Montag, 30. März 2015

Heut bleibt der Ofen kalt: Oreo-Torte ohne backen

Es ist schon wieder passiert: Hey, ich hab Oreo-Torte gemacht! Yay, ich auch! Ja, upsi. Doof, dass ich auch noch gleich zwei Stück davon gemacht hab. Einmal normal, einmal vegan. Also hatten wir dann drei Oreo-Torten. Aber hey, es gibt echt Schlimmeres. Dann hatten wir hald einen Oreo-Abend vor uns. Heute gibts das Rezept für die normale Oreo-Torte ohne backen. Der Boden ist aus Feeeett und Oreo-Keksen. Die Füllung aus Mascarpone, Sahne und so, vermischt mit zitroniger Oreo-Füllung und zerbröselten Oreo-Keksen. Echt super-oreoig. Besonders der dunkle Knusper-Keksboden ist so lecker. Davon hätt ich gerne noch mehr gehabt, jaaam! Für mich könnte das Verhältnis Boden zu Creme ein bisschen bodenlastiger sein, hehe. Aber vielleicht ist es dann auch zu heftig.


Oreo-Torte ohne backen    
(18cm-Springform)

1 Pck Oreo-Kekse (176g)
55 g Butter
125 g Mascarpone
75 g Frischkäse
50 g Puderzucker
2 TL Vanillezucker
1/4 TL Zitronenschale, fein gerieben
200 g Schlagsahne
2 Pck Sahnesteif

10 der Oreo-Kekse in Keks und Füllung zerlegen. Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz zerbröseln. Die Füllungen in einer kleinen Schale zur Seite stellen.
Butter schmelzen und mit den Keksbröseln gut vermischen.
Die Masse in eine Springform mit 18cm Durchmesser füllen und gleichmäßig andrücken, dass ein Boden entsteht. In den Kühlschrank stellen und fest werden lassen.
Keksfüllung nun etwas erwärmen, Puderzucker, Vanillezucker und Zitronenschale zugeben und vermixen. Löffelweise Mascarpone zugeben und unterrühren. Frischkäse und ein Päckchen Sahnesteif dazugeben und nochmal gut vermixen.
Sahne mit einem Päckchen Sahnesteif steif schlagen. Die Mascarponecreme unterheben.
Restliche Oreo-Kekse (6 Stück) grob hacken.
Ein Drittel der Creme auf dem nun festen Boden verteilen, eine Hälfte der Oreo-Stückchen daraufstreuen, zweites Drittel Creme darüber verstreichen, die andere Hälfte Oreo-Bruch daraufbröseln und mit dem restlichen Drittel Creme bedecken und glatt streichen.
Abdecken und über Nacht durchkühlen lassen.


Das war der erste Streich, der zweite folgt... äääh, morgen oder so. Dann das ganze in vegan. Mit fluffiger Schlagcreme und einer extra Portion Zitrone. War beliebter als die nicht-vegane Variante. Wobei ich das normale Rezept besser fand. Irgendwie kompakter, cremiger. Also wem das Rezept oben zu mächtig klingt, kann ja dann auf die vegane Variante umschwenken.

Freitag, 27. März 2015

Gebackene Kartoffeln mit Erdnusssauce zu gebratenem Gemüse in Tamarindensauce

Manche Leute meinen ja tatsächlich, dass ich meinen ganzen Küchenkram nur anhorte, und kaum benutze. Pff, wie kommen die darauf? Das macht bestimmt dieser gammlige Studentenlook. Lila Kunststoffbrille, Zöpfchen oder ausgefranster Knödeldutt und dann diese bunten Klamottis. Unseriös! So traut einem wohl kaum jemand zu, dass man tatsächlich Bock darauf hat dauernd rumzuköcheln. Denn dann braucht man sie tatsächlich alle. Den Pürierstab, den Standmixer, den Mini-Zerkleiner... Je nach Anwendung hald. Oder die Tarteform, nein lieber die Stern-Springform oder doch nen Guglhupf. Gerade beim Backen bin ich froh über jedes Teil das bei mir rumliegt. Jaa, auch die zweite Mini-Muffinform wird tatsächlich intensiv genutzt. Und genauso mein an Weihnachten erstandenes Bruzelgerät, der Wok. Gebratener Eierreis, Bratnudeln oder lecker Wokgemüse, er wird immer wieder aus dem Schrank gekramt. Er hat sogar ein Plätzchen für sich allein, ohne was hineingestapelt zu bekommen. Das ist schon was besonderes für so einen Riesentopf. Die anderen müssen alle kleine Töpfchen beherbergen. Zuletzt war er superschnell einsatzbereit für knackig gebratenes Gemüse mit süß-saurer Tamarindensauce. Gibts in allen möglichen Gemüse-Kombinationen immer wieder. Dazu gabs diesmal, statt einfachem Reis, Lieblings-Backkartoffeln mit einer supercremigen Erdnusssauce. Mmmh, die Sauce war soooo lecker!


Gebratenes Gemüse mit Tamarindensauce    

10 g Tamarinde, gepresst
1/2 Paprika, gelb
1/2 Zucchini
1 Karotte
300 g Broccoli
1 Knoblauchzehe
1/2 Dose Tomaten, gehackt
2 TL Rohrohrzucker
3 EL Sojasauce, hell
2 EL Austernsauce, vegetarisch

Tamarinde in 100 ml kaltem Wasser 10 min einweichen.
Paprika, Zucchini, Karotte und Broccoli in dünne Scheibchen schneiden. Knoblauch fein hacken und zum Gemüse mischen.
Tamarinde auspressen und Fasern verwerfen. Den Tamarindensud mit der Hälfte der Tomaten, Zucker und Sojasauce aufkochen und ca. 5 min bei mittlerer Hitze einköcheln lassen.
Etwas Öl in einem Wok erhitzen und das Gemüse darin unter Rühren ca. 5 min anbraten.
Austernsauce und restliche Tomaten zugeben und kurz mitbraten.
Tomatensud unterrühren und vom Herd nehmen.


Erdnusssauce    

10 g Tamarinde, gepresst
200 ml Kokosmilch
3 TL Erdnussmus
1 TL Rohrohrzucker
1 Chili, getrocknet
1 EL Sojasauce, hell
Salz

Tamarinde in 100 ml kaltem Wasser einweichen. Nach 10 min auspressen und Tamarindenfasern verwerfen.
Tamarindensud mit restlichen Zutaten mischen und aufkochen. Bei mittlerer Hitze ca. 10 min einköcheln lassen, bis die Sauce andickt. Mit Salz abschmecken.

Sonntag, 22. März 2015

Softcake Cupcakes im putzigen Miniformat

Am Wochenende ergab sich mal wieder die Möglichkeit die Mini-Muffinformen vorzukramen und ordentlich loszubacken. Freunde haben sich am Samstag im Rahmen der weltweiten Aktion MEATOUT an einem Infostand befleißigt (was für ein cooles alles Wort, oder? Yay!) um über die Folgen von Fleischkonsum und Massentierhaltung aufzuklären und Interesse am Veggie-Lifestyle zu wecken. Und weil leckere Kostproben immer gut ankommen gab es fleischfreie Mett- und Leberwurstbrötchen und andere herzhafte Köstlichkeiten. Was Süßes sollte es auch als Lockmittel geben und da durfte ich mich mit einschalten: Es wurden Bananen-Schokoladen-Muffins und Softcake Cupcakes beigesteuert. Beides vegan, um zu zeigen, dass man auch ohne Milch, Butter oder Eier superlecker backen kann. Das erste Mal hab ich die Cupcakes bei einer Freundin gefuttert und sie waren abgefahren lecker, weswegen ich mir das Rezept erbetteln musste. Das war glücklicherweise ganz einfach, den man findet es bei Totally Veg!. Orangig fluffige Muffins mit einem süßherben Schokotopping, dazu schnell mit einem Löffel angerührt, echt super. Ich hab sie folgendermaßen gemacht:


Softcake Cupcakes      
(36 Mini-Cupcakes oder 12 normale)

270 g Mehl
1 TL Backpulver
180 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
100 ml Pflanzenöl
180 ml Orangensaft
2 Pck Orangenback

Trockene Zutaten in einer Schüssel gut vermischen. In einem extra Gefäß Öl, Orangensaft und -schale verrühren und in die Schüssel geben. Mit einem Esslöffel zügig zu einem glatten Teig rühren.
Den Teig mit der Hilfe von zwei Teelöffeln auf die Minimuffinform verteilen. Die Förmchen sollten zu ca. 2/3 gefüllt sein.
Im vorgeheizten Ofen bei 165°C (Umluft) 15 bis 20 min backen, bis die Muffins eine goldene Farbe annehmen. Aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen.

100 g Alsan, weich
75 g Puderzucker
20 g Kakaopulver

Zutaten mit einem Handmixer zu einer glatten Creme verrühren. In eine Spritztülle füllen und Creme-Tupfen auf die Muffins setzen.


Jamjam, die rund 70 Mini-Muffins waren eigentlich superschnell fertig. Zwei 24er Muffinbleche und der zu Weihnachten ergatterte zweite Rost für den Ofen machens möglich. Zweimal Teig anrühren, zweimal Ofen befüllen, kleine Schokocremetupfen auf die eine Hälfte der Muffins setzen und schon wars fertig.

Donnerstag, 19. März 2015

Samtigcremiges, vollaromatisches Lieblingscurry: Navratan Korma

H.s schlimmste Befürchtungen sind eingetreten: Auch ich horte inzwischen einen Riesenstapel tuffige bunte Teller, unterschiedlichste Schälchen, Servietten, Tücher, extra Besteck... Food Props hald. Aber mal ehrlich, so ein Navratan Korma sieht doch auf einem knalligen Ornamenttellerchen viel indischer aus, als auf einem weißen Standardteller. Maaann, ich hab da Cashewnüsse mit Kokosmilch samtig püriert, selbstgemachte Panirwürfel angebruzelt, acht verschiedene Gemüsesorten dazu und sogar die Currycreme frisch angerührt. Dann schlonz ich das doch nicht lieblos auf nen fadweißen Alltagsteller. Farbe, Muster, Cranberrystückchen als Topping (schmeckt übrigens genial dazu)! Jaa, so schaut das schon eher auch so lecker aus wie es wirklich war. Yammi! Es war nämlich echt saugut!


Navratan Korma  
(3 Portionen)

2 Zehen Knoblauch
1 Stück Ingwer (2cm)
1 EL Tomatenmark
je 1/2 TL Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma
2 TL Garam Masala
100 ml Kokosmilch
1/2 TL Sambal Oelek

Alle Zutaten in einen Mixer geben (ich habs mit dem Tupper Zerkleinerer gemacht) und zu einer Creme pürieren.

2 EL Butterschmalz
180 g Panir (Rezept)
1 Zwiebel
1 Kartoffel
Gemüse nach Belieben (bei mir: 1 Möhrchen, 100 g Broccoli, 1/4 Paprika, 1/3 Zucchini, 2 Frühlingszwiebeln, TK-Erbsen)
50 g Cashewnüsse
200 ml Milch
100 ml Kokosmilch
1/2 Becher Sahne
Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Panir in Würfel schneiden. Kartoffel würfeln, Zwiebel in Ringe und restliches Gemüse in dünne Stücke schneiden.
Cashewnüsse mit Milch und Kokosmilch übergießen und einweichen lassen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, Panir darin unter schwenken anrösten. Aus der Pfanne nehmen und warm halten.
Im verbliebenen Schmalz Kartoffeln und Zwiebeln bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind.
Currycreme zugeben und unter Rühren weiterbraten, bis die Kartoffeln leicht anrösten.
In der Zwischenzeit die eingeweichten Cashewnüsse samt Milch in einen Mixer geben und samtig pürieren.
Restliches Gemüse und Panir zugeben, mit Cashewmilch aufgießen, aufkochen lassen. Sahne zugeben und ca. 5 min zugedeckt köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und servieren, sobald die Kartoffeln durch sind.

So kam das dann bei uns auf den Tisch: Aufs Navratan Korma wurden noch ein paar Cranberrystückchen (passt echt süüper!) und Cashewhälften drappiert und dazu lockerer Jasminreis und Naanbrot gefuttert. Hach, es war echt so lecker - mmmhmm.

Mittwoch, 18. März 2015

Panir: Indischer Frischkäse einfach mal selbst gemacht

Indisches Essen steht bei uns ja sehr weit oben auf der Lieblingsfutterskala. Streitet sich nur mit Pizza und Pasta. Wenns special werden soll, hat aber jedes indische Curry doch deutlich die Nase vorn. Meine Lieblingszutat ist dabei eindeutig Panir. Indischer Frischkäse. Passt echt überall rein und ist durch die weiche, aber schnittfeste Konsistenz eine schöne Abwechslung zu samtig gekochten Linsen oder knackigem Gemüse. Oh und auch geschmacklich ist der Käse vielseitig einsetzbar. Es gibt keine Marinade, die man nicht an Panir hauen kann. Doof ist nur, dass man die coolen Käseklümpchen irgendwie nirgends bekommt. Also hilft nur eins: Selber bauen! Hätt ich gewusst wie simpel das ist, hätt ichs früher ausprobiert. Echt idiotensicher und viel besser als jeder gekaufte Klumpen. Yay, auf viele köstliche Einsatzmöglichkeiten. Die Tandooripaste wartet schon darauf sich um die Panirwürfelchen zu schmiegen.


Panir - indischer Frischkäse  
(Ergibt so 100 bis 150 g festen Frischkäse)

3/4 l Vollmilch, frische
3 EL Zitronensaft
1/2 TL Salz

Milch mit Salz in einem Topf erhitzen, dabei gelegentlich umrühren, dass die Milch nicht anbrennt.
Sobald die Milch leicht köchelt den Zitronensaft zugeben und langsam einrühren. Die Milch flockt aus und es bilden sich weiße Krümel in einer grünlichen Flüssigkeit (falls es nicht ausflocken mag, einfach etwas mehr Zitronensaft zugeben).
Topf vom Herd ziehen und noch 5 min ziehen lassen. In der Zwischenzeit ein Sieb mit einem Küchentuch oder feinen Mulltuch auslegen.
Die ausgeflockte Milch in das Sieb schütten und abtropfen lassen. Das Tuch über die Krümel schlagen und nochmal ausdrücken.
Den Inhalt samt Tuch in eine kleine Schüssel mit flachem Boden legen, flach drücken und eine weitere (identische) Schüssel darauf drücken.
Die beiden ineinander gesteckten Schüsseln auf den Kopf drehen, auf einem Teller oder anderem Auffanggefäß abstellen und z.B. mit Büchern beschweren. Für 2 Stunden pressen.
Den gepressten Frischkäse aus den Schüsseln holen, das Mulltuch entfernen und nach Belieben weiter verarbeiten.


Wir haben den ersten selbst gepanschten Panir etwas angebraten und in einem Navratan Korma, also jede Menge Gemüse in einer cremigen Currysauce, vor sich hinschmurgeln lassen. Jaam, so gut, der frische Panir war das i-Tüpfelchen in dem super samtigen Curry.

Alle meine bisherigen Rezepte mit Panir findet ihr hier *klick.

Sonntag, 15. März 2015

Glücksküche: Amerikaner - Unvergleichbar lecker

Ganz ehrlich, die Klassiker unter den Kuchen-, Torten-, Plunder- und sonstigem Süßkrempel sind doch immer noch die besten. Ja, ok, die Wunden sind noch ganz frisch. Das letzte Back-Experiment war Mistkack. Also musste dieses Wochenende wenn dann ein echt guter Stoff her. Irgendwas suhuuper leckeres, von dem man immer wieder was naschen kann. Am besten vielfach erprobt und trotzdem immer noch nicht dran satt gefuttert. Glücksfutter muss her: Amerikaaaner! Die liebt doch jeder, seit man sie das erste Mal auf einem Kindergeburtstag in sich reingestopft hat. Damals am liebsten mit Smarties drauf, yay. Inzwischen lieber pur, also nur mit Zuckerguss. Wenn dann mit ein paar putzigen Zuckerherzchen bepappt damits tuffiger aussieht. Das Rezept ist natürlich Muttis Original, keine Experimente! Unbedingt nachbacken und mit klebrigen Zuckerfingern in vanilligen Kindheitserinnerungen schwelgen:)


Amerikaner    
(15 Stück)

100 g Butter
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Eier
1 Prise Salz
250 g Mehl (405)
1 Pck Puddingpulver, Vanille
2 TL Backpulver
3 - 5 EL Milch

Weiche Butter, Zucker, Vanillezucker, Eier und Salz cremig schlagen.
Mehl, Puddingpulver und Backpulver vermischen und unter die Creme rühren.
So viel Milch dazurühren, bis ein geschmeider Teig entsteht, der langsam reißend vom Löffel tropft.
Mit zwei Esslöffeln Teighäufchen auf mit Backpapier ausgelegte Bleche verteilen, dabei etwas Abstand zwischen den Teigklecksen lassen.
Im vorgeheizten Backofen bei 175°C (Umluft) ca. 15 min lang backen, bis die Teiglinge leicht angebräunt sind.

Etwas auskühlen lassen und mit Puderzuckerglasur verzieren. Dazu ca. 100 g Puderzucker mit zwei Tropfen Zitronenaroma und etwas heißem Wasser anrühren und auf die Amerikaner streichen.



Wie, was, Glücksfutter? Genau, bei Kochlie.be gibts grad eine serotoninlastige Blogparty mit dem Thema 'Glücksküche'. Mich machen die Amerikaner immer wieder aufs Neue superglücklich, nicht nur weil sie so lecker sind, sondern irgendwie wohl auch weils die schon immer zu fröhlichen Anlässen gab. Und weiterer Pluspunkt: Mr. Wos zum Essn ist mindestens genauso süchtig nach den zuckergussbehafteten Teighäufchen. Win win win.



Donnerstag, 12. März 2015

Lieblings-Ketchupträger, Leckeres aus Schrumpelkartoffeln und mein Vegan Wednesday #18

Kaum wird man mal gesundheitsmäßig aus dem Berufsalltag gerissen, denkt man wieder an gewissenhafte Futterdokumentation an veganen Mittwochen. Viel zu lange war ich schon nicht mehr dabei beim Vegan Wednesday. Gar nicht so einfach drei mal am Tag ans Foddo zu denken, wenn man schon sauhungrig überm Teller hängt. Und vegan solls natürlich auch sein, was bei mir ja nicht absoluter Alltag ist. Aber zumindest mittwochs wird der Butterkeks verschmäht und lieber goile Haferflockencookies gefuttert.
Ja, also gestern gabs morgens erstmal gar nichts. Typisch Pflanzenfresser, ne, was soll man auch futtern, wenns kein Tierzeug mehr sein darf;) Quatsch natürlich. Normalerweise gibts hald Müsli und oder Joghurt oder (ganz selten, weil ich morgens echt eine faule Socke bin) lecker Sandwich. Gestern hab ich stundenlang im Wartezimmer gesessen, damit hatte sich mein Frühstück von selbst erledigt.


Mittags war ich dann endlich wieder daheim und hab mir die Fastfoodklatsche gegeben. Pommes, Veggie-Knusperstäbchen, das letzte Resterl Möhrchengemüse vom Wochenende und Chinakohlsalat. Manchmal mag ich sowas, da kann ich den Knusperstäbchen nicht widerstehn. Sie sind einfach so geniale Ketchupträger, jam. Ach, ich mochte Fischstäbchen echt gern, die Kruuuste, noom. Manchmal sind so Ersatzkramteile doch super.


Für abends hab ich dann noch das komplette Gemüse ausm Kühlschrank zusammen mit den Auswuchs behafteten Schrumpelkartoffeln in einen Topf geworfen und sauleckere Kartoffel-Kürbis-Suppe (so ähnlich wie hier) gemacht. Mmh, in Zukunft immer mit etwas Sellerie drin und ordentlich Chili, voll lecker. Nur noch vier Mal Suppe kochen und mein Berg Kürbis ausm Tiefkühlfach ist auch endlich weg. Gibt schlimmere Aufgaben, hehe.

http://living-lohas.blogspot.de/2012/08/vegan-wednesday.html

War wieder ein easy veganer Mittwoch. Aber ein bisschen muss ich schon aufpassen, dass nicht abends bei ner Folge Next Generation das zweite Twix-Stäbchen aus H.s Fingerchen gerupft wird. Hab mir so schon den ein oder anderen veganen Tag versaut, mäh.

Sonntag, 8. März 2015

DIE perfekte Veggie-Bolognese: Soja-Bolognese!

Ach ja, nach mehr als einem Jahr ohne Fleischbolognese, steigt doch langsam wieder die Neugier danach. Ein paar vegetarische Varianten hab ich schon ausprobiert, aber der absolute Hammer waren sie ehrlich gesagt nicht. Besonders Mr. Omni ist da immer sehr aufrichtig und sagt mir dann, dass es zwar nicht schlecht ist, aber lange nicht an die Original-Bolognese rankommt. Die Tofu-Bolognese war schon mal kein schlechter Anfang, damals war ich ja schon fast etwas aus dem Häuschen deswegen. Inzwischen sind meine Ansprüche an vegane Varianten eines Fleischklassikers aber etwas gestiegen. Auch die Paprikatofu-Bolognese war nicht cooler. Also mussten doch endlich einmal die Sojaschnetzel ran. Die meisten machen den Nudelsaucenklassiker ja damit, vielleicht ist das doch besser. Und tatsächlich! Eeendlich ne richtig gute Bolognese! Ordentlich Rotwein, jede Menge Miniwürfel Gemüse und eine gute Stunde einköcheln lassen haben hier wohl auch geholfen;) Jaaaam! Auch H. war diesmal äußerst zufrieden und hat das Rezept als würdig für den zukünftigen Speiseplan befunden. Aah, ich könnt mich reinlegen, echt saulecker!


Soja-Bolognese    
(4 - 5 Portionen)

75 g Sojaschnetzel (z.B. von Alnatura)
Gemüsebrühe, Fleischwürze (Gefro), Paprikapulver
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1/2 Zucchini
1 Möhre
1/3 Paprika, gelb
1 Stück Knollensellerie (ca. so groß wie die Zwiebel)
200 ml Rotwein, trocken (z.B. Merlot)
1/2 Dose Tomaten, gehackt
500 ml Tomaten, passiert
2 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Zucker, Paprikapulver
Rosmarin, Thymian, Oregano, Basilikum, Mayoran

Sojaschnetzel in einen Topf geben, mit Wasser auffüllen, bis die Schnetzel knapp mit Wasser bedeckt sind. Kräftig mit Gemüsebrühe, Fleischwürze und Paprika würzen und aufkochen. So lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Etwas Öl zugeben und anbraten.
Zwiebel und Knoblauch (bis auf eine Zehe) würfeln, restliches Gemüse sehr fein schnippeln. Zu den bräunlich angebruzelten Schnetzeln geben und so lange weiterbraten, bis die Zwiebeln glasig sind.


Mit Rotwein ablöschen und kurz aufköcheln lassen. Gehackte und passierte Tomaten und Tomatenmark zugeben, letzte Knoblauchzehe dazupressen, mit einem Zweig Rosmarin und je einem Teelöffel gehacktem Thymian, Oregano, Basilikum und Mayoran würzen. Einen gehäuften Teelöffel Paprika, eine kräftige Prise Zucker und evtl. eine getrocknete Chili zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Gut eine Stunde unter gelegentlichem Rühren einköcheln lassen. Nochmal abschmecken, den Rosmarin entfernen und mit der Lieblingspasta genießen.

Mit Parmesan bestreut schmeckts natürlich noch besser, ist dann aber nicht mehr vegan. Was da dann gut passt, sind ein paar Pinienkerne mit Salz und Hefeflocken fein gemahlen, wie hier schon ausprobiert - fast wie Parmesan;)
Als Stütze für die erste Soja-Bolognese hat mir Angelas Rezept super geholfen. Auf die Menge an Rotwein wär ich sonst nicht gekommen, aber es ist echt genial! Mehr Rotwein!

Samstag, 7. März 2015

Kein Brunch ohne veganen Eiersalat! Leckerlecker!

Juhu! Endlich wieder Freiheit! Nach der Abkapselung auf eine kleine Klosterinsel, mit übelst vollem Tagesprogramm, quasi kein Internetzugang, aber dafür mit ordentlichen Biervorräten für die Abendgestaltung, bin ich wieder zurück in der Zivilisation. Keine coolen Mutantenenten mehr dressieren, so lange kickern bis die anderen so betrunken sind, dass auch ich mal gewinne oder aus Rache den Fleischfressern ihre Beilagen wegfuttern. Ach ja, so nervig Seminare im Voraus immer erscheinen, sind sie ja dann doch nicht;) Aber das Letzte hat mich nun viel zu lange davon abgehalten den superleckeren veganen Eiersalat zu posten, den es in der letzten Use Up Along Woche gegeben hat. Ich liebe ihn wirklich sehr, viel mehr als den 'echten' Eiersalat. Der Renner auf jedem veganen Buffet!


Veganer Eiersalat    
(Buffetmenge, für den Eigengebrauch höchstens die Hälfte machen)

265 g Kichererbsen (1 Dose)
110 g Spiralnudeln, trocken
1/2 Zwiebel
160 g Mayonnaise*
Schnittlauchröllchen
Salz, Pfeffer
Kala Namak

Kichererbsen fein pürieren.
Nudeln in Salzwasser al dente kochen und etwas abkühlen lassen. Fein hacken und zu dem Kichererbsenmus geben.
Zwiebel fein würfeln und ebenfalls unter die Kichererbsen mischen.
Mayonnaise dazugeben und mit gut einem halben Bund Schnittlauch, Salz, Pfeffer und Kala Namak abschmecken.

*Mayonnaise, vegan    

100 ml Sojamilch, neutral
1 EL Weißweinessig
150 ml Sonnenblumenöl
1/2 EL Dijonsenf
Salz, Pfeffer

Sojamilch mit Essig in einem Mixer gut vermischen. Bei mittlerer Stufe das Öl sehr langsam dazugeben. Es bildet sich eine genial cremige Mayonnaise. Mit Senf, Salz und Pfeffer abschmecken.

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