ofen abschalten, Tür leicht öffnen (Kochlöffel einklemmen) und 5 min warten, dann Tür etwas weiter öffnen (so 45°) und nach 5 min ganz öffnen. Nach weiteren 10 min aus dem Ofen nehmen. So reißt euch der Kuchen nicht zu sehr ein, weil er kontrollierter abkühlt.
Bevor ihr den Springformrand löst gut auskühlen lassen. Dann in den Kühlschrank stellen damit der Kuchen fest wird.


So frisch aus dem Ofen ist das Teil doch echt eine Augenweide, jam jam. Wie das glänzt und erst duuuftet. Brav warten bis der Kuchen abgekühlt ist, sonst wabbelt alles auseinander. Mein Favorit ist bei der Füllung übrigens immer noch die Variante mit dem abgetropften Sojaghurt, irgendwie wirds dann ein bisschen cremiger als mit Sojaquark. Ist hald mehr Planung und Aufwand mit dem Abtropfen über Nacht.


Tipps:

* Falls ihr keinen Quark findet: 
1 kg Sojajoghurt (natur) in einem mit Küchenpapier ausgelegten feinen Sieb im Kühlschrank abtropfen lassen. Mindestens über Nacht, besser 24 Stunden. Dann sollte man ca. 500 g Soja-'Quark' haben, etwas mehr oder weniger ist bei diesem Rezept egal :)

** Statt Natur-Sojajoghurt und Vanille-Sojamilch kann man natürlich auch fröhlich durchtauschen und evtl. etwas Vanillezucker oder Vanille dann in die Creme rühren bis sie perfekt schmeckt ;) Ich hatte zuletzt 400 g Vanille-Alpro abtropfen lassen und mit bissl mehr als 300 g Alpro GoOn und 250 ml Alpro Bio Soja den Kuchen gebacken. Hauptgrund für die Vanillemilch ist hauptsächlich die Farbe, dass der Käsekuchen auch schön gelb wird wie mit Eiern, den Vanille-Geschmack bekommt ihr auch sonst noch rein.

Donnerstag, 1. Februar 2018

So ne Art Gan Bian - Sticky, knoflig, sojasaucig gewokt [vegan]

Mmh, am Wochenende gab's Veggie Gan Bian, lecker lecker. Gebratenes Gemüse mit Fake-Hähnchenschnipsel, schön knoflig, bisschen klebrig-süß und sojasaucig. Dazu noch duftiger Jasminreis aus Thailand. Aber nun lieg ich krank im Bettchen und schlürfe Suppe, mäh. Da hält sich meine Begeisterung für jammige Futterbilder in Grenzen, weil ich weiß, dass außer Kartoffel-Gemüse-Eintopf und Suppe erstmal nix weltbewegenderes drin sein wird. Mein zickiger Magen hat grad die Oberhand, nicht die Tsssunge ;) Dabei war das Gan Bian so gut. Ich hab sogar am nächsten Mittag noch einen Riesenberg davon gefuttert, obwohl ich mittags eher weniger reinmümmel.


Gan Bian Style Asia-Pfanne    
(3 Portionen)

1 Pck Like Meat Hähnchen-Art
2 große Karotten
1 Zwiebel, mittelgroß
2 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
1/4 TL Ingwerpulver
Chili nach Geschmack, Salz
Erdnussöl
4 EL Sojasauce, helle
1 EL Sojasauce, dunkel (ersatzweise helle Sojasauce)
2 EL Reisessig (oder heller Balsamico/ Weißweinessig)
4 EL brauner Zucker
Ca. 2 Cups Jasminreis

Reis nach Packungsanleitung kochen.
Karotten in dünne Stifte schneiden, Zwiebel halbieren und in Streifen schneiden, Frühlingszwiebeln mit dem Grün schräg in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken.
Sojasaucen, Reisessig und braunen Zucker gut verrühren.
In einem Wok 2 EL Erdnussöl erhitzen und Like Meat Stücke anbraten, bis sie schön angebräunt sind. Karotten und Zwiebel zugeben und so 3 min mitbraten, bisschen umrühren. Knoblauch, Ingwer und Chili zugeben und 2 min unter Rühren mitbraten.
Angerührte Sauce dazugeben und rühren bis der Zucker geschmolzen ist. Frühlingszwiebeln unterheben und mit Salz abschmecken.
Mit dem Jasminreis servieren.


Den überleckeren, duftigen Jasminreis hol ich immer in Straubing bei nem Asialaden, der von einer Thailänderin geführt wird. Die haben den besten Reis ever. Den mag ich auch einfach pur mümmeln. Nachdem ich immer zwei Kilo gekauft hab, wurden zuletzt gleich viereinhalb Kilo eingepackt, hihi. Der geht weg wie warme Semmeln.

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