Sonntag, 23. Juli 2017

Schoko-Rum-Torte mit Knusperstückchen für Papa

Vor Kurzem hatte mein Papa Geburtstag. Und wie das so ist bei den Eltern, haben sie ja schon alles und brauchen eh nix. Ein guter Schlachtplan bei Papi ist geschenkemäßig also was 'Verzehrbares'. Hehe, sowas kann ich. Ich dachte da zuerst an Pralinen oder Schnaps oder so, aber dann kam's mir: Lieblingsschoki Trauben-Nuss, oder war's Rum-Trauben-Nuss? Hmm. Das muss sich doch auch in Form einer Torte realisieren lassen.


Dann erinnerte ich mich an diese Rum-Knusperteile von Ritter Sport, die Papa immer gefuttert hat, als wir noch etwas kleiner waren. Echt lange her^^ Die einfach in ne geile Schokotorte matschen, Rum dazukippen, fertig! Ha, perfekter Plan! Also meine supersaftige, überleckere Schoko-Himbeer-Torte als Grundlage genommen und Rumzeug dazu. So easy und Papa war sehr begeistert. Mutti hat sich auch noch ein gaaanz kleines zweites Stück abgeschnippelt, muha. Ja und nen selbstangesetzten Likör gab's dann auch noch.


Schoko-Rum-Torte    
(26cm-Springform)

200 g Mehl, Typ 550
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker
30 g Kakao
1 TL Natron (entspricht 5 g)
1 Prise Salz

250 ml Wasser, lauwarm
120 g Himbeermarmelade (Gelee, oder durchpassieren)
80 ml Pflanzenöl
1 EL Essig (z.B. Apfel- oder Weißweinessig)

Eine 26cm-Springform ausfetten (ich lege den Boden mit Backpapier aus), den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Trockene Zutaten in einer großen Rührschüssel vermischen. Die nassen Zutaten gut verquirlen, bis sich die Marmelade gut gelöst hat.
Eine Mulde in die trockenen Zutaten drücken und die Nassen hineingießen. Mit einem Esslöffel vorsichtig verrühren, gerade so lange, bis sich alles einigermaßen miteinander vermischt hat.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 25 min backen (Stäbchenprobe!). Ca. 10 min abkühlen lassen, aus der Form holen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

400 ml Schlagcreme (die ungesüßte von Schlagfix)
2 EL Vanillezucker
3 EL San Apart (oder Sahnesteif)
3 EL Kakao
3 EL Puderzucker
3 - 4 EL Rum (bei mir Strohrum^^)
1 Pck Rum-Knusperstücke (von Ritter Sport)

Schlagcreme mit Vanillezucker, Sahnesteif, Kakao und Puderzucker zu einer steifen Sahnecreme schlagen. Rum unterschlagen, dann etwas mehr als die Hälfte der Creme in eine extra Schüssel geben. Knusperstücke grob klein hacken (so 3 oder 4 zurückbehalten für's Verzieren) und unter die kleinere Menge der Creme heben.

Ca. 100 g Himbeermarmelade

Tortenboden einmal waagerecht durchschneiden.
Auf dem unteren Boden die Marmelade verstreichen. Mit der Knusperstückchen-Creme bestreichen. Zweiten Boden auflegen, leicht andrücken.
Etwas mehr als die Hälfte der Sahnecreme darauf geben und glatt streichen. Mit restlicher Sahne und Knusperstückchen verzieren.
Mind. 2 h im Kühlschrank durchziehen lassen.


Irgendwie schade, dass die vegane Torte durch die Knusperstücke unvegan wird. Ich hab allerdings keine Ahnung, was man als Ersatz für die kleinen Rum-Riegelchen nehmen könnte um die Torte komplett pflanzlich basteln zu können. Habt ihr ne Idee oder kennt ihr sowas ähnliches?


Sonntag, 16. Juli 2017

Amerikaner - DER Klassiker, diesmal in vegan und genauso lecker!

Holdrio, irgendwie erwischts immer die Gleichen. Letzte Woche war ein Kamerateam bei uns in den Laboren um ein kleines Filmchen über Biokunststoffe zusammenzubasteln. Und wer darf wieder seine Nase in die Kamera halten? Jep, auch ich, so ein Kaas. Ich mag das nicht, ich bin verkrampft und gehemmt vor ner Linse, ich mag nicht mal Fotos so gerne. Wenigstens hab ich dann am Drehtag selbst erfahren, dass ich nix sagen muss, wird alles überblendet. Puh schon mal, dann ists ja halb so schlimm. Also recht schlau am Elektronenmikroskop rumgedrückt, auf Dinge am Bildschirm gedeutet und noch schlauer dabei geguckt. Mein Kollege hatte nicht so viel Glück, der wurde vollgas interviewt, wah. Der Arme. War der erst froh wies endlich vorbei war. Besonders nett ist das noch dazu wenn im Hintergrund die schadenfrohen Kollegen rumhüpfen und rumblödeln während man sich da rumquält... Bis es sie mal erwischt ;)


Zu einem erfreulicheren Thema: Es gibt Amerikaner! Und zwar die veganisierte Form meines Lieblingsrezepts. Genauso lecker, ich verspreche es, getestet von Männchen, Mutti und anderen kritischen Party-Futter-Verkostern. Schön fluffig, vanillig und rührteigmäßig, wie richtige Amerikaner eben. Der Zuckerguss ist, find ich, fast das schwierigste daran. Der wird mir gern mal zu flüssig, dabei muss der doch richtig schön dick da drauf, mjamjam.


Amerikaner, vegan      
(16 Stück)

100 g Pflanzen-Margarine, z.B. Alsan
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Portionen Ei-Ersatz nach Belieben *siehe Tipps
1 Prise Salz
250 g Mehl
1 Pck Vanillepuddingpulver
2 TL Backpulver
Ca. 100 ml Pflanzendrink (bei mir Alpro Bio Soja oder Mandelmilch)
optional ist Buttervanillearoma auch nicht schlecht, das von Dr. Oe ist auch vegan ;)
100 g Puderzucker
Zitronenaroma

Zwei Backbleche mit Backpapier belegen, Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.
Weiche Margarine mit Zucker, Vanillezucker, (angerührtem) Ei-Ersatz und Salz cremig rühren.
Mehl mit Puddingpulver und Backpulver mischen und zu der Creme geben. Unterrühren und so viel Pflanzendrink zugeben bis der Teig weich genug ist, dass er 'langsam reißend vom Löffel tropft'.
Mit Hilfe von zwei Esslöffeln jew. 8 Kleckse auf die zwei vorbereiteten Bleche verteilen. Bei 175°C (Umluft) ca. 15 min backen, bis die Teiglinge leicht anbräunen.

Nachdem sie etwas abgekühlt sind kann man sie mit Puderzuckerguss und Streuseln, Smarties (nicht vegan), Skittles, Schokostreifen usw. verzieren: Dazu den Puderzucker mit ca. 2 EL heißem Wasser und wenigen Tropfen Zitronenaroma anrühren. Zügig auf den Amerikanern verstreichen und nach Belieben verzieren.


Zu den Streuseln: Wollt ihr komplett vegane Amerikaner machen müsst ihr hier etwas aufpassen, rote sind meist mit echtem Karmin, oder das Überzugsmittel ist gern mal Schellak oder Bienenwachs, das Aroma manchmal mit Laktose. Also Augen auf beim Streuselkauf ;) Meine sind schon uralt und in Glasgläser umgefüllt, daher weiß ich bei den älteren nicht ob die 'safe' wären, wahrscheinlich eher nicht. Nem Veganer würd ich also lieber einen Amerikaner ohne Streusel anbieten oder ihn zumindest darauf hinweisen, dass ich bei den Streuseln für nichts garantieren kann.

*Tipps: Als Ei-Ersatz nehm ich hier am liebsten das Voll-Ey von MyEy. Die Amerikaner auf den Fotos sind mit dem Ei-Ersatz von 3Pauly (ausm Reformhaus) gebacken, ist auch sehr lecker und überzeugte genausogut. Mein persönlicher Favorit ist hald das MyEy. Oder ihr nehmt Sojamehl (1 Ei entspricht 1 EL Sojamehl mit 2 EL Wasser angerührt). Banane würde ich nicht nehmen weils recht durchschmeckt, außer ihr mögt Bananen-Amerikaner^^ Dann gilt: 1 Ei entspricht 1/2 zermanschten, sehr reifen Banane. Apfelmus hab ich hier noch nicht getestet, wenn ihr's probieren wollt: 1 Ei entspricht 80 g Apfelmus.

Freitag, 7. Juli 2017

Penne mit Zucchini in Martini-Sahne-Sauce [vegan]

Vor laaanger Zeit, in einem Land, weit weit entfernt, da hab ich mal eine Martini-Lachs-Pasta geköchelt. Also damals, als ich noch bei Mutti und Papi rumgeschnorrt bin, draußen im Wald wo man mit spätestens 14 nach der ersten Feuerwehrprüfung Schnaps mittrinken muss, die coolen Kinder sich mit'm Moped an der Bushaltestelle treffen und man seine Schuhe zum Reparieren mit nem Zettelchen drin beim Kramerladen abgibt... Äh, Squirrel, auf jeden Fall ist mir das Rezept mit dem Lachszeug wieder zwischen die Finger gekommen und meine Notiz darauf war: "sehr lecker, Lachs bäh". Okeee, also könnt ich das doch nochmal probieren, eben ohne Fischikrempl.


Ergebnis war ein cremiges, leichtes Sahnesößchen mit etwas Gemüse und einer coolen Martininote. Nicht zu dominant wie ich finde, aber kann ja jeder soviel reinkippen wie man's am liebsten mag. Die Karottenscheibchen hab ich eigentlich nur reingemacht, damit was lachsfarbiges mitrumdümpelt. Ist aber auch zwecks dem Biss keine schlechte Idee in der Kombination.


Penne mit Zucchini in Martini-Sahne-Sauce    
(2 bis 3 Portionen)

250 g Penne, oder andere Nudeln
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Zucchini
1 kleine Karotte
1/2 Glas Erbsen (ca. 100 g)
2 Frühlingszwiebeln
3 EL Martini Bianco
200 ml Soja Cuisine
Etwas Nudelwasser
Salz, Pfeffer, Basilikum

Penne al dente kochen, etwas Nudelwasser auffangen.
In der Zwischenzeit Zwiebel würfeln, Knoblauch in dünne Scheibchen schneiden.
1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebeln mit Knoblauch glasig dünsten.
Mit Martini ablöschen und kurz einköcheln lassen. Dann mit Soja Cuisine aufgießen.
Zucchini halbieren, in Scheiben schneiden und in die Pfanne geben. Ca. 5 min köcheln lassen, etwas Nudelwasser mit einer Prise Gemüsebrühenpulver zugeben.
Karotte schräg in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln und mit den abgetropften Erbsen zugeben. Mitköcheln bis die Zucchini wie gewünscht ist (wir mögens lieber noch etwas fester). Evtl. Nudelwasser zugeben, falls es zu wenig Soße wird.
Kräftig pfeffern und mit Salz abschmecken.
Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, unterheben.
Nudeln abgießen und unterheben.
Mit Basilikum bestreut servieren.


Lustig, diese Martini-Pasta hat sogar kalt aus der Lunchbox geschmeckt. Meistens mach ich mir sowas ja lieber warm, aber es war so brütend heiß, dass ich's lieber so reingeschaufelt hab. Ich hab ja schon abends zuvor beim Box packen ein paar Nudeln kalt schnaboliert weil's so lecker war, hihi.

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