Sonntag, 29. November 2015

Start der Weihnachtsbäckerei: Schneebällchen [vegan]

Waaah überall Plätzchen, tonnenweise, auf allen Blogs gibts schon gefühlte 100.000 verschiedene weihnachtliche Keksteile. Mutti hat auch schon Sorte Nummer 15 oder so durch. Nur ich gammel hier plätzchenlos rum, kann mich einfach nicht aufraffen. Zum Glück konnte eine Freundin für einen veganen Infostand ein paar Plätzchen gebrauchen, so dass ich doch mal meinen Arsch vom Sofa wälzte und endlich mal startete. Aber ein veganes Plätzchen hab ich glaub echt noch nie gebacken. Und fand auch nichts richtig Ansprechendes. Es sollte ja super veganisierbar sein, oder eh schon vegan und trotzdem natürlich vollgas goil. Letzte Woche in der Arbeit kamen wir dann wieder auf ein Rezept von letztem Jahr, als ne Kollegin abartig leckere Schneebälle oder so dabei hatte. Und die waren easy veganisierbar, oleole. Und jo Mann, sind die genial geworden. Schön luftig und irgendwie crunchy, angenehm süß und genau richtig vanillig, aah, süüper. Ich nenne sie jetzt mal Schneebällchen, weil sie so schön putzig, weiß und puderzuckrig sind.


Schneebällchen      
(90 Plätzchen)

250 g Alsan (vegane, feste Margarine), weich
150 g Puderzucker
1/2 Fläschchen Butter-Vanille-Aroma
125 g Mehl
250 g Stärke
2 EL Vanillezucker

Weiche Alsan mit Puderzucker und Butter-Vanille-Aroma schaumig schlagen. Mehl, Stärke und Vanillezucker unterrühren. Den Teig ca. 1h kalt stellen.
Kirschgroße Kugeln formen, auf mit Backpapier ausgelgte Backbleche verteilen (bei mir passten genau 30 drauf) und mit einer Gabel platt drücken, dass die Zinken sich abzeichnen.
Im vorgeheizten Ofen bei 160°C (Umluft) 10 - 15 min backen.
Sofort vom Blech ziehen, abkühlen lassen und komplett erkaltet mit Puderzucker bestäuben.


Man kann die Plätzchen natürlich auch klassisch mit Butter machen. Dazu einfach die Margarine zu gleicher Menge mit Butter ersetzen und das Butter-Vanille-Aroma weglassen oder dafür etwas Vanille pur dazugeben.

Ich bin übrigens übelst stolz auf meine tuffig beleuchteten Plätzchenfotos ^_^ Für meine Verhältnisse voll aufwändig produziert, mit Deckchen überm Sessel als Hintergrund, weißem Regaldingens als Reflektor, rumtrappierter Lichterkette, rumrobben aufm Boden und verrenken beim Fotos knipsen... Ja, so Foto-Untergründe und bequem aufm Tisch fotografieren wär auch zu einfach :P


Mit meinen supertuffigen Schneebällchen bin ich auch gleich noch bei Maras Weihnachtsevent bei Life is full of goodies dabei. Bis 6.12. haben alle noch Zeit mit zu machen und haben damit die Chance auf mega tolle Preise! Gleich mal rübersurfen und weihnachtlich losbacken, -kochen, -schmoren, -mixen, usw.

Mehr Weihnachtsrezepte finden sich hier *klickiklick

Donnerstag, 26. November 2015

Kohlsträußchen-Liebe: Spätzle mit Broccoli-Carbonara

Okay, so wirklich hat die Soße nichts mit einer Carbonara zu tun. Aber es erinnert einfach total daran und wenn ich eh schon mal den Schinken weglasse, kann ich auch gleich die Eier rauswerfen und dafür Cheddar und Sahne reinpacken, muha! Mit den roten Zwiebelchen siehts aber fast aus, als würden da Schinkenwürfelchen drin rumschwimmen. Oh, und der Broccoli, mmmh, ja der ist einfach superfeini in der schlozig-cremigen Käsesahnesoße, jaaam. Deswegen ist der drin, und weil ich das so ähnlich beim Knusperstübchen gesehen hab, als sie nochmal ihre Spätzle Carbonara Bällchen in Facebook stellte. Da gabs auch Broccoli in Sahne-Cheddar-Soße und sowas wollte ich sofort auch! Schnell ne Packung Spätzle aufgerissen, in blubbelndes Wasser geworfen, nebenbei in der Pfanne die Soße zusammengebruzelt und -gerührt und schon wars soweit. Ich war auf Broccoli-Wölkchen Nummer sieben, sabber sabber.


Spätzle mit Broccoli-Carbonara   
(2 Portionen)

250 g Spätzle (trocken)
1/2 rote Zwiebel
250 g Broccoli
200 ml Milch
100 ml Sahne
150 g Cheddar, mild
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zwiebel würfeln, Broccoli in mundgerechte Röschen teilen.
Die Spätzle in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung kochen.
In einer tiefen Pfanne etwas Pflanzenöl erhitzen, zwiebeln glasig dünsten, Broccoli kurz mitrösten und mit Milch und Sahne aufgießen. Aufkochen lassen, salzen, Cheddar unterrühren und auflösen lassen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Spätzle abgießen und mit der Broccoli-Carbonara-Sauce servieren.

Bei uns gabs darüber noch frisch gehobelten Parmesan und einen leckeren Gurkensalat. So käsige Sachen könnte ich ohne 'Neutralisierungs-Salat' sonst nur in Mini-Mengen essen, wäre fatal. Mann, und natürlich blieb dieses mal nichts für nächsten Mittag übrig, sowas fieses, pff.

Sonntag, 22. November 2015

Krasses Soja-Gulasch, dem Original erschreckend ähnlich...

Ich mochte noch nie Gulasch, diese eckligen, faserig-sehnigen Fleischklumpen, bah. Da hab ich immer nur die Soße rausgelöffelt und so zu Nudeln schnaboliert. Die Soße an sich ist nämlich schon verdammt lecker. Und dann gewinne ich auf einmal packungsweise Sojawürfel. Ui, das schreit natürlich nach einem Veggie-Gulasch-Versuch. Aber der Herr Wos zum Essn war skeptisch. Es gab schon mal so ein Sojawürfel-Experiment. Und es war kein Geglücktes. Es schmeckte widerlich nach Soja und hatte eine sehr merkwürdige Konsistenz. Bei diesem Versuch wurden also alle möglichen Parameter verändert, so dass es wieder ein geglücktes Sojaprojekt wie bei der Soja-Bolognese wird. Also, erstmal ein geiles Rezept als Grundlage suchen, Gulasch Moschinski, jo, check. Dann Sojawürfel megafestest auspressen, check. Und schließlich Sojaklumpen fettest anbruzeln, ordentlich durchschmoren und mit Tomatenmark anrösten, check. Damit konnte nix mehr schief gehen. Sogar dem Herrn des Hauses hats geschmeckt.


Soja-Gulasch     
(4 Portionen)

400 g Nudeln (bei mir gabs Trulli von Birkel)
100 g Soja-Würfel + 1/2 l Gemüsebrühe
3 Zwiebeln
1 Möhrchen
1/2 Paprika, rot
1 EL dunkles Soßenpulver (bei mir von Gefro Balance)
1 TL Gulaschgewürz
2 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, scharf
1 Knoblauchzehe
1/2 l Gemüsebrühe
1/4 l Orangensaft (am besten Direktsaft)
2 EL Sojasahne
Salz, Pfeffer, Zucker

Sojawürfel in der heißen Gemüsebrühe 10 min einweichen. Anschließend abgießen und möglichst kräftig ausdrücken. Mit Salz und Pfeffer (und evtl. mit Gefro Fleischwürze) würzen.
Zwiebeln grob würfeln, Möhrchen und Paprika fein würfeln, Knoblauch fein hacken.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln, Möhrchen, Paprika und Sojawürfel 10 min anbraten.
Soßenpulver und Gulaschgewürz darüberstreuen und abgedeckt, unter gelegentlichem Rühren, 15 min bei mittlerer Hitze braun schmoren.
Tomatenmark und Paprikapulver zugeben, kurz mitrösten, Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten.
Mit Gemüsebrühe und Orangensaft ablöschen. Abgedeckt 1 h köcheln lassen.
Sahne unterrühren und mit Salz, Pfeffer, Paprika und Zucker abschmecken. Nach Geschmack mit Cayennepfeffer oder Piri Piri schärfen.
Zum Ende hin die Nudeln nach Packungsanweisung al dente kochen und zusammen mit dem Soja-Gulasch servieren.

Nachtrag: Erst ausgepresste Sojafuzel allein 10 min anbraten, dann Gemüse zugeben und schmoren. Ca. 20 min vor Ende noch ca. 1/2 Paprika und ein Möhrchen klein geschnibbelt dazugeben und offen fertig köcheln. Evtl noch zusätzlich mit etwas Liebstöckel und Rosmarinpulver würzen.


Puh, gerade noch so auf den letzten Drücker schaff ich es mit dem Gulaschrezept zum 'Herbstliche Nudelküche' Blog-Event bei Fabulous Food. Ich hoffe mein Veggie-Gulasch kommt nicht auf die rote Liste der Soja-Gegner, es ist nämlich wirklich erstaunlich identisch zu normalem Gulasch. Aber ich wäre auch erstmal skeptisch gewesen, hihi. Einfach mal probieren und überzeugen lassen. Hat bei der Soja-Bolognese auch schon wunderbar geklappt. Boah, das war auch sooo lecker!

Donnerstag, 19. November 2015

So basteln wir zur Zeit unsere Lieblings-Pizza

Puh, wie oft essen wir eigentlich Pizza im Monat? Ich denke so unterm Strich mit Pizza futtern gehn, mal ne Pizza liefern lassen und, allem voran, Pizza selbst bauen fast jede Woche, hui. Und es war echt schon alles dabei. Von eckliger Billigstkäse-Lieferpizza, über abgöttisch leckere Grillgemüsepizza und meine 'Kleine Ana' beim Lieblingsitaliener, schlabbrige Quark-Öl-Teig-Versuche und die ewige Suche nach dem perfekten Pizzateig zu Hause.
Nach langem Experimentieren sind wir nun bei unserem idealen Pizzateig angelangt. Nach einem Tag Ruhe im Kühlschrank (die Geduld hab ich nur fast nie) bekommt der Teig sogar diese coolen dicken Luftblasen am Rand und schmeckt eben so typisch Pizzapizza-mäßig.


Pizzateig     
(2 Bleche)

150 g Dinkelmehl
200 g Weizenmehl, 405
200 ml Wasser, lauwarm
1 Prise Zucker
1/2 Würfel Hefe
4 - 5 Prisen Salz
1 Schuss Olivenöl

Zuerst den Vorteig ansetzen: Beide Mehlsorten in eine Schüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken. Lauwarmes Wasser in die Mulde geben, Hefe hineinbröseln, Zucker einstreuen und mit einem Löffel leicht umrühren, dass etwas Mehl vom Rand der Mulde mituntergemischt wird. 15 min ruhen lassen, dass die Hefe schon mal loslegen kann.


Salz und Olivenöl zugeben und in ca. 10 min zu einem geschmeidigen Teig kneten. Bei mir erledigt diesen Schritt glücklicherweise die Küchenmaschine.


Den Teig in eine leicht mit Olivenöl eingeölte Schüssel geben. Abdecken und 30 - 45 min an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat. Idealerweise würde man den Teig nur ca 20 min gehen lassen, dann durchkneten, über Nacht in den Kühlschrank und dann nochmal ca. 20 min gehen lassen. Aber ich bin kein Vorausplanungsheld und brauche die Pizza meistens noch am selben Tag :]


In zwei gleich große Kugeln teilen und auf einer bemehlten Fläche backblechgroß ausrollen oder besser ausziehen.


Mit zuvor gewürzter Tomatensauce bestreichen, Mozzarella-Scheibchen darauf verteilen und mit den Lieblingszutaten belegen (bei mir Ananas, Paprikawürfel, eingelegte, getrocknete Tomatenstückchen und Peperoni), evtl noch mit etwas Olivenöl beträufeln und ab damit in den möglichst heißen Ofen.


Wir backen die Pizzen meistens bei ca. 250°C bis der Käse schön blubbert und leicht anbräunt. Mit Pizzastein wär natürlich nochmal cooler, weil die Hitze dann ordentlich von unten durchpfeifft. Vielleicht dieses Weihnachten dann... Aber bis dahin sind wir mit unserer Blech-Variante schon mal durchaus zufrieden.


Ja häh, genau, warum das große Philosophieren über Pizza? Gabs hier ja schon hin und wieder. Aber wenn Sandra von From-Snuggs-Kitchen ihren nahenden Blog-Geburtstag ankündigt und 'Pizza und mehr - Das Event' ruft, folgen die Minions und basteln fleißig Pizzateige, -beläge, -geheimtipps und -anleitungen. Auch ich dachte mir, ich nutze die Gunst der Stunde und halte meine bisherigen Pizza-bastel-Erfahrungen fest um in Zukunft nicht immer und immer wieder meine Notizzettelchen und Rezeptschnipsel zusammen suchen zu müssen. Schließlich ist doch in Echt jeder da draußen auf der Suche nach der ultimativen Pizza, oder? Darauf, dass am Ende des Events nie wieder eine Mistpizza auf unseren Tellern zu landen hat!

Dienstag, 17. November 2015

Tomatensauce nach Bolognese-Art

Eigentlich ist gegen eine klassische Tomatensauce ja nix einzuwenden. Aber mir fehlt da manchmal ein bisschen die Substanz dahinter. Nur Tomaten und sonst? Bei Bolognese z.B. wird ja auch als Grundlage ein halber Topf Gemüse gekocht, in dem dann Hackfleischbrösel, Sojafuzel, Tofukrümel, Linsen usw. drin rumschwimmen. Diese Grundpampe einfach ohne die Fleisch- bzw. Veggiebolognese-Einlage muss doch auch schon toll schmecken. Wie richtig sämige Tomatensauce, jaa. Und das Ergebnis war zauberhaft. Richtig dicke Tomatensauce mit diesem Bolognese-Flair. Ich denke da würden auch noch ein paar Gemüsestückle reinpassen, bisschen Zucchini, Karotten oder ein paar Maiskörner, mmh.


Tomatensauce nach Bolognese-Art    
(4 Portionen)

2 Zwiebeln, rot
1 Möhrchen
1 Stück Knollensellerie (golfballgroß)
2 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
150 ml Rotwein (z.B. Merlot)
1 Dose Tomaten, gehackt
500 ml Tomaten, passiert
1 Lorbeerblatt
Basilikum, Oregano, Thymian, Paprika
(Kräuter-)Salz, Pfeffer, Zucker

Zwiebeln würfeln, Möhrchen und Sellerie raspeln, Knoblauchzehe fein hacken.
In einem Topf etwas Öl erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten. Dann Möhrchen und Sellerie zugeben und unter gelegentlichem Rühren anbraten.
Knoblauch und Tomatenmark zugeben und anrösten.
Mit Rotwein ablöschen und kurz einköcheln lassen, bis die Flüssigkei verdampft ist.
Gehackte und passierte Tomaten und Lorbeerblatt zugeben und mit je 1 TL Basilikum, Oregano und Thymian würzen, 2 TL Paprika und etwas Pfeffer zugeben und bei niedriger Hitze zugedeckt ca. 2 Stunden köcheln lassen.
Zum Schluss mit Salz und restlichen Gewürzen nochmal abschmecken. Lorbeerblatt entfernen.


Bei uns gabs die Tomatensauce zu Pfiffli-Nudeln. Die sind perfekt für alles Saucige, das aufgeschaufelt werden will. Eigentlich haben wir sie als Begleiter zu Gulasch gekauft, aber wir haben uns noch nicht an die Soja-Variante davon rangetraut. Bei Tomatensauce dagegen konnte nix schief gehen ;)

Sonntag, 15. November 2015

Schokoladig-trüffelige Praliné-Torte

Hab ich schon mal von der übelst männlichen Torte bei einem gewissen Verwandschaftstreffen erzählt? Äh, egal, ich erzähls eh nochmal ;) Also es gibt da so eine Sache, die sich anscheinend nie ändern darf. G's Schokoladen-Buttercreme-Torte aus der Hölle. Die ist so riiiesig, so ultrabuttrig, noch leicht knirschig zuckrig und mit der Tonne Schokolade drin insgesamt sowas von mächtig. Ein Stück ersetzt kalorientechnisch wahrscheinlich eine komplette Wochenration. Aber die Männer fahren voll drauf ab. Die Torte ist immer das Highlight für die. Die Frauen dagegen mümmeln lieber anständig einen Obstkuchen oder so, während die Herren grunzend über die Schokobutterbombe herfallen.


Natürlich wär es ein Frevel diese Torte nachbauen zu wollen. Einmal weil es dem Herrn G allein gebührt die 'Männertorte' zu bauen und zweitens (und das ist wohl selbstverfreilich-verständlich-überhaupst-sowieso-klaahaar) kann die perfekte Männertorte nur von besagtem Herrn G vollendet veredelt hergestellt werden. Also habe ich mich für eine weniger buttrig-zuckrige Variante entschieden und lieber eine trüffelige Praliné-Torte gebastelt. Komplett ohne Butter (äh halt, doch mit nem Klümpchen^^), mit Schokolade, Sahne und nem Schüsschen Rum und Espresso.


Praliné-Torte    
(18cm-Form, für eine normal große Torte Rezept verdoppeln)

2 Eier
75 g Zucker
2 TL Vanillezucker
1 kleine Prise Salz
50 g Mehl
25 g Stärke
1 TL Backpulver
1 EL Kakao

Den Boden einer 18cm-Springform mit Backpapier auslegen. Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
Eier trennen.
Eiweiß, 25 g Zucker und Salz zu Eischnee schlagen.
Eigelb mit restlichem Zucker (50g), Vanillezucker und 2 EL heißem Wasser dickcremig schlagen.
Mehl, Stärke, Backpulver und Kakao mischen.
Eischnee auf die Eicreme geben, Mehlmischung portionsweise darauf sieben und unterheben.
In die vorbereitete Springform füllen, glatt streichen und ca. 25 min bei 180°C (Umluft) backen (Stäbchenprobe).
10 min abkühlen lassen, aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

400 ml Schlagsahne
100 g Butter
150 g Schokolade, Zartbitter
150 g Schokolade, Vollmilch
1 Pck. Instant-Espresso
2 EL Stroh-Rum
2 Pck Sahnesteif

Schokolade hacken, Butter würfeln, Espressopulver mit 50 ml kochendem Wasser überbrühen.
Sahne aufkochen, vom Herd nehmen, Schokolade und Butter dazugeben, kurz ziehen lassen und dann verrühren. Espresso und Rum unterrühren und abkühlen lassen.
Über Nacht im Kühlschrank erkalten lassen.

Tortenboden waagerecht zweimal durchschneiden.
Sahnesteif in die Trüffelmasse geben und mit dem Handmixer zu einer fluffigen Creme aufschlagen.
Einen Tortenring um einen der Böden legen. 1/4 der Trüffelcreme darauf verteilen. Zweiten Boden darauf legen, andrücken, wieder 1/4 der Creme darauf geben und glatt streichen. Letzen Boden auflegen, andrücken, Tortenring abnehmen und die Torte mit der restlichen Creme einstreichen.
Nach Belieben verzieren.


Dadurch dass keine Buttercreme im Törtchen ist, kann man auch als Normalsterblicher ein ganzes Stück von der Praliné-Torte verputzen ohne an spontaner Herzkranzverfettung abzunibbeln. Die Rumnote pfeifft nach ein, zwei Tagen Durchziehen aber doch gut durch.

Donnerstag, 12. November 2015

Kidneybohnen-Pflanzerl mit Fetakäse [Legga Burger-Bratling]

Nachdem der letzte 'To-Go'-Veggie-Burger mal voll der Reinfall war (Kohlrabi im Bratling, whaaaat??), wars mal wieder Zeit selbst Burgerbratlinge zu basteln. Auf jeden Fall mit Kidneybohnen, da kann man nix falsch machen. Und bei den Kochmädchen gabs mal sowas mit Feta, oho. Die wurden also ausprobiert. Kidneybohnenmatsch mit Karottenraspeln, Zwiebelwürfeln und Feta, gewürzt wie Fleischlinge. Ein leckerer Bratling, der wegen mir noch mehr nach dem Feta-Käse schmecken hätte dürfen :) Und absolut gelingsicher. Mann, das waren die einfachsten Bratlinge ever. Kein Geklebe, Gebrösel, In-der-Pfanne-auseinander-gekoche, und was es sonst noch an Katastrophen gab. Auf Kidneybohnen ist hald Verlass.


Kidneybohnen-Pflanzerl mit Fetakäse  
(6 Bratlinge)

1 Dose Kidneybohnen
100 g Fetakäse
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleines Möhrchen
2 EL Ei-Ersatz (oder Sojamehl, Kichererbsenmehl, ...)
2 EL Mehl
ca. 5 EL Haferflocken
2 EL Semmelbrösel
1 EL Petersilie, gehackt
Salz, Pfeffer, Paprika, Liebstöckl

Kidneybohnen mit einer Gabel grob zerdrücken, Fetakäse grob raspeln oder mit den Händen zerbröseln, Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln, Karotte fein raspeln.
Alles in einer Schüssel vermischen, Ei-Ersatzpulver, Mehl, Semmelbrösel und Haferflocken zugeben und verkneten. Falls die Masse zu weich ist, mehr Haferflocken oder Semmelbrösel zugeben.
Mit Petersilie, Salz, Pfeffer, Paprika und etwas Liebstöckl abschmecken, nochmal durchkneten und 10 min ziehen lassen.
6 Bratlinge formen und in reichlich Öl von beiden Seiten knusprig anbraten. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und Burger draus bauen :)


In meinen Burgern verbirgt sich immer ganz unauffällig eine Unmenge an Ketchup, Senf, Sandwichcreme und Chilisauce. Nach spätestens drei Bissen wirds dann weniger unauffällig, weil mir die Hälfte der Saucenpampe überall rausbaazt. Aber genau so ist es richtig, jam!


Die sechs Bratlinge haben wir übrigens zu zweit vernicht, düdelü. Also eigentlich dachte ich es bleibt noch was fürs nächste Mittagessen übrig, aber unser Hüngerchen war wohl etwas größer.

Mehr vegetarische und vegane Burger-Bratlinge aus meiner Pflanzerl-/Patties-/Bällchen-/Schnitzel-Testreihe gibts hier *klick. ^_^

Freitag, 6. November 2015

Karotten-Paprika-Sauce - Die Röstis schreien: Drauf damit!

Oft wenn ich im Supermarkt an nem Karottensalatglaserl vorbeigegangen bin, dachte ich mir, uuh, so ne Zigeunerschnitzel-Sauce könnt ich echt mal wieder machen. Die war immer so lecker. Tomatig-cremige Sauce mit Paprikastückchen und Karottenstreifchen. Das Schnitzel darunter war ja nie wichtig dabei, mit jammig angerösteten Kartoffelwedges würde das mindestens genauso gut werden. Endlich wars dann mal wieder so weit. Neuauflage der Karotten-Paprika-Sauce ohne Tierkomponenten. Aus Zeitnot und Verpeiltheit beim Einkaufen gabs die Sauce dann allerdings nicht zu Kartoffelspalten sondern zu Röstis. Dazu noch knackiger Salat und das Fresschen war komplett.


Karotten-Paprika-Sauce     
(3 Portionen)

1 Zwiebel
1 Paprika, rot
1/2 Glas Karottensalat (ca. 6 EL)
150 ml Gemüsebrühe
150 ml Soja Cuisine
1 EL Tomatenmark
3 EL Tomatenketchup
1/2 TL Sambal Oelek
2 EL Paprikapulver
Salz, Pfeffer

Zwiebel würfeln, Paprika in Streifen schneiden.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebelwürfel glasig dünsten, Paprikastreifen zugeben und kurz mitbraten.
Tomatenmark 1 min mitrösten. Mit Gemüsebrühe ablöschen.
Soja Cuisine, Ketchup und Karottensalat zugeben. Aufkochen und ca. 5 min einköcheln lassen.
Mit Sambal Oelek, Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.


Wie immer gabs die dritte Portion am nächsten Tag zum Mittagessen, yummi. Zu den letzten Röstis und wieder mit grünem Salat. Die zweite Hälfte vom Karottensalatglaserl wird nächste Woche glaub nochmal zu lecker Sauce verarbeitet, bin wieder auf den Geschmack gekommen ;)

Sonntag, 1. November 2015

Unser Portugaltrip - Wie man in Lissabon und Co. als Vegetarier durchkommt

Unseren Urlaub verbrachten wir dieses Jahr in Portugal. Erst im wunderschönen Lissabon, in dem man sich echt tagelang damit beschäftigen könnte durch die Gässchen, Treppen und Winkel zu streifen und die coolen Häuser anzuglotzen. Und danach noch ein paar Tage auf Troia, einer Halbinsel mit Strand, Strand, Strand. Und Gottesanbeterinnen und zahmem Fuchs... wooh.


Zu nem richtig tuffigen Urlaub gehört für mich aber auch leckeres Essen. Und da wars für mich als Fleisch- und Fischverweigerer gar nicht so einfach. Es gibt einfach echt wenig vegetarisches Futter beim Portugiesen. Und in einer Großstadt wie Lissabon gibts eben auch gute und schlechte Restaurants ;) Wir haben von beiden gekostet...


Mit meinem Frühstück im Flieger gings mir aber erstmal echt super. So ein Croissant mit Erdbeermarmelade wird einfach nochmal nen Tick besser, wenn man es über den Wolken bei aufgehender Sonne reinmümmelt.


Unser erstes richtiges Essen in Lissabon war allerdings ein Totalreinfall. Eine richtige Touri-Falle. H's Fisch war einfach nur schrecklich, die Beilagen eine lieblose Klatsche ins Gesicht. Mein vegetarisches Omelett war, Überraschung, mit Schinken gefüllt und mit den Pommes eine etwas trockene Angelegenheit. Es konnte nur noch besser werden die nächsten Tage^^



Also kein portugiesisches Lokal, wir haben uns das Nood ausgesucht. Asiatische Fusionküche erwartete uns dort und es war super sabber lecker. Mein Tofu-Ingwer-Zeug war so gut und H's Ramen war auch der Hammer. Sowas muss ich daheim auch mal finden, noom war das lögga.



Dann wurde ein rein vegetarisches Restaurant ausprobiert. Laut Mr. Internet sollte es dort supertoll sein. Aber ich war vom Jardim do Sentidos nicht so begeistert. Mein Tofu-Ananas-Spieß hatte genau ein Stückchen Ananas, war sonst total fade und die Beilagen waren so mit gefrorener Petersilie eingestreut, dass man sonst kaum noch was schmeckte. Zusammen gepasst hat auch nichts auf meinem Teller, mäh. H hatte mehr Glück. Seine Walnuss-Gorgonzola-Pasta war recht gut. Und unser Nachspeisenkuchen auch. Apfel mit Apfel auf Mürbteig, nom.




Am nächsten Abend gabs Bööaga. Im Green Room kann man sich seine Burger zusammenstellen wies einem passt. Brötchen, Patty, Sauce und Beilagen sind frei kombinierbar und es ist für jeden was dabei. Fleischig, vegetarisch, vegan, alles ist möglich. Dazu ein abgefahrenes Craftbier und das Ensemble ist perfekt. Die Bedienung war auch so nett und locker, ein echt toller Schuppen.



Dann kam wieder eine Pleite. Wir wollten ins Passage to India, einem angeblich ganz tollen Inder in Lissabon. Als wir aber ankamen waren die gerade am renovieren, buhu. Daraufhin hechelten wir zum nächst gelegenen Inder, dem Zaafran, der uns zuvor schon aufgefallen war. Zonk. Echt bescheuert dort. Überhebliche Bedienung, falsche Getränke gebracht und das Essen, puh. Also einfach frech. H's Hühnchencurry schmeckte nach nichts außer Butter und Rahm und meine vegetarische Platte war nur der billigste Schlonz, den sie in der Küche zusammenkratzen konnten. Mit nem Minimini-Schälchen Reis und einem ultradünnen, halben (!) Naanbrötchen. Mann, war das enttäuschend! Wir waren schon bei so vielen indischen Restaurants und es war iiiimmer lecker. Aber dieses war einfach nur Mist.


Am nächsten Abend haben wir uns ganz auf das Näschen verlassen und ohne Trip Advisor und Co. einfach ein sympatisches Lokal in Bairro Alto ausgesucht. Im O Boteco gabs alles mögliche, eher mediterranes und auch etwas portugisches Futter. Wir haben uns Pizzen bestellt und wurden mit liebevoll belegten und wunderbar leckeren Teiglappen belohnt, mmh. Ein guter Fund.


Den letzten Tag in Lissabon haben wir mit Karten kritzeln im Park und Rumgammeln verbracht. Im Cafe Quiosque da Praça Principe Real gabs unerwartet leckere Panini und Sandwiches und genauso unerwarteten Wind und Nieselregen.



Abends gings dann zum hoffentlich fertig renovierten Superinder Passage to India. Und wir wurden nicht enttäuscht. Ich hatte so ne Tandoori-Bruzel-Pfanne mit Paneer und Gemüse, H irgendwas currig Hühniges. Waahn, das war so lecker! Auch die Bedienung war so freundlich und aufmerksam, die Atmosphäre entspannt und lustig. Ein perfekter Abschluss für Lissabon, so kulinarisch gesehen. Jam.


Auf Troia waren wir dann Selbstversorger, mit Mini-Küchenzeile, sehr eingeschränktem Equipment und Zutatenauswahl a la Nachsaison. Aber wir haben das beste daraus gemacht und es gab jeden Tag irgendwas besseres als am ersten Tag in Lissabon, hehe.


Nudelns und Reiszeug mit Curry oder Käse und so. Ist doch super. Sogar Gäste konnten wir in unserem Appartement bewirten. Ich hab das echt genossen, den ganzen Tag nur am Pool rumliegen, lesen, schwimmen, Muscheln sammeln und unkompliziert rumköcheln.


Aber mein Futterhighlight war am letzten Tag, nach unendlicher Suche, einem abgebrochenem Kofferrad und ner Ewigkeit unterwegs auf kaputtestem Kopfsteinpflaster mit nem verstümmelten Koffer, dieses Bubble Gum Calippo. Überall war es aus, die kompletten zwei Wochen, immer wieder hatte ich danach gefragt und es gab nur Limette oder Strawberry. Und dann kam es ganz unerwartet um die Ecke, whee. Ja, es war nicht lecker, aber ich musste es haben! Bubble Gum, yeah.


Noch ein letzter Blick auf den Strand und dann war der Urlaub auch schon wieder vorbei. Viel zu schnell, wie immer.


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