Donnerstag, 19. Oktober 2017

Prag - Futter Guide [vegetarisch]

Endlich mal wieder ein Futter-Guide. Wir waren die erste Oktoberwoche in Prag und Pilsen unterwegs und haben natürlich auch das ein oder andere Restaurant ausprobiert. Am ersten Abend in Prag sind wir einige Tipps aus unserem Reiseführer abgelatscht, auf der Suche nach einem Lokal mit leckerem tschechischen Futter. Aber irgendwie hat uns nichts so recht zugesagt (es gab fast nix Vegetarisches für mich, mäh) und schließlich sind wir bei nem Italiener gelandet. Das Grosseto war auch aus unserem schlauen Büchlein und tatsächlich gab's äußerst leckere Pizzen dort. Richtig superdünne, italienische Holzofenpizzen mit lecker knusprig-fluffigem Rand. Auf meiner war Spinat, gegrillte Pilze, Ricotta und Mozzi, woah, so gut!


Am nächsten Tag waren wir im Stadtteil Kleinseite unterwegs und hatten uns dort einen Mexikaner von Tripadvisor eingemerkt. Dort angekommen war aber alles reserviert und wir bekamen keinen Platz mehr. Schräg gegenüber fiel uns dann ein asiatisch anmutendes Lokal auf, das Noi. Kurz im Reiseführer nachgeguckt, ui, tatsächlich einer der Restauranttipps für den Stadtteil, ha! Gerade so noch ein Plätzchen ergattert und das beste Pad Thai seit unserem Thailandurlaub gefuttert. Auch problemlos vegetarisch für mich zubereitet, war gar kein Thema. Und die Tofuwürfel drin waren soo jammig, yay.


Dann kam der letzte ganze Tag vor Abreise und ich wollte noch so viel probieren. Mitten im Touristentrubel nähe der Karlsbrücke versteckte sich das Roesel. Craftbeer und Kuchen. Eine kleine Insel der Ruhe mit tollen Biersorten und jedem Tag wechselnden kleinen Tagesgerichten. Da musste ein kleiner Hummus-Imbiss mit drin sein ;) Die vom Kellner empfohlenen Bierchen waren auch sehr gut, hicks.


Außerdem wollte ich unbedingt noch Liwanzen, die typisch tschechischen Hefepfannkuchen, probieren. In einem ziemlich touristischen Wirtshaus 'Kozlovna Apropos' sind wir fündig geworden. Liwanzen mit Blaubeeren gefuttert, Liwanzen guuut.


Und dann kam noch ein vegetarisches Restaurant dran. Im Lehká Hlava (Clear Head) gibt's echt jede Menge Gerichte aus verschiedensten Länderküchen. Ich hab mich für den Gyrosteller entschieden und war sehr begeistert. Besonders vom Seitan-Gyros, das war so gut! Obwohl ich kein Seitanfan bin, aber das war so schön weich und saulecker. Dazu Zaziki, Pita, Weißkraut und Salat, würd ich sofort wieder bestellen.


Natürlich durfte eine Stadt nicht fehlen, wenn wir eh schon bei Prag waren: Pilsen. Die Brauereiführung bei Pilsener Urquell war echt super (obwohl nur in tschechisch weil an dem Tag keine auf deutsch oder englisch angeboten wurde), lohnt sich sehr. Die Bierkeller nehmen unfassbare Ausmaße an und zum Schluss dann noch das Gläschen superfrisches Pils im Keller gezapft, moah! Überall gibt's Bier Bier Bier und unsre Spontaneinkehr im Comix Pub war ein Volltreffer. Lecker Spaghetti mit hausgemachtem Basilikumpesto. Unerwartet lecker. Noch besser waren Männchens Spaghetti Aglio e Olio mit getrockneten Tomaten und Rucola, noom!


Das einzige nicht soo tolle Futter hab ich abends im Wirtshaus U Mansfelda erwischt, da ist vegetarisch echt etwas einfallslos. Pfannengemüse mit Kartoffeln, null Soße, menno. Es war zwar trotzdem ganz gut, aber eben auch echt langweilig.


Nach so viel täglicher Futtersuche kamen wir uns irgendwann vor wie kleine Murmeltiere. Nur am Rumstreunen und reinmümmeln bis wir rund und dick sind, bereit für den Winter ^_^


Sonntag, 8. Oktober 2017

Sooo lecker: Bananenbrot mit Schokodrops [vegan]

Noom, wie die Küche immer duftet, wenn man was Bananiges backt! Manchmal ist es schon echt schade, dass man Gerüche nicht wie Bilder konservieren kann. Aber man kann ja immer wieder leckeres Bananenbrot backen für leckeren Bananenduft im Zimmerchen, hihi. Mit Zutaten die man immer zu Hause hat und richtig fix zusammengerührt (oder hier eher gestampft). Fluffig, ultrabananig und mit kleinen Schokoladenstückchen. Noch leicht warm erst recht der Hammer.


Ich hab schon einige Bananenbrote gefuttert und Rezepte nachgebacken, aber wie so oft liegt das Lieblingsrezept irgendwo zwischen alledem. Ein bisschen von allem quasi. Mein liebstes Rezept ist also eine Mischung aus mehreren Rezepten, einmal das Bananenbrot von Tines vegane Backstube, dann Shias Bananenbrot und mein Bananen-Schoko-Muffins-Rezept. Ich wollte ein superfluffiges, ordentlich bananig-aromatisches Ergebnis mit möglichst keinen Spezialzutaten wie Sojamilch und Co. So dass auch jemand ohne vegane Grundausstattung spontan megaleckeres, veganes Bananenbrot backen kann.


Bananenbrot mit Schokodrops      
(Rezept für eine kleine Kastenform! Für eine normal große Kastenform die Mengen verdoppeln)

2 Bananen (möglichst reif!)
60 ml Pflanzenöl, neutrales
50 g Rohrohrzucker
1 EL Vanillezucker
1 EL Zitronensaft
1 kleine Prise Salz
100 g Mehl, Typ 405
1 EL Speisestärke (10 g)
1 TL Backpulver
1/4 - 1/2 TL Zimt (je nach Zimtliebe^^)
50 g Schokodrops, Zartbitter (oder grob gehackte Schokolade)

Kleine Kastenform ausfetten, Ofen auf 170°C Umluft vorheizen.
Bananen, Öl, Rohrzucker, Vanillezucker, Zitronensaft und Salz mit einem Kartoffelstampfer zu einem Brei zermatschen.
Mehl, Speisestärke, Backpulver und Zimt vermischen, mit einem Esslöffel unter den Bananenbrei rühren und gut vermengen.
Die Schokodrops unterheben.
In die vorbereitete Kastenform füllen, glatt streichen und evtl. mit ein paar Schokodrops bestreuen.
Bei 165 - 170°C (Umluft) ca. 35 min backen (bei der doppelten Menge ca. 50 min). Dann mit einem Stäbchen anpicksen, wenn fast nichts mehr am Stäbchen hängenbleibt den Ofen ausschalten und nach weiteren 5 min den Kuchen aus dem Ofen nehmen.
15 min abkühlen lassen, aus der Form stürzen und etwas abkühlen lassen. Am besten schmeckt das Bananenbrot nämlich noch leicht warm, wenn die Schokoladenstücke noch weich sind.


Man kann natürlich noch einen Guss drüber machen, Schokolade, Erdnussbutter-Zuckerguss mit Mandeln wie bei Shia, mit Puderzucker bestäuben, usw. Aber ich mag das Bananenbrot am liebsten pur, die Kruste außenrum ist schön knusprig, das ist für mich schon perfekt.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Kuchenklassiker: Linzertorte [vegan]

Aah, endlich Urlaub. Das heißt stundenlang Netflix glotzen ohne schlechtes Gewissen, hiöö. Und ein paar Tage wegfahren, dass wir nicht nur auf der Couch versumpfen. Prag steht auf dem Plan, heute noch fix gebucht, voi spontan und so. Da freu ich mich, hach, Prag, da gibt's ja angeblich tonnenweise Veggiefutter. Wenn Männchen mitspielt kann ich mich bestimmt gut durchfuttern.


Als Proviant für die gut vier Stunden lange Fahrt werd ich noch die letzten zwei Stückle Linzertorte eindosen. Dunkler Mürbteig mit leicht lebkuchiger Note und fruchtiger Marmelade, wie ein riesiges Plätzchen mit weichem Kuchenherz. Mit jedem Tag den der Kuchen (die Torte?) überlebt wird er übrigens leckerer, wie bei Plätzchen eben.


Linzertorte      
(Springform mit 26 cm Durchmesser)

200 g Mehl, Typ 405
200 g Mandeln, gemahlen
150 g Zucker
1 - 2 EL Kakao (nicht Kaba-Pulver)
1 TL Zimt
1/4 TL Nelken, gemahlen (oder 5-6 Nelken fein gemörsert)
200 g Margarine (z.B. Alsan Bio)
1 Ei-Ersatz, bei mir 1 EL Sojamehl mit 3 EL Wasser verquirlt
3 EL Himbeergeist oder Kirschwasser (optional)
ca. 300 g Himbeermarmelade (ich hatte 'Schwartau Samt' weil ich Kerne doof finde^^)
Sojamilch zum Bepinseln (ich hatte grad nur Hafermilch da)

Mehl, Mandeln, Zucker, Kakao, Zimt und Nelken vermischen. Margarine in Flocken dazu geben, Ei-Ersatz und Himbeergeist ebenso. Erst mit einem Handrührgerät mit Knethaken verrühren und dann zügig mit den Händen zu einem Teig verkneten.
Eine 26cm-Springform einfetten (ich belege den Boden stattdessen mit Backpapier, dann kann man den Kuchen besser rausheben).
Mit 3/4 des Teigs Boden und einen 3 cm hohen Rand in die Springform drücken. Restlichen Teig in Frischhaltefolie schlagen und 30 min im Kühlschrank durchkühlen (Springform bis zum nächsten Schritt auch kühl lagern).
Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Marmelade auf dem Teigboden verteilen und glatt streichen (wer mag kann mehr Marmelade nehmen, 400g sind auch lecker^^, wir mögens so ein bisschen eingebacken lieber also eher nur 270g).
Den restlichen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1/2 cm dick ausrollen, Förmchen nach Wahl ausstechen und auf der Marmeladenschicht verteilen.
Mit etwas Sojamilch bepinseln und auf zweiter Schiene von unten bei 180°C ca. 35 min backen, bis der Kuchen etwas anbräunt.
Aus dem Ofen nehmen, 10 min abkühlen lassen, dann den Springformrand lösen und komplett auskühlen lassen. Dann mit einem Tortenbutler von dem Springformboden heben und auf eine Tortenplatte setzen.
Evtl. mit Puderzucker bestäubt servieren.


War ich mal wieder froh um meine abnormal umfachreiche Plätzchenausstecher-Sammlung. So hab ich genug verschiedengroße Förmchen zusammen gebracht um ein tuffiges Blumenmuster auf den Kuchen basteln zu können. Noch schöner hätte ich viele verschiedene Blumenarten gefunden, die aber doch irgendwie zusammenpassen. Hatte ich aber nicht. Hmm, ich brauche meeehr Ausstecherle.


Donnerstag, 28. September 2017

Soja-Schnitzelchen mit Kohlrabi-Möhren-Gemüse [vegan]

Es gibt noch etwas außer Ananas, das ich gerne futtere wenn Männchen nicht zum Futtern da ist. Sojalappen zum Beispiel. Ich mag die echt gerne, meine bessere Hälfte aber nicht so. Und dann wär da noch diese Kohlrabiknolle, die seit Urzeiten im Kühlschrank wartet verkocht zu werden. Ich lihiiebe Kohlrabi, genauso wie Rosenkohl, jammi. Männchen nicht, mist. Also hab ich gleich Soja-Schnitzelchen und Kohlrabi in einem verköchelt, als sich mal die Gelegenheit bot, hehe. Die Sojateile hab ich paniert und wie Schnitzel rausgebruzelt. Den Kohlrabi gab's auch ganz klassisch mit Möhrchen in einer mit Mehl angedickten Brühe, wie bei Mutti früher, noom.


Soja-Schnitzelchen mit Kohlrabi-Möhren-Gemüse    

5 Soja-Medaillons
500 ml Gemüsebrühe, kochend heiß
1 Kohlrabi
3 Möhren
2 geh. EL Sojamehl
10 EL Wasser
1/2 TL Paprikapulver
Salz, Pfeffer, Zucker
Ca. 1 Tasse Semmelbrösel
1 EL Mehl
1 Schuss Soja Cuisine (optional)
Petersilie

Die Soja-Medaillons mit der kochenden Gemüsebrühe übergießen, abgedeckt 10 min ziehen lassen.
Kohlrabi und Möhren stifteln, in einem Topf unter gelegentlichem Rühren anschwitzen.
Soja-Medaillons aus der Gemüsebrühe fischen (Brühe aufheben!) und gut ausdrücken. Die Gemüsebrühe zum Kohlrabi-Möhren-Gemüse gießen und abgedeckt weiterköcheln, bis das Gemüse gar aber noch bissfest ist.
Sojamehl mit Wasser anrühren, mit Paprika, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker kräftig würzen. Semmelbrösel in einen kleinen Teller füllen. Die Soja-Medaillons erst im Sojamehl-Gemisch wenden und dann in den Semmelbröseln (etwas andrücken).
Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen, die Soja-Schnitzelchen von beiden Seiten goldbraun anbruzeln.
Inzwischen für das Gemüse das Mehl mit etwas Wasser klumpenfrei anrühren und in die Gemüsebrühe einrühren. Unter Rühren aufkochen lassen bis die Soße etwas angedickt ist. Mit Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken und evtl. mit einem Schluck Soja Cuisine verfeinern.
Zusammen mit den Soja-Schnitzelchen servieren.

Sonntag, 24. September 2017

Asiatischer Nudelsalat [vegan]

Meine Nachkochliste besteht ja zu nem großen Teil aus Rezepten von Gourmandises végétariennes, einfach voll mein Geschmack. Ich bräuchte viel mehr Tage an denen ich aufkochen kann um die alle abzuarbeiten. Aber es geht voran, in kleinen Schritten. Zuletzt hab ich also den Asiatischen Nudelsalat nachgebaut. Jaaam, sag ich euch. Kam auch gut bei den Kollegen an, die durften nämlich am letzten Grillabend die Versuchskaninchen spielen. Und die Farben sind auch so toll, hach. Mein Foodbloggerherz macht kleine Hüpferchen bei dieser schönen Kombi.


Sogar ein Ottolenghi-Kochbuch ist inzwischen in meine Sammlung gewandert, zu viele Rezepte davon auf Melissa's Blog. Und alles sieht so lecker aus. Jedes nachgekochte Rezept gelingt, juhu! Sogar die Holunder-Kapern hab ich gemacht, bin gespannt wie die schmecken, wenn sie durchgezogen sind, ui.


Asiatischer Nudelsalat    
(Nach einem Rezept von Gourmandises végétariennes)

400 g Bavette (oder andere schmale Bandnudeln)
2 Paprika, rot und gelb
300 g Rotkohl
1 Bund Frühlingszwiebeln
100 g Sojasprossen
100 g Babyspinat

5 EL Olivenöl
3 EL Sesamöl
8 EL Sojasauce
3 EL Limettensaft
3 EL Reisessig
2 EL Agavendicksaft
2 große Knoblauchzehen
1/2 TL Ingwerpulver
Chiliflocken, Salz, Pfeffer

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen. In ein Sieb abgießen jnd mit kaltem Wasser spülen bis die Nudeln kalt sind. In eine große Schüssel geben.
Paprika in Spalten und anschließend in schmale Streifen schneiden. Rotkohl dünn hobeln. Frühlingszwiebeln mit dem Grün schräg in Ringe schneiden. Alles zu den Nudeln geben.
Sojasprossen waschen und abtropfen lassen, Spinat waschen und trocken schleudern.
Aus den restlichen Zutaten ein Dressing anrühren und unter den Salat mischen. Mit Chili, Salz und Pfeffer abschmecken und gut durchziehen lassen (am besten über Nacht).
Sprossen und Spinat vor dem Servieren noch unterheben.


Einen klitzekleinen Wermutstropfen gibt's bei dem Nudelsalat: Die Spaghetti flutschen so leicht weg, gerade zum hungrig reingeschaufelt werden ist das fast schon ein bisschen fies. Aber optisch sind die in dem Salat doch genial^^. Und mit dem richtigen Werkzeug bekommt man auch eine ordentliche Portion auf einmal auf den Teller geschaufelt.


Dienstag, 19. September 2017

Ananasliebe: Ananas-Curry-Pasta [Feierabendküche]

Neben Ananas auf Pizza, Ananas in süß-sauren Asiagerichten, Ananas im Bratreis oder Ananas pur weggefuttert bis der Gaumen bizelig ist, mag ich auch mal Ananas mit Nudelns, noom. In meinem zerfledderten Mini-Rezepthefterl nennt sich diese Variante 'Pasta Hawaii', auch wenns wenig hawaiianisch ist. Rein kommt quasi nur Ananas und Curry, hihi, volle Dröhnung. Wenn also das ananasverachtende Männchen außer Haus ist, gibt's hin und wieder diese crazy Ananasbombe.


Ananas-Curry-Pasta    
(2 Portionen)

200 g Nudeln (z.B. Penne)
1 Zwiebel
6 Scheiben Ananas, in Stücken
1 EL Currypulver
1/2 TL Gemüsebrühenpulver
Basilikum
100 ml Ananassaft (aus der Konserve oder vom Schneiden frischer Ananas)
100 ml Soja Cuisine
Salz, Pfeffer

Nudeln in Salzwasser al dente kochen.
Zwiebel würfeln und in etwas Öl glasig dünsten. Curry und Gemüsebrühenpulver zugeben und 2 min mitbraten. Ananas zugeben und 2 - 3 min anbraten. Ananassaft und etwas gehackten Basilikum dazurühren, Sojasahne unterrühren 5 min weiterköcheln, pfeffern und salzen.
Nudeln abgießen und unter die Soße heben, evtl. nochmal abschmecken.


Das Ganze in Kombination mit Apfelspalten und Chiapudding aus Orangen-Mango-Haferdrink ergibt eine ziemlich gelbe Futterbox für die Mittagspause, hihi.


Mit diesem Beitrag hab ich wahrscheinlich den Rekord für die Ananaswortdichte in einem Text gebrochen, oleole. Ob es dafür eine Kategorie im World Record Buch gibt? Hmm.

Sonntag, 10. September 2017

Gebratene Gnocchi mit Feta und Gemüse [Feierabendküche]

So nun war's das also mit den Zwanzigern, ich bin offiziell alt. Bald darf ich ganz legitim eine Midlife Crisis haben. Mein Umfeld wird entsetzt feststellen, dass ich schon Dreißig bin und 'sie imma no zur Schul geht'. Naja, fast. Aber für manche 80-Jährigen Nachbarn ist Uni, Doktorarbeit, usw. das gleiche wie Schule. Und ich darf mir jedesmal von ihnen anhören, wenn ich meine Eltern besuche, dass ich ja quasi gestern noch mit meinem rosa Fahrrad mit den Stützrädern da auf der Straße auf- und abgefahren bin. Wie die Zeit vergeht. Ja, kaum 25 jahre später kann sie schon ohne Stützräder fahren. Und 25 Nanometer dicke Ultradünnschnitte für die Transmissionselektronenmikroskopie machen, aber das wissen sie nicht ;)


Weniger Geschick und Erfahrung braucht man für diese Gnocchi-Pfanne. Die war schnell schnell mit einer Handvoll Zutaten nach der Arbeit zusammengebastelt. Ich hab die so ähnlich schon mal gemacht, aber mit Zwiebeln, Tomaten und so, da hat es uns nicht so cool geschmeckt. Aber die Grundidee fand ich super und musste es nochmal mit dem passenden Begleitgemüse bruzeln. Perfektes Rezept für ein Feierabendfresschen. Wer mag kann natürlich deutlich mehr Feta da drüber krümeln. Wir sind nur nicht die mörder Schafskäsefans und mögen's deswegen lieber etwas dezenter.


Gebratene Gnocchi mit Feta und Gemüse  
(3 Portionen)

600 g Gnocchi (Kühlregal)
1 Zucchini (eher ne kleine)
1 Paprika, orange (bei mir nur 2/3)
3 Frühlingszwiebeln
Ca. 100 g Feta (oder mehr, je nach Gusto^^)
Kräutersalz, Pfeffer, Thymian

Gnocchi in Salzwasser 2 min köcheln, abgießen.
Zucchini längs halbieren und in schmale Scheibchen, Paprika in Spalten und anschließend in dünne Streifen, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.
In einer großen Pfanne etwas Pflanzenöl erhitzen und die Gnocchi knusprig anbraten. Zucchini und Paprika zugeben und 2 - 3 min mitbraten. Frühlingszwiebeln und 1 geh. TL Thymian untermischen. Mit Kräutersalz und Pfeffer würzen. Feta zerkrümeln und unterheben.
Je nach Geschmack mehr Feta zugeben und mit z.B. Gurkensalat servieren.


PS: Es ist verrückt, aber man fühlt sich mit 30 geeenauso wie mit 29. Verrückt. Aber wenn ich für jede 'Uuund wie fühlt man sich mit 30?'-Frage nen Cent bekommen würde, hätte ich die Hosentaschen bald voll. Erwachsen fühl ich mich jedenfalls immer noch nicht. Fremde Leute, Vorträge und Smalltalk mit Kooperationspartnern verwandeln mich immer noch in ein Kaninchen im Fluchtmodus. Ich befürchte das wird auch nix mehr^^ So alt kann ich gar nicht werden, dass ich sowas gern mache.

Sonntag, 3. September 2017

Vegane Toffifee - einfach selbstgemacht

Ich zeig euch mal lieber nicht das Foto meiner Brandblasen, die ich mir beim Toffifee basteln eingefangen hab. Minireste Schokolade in der dünnen Kunststoffverpackung mikrowellisieren ist keine gute Idee. Nach zehn Sekunden bei niedrigster Stufe war das Plastik schon schön geschmolzen und die Schoki teerartig am Blubbern. Hab ich aber erst gemerkt wie ichs schon in bzw. an den Fingern hatte, Auuutschn. Aber lecker sind die Teile geworden, vegane Toffifee, oleole! Und wenn man nicht zu doof ist Schokolade unfallfrei zu schmelzen sind die auch echt easy gebastelt.


Vegane Toffifee    
(15 Stück)

5 Kuhbonbons, vegane
15 kleine Haselnüsse
Ca. 50 g dunkles Nougat
75 ml Kakaoglasur
Leere Toffifeeform oder Cakepop-Silikonform

Kuhbonbons dritteln, portionsweise in der Mikrowelle leicht anwärmen. Jedes Stück zuerst glatt kneten, zu einer Kugel rollen und in die Mulden drücken. Mit einem kleinen Löffel oder mit den Fingern in die Form drücken und modellieren.
Jeweils eine Haselnuss in jede Karamellmulde geben und leicht andrücken. Die Form eine halbe Stunde im Kühlschrank durchkühlen.


Das Nougat portionsweise in der Mikrowelle leicht erwärmen (es wird echt schnell flüssig). Mit einem Teelöffel die Förmchen bis zum Rand auffüllen. Die Form vorsichtig auf den Tisch klopfen um die Nougatfüllung zu glätten. Wieder in den Kühlschrank stellen und durchkühlen bis die Nougatschicht fest ist.


Die Kakaoglasur erwärmen bis sie flüssig ist, nicht zu heiß werden lassen, sonst schmilzt das Nougat zu sehr an. Mit einer kleinen Spritze jeweils 0,5 ml Glasur aufziehen und mittig auf die Nougatschicht geben (geht natürlich auch mit einem Löffel, aber ist mehr Gebaze). Immer wieder vorsichtig die Form anrütteln, dass die Schokolade zu dem typischen Klecks zerläuft. Bis zum Wegschnabolieren kühl lagern.


Und noch was: Bei wärmeren Temperaturen nicht hochkant transportieren. Das Nougat schlaazt dann nämlich raus und das wars mit den hübsch hingezitterten Pralinchen, gnaa.
Auch wenn ich keine Fotos von den Toffifees außerhalb der Verpackung hab, weil ich sie verschenkt habe, sie gehen echt super raus! Wie die Originalen ploppen sie lustig raus wenn man auf die Packung drückt.

Samstag, 2. September 2017

Zucchini-Vernichter: Farfalle mit Zucchini-Tomaten-Käse-Sauce

Wo findet man die besten Rezepte? Im Internet? Kochbüchern? Frauenzeitschriften? Herumfliegenden Notizzettelchen? Eeeenk, alles falsch! Im zerfledderten DinA6-Rezepthefterl sind sie. In Vergessenheit geratene Lieblingsfresschen. Darin ist auch Muttis Apfelstreuselkuchen, die urstleckeren Bananen-Schoko-Muffins, Partyrezepte der ersten Stunde^^, Reispflanzerl, ... uuund eine supereinfache Zucchini-Tomatensauce die Käsefäden zieht wenn man die Nudeln aufpiekst, noom! In wenigen Minuten mit einer handvoll Zutaten zusammengeköchelt, so cool. Ordentlich pfeffern stand noch mit Bleistift dazugekritzelt, hihi. Jep, das machts echt nochmal leckerer, Zucchini und ordentlich Pfeffer. Oder wars die Kombi aus Tomate und Käsefäden? Irgendwie alles zusammen, schön soulfoodiges Feierabendfresschen.


Zucchini-Tomaten-Käse-Sauce    
(2 Portionen)

400 g Zucchini, möglichst schmale
1 Zwiebel
2 EL Tomatenmark
200 ml Soja Cuisine (oder andere Sahne)
100 g Gouda, gerieben (für ne vegane Variante gut schmelzenden Käseersatz)
Pfeffer, Salz, Basilikum
200 g Farfalle, oder andere Nudeln

Nudeln al dente kochen.
Zucchini in Scheiben schneiden, Zwiebel würfeln. Sahne mit Käse vermischen, 1 EL gehackten Basilikum einrühren und kräftig salzen.
Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Zucchini und Zwiebel unter mehrmaligem Wenden gut anbraten bis die Zucchini fast gar sind. Großzügig pfeffern.
Tomatenmark unterrühren und zwei Minuten mitbraten.
Sahne-Käse-Mischung dazugießen und aufkochen lassen, bis der Käse geschmolzen ist und beim Umrühren Fäden zieht.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Nudeln servieren.
Dazu passt gut ein knackiger Gurkensalat.


Wie ich so durch mein uraltes Fledder-Rezeptheftchen geblättert hab, ist mir meine Lieblings-Pastasauce aus Omnizeiten wieder ins Auge gefallen. Hackfleisch-Sahnesoße mit Schinken, Paprika, Käse, Tomate, irgendwie alles genial Leckere in einer Sauce. Die muss unbedingt veganisiert/vegetarisiert werden! Challenge accepted, hehe.

Montag, 21. August 2017

Noom! Soja-Gulasch 2.0 mit etwas Paprika und Möhrchen [vegan]

Nachdem heute der letzte Tag Gäubodenvolksfest ist, kehrt auch hier in der Umgebung langsam wieder Normalität ein. Besonders in der Arbeit war wohl etwas Ausnahmezustand (ich war ja krank, d'oh). Manche schafften es tatsächlich sich jeden Tag im Bierzelt wegzubechern und dazwischen ein paar Stunden zombiemäßig in der Arbeit herumzustreifen, crazy. Nix für mich, nach zwei Maß Festbier lieg ich schon unterm Tisch und brauche Minimum zwei Tage zum Regenerieren. Ich war also gestern brav zu Hause und hab lecker Soja-Gulasch, dass sogar Männchen brav geschlemmt hat (auch wenns nicht ans Dunkelbiergulasch im Weissbräuhaus rankommt, pff), geköchelt. Alle Nicht-Fleischfutterer fanden es bisher aber voll gaal. Vielleicht sollte ich mal die Dunkelbiervariante ausprobieren, dass ich dem Weissbräuhaus doch noch Konkurrenz mache, hmm.


Es gibt zwar schon ein Soja-Gulasch-Rezept aufm Blog, aber es geht eben noch ein bisserl besser. Nach ein paar mal Kochen findet man hald doch das ein oder andere, was sich noch optimieren lässt. Und das war in diesem Fall die Abfolge der Zutatenzugabe, dass noch ein paar Gemüsewürfelchen zum Schluss mit rein kommen für den Biss und das ein oder andere Gewürz zusätzlich. Nachdem ich beim alten Gulasch-Rezept dann noch Anmerkungen hinzugefügt habe und wieder und wieder rumgeändert hab, dachte ich mir es ist an der Zeit für einen neuen Post. Das perfekte Soja-Gulasch. Tadaa.


Soja-Gulasch 2.0     
(3 bis 4 Portionen)

100 g Soja-Würfel + 1/2 l Gemüsebrühe
3 Zwiebeln
2 eher große Karotten
1 Paprika, rot oder gelb
1 EL dunkles Soßenpulver (bei mir von Gefro Balance)
1 TL Gulaschgewürz
2 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, scharf
1 Knoblauchzehe
1/2 l Gemüsebrühe
1/4 l Orangensaft (am besten Direktsaft)
2 EL Sojasahne
Optional: Liebstöckel, Rosmarin, geräuchtes Paprikapulver
Salz, Pfeffer, Zucker

Sojawürfel in der heißen Gemüsebrühe 10 min einweichen. Anschließend abgießen und möglichst kräftig ausdrücken.
Zwiebeln grob würfeln, 1 Möhrchen und 1/2 Paprika fein würfeln, Knoblauch fein hacken. Die restliche Möhre und halbe Paprika in kleine Stücke schneiden und für später zur Seite stellen.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Sojawürfel darin unter mehrmaligem Rühren 10 min anbraten, bis sie schön angeröstet sind. Zwiebeln, Möhrchen und Paprika zugeben und weitere 10 min braten.
Soßenpulver und Gulaschgewürz darüberstreuen und abgedeckt, unter gelegentlichem Rühren, 15 min bei mittlerer Hitze braun schmoren. Evtl. zwischendruck etwas Wasser zugeben, falls es zu trocken wird, dass nichts anbrennt.
Tomatenmark und Paprikapulver zugeben, 1 - 2 min mitrösten, Knoblauch dazugeben und 1 min mitbraten.
Mit Gemüsebrühe und Orangensaft ablöschen. Abgedeckt 40 min köcheln lassen, gelegentlich umrühren.
Die in Stücke geschnittene Möhre und Paprika zugeben, mit Salz, Pfeffer, Paprika und Zucker abschmecken, und offen 20 min köcheln lassen (Hitze etwas hoch schalten.
Sahne unterrühren und nach Geschmack mit Cayennepfeffer oder Piri Piri schärfen. Evtl. mit Rosmarin, Liebstöckel und geräuchertem Paprikapulver nochmal abschmecken.
Zum Beispiel mit Nudeln und Gurken- oder Tomatensalat servieren.


Für Mittag ist zum Glück noch ein Portiönchen übrig geblieben. Yaaay. Eigentlich war der Plan was davon einzufrieren, aber dafür wars viel zu wenig, buhu. Memo an mich: Doppelte Menge kochen!

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