Freitag, 29. Januar 2016

Es wird hefig: Pizzateig mit Weißbier

Aaargh! Da kommt man sich so super technisch versiert vor, bastelt Dinge am Auto aus, bastelt sie wieder ein (nach stundenlangem Telefon-Coaching durch Papi, okee), stellt sich schon den triumphalen Schrei vor, wenn die alte Kiste wieder brav rödelt, und dann... Ja pups, nix gibts! Das Töfftöff ist immer noch kaputt. Mähää. He, meine Hände waren total bastlermäßig schwarz schmierig! Ich kam mir so cool vor und dann hülft das nix, hee.
Zum Glück hab ich von meinem Bruder vor Kurzem dieses goile Pizzateig-Rezept verraten bekommen, bei dem Weißbier in den Teig kommt, statt ordinärem Wasser. Durchs Weißbier braucht man ihn nicht über Nacht ruhen lassen, weil der Teig sofort schön hefig schmeckt :D Und obendrein wird er nochmal etwas fluffiger.
Damit kann ich mich dann trösten, wenn die Werkstattrechnung angeflattert kommt. Aber erstmal rückt Papi an und schaut ob da noch was zu retten ist. Hoffentlich ist mir nur irgendwo im Schlauch- und Kabelgewusel was abgeploppt und ich bin nur zu knödelig um das zu checken...


Pizzateig mit Weißbier     
(2 Bleche)

350 g Mehl (bei uns Weizen und Dinkel gemischt)
200 ml Weißbier
1 Pck Trockenhefe
1 Prise Zucker
1 Schuss Olivenöl
1/2 TL Salz

Mehl in eine Rührschüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken. Weißbier, Hefe und Zucker hineingeben. Mit einem Löffel etwas vom 'Rand'mehl in die Flüssigkeit einrühren, ca. 15 min bei Raumtemperatur gehen lassen, bis die Hefe fleißig Blasen geworfen hat.
Olivenöl und Salz zugeben und 10 min lang kneten (lassen). Ggf noch etwas Weißbier/Wasser zugeben, der teig darf ruhig leicht klebrig sein, besser als zu trocken. In eine Schüssel mit einem Schuss Olivenöl geben und abgedeckt 30 bis 45 min gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.
Teig in zwei Hälften teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche jeweils auf die Größe eines Backblechs ausziehen.


Nach Belieben belegen (hier gabs frische Ananas, Mais, Paprika und scharfe Peperoni) und im vorgeheizten Ofen bei möglichst hoher Temperatur backen, bis der Käse zerlaufen ist und der Rand anbräunt.


Schrecklich diese Rezepte mit Bier, bei denen eine angebrochene Flasche danach rumsteht. Da muss der arme Herr Wos zum Essn wieder gegen seinen Willen Restbierchen schlürfen. Heute wirds ihn schon wieder treffen, weil von ner Sushi-Party hier noch Reste rumstehen. Die lassen sich leider nur auf Pizza vernichten...

Sonntag, 24. Januar 2016

Zitronen-Schmand-Kuchen - Ganz ohne Magnetrührer gezaubert

Wenn ich so im Labor am Rumpantschen bin, denk ich mir so oft 'uuh, das wär zu Hause aber auch mal superpraktisch'. Allen voran ein Magnet-Heiz-Rührer. Einfach Glasgefäß gewünschter Größe draufstellen, Rührfischi rein, Umdrehungen und Temperatur einstellen, tadaa. Ja klar, gibts natürlich küchenmaschinenmäßig auch, aber das ist hald einfach mal nicht annähernd so cool! Oder nen Tank mit flüssigem Stickstoff, uuh, für den spontanen Eis-Jieper. In fünf Minuten ne Schüssel Eis anrühren wäre kein Problem mehr. Ach und so ne Rolle Parafilm zum ordentlichen Verschließen von Gefäßen, oder ne goile Eppendorf-Pipette zum perfekten Dosieren, hui oder ne Flasche Argongas zum Befüllen von angebrochenen Alkoholika (Schutzgas und so, dass der Rotwein nicht schlecht wird obwohl er schon offen war^^).


Immerhin hab ich mir ein paar praktische Messkolben besorgt. Die sind auch schon mal was. Besonders meinen Erlenmeyerkolben liebe ich sehr fürs Dressing anrühren. Den kann man so schön schwenken :] Bis mal der Rest der gewünschten 'Küchenhelfer' einzieht, muss ich eben noch ganz oldschool backen und kochen. Darum schmeckt der zitronige Schmandkuchen aber kein bisschen schlechter, ehrlich. Es würd nur nochmal mehr Spaß machen ihn anzurühren, wenn ich zwischendurch etwas mit Helium rumspielen dürfte und in Mickeymausstimme die Zutaten laut vorlese... Den schnittchen-ähnlichen Kuchen haben wir fleißig zu zweit vernichtet, echt lecker! Und er wurde jeden Tag den er überlebt hat noch etwas besser. Ich mag diese Schmandcremes einfach total gerne. Und in Kombination mit Zitrone und Zimt kann ja nix schief gehn, nomminom.


Zitronen-Schmand-Kuchen    
(26cm-Springform)

150 g Butter, weich
100 g Zucker
3 Eier (Größe M)
1/2 TL Zitronenschale, gerieben
4 EL Zitronensaft
1 Prise Salz
150 g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver

Butter, Zucker und Eier cremig schlagen. Salz, Zitronenschale und -saft zugeben und gut unterrühren.
Mehl und Backpulver mischen, zur Creme geben und unterschlagen.
In eine gefettete Springform (26cm) füllen, glattstreichen und im vorgeheizten Backofen bei 190°C (Ober-/Unterhitze) 15 min backen.

3 Becher Schmand (je 200g)
75 g Puderzucker
2 TL Vanillezucker
1/2 TL Zitronenschale, gerieben
2 EL Zitronensaft
1 Ei (Größe M)
2 EL Speisestärke

Aus den angegebenen Zutaten die Schmandcreme anrühren, nach den 15 min Backzeit direkt auf den Boden geben, glattstreichen und weitere 20 min backen.
Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und mit Zimtzucker nach Belieben bestreuen (bei mir waren es 5 EL Zucker gemischt mit 1/2 TL Zimt).

Freitag, 22. Januar 2016

Asiatische Knoflnudeln - Spaghetti Aglio e Olio mal anders

Hee, das ist ja sowas von gemein. Da ist man bei der vorletzten Übung für den Tag angelangt und einer der Trainer erwischt meinen Trainingsbogen, nooo! Soo, Frau Wos zum Essn, haben sie denn mit irgendeiner Übung Schwierigkeiten? Schmerzen? Wie gehts mit den Gewichten? - Ooooch, naja, geht schon, alles ok. - Zonk! Falsche Antwort! - Jaaa, dann können wir ja ein bisserl Gewicht draufpacken, hier und bei der und da und ja bei der D7 auch noch. - Boeuf :P Joooo, freu mich schon voll aufs nächste Training. Am Montag. Um halb8. Morgens. Yay.
Vielleicht sollte ich in Zukunft vorm Training diese superleckeren, asiatischen Knofl-Nudeln futtern, dann kommt mir keiner mehr zu nah, und damit auch nicht meinem Trainingsplan. Muha! Die Nudelns gabs erst letzte Woche und sie waren sooo jammig. Genau richtig knoblauchig, schön sojasaucig asiatisch und mit dem bissl Gemüse drin etwas aufgefrischt, mmh. Voll gut. Würd ich auch ohne Training am nächsten Tag sofort wieder futtern.


Asiatische Spaghetti Aglio e Olio     
(Für 2 Knobi-Spaghetti-Fans)

250 g Spaghetti
6 Champignons, braun
1/2 Zucchini
1 Möhrchen
1 Knoblauchzehe
3 EL Sojasauce
1 EL Austernsauce (vegetarische)
1 EL Rohrohrzucker
1 TL Ginger & Garlic Paste
1 TL Sesamöl, geröstet
1 Msp Sambal Oelek
Petersilie, gehackt (frisch oder TK)
Salz, Piri Piri (Chiliflocken)

Champignons putzen und in Scheiben schneiden, Zucchini halbieren und ebenfalls in Scheiben schneiden. Karotte grob raspeln. Knoblauchzehe in feine Scheibchen schneiden.
Sojasauce, Austernsauce, Zucker, Ginger & Garlic Paste, Sesamöl und Sambal Oelek mischen.
Spaghetti al dente kochen.
In der Zwischenzeit etwas Olivenöl im Wok erhitzen. Die Champignons, Zucchini und Möhrchenraspel unter Rühren ca. 3 min anbraten. Die Hälfte der Sojasaucenmischung zugeben, Knoblauch zufügen und unter Rühren 1 min weiterbraten.
Abgegossene Spaghetti und restliche Sauce zugeben und 2 bis 3 min anbraten.
Petersilie untermischen und mit Salz und Chiliflocken abschmecken. Eventuell noch etwas Olivenöl untermischen.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Gemüsiger Veggie-Braten - Mein erster Seitan Fix-Versuch

Es muss die Neugierde sein, die mich immer wieder Dinge wie Sojastäbchen, vegane Vurst oder eben Seitan Fix kaufen lässt. Vernünftig ist das jedenfalls nicht zu erklären. So richtig lecker ist das meistens nämlich nicht. Aber manchmal muss das in mein Einkaufskörbchen, unbedingt. Oft bin ich gleichzeitig in einem immensen Hungerzustand, was zusätzlich zu merkwürdigen Futterkäufen beiträgt. Zum Glück gibts zumindest für das Seitan Fix noch Hoffnung auf wirklich leckere Verarbeitung. Denn das muss ja erst noch vermantscht werden und kann also noch richtig jammig werden. So wie Sojaschnetzel in abartig goooiler Soja-Bolognese, oder Naturtofu in unserem durch Fleischfresser erprobten Chili con Tofu. Mein erster Versuch mit dem Seitanpulver wurde dann ein Gemüsebraten. Noch keine Erleuchtung, aber schon sehr solide. Die Konsistenz war mir nämlich etwas zu 'schwammig', also zu soßenaufsaugig, ääh, ja. Der Geschmack war gemüsig (ja, is hald Gemüse drin, nech^^) und kein bisserle komisch seitanig, sojadingsig, oder was man sonst so befürchten kann. Aber das Beste waren meine Semmelknödel und der Kartoffelsalat, trotz allem ;) Das Rumgematsche beim Braten zusammenkneten ist übrigens ein großer Spaß, gnihi, wieder ein Pluspunkt. Und in Scheibchen geschnitten und angebraten ist die Konsistenz dann auch gleich besser, außerdem eignets sich dann super als Burgerbelag.


Veggie-Braten mit Gemüse     
(4 Portionen)

1 Zwiebel
150 g Gemüse (bei mir Karotte und Pastinake)
100 g Seitanpulver
1 EL Ei-Ersatz-Pulver
3 EL Semmelbrösel
Je 1 TL Paprika, Oregano, Rosmarin, Salz
Pfeffer, Kräutersalz (optional Liebstöckl)
2 TL Petersilie (TK)
1 TL Dijon-Senf
2 EL Olivenöl
50 ml Wasser

Zwiebel würfeln, in etwas Öl braun braten, aus der Pfanne nehmen. Gemüse putzen und fein raspeln, zu den Zwiebeln geben.
Trockene Zutaten mischen (gründlich, da es sich später nicht mehr mischen lässt, wenns nass wird): Seitan-, Ei-Ersatz-Pulver, Semmelbrösel, Paprika, Oregano, Rosmarin und Salz gut vermengen. Petersilie, Dijon-Senf, Olivenöl und Wasser zugeben und mit den Händen verkneten.
Mit Pfeffer und Kräutersalz (und evtl. Liebstöckl) abschmecken.
Eine kleine Auflaufform ausfetten, den Teig zu einem Bratenstück formen und hineinsetzen.
Abgedeckt für 45 min bei 180°C (Ober-/Unterhitze) garen, dann 10 min offen bei 180°C (Umluft) backen, evtl mit der ausgekochten Flüssigkeit bepinseln (das gibt eine schönere Kruste).


Der Braten ist frisch aus dem Ofen sehr weich. Wer das nicht so mag, kann den Braten 'vorbacken' und erst zum Servieren in Scheiben schneiden und wie Schnitzel von beiden Seiten anbraten. Dann wirds etwas dichter und bekommt nochmal etwas Biss durchs anbruzeln.

Jetzt brauch ich noch mehr Ideen für Seitanpulver-Verarbeitung. Das Tütchen ist noch lange nicht leer. Genauso wie viele andere Tütchen, Gläser und Dosen auf meiner Use Up Along Liste. Die ist zwar kürzer als letztes Jahr, aber ich finde dafür schwieriger, määäh.

Montag, 11. Januar 2016

Essen statt sammeln! Use Up Along 2016 - Bestandsaufnahme

Es wird wieder aufgefuttert! Und zwar möglichst alles, das sich das letzte Jahr über immer weiter hinten im Vorratsregal verkrochen hat. Wer mehr zum Use Up Along wissen will, kann mal bei twoodledrum oder hüpfgemüse guggn gehn. Ich hab derweil schon mal meine Schränke durchwühlt und meine gehorteten Schätze inspiziert. Das aufzubrauchende Häufchen war dann gar nicht mal so groß wie befürchtet, das meiste ist doch normales 'Verbrauchsmaterial' wie Nudeln, Reis, Dosen-Tomaten usw. Aber es gibt tatsächlich noch Schrankleichen, die ich schon letztes Jahr nicht wegbekommen hab, die müssen echt mal dran glauben (Marmeladen, Tandoori-Paste, Leinsamen, aah).


Angehäufte Futterschätze:
Fertig-Spätzle (angebrochen)
Sojaschnetzel, grob
Sojaschnitzel
Tempuramehl
Panko
Seitanfix, angebrochen
Glasnudeln
Mehrkornmehl
Leinsamen
Weizenkleie
Gerstenmalz
Stachelbeermarmelade, angebrochen
Weihnachtsmarmelade, angebrochen
Quittengelee
?Marmelade
Senfgurken, angebrochen
Prinzessbohnen
Bohnen, weiß
Möhrchen (2 Dosen)
Erdbeeren
Wasserkastanien
Kimchi
Tandoori-Paste
Kapern
Tahini
Mandelmus
Bruschetto Aufstrich
Sojastäbchen
Seitan Milanese
Wheaty Steak
Müsli (Testtütchen)
Knabberzeug (5 x Pax, 2 x Sesam)
Marzipandecke
Baisertupfen
Biscoff (Rest)
Haselnüsse, gemahlen (Rest)
Mandeln, gehobelt (Rest)


Letztes Jahr war das Häufchen noch deutlich größer, also wenigstens schon mal was dazu gelernt. Aber wenig ist es dieses Jahr dafür auch nicht gerade. Ich hoffe es geht mindestens genauso viel weg wie beim Use Up Along 2015 :) Mindestziel!

Sonntag, 10. Januar 2016

Apfel-Sahne-Kuchen - Alles rein in den Teig!

Nooo, mein Urlaub neigt sich dem Ende. Morgen gehts nach drei Wochen wieder an die Arbeit, bäh. Ich hätte mich so schön an ausschlafen, viel kochen und backen, daheim bissle rumverschönern und das alles gewöhnt. So viel Spaß kann einem keine Arbeit machen, dass mich das morgen freut :P Erstmal schon dieses auuufstehn, buah. Ich bin einfach kein Morgenmensch. Und dann kommen diese blöden Verpflichtungen, erstmal Dinge regeln, ganz viele, die erst im neuen Jahr gemacht werden konnten, Geräteeinweisungen geben, wuärgs, und mehr Nervkrempel. Zum Glück hab ich liebe Kollegen, dann freu ich mich darauf die Nasen wieder zu sehen :)


Einer hatte ja sogar Geburstag und wird morgen Kuchen mitbringen, yay. Hoffentlich so Guten wie unser letztes Exemplar. Es gab (und ein paar Stückle sind auch noch da^^) Apfel-Sahne-Kuchen oder Torta alle mele (so heißt er bei Schlammdackel, wo ich auf das Rezept gestoßen bin). Ein zitroniger, sehr saftiger Apfelkuchen, bei dem die geschlagene Sahne mit in den Teig kommt. Durch Äpfel schnitzeln und separates Sahne aufschlagen nicht superfix gemacht, aber dennoch recht einfach und dafür total lecker.


Apfel-Sahne-Kuchen    
(26cm-Springform)

100 g Butter, weich
100 g Rohrohrzucker
2 Msp Vanille, gemahlen
2 Eier
Schale einer Zitrone, fein gerieben
100 g Mehl, Typ 405
1 TL Backpulver
200 ml Sahne
100 g Mandeln, blanchiert, gemahlen
3 Äpfel, säuerliche
Puderzucker zum Bestäuben

Butter mit Zucker und Vanille schaumig schlagen. Eier und Zitronenschale dazugeben und zu einer dicken Creme schlagen. Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren. Sahne steif schlagen, Äpfel schälen in Spalten schneiden und ca. 2/3 davon in kleine Stückchen schnippeln.
Sahne, Mandeln und Apfelstückchen unterheben. In eine gefettete Springform (26cm) füllen, glatt streichen und mit den Apfelspalten belegen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 40 - 50 min backen (Stäbchenprobe).
Etwas auskühlen lassen, den Ring von der Form lösen und komplett erkalten lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.


Sieht mit den Apfelspalten drauf total hübsch aus und ist suuupersaftig! Und die Sahne schmeckt man sogar etwas durch, hat irgendwie was cremiges, der Kuchen.


Es ist ja fast schon wieder Tea-Time, da muss ich gleich mal den Wasserkocher anschmeißen und das Kuchenmesser zücken! Die Sahne zum Kuchen kann man sich hier echt sparen, der ist so schon saftig genug. Mit der Zitronenschale zusammen ist das ne tolle Apfelkuchen-Kombination.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Klassische Crème Brûlée mit dem neuen Flambier-O-Maten

Manche Sachen, so absolute Klassiker, seis Schwarzwälder Kirschtorte, Ratatouille, Dampfnudel oder Crème Brûlée schaffens einfach nicht in meine Küche. Ewig stehen sie auf der To-Do-Liste und vergammeln da, weil die richtige Gelegenheit, das geeignete Küchenequipment oder meine geschmackliche Toleranz für Auberginen fehlt.


Zum Glück hat mir dieses Jahr das Christkindl (aka Brüderchen) einen Flambier-O-Maten gebracht und es konnte endlich mal Projekt Crème Brûlée erfolgreich durchgeführt werden. Das Standard-Nachspeischen ist ja total einfach zu basteln. Bisschen Eigelb aufschlagen, in warmer Vanillemilch rumrühren, in Schälchen schütten und nachm Abkühlen Zucker drauf und drüberflammen, muha. Oh, und wenn man dann mit dem Löffel die Karamellkruste knackt, wooh. Ein himmlisches Geräusch.


Crème Brûlée  
(6 Schälchen)

200 g Schlagsahne
200 ml Milch
1 Msp Vanille, gemahlen
4 Eigelb
40 g Zucker
Rohrohrzucker

Sahne mit Milch und Vanille erhitzen, etwas abkühlen lassen.
Eigelb mit Zucker zu einer dicken Creme schlagen.
Milch portionsweise unter Rühren untermengen.
Creme durch ein Sieb streichen und in Crème Brûlée Schälchen füllen.
Im vorgeheizten Ofen bei 120°C Umluft garen, bis die Creme nicht mehr flüssig ist. Das dauert je nach Tiefe der Schälchen 40 bis 60 min.
Abkühlen lassen und vor dem Servieren mit Rohrohrzucker bestreuen und karamellisieren. Entweder mit einem Flambierbrenner (vorsichtig, dass der Zucker nicht verbrennt) oder im Backofen mit der Grillfunktion, macht aber deutlich weniger Spaß als mit dem Flambiergerät ;)


So, dann ist unser vegetarisches Weihnachtsmenü 2015 endlich komplett. Der süße Abschluss nach Schafskäsetaler mit Honig-Walnuss-Kruste auf Rucola-Feldsalat mit Granatapfel-Dressing und Penne mit Broccoli und Zucchini in cremiger Curry-Sauce aus dem Wok. Die Abfolge könnte ich mir so jetzt direkt nochmal vorstellen, es war echt superlecker und stimmig.

Oh, und ich sollte noch erwähnen, wo ich dieses Rezept gefunden hab. Es ist ursprünglich aus Französisch kochen mit Aurélie, aufs Rezept an sich bin ich allerdings bei Law of Baking gestoßen. Bei Kevin kann man süßkrammäßig echt nix falsch machen. Ich hab schon das ein oder andere nachgebastelt und es war immer super!

Montag, 4. Januar 2016

Penne mit Broccoli und Zucchini in cremiger Currysauce aus dem Wok

Cooool, es schneit, und zwar vollgas! Endlich bleibt mal ein bisserl was liegen. Das ist einfach super, solange man nicht Auto fahren muss ;) Die Leute auf den Gehwegen stapfen so lustig ungelenk vorbei, verziehen merkwürdig die Gesichter weil der Flinserlschnee in die Äuglein fliegt, ziehen die Kapuzen ins Gesicht. Die Autos fahren brav und vorsichtig durch die Stadt, passen endlich mal auch auf die anderen auf, driften aber doch hin und wieder ungewollt etwas um die Kurve. Die verspielteren Leutchen stampfen freudig durch die Schneehaufen, lassen den Hund mal wild rumtollen, Pärchen halten sich an den dick behandschuhten Händchen. Hach und mein Balkon ist ganz zugezuckert!
Apropos gezuckert, unser Hauptgang beim Weihnachtsmenü war auch wie bepudert, allerdings mit leckerem Parmesan. Hah, geniale Überleitung! Zu den Penne mit Broccoli und Zucchini in cremiger Currysauce gibts gar nicht sooo viel zu sagen. Die waren superschnell zubereitet und total lecker. Echt! Eine tolle Currysauce, mit der Sojasauce und dem Cayennepfeffer etwas anders als sonst und so gut. Außerdem mag ich Broccoli auch einfach supergerne. Jammi!


Penne mit Broccoli und Zucchini in cremiger Currysauce aus dem Wok    
(2 Portionen)

200 g Penne
150 g Broccoli
50 g Zucchini (1/2 Winz-Zucchini)
50 ml Gemüsebrühe
100 ml Sahne
1 TL Akazienhonig
1/2 TL Koriander
1/4 TL Kreuzkümmel
1 Msp Cayennepfeffer
1 - 2 EL Sojasauce, hell
Salz, Pfeffer
Parmesan

Penne in Salzwasser al dente kochen, in ein Sieb abgießen und ggf. warm halten.
Broccoli waschen, in Röschen teilen und in ca. 2 mm dicke Scheibchen schneiden. Zucchini in Scheiben schneiden und stifteln.
In einem Wok etwas Öl erhitzen. Broccoli 2 min unter Rühren anbraten. Zucchini zugeben und 1 min weiterbraten. Mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen. Honig und Gewürze zugeben und 2 min weiterköcheln lassen.
Nudeln dazugeben und mit Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit reichlich Parmesan bestreut servieren.


Das Rezept zur Vorspeise aka Schafskäsetaler mit Honig-Walnuss-Kruste auf Rucola-Feldsalat mit Granatapfel-Dressing gabs bereits gestern, die Crème Brûlée folgt noch.

Heute wirds die Broccoli-Currysauce übrigens gleich nochmal geben, diesmal zu Reis. Mmmh, da freu ich mich schon drauf, bald ist Abend-Futterzeit. Das Rezept hab ich ursprünglich in dem dicken, goldenen GU-Buch Vegetarisch gefunden. Mann, ist das ein Wälzer, unhandlich, aber mit ner Tonne Rezepten, also supi. Besonders dieses Rezept <3

Sonntag, 3. Januar 2016

Schafskäsetaler mit Honig-Walnuss-Kruste auf Rucola-Feldsalat mit Granatapfeldressing

Ja gell, so schnell gehts. Kaum schaut man sich um, ist Weihnachten und Silvester schon wieder rum. Bei uns waren die Feiertage sogar so schnell vorbeigeflitzt, dass es unser Weihnachtsmenü erst am 28. gab. Dafür wurde dann ganz ohne Festtagstrubel Montag morgens eingekauft, abends schön gemütlich vorbereitet und schließlich tiefenentspannt reingemümmelt.
Heute gibts dann schon mal das Rezept für unsere Vorspeise: Schafskäsetaler mit Honig-Walnuss-Kruste auf Rucola-Feldsalat mit Granatapfeldressing. Das war der Hammer! Ein echt superleckeres, fruchtiges Dressing zu dem Salat und darauf dann diese nussige, crunchige, leicht honigsüße Kruste, als Träger dafür schön weicher Schafskäse, hhhmm.


Schafskäsetaler mit Honig-Walnuss-Kruste auf Rucola-Feldsalat mit Granatapfel-Dressing   
(Für 2 Personen als Vorspeise)

100 g gemischter Salat (Feldsalat, Rucola, Römersalat)
Granatapfel, ca. 1 Handvoll Kerne davon
1 Handvoll Walnüsse

Salate waschen und trocken schleudern. Walnüsse grob hacken, ohne Fett in der Pfanne anrösten.

1 Schalotte
2 EL Olivenöl
2 EL Walnussöl
2 EL Orangensaft
2 EL Granatapfelsaft (frisch aus den Kernen gepresst)
1 EL Granatapfelsirup
1 EL Balsamico Bianco
1 EL Sherryessig
1 TL süßer Senf
1 TL Akazienhonig
Salz, Pfeffer

Für das Dressing Schalotte fein würfeln und in etwas Olivenöl glasig dünsten. Die restlichen Zutaten dazugeben, 1 min köcheln lassen und zur Seite stellen.

100 g Schafskäse
25 g Butter, weich
1 EL Akazienhonig
1/2 Scheibe Toastbrot (Vollkorn)
25 g Walnüsse

Butter und Honig cremig rühren. Toastbrot würfeln und mit den Walnüssen fein mahlen. In die Buttercreme mischen.
Schafskäse teilen (oder aus einem größeren Stück Taler ausstechen), die Walnussmasse ca. 1 cm dick auf den Käse streichen und im Backofengrill überbacken, bis die Kruste anbräunt.

Salat mit dem Dressing vermischen, auf zwei Tellern anrichten. Granatapfelkerne und Walnüsse darüberstreuen. Überkrustete Schafskäsetaler daraufsetzen und zügig servieren.


Als Hauptgang gabs dann ein asiatisch angehauchtes Nudelgericht: Penne mit Broccoli und Zucchini in einer cremigen Currysauce aus dem Wok. Ich steh ja sehr auf Broccoli und Pasta und in Kombination mit der Currysauce war das auch ein Volltreffer. Mit Sojasauce und Chili klang das erst etwas gewöhnungsbedürftig aber es war wirklich super! Rezept folgt natürlich ;)

Und auch die Crème Brûlée wird noch ihren Weg auf den Blog schaffen. Keine Panik, hehe.

Für das Granatapfel-Dressing hab ich übrigens bei grain de sel gespickt. Da gibts unglaublich viele Salatrezepte, supertoll! Und ich liebe die eingestreuten südfranzösischen Eindrücke, herrlich. Sollte ich einmal auswandern dann dorthin!
Die leckere Honig-Walnuss-Kruste hab ich in einer Slowly Veggie Ausgabe gefunden. Meistens sind die Rezepte daraus zwar für meinen Geschmack etwas zu abgefahren, aber mit ein paar Änderungen lacht mich immer wieder ein Gericht daraus an.

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