Mittwoch, 30. April 2014

Innen fluffig, außen knusprig - Kaiserschmarrn 2.0 mit karamellisierten Apfelspalten

Das ist er, DER perfekte Kaiserschmarrn. Wir hatten ja schon ein extrem gutes Ausgangsrezept, allerdings fehlte uns immer diese supercoole Karamellschicht, wie wir das ausm Brandl-Bräu kennen. Ewig haben wir rumprobiert, Butter, Butterschmalz, mehr, weniger, zuerst Zucker ankaramellisieren, dann die Kaiserschmarrnstücke wieder dazuschmeißen. Alles falsch, die richtige Methode lautet, einfach normalen Zucker, statt Puderzeug nehmen. Aaah. Und dann wär da noch die ultimative Kaiserschmarrnpimpung: Ankaramellisierte Apfelspalten, omnomnom!


Kaiserschmarrn 2.0    
(Als Nachspeise für 2 nicht zu voll gefutterte Leutchen)

2 Eiweiß, steif geschlagen
100 g Mehl, gesiebt
20 g Zucker
1/8 l Milch
1 kleine Prise Salz
2 Eigelb
2 EL Rosinen
1/2 kleiner Apfel
Butterschmalz
Zucker

Mehl, Zucker, Milch, Salz und Eigelb mit dem Handmixer schaumig rühren.
In der Zwischenzeit 2 EL Butterschmalz in einer großen, beschichteten Pfanne zerlaufen lassen (Stufe 6).
Eischnee unter die Creme heben und in die Pfanne füllen. 1 - 2 EL Rosinen darauf verteilen. Ca. 5 min stocken lassen.
Apfel vom Kernhaus befreien und in dünne Spalten schneiden.
Schmarrn in Viertel teilen und wenden. Nach 1 min in Stücke teilen und umrühren.
2 EL Butterschmalz in groben Flocken auf dem Kaiserschmarrn verteilen, ordentlich mit Zucker bestreuen (5 - 6 EL) und umrühren. Apfelspalten dazugeben und nochmal umrühren.
Hitze erhöhen (Stufe 8) und kurz ankaramellisieren lassen. Einmal durchrühren, dass alles einigermaßen gewendet wird. Nochmal kurz ankaramellisieren lassen und dann Pfanne vom Herd nehmen.
Mit Puderzucker bestreut servieren und Apfelmus dazu bereit stellen.



Haha! Ja klar könnte ich zum regionalen Blog Event Aprilfrisch! bei S-Küche hier den Monsterrhabarber aus Muttis Garten, frisch gepflückten Spinat, Bärlauch oder die ersten blassen Erdbeeren vermantschen. Laaangweilig, da ich superspät dran bin, gibts das nämlich alles schon. Also sollten es die brutalo-regionalen Eier werden. Muttis Cousine, Luftlinie unter einem Kilometer von zu Hause entfernt, hält schon immer ein paar Hühnis und so lange ich mich zurückerinnern kann, bekommen wir von ihr Eier. Daraus dann den besten Kaiserschmarrn aller Zeiten machen, dacht ich mir, ist doch auch was:)


Aprilfrisch - das regionale Event von S-Küche (Einsendeschluss 1. Mai 2014)

Sonntag, 27. April 2014

Burger bauen 2.0: Die perfekten Gemüsepflanzerl

Was gibts denn bitte besseres als einen saftigen, knusprigen Gemüseburger an einem warmen Frühlingstag? Also zumindest futtertechnisch find ich so einen leckeren Gemüsebratling schon ganz weit vorne. Dieser hier, gefunden bei Frl. Moonstruck (da hab ich ja schon öfters gespickt, hehe) war wieder mal sowas von gut. Schon mal die Herstellung war supereinfach. Zeug zusammenmatschen, kurz ziehen lassen, fertig. Es bröselte nichts oder klebte wie verrückt, nachm Bruzeln war auch noch alles beisammen, innen schön saftig, außen angenehm knusprig. Und geschmeckt hats auch noch saugut. Da werf ich jeden Fleischlappen in die Ecke dafür! Meine Reispflanzerl sind ja auch echt nicht schlecht - schmecken hald eher wie echte Fleischpflanzerl. Aber die Gemüsepflanzerl sind eben geschmacklich noch ein bisserl cooler, weil sie nichts nachahmen wollen, sondern einfach lecker und frisch nach Grünzeug schmecken.


Gemüseburger    
(4 Burgerpatties - für 2 fleißige Burgervernichter)

1/2 Dose Kidneybohnen
1/2 kl. Dose Mais
1/2 kl. Dose Erbsen (75g)
2 Möhrchen, ca. 100 g
1 Zwiebel
1 EL Tomatenmark
5 EL Mehl
5 EL Semmelbrösel
3 EL Eiersatzpulver (oder Glutenmehl)
Paprika, Liebstöckel, Cayennepfeffer
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer

Möhrchen fein raspeln, mit Kidneybohnen, Mais und Erbsen vermischen und mit einer Gabel grob zermatschen. Zwiebel klein würfeln und mit Tomatenmark, Mehl, Semmelbrösel und Eiersatzpulver zur Gemüsematsche geben und gut vermischen. Kräftig mit den Gewürzen abschmecken und ordentlich verkneten. 10 min ruhen lassen.
4 Bratlinge formen und in Öl von beiden Seiten knusprig anbraten.


Lechz! Das war so lecker, ich will wieder welche haben! Die sollen ja auch aufm Grill hinhaun, vielleicht mach ich mir für die nächste Grillaktion solche Gemüsebratlinge, muha.

Samstag, 26. April 2014

Mein Vegan Wednesday #7

Waaah, beinahe hätte ichs verpennt. Vegan Wednesday! Der letzte Mittwoch war zwar ziemlich gammelig weil ich frei hatte, aber ich hatte natürlich dafür um so mehr Zeit zum köcheln und backen.
Gefrühstückt wurde erst sehr spät, hüstel, naja, aber dafür ganz gesund. Neben Sandwich mit Vurscht und Gurke und so gabs den restlichen Granatapfel mit diversem anderen Obstzeug. Gepimpt mit Himbeerlikör, hehe. Oh Mann, zum Frühstück schon Alkohol, aber es ist ja Urlaub:P


Nachmittags wurden supercoole Johannisbeer-Lebkuchen ausprobiert. Sie sind total lecker geworden! Saftig, fruchtig und jammi marzipanig. Die kann man locker auch bei 20ºC Außentemperatur futtern. Bräucht ich nicht beide Hände zum tippen würd ich grad einen mampfen, die sind soo gut!


Richtiges Futter brauchten wir erst wieder abends. Da war ein Auberginen-Curry geplant, aber das lila Teil war schon ziemlich matschig und wurde im Curry fast zu Mus. Also kam eher ein tomatiges Paprika-Curry mit Zucchini- und Auberginenpamp heraus. Lecker wars trotzdem und dazu sauscharf, upsi.


Komisch, gerade wenn man frei hat ist man dann doch am faulsten. So wenig wie diese Woche hab ich schon lange nicht mehr gekocht. Nächste Woche gehts wieder an die Arbeit, dann wird wieder fleißig geköchelt und geknipst.

Saftig-fruchtige Johannisbeer-Lebkuchen - schmecken auch im Sommer!

Es wird echt Zeit die Vorräte aufzubrauchen, die ich angesammelt habe und nicht alle mit umziehen will. Also wird jetzt ordentlich auf die Nachbacklisten-abarbeit-Tube gedrückt. Die ist der Grund für unzählige unbenutzte Zutaten wie schwarze Johannisbeermarmelade, getrocknete Aprikosen, Erdnussmus, Weizenkleie usw. Deshalb sollte es also trotz wohliger 20ºC draußen ein paar Lebkuchen nach einem Rezept von Veganpassion geben. Gemahlene Nüsse hatte ich zwar nicht da, wurde im Gefrierfach aber fündig. Da lag noch ein Tütchen mit den Haselnüssen rum, die ich aus dem selbstgemachten Haselnusslikör abgeschöpft hatte, muha! Rochen auch noch super nach Amaretto, hihi. Die hab ich also durch den Quickchef gejagt und die fehlenden 50 g Marzipan mit Orangen-Marzipan-Rohlingen aus dem Kühlschrank ergänzt.
Herausgekommen sind marzipanige, saftige und lecker fruchtige Lebkuchen, die definitiv an Weihnachten wieder gebacken werden. Aber auch jetzt bei Sonnenschein schmecken sie mir voll gut, jam!


Johannisbeer-Lebkuchen      

150 g Haselnüsse, gemahlen
100 g Mandeln, blanchiert, gemahlen
80 g Dinkelmehl
250 g Marzipan
175 g Rohrohrzucker
1-2 Msp Vanille
1/2 TL Backpulver
4 EL schwarze Johannisbeermarmelade
60 ml heißes Wasser
50 - 60 Oblaten (50mm)

Alle Zutaten, bis auf die Oblaten, in eine Rührschüssel geben und mit den Knethaken zu einem Teig verkneten, bis das Marzipan einigermaßen zerkleinert ist.
Mit einem Teelöffel Teighäufchen auf die Oblaten verteilen und mit angefeuchteten Fingern (dann klebts nicht) andrücken.
Bei 175ºC Umluft 12 - 14 min backen.


Über Nacht auskühlen lassen und dann mit dunkler Kuvertüre (ca. 150g) überziehen. Eventuell noch mit Zuckerperlen, grob gehackten Nüssen, etc. verzieren.



Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen... Da sieht mans mal, auch bei Hänsel und Gretel wird abseits der Weihnachtszeit an leckeren Lebkuchen geknuspert und damit schick ich die fröhlich bunten und fruchtigen Johannisbeer-Lebkuchen ins Rennen beim Märchen Blogevent bei Sweet Pie.


Montag, 21. April 2014

Bissl bunt: putziger Tapir und tuffige Ostereier

Für die kleine Nichte wollten wir zum ersten Geburtstag mal unsere künstlerisch-handwerklichen Fähigkeiten auf die Probe stellen und ihr ein kleines, knuffiges Stofftier nähen. Grundform sollte ein Kissen sein, damit sie sich drauf kuscheln kann. Außerdem dachten wir, dass uns die einfache Form auch entgegen kommt... war schließlich unser erster Versuch sowas selbst zu nähen. Meine Näherfahrung beschränkt sich nämlich auf Vorhänge, Taschen und Kissen (mit Reißverschluss, uuh). Wie man unschwer erkennen kann wurde es schließlich ein putziger Schabrackentapir:


H. fertigte unzählige Entwürfe an, aber der kleine Tapir war einfach das coolste Tierchen. Sogar mit eingescanntem Stoffmuster wurde nochmal eine Vorlage skizziert:


Nach viel Kopfzerbrechen musste dann irgendwann doch endlich die Schere angesetzt und mutig losgenäht werden. Beinchen und Öhrchen per Hand. Auch die geschwungenen Verbindungen Stich für Stich mühsam mit den Fingerchen.


Es nahm schnell Gestalt an und versprach ein Erfolg zu werden. Die Augen mussten dann aber doch mit der Nähmaschine aufgesetzt werden. Und voll im Nährausch war dann zum Schluss alles recht schnell zusammengesetzt.


Wir findens sehr gelungen. Kleinere Verarbeitungs- und Planungsmängel sind natürlich Absicht gewesen, um dem Tierchen noch den Charme des Selbstgemachten zu verleihen, hust.



Weiter gehts im bunten Bastelgedöhns. Karfreitags ist bei meinen Eltern alljährlich traditionelles Eierbemalen angesagt. Mit urigem Werkzeug wird den ganzen Nachmittag getupft und gefärbt. Ich freu mich jedes Jahr drauf, ist irgendwie etwas was sonst niemand macht und alle die eins abbekommen freuen sich über die ungewöhnlichen Ostereier. Außerdem kommt die ganze Familie zusammen und batzt ganz unfestlich vor sich hin, hehe, supernett.


Die nächsten Tage wirds wohl des öfteren was mit gekochtem Ei geben...


Sonntag, 20. April 2014

Rhabarber-Pistazien-Tarte: Überzeugt den letzten Rhabarbermuffel

Mit diesem Kuchen hätte ich bestimmt so den einen oder anderen Rhabarberskeptiker umstimmen können: Rhabarber-Pistazien-Tarte. Ein mit feinen Pistazien gepimpter Mürbteigboden, darauf puddingartige, vanillige Füllung und 128 (Zitat mein Bruder: Ah, also 2 hoch 7...) Rhabarberstückchen in konzentrischen Kreisen angeordnet. Nochmal Rhabarbersirup darüber und die fruchtig-säuerliche Rhabarbernote fügt sich perfekt in ein saftiges Vanillebett auf pistazienfeinem, buttrigen Fundament ein - nooom! Obwohl alle schon vollgefuttert waren gingen noch einige Stücke weg, yay. Schmeckt echt suuuper! Auf die Idee hat mich Eva-Maria von der Zuckerbäckerei gebracht. Eigentlich hab ich nur den Boden etwas abgeändert, indem ich die Pistazien reingemahlen hab, anstatt sie zum Schluss über die Tarte zu streuen. Und zum Rhabarbersirup einkochen war ich zu faul, da hab ich lieber das Selbstgemachte vom letzten Jahr aus dem Geheimvorrat gezogen, hehe.


Rhabarber-Pistazien-Tarte    
(28cm-Tarteform)

175 g Mehl
25 g Pistazien
100 g Butter
75 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei

Gekühlte Butter in kleine Würfel schneiden. Pistazien fein mahlen (ich hab sie im Quickchef ordentlich zerkleinert). Beides mit den restlichen Zutaten zu einem Mürbteig verkneten und kurz kühl stellen. Den Boden der Tarteform ausfetten und gleichmäßig mit dem Teig auskleiden. Jetzt Ofen auf 180ºC (Ober-/ Unterhitze) vorheizen und die Tarte in der Zwischenzeit in den Kühlschrank stellen. Dann 20 min backen und anschließend etwas abkühlen lassen.


3-5 Stangen Rhabarber
30 g Zucker

Rhabarber waschen, schälen und in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Mit dem Zucker mischen und 15 min ziehen lassen.

375 ml Milch
3 Eier
30 g Stärke
75 g Zucker
2 EL Vanillezucker

Aus den angebenen Zutaten einen Pudding kochen und auf dem vorgebackenen Boden verstreichen.
Ofen auf 200ºC (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Die Rhabarberstücke auf dem Kuchen verteilen (Saft auffangen) und nochmal für 20 min in den Ofen schieben.


In der Zwischenzeit den Rhabarbersaft etwas einköcheln (oder einfach das Rhabarbersirup von letztem Jahr aus dem Vorrat holen^^).
Den noch heißen Kuchen mit dem Sirup beträufeln und abkühlen lassen.



Bei uns hats die Rhabarber-Pistazien-Tarte zwar schon am Karfreitag gegeben, weil da die ganze Familie zum traditionellen (und künstlerisch wertvollen!) Eierbemalen zusammengekommen ist, aber ich denke es passt auch super zu einem feierlichen Osterbrunch. Beim Blog-Event Ach, du dickes Ei! bei Tina's Tausendschön wird nach allen nur vorstellbaren leckeren Rezepten für den Osterbrunch gesucht. Mal schaun, was da so alles zusammen kommt. Alles ist möglich, vom klassischen Osterlämmchen über abgefahrene Cocktails bis zur herzhaften Frühstücksstulle. Bin schon gespannt:D


Samstag, 19. April 2014

Mein Vegan Wednesday #6 und vom Flexie zum Veggie?

Soo, da kommt mein Vegan Wednesday, jippie. Bedanken darf ich mich diese Woche bei From Veggie to vegan, die fleißig veganes Futter sammelt. Die Zeit ist mir ja ein bisschen durch die Fingerchen geronnen. Aber so ist das hald mit Feiertagen, die sind meistens vollgas verplant und dann dauerts eben mal länger. Dabei wars diesen Mittwoch wieder superlecker, da hatte ich zwar auch nicht mehr Zeit, hab aber trotzdem aus unerklärlichen Gründen ganz fleißig gebacken und geköchelt, nom!

Frühstück im Büro waren zwei Stückle ultrafluffiger, saftig-cremiger Avocado-Rührkuchen. Ich hatte danach etwas Bauchweh von der Zuckerklatsche auf leeren Magen, aber lecker wars;)


Für die Mittagspause hatte ich mir abends zuvor noch Nudelsalat zusammengepampt. Weil ich nicht immer Früchtezeug reinhauen mag, dachte ich mir, ich veganisiere mal mein Lieblingsnudelsalatrezept. War ein voller Erfolg, obwohl ich anfangs skeptisch war, weil die Salami wahnsinnig tofumäßig fest war. Am nächsten Tag, nachdem alles schön durchgezogem hatte, war das aber weg und total jammi.


Zum Abendfutter musste unbedingt was aus dem Vorratsregal dezimiert werden. Lecker Bulgur gabs eh schon lange nicht mehr und dazu passen natürlich Backkartoffeln mit Currysauce und frischer grüner Salat. In Backkartoffeln könnt ich mich reinlegen!


Das verrückteste diese Woche war aber das Kartoffel-Giersch-Curry. In Muttis Garten hab ich eine Schüssel von dem Unkraut abgerupft und dann verköchelt. Irgendwie find ich das cool, einfach mit Grünzeug ausm Garten was köcheln zu können. Ich wusste ja bis dahin noch gar nicht, dass man das komische Unkraut futtern kann und nicht mal übel schmeckt.


Tja, mal schaun was die nächste Woche so passiert. Die Fastenzeit geht vorbei und damit mein Vorsatz, kein Fleisch zu essen. Die Umwelt fiebert schon darauf hin und weist mich vorfreudig auf den Ostersonntag hin, an dem ich eeendlich wieder totes Tier futtern darf. Mein Appetit darauf hält sich aber echt in Grenzen:P Auch wenn ich geschmacklich langsam echt wieder Lust auf eine Scheibe warmen Leberkäs oder sowas hätte, dreht sich im Moment etwas mein Magen um wenn ich an die durchgedrehte Fleischpampe denke, die eben mal drin ist, bäh! Irgendwie beunruhigt mich ein bisschen der Gedanke an die Reaktion meiner Mitmenschen, die ich bis jetzt immer damit 'besänftigen' konnte, dass ich ja nach der Fastenzeit wieder 'ganz normal' futtern werde. Andererseits ist es allein meine Sache, was ich esse und was nicht, ich muss mich doch nicht dafür rechtfertigen. Ich hab auch meine Klappe gehalten, als die Kollegen mit ihren ausufernden Fleischgrillplänen am Karfreitag getönt haben und ich innerlich ganz traurig wurde an den Gedanken vom abgeholzten Regenwald und den armen Äffchen die ihren Lebensraum verloren haben... Mich hätte eh keiner verstanden, ganz im Gegenteil wäre ich nur wieder die freakige Ökotante mit dem Agavendicksaft und so.

Mittwoch, 16. April 2014

Wie die Mümmelhasen: Kartoffelcurry mit Giersch

Alle Unkrautausrupfer kennen ihn: Giersch. Dieses nervige, von allen Mistgewächsen im Beet am schlimmsten wuchernde und hässliche Unkraut. Bei beetroot massacre steht man dem Kraut allerdings deutlich positiver gegenüber - der Giersch wird einfach lecker in einem Curry mitreingeköchelt und verputzt, muha. Supercool und praktisch, dachte ich mir, gleich eine Schüssel zusammengerupft und los gings. Vom Geschmack her erinnert das Grünzeug an eine Mischung aus Feldsalat und Spinat. Auf jeden Fall passte es tatsächlich ins Kartoffelcurry und war gar nicht mal übel. Nur gefiel mir die Konsistenz nicht so gut, ich dachte es würde weicher werden. Vielleicht hab ich aber auch zu 'alte' Triebe abgezupft, junge Gierschblättchen wären wahrscheinlich passender gewesen.


Kartoffel-Giersch-Curry    
(2 Portionen)

12 kleine bis mittelgroße Kartoffeln
1 Schüssel Giersch
1 Zwiebel
1 Dose gehackte Tomaten
je 1 TL Kreuzkümmel, Ingwer, Kurkuma, Garam Masala, Koriander
1 Chili, getrocknet + Sambal Oelek nach Geschmack
50 ml Sojasahne
Salz, Pfeffer, Zucker

Kartoffeln würfeln und ca. 15 min in Salzwasser vorkochen.
Giersch waschen und von den Stielen befreien, Zwiebel würfeln.
Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Kreuzkümmel 2 min darin anrösten. Zwiebel und Ingwer zugeben und mitrösten. Kurkuma, Garam Masala, Koriander und Chili zugeben und ebenfalls 1 min anrösten lassen.
Mit Tomaten ablöschen, Giersch zugeben und 5 min köcheln lassen.
Kartoffeln abgießen und in den Topf geben. Sojasahne zugeben und 5 min einköcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Eventuell noch mit Sambal Oelek schärfen und mit Weißbrot, Naanbrot etc. servieren.


Fürs nächste Mal werd ich auf jeden Fall jüngere Gierschblätter einsammeln. Oder einfach Spinat reinwerfen;) Nur ist es hald deutlich cooler, aus unscheinbarem Unkraut was Abgefahrenes zusammenzubruzeln als mit pupu Standardgedöhns, hmm.

Dienstag, 15. April 2014

Sooo fluffy: Avocado-Rührkuchen

Bei der Avocado-Schokoladencreme von letztens brauchte ich ja nur eine halbe Avocado und ich fragte mich schon, was ich so schnell mit dem Rest anfangen sollte. Erst einmal angeschnitten werden die Teile ja doch recht schnell hässlich braun. Aber noch am gleichen Tag bin ich bei Schokohimmel fündig geworden. Ein simpler Rührkuchen mit Avocado drin, vanillig, fluffig und creeemig soll er sein. Das musste ich ausprobieren. Beim Blick in den Kühlschrank fiel mir die Alsan-Butter in die Augen. Schlurpt schon viel zu lange da rum. Und sie wog exakt 112 g, genau die Menge, die ich brauchen würde. Und dann hab ich gleich den ganzen Kuchen veganisiert (ich liebe Eiersatzpampe anrühren, das ist wie Kleisterschlonze, hihi).


Ooh und dann passt das grüne Kuchenrezept auch noch super zum Frühlingsgefühle Blog-Event bei klein & zuckersüß, juhu (großer Zufall *hüstel). Den Zuckerguss hab ich extra total frühlingsmäßig mit grünem Dekorzucker und bunten Blättchen bestreut. Man erkennt bestimmt voll die saftige Wiese mit den tuffigen Blümchen darin...
Schmecken tut der Avocado-Rührkuchen übrigens genial! Vanillig, sehr saftig und ultrafluffig, der Wahnsinn. Die Avocado schmeckt man gar nicht mehr, nur die grüne Farbe bleibt:)


Avocado-Rührkuchen      
(Für eine 20cm-Kastenform*)

1/2 Avocado
1 TL Zitronensaft
112 g Margarine (Alsan)
100 g Zucker
2 Tl Vanillezucker
2 Msp Vanillemark
2 Portionen Eiersatz, angerührt (entsprechend 2 Eiern)
200 g Mehl
2 TL Backpulver
50 ml Sojasahne (oder 30 ml Milch)

Margarine, Zucker, Vanillezucker, Vanille und Eier cremig schlagen, bis der Zucker nicht mehr knuspert.
Avocadofleisch mit Zitronensaft glatt pürieren und zu der Buttercreme geben.
Mehl mit Backpulver mischen und zusammen mit der Sojasahne zur Creme geben.
Gut vermixen und in eine gefettete Kastenform füllen. Glattstreichen und bei 160ºC (Ober/-Unterhitze) 50 - 60 min backen (Stäbchentest!).

Kuchen aus dem Ofen nehmen, 10 min abkühlen lassen und dann aus der Form stürzen.
Aus 100 g Puderzucker, 3 Tropfen Zitronenaroma und heißem Wasser eine dicke Glasur anrühren. Auf dem Kuchen verstreichen und zügig nach Belieben verzieren, bevor der Zuckerguss anzieht.

Frühlingsgefühle: Lasst uns gemeinsam backen!

*Für eine normal große Kastenkuchenform (25cm) einfach das Rezept verdoppeln. Meine 20cm-Form ist so ein tolles 'Halbes-Rezept'-Teil :)

Sonntag, 13. April 2014

Schokoladig-süß und fruchtig-sauer: Avocado-Schokoladencreme mit Granatapfelkernen

Haha! Wieder ein Rezept nachgebaut, das schon ewig auf meiner Nachbastelliste stand. Bei einem Blog-Event hab ich es entdeckt: Avocado-Schokoladencreme bei der Küchenmamsell. Und auch bei mir wird es in einem Blog-Event verwurschtet, nämlich bei Petras Lieblingslöffelessen, das gerade beim Kochtopf am Start ist. Ich glaube der Name des Blog-Events spricht für sich;) Ich musste das Originalrezept übrigens etwas umändern. Mandelmus sollte rein, im Regal steht Cashew, Erdnuss, Sesam, alles Mögliche, nur leider kein Mandelzeug. Und da wir in nicht all zu großer zeitlicher Entfernung umziehn (yaaaay!), wollte ich auch nichts Neues in der Art kaufen, was ich nicht mehr bis zum Umzug aufbrauchen werde. Weiße Schokoladencreme hab ich schließlich gefunden (so eine supertuffige mit Pistazienstückchen drin), statt Orangenblütenwasser (äh, freakn, wer hat denn sowas?) einfach ein bisschen natürliches Orangenaroma und den Safran hab ich weggelassen. Mein Gaumen ist zu primitiv um das Zeug neben Kakao, Banane, Vanille und Co. noch rauszuschmecken:P Ich fands echt lecker und mit den säuerlichen Granatapfelkernen zusammen wars total genial. Außergewöhnlich aber nicht zu abgespaced, bisschen Schoki und bisschen Sauer, sehr gut.

Das schaut nach wenig aus für zwei Leute, aber die Creme ist ganz schön heftig, mit den Granatapfelkernen zusammen passts dann aber perfekt. Schokoladig und fruchtig säuerlich, jam!

Avocado-Schokoladencreme mit Granatapfelkernen  
(2 Portionen)

1/2 Avocado, sehr reif
1 Banane, sehr reif
2 EL Kakao
50 g weiße Schokoladencreme
25 g Zucker
1 Msp. Vanillemark
5 Tropfen Orangenaroma
1 Pck Sahnesteif
Granatapfelkerne

Avocadofleisch, Banane, Kakao, Schokoladencreme, Zucker, Vanille und Orangenaroma mit einem Pürierstab in einem hohen Gefäß glatt pürieren.
Sahnesteif mit einem Schneebesen einarbeiten.
Auf zwei Schüsseln verteilen und mind. 1 h kühlen.
Vor dem Servieren ein paar Granatapfelkerne frisch über die Creme streuen.

Blog-Event XCVII - Lieblingslöffelessen (Einsendeschluss 15. April 2014)

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